Harry Potter: 9 Figuren, die von J.K. Rowlings Leben inspiriert wurden

Harry Potter: Viele Figuren haben reale Vorlagen
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Redakteurin bei Moviepilot. Potterhead, Buchvorlagen-Verschlingerin und Abspann-Sitzenbleiberin. Durchs Aufwachsen ohne TV früh zur Kinogängerin erzogen.

Jeder Autor lässt sich wohl - bewusst oder unterschwellig - in seinen Geschichten vom eigenen Leben inspirieren. Das ging J.K. Rowling beim Schreiben ihrer Harry Potter-Bücher nicht anders. Wir verraten euch, welche Figuren ihre Wurzeln im realen Leben der Erfolgsautorin haben.

Auch wenn es immer noch 13 ungelöste Harry Potter-Geheimnisse gibt, über die wir uns den Kopf zerbrechen, so lassen sich zumindest einige offensichtliche Parallelen zu J.K. Rowlings Kindheit und Jugend ziehen, aus der später reale Personen als Charakter-Vorbilder hervorgingen.

Harry Potters Vorbild war J.K. Rowlings Nachbarsjunge

Wie der Guardian weiß, gehörte J.K. Rowling in jungen Jahren einer Kindergruppe in der Nachbarschaft an, die sich in ihrem Heimatort Winterbourne nahe Bristol gerne als Hexen und Zauberer verkleideten und Streiche spielten (unter anderem mit Schnecken). Ian Potter war Teil davon und lebte drei Häuser die Straße hinunter. Die Autorin sagte dazu:

Zwei der Gangmitglieder waren Bruder und Schwester, die mit Nachnamen Potter hießen. Ich habe diesen Namen immer gemocht.

Hermine ist im Herzen J.K. Rowling selbst

J.K. Rowling hat nie verschwiegen, dass Hermine Granger und ihr jüngeres Selbst viel gemeinsam haben. Charaktere sind natürlich nie 1:1-Kopien ihrer Vorlagen, doch neben Bücherliebe, Ehrgeiz und Fleiß es ist, wie List 25 betont, auch kein Zufall, dass Hermines Otter-Patronus zugleich J.K. Rowlings Lieblingstier ist.

Dolores Umbridge - Der Lehrer-Albtraum in Harry Potter

Dolores Umbridge ist die Harry Potter-Figur, der gegenüber J.K. Rowling eigenen Angaben zufolge am meisten Abneigung empfindet (sogar noch vor Voldemort). Diese Abscheu rührt von einer echten Lehrer-Vorlage her, die sie nie namentlich preisgab. Auf Pottermore betonte sie, dass die Lehrerin zwar Inspiration, aber natürlich trotzdem keine reale Umbridge gewesen sei:

Die betreffende Frau erwiderte meine Antipathie voll Interesse. Warum wir einander so augenblicklich, von Herzen und (meinerseits) irrational nicht leiden konnten, weiß ich nicht. Was im Gedächtnis blieb, war ihr Geschmack für kitschige Accessoires. Ich erinnere mich besonders an eine kleine blassgelbe Plastikschleife, die sie in ihrem kurzen lockigen Haar trug [...] und die für ein Mädchen von drei Jahren angemessen gewesen wäre.

Serverus Snape - Die naturwissenschaftliche Vorlage

Wie BBC News berichtete, hat auch Harry Potters verhasster Lehrer Severus Snape eine reale Vorlage: nämlich John Nettleship, J.K. Rowlings Lehrer für Naturwissenschaften an ihrer alten Schule in South Wales, der ein von ihr ungeliebtes Fach unterrichtete. Nettleship musste mit dieser Assoziation erst einmal zurechtkommen, zumal seine Enthüllung vor dem Ende der Harry-Potter-Reihe (und der Relativierung seiner Figur) erfolgte.

Außerdem sollen noch zwei weitere Unbekannte den Zaubertränke-Lehrer inspiriert haben, von denen negative Eigenschaften stammen können, die der strenge, von seinen Schülern Aufmerksamkeit einfordernde Lehrer vielleicht gar nicht besaß.

Rubeus Hagrid ist in Wahrheit ein Biker

Der Halbriese, Wildhüter und gute Freund von Harry Potter, Rubeus Hagrid, ist laut dem Sachbuch Harry Potter: Page to Screen von einem Hell's Angel inspiriert. Wie Hagrid-Darsteller Robbie Coltrane verriet, fand J.K. Rowling den riesigen Biker erst angsteinflößend, als sie im West Country auf ihn traf. Er stellte sich jedoch als nett und harmlos heraus und die zwei sprachen daraufhin über seine Garten-Petunien.

Hinter Tante Marge versteckt sich J.K. Rowlings Großmutter

Auch an ihrer eigenen Familie bediente sich J.K. Rowling laut Telegraph für ihre Harry Potter-Bücher. Namentlich an Frieda, ihrer Oma, die "ihre Hunde mehr mochte als menschliche Verwandte".

Onkel Vernons übergewichtige Schwester Marge hat diese Eigenschaft mit Rowlings Großmutter mütterlicherseits gemeinsam, auch wenn Frieda als Londoner illegitimes Findelkind schottischer Eltern wohl ein schwereres Schicksal hinter sich hatte als Tante Marge, die mit einem Schwebezauber davonflog.

Gilderoy Lockharts Harry Potter-Vorbild war noch schlimmer

Auch die Inspiration für Gilderoy Lockhart ist ein gelüftetes Mysterium, das schwer zu glauben, dafür aber umso amüsanter ist. Wie Accio Quote schreibt, ist er der einzige Harry Potter-Charakter, den J.K. Rowling ganz bewusst auf einer realen Person basierte - und zwar einer Person, die noch schrecklicher war und die Rowling zwei Jahre ertragen musste:

Er ist nicht derjenige, an den man sofort denken würde, aber ich muss sagen: Das lebende Modell war noch schlimmer. Er war schauerlich! Die Lügen, die er über seine Abenteuer erzählte und über die beeindruckende Dinge, die er getan hatte ... er war ein schockierender Mann.

Natalie MacDonald: Eine berührende Harry Potter-Referenz

Den Namen Natalie MacDonald kennen wohl die wenigsten. Trotzdem steckt hinter ihm eine berührende Geschichte. Wie Bustle berichtet, war das 9-jährige Leukämie-kranke Mädchen ein riesiger Harry Potter-Fan. Sie schrieb einen Brief an J.K. Rowling. Vor Natalies Tod antwortete die Autorin dem Kind, verriet ihr unveröffentlichte Geheimnisse und machte sie später im Buch Harry Potter und der Feuerkelch unsterblich, als der Sprechende Hut sie in Gryffindor einsortierte.

Ron Weasley: Der beste Freund von Harry Potter ... und J.K. Rowling

Auch der nicht gerade reiche, dafür aber verlässliche beste Freund von Harry Potter, Ron Weasley, hat ein reales Vorbild - nämlich J.K. Rowlings ältesten Freund: Sean Harris. Wie Solosophie berichtet, sagte die Schriftstellerin dazu selbst:

Obwohl ich nie wollte, dass er wie Sean ist, benahm sich Ron, sobald ich ihn niederschrieb, häufig wie mein ältester Freund. Beide sind sehr witzig und zutiefst loyal.

Was glaubt ihr, was die realen Vorlagen der Harry Potter-Figuren davon halten, als so berühmte Inspiration genutzt worden zu sein?

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