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Jared Leto läuft als Mr. Nobody die Zeit davon

Jared Leto ist Nemo Nobody.
© Concorde
Jared Leto ist Nemo Nobody.

Ab und an gibt es diese Momente im Leben, in denen wir zurückblicken auf unser Leben und uns fragen, welche Entscheidungen unsere Biographie beeinflusst haben. Was hat uns zu dem Menschen gemacht, der wir jetzt sind und was – ja, was wäre wenn… Dieser Thematik widmet sich der Film Mr. Nobody.

Mr. Nobody spielt in der fernen Zukunft – in einer Zeit, in der (fast) alle Menschen unsterblich geworden sind. Jared Leto ist Mr. Nobody – ein Mann, der nicht existiert und doch irgendwie da ist. Der greise Mann hält sich für einen 34-Jährigen. Andere Zeit, anderer Ort: In bedeutungsschwangeren Bildern erleben wir den 9-jährigen Nemo (Thomas Byrne), der sich am Bahnhof einer entscheidenden Frage stellen muss. Will er fortan bei seiner Mutter leben oder doch bei seinem Vater? Eine schwierige Frage für einen kleinen Jungen, dessen Eltern sich scheiden lassen, denn: Es gibt kein Zurück. Doch wie passen diese beiden Szenen zusammen? Jaco van Dormael hat einen Film geschaffen, in dem nichts ist, wie es scheint. Es ist ein Film über Entscheidungen, die das Leben nachhaltig verändern. Und wie sollte es anders sein: Auch Frauen spielen im Leben des Nemo Nobody eine bedeutende Rolle – doch für welche der drei Damen wird der junge Mann sich entscheiden? Die Entscheidung dürfte wirklich nicht einfach sein, stehen doch unter anderem Anna (Diane Kruger), Jeanne (Linh Dan Pham) und Elise (Sarah Polley) zur Auswahl. In weiteren Nebenrollen sind zudem Rhys Ifans und Juno Temple zu sehen.

Der belgische Regisseur und Drehbuchautor Jaco van Dormael erzählt mit Mr. Nobody eine komplexe, teilweise recht verworrene Geschichte über einen Mann, der zurückblickt. Der Film spielt dabei mit den verschiedenen Zeitebenen und doch hängt natürlich alles mit allem zusammen – nur wie? Benjamin Button für Intellektuelle, schrieb The Hollywood Reporter in einer Rezension über das Science-Fiction-Drama, das nicht nur mit imposanten Bildern zu beeindrucken weiß.

Der Soundtrack zum Film stammt von Pierre van Dormael, dem Bruder des Regisseurs. Er verstarb am 03. September 2008 aufgrund einer Krebserkrankung. Er wurde nur 56 Jahre alt und konnte die Premiere von Mr. Nobodoy, die ein gutes Jahr nach seinem Tod bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig stattfand, nicht mehr miterleben. Dort erhielt der philosophische Film seines Bruders die Goldene Orsella für die beste technische Leistung (für das Szenenbild von Sylvie Olivé) und den Biografilm Award.

Was: Mr. Nobody
Wann: 23:45 Uhr
Wo: rbb

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Content-Redakteurin bei Moviepilot seit 2012 - "Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu." (Ödön von Horváth)
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