Das Star Wars von Amazon: Milliarden-Deal bringt James Bond & andere Riesentitel zum Streaming-Giganten

26.05.2021 - 18:33 UhrVor 7 Monaten aktualisiert
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James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben
© Universal/Disney
James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben
Wie damals Disney mit Star Wars: Amazon tütet den lange vorbereiteten Mega-Deal ein. MGM wechselt für über 8 Milliarden den Besitzer - und damit auch James Bond.

Netflix und Disney schlackern die Ohren nach dem nächsten Paukenschlag im Streamingkampf: Amazon kauft Metro-Goldwyn-Mayer, das geschichtsträchtige Hollywood-Studio mit dem brüllenden Löwen. Wie der Hollywood Reporter  berichtet, ist der lange vorbereitete Kauf jetzt in trockenen Tüchern.

Amazon und MGM: Ein Deal in den Sphären von Star Wars und Disney

Für sage und schreibe 8,45 Milliarden US-Dollar geht gehen wertvolle Marken über den Tisch. James Bond, Rocky und viel mehr gehören zur Bibliothek von MGM. James Bond ist besonders begehrt, auch Netflix soll lange scharf auf die Marke gewesen sein. Die Agenten-Reihe ist selten in Flatrates bei den großen Streaming-Services abrufbar.

Gucken wir uns den Deal mal im geschichtlichen Vergleich an. Disney zahlte im Herbst 2012 für Lucasfilm und damit vor allem für die Marke Star Wars 4,05 Milliarden US-Dollar. Versandhändler Amazon blechte für MGM also mehr als das Doppelte.

Wofür das alles? Was steckt in dem Deal drin? Wir leuchten in den Kauf und seine Implikationen rein.

Die wichtigsten Bestandteile des Amazon-MGM-Deals

1924, vor fast hundert Jahren, wurde MGM gegründet. 4000 Titel sollen in der MGM-Bibliothek enthalten sein, schreibt der Hollywood Reporter.

  • Das James Bond 007-Franchise
  • Der Hobbit
  • Rocky/ Creed
  • Die Erfolgsserie Vikings und ihre Nachfolger
  • West Side Story
  • Fargo
  • The Handmaids Tale
  • Godfather of Harlem

Weitere Filme aus dem MGM-Katalog sind (unter anderem) Klassiker wie Ben Hur, RoboCop, Der unsichtbare Dritte, Platoon und Thelma and Louise. Was passiert jetzt mit diesen Titeln?

Die Auswirkungen des MGM-Kaufs auf das deutsche Amazon Prime-Angebot

Die großen Anbieter teilen sich den Popkultur-Kuchen auf und bald sind alle Stücke vergeben. Mit dem Kauf des Kataloges will Amazon sein eigenes Streaming-Anbot Prime Video vergrößern. Der Streamingdienst des Unternehmens verschafft sich mit dem Deal eine bessere Position im Kampf gegen die Konkurrenz von Disney und Netflix.

Filme aus dem MGM-Fundus werden in Zukunft nur noch bei Amazon zum Streamen verfügbar sein - ähnlich wie Star Wars-Filme exklusiv bei Disney+ laufen und nicht mehr etwa bei Netflix.

Wann sich dieser Zustand in Deutschland einstellen wird, ist eine andere Frage. Die Lizenzen an den Filmen und Franchises laufen unterschiedlich lange. Häufig verzögern regionale Rechtesituationen globale Entwicklungen. HBO Max zum Beispiel zeigt in den USA alles von DC über Game of Thrones bis Godzilla vs. Kong, hat in Deutschland aber noch keine Plattform, sondern nur Sky und Sky Ticket als Partner.

Wie schnell jedoch ein großes Unternehmen seine neuen Film- und Serienbesitztümer "zusammenkehren" kann, zeigt derzeit Disney mit Disney+. Nach und nach wandern in der Weltgeschichte verteilte Disney-Filme und Inhalte des Studios 20th Century Fox in die Bibliothek des Streamingdienstes, etwa die Alien-Filme, die zuvor noch bei Netflix streamten.

Einen ähnlichen Prozess können wir nun bei James Bond und Co. erwarten.

Und landet James Bond: Keine Zeit zu sterben jetzt direkt bei Amazon Prime?

Auf gar keinen Fall. MGM und Amazon müssen ihre Geschäfte jetzt erstmal abwickeln, das dauert Monate. Außerdem verfolgt Amazon im Gegensatz zu Netflix eine wenn möglich kinofreundliche Streamingstrategie. Selbst von Amazon Studios produzierte Filme wie Manchester by the Sea laufen erst im Kino und kommen dann zu Amazon Prime Video.

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