Disneys Live-Action-Adaption

Herr der Ringe-Ko-Autorin schreibt Merlin-Drehbuch

18.11.2015 - 13:30 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Gandalf, Zauberer, mit Merlin jedoch weder verwandt noch verschwägert.
© Warner Bros.
Gandalf, Zauberer, mit Merlin jedoch weder verwandt noch verschwägert.
Philippa Boyens schrieb die Drehbücher für die beiden Mittelerde-Trilogien. Obgleich dort stets Peter Jackson protegierte, wäre kaum jemand besser geeignet, die Merlin-Saga von T.A. Barron zu adaptieren als die Neuseeländerin. Disney sieht das genauso.

Aus den überaus erfolgreichen Der Herr der Ringe -Adaptionen ist Philippa Boyens als gestandene Drehbuchautorin hervorgegangen. Der Mittelerde-Zyklus scheint nach den drei Hobbit -Teilen nun endgültig abgeschlossen. Für Disney soll Philippa Boyens deshalb jetzt T.A. Barrons Merlin-Saga zu einem gescheiten Drehbuch verarbeiten, schreibt Collider . Damit würde sich Boyens von Mittelerde und gleichsam von Peter Jackson emanzipieren. Denn auch zwischen den beiden Mittelerde-Trilogien bewegte sich die Neuseeländerin fortwährend unter der Schirmherrschaft Jacksons. Für ihn schrieb sie etwa die Bücher zu In meinem Himmel und King Kong, schärfte so aber immerhin ihr Profil als Spezialistin für anspruchsvolle Fantasy. Davon hat wohl nun auch Disney Wind bekommen.

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Mit dem Disney-Zeichentrickfilm Die Hexe und der Zauberer aus dem Jahr 1963 steht das Merlin-Projekt nicht in Berührung. Auch vom 2014 anberaumten Young Merlin -Projekt (wir berichteten ) ist hier nicht mehr die Rede. Die 2004 mit dem Drehbuch-Oscar gekrönte Boyens soll sich bei der Merlin-Adaption, so schreibt A.V.Club , ganz auf die Barron-Vorlagen konzentrieren. Dessen Merlin-Saga erschien von 1996 bis 2000 und umfasst fünf Teile. Die Merlin-Saga beschäftigt sich mit den Jugendjahren Merlins bzw. der Zeit, bevor Merlin in die Tafelrunde und damit den Sagenkreis um König Artus eintritt. Der englische Titel der Reihe lautet daher auch The Lost Years Of Merlin, also die verlorenen Jahre Merlins, die in den Artus-Geschichten keine Berücksichtigung erfahren.

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In den fünf Bänden, die mit Merlin – Wie alles begann einsetzen, folgen wir dem jungen Zauberer durch seine wilden Lehrjahre. Das und auch die deutschen Titel der Bücher (Merlin und die Feuerproben) klingen ein bisschen wie Harry Potter unter mittelalterlichen Voraussetzungen. Ob Disney die fünf Bücher direkt zu fünf Filmen verwerten möchte, ist an dieser Stelle noch nicht klar ersichtlich. Boyens steht hier jedoch zumindest etwas mehr Stoff zur Verfügung als bei den drei Hobbit-Filmen, die einem einzigen Buch entstammen. Bis auf Boyens sind bislang keine weitere Posten hinter und vor der Kamera besetzt.

Kann Philippa Boyens Merlin zu einem Fantasy-Epos machen?

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