Being John Malkovich - Kritik

Being John Malkovich

US · 1999 · Laufzeit 112 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 10

    Total irre!

    1
    • 8

      Schon eigenartig, dass dieser Film 20 Jahre an mir vorbei ist. Ich bin immer verrückt nach skurrilen Filmen, und bin schon lange der Meinung, dass man den Mindfuck endlich als eigenes Genre in den Kanon aufnehmen sollte. Meinetwegen kann man ihn auch anders nennen.
      Being John Malkovich ist ein Mindfuck-Light. Ein Hollywood-Mindfuck. Ein Mindfuck zum Einstieg in das Genre. Es ist alles auf witzig gemacht, trotz extrem surrealer Elemente ergibt immer alles einen Sinn, und die Metaebene ist schneller erreicht, als dass man Cameron Diaz erkennt. Diese vor allem für ihr 7 Meter breites Lächeln anstatt für ihre Schauspielerische Begabung bekannte Frau sorgt auch nicht gerade für wahnsinnig viel Tiefe.
      Aber Being John Malkovich wirkt auch nicht, als sei hoher Anspruch seine Intention. Dieser Film unterhält auf sehr hohem Niveau und bedient sich humorvoll dem Absurden. Ein Film der Spaß macht, und den ich mir lieber ansehe als so manchen Mindfucker der mit Ach und Krach eine tiefe Ebene zu erreichen versucht, und an seinem eigenen Anspruch scheitert.
      Sehenswerte Unterhaltung!

      9
      • 8

        Wunderbare Groteske! John Cusack in Topform und Malkovich, der Malkovich spielt. Total abgedreht aber grandios!

        • 7 .5
          RoboMaus 05.01.2018, 19:45 Geändert 05.01.2018, 21:48

          Kurz gecheckt: David Lynch ist nicht am Drehbuch zu 'Being John Malkovich' (1999) beteiligt - es ist zur Gänze von Charlie Kaufman, was ihm gleich mit dem ersten Werk eine Oscar-Nominierung einbrachte. Von Kaufmans sieben Filmen, für die er bis heute das Drehbuch lieferte, kenne ich fünf - alles unkonventionelle, eigenwillige Filme, von denen dieser wohl der unkonventionellste, eigenwilligste ist. Abgedreht & grotesk, ja, aber zugänglich im Vergleich zu den meisten Lynch-Filmen.

          John Cusack findet durch Zufall einen engen, physischen Tunnel, der ihn in das Bewusstsein von John Malkovich saugt und wodurch er Malkovich live, wie aus der Headcam, erlebt. Cusack's Frau (Cameron Diaz) bekommt Wind von der Sache und ist fasziniert - es folgen aberwitzige Aktionen, die das Erleben des John Malkovich auf die Spitze treiben.

          Bei derart abgedrehten Filmen kommt es eigentlich nur auf eins an: sind sie witzig, oder nicht? ........und 'Being John Malkovich' ist witzig, wobei auch manche der Aktionen stark von Kaufman erdacht sind. Oft, wenn man denkt: "wie kommt er aus der Sache wieder heraus?", oder "was passiert wohl jetzt?", zieht Kaufman eine gute Idee aus dem Ärmel.

          Wer gerne einmal von den ausgetretenen Pfaden abweicht, und auch, wem Lynch doch eine Spur zu abgedreht und surreal ist, kann es ruhig mit 'Being John Malkovich' versuchen. Für mich Kaufmans bester :)

          27
          • 5

            Ob der Film wirklich 9 verdient? Ich weiss es nicht, die Ästhetik und Charlie Sheens schlechte Alterung sind davon weit entfernt. Und es hätte auch etwas schneller getaktet werden sollen. Aber noch durchkomponierter kann eine Geschichte beinahe nicht sein, von der Originalität sowieso abgesehen. Sehr vieles stimmt einfach an diesem Film, sind es auch nur diese dummen Gags wie einen (Big)Apfel als Herz bei der bescheuerten Kappe, die Malkovich kurz trägt. Es hätten noch mehr Witze sein sollen, aber man muss zugeben, dass nahezu alle funktionieren. Einzig das Ende kann man noch kritisieren, das ist weder prägnant noch sonderlich interessant. Da war jemand zu euphorisch Charlie Sheen noch einmal zur Hand zu haben, anstatt etwas Neues beizutragen.

            Mittlerweile vielleicht etwas abgegriffen, aber immer noch effektiv, wenn ein erschütterter Charakter in der nächsten Szene etwas tut und jemand auf ihn einredet, man aber nur stille wahrnimmt. Oder das Rauszoomen beim ersten Gast, der den Tunnel betritt. Nichts bleibt liegen gelassen, Diaz geht wieder zum alten Mann und nimmt den Faden auf.

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            • 8
              TommyBarin 16.06.2017, 00:09 Geändert 16.06.2017, 05:15

              Auf Wunsch vom Affenlecker starte ich meine Spike Jonze Reihe und werde die ungewöhnlichen Filme des Regisseurs meiner Kritik unterziehen.

              (Ohne Spoiler)

              'Being John Malkovich' ist das erste Werk von Spike Jonze in voller Spielfilmlänge. Zusammen mit Drehbuchautor Charlie Kaufmann schuf der talentierte Regisseur einen genauso intelligenten, wie abstrusen Film.
              Craig Schwartz ist ein talentierter, aber beruflich nicht sonderlich erfolgreicher Puppenspieler. Sein Leben ist geprägt von täglichen Demütigungen und der unerfüllten Liebe zu seiner Arbeitskollegin Maxin. Obwohl Craig eigentlich verheiratet ist, macht er der undurchschaubaren Dame am Arbeitsplatz stets Avancen. Doch seine Annäherungsversuche werden von ihr mit einer Menge Sarkasmus abgeschmettert. Als er dann eine Geheimtür in seinem Büro entdeckt, mit der man in den Verstand von John Malkovich eintauchen kann, ändert sich sein Leben schlagartig.
              Charlie Kaufman und Spike Jonze liefern einen Film ab, der an Originalität und Einfällen kaum zu überbieten ist. Sie verzichten darauf, dass amüsante Setting jedoch stereotypisch breitzutreten und stellen stattdessen intelligente Fragen über die Freiheit des menschlichen Geistes, was dem Film eine tragikomische Ebene verleiht.
              Die Darsteller, allen voran John Cusack, liefern hier mit ihre beste Performance ab. Cameron Diaz, die man mitlerweile nur noch in durchschnittlichen Comedy-Produktionen sieht, verdient übrigens ein kleines extra Lob für ihre Leistung als schräge Tierpflegerin.
              Fazit: Eine Klettertour in die Abgründe des menschlichen Verstandes.

              Ich bin mir bei der Punktevergabe nicht zu 100% sicher. Ein oder zwei Lacher mehr wären bei all der Kreativtät von Jonze und Kaufman sicher drin gewesen. Deshalb 'nur' 8 Punkte. Nach der nächsten Sichtung wird der Film wahrscheinlich einen halben Punkt zulegen.

              8
              • 8

                Die Handlung ist ebenso seltsam wie faszinierend. .... Greift aber so einige soziale Probleme auf die auf metaphorische Weise dargestellt werden. Die Inszenierung ist sehr gut gelungen und das hätte bei dem Film auch leicht völlig missglückt sein.

                Schauspielerisch darf man sich hier auf so manche Glanzleistungen freuen, vor allem Catherine Keener ist mit positiv aufgefallen.

                Ob man den Film als künstlerisch wertvoll bezeichnen kann, darüber lässt sich streiten. Ich finde aber schon, dass die skurrile Handlung etwas Besonderes hat. Der Film hat mich den kompletten Abspann über noch sitzen lassen um über das eben gesehene nochmal genau darüber nachzudenken und das schaffen nicht viele Filme.

                • 0

                  Soll Kunst sein aber für mich einfach nur Müll. Überbewerteter Streifen, der mir einfach nicht zuspricht. "Anders sein ist Kunst" Philosophie macht mir einfach nur Blähungen. Genau wie "Naked Lunch" ist dieser Shit einfach nur überflüssig.

                  • 8 .5

                    Ein Puppenspieler findet im 7 1/2 Stock eines Bürogebäudes eine Tür, wo direkt in den Kopf des Schauspielers John Malkovich führt. Klingt verrückt? ja, aber genau das ist die Handlung von Being John Malkovich. Das wirklich innovative Drehbuch schrieb Charlie Kaufman und Regie führt Spike Jonze. Ich fand den Film sehr speziell und wirklich gut. Er ist einzigartig und solche Werke braucht es in der Mainstream geprägten Kino und Filmlandschaft auch. Viele werden dieses Werk als totaler Schwachsinn ansehen. Was ich durchaus verstehen kann. Auf so eine Idee, muss man aber erst einmal kommen.

                    • 6

                      Schrill , abgedreht , lustig aber auch zum Nachdenken geeignet . Verfällt leider im Verlauf besonders durch die Liebes-Sex-Überladung und durch die Länge .

                      • 6

                        Drehbuch: Charlie Kaufman / Regie: Spike Jonze ... da dachte ich eigentlich, ich wüsste in etwa was mich erwartet. Falsch gedacht ! Die orginelle Storyidee fand ich bis zum Mittelteil sehr gelungen , dann überspannt man den Bogen leider ziemlich und ab der schrägen Lovestory zwischen Cameron Diaz/John Malkovich/ Catherine Keener wird es dann doch ziemlich lächerlich und ich konnte mich nicht mehr wirklich auf den Trip einlassen. Schade eigentlich , bis dahin hatte ich das Gefühl einen grandiosen Film gesehen zu haben.

                        • 5 .5

                          verrückt und komisch :D
                          kein knaller aber etwas was man sehen kann

                          • 5 .5
                            Der Staudenprinz 16.06.2016, 03:23 Geändert 16.06.2016, 18:30

                            "Being John Malkovich" kann man zumindest keine mangelnde Kreativität vorwerfen. Die Story ist zu verrückt, um sie sich als "normaler" Mensch auch nur im Ansatz aus zu denken. Auch sind viele witzige, zum Teil skurrile Ideen in dem Film verbaut, wie zum Beispiel die halbe Etage oder auch das "Mitten-im-Nirgendwo-aus-dem-Himmel-Fallen". Im Übrigen hat mir das Marionettenspiel sehr gefallen. Apropos Spiel, für das Schauspiel hätte wohl jeder einzelne Mime und im Speziellen Mister Malkovich einen Oscar verdient. Nur leider, und jetzt hasst mich bitte nicht, hat mich der Streifen nicht richtig gepackt. Denn wenn wir mal ehrlich sind handelt es sich doch nur um eine Body-Switch-Komödie, die sich zwar auf hohem, zu Weilen auch künstlerischem Niveau bewegt, doch an sich und von ein paar sehr guten Ideen mal abgesehen nichts Besonderes ist. Ein "Freaky Friday"für anspruchsvolle Zuschauer sozusagen. Und Komödie passt auch nur bedingt, soo lustig fand ich ihn jetzt nicht, okay, er hatte seine Momente aber ist dann wohl doch eher nur ein seichtes Drama. Außerdem war er mir einfach zu lang. Verzeihung!
                            Fazit: Wer auf ausgefallenes Zeug und gute Schauspieler steht, ist hier richtig, sollte aber auch ne Menge Geduld mitbringen. Einmal gesehen haben sollte man ihn schon.

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                            • 8

                              Ich möchte gern mal wissen, was im Kopf von Charlie Kaufmann so abgeht, damit er auf diese Ideen kommt. Seine Geschichten sind immer abgefahren, skurril und einfach sehr speziell. Und genau das macht ihren Reiz aus. So bietet auch "Being John Malkovich" ein grandioses Drehbuch, durchweg sympathische Darsteller und viele verrückte Einfälle.
                              Genauso wie Kaufmanns zweites Werk "Adaption" haben wir hier einen völlig anderen und gerade deswegen besonderen Film. Stark kultverdächtig.

                              • 6 .5

                                Etwas surreal, aber doch mit Reiz und Überraschungen.

                                • 7 .5

                                  Abgefahren, ich versteh überhaupt nicht das ich diesen Film noch nicht gesehen habe.
                                  Was für ein Einstieg als Regisseur in den Spielfilmbereich von Spike Jonze der vorher in der Videoclip und Werbefilmbranche, wohl auch erfolgreich, tätig war. Tolle exquisite Starbesetzung, Cameron Diaz hab ich am Anfang fast nicht erkannt.
                                  Schräg, aberwitzig und sehenswert.

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                                  • Der Film ist total verrückt. Ich weiß gar nicht wie ich ihn bewerten soll.
                                    Überrascht mich jedes mal wieder was manche Menschen sich so ausdenken...

                                    • 5

                                      Die erste halbe Stunde ist zäh, danach wird es immer interessanter aber nicht spannender. Die Idee ist wirklich originell und das Setting ist gut. Jedoch sehe ich den Film eher als Kunstwerk und solche Filme sagen mir leider nie so zu, wie sie es sollten....

                                      • 9

                                        Interessant, dass ich den Film schon bewertet hatte obwohl ich ihn zu 95 % nicht kannte. Jedenfalls habe ich mir den Film jetzt von Anfang bis zum Ende angeschaut und ich war überrascht, dass meine damalige "blinde" Bewertung genau passt. Das war für mich irgendwie wie eine schrullige, lustige und skurrile Version eines Terence Malik-Films. Klar, der Film ist sehr philosophisch und in Zeiten von Facebook und anderen sozialen Netzwerken aktueller denn je. Es ist ja schon sehr nahe, wenn man über Instagram den Alltag eines Fußballspieler verfolgt. Zurück zum Film: Alleine diese verschiedenen Kulissen, die auch so detailreich und leidenschaftlich entwickelt wurden. Die Kleidung unterstrich auch noch zusätzlich die Charaktereigenschaften der handelnden Rollen. Diese wurden ja auch großartig von diesem wilden Ensemble gespielt. Vor allem von Cameron Diaz war ich sehr überrascht, die hat mal eine gute, mal eine schlechte Rolle. Und bis ich sie erst einmal erkannt habe, da war ich schon erschrocken
                                        Ja, ich hätte hier jetzt auch die Chance auf eine philosophische Grundsatzdiskussion und einen ausführlichen Transfer in die heutige Zeit durchführen können, aber da ich letzte Nacht lediglich 3,5 Stunden Schlaf hatte und an der Universität einfach nicht schlafen kann, lasse ich es dabei bevor ich mich komplett verliere.
                                        Schaut einfach den Film an, noch ist er bei Amazon Prime kostenlos verfügbar.
                                        Danach könnt ihr auch mitreden oder selber eine Gesprächsrunde eröffnen.

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                                        • 9
                                          sachsenkrieger 16.11.2015, 02:12 Geändert 16.11.2015, 02:14


                                          Einen vernünftigen Kommentar zu einem Film zu schreiben, der auf einem Drehbuch von Charlie Kaufman basiert, das ist ebenso nutzlos, wie der Versuch, ein tollwütiges Kamel, das gerade über Einsteins Relativitätstheorie sinniert, durch ein mit dem Bunsenbrenner zum Glühen gebrachtes Nadelöhr zu zwängen. Es ist wohl so, das selbst Charlie Kaufman nicht so genau weiß, was er uns mit seinen Worten übermitteln will. Denn genau wie wir alle, hat er keine Ahnung von nichts und kann trotz des gerne in Anspruch genommenen Bewusstseins und freien Willens auf Teufel komm raus nicht erfassen, seit wann, wer, wie, wo, warum, welcher, wessen, wofür, wodurch, wobei, wovon, wohin, woher, woran, worin, worauf, worunter, wovor, wohinter und wie lange er ist. Aber eines hat er für mich zumindest auf jeden Fall erreicht: Das ich jetzt als Nicht-Cineast ab und zu mal schaue, wer das Drehbuch zu einem Film geschrieben hat.

                                          BEING JOHN MALKOVICH ist das furios-durchgeknallte Debüt von zwei Typen, die wohl zu den kreativsten Köpfen der Filmindustrie zählen: Spike Jonze und Charlie Kaufman. Das ist nicht der typische Mindfuck, eher ein internes Brainstorming, das dazu anregt, sich den Film mehrfach anzusehen und sich auch weitergehend mit ihm und den angerissenen Themen rund um unser Verständnis von Bewusstsein und Identität zu beschäftigen. Alleine die Beschäftigung mit dem Mertin Flemmer-Building und der darin befindlichen, ominösen 7 1/2te Etage kann einen schon in ungeahnte Abgründe oder Höhen befördern. Da darf man sich gerne mit dem ISO/OSI-Schichtenmodell für herstellerunabhängige Kommunikationssysteme beschäftigen, zu denen im weitesten Sinne ja auch der Mensch zählt. Da stellt sich die Frage, ob und wenn ja, was in BEING jetzt eigentlich real ist? Das Gebäude, das einem erweiterten OSI mit 8 oder auch 11 Schichten entspricht, deren letzte der Anwender selbst ist. Die Angestellten von Lestercorp, die dann evtl. die verschiedenen "Bewusstseine" von John Malkovich repräsentieren und die dann nach der Erlangung eines eigenen Bewusstseins versuchen, die Kontrolle über das Ganze zu übernehmen?

                                          Die Grenzen unserer eigenen Fähigkeit zur Wahrnehmung zeigt eindrucksvoll die vielleicht unterschätzte Szene mit Elijah, dessen anfangs etwas absurd anmutende Depressionen einfach daher rühren, das er ein verdammt hartes Los erwischt hat ... magische Szene! BEING JOHN MALKOVICH ist für mich zumindest, im Gegensatz zu den "handelsüblichen" Brainfuckern, ein durchweg faszinierender Film, der nach dem Original-Drehbuch noch um ein wesentliches abgefahrener geworden wäre. Aber auch so bietet er reichlich Stoff zum Nachdenken oder Loslassen und ist wohl einer der Filme, die als Banner dafür herhalten können, das das Feuer der Kreativität und Phantasie in Hollywood vielleicht nicht mehr lodernd brennt, aber auch noch lange nicht gänzlich erloschen ist.

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                                          • 6 .5
                                            wuschelkopf5.5 14.11.2015, 11:53 Geändert 20.04.2016, 16:17

                                            story/besetzung überzeugen...

                                            • 7 .5

                                              Skurril - einzigartig - komisch - genial - verrückt - gut - philosophisch - überraschend - ehrlich - abgedreht - realistisch - phantastisch - surreal - 7 1/2 - anspruchsvoll - traurig - anders - ungewöhnlich - schrill - ungerecht.

                                              --> Das ist Kino von seiner besten Seite.
                                              --> Wer ein Cineast sein möchte, muss diesen Film gesehen haben.
                                              --> Sic!!!

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                                              • 8 .5
                                                doktormovie 03.08.2015, 15:00 Geändert 03.08.2015, 15:01

                                                "Being John Malkovich" bewegt sich zwischen Philosophie und absoluten Wahnsinn, bleibt aber als riesengroßes What The Fuck zurück.

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                                                • 3 .5
                                                  L-viz 28.05.2015, 15:01 Geändert 28.05.2015, 17:19

                                                  "Being John Malkovich" ist ein Film, der irgendwie sein Ziel nicht erreicht und in seinen zarten philosophischen Ansätzen stecken bleibt. Zwar muss man mit einigen Plattheiten leben (Der Puppenspieler entdeckt den Tunnel und spielt fortan John Malkovich? Ach, was!), aber die philosophischen Fragen werden gestellt - wie der Wunsch nach einem Identitätswechsel oder Manipulation - aber sie bleiben hinter einer fruchtlosen Dreiecksromanze zurück. In diesem Zusammenhang stellt es sich dann auch als fatal heraus, dass die Charaktere so unsympathisch sind. Ihr Denken, Handeln und Fühlen ist einfach nicht nachvollziehbar. Der Puppenspieler verliebt sich schon beim ersten Treffen in die kaltschnäuzige Maxin. Warum? Sie hat absolut nichts überzeugendes, ist nicht mal ein Schuss. Die erste Abfuhr, die schon heftig ist reicht ihm aber offenbar nicht. Er braucht es immer wieder. Der Hauptdarsteller gerät zur Trottelfigur, allerdings keine der sympathischen Art. Nicht weniger nervend ist seine Ehefrau, die den gleichen Fehler begeht. An diese drei nutzlosen Figuren verschwendet sich die Handlung. Am besten kommt noch John Malkovich selbst weg, der aber schon bald außer Gefecht gesetzt sein wird. Die bedeutendsten Szenen sind die, in denen er merkt, dass er zunehmend unter fremden Einfluss gerät und paranoid wird. Daraus hätte man doch was machen können.
                                                  Surreal ist dieser Film allerdings keineswegs, wie hier überall zu lesen ist. Es wird uns an später Stelle sehr erschöpfend erklärt, was es mit dem Gang auf sich hat. Es ist also mehr Fantasy.

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                                                    cycloo77 07.05.2015, 23:07 Geändert 11.05.2015, 03:35

                                                    Irgendwie ein Irres Ambiente ,gespickt mit sehr Skurrilen Typen was uns Charlie Kaufman hier zusammengeschrieben hat.
                                                    Aber das ist ja bei ihm nix neues ;-)
                                                    Die Geschichte ist sehr außergewöhnlich und Intelligent verfilmt,sie ist in jeder Phase hoch interessant und Spannend.
                                                    Was John Malkovich hier zeigt ist einfach nur Genial,wie er die feindliche Übernahme seines Seins hier darbietet ist ganz großes Kino-Acting.
                                                    Cameron Diaz überzeugt auch als hässliches Entlein,der Rest der Cast ist auch sehr überzeugend.
                                                    Den unsympatische Charakter den Catherine Keener spielt fängt mit zunehmender dauer an penetrant zu nerven ,sie geht einen sogar richtig auf den Keks.
                                                    Eine Kömodie a la Charlie Kaufman !

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