Spieltrieb - Kritik

Spieltrieb

DE · 2013 · Laufzeit 101 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
  • 6
    Johannes Jarchow 15.02.2018, 20:45 Geändert 15.02.2018, 20:46

    An die Vorlage wird eine Juli-Zeh-Verfilmung niemals kommen. Dazu sind die Romane viel zu dicht. Aber mannomann, was hat der Brückner für einen Knackarsch.

    QUEERfaktor: 1 (Mini-Lesbenszene)
    BUNNYfucktor: 8

    • 7 .5

      Was mich hierbei am meisten wundert ist das der Film ab 12 freigegeben ist … echt? Es gibt zwar einen gewissen Dramaanteil, aber letztlich ist dies doch vor allem ein ziemlich heftiger Psychothriller, enthält auch ein paar drastische Sex-Szenen und ist (wohl insbesondere für Pädagogen) ganz schön übel. Mir wäre als Lehrer jedenfalls nicht sonderlich wohl wenn ich einen Film schaue in dem ein eigentlich gutmütiger Lehrer mit ein paar Problemen von zwei bösartigen Teenies in einen unfassbaren Strudel gezogen wird. Es geht nicht vorrangig um Sex dabei, mehr um Macht und Manipulation, aber der Film zeigt ein grauenhaftes Szenario wo sowas beginnt und wo es hinführen kann. Spektakuläre Effekte ect. Hats dabei nicht, wohl aber eben ein ungemütliches Flair und ein richtung schauerlich gehendes Ende. Hochklassiges Spannungskino mit Hintersinn wie man es aus Deutschland nicht allzu oft zu schauen bekommt.

      Fazit: Hintergründig und abgrundtief gemein: fieser Thrill vom deutschen Schulhof!

      • 8

        überraschend gut...darstellerin und story waren echt unterhaltsam

        • 3 .5

          Diese Ada sieht aus wie meine alte Englisch-Lehrerin, dass irritiert mich. Schwacher Film.

          • ?

            Dieses Buch (Danke, Juli Zeh!) lass ich mir nicht kaputt machen!

            • 0
              Witali Lorenz 20.04.2015, 12:09 Geändert 28.12.2015, 15:08

              Ein absoluter Schrott. Eine an den Haaren hereibgezogene Geschichte ohne jeglichen Sinn. Die Schauspielleistung war von allen grotten schlecht. Alles künstlich ohne jegliches Gefühl mit hirnlosen Dialogen. Ich muss eigentlich Schmerzensgeld verlangen.

              • 0 .5

                Das Einzige was wirklich gut an dem Film ist, ist der Soundtrack und der Part von Richy Müller. Den Rest kann man doch gekonnt in die Tonne treten. Schon nach den ersten 10 Minuten war ich nur noch am Daueraugenrollen und ich fragte mich die ganze Zeit, wie ein so kluges Mädchen in der Beziehung so dumm sein kann. Ich kann mir das nicht vorstellen, dass man für einen einzigen Menschen, der wohlbemerkt sehr penetrant ist, all seine Prinzipien über den Haufen schmeißt. Ich bin mir ja bewusst, was der Film sagen will, wie Menschen zerbrechen und zerfallen können, selbst wenn diese enorm klug sein sollen.
                Dennoch kaufe ich die ganze Geschichte nicht wirklich ab. Hinzu kommt noch, dass die Inszenierung enorm ermüdend und schleppend ist. Der Lehrer guckt meistens immer nur doof in der Gegend herum, dann starrt er mal die Ada an und anschließend wird wieder geschwiegen. Entweder wird geschwiegen oder es wird nur Müll von sich gegeben.
                Alles in allem nerven und langweilen die Protagonisten ihren Zuschauer zu Tode. Was mir auch noch unbegreiflich ist, ist wie "Minderjährige" in einer Bar in der gestrippt wird abhängen können.

                So, das war das was ich dazu dachte. Für eine konstruktive Kritik zu diesem Schrott ist mir echt meine Zeit zu schade! Immerhin habe ich ja schon 101 Minuten mit dem Film verschwendet.

                7
                • 2
                  RoosterCogburn 10.01.2015, 00:53 Geändert 10.01.2015, 00:55

                  Pubertäre Romanze, die unnatürlich und gekünstelt wirkt.
                  Ärgerliches Machwerk!

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                  • 5

                    Typisch Deutsch: solide aber weichgespült.

                    Der absichtliche Sprachfehler um süß zu wirken war unerträglich. -.-

                    • 5 .5

                      Es ist schade, denn eigentlich hätte man aus dem Film etwas machen können. Die intellektuell-philosophisch anmutenden Sentenzen wirken leider nicht, zumal die Schauspielleistung äußerst mittelmäßig bewertet werden muss. Der Hauptkritikpunkt ist aber wohl die für diese Thematik benötigte Leichtigkeit, welche leider nicht vorhanden ist. Dennoch muss man anmerken, dass der Film auch positive Seiten aufweist: So sind die Ausführungen über das spielerische Verlangen und die daraus resultierende Erpressung in der Handlung des Filmes durchaus interessant, auch wenn man sie mehr in Szene hätte setzen können. Gegen Ende legt sich auch die "Hölzernheit" der Schauspieler, weshalb die Thematik - zumindest von mir - besser angenommen werden kann. - Im Ergebnis bleibt "Spieltrieb" allerdings ein deutscher "Versuch", an dänische, französische oder schwedische Film-Meisterwerke dieses Film-Genres und dieser Thematiken anzuknüpfen, was jedoch nur geringfügig gelingt.

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                      • 7

                        Ada (Michelle Barthel) ist jung und so richtig schlau. Auf ihrer Schule ist die Hochbegabte allerdings eine ziemliche Außenseiterin. Erst als sie auf den charismatischen, aber nahezu diabolisch scheinenden Alev (Jannik Schümann) trifft, mag sie nicht länger Einzelgängerin sein. Ada fühlt sich sofort körperlich stark zu ihm hingezogen, doch er ist der felsenfesten Überzeugung, keine Beziehung eingehen zu können. Nach einiger Zeit kommen sich Alev und Ada trotz allem näher und er erklärt ihr seine Theorie vom Spieltrieb, wonach alle menschlichen Handlungen als Spielhandlungen anzusehen sind. Sein Ziel ist es, die Steuerung von Menschen zu übernehmen und ihre Handlungen nach seinem Willen manipulieren zu können. Bald kommt dem Jungen eine Idee für ein hinterhältiges Spiel, das alles zu verändern droht und völlig aus dem Ruder gerät.

                        Es gibt immer wieder kleinere deutsche Filme abseits des Mainstreams, die das gewisse Extra haben. So auch Spieltrieb, auch wenn die Story ein wenig aufgesetzt daherkommt, zeigt der Film wie ein perfides Spiel zweier junger Menschen in der Fast-Katastrophe endet. Hier zählt kein Unrechtsbewußtsein und keine Grenze hier regiert Erpressung und Hörigkeit. Die zwei Jungschauspieler spielen Ihre perfiden Rollen beängstigend realistisch. Michelle Barthel spielt die Außenseiterin Ada in einer starken Zerbrechlichkeit und im Gegensatz steht Jannik Schümann als Alev, der ohne Gewissen und ohne Kompromisse Lehrer Smutek in eine perfide Affäre verstrickt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Dafür gebe ich 7/10!

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                        • 4 .5

                          das buch ist klasse, der film nunja: aufgesetzte dialoge, eine unpassende hauptdarstellerin mit einer unerträglichen stimme und herr smutek wirkt wie ein vollidiot. schade.

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                          • 5

                            Wenig Spiel und kalkulierter Trieb.

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                            • Spieltrieb war ein wirklich tolles Buch. Bin gespannt, was man daraus gemacht hat.

                              • 5 .5

                                Zu leichtsinnig verpielt "Spieltrieb" die substantielle Aussage des Stoffes, welche heißt "Das Leben ist kein Spiel"
                                "Philosophie oder Pseudophilosophie?", dass scheint mir hier die Frage. Und obwohl bei der Beantwortung dieser Frage, die Geschichte auch auf das richtige hinaus läuft, Stimmt etwas an der Charakterzeichnung und den Schwerpunkten welche die Erzählweise setzt, meiner Meinung nach überhaupt nicht.
                                Die Filmemacher verpassen die Chance die Charaktere wirklich nachvollziehbar glaubwürdig zu zeichnen und die der Problematik angemessenen nötigen Tiefe zu verleihen. An der schauspielerischen Darstellung der Protagonisten liegt es grundsätzlich nicht, diese ist ansehnlich. Bei allen 3 Hauptcharakteren vermisse ich hingegen entscheidende Schlüsselmomente der Entscheidung und/oder der Abwägung, die mir wie ausgeblendet erscheinen, aber wichtig wären um die Personen und _Handlungen als ganzheitlichen Prozess zu begreifen. Dadurch verschwimmen dann die gewichtigen philosophischen Happen, mit denen der Film gleich einem seiner tragenden Charktere "Alev" leider nur zu spielen scheint, und vergisst diese ganz und gar ernst zu nehmen. So bleiben letzendlich nur philosophische Häppchen übrig, die in dieser Form bei mir eher Bauchschmerzen hinterlassen und sich schlechter verdauen lassen als man erwarten sollte.
                                Fatal ist vor allen Dinge, dass das Ende dabei fast schon hinten herunter fallen zu droht, obwohl gerade in der Bewertung der abwegig überheblich naiven Handlungschlüssen "Alev's" der eigentliche Schwerpunkt der Geschichte liegt. So wirkt das Ganze wie ein tendenziöses Geflecht welches mehr Sympathien für die Pseudophilosphien des Oberspakos "Alev" zu erzeugen vermag, als ganz klar falsche von berechtigten Philosophien bekannter "Denker", denen er sich unreflektierter bedient, voneinander deutlich abzugrenzen. Da helfen auch die starken Szenenbilder nicht allzuviel. Einige verpasste Chancen also!!!

                                (Die Macher hätten gut daran getan, sich mehr an der durchgängigen Konsequenz des großen Bruder von "Spieltrieb", dem Film "Mord nach Plan" zu orientieren.)

                                P.S.: Mich würde interessieren ob in der Romanvorlage auch ständig geraucht wird, oder ob da kräftig massenpsychologisch bescheuerte Imagerzeugung seine Finger im Spiel hatte.

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                                • 7

                                  „Nur wer das Nichts in sich entdeckt und die Werte aus sich selbst schöpft ist wirklich frei und ein Spieler.“

                                  Merkt man „Spieltrieb” auch ohne Kenntnis des Buches zu jedem Zeitpunkt an, nur an der Oberfläche der vielschichtigen, moralisch intensiven und philosophischen Geschichte Juli Zehs zu kratzen, ohne die Tiefe dieser zu erkunden, gelingt es Gregor Schnitzler nichtsdestotrotz eine atmosphärische und durchaus fesselnde Umsetzung zu schaffen.

                                  In kühlen, aber provozierend-direkten, mutigen, Bildern und gezielt von einem stimmigen Soundtrack unterlegt wird eine intensive Geschichte rund um Macht, Liebe und die philosophischen Überlegungen zur Bedeutung der Moral erzählt. Getragen von den starken Jungdarstellern Jannik Schümann als Alev und vor allem der beeindruckenden Michelle Barthel sowie einer Ansammlung von Tatort-Kommissaren in den Nebenrollen ist „Spieltrieb“ schauspielerisch gut besetzt und lässt so auch darüber hinweg sehen, dass die Charaktere doch gerade zu Beginn arg plakativ eingeführt werden und so nicht die Tiefe erreichen können, die man ihnen zusprechen möchte.

                                  „Spieltrieb“ vermag zu unterhalten und bekommt so auch bzw. gerade in den Momenten, in denen die Dialoge arg ins Philosophische wandern die richtige Atmosphäre zu greifen. Vielleicht nicht wirklich realitätsnah und nicht ohne Schwächen, aber letztendlich doch eine starke, intensive Geschichte, obgleich deren Potential nur ansatzweise erfasst wird.

                                  „Spielst du mit mir oder gegen mich?“

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                                  • 6

                                    Gregor Schnitzlers Verfilmung von Juli Zehs gleichnamigen Roman geht alles Spielerische ab. Mühsam werden philosophische Sentenzen deklamiert, die Charaktere sind weder als reale Menschen noch als autonome Kunstfiguren überzeugend.

                                    • 4 .5

                                      Dass die Protagonisten noch im Teenager-Alter sein sollen, ist zu keiner Zeit glaubwürdig. Obwohl sich so junge Menschen ja gerne als Erwachsene ausgeben, geht die Geschichte hier deutlich zu weit.

                                      • 6 .5

                                        Spieltrieb ist eine Mischung aus intellektuell-abstrakter Geschichte und Teeniefilm. Ein nicht ganz runder, aber doch unterhaltsamer Film.

                                        • 6

                                          Schnitzlers Bildsprache ist betont kühl und kontrolliert, mit einer prägnanten Tonspur und handwerklich perfekten Wechseln der Erzählgeschwindigkeit, um die Düsterkeit des Films und die Verwirrung seiner Figuren zu unterstützen. Nicht immer geht das gut.

                                          • 4 .5

                                            Die Verfilmung von Spieltrieb lässt das philosophische Fundament weg und beschränkt sich auf den Psychothriller zwischen Lolita, Lehrer und Luzifers Musterschüler. [...] Was dem Roman an Substanz weggeschlagen wurde, überdeckt Regisseur Gregor Schnitzler mit Trancezuständen.

                                            • 6

                                              Auch wenn ein etwas kapriziöser Film herausgekommen ist, lassen sich in dieser Geschichte um Machtspiele und obsessives Philosophieren zwei exzellente Schauspieler entdecken: Jannik Schümann und Michelle Barthel machen ihre Sache sehr gut.

                                              • 6

                                                Bei Spieltrieb wurde die Buchvorlage im Film leider nicht auf die klügste Art gekürzt. [...] Denn die komplexe Gedankenwelt Juli Zehs wird reduziert aufs nackte Handlungsgerüst, wichtige Figuren werden dabei ihrer Motive beraubt.

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                                                  Heute in der Sneak gesehen. Hab das das Buch nicht gelesen und hatte das Gefühl, es geht um zwei mehr oder weniger verwöhnte und jetzt schon vom Leben gelangweilte Gymnasiasten, die sich einen Spaß daraus machen andere Menschen zu manipulieren.

                                                  Stammfunktion:
                                                  "So haben Alev und Ada keinen Biss und ihnen fehlt dieser Scharfsinn, diese geistige Härte und Kälte, diese geistige Einsamkeit und der Nihilismus, den Ada ausstrahlt, von dem unglaublichen Charisma von Alev ganz zu schweigen."

                                                  Da gebe ich Stammfunktion völlig recht!
                                                  Außerdem nervten mich Anglizismen!

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                                                    Spieltrieb ist ein intelligenter Film, der sich mit der Frage beschäftigt, wie man unanständige Taten moralisch rechtfertigen kann [...] und eine Coming-of-Age-Geschichte mit richtig viel Biss.