Sherlock Holmes - Kritik

Sherlock Holmes

US · 2009 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Drama, Kriminalfilm, Abenteuerfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 8 .5
    Adventpuss 10.09.2018, 11:57 Geändert 17.09.2018, 10:06

    Ich war tatsächlich sehr begeistert von Sherlock Holmes. Vieles trug dazu bei, wie die allgemeine Inszenierung des Londons zur Zeit Holmes', der interessante und spannende Fall, den es zu klären galt (allerdings eher Blockbuster-Niveau, (nix gegen Blockbuster)) und das Drehbuch, was dem ganzen einen ernst-humoristischen Ton verleiht. Am meisten hat mich jedoch das Duo Jude Law/Robert Downey jr. begeistert. Zwei fantastische Schauspieler, die in ihrer Rolle - jeder auf seine Weise - aufgehen und darüber hinaus wunderbar zusammen spielen. Einfach herrlich. Genervt haben mich nur Rachel McAdams und die Musik von Hans Zimmer in manchen Szenen.

    • 8 .5

      Zum dritten Male gesehen, gefiel zum dritten Male.

      Es sollte ja jedem klar gewesen sein, was hier zu erwarten war.
      Guy Ritchie, das Jahr 2009 und der Name Sherlock Holmes.
      Man muss kein Meisterdetektiv sein, um das Endergebnis ungefähr zu erahnen.
      Deswegen kann und muss man gewisse Kritiken, wie immer nicht ernst nehmen. Da wird genau das bemängelt, was von Anfang an klar war. Menschen schauen Filme, obwohl sie wissen, es wird ihnen nicht gefallen. Ich werde es niemals ergründen können.

      Volle Fahrt also auf Sommer-Blockbuster mit den typischen Merkmalen.
      Die gelingen diesmal auch erheblich besser, denn die beiden Hauptdarsteller, bekommen genügend Charakterzeichnung.
      Für einen kommerziellen Film dieser Art versteht sich.
      Downey jr. mit den typischen Merkmalen eines Tony Stark ausgestattet.
      Jude Law bildet eine schöne Symbiose mit Robert, Spaß spricht aus jeder Szene bei beiden.
      Mark Strong einen guten Antagonisten und Moriarty, als großer Unbekannter im Hintergrund.

      Dialoge und bildliche Umsetzung, finde ich absolut unterhaltsam, ein Film ohne jede Länge eigentlich.
      Spaß und kurzweil stehen im Vordergrund, trotzdem finde ich, geht man auch mit einem gewissen Respekt, an die Geschichte und Figuren.
      Hans Zimmer darf nicht fehlen, typischer sehr guter Score vom Meister Zimmerle.

      Starker erster Teil, der Lust auf mehr machte damals. Bekam sogar einen sehr würdigen Nachfolger.
      Ja der Benedict ist total anders, eben, woran das nur liegen kann…
      Ein mystisches Rätsel…vielleicht…für einige…

      3
      • 7 .5

        Ich mache es mal kurz:
        Klar haben die Sherlock Filme auch irgenwo seine Fehler aber ich mag einfach diese Guy-Ritchie-typische Inszinierung und das Zusammenspiel von Robert Downey Jr. / Jude Law.
        Mir machen die BEIDEN Filme einfach Spaß! Deswegen zweimal 7,5 von mir.

        • 7

          Tony Stark hat seinen Eisenanzug abgelegt, ist in der Zeit zurück gereist und nennt sich jetzt Sherlock.

          So jedenfalls kam es mir vor. Robert D. Junior verkörpert in etwa immer denselben Typ Mann, der zwar unterhaltsam ist, aber nicht wirklich zu meiner Vorstellung von Holmes passt. Da passt Cumberbatch besser. Was nicht heisst, dass der Film schlechter wäre als die Serie. Nur anders.

          6
          • 8

            Mit Robert Downey Jr. alias Sherlock und Jude Law als Dr. Watson konnte man die Rollen meiner Meinung nach nicht besser besetzen. Sherlock, der zynische Analytiker und Dr.Watson, sein eher ruhiger Partner, sind für geniale Detektivarbeit in London bekannt. Diesmal stellt sie Lord Blackwood (Mark Strong) vor ihre größte Herausforderung. Es scheint, als ob der Lord magische Kräfte besitzt. Die zwei Ladys an den Seiten der Protagonisten spielen Rachel McAdams und Kelly Reilly. Schauspielerisch alles top, sowie die Story. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass sich der Film von den Buchvorlagen weit entfernt und viel actionlastiger ist. Es ist eine Neuinterpretation. Einfach darauf einlassen. Der Film ist es wert.

            3
            • 7

              Kurz und Knapp gesagt, Robert Downey Jr. macht einen tollen Job, der Film an sich find ich auch ziemlich gut.

              • 7

                An sich schon ein ganz guter Film auch wenn man meiner Meinung nach durchaus Potenzial verschwendet hat. Robert Downey Jr. als Holmes macht eine passende Figur wenn man bedenkt das es sich eher um einen Actionfilm handelt.

                • 3

                  Sherlock Holmes- der Film hat mich nicht überzeugt. Eine Story mit fast ausschließlich Action ohne Spannung verliert sich in der Bedeutungslosigkeit. Was für mich sehr naheliegend war von Beginn an ist der Vergleich der schauspielerischen Darbietung von Robert Downey Jr. und die von Benedict Cumberbatch in der Serie Sherlock. Und in dem Vergleich stinkt Robert Downey Jr. aber sowas von ab. Ob es jetzt daran liegt dass Cumberbatch so gut spielt oder Downey Jr. so schlecht, oder eben beides, aber da liegen für mich Welten dazwischen. Einer der wenigen Filme bei denen ich bei der Hälfte eingeschlafen bin und mich dann durch die zweite Hälfte gekämpft habe.

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                  • 8

                    Mein Fazit:

                    Endlich bin ich mal in den Genuß gekommen, mir diesen Film anzusehen. Aber – hm … es ist schwierig, meine Eindrücke in Worte zu fassen.

                    Robert Downey Jr. als etwas chaotischen wie auch windigen Holmes zu sehen ist ganz sicher eine andere Interpretation der Figur, wie man es sonst gewohnt ist. Zugegeben, Downey hat die Rolle toll gemeistert, aber irgendwie passt die Rolle nicht zu dem Bild, die man allgemein zu Holmes vorherrscht. Zuweilen wirkte er wie ein Kind, das nicht in der Lage ist, ohne Watson auch nur ein normales Leben zu führen. Watson, im Begriff, die junge Mary (gespielt von Kelly Reilly) zu heiraten, beginnt sich von Holmes zu lösen und zieht mit seiner Arzt-Praxis aus dem Haus. Es entsteht ein typisches Gezänke, wie es sonst nur bei sich trennenden Paaren ist. Meines Erachtens nach passt es nicht so ganz ins Bild, wenngleich es eine ungemein komische Situation darstellt.

                    Die Komik zwischen Holmes und Watson hat meiner Meinung nach den Film gerettet. Ohne dieses wäre es abgeflacht und hätte auch die spannende Geschichte um Blackwood auch nicht gereicht, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Den einen oder anderen kleinen Logikfehler gab es da schon noch und irgendwie fand ich es unglaubwürdig, das Holmes aber auch auf alles eine Antwort wußte bzw. die Details richtig deuten konnte.

                    Ein weiteres Pluspunkt war die undurchschaubare Irene, die sehr geheimnisvoll wirkt. Sofort ist klar, das Holmes sein Herz an sie verloren hat. Aber er traut ihr genauso wenig wie sie ihm, zu Recht. Ebenso wenig gibt er ihr gegenüber zu, das er sie noch immer liebt. Das bringt noch zusätzlich etwas Pepp in die Geschichte.

                    Der Film ist unterhaltsam und auch einige Lacher wert, aber leider etwas kurzweilig, er bleibt einem nicht im Gedächtnis. Von mir erhält er 80%.

                    Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.10.2010!

                    • 5 .5

                      Uff, ein Actionreisser um Sherlock Holmes im Pseudo historischem Gewand. Hier werden mehrere Doyle Romane vermengt und verwurstet. Erweitert um einige neue Zutaten.
                      Die Story ist hübsch zusammen gedrechselt, bleibt aber angesichts der dauernden Effekthascherei eher im Hintergrund. Hier explodiert, kämpft oder rennt dauernd irgendwer oder irgendwas.
                      Nur Holmes legendär wacher Geist hält alles zusammen.

                      Die Schauspieler machen einen guten Job, vor allem Rachel McAdams als Irene Adler bleibt im Gedächtnis, während ich bei Watson immer wieder überlegen musste ob er das nun wirklich ist oder einer der zahllosen Statisten.
                      Insgesamt nett, aber nicht mehr

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                      • 6 .5

                        Ehrenhafte Absicht, aber ein absolut überschaubares Resultat. Der gute Sherlock war rund 20 Jahre auf keiner Kinoleinwand zu sehen und nun wird er reaktiviert – und erschreckend modernisiert. Was dabei am Ende rauskommt hat von allem was, aber nichts konkretes oder Ganzes. Darstellerisch gibt’s dabei nix zu mäkeln – Robert Downey jr. hat sichtlich Spaß an der Rolle, ebenso Jude Law als kloppender Doktor – dafür bleibt Rachel McAdams ein recht bleicher „Die Frau“ part und Fiesling Mark Strong ist komplett langweilig und austauschbar. Inhaltlich ists ein einfach gestrickter Kriminalfall bei dem man aber recht schnell die Übersicht verliert und mitraten fällt vollends flach – erst gegen Ende hält Holmes eine lange Rede in der er alle Hinweise und Kniffe erläutert die oftmals mit Geschmack und Gerüchen zu tun haben. Und auch sonst findet der Streifen keine ausgewogene Balance: die zünftigen Verbalduelle die sich Holmes mit Watson liefert sind noch das Amüsanteste, läßt das Ermittlerpaar aber ebenso unseriös wie geradezu schwul erscheinen, dazu gibt’s stellenweise furchtbar übersteigerte Szenen und manche Parts die in Downeys nächstem Comicfilm Iron Man 2“ sicher besser aufgehoben wären – während das alles dann doch irgendwo an anderer Stelle einen ernsthaften Eindruck erwecken will. Hier hat man keine klare Linie gefunden und das führt dazu daß der Film trotz aufwendiger Technik in Ehren scheitert. Der Schluss ist ein geradezu plump ausgeführter Wink auf Episode 2 – ich bezweifle aber stark dass der Erstling ausreichend Erfolgreich ist um eine weitere Runde zu ermöglichen.

                        Fazit: Comichafte Action im Überfluß und manche schrägen Verbalduelle machen den Film unterhaltsam, aber gleichsam doof!

                        Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=73c-M_pI2_c

                        • 8

                          3. Sichtung:

                          Es bleibt bei 8,0. Tolle Kamera, gute Schnitte, klasse Slow Motions. Zwei wirklich sympathische Schauspieler und eine zufriedenstellenden Auflösung am Ende. Ein insgesamt sehr runder Film, den man sich immer wieder gerne anschaut.

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                          • 8
                            FA_14 08.05.2017, 16:13 Geändert 01.10.2017, 23:13

                            Robert Downey Jr. und Jude Law harmonieren hervorragend als Sherlock und Watson.

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                            • 7
                              RoboMaus 07.05.2017, 07:31 Geändert 07.05.2017, 08:12

                              Ein untypischer Guy Ritchie - zum Glück, denn mit Filmen wie 'Snatch' (2000) oder 'Revolver' (2005), gekennzeichnet durch seinen speziellen Humor, Dialoge/Off-Kommentare, rudimentäre Handlung und manchmal arthauslastigen Inszenierstil, kann ich nur wenig anfangen.

                              Seine Interpretation von 'Sherlock Holmes' überzeugt dagegen im ersten Drittel mit einer brillianten Charakterzeichnung des antagonistischen Paares Holmes & Watson, stark verkörpert von Robert Downey Jr und Jude Law. Holmes wird als genialer, exaltierter Kopf dargestellt, durch seine extreme Kombinationsgabe der Polizei und den Kriminellen weit überlegen, sogar beim Prügeln. Dadurch entsteht aber auch eine mangelnde soziale Komponente, was Holmes zum Verhängnis wird (sehr stark in der Szene mit Watsons Freundin, die Holmes auseinandernimmt: "aber sie insistiert...." XD).

                              Auch die Story um den Meister des Okkulten, der selbst für einen Sherlock Holmes eine Herausforderung ist, wird stark eingeführt. Doch im Verlauf zieht sich Ritchie inhaltlich zurück und fokussiert stattdessen auf die Beziehungen von Holmes zu den ihn umgebenden Charakteren (Watson, der Okkult-Bösewicht und eine Frau, die Holmes nahesteht). Das nimmt viel an Drive und Spannung aus dem Plot, der für den kargen Inhalt mit vollen zwei Stunden zu lang läuft und sich zudem mit zu vielen albernen Prügelszenen füllt.

                              Ritchie wäre besser beraten gewesen, die Handlung zu straffen und auf eine halbe Stunde Beziehungsbeleuchtung zu verzichten. Doch auch so bleibt ein interessanter, sehenswerter Film, der vor allem im ersten Drittel Laune macht.

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                              • 8

                                Die Einführung der neuen Marke Sherlock Holmes ist eine überraschend lässige, sehr vergnügliche und geradezu champagnerprickelnd schlagfertige Angelegenheit, mit einer wunderbaren Chemie zwischen dem von Jude Law verkörperten Watson und dem von Robert Downey Jr. gespielten Holmes. [Anke Sterneborg]

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                                • 6

                                  Ein 6-tägiger Städtetrip durch London mit BenAffenleck und Guy Ritchie
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                                  Tag 05 – >> SHERLOCK HOLMES <<

                                  Kombination, Deduktion und Zeitlupen-Explosion...
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                                  Irgendein Wahnsinniger sah in Guy Ritchie den Mann, der Arthur Conan Doyles Figur SHERLOCK HOLMES für die Kinoleinwand entstauben sollte. Sehr gewagt, denn damit traute man dem nicht mehr gerade erfolgsverwöhnten Ritchie ein fast dreistelliges Millionen Budget an. Sein moderner Inszenierungsstil in Verbindung mit dem viktorianischen London und einem wirklich tollen Set-Design kam beim Publikum hervorragend an und konnte an den Kinokassen zufriedenstellend absahnen. An trockenem Humor und dem Cast gibt es hier auch wirklich nichts zu meckern, außer das Mark Strong ein wenig verschenkt übers Set stolziert.

                                  Mich konnte er nach der Zweitsichtung leider immer noch nicht vorbehaltlos begeistern, obwohl er natürlich hervorragende Momente hat. Aufgewertet wird der sehr bescheidene Okkult-Krimi-Plot, der einiges an Längen aufzuweisen hat, durch das genial harmonierende Buddy-Gespann Robert Downey jr. / Jude Law. Ihren Figuren nimmt man ohne weiteres ab, dass sie schon so manchen Fall zusammen gelöst haben und es sich hier um eine feste Freundschaft handelt, die natürlich Gentleman-like nicht nach außen gezeigt werden darf. Das gerade auch die Figur des Watson nicht nur ein Stichwortgeber ist, und selbst in den Actionszenen bravourös seinen Mann steht, gefällt mir ausgesprochen gut.

                                  Ob man auf einen Nahkampf erprobten und Kampfstöcker schwingenden Holmes Bock hat, der seinen Frust auch mal gerne in einem Bareknuckle Fight abbaut, ist sicherlich eine Sache des individuellen Geschmacks. Die „Holmes-Visions“, wie er bei einem Gegner die Schwächen in einem Kampf analysiert, waren mal eine richtig geile Idee. Das optische Action-Highlight des Films ist natürlich das „Überleben im Explosionssturm“. Komplett in Zeitlupe und grandios getrickst, das hätte hervorragend ins Finale gepasst.

                                  Guy Ritchie hat hier jedenfalls einen ordentlichen Blockbuster abgeliefert, der optisch wirklich klasse daherkommt und über trockenen Humor verfügt. Warum diese Mischung bei mir nicht richtig zünden mag, verstehe ich auch nicht.

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                                  • 7

                                    Fazit: "Sherlock Holmes" ist eine mutige Neuinterpretation einer der bekanntesten Figuren der Romangeschichte. Dabei ist das Ganze deshalb mutig, weil man etwas actionlastiger wird, aber zu meiner Überraschung wurde das dennoch recht originalgetreu umgesetzt. Die Änderungen sind konventionell und machen das Mainstream-Produkt aus, aber man kann damit wirklich leben. Die Handlung empfand ich als nicht ganz so gut und auch der Unterhaltungswert besitzt leichte Schwächen. Dafür gibt es aber zwei tolle Hauptdarsteller zu sehen, die in ihre Rollen echt gut passen und auch die Figurenzeichnung hat mir gefallen. Die Inszenierung ist gelungen und die Atmosphäre erreicht zwar nicht immer den gewünschten Spaßfaktor, im Großen und Ganzen ist das aber trotzdem amüsant ausgefallen. Außerdem hat es mich gefreut, dass man es hier mit Action und Effekten nicht übertrieben hat. "Sherlock Holmes" ist alles andere als perfekt, aber er ist charmant und als etwas modernere Variante der Romanfigur ist das schon ziemlich gut gelungen!

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                                    • 0 .5

                                      mann oh mann der film hat uns schon nach nicht mal halber stunde aber soooowas von gelangweilt, unglaublich. da ist aber gar nix an action (war zwar nicht unbedingt erwartet worden aber trotzdem) oder gar spannung aufgekommen....

                                      • 5
                                        Nospheratu99 03.08.2016, 08:48 Geändert 03.08.2016, 08:51

                                        >>> Achtung! Enthält Spoiler!!! <<<
                                        Eine für mich etwas enttäuschende Neuverfilmung, mir persönlich wäre eine stärkere Anlehnung an den „klassischen“ Sherlock Holmes lieber gewesen. Grundsätzlich basiert die Figur schon irgendwie auf der Romanvorlage, jedoch fehlt hier einiges, was Sherlock Holmes ausmacht. Die auf Logik, Beobachtung und Wissenschaft fokussierte Romanfigur will irgendwie nicht so Recht zu dem hier gezeigten Detektiv passen. Zwar wurde die immer wieder hervorgehobene Exzentrizität ganz gut gezeigt, jedoch war die Romanfigur weit introvertierter, fast mit einem Hauch Asperger zu vernehmen. Der hier gezeigte Mensch war jedoch wesentlich offener und auch hilfesuchender. Dieses ständige Hineinziehen Watsons in die Ermittlungen, teilweise gegen dessen Willen, das passt eigentlich nicht zu dem eher einzelgängerischen, „echten“ Scherlock Holmes.
                                        Die Geschichte selber war leider auch relativ dünn, wenngleich die Beobachtungen und Schlüsse doch relativ pfiffig und intelligent daherkamen. Leider sorgte die für mich zu stark ausgeprägte Action besonders gegen Ende immer wieder für Ärger, verkam das Machwerk dadurch stellenweise zu einem reißerischen Herumgehaue. Das hätte in jeder Hinsicht besser zu James Bond gepasst, der Sherlock Holmes jedoch definitiv NICHT ist. Im Vergleich dazu relativ wenig Investigation. Dabei störte mich zB. der Boxkampf weniger, da auch in den Büchern immer wieder von körperlicher Ertüchtigung zu lesen ist, um für eben jene physischen Auseinandersetzungen gerüstet zu sein, die in diesem Streifen so genüsslich und über Gebühr zelebriert wurden (zB. hätte man die Sequenz in der Werft mit dem untergehenden Schiff meiner Ansicht nach ersatzlos streichen können).
                                        Das Werk lebt in erster Linie von den handelnden Personen, Inszenierung und Darstellung sind in Ordnung. Mit Guy Richies flatterhaften Inszenierungen bin ich nicht immer einverstanden, hier hielt es sich jedoch im erträglichen Rahmen, passte sogar recht gut. Die Atmosphäre jedenfalls gut getroffen, so stelle ich mir das frühere London vor. Robert Downey Jr. und Jude Law versprühten ihren kauzig-sympathischen Charme, das passte soweit. Aber auch alle anderen passabel, großartige Schwächen wären mir jedenfalls keine aufgefallen.
                                        Fazit: Mit etwas mehr Authentizität, einem raffinierteren Verbrecher, mehr Investigation und weniger reißerischem Draufgehaue hätte es eine passable Verfilmung in neuen Gewand werden können. So blieb das Dargebotene lediglich bessere Dutzendware, die sich an den ursprünglichen Plots und Charakteren gerade mal anlehnt. Seichte und leichte Vorabendunterhaltung eben, die keinem weh tut und für nicht gerade eingefleischte Sherlock-Holmes-Fans durchaus kurzweilig sein kann. Diese werden mit dem Gebotenen wohl weniger glücklich sein. Für mehrere Sichtungen kaum geeignet, wenn man die zugegebenermaßen überraschenden Erkenntnisse mal kennt, dann bleibt von der dünnen Handlung kaum etwas übrig.

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                                        • 7 .5

                                          Guy Ritchies Sherlock Holmes ist über weite Strecken eine überraschend originalgetreue Umsetzung der klassischen Romanfigur von Arthur Conan Doyle. Robert Downey Jr. und Jude Law bilden ein sympathisches Leinwand-Duo, deren gegenseitige Neckereien einen großen Spaß machen, das rekreierte, viktorianische London sieht (abgesehen von einigen CGI-Panoramen) wirklich gut aus und Guy Ritchies Look mit Zeitraffer und nonlinearer Narrative mag ich sowieso seit Snatch. Dazu kommt mit Mark Strong ein Schurke, der imposant ist, aber dessen Plan leider etwas allzu gewöhnlich ist. Das ist auch das große Problem des Filmes: Die Handlung ist deutlich trivialer, als es der Film selbst von sich denkt. Am Ende wird alles in typischer Sherlock-Manier als große Enthüllung dargelegt, nur ist das was enthüllt wird leider nicht so interessant. Dass dann auch noch nonchalant eine Fortsetzung angedeutet wird, kommt dann zusätzlich ein wenig arg selbstsicher rüber.
                                          Aber dennoch kann ich dem Film nicht böse sein, schließlich ist er kurzweilig, unterhaltsam, hat großartige Musik (sowohl die Musik von Hans Zimmer, als auch der gelegentliche Irish Folk) und wenn man nicht zu sehr über die Handlung nachdenkt (die sich selbstredend auch nicht um geographische Zusammenhänge schert), dann kann man durchaus seinen Spaß haben. Und wenn man mal ehrlich ist: Die Doyle-Geschichten sind auch eher Unterhaltungsliteratur, als tiefgründige Meisterwerke. Ich finde Guy Ritchie hat einen wirklich guten modernen Holmes-Film geschaffen, dessen erste Hälfte großartig ist, welcher aber in der zweiten Hälfte den Fehler macht, sich zu sehr zu einem Standard-Blockbuster zu entwickeln und eine eher maue Auflösung bietet.

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                                          • 7

                                            Watson gefällt besser als Holmes, RDJ ist zu hübsch und die fast asexuelle Einstellung Holmes aufzugeben ist mMn ein Fehler der auch etwas auf Kosten von Watson geht, er ist schließlich in den Büchern der gutaussehende Womanizer.

                                            Watson dafür nicht als Idioten dargestellt und etwas mehr eigenen Willen gegeben, tw aber zu ablehnend gegenüber dem von ihm eigentlich vergötterten Holmes.

                                            Die Action war noch im Rahmen, schließlich ist Holmes anders als zB Poirot jemand der sich auch manchmal gerne schlägt, hätte aber etwas weniger sein können.

                                            • 7

                                              Technisch einwandfreie Wiederbelebung eines großen Kriminalisten und seinem Partner sie werden mit krawumm in die CGI Welt eingeführt.

                                              Holmes & Watson sind ein harmonisches Duo das mit Wortwitz und sich Necken überzeugt. Für meinen Geschmack ist das ganze ab und an zu geschwätzig geraten.

                                              Auch der Rest der Cast ist sehr Homogen und stimmig.

                                              Die Story ist spannend und fesselnd, es fehlt aber die Klasse und die nachhaltigkeit dabei, es ist einfach so dermaßen modernisiert worden, das von alten Charme nix mehr übrigblieb.

                                              Optisch setzt der Film dank CGI Wahnsinn sicherlich neue Maßstäbe was Sherlock Holmes Filme anbetrifft, nur ist Optik in der heutigen Zeit nicht alles im Film, trotzdem ist der neue Holmes auf seine Art ok, hat mich aber sicherlich nicht komplett überzeugt.

                                              Popcorn Kino sich ganz anpassend an dem üblichen gebaren der heutigen Filmzeit!

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                                              • 8

                                                Sehr guter Film, aber seit ich die Serie Sherlock mit Cumberbatch gesehen habe kann ich den Film leider nicht mehr so oft anschauen.
                                                Cumberbatch stiehlt downey jr. dabei jedoch nicht die Show, sondern spielt Sherlock auf eine andere ,Sehr authentische weise.

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                                                • 8 .5

                                                  Viele Sachen sind mir äußerst positiv aufgefallen (dafür gebe ich gerne stolze 8,5 Punkte):

                                                  1.) Das hat mich sehr überrascht, als ich den Abspan gesehen habe. Die Musik ist von Hans Zimmer. Normalerweise höre ich das recht schnell raus, weil er ja meistens die Filmmusik ähnlich arrangiert. Davon war diesmal nichts zu merken. Ein toller Soundtrack - nicht wahnsinnig abwechslungsreich, aber der Zeit, in der das hier spielt, vollkommen angemessen und passend.

                                                  2.) Tolles Produktionsdesign. Jedes Bildchen sieht wahnsinnig toll aus. Dieses düstere, industriell geprägte London des 19. Jahrhunderts, wo Elend und dekadenter Reichtum tagtäglich auf den Straßen aufeinandertreffen. Tolle Leistung.

                                                  3.) Robert Downey Jr. gibt einen großartigen Sherlock Holmes ab und hat mit Jude Law eine ebenso großartigen Dr. Watson an seiner Seite. Total sympathische Typen.

                                                  Damit hab ich genug Vorfreude aufgebaut, um mir ganz bald den zweiten Teil anzuschauen.

                                                  • 8

                                                    spannender krimi mit kaputtem holmes in einem verrottetem london.... top.

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