Darum spielt Venom nicht im MCU bei Spider-Man & Co.

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In den Marvel-Comics gehört Venom zum Umfeld von Spider-Man. 1988 war er erstmals in seiner jetzigen Form dabei, und zwar in der Jubiläumsausgabe The Amazing Spider-Man Nr. 300. Im Kino ist Spider-Man wiederum seit seinem Auftritt in The First Avenger: Civil War von 2016 Mitglied des Marvel Cinematic Universe (MCU), in dem sich die Avengers tummeln. Doch während auch die Spider-Man-Solofilme Homecoming und Far From Home im MCU spielen und mit Gästen wie Tony Stark aufwarten können, ist dies bei Venom mit Tom Hardy nicht der Fall, zumindest nicht offiziell. Trotz der Tatsache, dass Venom in den Comics eng mit Spider-Man verbunden ist, werden in seinem Solofilm weder Spider-Man-Charaktere auftreten noch andere Figuren des MCU. Der Grund liegt in der Rechtesituation der Spider-Man-Filme.

Darum ist Venom im Kino nicht mit Spider-Man und dem MCU verbunden

Bis einschließlich The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro von 2014 spielten Sonys Spider-Man-Filme in ihrem eigenen Universum, da das Studio im Jahre 1999 von Marvel zwar die Film-Rechte an den Spider-Man-Charakteren erworben hatte, nicht jedoch an den Avengers. Nachdem Andrew Garfields zweiter Auftritt als Spinnenmann hinter den Erwartungen zurückblieb, schloss sich Sony allerdings für eine gewisse Zeit mit den Marvel Studios zusammen. Für zunächst fünf Filme ist Tom Hollands Spider-Man dadurch Teil des MCU, und die Marvel Studios geben auch bei seinen Solo-Abenteuern den Ton an, wie z. B. Collider zusammenfasst. Sony hingegen bezahlt die Spider-Man-Solofilme und streicht die Einnahmen ein. Für Filme mit Spin-off-Charakteren von Spider-Man gilt diese Vereinbarung nicht, diese entstehen ganz unter der kreativen Kontrolle von Sony, dafür aber ohne MCU-Figuren. Zumindest momentan. Für Verwirrung im Hinblick auf die Verbindung von Venom und dem MCU sorgten dabei (bewusst?) unklare Aussagen von Spider-Man-Produzentin Amy Pascal.

Das könnte die Zukunft für Venom und das MCU bereithalten

Im Juni 2017 sagte Amy Pascal in einem Interview, sowohl Venom als auch weitere Spider-Man-Spin-offs würden "in der Welt spielen, die wir für Peter Parker jetzt erschaffen" und mit seinen Filmen verbunden sein. Einige Tage später verkündete Marvel Studios-Chef Kevin Feige allerdings, Spider-Man werde nicht in Venom auftreten. Im Januar 2018 gab es wiederum Gerüchte, Tom Holland hätte Szenen am Set von Venom gedreht und würde als Peter Parker auftreten. Entweder erwartet Marvel-Fans beim Venom-Schauen also eine große Überraschung, oder das Spinnen-Gerücht erweist sich als Ente. Interessant ist allerdings, dass Sony auf eine Altersfreigabe von PG-13 statt R für Venom hingearbeitet hat, die der Film letztendlich auch erhielt. Dies deutet schon darauf hin, dass früher oder später eine Verbindung mit Spider-Man und dem MCU geplant sein könnte, denn bisher gibt es keinen MCU-Film mit einem R-Rating. Wie Screen Rant die Situation beschreibt, wird es in Venom also keine MCU-Verbindungen geben, aber auch nichts, was verhindern würde, dass er rückwirkend ins MCU eingemeindet wird. Alles weitere, was ihr über Venom wissen müsst, findet ihr ebenfalls bei uns.

Was haltet ihr davon, dass das Spider-Man-Spin-off Venom wohl ohne Verbindung zu Spider-Man auskommen muss?

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