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Richter kratzt an korrupter Oberfläche der Justiz

03.03.2014 - 15:01 Uhr
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Der Richter, den sie Sheriff nannten
© arte
Der Richter, den sie Sheriff nannten
Yves Boisset drehte selten etwas anderes als Thriller, Krimis und Dramen. Oft angeprangert wurde dabei die politische Ohnmacht und die korrupten Strukturen innerhalb der Behörden. Der Richter, den sie Sheriff nannten läuft heute auf arte zur Prime Time.

Richter haben es selten leicht. Untersuchungsrichter Fayard (Patrick Dewaere) lässt sich dennoch nicht die Butter vom Brot nehmen und hat sich durch seinen Dickkopf und seine sture, unnachgiebige Art mittlerweile den Spitznamen “Der Sheriff” eingehandelt. Er ist Justizia und vor ihm sind alle gleich. Er unterscheidet nicht zwischen einfachen No-Name-Kriminellen und hochrangigen Industriemagnaten. Dieser Umstand stößt recht zügig auf Widerstand und das aus bekannten Gründen. Als der junge Idealist allerdings beginnt, in einem Fall eines Großdiebstahls zu ermitteln, deuten alle Anzeichen auf eine großangelegte Verschwörung, in der Kriminelle, die Wirtschaft und die Politik enger zusammen arbeiten als es sein sollte. Der Untersuchungsrichter wird zur Zielscheibe.

Der französische Regisseur Yves Boisset inszenierte mit Der Richter, den sie Sheriff nannten einen spannenden Krimi der alten Schule. Rein thematisch knüpft er damit an seinen Film Ein Bulle sieht rot an. In beiden Filmen geht es um Männer, welche sich durch ihren Drang nach Gerechtigkeit zu einem Sandkorn im Getriebe des Staatsapparat entwickeln.

Der Film bleibt über die gesamte Laufzeit hinweg spannend und lässt uns mit dem Gedanken zurück, dass sich aktuelle Thriller und Krimis gerne einmal an der Munition bedienen dürfen, welche Yves Boisset hier auf das Publikum abfeuert.

Was: Der Richter, den sie Sheriff nannten
Wann: 20.15 Uhr
Wo: arte

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