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The Walking Dead – Mehr als untoter Lizenzmüll

09.10.2012 - 08:50 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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The Walking Dead - Mehr als untoter Lizenzmüll
© Telltale Games
The Walking Dead - Mehr als untoter Lizenzmüll
Ab dem 19. Oktober schlurfen die wandelnden Toten rund um Rick Grimes erneut durch die Fernsehlandschaft. Es wird also Zeit, dass wir uns das ebenfalls durch die Comics von Robert Kirkman inspirierte Spiel The Walking Dead einmal genauer ansehen.

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Studio im Besitz eines schönen, geistigen Eigentums nichts dringender braucht als ein Lizenzspiel. Leider ist es auch eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass dieses Spiel schlecht sein wird. Wenn wir uns die Masse an Vom-Comic-zum-Film-zum-Spiel-Titeln ansehen, die jedes Jahr auf den Markt geschleudert werden, dann scheint es auf den ersten Blick ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen zu sein, eine Perle unter all dem Schrott zu finden. Aber Wunder geschehen bekanntlich immer wieder, wir uns schon der dunkle Ritter der Franchises nach unzähligen missratenen Versuchen gezeigt hat. Nun strahlt ein neuer Stern am tristen Lizenzhorizont, der es geschafft hat, den Sprung zum Spiel zu schaffen, ohne Fans dabei zur Verzweiflung zu treiben: The Walking Dead

Bye-bye, Rick
Ähnlich der TV-Serie erscheint das Spiel von Telltale Games, die sich schon Zurück in die Zukunft und Jurassic Park widmeten, nicht am Stück, sondern in Form von unregelmäßig erscheinenden Episoden. Zu den Personen, die für die Story verantwortlich sind, gehört unter anderem Gary Whitta, der The Book of Eli und After Earth schrieb und mit Prey sein Talent für Videospiele bewies. Die erste Staffel wird fünf Teile umfassen und dreht sich um den für das Spiel erfundenen Charakter Lee Everett, einen verurteilten Mörder, für den das Ende der Welt eine zweite Chance darstellt. Einer der Gründe, warum The Walking Dead als Spiel so fantastisch funktioniert ist, dass es zwar im selben Universum wie die Comics (nicht die TV-Serie) spielt, allerdings einen eigenen Cast besitzt und somit eine Geschichte jenseits von Rick Grimes und seiner Gruppe erzählt, selbst wenn Fans sich beizeiten über Cameo-Auftritte von Charakteren wie Glenn oder Hershel freuen dürfen. Auch wenn Rick eine interessante Figur ist, so war es ein guter Schritt, sich von bereits bekannten Situationen zu lösen und neue Wege zu beschreiten, die sich trotzdem in das Gesamtgeschehen fügen. Nicht nur, dass das Ende der Welt genug Raum für Geschichten bietet, Telltale umgeht so außerdem Vergleiche mit dem Basismaterial, die zwangsläufig gekommen wären und zwingt Fans nicht dazu, dieselben Ereignisse zum dritten Mal durchleben zu müssen

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