Das halbe Leben
Deutschland (2003) | Dokumentarfilm | 100 Minuten | Ab 0Das halbe Leben ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003 von Mechthild Gassner.
Komplette Handlung und Informationen zu Das halbe Leben
In einer Ausnahmesituation ihres Lebens treffen fünf Menschen aufeinander. So unterschiedlich ihre Berufe, ihre Herkunft sowie ihr soziales Umfeld auch sind, eines tragen sie gemeinsam - das "Kainsmerkmal der Arbeitslosigkeit". Arbeit ist das halbe Leben und dort, wo es sie nicht gibt, wo Menschen arbeitslos sind, bestimmt sie das ganze Leben. Doch auch dieser schwierigen Situation stellen sich die Menschen unterschiedlich. Die Juristin Amelie ist überzeugt davon, "Fürst bleibt Fürst, egal in welcher Lebenslage". Bella hingegen, die ehemalige Diätassistentin, hat den Glauben an sich und die Zukunft verloren; sie würde sich selbst nicht einstellen, wenn sie ein Arbeitgeber wäre. Klaus, der infolge einesUnfalls sein als Medienproduzent aufgebautes Vermögen verloren hat, hält sich nicht damit auf, seine Verluste zu beklagen; er will trotz seines fortgeschrittenen Alters zurück ins Berufsleben. Das will auch der schüchterne Uli, allerdings hat er seine Ausbildung als Web-Designer nur wegen guter Zukunftsaussichten auf Anraten des Arbeitsamtes gemacht und ist nun wegen mangelnder Berufserfahrung wiederum nicht vermittelbar. Für die Ergotherapeutin Heike hingegen gibt es nur eines, die Arbeit mit Kindern. Sie tröstet sich in ihrer Arbeitslosigkeit damit, dass alles im Leben seinen Sinn hat und man erst die Lektion zu lernen hat, bevor sich etwas ändern kann. Sie alle treffen in einer vom Sozial- und Arbeitsamt München angeordneten Vermittlungsmaßnahme auf den unkonventionellen Coach Thomas Heinle, der gar nicht wissen will, was sie zuvor in ihrem Beruf gemacht haben. Heinle ist davon überzeugt, dass nur der eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat, der das macht, was er wirklich gerne tun möchte. Er fordert Leidenschaft von jedem Einzelnen für sich selbst und die Verwirklichung seiner Träume. Für alle Arbeitsuchenden zunächst ein völlig ungewohnter Ansatz. Der Film begleitet die fünf Arbeitsuchenden über mehrere Monate durch Selbstzweifel, Hoffnungslosigkeit, aber auch durch Glücksmomente. Wir erleben Menschen, die versuchen, zu einem neuen Sinn in ihrem Leben, zu einer neuen Aufgabe,auch zu einer neuen 'Berufung' für sich selbst zu kommen.
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