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Leonardo DiCaprio über die Marter beim The Revenant-Dreh

21.12.2015 - 15:00 Uhr
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The Revenant
© 20th Century Fox
The Revenant
Leonardo DiCaprio ist nach wie vor vom Revenant-Dreh verstört und verrät in einem Interview, unter welchen Bedingungen er und die Crew den Film drehten.

Dass The Revenant - Der Rückkehrer von Alejandro González Iñárritu nicht nur seitens der Produktion, sondern auch während der Dreharbeit für katastrophale Zustände sorgte, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Das heißt jedoch nicht, dass Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio das Trauma überwunden hat. In einem Interview mit Wired  spricht er nochmals über die Bedingungen, denen er und die Crew ausgesetzt waren. Das hatte auch mit den hohen Ansprüchen von Regisseur Alejandro González Iñárritu und seinem Kameramann Emmanuel Lubezki zu tun:

Wir mussten mit der riesigen Crew auf abseitige Locations ziehen und zwischen all den Höhenlagen umherreisen, von Calgary nach Vancouver. Wie auch in Birdman hat Alejandro Inarritu sich diese komplizierten Einstellungen ausgedacht, in denen "Chivo" Lubezki die Kamera aus dem Wald und wieder reinschwenken musste. Er musste die Kamera auf eine ausschweifenden Schlachtsequenz schwenken und dann sofort wieder in einen intimen Moment mit dem Charakter zurückkehren. [...] Alejandro und Chivo hatten diese Vision, alles in natürlichem Licht zu drehen. Vorab probten wir Monate, aber jeder Tag war, als würden wir ein Theaterstück aufführen. Jeder Darsteller, jedes Teil des Sets mussten [perfekt sein], denn die Kamera bewegte sich umher und du musstest das perfekte Timing haben. Also probten wir jeden Tag und hatten dann zwei Stunden Zeit, mit dem natürlichen Licht zu drehen.

Für Leonardo DiCaprio sei die Erfahrung mehr gewesen, als nur einen weiteren Film zu drehen, es sei der schwerste Film seiner Karriere und habe ihn nachhaltig als Person verändert. Er musste in etlichen Takes in gefrorene Flüsse steigen und wieder rauskommen, zwischen den Takes wurde er von einem "gigantischen Föhn mit Oktopus-Tentakeln" getrocknet und aufgewärmt.

Mehr: The Revenant - Sean Penn vergleicht Seherlebnis mit Apocalypse Now

Erschwert wurde der Dreh zudem von den durch den Klimawandel bedingten Witterungsverhältnissen: An einem Tag musste abgebrochen werden, weil das Equipment bei Minus 40 Grad nicht funktionierte, am nächsten musste abgebrochen werden, weil es zu warm war und dadurch der notwendige Schnee gefehlt hat. Um die Szenen mit dem Schnee abzudrehen, ist die Crew bis an den südlichsten Teil Argentiniens gereist. Ob sich das alles gelohnt hat, erfahren wir hierzulande am 6. Januar 2016, dann startet The Revenant deutschlandweit in den Kinos.

Glaubt ihr, dass sich derartiger Aufwand für einen Film lohnt? Wird es endlich einen Oscar für Leonardo DiCaprio geben?

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