Zum 45. Geburtstag

James Gunn & die etwas andere Geburtstagsparty

James Gunn
© Walt Disney
James Gunn
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James Gunn feiert heute seinen 45. Geburtstag. Da wir unser Geburtstdatum teilen, habe ich den Regisseur von Filmen wie Super - Shut up, Crime!, Slither - Voll auf den Schleim gegangen und Guardians of the Galaxy gefragt, ob wir unsere Partys nicht zusammenlegen wollen. Gunn war ganz angetan, aber vielleicht doch etwas übermotiviert.

Als ich den Partykeller betrete, sehe ich Gunn gerade einige Girlanden aufhängen. Sieht eigentlich ganz nett aus bisher. "Gefällt's dir?" Er steht auf einer ziemlich wackligen Leiter. "Öhm, ja! Sieht gut aus!" "Sag mal hast du irgendwo Beezel gesehen? Der blöde Kater ist schon wieder abgehauen." Ich schüttele nur den Kopf. Nein, denke ich. Ich hab das Vieh nicht gesehen und würde mich auch freuen, wenn der blöde Kater verschwunden bleibt. Die Erinnerung an ihn und das auf Zelluloid gebannte Desaster Movie 43 würde ich gerne chirurgisch aus meinem Gehirn entfernen lassen. Das war echt übel. Gunn schaut betrübt drein und klettert die Leiter hinunter.


Während ich mich im geschmückten Raum umsehe, kommt er auf mich zu und sein Lächeln ist zurück. "Weißt du was? Ich hab mir was Tolles überlegt. Wir machen aus der Party eine Motto-Party. Eine Science-Fiction-Superhelden-Splatter-Party! Was hältst du davon?" Ich schaue ihn verdutzt an. "Moment mal, sind die Einladungen nicht schon lange raus? Die Party ist heute Abend und meine Eltern kommen." Sein Grinsen wird noch breiter. "Ich weiß das doch alles, aber überleg mal, was das für ein Spaß wird." Ich kenne sein Filme und weiß sehr wohl, was das für ein Spaß wird. Aber ob meine Familie das weiß, wage ich zu bezweifeln. Ich persönlich liebe seine Filme Super und Slither für ihren absurden Humor und ihre Keine-Rücksicht-auf-Verluste-Politik, wenn es um explizite Gewalt geht, aber ob ich das meiner Familie auch erklären kann, steht auf einem anderen Blatt.


"Wir nennen es J. & P.s Geburtstagsgemetzel! Wie klingt das?" Er meint es anscheinend wirklich ernst. "Wollen wir es nicht lieber wie bei den Guardians machen? Ein wenig Aktion, kein Blut, ein niedlicher Baum, ein witziger Waschbär und flotte Musik aus den 1970ern? Den Waschbär und den Baum kann ich auch selbst besorgen." Ich sehe, dass mein Versuch, die Party in eine andere Richtung zu lenken, wohl zum Scheitern verdammt ist. "Nee, nee, nee!", sagt Gunn und schüttelt den Kopf. "Wir machen das wie in den guten alten Tagen. Blut, Gekröse und Spaß dabei. Wir nehmen die Dinge auf die Schippe und spritzen uns mit Kunstblut voll." "Du meinst wie bei Tromeo & Julia?" "Genau! Endlich hast du mich verstanden! Rock'n'Roll und absurder Splatterspaß." Gunn klopft mir auf die Schulter und verschwindet in einem Hinterzimmer. Ich bleibe etwas verdutzt zurück.


Er hat sich bei dem Raum echt Mühe gegeben. Alles ist bis ins kleinste Detail dekoriert worden und er hat einige witzige Dinge im ganzen Raum verstreut. Fast wie bei seinem Filmen, denke ich und muss kichern. Doch dann fallen mir die Blutfontänen ein und meine entsetzte Familie und ich muss leicht schlucken. Hoffentlich übertreibt er es nicht. "Wo ist eigentlich der Kuchen?!", brülle ich in den Raum hinein. "Kuchen ist nicht!", brüllt Gunn zurück. "Es gibt Gehacktes, Fleisch und Würstchen!" Oha, das kann ja was werden. Mein Blick fällt auf einen Fernseher und einen davor platzierten Mikrofonständer. "Du hast nicht ernsthaft Karaoke geplant, oder!" "Doch! Natürlich hab ich das! Immerhin war ich ja mal in einer Band. The Icons, falls du es vergessen hast. Du machst doch auch Musik. Ist so unser Ding, hab ich gedacht." "Ich bin da nicht so Fan von!", brülle ich zurück. "Aber Michael Rooker und Nathan Fillion lieben das. Die werden sonst enttäuscht sein." "Die beiden sind auch mit dabei?" "Ich dachte, du kennst meine Filme! Die beiden sind immer irgendwie dabei!" Wo er Recht hat ...


Gunn kommt aus dem Hinterzimmer. In seiner Hand eine Rohrzange, ein roter Schlafanzug und etwas, was aussieht wie ein Waschbärkostüm. "Das sind die Requisiten für unsere Kostüme." Er grinst mich an. "Ich nehme an, dass ich Rocket Raccoon sein werde, oder?" Sein Grinsen wird breiter. "Genau so sieht's aus." Ich resigniere innerlich. "Ok! Solange sich hier keine Pornodarstellerinen tummeln wie in deiner Pornoparodie-Web-Serie PG-Porn, geht das in Ordnung." Gunn runzelt die Stirn. "Natürlich kommen die auch!" Ich muss wieder an meine Eltern und Familie denken und bekomme ernsthafte Zweifel, ob das alles so richtig ist. "Ich hab außerdem eine ganze Herde an Wasserschweinen besorgt. Sie sind einfach so niedlich!" "Bist du sicher, dass das legal ist?" "Aber sie sind so süß!" Es klopft an der Tür. Gunn wird ganz aufgeregt. "Hier!", er reicht mir mein Kostüm. "Zieh dir das an."

Während ich in das Waschbärkostüm schlüpfe, öffnet Gunn die Tür und eine Herde der kleinen possierlichen Nager strömt munter in den Raum. Gunn unterschreibt derweil den Lieferschein und schlüpft in sein Kostüm. Am Horizont sehe ich meine Eltern auftauchen. Der Kassettenspieler im Hintergrund beginnt, die Jackson Five zu jammen und ich schnappe mir meine zum Kostüm gehörende Laserwafffe. Was bringt es, dagegen anzukämpfen?! Das wird die beste Party aller Zeiten. "What the hell, I don't got that long a lifespan anyway ...", grummle ich, während ich die Waffe schultere und mein Kostüm zurechtrücke. Und ab heute ist sie erneut kürzer geworden, also was soll's?


Cheers, Mr. Gunn!

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