Das Gesetz der Ehre kennt Gavin O'Connor genau

Das Gesetz der Ehre
© Warner Bros. Pictures
Das Gesetz der Ehre

Regisseur und Drehbuchautor Gavin O’Connor und sein Zwillingsbruder Gregory O’Connor, der Produzent des Films Das Gesetz der Ehre, sind die Söhne eines New Yorker Cops. Sie wissen sehr genau, was Familienbande – persönlich und dienstlich – für Polizisten bedeuten. Beim Konzept zu Das Gesetz der Ehre ging es Gavin O’Connor darum, “eine Geschichte über die New Yorker Polizei zu erzählen und diese ganz eigene Welt auszuloten, in der die Cops leben. Gleichzeitig ging es mir um die Familiengeschichte. Als Sohn eines Polizisten, der sich seinen Kameraden tief verbunden fühlte, wusste ich genau, welchem inneren Konflikt mein Vater ausgesetzt war. Man musste sich für eine Seite entscheiden – einen Mittelweg gab es nicht.”

Und sein Zwillingsbruder Gregory O’Connor fügt hinzu: "Einerseits wollten wir immer an dieser Welt teilhaben, wahrscheinlich weil so viele Polizistensöhne selbst Polizisten werden, was wir eben nicht geworden sind. Doch wir sind in diesem Milieu aufgewachsen, es ist ein Teil von uns – vielleicht war dies also unsere Alternative, um wenigstens zeitweilig in diese Welt einzutauchen. … Es gibt viele Beispiele dafür, welch schreckliche Dinge aufrechte Leute im Namen einer Institution tun. Die Institution an sich ist nichts Schlechtes, aber weil ihre Mitglieder ihre eigene Existenz schützen wollen, geraten sie in Situationen, in denen sie schlimme Dinge tun, selbst wenn sie durchaus ehrenwerte Gründe dafür haben.“

Filmemacher Gavin O’Connor legt Wert auf die Feststellung, dass unabhängig von den Figuren und dem Milieu in Das Gesetz der Ehre die Polizei durchaus nicht die einzige Institution ist, die sich besonders angesichts der Korruption gegen die Außenwelt abschottet. Er berichtet, dass es neben den Gesetzeshütern dafür viele Beispiele in großen Institutionen gibt, zum Beispiel in Regierungen und in der Geschäftswelt. “Oft legen Institutionen ihre eigenen Regeln fest. Um diesen Umstand näher zu untersuchen, habe ich die Polizei als Metapher gewählt. Als wir klein waren, hörten wir immer wieder von der ‘blauen Mauer des Schweigens’. Ich wollte mich mit diesem unerschütterlichen Ehrenkodex der Cops auseinandersetzen: Wie werden Begriffe wie Stolz und Ruhm eingesetzt, um einen aufrechten Cop dazu zu bringen, an Aktionen teilzunehmen, die eindeutig nicht rechtens sind. Es heißt, dass ‘aus einer Cop-Wunde blaues Blut tropft’, weil sie von eigenen Blutsbanden zusammengehalten werden. Aber außerhalb der blauen Mauer, im Kreis der eigenen Familie, haben sie rotes Blut. Wenn diese beiden Bereiche kollidieren, was passiert dann? Wem gegenüber verhält man sich dann loyal? Das war der Ausgangspunkt für unsere Geschichte.”

Der Polizeifilm Das Gesetz der Ehre startet am 22. Januar 2009 in unseren Kinos.

Copyright: Mit Material von Warner Bros. Pictures

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