Death Proof - Todsicher - Kritik

Death Proof

US · 2007 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Thriller · Kinostart
  • 8 .5

    Weiß nicht wieso es so vielen um eine tiefgründige, ausufernde, am besten noch sinnvolle Geschichte geht. Sowas macht Tarantino nicht oft und das ist auch gut so. Bei ihm fesselt uns die Bildgewalt, der Soundtrack oder die mit Abstand beste Sound-Kulisse die man in der jüngeren Filmgeschichte findet. Klar ist der Film nicht für Pazifisten und jüngeres Publikum gedacht und man kommt auch nicht gerade ins Schwärmen wen man über die Story nachdenkt. Man kann diesem Film viel vorwerfen (Story, Gewalt, Sinnfreiheit, schöne Autos gehen kaputt...), aber auf keinen Fall das dieser Film schlecht ist. Die Dialoge sind gewohnt sinnlos, dafür wird man mit einmaligen Kameraperspektiven überrascht (zB erster Unfall, Farbübergang bei Ankunft der zweiten Mädelsgruppe in der Stadt) die zusammen mit den, durchaus begabten Schauspielern ( Kurt Russel) ein stimmiges und authentisches Erlebnis bilden. Die Akkustik ist ebenfalls wie gewohnt extrem intensiv und Gewaltdarstellung ist technisch perfekt. Jetzt zum größten +-Punkt: Die Atmosphäre und die aufkommenden Gefühle: Bei Tarantino wird natürlich nicht geheult, denoch schafft er es durch plötzliche Verschärfung oder Eskalation von einzelnen Szenen, seinen grandios umgesetzten Gewaltdarstellungen oder einzelnen Dialogen den Zuschauer entweder zu schockieren oder zu belustigen. Besonders ins Auge fällt hier die Stelle an der impleziert wird Zoe läge tot in den Büschen nach der ersten Verfolgungjagd: Der Pistolenschuss von Kim kommt vlt nicht ganz unerwartet, jedoch löst er beim Zuschauer ei Gefühl der Genugtuung aus das seines Gleichen sucht. Zum Thema Gewalt ist nicht viel zu sagen: Taratino beherscht sie und bannt sie genau dort wo sie eigentlich nur vorkommen sollte, nämlich in den Film.

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    • 10

      Filme, die nicht jedermanns Geschmack sind, hab ich sowieso am liebsten!

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        arlettjanine 08.01.2016, 01:59 Geändert 08.01.2016, 23:21

        Während sich hübsche kulissen an die tumbe abgedrehtheit der handlung schmiegen, kriegt der bösewicht zur abwechslung mal von seinen auserkorenen opfern so richtig was auf die fresse, und das ausgesprochen kreativ. Was der gute tarantino da alles durcheinander eingeworfen hat als er sich an dieses werk machte ist mir ziemlich egal, denn dass man diesen film nur lieben oder hassen kann kommt ziemlich gut- wer das versucht ernst zu nehmen, hat schon verloren

        • 6

          Alleine wie Stuntman-Mike seine Nachos frisst, sehenswert.

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            chrischris 05.11.2015, 22:24 Geändert 15.12.2015, 19:24

            nööööööööööööö, Langweiliger film.

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              Der schwächste Tarantino! Die Handlung lässt zu wünschen übrig! Sie ist unlogisch und wirr. Selbst die Dialoge zünden nicht! Einfach nur sinnlose Action mit hübschen Frauen! Einzig Kurt Russell als Stuntman Mike überzeugt.

              • 6

                Zu viel Tarantino, zu wenig Grindhouse.

                Unter dieser Prämisse lässt sich mein Urteil über "Death Proof" knap zusammenfassen. Inszenierung, Besetzung und Soundtrak sind typisch Tarantino erste Sahne, nur leider war der Inhalt es leider nicht. Sein Grindhouse-Beitrag sollte eine Hommage an die Action geladenen Muscle-Car- Filme der 70er sein, wie zB "Fluchtpunkt San Francisco", doch von Action war hier leider nicht viel zu sehen, lediglich die letzten zehn Minuten gab es eine wilde Verfolgungsjagd der Chicks gegen den irren Kurt Russel, aber ansonsten erging sich der Streifen zu 90% in einem tarantinoschen Dialoggewitter nichtssagendem Inhaltes. Chicks hocken in ner Bar und labern minutenlang über Lapdance, Gras und was weis ich, sitzen in nem Fastfoodshuppen und labern minutenlang über Filmdrehs, Stunts, Modezeitschriften und was weis ich. Dazwischen nur ein popliger Crash. Einfach nur öde. Gegenüber Rodriguez's "Planet Terror" ist "Death Proof" eindeutig der schwächere Teil des Grindhousefeature und sicher auch das schwächste Werk aus der Schmide Tarantino.

                • 8

                  Yeah, Tarantino liefert den coolsten Kurt Russell seit Snake Plissken. Abgedreht, spannend, brutal und manchmal echt lustig. Dazu die typischen Tarantino-Elemente, die man als Fanboy einfach erwartet. Nur die Frauen nerven in ein paar Szenen schon extrem.

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                    Brentano 07.09.2015, 18:02 Geändert 07.09.2015, 18:08

                    Für jemand der wirklich Newtimer (Autos) mag und auch sonst wie eher etwas aufgeklärter daher kommt, als der übliche, stinkig-schwitzige, nach Gewalt fiebernde, entmenschlichte Tarantino Fan, ist dieser Film echt das Letzte. (was man sich antun sollte) wenn man/ Frau nicht völlig verroht dahin-vegetiert, keinen weiteren Anspruch (Was ist das?) ans Leben hat und sonstwie völlig abgespacet und halb irrsinnig geworden, wie fremd programmiert durchs (angeblich?) "eigene" Leben wabert, …

                    Habe mehrere Episoden des Films gesehen und auch den Schluss In der langen Version: Was Tarantino mit "Pulp Ficton" oder "Dusk Till" an recht zynischen, aber hochstehenden Meisterwerken und an Ansehen zustande gebracht hat, das verspielte und zerlegt er hier (und anderswo, wie launische Kleinkinder, .?) im Handumdrehen:
                    Rohe Gewalt, nichts sagende Szenarios, vordergründig dumme Dialoge (wie wäre es jetzt nun-endlich mit der lang "erwarteten" Zusammenarbeit "Til Schweiner/ Tarantino" ? da sie sich endlich ebenbürtig geworden sind, ..?? ) etc.'

                    Abgesehen davon, das er (Tarantino) es wirklich fertig bringt, einige der einzigen/ raren, echten US Kultautos von Dodge "sinnfrei" für den Film zu zerlegen (schon ein Sakrileg an sich, Dodge Challenger und Charger, ersterer das Kultauto aus Filmen wie "Vanishing point" ,..) , oder der Rest des Films sich auf dem ( auch von "Holy-wood" angestrebten, marginalien Niveau für 12 jährige Schulbuben und Mädels angekommen ist , ..) bewegt und für jene ebenda gemacht wurde, die sich inhaltlich - menschlich insgesamt nie über dieses Niveau heraus / hinaus erhoben haben, .. ?
                    Die Überdosis an snnfreier und diabolischer Gewalt-VerHERRlichung etc. dazu gerechnet, .. etc.

                    Naja, in der angeblich pluralistischen Spass-gesellschaft ist ja so etwas wie das grundsätzlich erwünscht, erlaubt und trägt daher zum alltäglichen Horror genügend bei, in einer Welt und angeblichen (immer fragwürdigeren,.) bestialisierten Human-Gemeinschaft, In der wirklich andere Haltungen und Filme "bitter" notwendig wären, als das, ..Ach so?

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                    • 2

                      Selten einen so sinnfreien Film gesehen. Zwar ist der Vintage-Look gelungen - Tarantino weiss wie man Bilder wirken lässt - aber die Story ist so hohl und simpel, dass sie in 20 Minuten hätte verfilmt werden können. Die Frage ist, ob das wirklich hätte sein müssen. Da wird von nuttig herausgeputzten Mädels fast 114 Minuten lang irgendein sinnfreier Dünnpfiff erzählt, der maximal nen Toten interessiert, nur um den Film künstlich aufzublasen.
                      Tarantino in allen Ehren aber es muss ja nicht jeder Müll direkt auf der Leinwand landen.

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                      • 6 .5

                        Vorhersage : 4.5 Bewertung : 6.5 toller Film.

                        • 9

                          Mann merkt den Film eindeutig an das Tarantino ein weiters pulpfiction erzeugen wollte .Für mich hat er in dem fall geschaft .Ich liebe solche Filme die in der mitte einfach auf alles scheissen und ihr eigenes ding durchziehen .Natürlich ist der Streifen Gewalt bereit und auch in gewissen Teilen sehr assie .Aber genau das machts für mich aus !

                          • 8

                            Nach langem habe ich mich mal wieder aufgerafft, einen Kommentar zu einem Film zu schreiben, nachdem ich schreibmäßig so lange abstinent war. Und zwar wende ich mich in diesem Kommentar keinem geringeren Film zu als Death Proof, ein Film von einem meiner absoluten Lieblingsfilmemachern Quentin Tarantino, den ich bedauerlicherweise jetzt erst das allererste mal gesehen habe. Vorher habe ich immer damit gehardert ihn zu sehen und es mehr oder weniger vor mir hergeschoben.

                            Doch nun als ich ihn das erste mal sah, hat es sich auf alle Fälle gelohnt, ihn in den Player zu schieben, weil Death Proof einfach nur Spaß macht.
                            Klar ist der Film, auch für tarantinosische Verhältnisse keineswegs ein Überflieger, aber das soll er unterm Strich auch garnicht sein. Viellmehr ist er eine Art Hommage an die ganzen Road-Movies der 70er, deren Vehrehrung er zu Hauf in diesen Film gepackt hat. Death Proof ist einfach nur dazu da, zwei Stunden lang zu unterhalten und dem Zuschauer mit seinen vielen, unglaublich langen Verfolgungsjagten eine gute Zeit zu bescheren.
                            Und das ist Quentin Tarantinon hier auch bestens gelungen, der neben seinen gut inszinierten Hetzszenen auch wieder zeigt, dass die Musik in seinen Filmen immerwieder eine große Rolle spielt.
                            Die Handlung ist ebenfalls schnell erzählt, der Stuntman "Stuntman Mike" mag es, fremde Mädchen mit in sein Arbeitsgerät zu nehmen und ihnen dort die unvergesslichsten und oft auch letzten Stunden ihres Lebens zu bereiten. Dies tut er mit Vorliebe und großem Vergnügen, bis er an die falschen geriet, die sich nicht so einfach abspeisen lassen, nachdem Stuntman Mike sich einen kleinen Spaß in Form von "Muscle Car vs. Muscle Car" mit einer Gruppe von toughen Mädels erlaubt hat. Wie es sich für solch eine beschriebene Schlüsselszene gehört, wendet sich das Blatt schlagartig und der jagende wird ohne weitere Umschweife zum gejagten. Die beiden stabilen kultigen 70er Jahre Amerikaner Dodge "Vanishing Point" Challenger und Dodge Charger liefern sich folglich eine Hetzjagd durch die Weiten der Desert Roads in Lebanon (Tennessee), die wie ein Katz und Maus-Spiel sich auf beiden Seiten nichts nimmt und dem Betrachter einfach nur viel Spaß bereitet.

                            Also, wass kann man zu Death Proof noch sagen, eigentlich doch nicht mehr viel oder?

                            Einfach ein Tarantino-Film der Spaß machen soll, der einem was auf die Ohren und die Augen gibt und der unterhalten soll. Keine großartige Handlung, einfach zwei Parteien, die es sich miteinander verscherzt haben (oder besser gesagt nur eine), die hier eine Hetzjagd abliefern, dass die Reifen qualmen! Und mein Gott, wenn man gerade Bock auf sowas hat.... Das REICHT DOCH!!!! :D

                            [http://www.youtube.com/watch?v=btjQ0Ty6o2M]

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                              Der ist schon geil... Aufwertung!

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                                MolaRam 14.06.2015, 14:28 Geändert 17.06.2015, 20:56

                                Jeder andere Regisseur würde dafür auf dem elektrischen Stuhl landen.

                                Todsicher.

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                                  OrdellRobbie 03.06.2015, 15:45 Geändert 17.11.2015, 18:26

                                  Texas. Hier sind die Straßen lang und einsam. Das ideale Jagdrevier für Frauenmörder Stuntman Mike alias Kurt Russell...

                                  Tarantinos Part im "Grindhouse"- Double- Feature nebst Kumpel Robert Rodriguez (Planet Terror) ist eine Hommage an das Schmuddelkino der 1970-er Jahre.
                                  Ein nostalgischer Look wird durch Farbfetzen, Tonsprünge und Kratzer erzeugt.

                                  Cooler Oldie-Trash

                                  Quentin at his best: In "Death Proof" kann er sich so richtig austoben und seine Vorlieben variieren: Ladies feet, 70-er-Jahre-feeling (verruchte Barschuppen, Wild Turkey, herumfliegende Frauenbeine, Jukeboxen), Soundtrack ( Hold Tight, Chick habit, The Love You save (Joe Tex), Baby it's you ( Smith)), heiße Karren, verkokste, wunderhübsche Girls , laaange, aber geschliffene Dialoge ("Schlampen-Einkaufsbimbo") und der jungfräulich-süße Tod durch den eiskalten, genial spielenden Kurt Russell.

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                                  • 5 .5
                                    JaninaNanina 29.05.2015, 01:48 Geändert 29.05.2015, 14:03

                                    Obwohl ich Tarantino mag, war das gar nicht mein Fall. Zu viel Action, zu wenig wirkliche Handlung, oberflächliche Charaktere. Aber schöne Autos, schöne Frauen, Rose McGowan hatte noch ein Gesicht und der Song "Chick Habit" kommt mir seit Jahren immer wieder in den Sinn, deshalb die Punkte.

                                    • 8

                                      Im Grunde sind ja alle Actionfilme in gewissem Sinne Männerphantasien. Schnelle Autos, sexy Mädels und wilde Verfolgungsjagden lassen die Herzen der meisten Bad Boys um einiges höher schlagen. Was auch erklären dürfte warum dieses Genre vor allem bei Männern so beliebt ist, bei mir allerdings nie wirklich eingeschlagen hat. Tarantino jedoch geht in "Death Proof" etwas weiter. Er genügt sich nicht mit dem üblichen Klischees dieses Genres, nein, sein Film wirkt viel mehr wie ein Blick eines pubertierenden Jungens durch das Schlüsselloch der Mädchenkabine im Schwimmbad um Konversationen über Schwänze, Sex und Autos ,eben all den Dingen die so untypisch für Frauen sind, beizuwohnen. Das typische Frauenbild, dass man aus Filmen kennt, wird hier ganz im Style einer Hommage an das Grindhouse/Exploitation Kino der 70er, um 180 Grad gedreht. Tarantino macht hier einfach zwei Stunden lang das was ihm Spaß macht. Ständig zeigt er uns Füße in Großaufnahme ,was seinem allgemein bekannten Fußfetisch geschuldet ist, spielt mit unseren Erwartungen bezüglich der Frauenrollen und überrumpelt uns gleich mehrmals bezüglich des weiteren Verlaufs der Handlung. Dabei beweist er ständig durch Verweise auf Filme die wie es "Stuntman Mike" selbst sagt: "keiner kennt" und durch seine durchstrukturierte Inszenierung gepaart mit Brandlöchern und Flimmerstreifen, dass er selbst einfach ein absoluter Filmliebhaber ist und dies gerne zur Schau stellt.
                                      Sein Spiel mit der Kamera und sein Einsatz von Musik, war wahrscheinlich in keinem seiner Filme besser und trägt weite Stücke des Films von ganz allein. (Lapdance-Szene) Natürlich verlieht er seinen Charakteren nicht wirklich Tiefe, aber das tut er eigentlich nie. Tarantino ist ein Blender, ein Meister des Style over Substance. Er verliert sich in unwichtigen Dialogen die die Story keineswegs voran treiben und vertieft sich dadurch auch gerne in Themen wie Fußmassagen oder Hamburgern, was letzten Endes dazu führt, das wir mit seinen Charakteren sympathisieren. Und irgendwie hat dies fast noch nie besser funktioniert als in "Death Proof". Der Bruch in der Mitte mag viele stören, jedoch ermöglicht dieser eine völlig neue Exposition und dadurch einen völlig anderen darauf folgenden Handlungsverlauf, was in einer der wohl spannendsten Verfolgungsjagden mündet, die ich je in einem Action Film gesehen habe. Das liegt wohl auch darin begründet, dass Tarantino trotz seiner Liebe zu der Einzigartigkeit seiner Charaktere sich nicht darum kümmert sie sterben zu lassen (siehe Pulp Fiction etc.).
                                      Wahrscheinlich ist es am Ende einfach der Mix aus dem oben genannten und der für Tarantino so übertriebenen Gewalt, der mich so unglaublich begeistert und wodurch sich sagen lässt, dass Tarantino dem Grindhouse Genre eine wunderbare Hommage geschaffen hat, die am Ende durch seine Radikalität den Begriff des "Tough-Girls" neu definiert. Herrlich.

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                                      • 8

                                        Hi Leute,

                                        jaaaaa ich liebe Frauenfüsse. Wahnsinn was für ein Frauenbeine-Fetischist auch unser Tarantino ist. Auch danke, das Mann mit dabei sein darf, wenn scharfe Bräute sich über Schwänze und Männer unterhalten.
                                        Ein netter Frauen-Abend wird durch Psycho-Stuntman Mike, abrupt beendet. Die nächsten weiblichen Opfer wissen sich zu wehren und zeigen dem Täter wo der Hammer hängt … :D

                                        Mein Fazit: Kurt Russel als Bad Boy, so kennt man ihn nicht. Und dann diese sexy Frauen, optisch sehr sehr reizvoll und selbstbewusst.

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                                        • 8 .5
                                          Troublemaker69 04.03.2015, 21:32 Geändert 07.03.2015, 21:33

                                          Tarantino inszeniert ein Roadmovie, bei dem er mal wieder beweist, dass ihm Regeln komplett egal sind.
                                          Er scheut auch nicht davor zurück eine dreißig minütige Verfolgungsjagd in seinem Film mit einzubringen und das ist...einfach wunderbar!
                                          Auf ungewöhnliche Art und Weise offenbart uns Tarantino die Welt des 70´er Grindhouse Kinos und erinnert uns an einen wichtigen Teil der Kinogeschichte.
                                          Der Soundtrack ist für mich, wie immer bei Tarantino, recht gelungen.
                                          Songs wie "Hold tight" oder "Down in Mexico" verursachen bei mir ein Dauergrinsen.
                                          Auch der Cast macht seine Sache gut, Kurt Russel als Psychopath ist sympathisch und unsympathisch zu gleich und am Ende, wenn sich das Blatt wendet, kann man sich auch ein kleines Schmunzeln nicht verbergen.

                                          "Alkohol ist nur der Treibstoff für all die kleinen Begegnungen die eine Bar zu bieten hat!"

                                          Wie auch in diesem Zitat arbeitet Tarantino mit humorvoll nachdenklichen Dialogen, die sehr viel Komik und Symbolik enthalten.
                                          An coolen Augenblicken fehlt es Death Proof auf gar keinen Fall.
                                          Allein schon der Moment, bei dem die Todeskarre zum ersten Mal zum Einsatz kommt und Stuntman Mike beteuert, dass das Auto todsicher sei und einen diabolischen Blick in die Kamera wirft, überkommt einen eine Gänsehaut.
                                          Aber auch die Frauentruppe hat einiges zu bieten, sie treten sehr taff und mit sehr coolen Sprüchen und am Ende auch recht hart auf.
                                          Insgesamt ein Tarantino-üblicher Film in einer anderen Atmosphäre, was Death Proof auch so einzigartig macht.
                                          Er hebt sich dann doch noch ein wenig von der restlichen Filmographie ab und schmiegt sich wunderbar an Robert Rodriguez Planet Terror.

                                          Unterm Strich betrachtet inszeniert Quentin Tarantino seinen ganz eigenen Exploitionsfilm im Stil der 70´er und lässt uns einen kleinen Ausblick in die Geschichte des Films. Er hat hiermit genau das geschafft, was er erreichen wollte, er hat etwas für Filmfans geschaffen.
                                          Rodriguez und er sagten einmal: "Nach einem solchen Abend, liebt man Filme noch mehr als zuvor."
                                          Genau das beschreibt Death Proof recht gut, ein Film von Freaks für Freaks und so etwas ist einfach nur selten und absolut klasse!

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                                          • 4

                                            Die Szenen in der Bar und auf der Straße zu Beginn des Grindhouse-Streifens sind okay, aber für meine Begriffe auch nicht überragend.
                                            Nach der Szene im Krankenhaus hatte der Filme für mich dann zu viele Längen und bot nicht mehr den Unterhaltungswert, wie man ihn erwartet hatte. Die Verfolgungsjagd entschädigt den Zuschauer in geringem Maße, kann aber Death Proof in meinen Augen nicht auf ein gutes Niveau heben. Mir kam es außerdem so vor, als ob die Dialoge von Tarantino hier nicht so ausgetüftelt waren.

                                            • 5 .5

                                              Die 5,5 gibt es einzig für den saucoolen Kurt Russell und die geilen Karren. Die Mädels in dem Film sind zwar ganz sexy, gingen mir mit ihrem Tussi-Gelaber aber zunehmend auf den Keks, sodass ich insgeheim immer Russell angefeuert habe.
                                              Auch so habe ich mir mehr Action, gerne auch auf Trash-Niveau, erhofft, die kam meiner Meinung nach allerdings viel zu kurz. Stattdessen stand wie schon erwähnt das Rumgelaber im Vordergrund. Da hätte man bei Tarantino eigentlich auch von alleine drauf kommen können, schade fande ich es trotzdem, vor allem weil die Dialoge nie die Genialität von z.B. Pulp Fiction erreichten.
                                              Schade um dein Talent, Quentin, das kannst du aber auch besser!

                                              • 6

                                                Nicht der beste Tarantino-Film, aber auch nicht schlecht. Und wieder der Sheriff mit Sohn Nummer1

                                                • 4 .5

                                                  Das hätte ruhig besser werden können . Die Actionteile des Films hauen rein nur wird zwischendurch viel zu viel Mist gelabbert. Das gehört bei QT Filmen zwar immer mit dazu aber in dem Umfang wie hier wird daraus leider eine Schlaftablette. Da kann auch die wirklich Kranke Figur des Stuntman Mike (Kurt Russell) dem einer dabei abgeht wenn er hübschen Mädchen nachstellen kann um sie bei mit seiner Präperierten Karre von ihm provozierten Frontalcrahs zu Tode kommen zu lassen nicht mehr viel ändern.

                                                  • 5 .5
                                                    necromorphy 29.12.2014, 20:33 Geändert 29.12.2014, 20:40

                                                    Wohlgemerkt, die Lap-Dance Szene war in kinematographischer Sicht die beste im Film, der Rest war halt Exploitation-Kino und eine gewisse Carpenter-esque Note wurde durch den guten alten Russell beigemischt. Stuntman Mike, in vielerlei Hinsicht der einzige Charakter im ganzen Film, der nicht wie Quentin Tarantino klingt und spricht, war nachgerade Balsam für das geschulte Auge. Der nostalgische Aufzug, die Frisur und hinter der platten Miene die Perversion eines verkannten Stuntman (wahrscheinlich seit Jahren ohne feste Anstellung) der nur noch abspritzen kann, wenn er mit seinem Auto einen Haufen junger Mädels in den Himmel schicken kann.

                                                    Feministen haben sich beschwert (war ja klar) und man prangerte den armen Tarantino an und warf ihm Misogynie vor. Ich hingegen prangere den Herrn wegen fehlender Disziplin und unnötigem Rodriguez-Bullshit an, da durch dieses beschissene Grindhouse-Projekt ja mehr oder weniger ziemlich viel Character-developement das Klo runter geflutscht ist, ich hätte gern ein bisschen mehr Mike gehabt, und weniger Frauen die wie Tarantino sprechen.

                                                    Gute Szenen: Lap-Dance; "Links oder rechts, Pam?"-Szene; frontaler Crash in die stonedten Frauen (und der Aufbau mit "Hold Tight"); Fuß-Szene vor dem Laden; das Licht am Parkplatz vor der Bar; Mike dreht sich von der Bar zum Tisch der Frauen um; Nacho-Szene; Motorhauben-Surfen; die Szene mit dem Hinterwäldler, der den Dodge-Challenger verkauft und Abernathy; der Motorradfahrer der gegen das Schild brettert.

                                                    sonstiges was noch gut war: Der gelungene Mix aus Tex-Mex, B-Movie Score und Rock N' Roll als Soundtrack; Kamera-Arbeit, Fuß-Fetisch (kann's mir nicht helfen, aber Frauenfüße sind einfach geil!); praktische Effekte und Stunts ohne den CGI-Bullshit; Outfits und Kostüme.

                                                    Schlechte/unnötige Szenen: Eli Roth und der andere Karl im Overall wie sie ein nicht wirklich gewitztes Konzept auslegen, um die Mädchen zu ficken (komm schon Quentin, so 'nen klischeehaften Scheiß kannst du dir sparen!); ein 1/3 der Dialoge in der Bar von Warren; "Mach mit mir rum! (Freund vom Bärenjuden)-Nein, meine Haare werden nass (Butterfly)-ich habe einen Regenschirm-okay"-Szene; die Szene mit der italienischen Vogue; "wir machen das nie wieder (Kim)-aber ich will! (Zoe)- okay. [klingt nicht nach viel? Der scheiß läuft etwa 4 Minuten Echtzeit!]; Szene die andeutet dass der Hinterwäldler, der das Auto verkauft Lee vergewaltigen wird (ihren Freundinnen augenscheinlich herzlich egal); die Prügelszene, das eigentliche Kernstück des Exploitation (na ja, vielmehr Rache am Antagonisten an sich) war gleichförmiger, schlichter Brei ohne die salzige Kernsubstanz die wir sonst in einem Tarantino-Flick zu sehen bekommen.

                                                    sonstiger Bullshit: Charaktere klingen wie Tarantino; das Schema des Films an sich (Frauen die Gras rauchen werden von perversem Stuntman überfahren-Stuntman wird von Frauen die scheinbar kein Gras rauchen zu Tode geprügelt); nochmal zum Mitschreiben, warum töten Kim, Zoe und Abernathy Stuntman Mike? Ah ja, Zoe fiel von der Motorhaube und ich soll natürlich nicht infrage stellen warum zwei unscheinbare, überaus behagliche Stuntfrauen und eine [etwas weinerliche] Setfrau für Makeup und Haare Mike nachgerade erbarmungslos die Birne eindreschen?; etwas lausiges Editing seitens Sally Menke (für ihre Verhältnisse).

                                                    Punkte: 5.5