Melancholia
Melancholia (2011), DE/DK/FR/IT/SE Laufzeit 136 Minuten, FSK 12, Drama, Katastrophenfilm, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 06.10.2011
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237 Kommentare
Keine
von Lars von Trier, mit Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg
Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) Feiern ihre Hochzeit in Melancholia, dem neuen Film von Lars von Trier. Doch das Glück wird von einem außer Kontrolle geratenen Planeten überschattet, der auf die Erde zu stürzen droht. Darüber hinaus wird das sowieso bereits angespannte Verhältnis zwischen Justine und ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) an diesem Tag auf eine schwere Probe gestellt.
Lars von Trier, der für Melancholia auch Musik von Richard Wagner verwendete, hat bei der Pressekonferenz bei den Filmfestpielen von Cannes für einen Skandal gesorgt. Auf die Aussage, des dänischen Regisseurs, dass er in einem gewissen Sinne Verständnis für Adolf Hitler und dessen Taten habe, folgte für von Trier der Ausschluss vom Festival. Der Film Melancholia selbst durfte jedoch regulär im Wettbewerb verbleiben. Kirsten Dunst gewann mit ihrer Performance der Justine die silberne Palme als beste Darstellerin.
Auch in den Nebenrollen ist Melancholia prominent besetzt. So hat neben Alexander Skarsgård auch dessen Vater Stellan Skarsgård eine Rolle übernommen. Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt und Udo Kier vervollständigen die Hochzeitsgesellschaft.
Der preisgekrönte Kameramann Manuel Alberto Claro hat Erfahrung mit künstlerisch viel beachteten Filmen. Bereits verschiedene Filme, die unter seiner Mitwirkung entstanden sind, waren auf bekannten Filmfestivals vertreten. So lief Allegro 2005 beim Filmfestival von Venedig, für den Claro auch mehrere dänische Filmpreise erhielt, während er mit Reconstruction (2003) und Dark Horse (2005) schon in Cannes auf sich aufmerksam machte. Darüber hinaus war er auch an der Entstehung von Werbespots für Ikea, Nokia und Volkswagen beteiligt.(AK)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Katastrophenfilm, Psychodrama, Science Fiction-Film, Thriller
- Zeit
- Nahe Zukunft
- Ort
- Erde, Planet
- Handlung
- Apokalypse, Art House-Film, Braut, Bräutigam, Eheprobleme, Familienfest, Gegensätze, Geschwister, Geschwisterliebe, Große Schwester, Hochzeit, Katastrophe, Kleine Schwester, Melancholie, Moral, Schwester, Schwester-Schwester-Beziehung
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst
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- Melancholia: critic.de























Kritiken (35) — Film: Melancholia
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Zuallererst, ich mag Arthouse-Filme – insbesondere als Kontrast zu den üblichen Blockbustern – generell sehr gerne und zu diesen würde ich Melancholia definitiv zählen. Betrachtet man Triers Film als Kunstwerk und einzige große Metapher für seinen Kampf gegen die Depression, so hätte sich der Film allemal seine zehn Punkte verdient gehabt. Allein schon der Titel beziehungsweise Name des Planeten kann als Allegorie einerseits für den Gemütszustand des Regisseurs wie auch der Hauptfigur, andererseits auch als Bezeichnung für das übergeordnete Thema betrachtet werden. Hier reiht sich ein durchkomponiertes und stilisiertes Bild an das andere, werden symbolträchtige Hinweise eingestreut und im Kontext einer angenommenen Realität vollkommen unverständliche Handlungen vollzogen und Dialoge geführt. Beruft man sich auf die vielgepriesene Symbolik in Triers Werk(en), so haben wir es hier tatsächlich mit einem kryptischen Glanzstück zu tun. [...]
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ComancheMan: filmmonster.de
Kommentar löschen„Melancholia“ ist kein Entertainmentfilm! Wer von Filmen Spaß und ein gutes Gefühl erwartet, braucht ihn nicht anzusehen und ist bei von Trier sowieso an der völlig falschen Adresse. Der Film ist einer der düstersten, hoffnungslosesten und bedrückendsten Filme, den man in den letzten Jahren sehen konnte. Natürlich ist er mit der ernsten Thematik Depression teils anstrengend anzusehen. Auch das Gedankenspiel der apokalyptischen Planetenkollision ist an sich eher müßig, auch gerade mit dem beschränkten Fokus alleinig auf das Anwesen der Familie. Wenn einem im ohnehin schon finsteren Herbst das nicht zu düster ist, muss man eventuell damit rechnen nicht viel klassischen Unterhaltungswert aus dem Film mitzunehmen. Sehenswert sind die Bildgestaltung und das selten so nahe, sehr gute Starschauspiel aber in jedem Fall.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] „Melancholia“ ist ein achsensymmetrisches Werk. Die eine Protagonistin klappt in düsterer Sehnsucht zusammen, als sich alle Ablenkung als vergeblich erweist, und muss von der anderen gestützt werden. Letztere verliert ab der Mitte nach und nach ihr beherrschtes Wesen, während die vormals Hilfsbedürftige im Angesicht der ‚Erlösung‘ zur Besonnenheit findet. Das erklärt die zunächst unnötig ausgedehnt wirkende Familienfest-Episode, deren anstrengenden Trubel die halbdokumentarische Schnitt- und Kameraarbeit passend unterstreicht. Schließlich generiert von Trier auf faszinierend subtile und gleichzeitig unheimlich konsequente Weise eine Weltuntergangsstimmung, die nachhaltig wirkt, gerade weil sie so unglaublich weit von „2012“ und Konsorten entfernt ist. Die ergreifende Wahl des einzigen Soundtrack-Stücks bringt es auf den Punkt: das Vorspiel von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ – die Geschichte eines Verlangens, das im Leben keinen Frieden findet. [...]
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Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de
Kommentar löschenUm erst gar keine Mißverständisse aufkommen zu lassen: „Melancholia“ ist das, was man ein Meisterwerk nennt. Aber wie ist der Film zu deuten? Sehen wir hier nur die cinematographische Pathologie eines depressiven Regisseurs? Nein, wir sollten den Film weniger als eine verfilmte Krankenakte, sondern mehr als eine allgemeine Weltbeschreibung begreifen. Denn nur weil der Regisseur krank ist, heißt das nicht, das die Welt gesund ist. Der Schlüssel zu diesem rätselhaften Film liegt in der Musik. Wenn man Lars von Triers Interpretation von Wagners „Tristan und Isolde“ begreift, wird alles ganz einfach. Von Trier versteht Wagners Oper nicht als große Liebesoper in der sich Tristan und Isolde für die ewige Liebe vereinen. Es ist nicht der Liebestrieb, der vorherrschend ist, sondern allein der Todestrieb. Tristan will nicht mit Isolde die Liebe leben, Tristan – und das ist nun mal deutsche Romantik – will sterben und braucht dazu Isolde. Der Liebestrank war also doch der Todestrank. Isoldes Liebestod-Arie…
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Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...
Kommentar löschenMELANCHOLIA entzieht sich eigentlich jedes Fazits; so leicht es sich von Trier mit seiner konsequent depressiven, deterministischen Sinnlosigkeitssymbolik auch macht, schafft er doch einen sehenswerten Film mit langem Nachhall, zu dem man lieber mehr als zu wenige Worte verliert.
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HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschen[…]Obwohl es hier immerhin um den Weltuntergang geht und von Trier es mit immer wieder anschwellenden Wagner-Klängen und seinen zu Anfang und Ende opulenten Bildern zu verschleiern versucht, ist es im Grunde ein äußerst minimalistischer Film, mit dem von Trier eigentlich nicht viel mehr macht, als die eigene Schwermut zur Abwechslung mal zu genießen. Das Ergebnis ist – auch, wenn ich das ganze gerne etwas kürzer hätte haben können – durchaus sehenswert, seine Depri-Romantik äußerst stimmungsvoll und atmosphärisch, aber eben auch nicht viel mehr.[…]
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SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenLassen wir mal die allmählich schon tot geredete Kontroverse um Lars von Triers Nazi-Äußerungen des diesjährigen Filmfestivals in Cannes außen vor und konzentrieren uns auf sein dort vorgestelltes, und vielfach gepriesenes, Werk „Melancholia“. Der sinfonische, beinahe ausufernd elegische Film erzählt die Geschichte der tiefen Depression einer Frau, hervorragend verkörpert von Kirsten Dunst, während der titelgebende Planet unausweichlich auf die Erde zurast. Regisseur von Trier beschwört in seinem neuesten Werk eine stilprägende Apokalypse herauf, ein fast vollkommenes Drama, welches trotz seiner bedrückenden, aussichtslosen Thematik nicht hoffnungslos stimmt, sondern beim Zuschauer einen bizarren Gefühls-Mischmasch auslöst, welcher „Melancholia“ zu einem seltenen Filmereignis macht.
Untermalt von Motiven aus Richard Wagners „Tristan und Isolde“-Vertonung, schrammen von Triers malerisch gestylte Bilder, die im krassen Kontrast des Dogma 95-Diktus stehen, nicht selten am Kitsch vorbei,…
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Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen"Das schmeckt nach Asche!"
Gerade habe ich noch einige Kritiken gelesen, in der Hoffnung, die allgemeine Euphorie nachvollziehen zu können. Meine Meinung bleibt bestehen: "Melancholia" ist ein unfassbar depressives, aber auch unfassbar schlechtes Filmerlebnis. Angefangen mit einem Prolog, der so uninnovativ ist wie nur möglich. Dabei dürfen Filmfehler natürlich nicht außen vor gelassen werden. In einer Szene regnet es hinter Kirsten Dunst Vögel, in der nächsten Einstellung komischerweise nicht mehr.
Interessanter als Filmfehler sind jedoch die inhaltlichen Aspekte oder vielmehr die inhaltlichen Ärgernisse. Extrem bedeutunglos, abgesehen davon als wie schlecht die Gesellschaft von von Trier portraitiert wird. Oberflächlich wird hier der Finger auf die Neureichen gerichtet, dort die Wissenschaft als dumm beschrieben und die Kritik an Großkonzernen darf natürlich auch nicht fehlen. So wenig wie diese Punkte in den Kontext der Geschichte passen, so heulerisch…
24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten
der cineast Sun, 09 Oct 2011 19:04:11 -0000
Antwort löschen:D
Trimalchio Sun, 09 Oct 2011 19:31:02 -0000
Antwort löschen"Melancholia" ist ein unfassbar depressives, aber auch unfassbar schlechtes Filmerlebnis.
=>
ich kann mich mit der puren Negativität und der oberflächlichen Gesellschaftskritik dieses Produktes zu keinem Zeitpunkt identifizieren.
Dann kannst du ja nur behaupten, dass es für dich ein unfassbar schlechtes Filmerlebnis war, den Film generell als schlechtes Filmerlebnis hinzustellen, ist nicht korrekt.
Punsha Sun, 09 Oct 2011 19:33:09 -0000
Antwort löschenwar klar :D
Was war nochmal der Grund, dass du zu von Triers Filmen ins Kino gehst?^^
Oceanic6 Sun, 09 Oct 2011 19:36:49 -0000
Antwort löschen@Punsha: Ich gehe ins Kino, um gefordert zu werden, was bei Antichrist der Fall war, auch wenn er nicht unbedingt mein Geschmack war. Das hier war einfach nur dumm.
@Trimalchio: Subjektivität ist nur ein Teil der Note, ansonsten ist der Film einfach offensichtlich oberflächlich und nicht innovativ. Das heißt zu der Subjektivität kannst du gerne noch 2 Punkte hinzuzählen, schlecht bleibt der Film trotzdem.
Trimalchio Sun, 09 Oct 2011 20:08:46 -0000
Antwort löschenDas sieht bei diesem Film wohl jeder anders.
Schlecht war er für mich schonmal durch die Tatsache, dass die Welt hier tatsächlich untergeht, nicht.
Oceanic6 Sun, 09 Oct 2011 20:13:23 -0000
Antwort löschenJupp, schön kitschig geht sie unter. Vielen Dank, aber das alleine reicht nicht für eine gute Idee. ;)
Trimalchio Sun, 09 Oct 2011 20:17:21 -0000
Antwort löschenKitschig wäre es gewesen, wenn die beiden mit einem Glas Wein und der neunten Beethovens auf Kollisionskurs mit Melancholia gegangen wären.
Kloina1893 Sun, 09 Oct 2011 20:43:46 -0000
Antwort löschenBei deinem Kommentar musste ich an die Kritik in der aktullen Ausgabe der Cinema denken:
- Wer noch nicht depressiv ist, und es unbedingt werden will, dem sei dieser Film dringend empfohlen. -
:D
Langsam aber sicher, bekomme ich immer mehr Gründe geliefert, diesen Film nicht zu schauen - erst Recht nicht im Kino...
facepalm Sun, 09 Oct 2011 20:45:59 -0000
Antwort löschen"Kitschig wäre es gewesen, wenn die beiden mit einem Glas Wein und der neunten Beethovens auf Kollisionskurs mit Melancholia gegangen wären." Klingt vielversprechend.
ihre-herrlichkeit Mon, 10 Oct 2011 22:23:55 -0000
Antwort löschenGroßartig! Das mit der Ohrfeige habe ich gerade auch in meiner Kritik verfasst, bevor ich deine las. :)
Oceanic6 Mon, 10 Oct 2011 22:31:52 -0000
Antwort löschen@ihre-herrlichkeit: ;)
ZES2000 Tue, 11 Oct 2011 22:19:30 -0000
Antwort löschenEs scheinen mehrere Personen beim Schauen dieses Filmes Ohrfeigen austeilen zu wollen... Ich schließe mich ein...
geheimer333 Sat, 15 Oct 2011 14:04:32 -0000
Antwort löschen"Wer noch nicht depressiv ist, und es unbedingt werden will, dem sei dieser Film dringend empfohlen." HAHAHAH :D Ja aber nur weil man Gefühlte Tage seines Lebens verschwendet hat!
Oceanic6 Sat, 15 Oct 2011 14:09:34 -0000
Antwort löschenHaha, das warst du jetzt aber schneller als ich. :D
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Le Samourai Fri, 04 Nov 2011 17:07:07 -0000
Antwort löschenIch wollte es nicht glauben, aber du hast Recht!! Verdammt!!
TheDrPepperPower Mon, 16 Jan 2012 01:18:45 -0000
Antwort löschenAbsolut treffender Kommentar. Habe den Film heute gesehen und bin zutiefst enttäuscht und gleichzeitig völlig verwundert darüber, dass er so hoch gelobt wird und eigentlich sogar dass überhaupt IRGENDJEMAND diesen Film mag. "Melancholia" ist eine Mischung aus Belanglosigkeit, Oberflächlichkeit, Kitsch und grenzenloser Langeweile.
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Die Apokalypse vollzieht sich schleichend. Geradezu in anmutender Schönheit. Das unterscheidet ihn sicherlich von vielen seiner Regiekollegen, die die Apokalypse als speienden Feuerwagen (nach Elias) inszenieren. Die einleitende Ouvertüre (Richard Wagner: „Tristan und Isolde“) mit wunderschönen Bildern, dazu in Zeitlupe gesetzt, ruft in Erinnerung, dass das Weltenende nicht nur die Tristesse im Gepäck haben mag. Und das setzt sich fort, wenn Kirsten Dunst (als Justine) den Satansplaneten mit ihrer anmutenden Nacktheit quasi an sich zieht. [...]
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschenIn Lars von Triers "Melancholia" ist die Apokalypse nah, sehr nah. Wie bei "Titanic" stehen die Zeichen von Anfang an auf Untergang. Lächerlichkeiten wie Familienscharmützel bei einer Hochzeit dienen nur zur Überbrückung bis zur vernichtenden Kollision der Erde mit einem größeren Planeten. Romantisches Schwelgen in Wagner-Musik statt Krachbumm-Action, Ästhetik statt Aliens - Lars von Trier gelingt der optisch attraktivste Weltuntergangsfilm aller Zeiten. Dabei entdeckt er zudem die Schönheit einer depressiven Seele.
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Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire
Kommentar löschenVielen Kinogängern ist von Trier ein Dorn im Auge und wer ihn nicht mag, wird auch durch Melancholia nicht bekehrt werden. Nichtsdestotrotz ist Melancholia ein Beispiel für waghalsiges, wunderschönes und taktvolles Filmemachen und vermutlich die perfekte Ergänzung zu The Tree of Life, der am anderen Ende des Gefühlspektrums zu finden ist.
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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch
Kommentar löschenMelancholia zeigt die Apokalypse für einmal ohne Polizeisirenen, Nachrichtensprecher, schreiende Menschen und Massenpanik, sondern intim, gewaltig und - nomen est omen - melancholisch. Selten war der Weltuntergang ästhetischer.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEin wieder einmal ziemlich außergewöhnlicher gedanklicher und filmischer Entwurf Lars von Triers’ – wenn auch nur „philosophische“ Theorie und Phantasie -, durchgehend exzellent in Szene gesetzt und super gespielt.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenDabei verpackt das Enfant terrible der Filmwelt seine jüngste Regiearbeit um Depression und Apokalypse virtuos in surreal malerische Bilder. Dramatisch mit der Musik aus Wagners „Tristan und Isolde“ unterlegt, zelebriert der Misanthrop unbarmherzig den Untergang und erzählt bildgewaltig von den letzten Tagen auf der Erde.
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Ba. Schweizerhof: EPD-Film Ba. Schweizerhof: EPD-Film
Kommentar löschenGefilmt in meisterhafter Integration von spektakulären Spezialeffekten und Handkameraintimität, gleicht Melancholia einerseits den Dogmafilmen von einst, Thomas Vinterbergs Fest oder Anders Thomas Jensens Mifune. Die Stimmung ist ähnlich flirrend, voller unguter Spannungen und ungelöster Probleme von Einsamkeit, Verbitterung und Hassgefühlen. Spürbar sind auch noch Relikte jener Bourgeoisiekritik der Dogmaströmung, die so gern anführte, wie Reichtum und Überfluss doch immer wieder Depression und Wahnsinn hervorbringen. Andererseits aber zeigt von Trier hier eine seltene Sympathie, ja sogar Nachsicht mit seinen fehlerbehafteten Figuren, allen voran Dunsts Justine. Frei von Besserwisserattitüde liefert Melancholia eine Reflektion über die relativierende und zugleich revolutionierende Kraft des Weltuntergangs.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenDer Weltuntergang, der Lichtjahre von jeder Genre-gewöhnlichen Monumentalzerstörungsarie eine seltene Intimität gewinnt, sah sicher niemals schöner aus.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenDer erste Teil von "Melancholia" beschäftigt sich mit der Familienfeier - hier ein rauschendes Hochzeitsfest. Der zweite Teil handelt von emotionaler Starre und dem Warten auf das Unabdingbare, von der elegischen Inszenierung des Untergangs. Surreale Tableaus der Ouvertüre in Ultrazeitlupe, unterlegt mit der Musik von Wagners "Tristan und Isolde", brennen sich ins Gedächtnis. Ein betörender Auftakt zu einem Trip in das Verhängnis.
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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online
Kommentar löschenDabei führt der Regisseur seine ästhetische Zwangsvorstellung unter zermürbender Kunstqual nur auf ein höheres Niveau: auf den ersten Blick faszinierend anzusehen, über 130 Minuten kaum auszuhalten.
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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3
Kommentar löschenDas Werk ist ein so seltsamer, wie betörender Film, der die größte Stärke seines Regisseurs zeigt: Hypnose.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenMelancholia ist gewaltig, epochal und endgültig. Ab jetzt dürfte es eigentlich keine Weltuntergangsfilme mehr geben. Lars von Trier zeigt uns einen Film der großen Gegensätze - alleine die Prämisse einen ruhigen und zurückhaltenden Weltuntergangsfilm zu drehen ist schon eine Nummer für sich und mit welcher künstlerischen Integrität von Trier sein Konzept durchzieht ist schlicht beeindruckend. Übliche Klischees werden tunlichst vermieden, stattdessen ist Melancholia eine leise, in sich gekehrte Ballade über eine untergehende Welt - durchzogen von trauriger Schönheit und einer einprägsamen Endgültigkeit die auch dank des kolossalen Abschluss vielen lange in Erinnerung bleiben wird. Muss man gesehen haben.
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Alle Kritiken (35)
Kommentare (202) — Film: Melancholia
Moe Szyslak Thu, 23 May 2013 20:32:49 -0000
Kommentar löschenWas für ein Film! Den habe ich seit der Sichtung vor gut 3 Wochen immer noch nicht richtig verdaut...
Es war sehr anstrengend zu schauen, weil so elend langgezogene Szenen drin waren, vor allem in der ersten Hälfte, aber es war auch die ganze Zeit über so dermaßen faszinierend, dass es im Grunde genommen nie wirklich langweilig war. Großen Anteil daran hatte zum einen diese total merkwürdige depressive Stimmung, die allgegenwärtig war und einen mit ihrer Schwermütigkeit fast erdrückt und runterzieht. Und zum anderen das grandiose Spiel der Darsteller, hauptsächlich das von Kirsten Dunst, die hier so derart emotional mitreißend und intensiv spielt, dass ich desöfteren ziemlich heftige Gänsehaut bekam. Sei es in der ersten Hälfte als depressive Braut auf der wohl traurigsten und niederschlagendsten Hochzeit der Filmgeschichte oder in der zweiten Hälfte, als Melancholia immer näher kommt. Überragend gespielt von Dunst, aber auch die Nebendarsteller rund um Kiefer Sutherland oder Charlotte Gainsbourg waren richtig stark. Die letzten 30 Minuten waren dann so dermaßen intensiv und spannend, dass ich mich kaum zu Atmen traute. Hier wurde dann auch die eh schon verstörende Atmosphäre nochmal um ein Vielfaches angezogen und schleicht sich so beklemmend unter die Haut, dass es kaum noch zum Aushalten war.
Kein leichter Film und schon gar kein positiver, aber ein verdammt starker von Lars von Trier
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florian.fiele Sat, 04 May 2013 11:53:22 -0000
Kommentar löschenMeine Fresse, Lars! Klarer Fall von "will ich lieben". Egal, ob der Film nun großartig wird oder nicht, ich merke schon in den ersten Minuten, dass ich dem Regisseur es nicht übel nehme, wenn mich der Film doch nicht so begeistert wie erhofft. Ausgesprochen individuell und dennoch voll meinen Geschmack treffend. Bereits die Eröffnungs- und die Limousinenszene stellten mich schon so zufrieden, dass ich, egal was folgt, Melancholia mindestens ein paar Pünktchen gebe. Kirsten Dunst gefällt mir tatsächlich einmal in einem Film, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Wenn dann noch Kiefer Sutherland mitspielt, ist von Trier auf dem besten Weg einen weiteren Lieblingsfilm für mich zu kreieren. Sehr gute Grundvoraussetzungen - jetzt mal abwarten, wohin das führt.......
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Oha. Ohne Jack Bauer Spruch komme ich doch nicht aus, obwohl ich ihn mir eigentlich verkneifen wollte. Jaaaaaack. Ich dachte der dreht gleich wieder am Rad :D Ist das positiv, wenn ein Schauspieler die Rolle eines psychopathischen Antiterroragents beim Foltern von Verdächtigen genauso spielt wie die des Schwagers einer Braut bei ihrer Hochzeit? Ja, ist es. Mal abgesehen davon, dass ich immer froh bin Sutherland in einem vernünftigen Film zu sehen, passt er perfekt in die Rolle. Jetzt zu etwas Ernsthafterem: Story, Inszenierung, Arbeit der Darsteller, Score und insgesamt der gesamte Film Melancholia sind großartig. Wie schon bei Dogville wundert mich die verhältnismäßig negative Kritik. Ein besseres Drama mit dieser Thematik habe ich noch nicht gesehen, ähnlich wie es bei Dogville und dessen Thematik war. Nebenbei fällt mir auch hier wieder auf, zu welcher Höchstform von Trier seine Darsteller auflaufen lässt. Kidman in Dogville war schon überraschend für mich, aber neben den vielen anderen starken Darstellern brilliert hier Kirsten Dunst. Kirsten Dunst!, die Trash-Dame aus Spiderman. Das hätte ich nicht erwartet. Sie ist ein Teil eines 1000-Teile-Puzzles, in dem jedes einzelne Teil perfekt passt und ein grandioses Gesamtbild ergibt. Das ist eine glatte 10.0 für mich, ganz stark! Lieblingsfilm #2. So ging es mir nach Kapitel 1! Kapitel 2 gefiel mir deutlich weniger, der Film war aus meiner Sicht zu lang, natürlich gab es auch in Kapitel 2 Momente, die den Film und seine Länge vollends rechtfertigen, aber mir reichte das nicht. Über weite Phasen "nur" noch im 7.0-8.0er Bereich. Sutherlands Figur war stark, die beiden Frauen gingen mir teilweise doch arg auf die Nerven. ABER: Spätestens, wenn man sich Gedanken über den Film macht, wird einem klar, dass dies gewollt war. Die Stimmung der depressiven Hauptfigur sollte auf den Zuschauer übertragen werden, dieser zweite Teil des Films war gewollt quälend, um das Ende der Welt tatsächlich als Erlösung zu empfinden. Nun hat das für mich nicht vollends funktioniert, ich lass mir ungern die Laune vermiesen, aber die Idee dahinter respektiere ich. Langweilig war es auch nicht (wie gesagt 7.0-8.0), das Ende dann tatsächlich überragend. Da auch die erste Stunde des Films zeigte, wozu von Trier in der Lage ist, und der Film trotzdem eine unglaubliche Faszination ausstrahlt, bin ich gnädig. Im Grunde empfand ich den Film über weite Strecken als überragend, wie beschrieben, aber was dahintersteckt, was von Trier zu diesem Film animiert hat, will ich gar nicht wissen. Die Grundthematik "depressive Frau sehnt das Ende der Welt herbei und selbiges tritt dann auch ein" halte ich für dermaßen bescheuert, die Hauptfiguren für dermaßen unsympathisch, die Hauptdarstellerin für dermaßen untalentiert, dass ich es kaum glauben kann, dass ich diesen Film mag. Grandiose Inszenierung. Grandioses Ende. Wenn ich irgendwann sterben sollte, wovon ich persönlich momentan nicht ausgehe, will ich, dass Lars von Trier meinen Tod inszeniert. Gern als Fußballmetaphorik benutzt, bekommt "in Schönheit sterben" durch Melancholia seine wortwörtliche Bedeutung zurück. So stellt sich ein depressiver Mensch den Weltuntergang vor. Na dann mal los. Wobei heute ist schlecht, bei dem Wetter sieht man ja gar nichts. Wundervoll gefilmtes Drama. Bleibt noch die Frage "Melancholia oder Dogville"? Melancholia. Knappe Entscheidung. Auf Antichrist "freue" ich mich schon. 10.0 - der Kerl sollte sich trotzdem mal untersuchen lassen
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Warum der eine FSK12 Einstufung bekommen hat, soll mir aber mal jemand erklären (wie bei Dogville).
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Bauglir Tue, 30 Apr 2013 09:22:55 -0000
Kommentar löschenIm Kontext einer unausweichlichen Katastrophe führt Lars van Trier seine Dialektik von Selbstbestimmung und Schicksal vor. Dabei inszeniert er eigenartig somnabule Sequenzen, in denen niemand so recht eine Idee zu haben scheint, was er/sie mit sich oder anderen anfangen soll. Ionesco-haft könnte das beinahe sein, bliebe nicht der Verdacht erhalten, dass die Geschichte von sich selbst so eingenommen ist und damit kaum wirklich vorwärts - oder irgendwo hin - kommt.
Passend zur Symptomatik dessen, was der schillernde Begriff "Depression" unter sich vereint, ergeht sich "Melancholia" im ziellosen Abwarten, im Verharren in seiner bald zu Beginn schon ausformulierten ästhetischen Struktur. So erfahren wir letztlich nur: das Leben ist bereits vorbei, seine Auslöschung macht keinen Unterschied mehr. Was und wie die Figuren hier (miteinander) tun, bleibt wirkungslos, die Apokalypse möge kommen oder auch nicht, denn "alles schmeckt nach Asche". Auf einer Länge von 135 Minuten bleibt somit viel Zeit für inhaltliches Schweigen.
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lotti.schlotti Mon, 20 May 2013 19:00:30 -0000
Antwort löschenich finde dein kritik etwas sinnentfremdend bezüglich des films da es ja kaum direkt um die story geht sondern mehr darum das gefühl einer depression so genau zu schildern das selbst für den glücksten menschen der welt kurzzeitig alles mal nach asche schmeckt! verpackt in einer meiner meinung nach meißterhaft symbolischen sequenzen!
steffeck Fri, 12 Apr 2013 14:21:46 -0000
Kommentar löschenMan wird aus diesem Film entlassen mit einem recht komischen Gefühl in der Bauchgegend. Angstlosigkeit. Trübsinn. Ein recht gemischtes, eher gedämpftes Gefühl, welches mir zuvor noch nicht begegnete. Ich gestehen, dass ich anderes erwartete. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, aber dieser Film entfaltet eine große Nachhaltigkeit. Alleine dieser Prolog ist einfach der pure Wahnsinn, einfach unglaublich!
Diese bombastischen Bilder zu dieser unfassbar großen Musik von Wagner. Sensationell! Ich kenne nichts Vergleichbares! Und es geht anschließend überraschend mit verwackelten Bildern weiter, was einen starken Kontrast darstellt.
Dieser etwas eigenwillige Film lässt sich gar nicht so einfach beurteilen. Einerseits ist da der Eindruck, der während des Sehens entsteht, welcher recht gemischt ist. Andererseits sind da diese großen Momente die noch lange im Kopf bleiben.
Es gibt gewaltige Sequenzen in diesem Film, einige Bilder sind einfach fabulös, auf positive Art und Weise.
Doch diese Erzählweise macht es zwischenzeitlich schwer, sich auf Film und Figuren einzulassen. Es wirkt alles ein wenig befremdlich.
Der Film ist strikt in zwei Hälften geteilt. Dadurch fällt es etwas schwer, den Film als harmonisch und in sich stimmig zu betrachten.
Doch diese Antipathie passt irgendwie zum Film und seiner bedrückenden Stimmung. Allerdings distanziert sich der Zuschauer dadurch auch etwas vom Film, einiges wird womöglich als langatmig empfunden. ES sind tiefgreifende Gedanken, die sich noch Tage nach dem Gucken in meinem Kopf breit machen.
Gainsbourg und Dunst liefern sehr gute schauspielerische Leistungen. Wobei Kirsten doch ein wenig charismatischer daherkommt. Die leichte Kühle von Charlotte Gainsbourg passt jedoch gut in den Film, als Gegensatz zu Kirsten. Beide treten gut hervor, stehlen sich jedoch nicht die Show.
Das Ende. Es wirkt klein, aber irgendwie auch sehr groß. Es erfüllt auf jeden Fall die Erwartungen, die man aufstellt, während man den Prolog sieht. Es ist so gewaltig, kolossal, übermenschlich, epochal, mächtig, endgültig. Und hinterlässt eine Stille während des Abspanns. Man ist platt.
Es ist ein sehr minimalistisches, zurückhaltendes und ruhiges Weltuntergangsszenario, doch eines das lange im Gedächtnis bleibt.
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philipp.endres.18 Tue, 02 Apr 2013 14:56:51 -0000
Kommentar löschenIch habe mittlerweile größten Respekt vor diesem Regisseur. Allein dieser Prolog, wow. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Und dann ist der ganze Film einfach grandios gespielt bis zum bitteren Ende, dass mich komplett sprachlos in meinem Sessel zurückließ.
Hier ist wirklich ein ganz großer Film gelungen, der meiner Meinung nach viel zu schlecht wegkommt. Vielleicht ist die Welt einfach noch nicht bereit dafür. Aber wenn ich mich auf das Ende der Welt vorbereiten müsste, dieser Film würde defintiv in meinem DVD-Player landen und so einiges erträglicher machen!
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Boogers666 Tue, 02 Apr 2013 15:05:06 -0000
Antwort löschenDer Film war für mich ab der zweiten Stunde unerträglich, ich weiß nicht warum , die erste Stunde fand ich interressant aber solbald die Hochzeit vorbei war und Kapitel 2 anfing wurde es mir zu melancholisch und erdrückend, ich lenkte mich dann deswegen mit meinem Handy ab weil ich einfach keine Lust mehr hatte. Es ist schon krass wie unterschiedlich der Film aufgefasst wird
philipp.endres.18 Tue, 02 Apr 2013 15:11:40 -0000
Antwort löschenUnd genau DAS fande ich so beeindruckend. Einfach wie krass diese Stimmung rübergebracht wird, wie sie einen selbst einfach komplett herunterzieht. Ich denke man muss einfach wissen auf was man sich hier einlässt. Ansonsten kann das wirklich, wie anscheinend bei dir, die gegenteilige Wirkung erzielen.
Boogers666 Tue, 02 Apr 2013 16:14:31 -0000
Antwort löschenJa klar ich hab den Film auch nicht bewertet, ich kann beide Seiten verstehen, allerdings ist "Melancholia" definitv kein Film den ich mir ein zweites Mal antuen würde und wie gesagt ich konnte mit der zweiten Hälfte nichts anfangen , zu deprssiv und vor allem zu lang
philipp.endres.18 Tue, 02 Apr 2013 16:39:54 -0000
Antwort löschenWirklich schade. Aber ist wie bei vielen Filmen eben Geschmackssache. Und genau das ist das großartige an einer Seite wie moviepilot, jeder kann seine Meinung kundtun :)
Boogers666 Tue, 02 Apr 2013 16:52:45 -0000
Antwort löschenGenau so siehts aus :)
ichvitus Tue, 02 Apr 2013 21:38:52 -0000
Antwort löschenAber genau um diese depressive und melancholische Stimmung geht es in "Melancholia", wie es der Titel schon erahnen lässt. Ich fand es ähnlich wie Philipp enorm, wie schnell und kompromisslos die Stimmung umgeschlagen ist und die Vorstellung wie du dir während des Weltuntergangs "Melancholia" anschaust amüsiert mich ungemein. ;)
Boogers666 Wed, 03 Apr 2013 07:31:45 -0000
Antwort löschenJa die Vorstellung fand ich auch sehr amüsant ;) vielleicht einer der wenigen Anlässe fpr mich um den Film ein zweites Mal zu sehen ;)
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philipp.endres.18 Wed, 03 Apr 2013 09:59:41 -0000
Antwort löschenHaha ja sehr ironisch.
Ja vielleicht empfindest du es ja dann so wie wir beide :)
Boogers666 Wed, 03 Apr 2013 11:59:57 -0000
Antwort löschenVielleciht befinde ich mich dann in der nötigen Stimmung ;)
Filmfreak21 Sat, 30 Mar 2013 20:21:24 -0000
Kommentar löschenEin wunderbarer Film mit einer wunderbaren Kirsten Dunst! Packend bis zum grande finale!
Einfach nur unglaublich wie man so schön metaphorisch einen Film anlegen kann! Einfach nur wunderschön und ein gelungenes Meisterwerk!
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natedb Sat, 30 Mar 2013 11:21:06 -0000
Kommentar löschen"Ich wollte einen schönen Film über den Weltuntergang drehen."
Das hast du geschafft, Lars.
Der sechsminütige Prolog gehört zu den erhabensten Sequenzen, die ich je in meinem Leben bestaunen durfte. Ohne Zweifel spaltet dieses Werk die Zuschauer. Die einen werden sich nicht identifizieren können, sich im schlimmsten Falle langweilen. Die anderen werden sich durch diesen Film verstanden fühlen, so wie ich. Beruhigend ist das nicht. Im Gegenteil. Es ist besorgniserregend.
Doch selbst wenn man mit der Substanz nichts anzufangen weiß und die Dogma-typische Wackelkamera einem auf die Eier geht, so ist an einem gewiss kein Zweifel: Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg geben hier eine phänomenale Performance ab.
Ich sah "Melancholia" damals im Kino. Es war mein erster "von Trier - Film".
Und obwohl mich der Film streckenweise ermüdete, war ich nach der finalen Sequenz in meinen Sitz gefesselt, benommen von der bedingungslosen Ehrlichkeit in den Bildern, deren düsterer Energie. Mir war schwindelig, das Gesehene kam mir im Nachhinein beinahe vor wie ein Fiebertraum.
"Melancholia" ist Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Trägheit, Ästhetik, Trauer, Liebe und Tod.
"Melancholia" hat mich ergriffen und tief bewegt.
Danke, Lars. Danke für diesen Film. Ich liebe ihn.
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salatalles Wed, 27 Mar 2013 18:25:36 -0000
Kommentar löschenSehr, sehr lahmer Mist. Selten habe ich mich von einem Film dermaßen verarscht gefühlt. Die Handlung ist flach und vorhersehbar, auch abgesehen von der Tatsache das man mit dem Planeten der am Ende auf die Erde knallt natürlich rechnet. Die Charaktere sind unendlich klischeehaft und eindimensional, auch Kirsten Dunst zieht den ganzen Film über die selbe belämmerte Fresse, erinnert irgendwie an meine Ex-Freundin wenn gerade "nichts!" war. Langweilig, langweilig, langweilig!
Also, allzuviel anzufangen wusste ich mit diesem Werk nicht. Hat aber sicher was als Bildschirmschoner, ab und an sind ganz schöne Bilder zu sehen.
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EvertonHirsch Wed, 27 Mar 2013 08:34:01 -0000
Kommentar löschenDer Film liefert wirklich sehr gute Bilder. Allerdings war es das auch schon fast. Irgendwie hat der Film mir nichts gegeben und bietet mir keine Botschaft oder eine wirklich nachhaltige Geschichte um die Hauptpersonen.
Das Spiel der beiden Schwestern zum Ende hin (der Tausch der Rollen) war wirklich sehr gut dargestellt und für mich auch der einzige Höhepunkt in der Story. Ansonsten spielen Dunst und Gainsbourg sehr souverän, Gainsbourg etwas besser als Dunst.
Ich habe mir allerdings um einiges mehr erwartet.
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mary84 Wed, 17 Apr 2013 10:26:04 -0000
Antwort löschenEs gibt nur eine Botschaft und die lautete, dass Ende der Welt ist nah und es ist so gut wie zählbar. Was würdest DU in den letzten Stunden machen. Ich persönlich finde die Rolle von Dunst sehr gelungen, klar auch der Rollenwechsel der Schwestern aber ihre zutiefst depressive Darstellung ist einfach nur grandios, von einer Sekunde auf die andere - selbst bei der eigenen Hochzeit - tiefe Depressionen, unverständliche Handlungen usw. Klasse gemacht.
Die bildhafte Darstellung ist toll, wobei mich am Anfang das in Zeitlupe laufende Bild nervt.
EvertonHirsch Wed, 17 Apr 2013 13:45:08 -0000
Antwort löschenHab ich so nicht gesehen... Für mich einfach nur ein Film über das Ende der Welt und eine mehr oder weniger langweilige Story zweier Schwestern. Der einzig richtig gute von Trier bleibt Antichrist (mit Abstrichen auch noch Dogville)
Tautou Sat, 23 Mar 2013 21:29:41 -0000
Kommentar löschenFrau. Pferd. Selbstmord. Wald. Musik. Hochzeit. Claire. Schwester. Mond. Zwei Monde? Leben. Krankheit. Asche. Reis. Kollision. Sonne. Hagel. Schönheit. Nackt. Kirsten (.)(.) Dunst. Mondlicht. Gelb. Justine. Blau. Golfplatz. Mutter. Polarlichter. Melancholie. Tod. Ende. Ehemann. Beethovens Neunte. Vergänglichkeit. Universum. Holzschnitzen. Löffel. Kellner. Geld. Glück. Wein. Werbeslogan. Stromausfall. The Tree of Life. Teleskop. Höhle. Hölle. Himmel. Oben. Flucht. Tränen. Weiß. Erlösung.
Cut me in quadrants / Leave me in the corner / Oh now its passing
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Andy Dufresne Mon, 25 Mar 2013 12:38:05 -0000
Antwort löschenAnsehen. Endlich. Muss. Liegt. Hier. Schon. Ewig.
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Tautou Mon, 25 Mar 2013 12:40:27 -0000
Antwort löschenJa. Bitte. Alsbald. Aber. Mit. Viel. Wein. Wirkt. Dann. Noch. Besser. Glaube. Ich.
Andy Dufresne Mon, 25 Mar 2013 12:43:39 -0000
Antwort löschenSchau. Mer. Mal.
DieFilmguckerin Tue, 19 Mar 2013 10:00:15 -0000
Kommentar löschenBeklemmend, traurig und wunderschön. Großes Kino und ein Film, den man nicht so schnell vergessen kann.
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Boogers666 Fri, 15 Feb 2013 12:13:27 -0000
Kommentar löschenVor ca. einer Woche sah ich "Melancholia" und ich denke ab und zu immer noch über den Film nach, was will uns Lars von Trier damit sagen? und warum entwickelt sich der Film so komisch? Ich kann diese Fragen nciht beantworten und werde sie auch nach dem hundersten Schauens dieses Film nicht beantworten können. Ich verstehe den Film und die Kunst im Film nicht, weswegen ich eben auch eine Woche über eine Bewertung des Film nachgedacht habe und zu dem Schluss gekommen bin, das der Film für mcih unbewertbar ist...
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lieber_tee Tue, 12 Feb 2013 16:57:13 -0000
Kommentar löschen"O sink hernieder, Nacht der Liebe, gib Vergessen, daß ich lebe; nimm mich auf in deinen Schoß, löse von der Welt mich los!" (aus der Tristan und Isolde - Oper)
"Scheiße, du solltest verdammt noch mal glücklich sein!" (aus Melancholia - Film)
Beginnend mit einer kunstvoll-assoziativen Slomo-Albtraum-Bilder-Kette, begleitet von Wagners Tristan und Isolde-Prelude, taucht der Film in ein beschämend-trauriges Hochzeitfest ein, das deutlich Bezüge zu Thomas Vinterbergs Dogma-Fest aufzeigt. An Justine, der ersten Protagonistin, werden sensibel die verschiedenen Stufen einer klinisch-relevanten Depression beschrieben, verbunden und begründet in einer kaltherzig-dekadenten Familie. Die Symptome und Signale dieser Erkrankung werden vom Umfeld genauso ignoriert, fehl-eingeschätzt wie die zerstörerische Laufbahn des nahenden Kometens. Für die zweite Protagonistin (Claire), ein Art aktiver Gegenpart zur passiv-verinnerlichten Schwester, gibt es nur ungläubiges Kopfschütteln. Ihr naiver, sentimentaler Aktionismus im Angesicht der Apokalypse wird hilflos und närrisch dargestellt, der funktionale Realismus des Mannes wird mit Suizid bestraft.
Lars von Trier bettet die Geschwistergeschichte vor einem drohenden Weltuntergang in ein kaum erfassbares Netz aus Symbolen, Allegorien und kunst-historischen Bezügen ein. Eine gewaltige, existentialistische Oper aus Leere und Verzweiflung, voller Pathos, Künstlich- und Zärtlichkeit. Virtuos gespielt und als klein-familiäres Endzeitszenario inszeniert. Am Ende ist nichts mehr da was Erhaltenswert ist, der Weltuntergang als Befreiung, als (private) Erlösung.
"Melancholia" ist ein hochgradig-intellektuelles Überwältigungsvergnügen. An jeder filmischen Ecke steht ein Verweis, der nach einer tieferen Interpretation schreit. Mich hat diese bedeutungsschwangere Bild- und Ton-Spur regelrecht erschlagen, irgendwann distanzierte Langeweile verursacht und auch ich habe dann nur noch auf eine Erlösung vom Film gewartet. Das liegt sicherlich auch daran, das mich depressive Menschen (privat) mit der aufsaugenden Macht ihrer Hilflosigkeit ratlos bzw. ohnmächtig machen, ich mich vor ihnen zeitweise schützen muss um nicht ihrer melancholischen und selbstzerstörerischen Passivität zu verfallen.
"Die Erde ist schlecht. Wir brauchen nicht um sie zu trauern."
Amen.
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Le Samourai Tue, 12 Feb 2013 17:54:07 -0000
Antwort löschenFurchtbar, der Film.
wtfname Tue, 12 Feb 2013 18:15:48 -0000
Antwort löschenWie du überall deine Meinung rumposaunst ist echt super nervig, Samourai. Nobody cares!
der cineast Tue, 12 Feb 2013 18:17:01 -0000
Antwort löschen:D
Le Samourai Tue, 12 Feb 2013 18:31:57 -0000
Antwort löschen:D
lieber_tee Tue, 12 Feb 2013 18:32:34 -0000
Antwort löschen:D
VisitorQ Tue, 12 Feb 2013 19:28:35 -0000
Antwort löschen:D
Roolfer Tue, 12 Feb 2013 21:12:08 -0000
Antwort löschen:D
SoulReaver Wed, 13 Feb 2013 11:34:49 -0000
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Mr. Pink Wed, 13 Feb 2013 13:26:20 -0000
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fabel Wed, 13 Feb 2013 20:20:38 -0000
Antwort löschen:D
Oceanic6 Wed, 13 Feb 2013 20:30:25 -0000
Antwort löschen:D
Le Samourai Wed, 13 Feb 2013 22:55:06 -0000
Antwort löschenGeil!
Frankenchrist Sat, 16 Feb 2013 07:33:07 -0000
Antwort löschenWir meiden die vom Tod Gezeichneten und auch ich hatte dieser Niedrigkeit nachgegeben. Selbsterhaltungstrieb, was ich mir nicht verzeihe. Ich sah ihn von der einen Straßenseite aus auf der andern wie einen, der schon längst abgemeldet ist von der Welt, der aber noch immer gezwungen ist, auf ihr zu sein, der nicht mehr auf sie gehörte, aber doch noch in ihr zu sein hatte... Ich weiß es nicht, war es meine Angst vor dem, der eigentlich schon der Tod selbst gewesen war oder mein Gefühl, ihm die Begegnung mit mir, der ich seinen Weg noch nicht zu gehen hatte, zu ersparen, wahrscheinlich beides. Ich beobachtete ihn und schämte mich gleichzeitig. Denn ich empfand es als Schande, noch nicht am Ende zu sein, während der Freund es schon war. Ich bin kein guter Charakter. Ich bin ganz einfach kein guter Charakter. Ich zog mich von meinem Freund zurück wie seine anderen Freunde auch, weil ich mich wie diese, vom Tod zurückziehen wollte. Ich fürchtete die Konfrontation mit dem Tod. Denn alles an meinem Freund war schon der Tod gewesen. Ganz naturgemäß rührte er sich in der letzten Zeit nicht mehr, ich hätte mich zu melden gehabt, was ich auch tat, nur, ich meldete mich in immer größeren Abständen und mit immer neuen erbärmlichen Ausreden... Ich ging, wenn ich nicht anders konnte, allein zu ihm, aber lieber mit Freunden, damit sie das absolut Fürchterliche, das jetzt von meinem Freund ausging, mit mir teilten, denn mit ihm allein hätte ich es nicht ausgehalten...In Wahrheit wollten auf einmal alle mit ihm nichts mehr zu tun haben, denn der, den sie jetzt manchmal noch mit seinen Lebensmittelnetzen in der Innenstadt gehen oder an einer Hausmauer völlig erschöpft stehen sahen, war ja nicht mehr derselbe...Die Sterbenden ziehen den Kopf ein und wollen mit den Lebenden und nicht an den Tod Denkenden nichts mehr zu tun haben... Bernhard, Thomas, Wittgensteins Neffe, Frankfurt 1983, 148-150.
lieber_tee Sat, 16 Feb 2013 09:40:28 -0000
Antwort löschenEs ist wichtig, dass man sich als Angehöriger / Freund ausreichend Freiräume nimmt, um in dieser Zeit einen Abstand zu der Depression des Leidenden zu gewinnen.
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Frankenchrist Sat, 16 Feb 2013 17:26:37 -0000
Antwort löschenWichtig ja vielleicht, oder egoistisch, charakterlos und bequem. Ich habe selbst einen solchen Fall im Freundeskreis und wenn ich ihn mal wieder "los geworden" bin (weil er zurück ins Bezirksklinikum musste) frag ich mich immer, was ich von meinem inneren Wunsch, mich zu entfernen, halten soll. Ich kämpfe noch immer gegen diesen Drang an.
lieber_tee Sat, 16 Feb 2013 18:39:08 -0000
Antwort löschenNun das Thema ist komplex und nicht Schwarz/Weiß. Sprich mit deinem Bekannten (wenn er nicht in der Krise ist) über dein "schlechtes Gewissen" und die Schwierigkeit deines "inneren Wunsch" sich zu entfernen, diesen nur zu verständlichen Drang. Jeder Angehörige, der mit dieser Krankheit in Kontakt kommt kennt das. Und werte es nicht als "egoistisch, charakterlos und bequem". Ich sag ja nicht das man Depressive fallen lassen soll sondern (auch) auf sich achten muss. Denn nur wenn man innerlich stark ist (und dazu gehört auch Abstand um Kraft zu sammeln) ist echte Unterstützung möglich. Alles andere ist moralisierende Selbstkasteiung (und dem Krankheitsbild gefährlich nah). Ein schlechtes Gewissen bringt hier niemandem etwas, es schadet sogar... Zu dem gibt es ja neben der persönlichen Unterstützung auch noch die Möglichkeit eines Hilfe-Netzwerks (privat, professionell usw).
cyberpunky Tue, 05 Feb 2013 00:27:45 -0000
Kommentar löschenZu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.
Das Gegenteil von Antidepressiva in Filmform!
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movie.max Sat, 26 Jan 2013 11:00:40 -0000
Kommentar löschenMan stelle sich vor:
Ein Mann, mitte fünfzig, schwanger. Keiner weiß wie, aber dieser Mann hat diesen wunderschönen, straffen, runden Bauch, bei welchem jede Frau zu seufzen beginnt. So wandelt er durch die Straßen, grüßt die Leute, lässt sie den Bauch berühren. Alle fragen nach und er antwortet stolz und voller Vorfreude. Gerade als er in der Schlange beim Bäcker steht, merkt er, wie es ihm komisch wird. Bauch und Becken beginnen zu schmerzen, seine Atmung kommt aus dem Rhythmus. Er ist sich sicher, dass es jetzt soweit sein muss. Die Leute geraten in Panik, wissen nicht, was zu tun ist. Alle starren auf den Mann. Vollkommen angespannt und rot sein Gesicht. Und dann... Ein feuchter Furz, der sich gewaschen hat.
Vielleicht ist dieser Mann ja zufällig Lars von Trier.
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Mr Beautyghost Wed, 23 Jan 2013 18:20:38 -0000
Kommentar löschenAchtung *Spoiler* :
(Obwohl der Film sich im Grunde selbst spoilert und
bei Lars von Trier die Zerstörung der Hauptfigur auch
immer Programm ist, aber sicher ist sicher)
Wieder einmal ein schwieriger Lars von Trier, zum Schauen, zum Bewerten. Ein Film von, mit, für depressiv erkrankte Menschen, eine filmische Abrechnung mit der Dunkelheit seiner Seele.
Die Botschaft des Films lautet absolute Hoffnungslosigkeit, mit der Vorwegnahme des Endes (durchaus gelungen) hat von Trier sich Zeit genommen, das Streben und Scheitern seiner beiden Hauptakteure in zwei Akten mal eindrucksvoll, mal banal, in Szene zu setzen. Was ich hier allerdings noch nicht ahne, ist dass von Trier mir im Film nicht nur alles serviert, sondern mir um die Ohren haut. Transparenz schön und gut, aber so dick aufgetragene Sinnbildgewalt und Holzhammer-Allegorien nehmen mir einfach die Freude am mitdenken.
Ich denke nämlich nicht, das LvT nicht wollte, dass man über sein teils überzeichnetes Set und Charakterensemble nachdenkt, es gibt durchaus Interpretationsspielraum. Ein paar Beispiele : Im Verhältnis eher subtil fallen Johns Einwürfe auf, der nüchterne, rationale Gegenpart zu Melancholia, der am Ende aber hilflos und unrühmlich entsorgt wird. Das Zweigestirn des debilen, aber herzlichen Vaters und der provokanten, nihilistischen Mutter ?
– „Und was wolltest du mir mit dem 19. Loch sagen, Lars ? Du hast es mir schließlich ja ZWEIMAL vorher erklärt, wie viel Löcher ein Golfplatz hat, nur für den Fall, dass ich blöd bin?!“
Nein, LvT zwingt hier mir und seinen Protagonistinnen das Gefühl der Machtlosigkeit auf, künstlich und pathetisch, in etwa so subtil wie ein frittiertes Schnitzel mit einer Schrotflinte in meinen Mund geschossen. Das Loch auf dem Platz ist genauso wie das in der Handlung, ein Loch zuviel!
Erst maximal aufdringlich, dann wieder elliptisch und kryptisch, von Triers Erzählung kann nur von Trier genießen. Seine Welt soll und muss verdient untergehen, ächzend schwer von Wagners „Tristan und Isolde“-Thema untermalt, in Super-Slomo zelebriert.
Die teils wackelige Handkamera finde ich hier auch sehr unglücklich gewählt, hinzu kommt eine bisweilen verschobene Perspektive, die mir dieses aufgezwungene Gefühl noch verstärkt.
Die Punkte gibt’s für Kirsten Dunsts makellose Rückkehr ins Kino. Nach eigener überwundener Depression kann sie in der ersten Hälfte mit einer brutal realistischen Darstellung einer endogen Depressiven glänzen, die nach Selbstzerstörung ihres Lebens von völliger Apathie verschluckt wird.
Charlotte Gainsbourg spielt auch solide, hat mir in Antichrist aber besser gefallen.
Gefiel mir Dogville noch ganz gut, dort die Akteure gänzlich vom Set befreit, hier aber von der Gravitation von Melancholia , Triers Ego und dem Pomp des schwedischen Anwesens verschluckt.
Wenn sie noch keinen LvT-Film angeschaut haben, dann gucken sie den hier zuerst, der Mainstream-tauglichste, aber eben auch mein letzter.
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Kill_Diether Mon, 14 Jan 2013 20:56:03 -0000
Kommentar löschenWie zu erwarten ein Lars von Trier Film, bei dem Extreme dazu dienen, den Menschen und das Zwischenmenschliche auszuleuchten. Dazu insgesamt gute Darsteller und seltsam, surreale Aufnahmen.
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Moe Mon, 31 Dec 2012 14:21:57 -0000
Kommentar löschenDer wohl schönste und ruhigste Weltuntergang der Filmgeschichte.
Die Zeitlupen am Anfang waren für mich schon ein sehr starker Einstieg. Ich musste sofort an 2001 - Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick denken (die "tanzenden" Raumschiffe im Weltall).
Ich dachte schon oft: "Was ist denn hier falsch?!", aber es passte in die Stimmung des Filmes. Interessant fand ich, wie es der einen Schwester mit laufender Spielzeit immer besser geht und der anderen sichtlich immer schlechter.
Auch sonst diese Gegensätzlichkeit in diesem Film, die elektrisiert.
Apokalypse auf einem sehr idyllischen Fleckchen Erde: grüne Wiesen, Wälder, Gewässer, Pferdestall und ein großes Haus mit schicker Zufahrt und Terrasse.
Der Film hat mich dann noch paar Tage nachdenklich gestimmt.
Aber was genau ich nachdachte, ist mir bis heute unklar.
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Trimalchio Mon, 31 Dec 2012 16:00:19 -0000
Antwort löschenDer schönste? Ja. Der ruhigste? Nein, "Das Turiner Pferd" ist noch leiser.
KonTaicho Fri, 28 Dec 2012 19:59:24 -0000
Kommentar löschenMelancholia - Lars von Trier - mein erster...und letzter?
Tja, wo soll ich anfangen? Vielleicht beim Ende, das mir gerade einen Handkantenschlag ins Genick verpasst hat? Es fällt mir tatsächlich schwer, auf "Melancholia" im einzelnen einzugehen, weil ich finde, man muss ihn als ganzes betrachten.
Denn, um es mal gelinde auszudrücken, "Melancholia" ist ein ganz schön harter Brocken, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und um ihn zu beschreiben gibt es schlicht und einfach kein passenderes Wort als "Melancholie".
Wirklich jede Szene, von Anfang bis Ende, trägt diese tief traurige, antriebslose, schwermütige Note, jede Sequenz drückt im tiefsten Sinne das aus, was Melancholie bedeutet.
Und dabei ist die Handlung an sich nur ein Instrument, diese zu veranschaulichen.
Es geht in "Melancholia" nicht um eine Frau, die manisch depressiv ist und keinen Sinn im Leben sieht, die versucht aus ihrem Teufelskreis auszubrechen, zu heiraten, nur um dem Speer, der tief in ihrer Seele prangt, am Ende doch wieder zu erliegen.
Es geht vielmehr um das Wesen der Melancholie, und das Bild, das Lars von Trier von ihr gibt und das er wie ein Damoklesschwert über dem Geschehen schweben lässt.
Sie ist das große Übel, das allgegenwärtig ist, man von außen aber nicht als solches wahrnehmen kann.
Sie bedroht uns ohne ersichtlichen Grund, man fragt sich, wieso wir? Es gibt Millionen anderer Menschen auf dieser Welt, Millionen anderer Planeten in unserem Universum, also wieso gerade wir?
Und als man denkt, man hat es überstanden, man ist in Sicherheit vor ihr, bricht sie von hinten über einen herein und richtet einen zu Grunde, jedwede Hoffnung zerstörend.
Und man kann nichts dagegen tun.
"Melancholia" ist Philosophie, ist Psychologie, ist ganz großes Schauspiel.
Was Kirsten Dunst hier abliefert ist wahrlich beängstigend und man nimmt ihr ihren Zustand jede Sekunde ab.
Kiefer Sutherland und der restliche Cast brillieren in ihren Rollen, jeder auf seine Weise, sei es der gebrechliche Vater, der jeden um sich herum für eine Bety hält oder die eiskalte, verbitterte Mutter.
Der Film ist sicherlich nicht jedermanns Sache und auch nicht gerade unanstrengend zu sehen, doch er arbeitet mit einer solchen Intensität, einer solchen Eindringlichkeit und Wucht, dass man ihn, wenn man sich darauf einlassen konnte, nicht mehr so schnell vergisst.
Lars von Trier - Wir werden uns wiedersehn.
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seniorem Wed, 26 Dec 2012 17:17:29 -0000
Kommentar löschenMir dann doch ein wenig zu melancholisch
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