Die Klasse - Kritik

FR 2008 Laufzeit 130 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 15.01.2009

  • 1

    Langweilig und ohne wirklichen Höhepunkt. Die ganze Zeit wartet man auf etwas, aber es kommt nix.
    Das Thema ist ausgelutscht und der Film sticht nicht wirklich hervor. Man könnte genauso im Klassenzimmer einer undisziplinerten Klasse eine Kamera installieren und den Scheiß dann zwei Stunden anschauen.
    Wieso dieser Film so hohe Bewertung hat ist mir mal wieder ein Rätsel.
    Es gibt bedeutend bessere Filme mit der Thematik. Kann mir absolut keine Sympathie für den Film aufbringen. Einfach eine Enttäuschung und Vergeudung meiner zeit.

    • 9

      Dangerous Minds auf französich - oder so ähnlich. Man merkt den typisch europäischen Stil bei diesen Film, der ja dafür steht, dass die Charaktere mehr durchleuchtet werden. Man ist wirklich mitten drinnen. Das Thema geht uns alle was an. Nicht nur, weil wir selbst zur Schule gegangen sind und eventl. das Ein oder Andere erlebt haben. Nun denkt man vorallem auch an die Zukunft unserer Kinder. Wo soll das alles noch enden mit dieser Respektlosigkeit? Ich fand die Diskussion am Ende toll, bei der die Kinder sagen sollten, was sie in diesem Schuljahr alles gelernt haben.

      Ich empfehle den Film ganz klar weiter und bin verwundert über die doch relative Durchschnittsnote. Ich fand den "Underdog" toll.

      • 8

        Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 2
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        Liebes Tagebuch,

        ich bin jetzt schon ein paar Tage in Paris und natürlich gut angekommen. Ich wohne bei meinem Freund Francois. Wir haben zusammen für ein paar Semester Lehramt studiert, aber er ist wieder nach Frankreich zurückgegangen und unterrichtet da mittlerweile in einer Schule in einem Problembezirk der Stadt, in dem ein sehr hoher Anteil an Migranten vorhanden ist, während ich mein Examen wieder hinausgeschoben habe und lieber als Sekretär beim Coca Cola-Chef arbeitete, aber darum geht es jetzt nicht.

        Anstatt die üblichen Touristen-Attraktionen abzuklappern hat Francois mir vorgeschlagen, ich könne ihn doch in seinen Unterricht begleiten. Hab ich auch gemacht und es war eine spannende Erfahrung, ihm einige Zeit über die Schultern kucken zu können. Und nicht nur Francois habe ich hier näher beobachten können, auch die anderen Lehrer waren sehr offen und man erfährt so einiges über ihren Alltag und den Umgang mit ihren zahlreichen Problemschülern.

        Und doch stellt Francois einen Sonderfall dar. Er ist ein wenig isoliert unter seinen Kollegen. Er schmeißt Störenfriede nicht einfach raus oder bestraft sie. Nein, er versucht mit den Schülern zu reden, auf sie einzugehen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Er versucht, das Gute in seinen Schülern zu sehen. Er behandelt sie von gleich zu gleich. Denn die Schüler sind nicht dumm. Sie wollen nur nicht. Und Francois versucht, den Spaß am Unterricht in ihnen zu wecken. Aber das ist seeeehr schwer, vor allem da viele Schüler sehr unaufmerksam sind, den Unterricht stören, andere Schüler ablenken. Und die meiste Zeit bleibt Francois ruhig. Bewundernswert, denn diese Klasse, diese bunt gemischte Klasse mit einem enorm hohen Anteil an Migranten, fordert Francois schon sehr. Ich weiß nicht, ob ich da so ruhig bleiben könnte.

        Manchmal hat seine Methode Erfolg und seine Schüler arbeiten tatsächlich mit. Ein andermal kann auch er sich nicht mehr zurückhalten und Schüler wenden sich von ihm ab. Dass sich Francois auch selbst manchmal falsch verhält, das ist ihm glaub ich selbst klar. Ob er oder die anderen Lehrer ihr Handeln immer mit ihrem Gewissen vereinbaren können weiß ich nicht. Vielleicht sind auch viele schon so sehr abgestumpft, dass es ihnen egal ist. Denn der Druck ist immens. Und er wird leider noch größer. Ständige Konfrontationen mit Schülern, Eltern, Kollegen, mittlerweile sogar Anwälten, der Sozialstruktur Frankreichs und dem französischem Schulsystem, das wahrscheinlich genauso bescheiden ist wie bei uns in Deutschland.

        Unter dem Strich war es hochinteressant, einen Einblick in den Schulalltag einer französischen Problemschule zu erhalten. Einen Einblick in einen enorm anstrengenden Job. Aber gleichzeitig war es sogar für mich anstrengend, obwohl ich nur dabei gesessen bin. Vielleicht muss man (zumindest angehender) Lehrer sein, um das zu verstehen. Aber es war stressig.

        Auch wenn ich mit Francois gerne noch ein bisschen mehr unternommen hätte, kann ich verstehen, dass er keine wirklich große Lust mehr hat, nach Ende seines Arbeitstages noch groß was zu machen. Wenn man überhaupt von einem Ende des Arbeitstages reden kann. Aber ich hab Ferien. Und darum mach ich mich wieder auf. Ich hab gehört, an der Nord-West-Küste Frankreichs soll es die Überreste eines kleinen Dorfes geben, das selbst zu Caesars Zeiten von den Römern nie eingenommen werden konnte. Das werde ich als nächstes suchen, wenn ichs gefunden habe, melde ich mich wieder.

        Dein Kobbi

        PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

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        • 8 .5

          Ich weiß schon warum Lehrer nicht auf meiner Berufswunschliste stand. Gerade in so einem sozialen Umfeld würde mir wohl die Geduld fehlen. Schüler die nicht können, Schüler die nicht wollen und Schüler denen alles scheißegal ist. Ein Film der aufgrund der Echtheit der "Darsteller" überzeugen kann.

          • 8 .5

            dieses intensive zusammenspiel zwischen François Bégaudeau (der den roman verfasste und hier die hauptrolle spielt) und den schülern ist mehr als gelungen...von einer rein dokumentarischen verfilmung wär ich auch nicht abgeneigt gewesen...im gegenteil!

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            • 8

              "ENTRE LES MURS" - Zwischen den Mauern - so der Originaltitel, die Klasse auf deutsch - schon wieder ein Fall der Titelvergewaltigung - ist ein Film am Rande des Dokumentars, der die Trennwände der Gesellschaft abreißt und Fenster öffnet. François Marin (=Seefahrer), der seit 4 Jahren Französisch an einer Pariser Schule mit einem hohen Migrantenanteil unterrichtet, befährt wie schon sein Name sagt alle Gewässer des Schullebens und umsegelt gekonnt das Große Barriereriff.
              Heute, Arte um 20:15 Uhr (20:50 Uhr in Frankreich)
              Heute 8. Mai, Feiertag in Frankreich, warum nicht in Deutschland, denn damals am 8. Mai 1945 ist zwischen Deutschland und Frankreich eine große Mauer gefallen. Wir sitzen doch alle im gleichen Boot!

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              • 7

                "nicht gerade ein buch für Schlampen, was?"

                Super interessanter Streifen.Wenn man sich für das Thema "Schulaltag" interessiert.

                • 9 .5

                  Herausragender Film, der in jeder Schule gezeigt werden sollte und ein Lehrstück für alle, die sich mit ähnlichen Situationen auseinandersetzen müssen.

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                  • 10

                    ich war schon sehr verwundert, wie realistisch man einen schulalltag in form eines kinofilmes darstellen kann. Der gedanke, man hätte es hier mit einer art dokumentation zu tun, kam nur zu beginn des filmes auf. wär glaube ich auch hilfreich, sich vorher schlau zu machen. soll ja auf ein buch zurückzuführen sein. den der produzent/schauspieler dieses film selbst geschrieben hat.

                    • 9

                      Ein Film zum nachdenken. Thema Intregration. Hat mich echt bewegt.

                      • 8

                        Schulalltag:
                        Alles ist super wichtig, hochdramatisch & muss unbedingt bist gestern erledigt sein.
                        Doch nach zehn Monaten zeigt sich:
                        Es ist Schulalltag - einer ist geflogen, ein anderer kam dazu, Konferenzen sind vergessen und die bockige Klassenschöne lächelt endlich wieder.
                        Kurz gesagt: Ferienzeit.

                        • 8

                          Der Film zeigt echt ziemlich realistisch eine Schulklasse mit Schülern aus vollkommen verschiedenen Schichten. Hab ihn in Deutsch gesehen, in Französisch soll er ja angeblich noch besser sein. Wirklich interessant und nett anzusehen. Empfehlung!

                          • 5

                            Der Film ist langweilig. Plätschert so vor sich hin ohne Höhepunkte. Mir ist ein Rätsel wieso der Film die Goldene Palme gewonnen hat ...

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                            • 8 .5

                              "Die Klasse" ist wirklich bitter, tut aber auch echt gut.
                              Es ist ungeschönte Realität. Unser Lehrer Doktor Specht kommt nicht vorbei und haut seine Problemschüler aus dem Drogensumpf. Michelle Pfeiffer begeistert Ghetto-Kids nicht für Bob Dylan. Und niemand klettert auf Tische und ruft Robin Williams "Oh Käpt'n, mein Käpt'n!" hinterher. Keine Klassenzimmerromantik. Kein Happy End.

                              Hier treffen gestresste Lehrer auf gestresste Schüler. Sie arbeiten miteinander wie gegeneinander. Die Kinder - überwiegend mit Migrationshintergrund - verstehen ihren Lehrer nicht, vermuten in seinem strengen Unterricht reine Schikane, denn nichts anderes sind sie aus ihrer Umwelt gewohnt, die auf sie hinabblickt und keine Chance auf ein besseres Leben verspricht. Der Lehrer hingegen versucht dem entgegen zu wirken, stößt aber immer wieder an die Grenzen seines Berufes, denn auf das Elternhaus, auf Integrationsprobleme, auf die Gesellschaft, hat er keinen Einfluss.
                              Für beide Parteien hat man Verständnis. Die Kids wissen es nicht besser. Und dem Lehrer kann man jeden Wutausbruch verzeihen gegenüber der Welle aus Ignoranz, die ihm täglich entgegen schlägt. Und doch gibt es auch die schönen Momente, in denen alle an einem Strang ziehen, in denen Harmonie herrscht und Hoffnung aufkeimt.

                              Zum Gelingen von "Die Klasse" tragen Laienschauspieler bei. Die Dynamik in der Klasse wirkt echt. Der Film wirkt so fast dokumentarisch. Es ist ein ehrliches Stück täglichen Kampfes um Bildung und Erziehung. Und manch einer wird sich sicherlich bei einigen Szenen zurück an die Schulzeit erinnern und denken: "Oh Mann, was haben wir den armen Lehrern nur angetan!"
                              Ich fühle mich schon ein wenig schuldig...

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                              • 7

                                "Die Klasse" ist ein Film der die Wahrheit darstellt und einer Dokumentation gleicht. Ich habe mich sehr an meine Schulzeit erinnert gefühlt während ich den Film gesehen habe.

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                                • 5

                                  Es ist eine Dokumentation des Schulalltags, detailgenau und realistisch. Man fragt sich allerdings, für welche Zielgruppe ist der Film gedacht. Demonstrationsobjekt bei einer Lehrerfortbildung oder im Rahmen der Referendarausbildung? Jeder hat einschlägige Erfahrungen mit dieser Institution und kann mitreden, sich ein Urteil bilden, ob es bei ihm auch so oder so ähnlich war. Vor allem die äußerst problematische Lage der Lehrkräfte wird ungeschönt und keineswegs übertrieben dargestellt. Das reicht vom Burn-Out bis zur Grenze der Lächerlichkeit aufgrund von zu viel Verständnis.
                                  Die dramatische Zuspitzung erfährt der Film im letzten Drittel erst durch die Tatsache, dass die Schüler fast alle aus bildungsfernen mit Migrationshintergrund belasteten Familien stammen. Bei einem Verhaltensauffälligen würde ein Verweis von der Schule die zwangsläufige Rückkehr nach Afrika bedeuten. Diese Problematik wird lang und breit im Kollegium diskutiert und dann entschieden. Ohne Kommentar. Aus der Argumentation ergibt sich ein Mittelweg der Vernunft für ein typisches Phänomen unserer Zeit, nicht nur in Frankreich, aber hier vielleicht besonders brisant. Der Schüleraggression mit Störfaktor wird teils mit Verständnis teils aber auch mit Beachtung der sozialen Spielregeln begegnet. Insider werden weitgehend zustimmen, andere haben schon längst weggezappt.

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                                  • 8

                                    Harter Tobak - zumindest für mich als angehenden Lehrer. Ungeschönte Realität, wie ich sie teilweise auch schon in meinen Praktika an der Hauptschule erleben durfte, die mich aber nicht von meinem eingeschlagenen Weg abbringen kann. Warum? Warum begibt man sich also freiwillig und "Quijote-like" in einen Kampf gegen vermeintliche Windmühlen? Die Antwort gab mir in diesem Fall der Lehrer Francois. Wie? Das kann ich nicht genau beschreiben, aber der Charakter war unglaublich stark und beeindruckend und er hat ein klar definiertes Ziel. Eine Aufgabe, die sein Leben einnimmt, aber es gleichzeitig mit hohem Wert ausfüllt. Und wie sagte schon Albert Camus: "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."

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                                    • 7

                                      Der Lehrer will die Schüler verstehen, sie wollen nicht verstanden werden - nein, falsch.
                                      Der Lehrer will die Schüler nicht verstehen und sie wollen auch nicht verstanden werden - passt auch nicht.
                                      Die Schüler wollen verstanden werden, aber der Lehrer kann sie nicht verstehen - schon eher.
                                      Die Schüler wollen den Lehrer verstehen, aber er versteht gar nicht, wie wichtig es ist, dass sie ihn verstehen - besser, viel besser.
                                      Nein, nicht besser, viel schlechter, als man zunächst vermuten würden.
                                      Am Ende bleibt reinstes Unverständnis auf beiden Seiten, Beleidigungen, Wutausbrüche und das feige Weglaufen vor den eigenen Worten, prätentiöse Ambitionen, die sich beim Gedanken an gestiegene Kaffeemaschinenpresie in Nichts auflösen, missverstandene Ausbrüche, überhörte Details, kleine große Katastrophen, fatale Kettenreaktionen und kalte, abweisende Gesten, aus der Hilflosigkeit entstanden.
                                      Und sobald geklärt wurde, dass nichts klar geworden ist, auf keiner der Ebenen, die eine Schule beherbergt, verdrängen alle für einen kurzen Augenblick die Ausweglosigkeit und die Sinnlosigkeit, vergessen temporär die Mauern dazwischen, gegen die sie täglich mit den Schädel gegenrennen, und spielen gegeneinander und irgendwie doch zusammen Fußball, als gäbe es nichts mehr zu bereden.
                                      Gibt es ja auch nicht - zumindestens hätte es keinen Zweck.

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                                      • 8

                                        Erstaunlich authentisch schafft es Regisseure Laurent Cantet (Ressources humaines) das Thema: "Brennpunkt Schule" in einen einzigen Film zu verfrachten. Dieser halb dokumentarisch, halb mockumentarisch fungierene Film, ist stiller Beobachter im Chaos: "System". Schüler die nicht das Lernende verstehen, sonder nicht verstehen warum sie lernen. Lehrer die mit Strafandrohungen statt mit Förderungen verfahren. Eltern die selbst Opfer ihrer eigenen Umständen sind. Sozial schwache Schüler die im Hexenkessel missverstanden werden. Lehrer die Tag ein tag aus versuchen den Aussätzigen etwas Bildung zu vermachen. Das sind nur wenige kleine Ansätze, welche der Film vermitteln möchte. Ungeachtet dessen erhebt "Entre les Murs" weder den Zeigefinger noch übt er irgendeine Kritik aus. Er bleibt stehts nur Begleiter im Alltag Schule.

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                                        • 8 .5

                                          Die Sprache ist die heimliche Protagonistin in der „Klasse“. Um sie dreht sich im Grunde alles in diesem Ensemblefilm, der kaum eine Dramaturgie erkennen lässt. Mit einer überwiegend elliptischen Erzählweise reiht „Die Klasse“ Impressionen aus dem Schulalltag aneinander. Dennoch gibt es im Film einige Ereignisse oder auch herausragende Aufgabenstellungen, die gewisse erzählerische Höhepunkte markieren, etwa die Autobiographie, die jeder Schüler verfassen soll. Sie spielt eine bedeutende Rolle auch deshalb, weil sie Einblicke in die unterschiedlichen Persönlichkeiten gewährt. Einen weiteren „Spannungsbogen“ bietet die Konfrontation zwischen zwei Hitzköpfen in der Klasse.

                                          Um die Lebensbedingungen der Schüler oder des Lehrers geht es überhaupt nicht. Im Unterschied zu den genretypischen Schulfilmen erfährt der Zuschauer nichts aus dem Privatleben des Lehrers – lediglich, dass er nicht homosexuell ist, weil er auf die entsprechende Frage diese knappe Antwort gibt. „Die Klasse“ spielt sich zum größten Teil tatsächlich zwischen den vier Wänden des Klassenraumes ab. Etwas Abwechselung bieten lediglich einige Bilder aus dem Computerraum, oder auch aus dem Lehrerzimmer, wo etwa eine Versetzungskonferenz stattfindet, an der auch Schüler-Vertreterinnen teilnehmen. Obwohl einige Totalen eher grobkörnige Bilder aus dem Pausenhof zeigen, bleibt die Kamera sehr nah an den Gesichtern des Lehrers und der Schüler. Deshalb überwiegen nahe und halbnahe Kameraeinstellungen, was den dokumentarischen Charakter des Filmes unterstreicht. „Die Klasse“ ist jedoch ein Spielfilm, der nach einem festgelegten Drehbuch realisiert wurde. Der Regisseur lud Schüler aus einer Pariser Schule zu Vorbereitungsworkshops ein, bei denen er mit Hilfe von François Bégaudeau eine Auswahl für seinen Film traf, und mit den Laiendarstellern probte. Trotzdem blieb offensichtlich viel Platz für Improvisation. Davon zeugt etwa auch, dass Laurent Cantet mit drei Kameras filmte, einer für den Lehrer, einer für die Schüler, und einer für das Unerwartete. Doch die Akteure bewegen sich so natürlich, dass es dem Zuschauer schwer fällt, zwischen Einstudiertem und Improvisiertem zu unterscheiden.

                                          • 6 .5

                                            Vorsicht bei der Berufswahl! Die Schüler sind krass in den Pariser Vorstädten, so ne Type wie den Lehrer hätten wir aber früher auch "gekillt"!

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                                            • 6

                                              So oder so ähnliche Klassen sind mir bekannt.
                                              An vielen Schulen und Auffangbecken, das
                                              sind Einrichtungen für noch schulpflichtige
                                              Jugendliche ohne Ausbildung, ist das Alltag.
                                              Meistens sind die Schüler noch desinterressierter,
                                              egozentrischer und dabei kommunikativ
                                              unterentwickelt. Viele sind zum großen Teil
                                              selbst verschuldet in der Situation, manche
                                              hatten Pech und manche ändern sich.
                                              Also war der Film für mich nichts außergewöhnliches,
                                              nur weil der Lehrer nicht gänzlich aufgegeben hat.

                                              • 5

                                                Ich habe irgendwie was ganz anderes erwartet. Das war ja nicht einmal ne richtige Problemklasse, bis auf die Jugendsprache & ein paar kleine Anspielungen am Rande. Was mir sehr gut gefallen hat, dass viele Gescihtspunkte angerissen wurden, aber leider zu schwach in den Film eingebaut wurden, z.B. der familiäre Hintergrund, Kriminalität, Hilflosigkeit der Lehrer, usw. Es war mir einfach alles zu oberflächlich und es hat mich doch irgendwie angestrengt bis zu Ende zu schauen.

                                                • 8

                                                  Mir hat der Film ziemlich gut gefallen, auch wenn es nicht wirklich aufregend war. Ich denke mir auch das dieser Film nicht alle interessiert, ich zum Beispiel bin selbst noch Schülerin und mich hat der Film schon gefesselt aber meine Oma war er einfach zu langweilig. Und der Film zeigt auch wie das wirkliche Leben und Zusammenarbeiten von Schülern und Lehrern passiert. Die Lehrer machen die Schüler fertig und die Schüler machen genauso die Lehrer fertig, eigentlich eine sehr traurige aber teilweise auch lustige Wahrheit.
                                                  Dies wäre so ein typischer film den man sich in der Schule anschauen sollte.

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                                                  • 9

                                                    Erstaunlich wie sehr man von einem Film, in dem eigentlich kaum was passiert, fasziniert sein kann. Die Handlung wirkt so authentisch, dass man selbst von diesem alltäglichen Geschehen eingenommen ist. Tragisch, jemanden mit den besten Absichten beim Scheitern zu beobachten.

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