Melancholia

Melancholia (2011),
Laufzeit 136 Minuten, FSK 0, Thriller, Science Fiction-Film, Drama, Katastrophenfilm, Kinostart 06.10.2011

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7.0 Kritiker
44 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
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von Lars von Trier, mit Kirsten Dunst und Kiefer Sutherland

Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) Feiern ihre Hochzeit in Melancholia, dem neuen Film von Lars von Trier. Doch das Glück wird von einem außer Kontrolle geratenen Planeten überschattet, der auf die Erde zu stürzen droht. Darüber hinaus wird das sowieso bereits angespannte Verhältnis zwischen Justine und ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) an diesem Tag auf eine schwere Probe gestellt.

Lars von Trier, der für Melancholia auch Musik von Richard Wagner verwendete, hat bei der Pressekonferenz bei den Filmfestpielen von Cannes für einen Skandal gesorgt. Auf die Aussage, des dänischen Regisseurs, dass er in einem gewissen Sinne Verständnis für Adolf Hitler und dessen Taten habe, folgte für von Trier der Ausschluss vom Festival. Der Film Melancholia selbst durfte jedoch regulär im Wettbewerb verbleiben. Kirsten Dunst gewann mit ihrer Performance der Justine die silberne Palme als beste Darstellerin.

Auch in den Nebenrollen ist Melancholia prominent besetzt. So hat neben Alexander Skarsgård auch dessen Vater Stellan Skarsgård eine Rolle übernommen. Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt und Udo Kier vervollständigen die Hochzeitsgesellschaft.

Der preisgekrönte Kameramann Manuel Alberto Claro hat Erfahrung mit künstlerisch viel beachteten Filmen. Bereits verschiedene Filme, die unter seiner Mitwirkung entstanden sind, waren auf bekannten Filmfestivals vertreten. So lief Allegro 2005 beim Filmfestival von Venedig, für den Claro auch mehrere dänische Filmpreise erhielt, während er mit Reconstruction (2003) und Dark Horse (2005) schon in Cannes auf sich aufmerksam machte. Darüber hinaus war er auch an der Entstehung von Werbespots für Ikea, Nokia und Volkswagen beteiligt.(AK)

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Cast & Crew


Kritiken (33) — Film: Melancholia

Flibbo: wieistderfilm.de

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7.0Sehenswert

[...] „Melancholia“ ist ein achsensymmetrisches Werk. Die eine Protagonistin klappt in düsterer Sehnsucht zusammen, als sich alle Ablenkung als vergeblich erweist, und muss von der anderen gestützt werden. Letztere verliert ab der Mitte nach und nach ihr beherrschtes Wesen, während die vormals Hilfsbedürftige im Angesicht der ‚Erlösung‘ zur Besonnenheit findet. Das erklärt die zunächst unnötig ausgedehnt wirkende Familienfest-Episode, deren anstrengenden Trubel die halbdokumentarische Schnitt- und Kameraarbeit passend unterstreicht. Schließlich generiert von Trier auf faszinierend subtile und gleichzeitig unheimlich konsequente Weise eine Weltuntergangsstimmung, die nachhaltig wirkt, gerade weil sie so unglaublich weit von „2012“ und Konsorten entfernt ist. Die ergreifende Wahl des einzigen Soundtrack-Stücks bringt es auf den Punkt: das Vorspiel von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ – die Geschichte eines Verlangens, das im Leben keinen Frieden findet. [...]

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Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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10.0Lieblingsfilm

Um erst gar keine Mißverständisse aufkommen zu lassen: „Melancholia“ ist das, was man ein Meisterwerk nennt. Aber wie ist der Film zu deuten? Sehen wir hier nur die cinematographische Pathologie eines depressiven Regisseurs? Nein, wir sollten den Film weniger als eine verfilmte Krankenakte, sondern mehr als eine allgemeine Weltbeschreibung begreifen. Denn nur weil der Regisseur krank ist, heißt das nicht, das die Welt gesund ist. Der Schlüssel zu diesem rätselhaften Film liegt in der Musik. Wenn man Lars von Triers Interpretation von Wagners „Tristan und Isolde“ begreift, wird alles ganz einfach. Von Trier versteht Wagners Oper nicht als große Liebesoper in der sich Tristan und Isolde für die ewige Liebe vereinen. Es ist nicht der Liebestrieb, der vorherrschend ist, sondern allein der Todestrieb. Tristan will nicht mit Isolde die Liebe leben, Tristan – und das ist nun mal deutsche Romantik – will sterben und braucht dazu Isolde. Der Liebestrank war also doch der Todestrank…

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Dr. Borstel: Of Bastards And Dwarves

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MELANCHOLIA entzieht sich eigentlich jedes Fazits; so leicht es sich von Trier mit seiner konsequent depressiven, deterministischen Sinnlosigkeitssymbolik auch macht, schafft er doch einen sehenswerten Film mit langem Nachhall, zu dem man lieber mehr als zu wenige Worte verliert.

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

[…]Obwohl es hier immerhin um den Weltuntergang geht und von Trier es mit immer wieder anschwellenden Wagner-Klängen und seinen zu Anfang und Ende opulenten Bildern zu verschleiern versucht, ist es im Grunde ein äußerst minimalistischer Film, mit dem von Trier eigentlich nicht viel mehr macht, als die eigene Schwermut zur Abwechslung mal zu genießen. Das Ergebnis ist – auch, wenn ich das ganze gerne etwas kürzer hätte haben können – durchaus sehenswert, seine Depri-Romantik äußerst stimmungsvoll und atmosphärisch, aber eben auch nicht viel mehr.[…]

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SiameseMax: SiameseMovies

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9.0Herausragend

Lassen wir mal die allmählich schon tot geredete Kontroverse um Lars von Triers Nazi-Äußerungen des diesjährigen Filmfestivals in Cannes außen vor und konzentrieren uns auf sein dort vorgestelltes, und vielfach gepriesenes, Werk „Melancholia“. Der sinfonische, beinahe ausufernd elegische Film erzählt die Geschichte der tiefen Depression einer Frau, hervorragend verkörpert von Kirsten Dunst, während der titelgebende Planet unausweichlich auf die Erde zurast. Regisseur von Trier beschwört in seinem neuesten Werk eine stilprägende Apokalypse herauf, ein fast vollkommenes Drama, welches trotz seiner bedrückenden, aussichtslosen Thematik nicht hoffnungslos stimmt, sondern beim Zuschauer einen bizarren Gefühls-Mischmasch auslöst, welcher „Melancholia“ zu einem seltenen Filmereignis macht.
Untermalt von Motiven aus Richard Wagners „Tristan und Isolde“-Vertonung, schrammen von Triers malerisch gestylte Bilder, die im krassen Kontrast des Dogma 95-Diktus stehen,…

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Oceanic6: CinemaForever

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2.0Ärgerlich

"Das schmeckt nach Asche!"

Gerade habe ich noch einige Kritiken gelesen, in der Hoffnung, die allgemeine Euphorie nachvollziehen zu können. Meine Meinung bleibt bestehen: "Melancholia" ist ein unfassbar depressives, aber auch unfassbar schlechtes Filmerlebnis. Angefangen mit einem Prolog, der so uninnovativ ist wie nur möglich. Dabei dürfen Filmfehler natürlich nicht außen vor gelassen werden. In einer Szene regnet es hinter Kirsten Dunst Vögel, in der nächsten Einstellung komischerweise nicht mehr.

Interessanter als Filmfehler sind jedoch die inhaltlichen Aspekte oder vielmehr die inhaltlichen Ärgernisse. Extrem bedeutunglos, abgesehen davon als wie schlecht die Gesellschaft von von Trier portraitiert wird. Oberflächlich wird hier der Finger auf die Neureichen gerichtet, dort die Wissenschaft als dumm beschrieben und die Kritik an Großkonzernen darf natürlich auch nicht fehlen. So wenig wie diese Punkte in den Kontext der Geschichte passen,…

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Le Samourai

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Ich wollte es nicht glauben, aber du hast Recht!! Verdammt!!


TheDrPepperPower

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Absolut treffender Kommentar. Habe den Film heute gesehen und bin zutiefst enttäuscht und gleichzeitig völlig verwundert darüber, dass er so hoch gelobt wird und eigentlich sogar dass überhaupt IRGENDJEMAND diesen Film mag. "Melancholia" ist eine Mischung aus Belanglosigkeit, Oberflächlichkeit, Kitsch und grenzenloser Langeweile.


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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7.5Sehenswert

[...] Die Apokalypse vollzieht sich schleichend. Geradezu in anmutender Schönheit. Das unterscheidet ihn sicherlich von vielen seiner Regiekollegen, die die Apokalypse als speienden Feuerwagen (nach Elias) inszenieren. Die einleitende Ouvertüre (Richard Wagner: „Tristan und Isolde“) mit wunderschönen Bildern, dazu in Zeitlupe gesetzt, ruft in Erinnerung, dass das Weltenende nicht nur die Tristesse im Gepäck haben mag. Und das setzt sich fort, wenn Kirsten Dunst (als Justine) den Satansplaneten mit ihrer anmutenden Nacktheit quasi an sich zieht. [...]

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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7.5Sehenswert

In Lars von Triers "Melancholia" ist die Apokalypse nah, sehr nah. Wie bei "Titanic" stehen die Zeichen von Anfang an auf Untergang. Lächerlichkeiten wie Familienscharmützel bei einer Hochzeit dienen nur zur Überbrückung bis zur vernichtenden Kollision der Erde mit einem größeren Planeten. Romantisches Schwelgen in Wagner-Musik statt Krachbumm-Action, Ästhetik statt Aliens - Lars von Trier gelingt der optisch attraktivste Weltuntergangsfilm aller Zeiten. Dabei entdeckt er zudem die Schönheit einer depressiven Seele.

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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire

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9.5Herausragend

Vielen Kinogängern ist von Trier ein Dorn im Auge und wer ihn nicht mag, wird auch durch Melancholia nicht bekehrt werden. Nichtsdestotrotz ist Melancholia ein Beispiel für waghalsiges, wunderschönes und taktvolles Filmemachen und vermutlich die perfekte Ergänzung zu The Tree of Life, der am anderen Ende des Gefühlspektrums zu finden ist.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Melancholia zeigt die Apokalypse für einmal ohne Polizeisirenen, Nachrichtensprecher, schreiende Menschen und Massenpanik, sondern intim, gewaltig und - nomen est omen - melancholisch. Selten war der Weltuntergang ästhetischer.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Ein wieder einmal ziemlich außergewöhnlicher gedanklicher und filmischer Entwurf Lars von Triers’ – wenn auch nur „philosophische“ Theorie und Phantasie -, durchgehend exzellent in Szene gesetzt und super gespielt.

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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Dabei verpackt das Enfant terrible der Filmwelt seine jüngste Regiearbeit um Depression und Apokalypse virtuos in surreal malerische Bilder. Dramatisch mit der Musik aus Wagners „Tristan und Isolde“ unterlegt, zelebriert der Misanthrop unbarmherzig den Untergang und erzählt bildgewaltig von den letzten Tagen auf der Erde.

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Ba. Schweizerhof: EPD-Film Ba. Schweizerhof: EPD-Film

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7.5Sehenswert

Gefilmt in meisterhafter Integration von spektakulären Spezialeffekten und Handkameraintimität, gleicht Melancholia einerseits den Dogmafilmen von einst, Thomas Vinterbergs Fest oder Anders Thomas Jensens Mifune. Die Stimmung ist ähnlich flirrend, voller unguter Spannungen und ungelöster Probleme von Einsamkeit, Verbitterung und Hassgefühlen. Spürbar sind auch noch Relikte jener Bourgeoisiekritik der Dogmaströmung, die so gern anführte, wie Reichtum und Überfluss doch immer wieder Depression und Wahnsinn hervorbringen. Andererseits aber zeigt von Trier hier eine seltene Sympathie, ja sogar Nachsicht mit seinen fehler­behafteten Figuren, allen voran Dunsts Justine. Frei von Besserwisserattitüde liefert Melancholia eine Reflektion über die relativierende und zugleich revolutionierende Kraft des Weltuntergangs.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.5Ausgezeichnet

Der Weltuntergang, der Lichtjahre von jeder Genre-gewöhnlichen Monumentalzerstörungsarie eine seltene Intimität gewinnt, sah sicher niemals schöner aus.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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7.0Sehenswert

Der erste Teil von "Melancholia" beschäftigt sich mit der Familienfeier - hier ein rauschendes Hochzeitsfest. Der zweite Teil handelt von emotionaler Starre und dem Warten auf das Unabdingbare, von der elegischen Inszenierung des Untergangs. Surreale Tableaus der Ouvertüre in Ultrazeitlupe, unterlegt mit der Musik von Wagners "Tristan und Isolde", brennen sich ins Gedächtnis. Ein betörender Auftakt zu einem Trip in das Verhängnis.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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5.0Geht so

Dabei führt der Regisseur seine ästhetische Zwangsvorstellung unter zermürbender Kunstqual nur auf ein höheres Niveau: auf den ersten Blick faszinierend anzusehen, über 130 Minuten kaum auszuhalten.

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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8.0Ausgezeichnet

Das Werk ist ein so seltsamer, wie betörender Film, der die größte Stärke seines Regisseurs zeigt: Hypnose.

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Melancholia ist gewaltig, epochal und endgültig. Ab jetzt dürfte es eigentlich keine Weltuntergangsfilme mehr geben. Lars von Trier zeigt uns einen Film der großen Gegensätze - alleine die Prämisse einen ruhigen und zurückhaltenden Weltuntergangsfilm zu drehen ist schon eine Nummer für sich und mit welcher künstlerischen Integrität von Trier sein Konzept durchzieht ist schlicht beeindruckend. Übliche Klischees werden tunlichst vermieden, stattdessen ist Melancholia eine leise, in sich gekehrte Ballade über eine untergehende Welt - durchzogen von trauriger Schönheit und einer einprägsamen Endgültigkeit die auch dank des kolossalen Abschluss vielen lange in Erinnerung bleiben wird. Muss man gesehen haben.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

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6.0Ganz gut

„Melancholia“ ist ein Film voller Paradoxien: Nicht nur weil angesichts des imminenten Weltuntergangs die depressive Justine zur lange vermissten Besonnenheit findet, während die stets beherrschte Claire einer lähmenden Teilnahmslosigkeit anheim fällt. Darüber hinaus kontrastiert die von der Handkamera erzeugte, nervöse, gespannte Stimmung mit Bildern ausgesuchter Schönheit, die zu künstlerisch arrangieren Tableaus gefrieren – etwa im auf dem Filmplakat abgebildeten, John Everett Millais‘ „Ophelia“ nachempfundenen Bild der Braut im Fluss, oder auch bei der unter einem märchenhaft-silbrigen Licht schreitenden Justine im Brautkleid, die von den sichtbar gewordenen Fäden der Melancholie zurückgehalten wird.

Mit Terrence Malicks „The Tree of Life” teilt Lars von Triers Film zwar den kosmischen Gestus. Entgegengesetzter könnten die beiden Filme indes kaum sein. Zwar verknüpfen sie in schönen Bildern jeweils eine „Makro-„ mit einer „Mikrohandlung“, wodurch die Geschichte einer Familie mit dem Werden und Vergehen der Erde verwoben wird, aber der jeweilige Standpunkt könnte kaum verschiedener sein: Versucht Malick Schöpfung und Evolution filmisch miteinander zu vereinbaren, das Leben als Geschenk in einem Film darzustellen, in dem der Schöpfergott eine zentrale Rolle spielt, so gibt sich Lars von Trier einer fatalistischen Weltuntergangsstimmung hin, in der Gott keinen Platz findet.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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4.0Uninteressant

Majestätisch setzt Lars von Trier ("I'm a Nazi.") in den ersten Minuten des Films gemäldehafte Bilder zu musikalischem Pomp (Wagner) in Szene, die wie formschöne Photoshop-Stills daherkommen, und nicht halb so eindrucksvoll wirken, wie sie es vermutlich gern würden. Was folgt, ist eine an der eigenen "Dogma"-Ästhetik geschulte, mit blümeranten Stilisierungen verfeinerte und an Thomas Vinterbergs "Festen" erinnernde Familienkrisengeschichte in wirrem Kameragezuppel und reduzierten Lichtquellen, gebrochenen Blickachsen und ständig wechselnden Brennweiten. Während der zweiten Hälfte dann trüben subtile Spezialeffekte und beeindruckende, dem Titel gerecht werdende, Bilder opulenter Melancholie den (ohnehin mit Vorsicht zu genießenden) Eindruck formaler Strenge, derweilen sich die Figuren immer mehr in einen abgründigen Strudel aus Lethargie, Tristesse und Lebensmüdigkeit bewegen – "Melancholia" ist, ähnlich wie "Antichrist", ein weiterer Schritt von Triers hin zu noch mehr Stil des Stils wegen. Diesmal habe ihn keine Depression inspiriert und angetrieben, ließ der Filmemacher mehrfach verkünden, und deshalb sei dies auch ein weniger schwermütiger, sondern eher ein schöner Film. Man soll ja keinem Menschen etwas Schlechtes wünschen, aber je besser es Herrn von Trier zu gehen scheint, desto profaner sehen seine Filme aus. "Melancholia" hat mich jedenfalls weitgehend unberührt zurückgelassen.

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kinokumpel

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Vega fällt mal wieder schön aus dem Rahmen. Ich finde: zu Recht. "Mehr Stils des Stils wegen" und eine gewissen Unberührtheit am Ende. Das war leider auch ziemlich genau mein Eindruck.
Zu "Dogville": Ich finde, der verdient eine zweite Chance. Ich fand ihn deutlich besser und in der Handlung einfach stärker als "Melancholia".


Le Samourai

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Leider wahr, Mr. Vega!


Alle Kritiken (33)


Kommentare (164) — Film: Melancholia

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niceeddy

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Bewertung9.0Herausragend

Der erste von Trier-Film, der mir richtig gefiel! Endlich mal ein Film, der das Thema Weltuntergang adäquat umsetzen konnte. Das hat natürlich nichts mit Schwachsinn ala Knowing oder 2012 zu tun, sondern ist eher ein hervorragend gespieltes, mit Handkamera gedrehtes Familiendrama, bei dem der drohende Armageddon immer mehr in den Vordergrund rückt.
Dennoch werden am Anfang und am Ende apokalyptisch-schöne Bilder gezaubert, die noch lange nachwirken.

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niceeddy

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Dogville kenne ich allerdings nicht, der soll ja wirklich gut sein, aber Antichrist und besonders Dancer in the Dark gingen mir nur auf den Sack.


sikkmeidack

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Dogville gab´s mal als giveaway zur TV-irgendwas. Wenn man sich auf diese besondere Filmform, die eigentlich eine reduzierte Bühneninszenierung ist, einlässt, werden hier dennoch sehr anstrengende und deprimierende Sozialverhalten entlarvt... ich hab´ den mehr ausgehalten.


Mr. Laurel

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Bewertung6.5Ganz gut

Die tollen traumhaften Bilder im Vorspann machen Lust auf einen symbolhaften stylischen Film, aber die Skandalnudel von Trier holt wieder die wackelige Handkamera raus und präsentiert einen überlangen Pseudo Dogma Film in zwei Kapiteln.
Im ersten Kapitel betätigt sich Justine (K. Dunst) als Hochzeitsparty-Pooper bei ihrer eigenen Hochzeitsfeier. Ist sie psychisch krank oder nur ein ungezogenes böses Mädchen? Durchaus unterhaltsam anzuschauen (Witzig: Udo Kier als zickiger Hochzeitsplaner).
Im zweiten Teil warten Justine, ihre Schwester mit Kind und Mann auf den Weltuntergang, was sich gewaltig in die Länge zieht; aufgelockert durch einige nette symbolhafte Bilder/Szenen. Immerhin gibt’s Frau Dunst oben ohne zu bewundern und Frau Gainsbourg spielt die Dunst glatt an die Wand. Insgesamt bleiben mir die Handlungen der Protagonisten weitgehend unverständlich.
Fazit: Lars von Trier ist weder ein Stanley Kubrick noch ein Ingmar Bergman und auch kein Peter Greenaway (auch wenn er es gerne wäre).

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Mr. Laurel

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Woody Allen? OK, aber ein depressiver Woody Allen.


Simon Moon

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Was soll man von einem erwarten, der sagt: "Ich habe nicht vor zu sterben". Das ist ganz eindeutig das Profil eines depressiven Menschen.


Don Quijote

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Bewertung5.0Geht so

Ich hatte mir mehr erwartet... Es fehlt mir der Tiefgang. An der schauspielerischen und szenischen Leistung lässt sich sicher nichts kritisieren, aber wo sind die philosophischen und psychologischen Hintergründe, die Lars von Trier sonst so auszeichnen?

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FilmFan15

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Bewertung10.0Herausragend

Man mag ja von Lars von Trier halten was man will. Aber das er grandiose Filme drehen kann, hat er hiermit auf jeden Fall bewiesen. Kirsten Dunst spielt ihre Rolle der depressiven Braut einfach nur großartig. Generell finde ich den Cast einfach nur großartig. Nachdem ich Melancholia geschaut habe, musste ich ein paar tage danach immer noch an diesen zu Ende bedrückenden Film denken. In meinen Augen ein Meisterwerk der Letzten Jahre

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AlArenal

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Bewertung9.0Herausragend

Melancholia, das ist für mich vordergründig nicht das Weltuntergangszenario, sondern das sind Menschen die nicht aus ihrer Haut können. Festgefahren in ihren Denkmustern und Verhaltensweisen verhaften sie in ihrer Art, selbst dann noch, wenn ihr Verhalten völlig deplaziert, unsinnig, kontraproduktiv und verletzend ist.

Der Film hält uns den Spiegel vor und wir erblicken Masken. Bis an den einen unausweichlichen Punkt an dem die Masken aller fallen und wir uns selbst erblicken.

http://www.alexander-langer.de/2012-05-14/melancholia-blu-ray.html

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freaky_78

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Bewertung9.5Herausragend

*SPOILER*
Ich fand den Film sehr gut, wobei mir die 2. Hälfte noch etwas besser gefallen hat. Ich fragte mich immer wieder, was die Hochzeit nun mit dem 2. Teil "zu tun" hatte. War sie eventuell so deprimiert, weil sie den nahenden Weltuntergang "gespürt" hat? Würde auch erklären, warum sie an diesem Tag ALLES auf's Spiel gesetzt hat (Mann, Arbeit etc.) und unbedingt Zeit mit ihrem Vater verbringen wollte. Auch vergeht zwischen der Hochzeit und dem Weltuntergang nicht sehr viel Zeit.
Oder waren die zwei Teile einfach zwei verschiedene "Melancholien"?
Ich bin kein Fan von "Wackelbildern", aber so sehr hat mich das in diesem Film nicht gestört. Ich fand es ziemlich beeindruckend, dass das Thema Weltuntergang mal so ganz anders angegangen wird und nur einige wenige Leute portraitiert werden, die ganz unterschiedlich damit umgehen. Man fragt sich zwangsläufig: "Wie würde ich mich verhalten?". Das hinterlässt ein beklemmendes Gefühl und ich musste mich hinterher noch mit einem anderen Film "ablenken", da ich etwas Angst um meinen Schlaf hatte. ;-)
Sehr guter Film. Für "Action-Fans" wahrscheinlich eher nichts, deshalb habe ich den Film ohne meinen Mann geschaut.

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kawummbaby

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film lässt einen nicht im Unklaren: in den ersten paar Minuten sieht man die planetarische Katastrophe in hübschen Bildern. Dann wird rückgeblendet auf eine einzige isolierte Familie auf einem Landsitz.

In der ersten Hälfte wird eine Depression inmitten einer Freudenfeier meisterhaft dargestellt. Kirsten Dunst spielt fantastisch, nur die Depression, die da in einem hochschleicht, muss man aushalten.

Im zweiten Teil schließlich rückt die Katastrophe näher und man fühlt mit, ich vor allem mit dem Vater und seinem Sohn. Da konnte ich mich wiederfinden. Aber hier bleibt alles unhysterisch und hoffnungslos. Es gibt kein Wegrennen und kein Wegschauen und keinen Grund, zu streiten oder zu kämpfen. Nur Resignation und Tod.

Obwohl ich nicht der Meinung bin, dass von Trier das Thema hier ordentlich ausgeschöpft hat, ist das meiste, was er doch zeigt gut gelungen. Den Zuschauer hüllt das Gefühl der Niedergeschlagenheit im Anblick der schönen Katastrophe vollkommen ein.

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dsarea51

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Bewertung3.5Schwach

"Ist das Kunst oder kann das weg?"

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adamma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Verstörend, Intensiv, Gewaltig. Habe gleich danach von den Bildern geträumt. Bin immer noch total aufgewühlt. Dieser Film geth so tief wie Lost Highway!
Danke für dieses Meisterwerk. Ich werde Melancholia nie vergessen und hoffentlich nie selbst erleben.

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spyro2000

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr schön bildgewaltig - allerdings manchmal etwas arg überzeichnet. Ansonsten frage ich mich jetzt schon ein wenig was mir Lars von Trier eigentlich jetzt damit sagen will - vor allem die erste Hälfte war eigentlich komplett überflüssig. Hier werden Charaktere eingeführt die dann einfach gar nicht mehr vorkommen und auch mit dem Thema das Films nicht gemeinsam haben. Hat mich etwas ratlos zurückgelassen...

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spyro2000

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Wer will das von außerhalb der Erde beurteilen wenn es sonst nirgendwo Leben gibt. Und was zum Teufel soll bitte an einem Regenwurm oder einem Koalabären "böse" sein? Die ganze Szene war einfach nur schwach- und nicht tiefsinnig, sorry.


Trimalchio

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Man sollte sich einer gewissen Metaphorik natürlich nicht ganz verweigern. Die Szene spielt vielmehr auf den Geisteszustand Justine's an. Außerdem hieß es ja schlecht, das hatte ich falsch in Erinnerung, was sich ja kaum verneinen lässt.


Ivo.1992

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Bewertung9.0Herausragend

Bildgewaltiges Endzeit-Spektakel mit sehr guter schauspielerischer Leistung. Wie schon zuvor in Antichrist konnte Lars von Trier die Psyche des Menschen auf eine Weise dem Zuschauer rüberbringen, wie es niemand sonst kann.

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sweetForgiveness

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Bewertung5.0Geht so

[Mein erstes Mal mit Lars von Trier] war...
ja, wie war es eigentlich? Auf der einen Seite ist MELANCHOLIA wunderschön, schauspielerisch perfekt und wahrscheinlich noch viel komplexer als ich überhaupt erahnen könnte. Allerdings, ist er auf der anderen Seite sehr langatmig, mit einigen Fehlern behaftet und vor allem im ersten Teil sehr sehr depressiv obwohl es um eine Hochzeitsfeier und somit um den eigentlich schönsten Tag der Braut Justine handeln sollte. Negative und positive Aspekte stehen sich also gegenüber wie die Erde und Melancholia.
Katastrophenfilme laufen meist nach Schema F ab, nicht so MELANCHOLIA. Durch den schon frühzeitigen Zerfall des Hauptcharakters Justine wirkt die nahende Katastrophe irgendwie gar nicht so schlimm. Fast gleichgültig steht man ihr gegenüber, schließlich ist eh schon alles verloren. Dieses Gleichgültigkeitsgefühl verschwindet aber am Ende des Filmes wieder in dem man an seinen Sitz gefesselt mitbangt. Die Handlung wird in zwei Akte aufgeteilt, in den der Hauptfigur Justine, in der die Hochzeitsfeier näher beleuchtet wird, und in die von Justine's Schwester Claire, die voller Angst den Planeten Melancholia beobachtet.
Ganz großes Schauspielkino vor allem von Kirsten Dunst aber auch, wenn auch um Längen nicht so gut wie Dunst, von ihrer "Schwester" Charlotte Gainsbourg.
Wenn man sich, dass so änhört und vor allem wenn ich mir, dass selbst durchlese frage ich mich warum es MELANCHOLIA letzt endlich doch "nur" auf eine 5.5 geschafft hat. Möglicherweise weil noch eine Zweitsichtung nötig ist, vielleicht weil mich der Film während des ersten Teils nicht wirklich für sich gewinnen konnte oder weil ich ihn erst in den nächsten Tagen hochstufen werde, weil ich erkenne was für einen Fehler ich mit dieser Wertung gemacht habe, da der Film bei mir erst später wirkt oder weil ich ihn nach 3 Wochen immer noch nicht aus meinem Kopf kriege.
Verständlich also warum MELANCHOLIA sowohl seine Fans sowie seine Gegner hat. Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich ein "Fan" des Filmes bin, aber ein Gegner bin ich auf keinen Fall!

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Jenny von T

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Ich rate wirklich nur sehr ungern ab, aber in dem Fall dürfte eine weitere Auseinandersetzung wenig Sinn machen. Von Triers Filme sind das absolute Gegenstück zu feel good-movies; "Melancholia" empfand ich persönlich sogar noch als verhältnismäßig warm, und wenn selbst der dir schon zu düster ist...


sweetForgiveness

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Dann danke Jenny. außerdem hat sich dann endlich auch dieses Antichrist gucken oder nicht gucken aufgelöst :)


m.laterne

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Bewertung6.5Ganz gut

Spoilergefahr besteht wohlaus!

Sah wirklich toll aus. Schöne Zeitlupen, herbstliche Optik, das Ende naht. Hat mich gefesselt.
Charaktere wurden vorgestellt. Jeder mit seine sympathischen Vorzügen und seinen offensichtlichen Schwächen. Wenige Grautöne waren zu erkennen. Schwach.
Am schlimmsten Justine. Ich beschäftige mich wenig mit Depressionen und hab eigentlich keine Ahnung, ob diese realistisch waren. Aber ihre Depressionen machten Justine so ziemlich zum hassenswertesten Charkter der letztjährlichen Kinochronolgie. So viel Egoismus stößt mich zutiefst ab und ich bezweifle ob sich das Krankheitsbild in solchen Ausmaßen darstellt.
Aber davon seh ich gerne ab. Denn Claire war weitaus interessanter. Sie stellt doch eher den Menschen dar, der ich wäre in dieser Situation größter Hilfslosigkeit. Todesangst gegen Weltschmerz. Mein Sieger steht fest. Panikattacken und Entspannung wechseln sich ab. Die Suche nach Halt funktioniert und scheitert. Unser Hirn spielt uns Streiche, Hoffnung wird zum belanglosen Wort. Schreiend sterben im vollen Bewusstsein. Das Ende. Keine Rettung. Aus! Physik und Chemie herrschen über uns. Die Formel ist Gott. Rationalität. Kiefer hat die richtige Lösung gefundend. Bevor ich schreiend verbrenne, verasche, entscheide ich selbst.

Claire ist echt. Ich bin eher Claire, als Justine, die nicht in die Wanne kommmt und Hackbraten kotzt. Ist es möglich so zu verkommen durch Depressionen? Keine Ahnung. Aber was wäre passiert, wenn Justine nicht ins Taxi gestiegen wäre? Zuhause verhungert, verwest, vergammelt? Naja, Bohnen raten kann sie. Unnötiger Mysterie-Hirnriss und nützlich wie ein Buckel.
Wäre Claire nicht so eine tolle Identifikation, es wäre langweilig geworden. Und Kiefer Sutherland war ein Traum. Den brauch ich öfter. Aber wo waren die Antidepressiva? Und warum heißt Melancholia nicht Crematoria?

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Martin Jurgeluks

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Bewertung9.0Herausragend

Endzeitfilm der etwas anderen Art. Wo sich Emmerich und Co. mit Effekten und Zerstörungswut durch den banalen Supergau kämpfen, schafft es Lars von Trier eine bedrückende, verwirrende und gleichzeitig beeindruckende Gegenseite des ganzen darzustellen. Der Prologue des Filmes ist atemberaubend und wird untermalt mit dem Werk aus Wagners „Tristan und Isolde“. Wo die erste Hälfte nur als Vorgeplänkel dient, die Charaktere vorgestellt werden und so ein wenig vor sich hinplätschert, reist die zweite Hälfte das ganze nochmal rum. Wir bekommen etwas zu sehen was sich nicht aufhalten lässt. Kirsten Dunst hat sich zu einer überaus reifen und tollen Darstellerin avanciert.
Der Film ist unbeschreiblich schön, auf seine Art aber auch schrecklich und erschütternd.
Beispieloses Kino

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Aoewir

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Bewertung2.5Ärgerlich

Was zum Gehörnten soll dieser Film????

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Gourellia

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Naja ich würde mich selbst als Optimisten und Frohnatur bezeichnen, dies bedeutet aber nicht das ich den Film als schlecht empfinde...


natedb

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Ausnahmen gibt es bestimmt. Aber ich denke der Großteil.entscheidet wahrscheinlich schon eher so wie beschrieben.


FineCut

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MELANCHOLIA ist einer der Filme, der für mich unbewertbar ist. Ich könnte noch nicht einmal sagen, ob ich ihn weiterempfehlen würde. Während des Schauens fand ich einige Szenen total schwachsinnig, langweilig und uninteressant, in anderen dann wieder absolut grandios und fesselnd. In jedem Fall zeigt Kirsten Dunst ihre wohl bislang stärkste schauspielerische Leistung.

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Gourellia

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Geht mir ganz ähnlich... ich kann den Film "bis jetzt" nicht bewerten...


T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

toller regisseur, tolle frauen, meisterwerk von einem film

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SweeneyDrive

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klasse Vorspann, sehr schon gespielt und das Ende war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

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spanky

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Bewertung6.0Ganz gut

Von Triers eindrückliche Meditation über das Ende der Welt mit stillen Reminiszenzen an "Marienbad" und "2001". Biblisch, romantisch aber auch genauso kitschig. Was zunächst als starschwangeres Familiendrama beginnt, verdichtet sich sukzessiv zu einer Abrechnung unter Schwestern. Die Bedrohlichkeit des nahenden Untergangs ist zwar subtil mit all seiner Bild- und Geräuschgewalt präsent, vermag aber den oberflächlichen Zwist nicht zu relativieren. Einerseits genial und opulent gefilmt. Andererseits aber ohne Antworten und ohne Erschütterung.

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Markbln

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Seh ich ähnlich und hab geschrieben, dass er nach dem Intro hätte aufhören sollen. Das Drehbuch ist eine einzige Katastrophe, selten doofere Dialoge gehört im letzten Jahr. 6 Punkte sind noch 2 zu viel.


spanky

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Ja, die Tendenz geht bei mir eigentlich auch abwärts, weil die Enttäuschung doch überwog. Aber optisch ist das alles schon ziemlich Eyecandy und deswegen eigentlich sehenswert. Die 7-Punkte-Keule wollte ich dann doch nicht schwingen...


agynessa

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Bewertung6.0Ganz gut

Dieser Film ist weder ein Thriller noch ein Science Fiktion oder Katastrophenfilm. Eher ist er ein operettenhaftes Drama, welches vor Melancholie zerfließt und wirklich einige stimmige Momente schaffen konnte, jedoch nicht über der ganzen Filmlänge hinweg, was bei mir persönlich auch öfter den Blick auf die Uhr hervorhob. Genauso im Unklaren wird man gelassen, Spoiler bei der Erkrankung von Kirsten Dunst, im zweiten Akt. Eigentlich sieht sich der Film eher wie ein Buch das man ließt. Die großen Gefühle bleiben allerdings aus.

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