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Insider plaudern

Regiert im DC-Film-Universum das Chaos?

30.04.2015 - 13:00 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Batman, Superman und Wonder WomanAbspielen
© Warner Bros.
Batman, Superman und Wonder Woman
Während Marvel und Disney mit dem MCU gerade gefühlt die Weltherrschaft an sich reißen, wird es für Warner und DC Zeit, nachzuziehen. Aber es scheint nicht ganz klar zu sein, wohin die Reise gehen soll, und vor allem, wer die Zügel in der Hand hält.

Während beim Marvel Cinematic Universe  mit Kevin Feige jemand das große Ganze im Blick behält, fehlt dem Haupt-Konkurrenten ein derartiger Koordinator. Warner Bros. und DC haben mit der Justice League eigentlich das passende Äquivalent zu den Avengers. Die Pläne, mit Filmen wie Batman vs Superman: Dawn of Justice, Suicide Squad, Wonder Woman und letztlich der Justice League ein ähnlich umfassendes Kino-Universum zu schaffen, sind in der Ausführung jedoch anscheinend weit weniger ausgereift als im Hause Walt Disney und Marvel. Das legt auch ein neuer Artikel des Hollywood-Reporters  nah.

Eile mit Weile

Während Marvel und Disney über einen langfristigen Plan verfügen, scheint bei Warner und DC viel mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein. Weil die Konkurrenz nicht schläft, musste nachgezogen werden. Laut THR ging dies aus Sicht einiger Hollywood-Insider zu schnell. Es wirkt überhastet, wenn auf Biegen und Brechen bereits im zweiten Film zwei der größten und wichtigsten Charaktere überhaupt aufeinander treffen. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht trotzdem funktionieren kann.

5 Autoren, 5 Drehbücher, ein Film

Ganze fünf Autoren haben an einem Skript zu Wonder Woman geschrieben - allerdings nicht gemeinsam, sondern in Konkurrenz zueinander. Jeder einzelne habe den Auftrag bekommen, einen ersten Akt für den Film zu schreiben, der im Sommer 2017 starten soll. Danach wurde die Anzahl auf zwei Autoren heruntergeschraubt: Jason Fuchs (Pan) und einer, dessen Name in dem Bericht nicht verraten wird. Ähnlich sieht es bei Aquaman aus, an dem mindestens drei unterschiedliche Autoren an drei verschiedenen Drehbüchern herumgewerkelt haben. Allerdings wurde deren Arbeit verkompliziert, weil lange Zeit unklar war, wohin sich die Filme insgesamt entwickeln sollen. THR zitiert dazu eine interne Quelle:

Sie waren einfach nicht sorgfältig mit ihrer ganzen Welt, mit dem, wie jeder Charakter dort hineinpasst und wie sie das Beste aus der Zeit der einzelnen Autoren herausholen können, indem sie ihnen eine Richtung vorgeben.

Fehlender Koordinator

Während bei Marvel und Disney einige wenige Leute allein dafür zuständig sind, das große Ganze im Blick zu behalten, fehlt bei DC und Warner Bros. eine solche Position. Stattdessen stützt sich der Ansatz des Studios eher auf die einzelnen Filmemacher wie David Ayer (Suicide Squad) und Zack Snyder. Am meisten Einfluss habe zur Zeit Snyder, der für die Regie von Man of Steel und Batman v Superman verantwortlich zeichnet und damit die Grundlagen des DC-Universums geliefert hat. Das Problem: Er muss Regie führen und dürfte schlicht kaum Zeit haben, um sich um andere Belange zu kümmern. Laut THR sagt ein Marvel-Insider: "Das kannst du nicht einfach einem Filmemacher geben. Du musst es jemandem übertragen, der über institutionelles Wissen zu diesen Charakteren verfügt."

Was glaubt ihr: Schafft es das DC-Universum, dem MCU Konkurrenz zu machen?

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