Kult-Show Herzblatt kehrt nach 19 Jahren zurück: Das wurde aus den Moderatoren

15.08.2024 - 13:33 Uhr
Bevor es HD-Kameras gab: Hinter diesem Pixelbrei verbirgt sich Showlegende Rudi Carrell.
ARD
Bevor es HD-Kameras gab: Hinter diesem Pixelbrei verbirgt sich Showlegende Rudi Carrell.
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Die Mutter aller Datingshows: Herzblatt. In den 90ern wird das Format absoluter Kult und sorgt für zahlreiche denkwürdige TV-Momente. Deshalb stellen wir die Frage: Was ist eigentlich aus den beliebten Moderator:innen der Show geworden?

Diese abgedrehte Datingshow zog Millionen von Zusehenden in ihren Bann: Herzblatt. Hier trafen Humor, Romantik und Nervenkitzel aufeinander; eine Kombination, die richtig gut ankam. Woche für Woche fieberte das Publikum gebannt mit, wenn sich die Kandidat:innen zwischen drei unbekannten Gesichtern hinter der Trennwand entscheiden mussten. Die ungewöhnliche Prämisse sorgte für Spannung: Lässt sich der perfekte Partner wirklich anhand der Stimme herausfinden? In den 90ern wird die Show zum Phänomen; nicht zuletzt, weil sich die beliebten Moderator:innen in die Herzen der Zusehenden geschlichen haben. Deshalb werfen wir 37 Jahre nach der Erstausstrahlung einen Blick zurück: Was wurde aus den Moderator:innen von Herzblatt?

Was wurde aus den Moderatoren der Kultshow Herzblatt?

Rudi Carrell (1987-1993)

Kaum zu glauben: Wer wird Millionär?-Legende Günther Jauch hätte eigentlich die Moderation von Herzblatt übernehmen sollen. Stattdessen fiel die Wahl auf TV-Legende Rudi Carrell (†71). Zum Glück, wie viele finden. Denn Carrell begeisterte das deutsche Fernsehpublikum wie kaum ein anderer. Seine scharfsinnigen Kommentare und der unverwechselbare holländische Akzent ließen ihn schnell zum Publikumsliebling werden. Nach seiner Zeit bei Herzblatt blieb Carrell der Medienwelt erhalten, unter anderem mit Hits wie 7 Tage, 7 Köpfe. Bis zu seinem Tod 2006 zählte er zu den prägendsten Figuren des deutschen Entertainments.

Rainhard Fendrich (1993-1997)

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Nach Carrells Ausstieg übernahm Rainhard Fendrich die Führung. Der österreichische Liedermacher war zu diesem Zeitpunkt schon mega erfolgreich in den Charts unterwegs - besonders in seiner Heimat ist der Wiener ein echter Superstar. Sein Genre: Austropop - also Popmusik im heimischen Dialekt. Mit Hits wie "Macho Macho" machte er sich aber auch in Deutschland einen Namen. Privat sah es nicht immer rosig für den Ausnahme-Musiker aus - doch seine turbulente Drogenzeit soll längst ein Relikt der Vergangenheit sein. Das letzte Album des 69-Jährigen erschien 2019, 2025 will er unter dem Motto "45 Jahre live" auf Tour gehen.

Hera Lind (1997-1998)

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Hera Lind ist die einzige Frau im Bunde und ein absolutes Multitalent. Vor ihrer Zeit bei Herzblatt moderierte sie eine Talkshow im ZDF, doch ihre größten Erfolge feierte sie abseits der TV-Welt als Autorin. Kaum zu glauben: Mit Bestsellern wie "Das Superweib" mauserte sie sich zu einer der erfolgreichsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Nachdem sie für viele Jahre heitere Frauenromane verfasst hatte, widmet sie sich in den letzten Jahren hauptsächlich ernsten Schicksalen. An frühere Buch-Erfolge könne sie zwar nicht mehr anknüpfen, dennoch sei Hera Lind noch immer dick im Geschäft. Ihre Gesamtauflage beeindruckt: Über zwölf Millionen Bücher soll sie schon verkauft haben. Das muss ihr erstmal einer nachmachen.

Christian Clerici (1998-1999)

Wie seine Vorgängerin war Clerici nur eine Staffel lang in der Show zu sehen. Kein Wunder also, dass seine Rolle als Herzblatt-Moderator etwas in Vergessenheit geraten ist. Schon vor Herzblatt war er in verschiedenen österreichischen Fernsehformaten zu sehen, doch die Kuppelshow machte ihn über die Landesgrenze hinaus berühmt. In den folgenden Jahren wirkt er in verschiedenen Showformaten mit, doch auch abseits der Medienbranche fasst er Fuß: Seit einigen Jahren ist er als Werbeunternehmer tätig und gibt Coachings über nachhaltige Mobilitätskonzepte. Dass er ein echter Techniknerd ist, hätte dem charmanten Österreicher wirklich niemand zugetraut.

Pierre Geisensetter (1999-2001)

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Pierre Geisensetter ist ein echter Allrounder. Der Deutsch-Malier machte in den USA erste Medienerfahrungen, bevor er in den späten 90ern im TV durchstartete. Bei Herzblatt kam er besser an als seine beiden Vorgänger: Er durfte für ganze 80 Folgen durch die Show führen. Nach seiner Zeit bei Herzblatt nahm er an zahlreichen TV-Shows teil - unter anderem war er beim Promiboxen und der Wok-WM zu sehen. 2015 dann ein krasser Karriere-Wandel: Der Ex-Moderator kehrt dem TV-Studio den Rücken und heuerte in der Fitness-Branche an. Inzwischen sei er ein hohes Tier bei einer der größten Fitnessstudio-Ketten. Und das sieht man auch: Geisensetter wirkt deutlich muskulöser als früher.

Jörg Pilawa (2001-2004)

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Wer TV-Shows mag, kennt dieses Gesicht zu 100 Prozent. Jörg Pilawa ist aus der deutschen Medienwelt längst nicht mehr wegzudenken. Der Moderator ist dick im Geschäft; Jahr für Jahr ist er in zahlreichen Show-Produktionen zu sehen. Der blonde Moderator zeigt sich stets vielseitig und sympathisch. Wohl einer der Gründe, warum er immer wieder fürs TV gebucht wird. Dass es für den 58-Jährigen besser denn je läuft, beweist sein voller Terminkalender: Pilawa ist aktuell sogar in 8 Shows zu sehen, die regelmäßig im TV laufen.

Alexander Mazza (2005-2005)

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Alexander Mazza ist der letzte Moderator, der die klassische Version von Herzblatt moderiert hat. Zwar gab es in den letzten Jahren immer mal wieder sporadische Versuche, Variationen der Show von den Toten zu erwecken; doch so wirklich hat keine Idee gezündet. Schon zu Mazzas Zeiten ist ein wenig die Luft raus: Die 18. und somit letzte Staffel wurde nicht mehr im Ersten gezeigt und wanderte in den weniger quotenstarken Bayerischen Rundfunk. Alexander Mazza stand nach dem Ende von Herzblatt für kleinere Gastrollen vor der Kamera, aber als Moderator ist er immer seltener zu sehen. Heute ist er hauptsächlich als Coach und Dozent tätig, unter anderem für eine Journalistenschule.

Seltsames Comeback im TV: Damit hätte niemand gerechnet

Beim österreichischen ORF1 soll Herzblatt bald ein Comeback feiern. Allerdings wird dafür das Showkonzept gehörig umgekrempelt: Statt in einem TV-Studio werden die Kandidaten kurzerhand in einem Taxi verkuppelt. Moderatorin Tina Ritschl gurkt quer durch Österreich und stellt pikante Fragen. Wie im Original gibt es eine Trennwand, hinter der die drei Kandidat:innen Platz nehmen werden. Ob diese Neuinterpretation alte Erfolge aufleben lässt, bleibt abzuwarten.

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