Alien-Streit über 2 verschiedene Fortsetzungen der Sci-Fi-Reihe beendet: Es gibt einen überraschenden Gewinner

09.07.2021 - 09:00 UhrVor 4 Monaten aktualisiert
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© 20th Century Studios
Alien
Die Alien-Reihe hat eine spannende Reise hinter sich. In zwei verschiedene Richtungen hätte sich der Sci-Fi-Horror entwickeln können. Doch dann ist alles ganz anders gekommen.

Mit Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt hat Ridley Scott nicht nur einen der besten Science-Fiction-Filme geschaffen, sondern ebenfalls den Grundstein für ein Franchise gelegt, das bis heute beständig erweitert wird. Die Alien-Reihe ist fest in der Popkultur verankert. Der Ausbau hat sich in den vergangenen Jahren trotzdem als unerwartet knifflige Angelegenheit erwiesen.

Als Ridley Scott Ende der 2000er Jahre zu seiner Schöpfung zurückkehrte und mit der Arbeit an Prometheus - Dunkle Zeichen begann, sah die Zukunft des Franchise zuerst sehr vielversprechend aus: Kein Reboot, kein Remake, sondern ein Prequel, das die Vorgeschichte des allerersten Alien-Films erzählt. Oder mit anderen Worten: Ein Film, der das Tor ins Alien-Universum noch weiter öffnete.

Sci-Fi-Horror: Zwei Visionen kollidierten in der Alien-Reihe

Schlussendlich stieß Ridley Scott mit seiner eigenwilligen Vision der Vorgeschichte nicht überall auf Gegenliebe. Obwohl Prometheus erfolgreich war, spaltete er die Fans. Scott verlagerte den Fokus vom Überlebenskampf auf den Schöpfungsmythos und rückte anstelle der tödlichen Bestie eine künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt, nämlich den von Michael Fassbender verkörperten Androiden David.

Hier könnt ihr den Trailer zu Alien: Covenant schauen:

Alien: Covenant - Trailer (Deutsch) HD
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In den Jahren danach war zu beobachten, wie sich das Franchise mehr und mehr in zwei Hälften spaltete. Auf der einen Seite entwickelte Scott mit Alien: Covenant eine Fortsetzung zu Prometheus, die ebenso vor den Ereignissen des Originals angesiedelt war. Auf der anderen Seite arbeitete District 9-Regisseur Neill Blomkamp an einem Nachfolger der ersten zwei Alien-Filme mit Sigourney Weaver als Ellen Ripley.

In einer Zeit, in der jedes Studio nach dem Vorbild von Marvel und Disney sein eigenes Cinematic Universe aufbauen wollte, wirkten beide Pläne plausibel. Dennoch entbrannte ein interner Konkurrenzkampf, den Scott als Schöpfer der Alien-Reihe für sich entschied. Der von Prometheus angefangene Handlungsstrang erhielt die Franchise-Hoheit. Covenant wurde umgesetzt, Blomkamps Projekt eingestellt.

Voraussichtlich wird allerdings auch Scotts Geschichte nicht fortgeführt, da Covenant an den Kinokassen enttäuschte. Bei einem Budget von 100 Millionen Dollar passierte der Film Weltweit gerade einmal die 250-Millionen-Dollar-Grenze und schnitt damit 150 Millionen Dollar schlechter als der Vorgänger ab. Ein solches Einspielergebnis reicht heutzutage nicht aus, um ein ganzes Franchise zu tragen.

Alien geht nicht im Kino, sondern im Fernsehen weiter

Die Zukunft der Alien-Reihe im Kino ist damit so ungewiss wie nie. Blomkamps Film werden wir mit großer Sicherheit niemals sehen. Alle von Scott getroffenen Vorbereitungen in Prometheus und Covenant scheinen sich im Nichts zu verlaufen, was schade ist, denn seine Ideen waren durchaus spannend. Stattdessen kehrt die Alien-Reihe als Nächstes in Form einer Serie auf Disney+ aus dem Kälteschlaf zurück.

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Noah Hawley wird die Alien-Serie für den US-Sender FX umsetzen und sich an den Ort wagen, von dem wir im Alien-Universum bisher kaum etwas zu Gesicht bekommen haben: die Erde. Mit Fargo und Legion demonstrierte Hawley bereits eindrucksvoll, dass er es versteht, ungewohnte Einstiege in vertraute Geschichten zu finden. Seine Herangehensweise bei Alien erklärte er vor einigen Monaten wie folgt:

Wie bei Legion war meine Überlegung: Lasst uns das Superhelden-Zeug aus der Serie nehmen und herausfinden, ob es dann immer noch eine großartige Serie ist. [...] Wenn wir also das Alien aus der Serie nehmen - worum geht es dann? Was sind die Themen, wer sind die Figuren und was ist das menschliche Drama? Dann bringen wir die Aliens wieder zurück und erkennen: 'Das ist großartig. Nicht nur gibt es menschliches Drama, sondern auch Aliens!'

Die Dreharbeiten zur Alien-Serie starten im Frühling 2022. Im Interview mit Vanity Fair  bestätigte Hawley zudem, dass seine Geschichte nichts mit Ellen Ripley zu tun hat. Stattdessen folgen wir einer Gruppe von Menschen, die auf der Erde um ihr Überleben kämpfen. Dabei erweist sich nicht nur das Alien als Bösewicht, sondern auch der Kapitalismus. Hawley schließt damit nahtlos an die Motive des Originals an.

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