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Ein Hamburger Original

5 nackte Fakten über... Jürgen Vogel

14.05.2014 - 08:50 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Stereo
© Wild Bunch
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Jürgen Vogel gehört zur ersten Riege der deutschen Schauspielzunft und ist auch abseits der Leinwand eine interessante Persönlichkeit. Wir haben fünf Fakten zusammengetragen, die ein aufschlussreiches Bild des Tausendsassas zeichnen.

Jürgen Vogel hat der deutschen TV- und Filmlandschaft zweifelsohne seinen Stempel aufgedrückt und fühlt sich in beiden Medien gleichermaßen wohl. Das ellenlange Portfolio des Schauspielers weist viele bekannte Namen auf. In den letzten dreißig Jahren arbeitete er unter anderem mit den Regisseuren Sönke Wortmann, Til Schweiger, Doris Dörrie, Oskar Roehler und Matthias Glasner zusammen. Zu Beginn seiner Karriere war insbesondere Taxi Driver eine Quelle der Inspiration. Im Hinblick darauf schloss sich im Jahr 2006 ein Kreis: Jürgen Vogel gewann für die Darstellung eines Vergewaltigers in Der freie Wille nicht nur einen silbernen Bären, sondern wurde auch von der Jury des Tribeca Film Festival, welches Robert De Niro einst gründete, für die herausragende Leistung geehrt. Seine körperliche Präsenz und Physiognomie verhalfen ihm des Öfteren zu Engagements, bei denen er zwielichtige Rollen spielt und die im kriminellen Milieu beheimatet sind. Im Gegensatz dazu stellte er aber auch in Komödien seine Vielseitigekeit zur Schau. Ab Donnerstag können wir ihn an der Seite von Moritz Bleibtreu in Stereo auf der großen Leinwand sehen.

1. nackter Fakt: Jürgen Vogel ist ein Autodidakt mit 100 Gesichtern
Jürgen Vogel ergatterte, nachdem er als Kind für den Otto-Katalog gemodelt hatte, in München einen begehrten Platz in einer Schauspielschule und verließ diese nach nur einem Tag. Der Freigeist zweifelte an den Unterrichtsmethoden und an der Kompetenz seiner Lehrer. In einem Interview sagte er dazu:“Ich finde die Ausbildung für einen Filmschauspieler in Deutschland sehr schlecht, weil dort nicht das gelehrt wird, was für einen guten Film notwendig ist.” Wenn er eine Rolle spielt, leiht er der hervorgebrachten Figur immer einen gewissen Aspekt seiner Persönlichkeit: “Ich habe ja niemand anders, ich kann ja nur ich sein. Das ist auch der Unterschied zum klassischen Schauspiel: Ich glaube halt nicht, dass du jemand anders sein kannst. Ich habe auch nicht das Bedürfnis, zu zeigen, wie toll ich jemand anderes sein kann. Es schränkt mich zwar total ein, aber ich bin nur an mir selbst interessiert. Ich bin ein Selbstdarsteller mit 100 Gesichtern.” Jürgen Vogel sollte die Entscheidung nicht bereuen und ging unbeirrt seinen Weg. Er zog 1985 nach Berlin und begann dort im gleichen Jahr seine Karriere in einer TV-Serie.

2. nackter Fakt: Jürgen Vogel ist mehr Sein als Schein
Jürgen Vogel bewegt sich als Schauspieler in einer oberflächlichen Welt. Er ist zwar Teil davon, doch den in der Branche weit verbreiteten Selbstoptimierungswahn hinsichtlich der äußeren Erscheinung kann er nicht nachvollziehen. Er steht zu seinen markanten Zahnlücken, obwohl er sicherlich die finanziellen Möglichkeiten hätte, diese in ein strahlend weißes Lächeln verwandeln zu lassen. Dass er seinem Markenzeichen humorvoll begegnet, zeigte er in Keinohrhasen. Mit unnatürlich wirkenden Beißern, einem gelifteten Hinterteil, gebräunter Haut und voller Haarpracht parodierte er sein fiktives Selbst und gab so gleichzeitg seinen Kommentar zum Schönheitsideal vieler Kollegen ab. Er betont, dass der dentale Steinbruch in seinem Mund nicht von einem Faustkampf herrührt. Dass er eine körperliche Auseinandersetzung nicht scheut, bewies er bei den Dreharbeiten zu Stereo: Nachdem ihn Rainer Bock vor laufender Kamera mit dem Ellbogen für kurze Zeit ausgeknockt hatte, revanchierte sich der Jiu-Jitsu-erprobte Jürgen Vogel und schlug sein Gegenüber ebenfalls K.O.

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