Medien, Til Schweiger & der Schutzengel Bundeswehr
TheSundanceKid (Peter Correll), Veröffentlicht am 27.09.2012, 08:50
Die Medien, Til Schweiger & der Schutzengel Bundeswehr
© Warner Bros.
Die Beziehung zwischen Til Schweiger und der Filmpresse war nie sonderlich innig – sie ist viel eher von gegenseitiger Abneigung geprägt. So wundert es nicht, dass es auch um Schutzengel, den jüngsten Streich des deutschen Actionstars, wieder einige Aufregung gab. Und doch haben die Ereignisse diesmal eine andere Qualität, als die Querelen der letzten Jahre. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens haben sich die Fronten im Krieg um die Schwarzer Peter-Zuteilung mit jedem Gefecht weiter verhärtet. Zweitens gibt es in dem Konflikt nun eine dritte Partei, die sich – zu allem Überfluss – über ihre Rolle in dieser Tragikomödie leider selbst nicht ganz im Klaren ist: die deutsche Bundeswehr.
Doch wir beginnen mit Kriegsschauplatz Nummer Eins. Til Schweiger hat für Schutzengel, wie immer seit Keinohrhasen, keine offene Pressevorführung angesetzt. Diese Praxis pflegt er aus Unzufriedenheit über – zugegeben manchmal überzogen polemische – negative Kritiken. Stattdessen durfte nur eine Gruppe handverlesener Journalisten den Film vorab begutachten. Dies führte, wie immer seit Keinohrhasen, zu einem Protest des Verbands der deutschen Filmkritik. Zur Erklärung: Pressevorführungen sind ein kostenloses und offenes Angebot der Filmverleiher an die schreibende Zunft, sich einen Film vorab anzusehen, damit diese dann wiederum mit Kritiken auf den Film aufmerksam macht.
Mehr: Til Schweiger bricht zusammen & sagt Filmfestival ab
Auf den ersten Blick könnte nun also angenommen werden, die liebe Presse sei beleidigt, weil sie nicht umsonst ins Kino darf. Doch betrachten wir den Fall genauer, wird klar, dass Til Schweigers Praktik alles andere als sauber ist. Durch die Bevorzugung einzelner Journalisten versucht er, die Kritik an seinen Filmen langfristig zu beeinflussen. Til Schweiger-Filme sind nun einmal Publikumsmagneten, weswegen es wiederum für Zeitungs- und Onlineredaktionen interessant ist, über sie zu schreiben. Die Botschaft ist klar: Wollen Redaktionen in Zukunft vorab berichten, dann dürfen ihre Kritiken nicht allzu negativ ausfallen. Hinzu kommt, dass das Startwochende für Filme finanziell sehr wichtig ist. Mit seiner Methode kann Til Schweiger negative Kritiken zumindest vor dem Filmstart verhindern und so (unlauteren) Einfluss auf den Wettbewerb an der Kinokasse nehmen.
Verschärft wird die Situation durch die Finanzierung von Schutzengel. Über das Medienboard Berlin-Brandenburg, den Deutsche Filmförderfonds und die Filmförderanstalt hat Til Schweiger über drei Millionen Euro aus öffentlichen Fördermitteln erhalten. Die Presse bemängelt nun zurecht, dass der Darsteller zwar öffentliche Förderung in Anspruch nimmt, aber gleichzeitig versucht den Film einer freien und öffentlichen Diskussion zu entziehen. Auch die Filmförderer stehen in der Kritik. Sie könnten sich als Geldgeber zumindest für eine faire Pressebehandlung stark machen.
Die Vermarktung seiner Filme hat Til Schweiger also im eisernen Griff. Für Schutzengel ließ er sich zusätzlich einen besonderen Promo-Gag einfallen, der in den Medien ebenfalls für Kritik sorgt. Im Sommer flog er samt Filmrolle nach Afghanistan, um den Actionfilm vor deutschen Soldaten uraufzuführen. Schutzengel spielt zwar in Berlin, Til Schweiger verkörpert jedoch einen Ex-Soldaten, der unter anderem in Afghanistan gedient hat. Die Aktion brachte den Soldaten ein bisschen Abwechslung und Til Schweiger einen cheesy Werbefilm für Schutzengel, in dem die deutschen Soldaten holprig beteuern, wie unglaublich gut und realistisch der Actionstreifen ist. (Den Trailer gibt es am Ende des Artikels)
Mehr: 5 nackte Fakten über … Til Schweiger
So weit, so werbewirksam. Das Problem: Die Reise wurde vom Verteidgungsministerium bezahlt. Immerhin, zumindest das Militärflugzeug wäre angeblich sowieso nach Mazar-i Scharif geflogen. Auf die Frage, warum die Bundeswehr Werbung für einen Kinoblockbuster macht, klärt Verteidigungsminister Thomas de Maizière die Presse auf: ‘Es ist ja gerade umgekehrt: Nicht wir werben für Herrn Schweiger. Sondern Herr Schweiger macht Werbung für die Bundeswehr!’ Interessant: Im Film spielt Til Schweiger einen traumatisierten, bindungsunfähigen Ex-Soldaten – sein bester Kumpel (Moritz Bleibtreu) hat in Afghanisten gar beide Beine verloren. Nicht gerade der Traum eines jeden 18-Jährigen. Egal, was Thomas de Maizière wirklich über die Aktion denkt, zentraler Nutznießer des Trips bleibt definitiv Til Schweiger.
Ob nun bei Freund oder Feind des Darstellers: Der Eindruck bleibt, dass Til Schweiger in finanzieller Hinsicht bessere Nehmerqualitäten beweist als im Bereich der Filmkritik. Wie er seine Filme promotet, bleibt seine Sache, doch wir sind trotzdem der Meinung, dass Til Schweiger Mut beweisen und sich der der freien Kritik stellen sollte. Denn letztendlich gibt es für ihn – auch wenn die Kritiken wieder schlecht ausfallen sollten – keinen Grund sich zu grämen. Ein traditionell erbarmungsloser Kritiker wird ihm vermutlich auch bei Schutzengel ohnehin wieder Recht geben: die Kinokasse.
Wie denkt ihr über die Fehde zwischen Presse und Til Schweiger? Was haltet ihr von seinem Trip nach Afghanistan?
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worstcase Fri, 28 Sep 2012 09:37:13 -0000
Kommentar löschenTja, Herr Schweiger hat sein Metier gelernt. Ich meine damit nicht Schauspieler, da fänden sich in jeder tierhandlung Akteure mit grösserem Repertoire, sondern Abzocker, Und daß sich das perfekt mit unseren Politikern verträgt: Kein Wunder. Gleich und Gleich........
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pesflo Fri, 28 Sep 2012 06:46:01 -0000
Kommentar löschenWenn Kinobesucher ihr Geld zurückverlangen dürften, weil der Film scheiße war, wäre die Kinokasse tatsächlich ein echter, erbarmungsloser Kritiker. So ist sie nur die logische Konsequenz aus der Promotion des Filmes und damit weit davon entfernt, den tatsächlichen Erfolg eines Films zu ermessen.
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>MARVEL< Fri, 28 Sep 2012 00:18:56 -0000
Kommentar löschenSchweiger hat mit Knocking on Heavens Door und der Eisbär zwei verdammt gute Filme im Gepäck. Danach wurde es aber still... nein eher schlecht um ihn.
Seichte deutsche Komödien waren seine Welt.
Als ich den Trailer zu Schutzengel das erste Mal gesehen habe fand ich den zu Beginn echt gut, ich hatte wirklich Hoffnung. Aber je länger der Trailer lief desto mehr wurde klar, das ist KeinOhrHasen mit Knarren... :/
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tom777 Thu, 27 Sep 2012 22:01:52 -0000
Kommentar löschenWer einen guten Film gemacht hat braucht auch keine Angst vor schlechten Kritiken zu haben.
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BigDi Thu, 27 Sep 2012 21:32:14 -0000
Kommentar löschenЕсть человек - есть проблема. Нет человека - нет проблемы.
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Derbst Thu, 27 Sep 2012 17:44:49 -0000
Kommentar löschenIch finde es gar nicht so verkehrt was er macht mit der Presse... Die Presse beeinflusst meiner Meinung nach viel zu sehr den Geschmack der Leute. Weshalb ich mir sehr selten Kritiken durchlese, außer bei Filmen die mich nicht wirklich interessieren. Ob mich ein Film interessiert mache ich vom Trailer abhängig und der Inhaltsangabe, aber nie von Kritiken. Dadurch das Schweiger die Presse außen vorlässt kann sich jeder selber ein Bild machen bzw. muss sich ein Bild machen.
Kritiker vertreten meistens Ihre eigene Meinung und die ist viel zu häufig negativ.
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skanada Sat, 29 Sep 2012 01:09:19 -0000
Antwort löschenDass die Presse den Geschmack beeinflusst ist richtig, nur handelt es sich hierbei mehr um getarnte Werbung in populären Medien (s. diverse Making-Ofs, Interviews mit Schauspielern, etc.)
Der Artikel hier befasst sich jedoch mit (professionellen) Filmkritikern die ausgeschlossen werden. Würden diese die Meinung der Leute maßgeblich beeinflussen wären ganz andere Filme als bspw die von Schweiger an der Kinokasse erfolgreich.
Rocky22 Thu, 27 Sep 2012 15:20:28 -0000
Kommentar löschenAls ich den Werbefilm im Kino gesehen habe hat sich eigentlich niemand darüber gefreut, stattdessen gab es aus jeder Ecke Buhrufe, weil eine derartige Werbeaktion für so einen Film einfach ein schlechter scherzt ist und ehr als geschmacklos zu betrachten ist!!!
Til macht sich das leben selber schwer, weil er einfach ein Depp ist. Jeder mit einem normalen Geisteszustand verweigert sich doch so einen Propaganda Mist, schon aus Prinzip...
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tobi12000 Thu, 27 Sep 2012 12:17:48 -0000
Kommentar löschendas problem von til schweiger ist, dass er ein völlig verzehrtes selbstbild hat. er dreht mittelmäßig bis schlechte filme und das bemängeln die kritiker. er dagegen ist der meinung, dass seine filme gut sind und weil sie gut sind, sind sie erfolgreich. um diesen irrglauben zu schützen, macht er jeden widerspruch entweder mundtot, oder redet ihn sich schlecht, die kritiker wollen ja nur sein kind (den film) schlagen, wie er in einem interview anmerkte.
die publikumszahlen scheinen ihm recht zu geben, aber über die divergenz von erfolg und qualität muss ich wohl nichts sagen.
dieses schizophrene verhalten, sich selbst für einen ganz großen zu halten und bei jedem gegenargument, sich wie ein kind die ohren zuzuhalten, zeigt sich auch bei den fördermitteln. einerseits zieht er über sie her und lästert über filme, die es ohne forderung gar nicht gäbe und nimmt die selbe förderung gleichzeitig selbst in anspruch. aber auch das ist für ihn kein widerspruch, indem er den sinn der förderung ad absurdum führt und behauptet, es sollen filme gefördert werden, die auch wirtschaftlich erfolgreich sind, schafft er es seine illusion aufrechtzuerhalten.
aus allem, was ich bis jetzt von ihm gelesen hat, geht für mich hervor, dass er ein extremes problem mit seiner selbsteinschätzung hat, als gäbe es eine große anti-til-schweiger-verschwörung, die aber nur er selber erkennt und der gerechtigkeit halber bekämpfen müsse.
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Narrisch Thu, 27 Sep 2012 11:11:09 -0000
Kommentar löschenDie Filme von Til Schweiger überzeugen mich nicht. Ich mag seine Komödien nicht und ich nehme ihm den Action-Helden nicht ab. Aber Til Schweiger ist professionell, seine Filme sind hochwertig gemachte Unterhaltung für ein großes Publikum. Er hat völlig Recht seine Vermarktung zu steuern und ihm nicht genehme Kritiker erst gar nicht zu Pressevorführungen einzuladen. Die allermeisten Berufskritiker vereissen seine Filme sowieso und das können sie auch ein paar Tage später machen, wenn der Film für alle im Kino läuft.
Wieder stelle ich fest das es eine ekelhafte, ganz speziell deutsche Unart ist erfolgreiche einheimische Filmemacher bis aufs Blut niederzumachen.
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>MARVEL< Fri, 28 Sep 2012 00:14:01 -0000
Antwort löschenIch glaube mal Narrisch meint das aus technischer Sicht. Und da sind die Filme in der Tat gut gemacht. Zumindest die paar die ich kenne.
wernerbremen Mon, 01 Oct 2012 14:24:57 -0000
Antwort löschen" Er hat völlig Recht seine Vermarktung zu steuern und ihm nicht genehme Kritiker erst gar nicht zu Pressevorführungen einzuladen. Die allermeisten Berufskritiker vereissen seine Filme sowieso und das können sie auch ein paar Tage später machen, wenn der Film für alle im Kino läuft.Wieder stelle ich fest das es eine ekelhafte, ganz speziell deutsche Unart ist erfolgreiche einheimische Filmemacher bis aufs Blut niederzumachen. "
zum einen, nein, dazu hat er kein recht, nicht wenn ein großteil der produktionskosten von öffentlichen fördermitteln gedeckt wurden. zum anderen, die filme werden zerrissen weil sie schlecht sind und nicht weil 2 unterbelichtete kritiker in einem kleinen zimmer den till so scheiße finden. und geschieht dies nicht früh genug verdient herr schweiger mit seinen unlauteren methoden und der prostituierung seines kindes auch noch gel, sowas nennt man betrug, gibt ne folge bei der sendung mit der maus darüber, solltest du mal schauen.
und zu guter letzt gibt es in deutschland keine spezielle unart erfolgreiche filme nieder zu machen, sonder diese schlechte filme nieder zu machen, dir kommt dies wahrscheinlich so vor weil die meisten schlechten filme auch nicht erfolgreich sind, aber leider gibt es immer wieder findige betrüger, und das muss man herr schweiger lasse, die mittel und wege finden scheiße in gold zu verwandeln und das ohne -erwiesener maßen- auf direktem weg in der hölle zu landen, respekt
FumerTue Thu, 27 Sep 2012 08:40:09 -0000
Kommentar löschenAngst vor schlechten Kritiken zeugt nicht gerade von großem Selbstbewusstsein.
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brainchild Thu, 27 Sep 2012 13:22:32 -0000
Antwort löschenHat nichts mit Angst zu tun, sondern mit Genervtsein von den traditionell unsachlichen Kritiken. Hätte er kein Selbstbewusstsein, würde er gar nicht mehr drehen.
FumerTue Thu, 27 Sep 2012 14:15:45 -0000
Antwort löschenHätte er Selbstbewusstsein würde er derartige unsachliche Kritiken einfach ignorieren, wie es die zweihunderttausend anderen Filmemacher dieser Erde Tag für Tag machen.
Außerdem muss er ja irgendwie Geld verdienen.
worstcase Fri, 28 Sep 2012 09:41:19 -0000
Antwort löschenQbrainchild: hätte er kein selbstbewusstsein...... seufz , klingt wie Kalwass für Arme. Armer selbstloser Spitzenverdiener Schweiger. mir wird schlecht.
brainchild Fri, 28 Sep 2012 11:27:45 -0000
Antwort löschenLies lieber mal ein Interview mit dem Typ (z.B. im stern), anstatt dich hier auszukotzen.
dAShEIKO Thu, 27 Sep 2012 07:58:14 -0000
Kommentar löschenHätte Deutschland Produzenten, und hätten diese "Eier" (so wie Eichinger sie hatte), dann bräuchten kommerzielle Filme kein Fördergeldgedöhns und das Geld wäre wieder für kleine Projekte zugänglicher, was ja eigentlich mal der Sinn der Sache war. In Deutschland wird es nie möglich sein, einmal sowas wie einen Star gebührend für seine Erfolge zu feiern. Weil alles darauf wartet, dass er sich die Nase schneutzt um dann mit dem Finger darauf zu zeigen, weil sein Popel noch auf der Oberlippe klebt. Aaach was sind wir doch alle korrekt. Warum könne wir nicht einfach den Film anschauen. Oder ihn eben NICHT anschauen, wenn wir mit Til, Afghanistan und dem Filmförderpreis nichts anfangen können. Ich bestell im Lokal ja auch nicht täglich saure Leber und beschwer mich anschließend wie scheiße es schmeckt.
Wir habens schon so richtig verdient, dass wir keine richtigen Stars haben.
Wir habens verdient, dass die Vorspänne unserer Filme ob der genannten Förderer 3 Minuten länger sind.
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Markbln Thu, 27 Sep 2012 07:45:31 -0000
Kommentar löschenTja, das sind so die Skandälchen, mit denen sich die deutsche Filmszene so herumschlägt. Huh, ich bin total schockiert.
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BigDi Thu, 27 Sep 2012 21:32:01 -0000
Antwort löschenEs fehlt an deutschen Kettensägenmassakern und den 120 Tagen von Bottrop.
Markbln Fri, 28 Sep 2012 07:28:59 -0000
Antwort löschenNaja, er war zwar laut, aber seine Filme waren mäßig.
BigDi Fri, 28 Sep 2012 09:56:49 -0000
Antwort löschenAlso mit den beiden erwähnte hatte ich meinen Spaß. Was ich eigentlich ausdrücken wollte und wo mir Schlingensief mit seiner Titelgebung in die Quere kam: Es bräuchte an deutschen Filmen mit der Wirkung der hier zitierten Originale. Oder: "A German Film".
Markbln Fri, 28 Sep 2012 10:03:40 -0000
Antwort löschenI know und da stimme ich dir natürlich zu. Der geliebte RWF fehlt an allen Ecken und Enden.
Le Chuck Thu, 27 Sep 2012 07:34:46 -0000
Kommentar löschenMit seinem Verhalten giesst er doch einfach nur weiter Öl ins Feuer. Und es sieht nicht gerade danach aus, als hätte er großes Vertrauen in seinen neuen Film. Er soll einfach gute Filme machen, dann brauch er sich auch nicht vor der den Kritikern fürchten.
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Lost77 Thu, 27 Sep 2012 09:14:11 -0000
Antwort löschenIch glaube nicht das er sich vor den Kritikern fürchtet. Er hat nur einfach keine Lust unfair behandelt zu werden. Schweiger arbeitet ja offensichtlich in vielen Funktionen an seinen Filmen und investiert da viel Engagement. Da frustriert es logischerweise wenn ihn Teile der Öffentlichkeit polemisch anfeinden. Denn er hat ja Erfolg mit seinen Filmen, nur leider ist die deutsche Gesellschaft keine Leistungsgesellschaft, in welcher Menschen, die Leistung erbringen die Wertschätzung erhalten die sie verdienen, sondern eine Konsum-/Neidgesellschaft, wo derjenige das meiste Prestige hat, der am besten abzocken kann und der grösste Blender ist, ohne das eine Arbeitsleistung dahinter steht.
Le Chuck Thu, 27 Sep 2012 10:18:01 -0000
Antwort löschenDas er viel Engagement in seine Filme steckt, damit magst du Recht haben. Aber ich glaube bei Filmen ist es doch wie in der Kunst oder in der Musik, es wird immer Leute geben, die mit dem was du tust, nichts anfangen können. Und damit kann er denke ich nicht umgehen. Ich habe prinzipiell nichts gegen ihn, auch wenn mich seine letzten Filme nicht gerade vom Hocker gehauen haben.
Lost77 Thu, 27 Sep 2012 11:05:24 -0000
Antwort löschenDer Ton macht die Musik, wie man so schön sprichwörtlich sagt. Ich weiß nicht ob du arbeiten gehst. Aber wenn, dann wird es dich doch mehr wütend machen, wenn dein Chef dich polemisch kritisiert und dich vor allen anderen Mitarbeitern runtermacht, als wenn er dich unter vier Augen anspricht und sachlich über eventuelle Fehler spricht. Denn du hast ja etwas investiert, um eine Sache zu erledigen.
Ich denke mal, wenn Til Schweiger erleben würde, dass er von seinen Kritikern intelligente Rückmeldungen erhält und kein Bashing, dann könnte er die Sache entspannter angehen. Wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt, und das belastet ja irgendwo doch, dann versucht man eben diese Angriffe zu minimieren.
Le Chuck Thu, 27 Sep 2012 12:46:42 -0000
Antwort löschenJa ich gehe arbeiten. Natürlich würde es mich anstinken vor allen Anderen vom Chef zusammen gefaltet zu werden. Ich weiß was du meinst und ich kann sein Verhalten zum Teil auch nachvollziehen. Aber ich denke damit muss jeder leben können, der derart in der Öffentlichkeit steht, auch wenn es alles andere als schön ist. Und das gilt vor allem für jemand der durch sein Auftreten und seine Filme derart polarisiert wie er.
TheBruceWayne Thu, 27 Sep 2012 20:12:07 -0000
Antwort löschenDas hat nichts mit Neid und Misskunst zu tun,Till Schweiger ist einfach kein guter Schauspieler noch Regisseur. Erfolg kann doch nicht mit Qualität gleichsetzen.
Lost77 Fri, 28 Sep 2012 04:56:52 -0000
Antwort löschenQualität ist subjektiv, Erfolg ist objektiv. Bei 3 Mio Zuschauern, kann man wohl mehr Brötchen kaufen, als wenn man 10.000 Zuschauer hat.
Til Schweiger ist natürlich kein Genie, aber er arbeitet für seinen Erfolg. Außerdem ist er auch nicht dumm, er versucht sich Freiräume zu schaffen, um psychisch nicht zu stark belastet zu werden (indem er eben nur den Medienvertretern Zugang zu seinem Film gibt, von denen er weiß, das sie ihn nicht verhöhnen).
Und so nervig auch der Filmtrailer mit Bundeswehrbeteiligung auch ist (deswegen würde ich den Film auch nicht sehen, weil dieser BundeswehrTrailer mich total entnervt hat und ich einen gewissen Hass auf diesen Film entwickelt habe, vor allem wenn ich Bundeswehrtrailer und Normaltrailer hintereinander sehen musste), trotzdem zeigt es, dass sich Schweiger Gedanken macht und trotz Flugangst sogar nach Afghanistan fliegt, um Werbung zu machen. Und es ist ja auch gut, das mal ein Prominenter den Bundeswehreinsatz und die Bundeswehr überhaupt positiv unterstützt. Sonst wird da ja immer nur ein Negativbild gezeichnet.
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Til Schweiger
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Was soll die Aufregung um den Til? Ich kann mir sein Publikum schon lebhaft vorstellen, dass sind Teenies mit Tokio Hotel Poster an der Wand, Menschen, die mit 35 noch jeden Tag GZSZ gucken oder tagelang vor dem Big Brother Container zelten. Diese Zielgruppe wird immer bedient, da ändern auch Filmkritiken nichts dran, seine Fans "lesen" eh höchstens mal die Bild. Natürlich macht man auch eine gute Auflage, wenn man den Til mal ein bisschen verprügelt, ist aber nicht mein Problem, dass das jetzt mal wegfällt. Ich hab den bei Maischberger oder Jauch zum Thema Bundeswehr reden hören, der hat das geistige Niveau eines kleinen Keinohrhasen. Will Smith auf deutsch, nur mit Sprachfehler anstatt Segelohren. In zehn Jahren leckt er dann Hoden im Dschungelcamp. Der gehört von der seriösen Presse einfach mal gepflegt ignoriert.
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