Dubstep & Drugs

Spring Breakers-Sequel geplant

06.05.2014 - 18:19 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Spring Breakers
© Wild Bunch
Spring Breakers
Harmony Korine will sich ein Spring Breakers-Sequel nicht antun. Davon lassen sich die Produzenten aber nicht abbringen und organisieren unbeirrt die nächste Spring Break-Party auf Floridas bierflaschenübersäten Stränden.

Die Spring Breakers-Party soll weiter gehen und ein Sequel bekommen. Das will zumindest die französische Produktionsfirma Wild Bunch. Spring Breakers? Das war dieser in sich geschlossene Film über das Ausbrechen, ein filmisches Konstrukt, das alle ihm zugrunde liegenden Ressourcen gnadenlos aufsaugte und damit ein Fortbestehen, etwa in einem möglichen Sequel, ausschloss und eigentlich sogar unterlief. Optisch und musikalisch war Spring Breakers vor etwa einem Jahr noch recht neu und eigentlich auch in seiner erzählerischen Struktur auf Einmaligkeit ausgelegt. Regisseur Harmony Korine zelebrierte doch gerade das Momentane, das Vergängliche. Geht das nun ein zweites Mal gut? Vincent Maraval, ein Wild-Bunch-Verantwortlicher: “Der Film wird keine direkte Fortsetzung sein. Dennoch werde es Hinweise auf die Charaktere des Originals geben.” Das klingt eher nach einer Neuinterpretation des Original-Stoffes.

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Die Verantwortlichen scheinen ernst zu machen. Ein Regisseur und ein Autor von Spring Breakers: The Second Coming sollen Screendaily zufolge schon gefunden worden sein. Anstelle Harmony Korines sei demnach der Schwede Jonas Åkerlund (Small Apartments) mit den Regieaufgaben betraut worden. Als Autor zur Seite soll ihm Irvine Welsh stehen. Eine Zusammenstellung die durchaus vielversprechend klingt. Denn Irvine Welsh kennen wir vor allem als Autor von Trainspotting – Neue Helden, für das er die literarische Vorlage schrieb. Am Drehbuch für den Film war er damals ebenfalls beteiligt. Mit zweien der thematischen Spring Breakers-Säulen, Exzess und Hedonismus, kennt Welsh sich also aus. Drogenmäßig auf dem Laufenden sollte auch der potentielle Regisseur Jonas Åkerlund sein. Der schuf vor zwölf Jahren mit Spun eine provinzielle Drogengroteske voller vom Rausch verführter junger Menschen und irrer Kleinganoven.

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Die künstlerische Kollaboration von Åkerlund und Welsh, mit der Wild Bunch dieser Tage in Cannes auf Werbetour gehen will, ergibt so mitunter Sinn, klingt aber auch nach einer bewussten Eins zu Eins-Wiederaufnahme des Spring Breakers-Plots. Der werde sich im Sequel um eine militante Christensekte drehen, die sich einer Spring Breakers-Clique annehmen will. So weit die Angaben. Die Geschichte der jungen College-Studentinnen (Selena Gomez unter anderem) war damals allerdings nur das stützende Gerüst für den eigentlichen Trumpf des ersten Films: seine Ästhetik. Sollte sich Wild Bunch auch hier auf Bewährtes verlassen, wird ein mögliches Sequel sich wahrscheinlich schwer tun.

Was haltet ihr von der Idee eines Spring Breakers-Sequels?

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