Die Klasse - Kritik

FR 2008 Laufzeit 130 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 15.01.2009

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Kritiken (12) — Film: Die Klasse

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 2
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Liebes Tagebuch,

ich bin jetzt schon ein paar Tage in Paris und natürlich gut angekommen. Ich wohne bei meinem Freund Francois. Wir haben zusammen für ein paar Semester Lehramt studiert, aber er ist wieder nach Frankreich zurückgegangen und unterrichtet da mittlerweile in einer Schule in einem Problembezirk der Stadt, in dem ein sehr hoher Anteil an Migranten vorhanden ist, während ich mein Examen wieder hinausgeschoben habe und lieber als Sekretär beim Coca Cola-Chef arbeitete, aber darum geht es jetzt nicht.

Anstatt die üblichen Touristen-Attraktionen abzuklappern hat Francois mir vorgeschlagen, ich könne ihn doch in seinen Unterricht begleiten. Hab ich auch gemacht und es war eine spannende Erfahrung, ihm einige Zeit über die Schultern kucken zu können. Und nicht nur Francois habe ich hier näher beobachten können, auch die anderen Lehrer waren sehr offen und man erfährt so einiges über ihren Alltag und den Umgang mit ihren zahlreichen Problemschülern.

Und doch stellt Francois einen Sonderfall dar. Er ist ein wenig isoliert unter seinen Kollegen. Er schmeißt Störenfriede nicht einfach raus oder bestraft sie. Nein, er versucht mit den Schülern zu reden, auf sie einzugehen, ihr Vertrauen zu gewinnen. Er versucht, das Gute in seinen Schülern zu sehen. Er behandelt sie von gleich zu gleich. Denn die Schüler sind nicht dumm. Sie wollen nur nicht. Und Francois versucht, den Spaß am Unterricht in ihnen zu wecken. Aber das ist seeeehr schwer, vor allem da viele Schüler sehr unaufmerksam sind, den Unterricht stören, andere Schüler ablenken. Und die meiste Zeit bleibt Francois ruhig. Bewundernswert, denn diese Klasse, diese bunt gemischte Klasse mit einem enorm hohen Anteil an Migranten, fordert Francois schon sehr. Ich weiß nicht, ob ich da so ruhig bleiben könnte.

Manchmal hat seine Methode Erfolg und seine Schüler arbeiten tatsächlich mit. Ein andermal kann auch er sich nicht mehr zurückhalten und Schüler wenden sich von ihm ab. Dass sich Francois auch selbst manchmal falsch verhält, das ist ihm glaub ich selbst klar. Ob er oder die anderen Lehrer ihr Handeln immer mit ihrem Gewissen vereinbaren können weiß ich nicht. Vielleicht sind auch viele schon so sehr abgestumpft, dass es ihnen egal ist. Denn der Druck ist immens. Und er wird leider noch größer. Ständige Konfrontationen mit Schülern, Eltern, Kollegen, mittlerweile sogar Anwälten, der Sozialstruktur Frankreichs und dem französischem Schulsystem, das wahrscheinlich genauso bescheiden ist wie bei uns in Deutschland.

Unter dem Strich war es hochinteressant, einen Einblick in den Schulalltag einer französischen Problemschule zu erhalten. Einen Einblick in einen enorm anstrengenden Job. Aber gleichzeitig war es sogar für mich anstrengend, obwohl ich nur dabei gesessen bin. Vielleicht muss man (zumindest angehender) Lehrer sein, um das zu verstehen. Aber es war stressig.

Auch wenn ich mit Francois gerne noch ein bisschen mehr unternommen hätte, kann ich verstehen, dass er keine wirklich große Lust mehr hat, nach Ende seines Arbeitstages noch groß was zu machen. Wenn man überhaupt von einem Ende des Arbeitstages reden kann. Aber ich hab Ferien. Und darum mach ich mich wieder auf. Ich hab gehört, an der Nord-West-Küste Frankreichs soll es die Überreste eines kleinen Dorfes geben, das selbst zu Caesars Zeiten von den Römern nie eingenommen werden konnte. Das werde ich als nächstes suchen, wenn ichs gefunden habe, melde ich mich wieder.

Dein Kobbi

PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 13 Antworten

kobbi88

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Da kommen noch ein paar... und man wird sich nie sicher sein, dass ich am ende auch an dem ort/Film auftauche, den ich zuvor andeute ;) Darin liegt dann zusätzlicher Reiz ;)


kobbi88

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Danke übrigens ;)


José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Die Sprache ist die heimliche Protagonistin in der „Klasse“. Um sie dreht sich im Grunde alles in diesem Ensemblefilm, der kaum eine Dramaturgie erkennen lässt. Mit einer überwiegend elliptischen Erzählweise reiht „Die Klasse“ Impressionen aus dem Schulalltag aneinander. Dennoch gibt es im Film einige Ereignisse oder auch herausragende Aufgabenstellungen, die gewisse erzählerische Höhepunkte markieren, etwa die Autobiographie, die jeder Schüler verfassen soll. Sie spielt eine bedeutende Rolle auch deshalb, weil sie Einblicke in die unterschiedlichen Persönlichkeiten gewährt. Einen weiteren „Spannungsbogen“ bietet die Konfrontation zwischen zwei Hitzköpfen in der Klasse.

Um die Lebensbedingungen der Schüler oder des Lehrers geht es überhaupt nicht. Im Unterschied zu den genretypischen Schulfilmen erfährt der Zuschauer nichts aus dem Privatleben des Lehrers – lediglich, dass er nicht homosexuell ist, weil er auf die entsprechende Frage diese knappe Antwort gibt. „Die Klasse“ spielt sich zum größten Teil tatsächlich zwischen den vier Wänden des Klassenraumes ab. Etwas Abwechselung bieten lediglich einige Bilder aus dem Computerraum, oder auch aus dem Lehrerzimmer, wo etwa eine Versetzungskonferenz stattfindet, an der auch Schüler-Vertreterinnen teilnehmen. Obwohl einige Totalen eher grobkörnige Bilder aus dem Pausenhof zeigen, bleibt die Kamera sehr nah an den Gesichtern des Lehrers und der Schüler. Deshalb überwiegen nahe und halbnahe Kameraeinstellungen, was den dokumentarischen Charakter des Filmes unterstreicht. „Die Klasse“ ist jedoch ein Spielfilm, der nach einem festgelegten Drehbuch realisiert wurde. Der Regisseur lud Schüler aus einer Pariser Schule zu Vorbereitungsworkshops ein, bei denen er mit Hilfe von François Bégaudeau eine Auswahl für seinen Film traf, und mit den Laiendarstellern probte. Trotzdem blieb offensichtlich viel Platz für Improvisation. Davon zeugt etwa auch, dass Laurent Cantet mit drei Kameras filmte, einer für den Lehrer, einer für die Schüler, und einer für das Unerwartete. Doch die Akteure bewegen sich so natürlich, dass es dem Zuschauer schwer fällt, zwischen Einstudiertem und Improvisiertem zu unterscheiden.

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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4.0Uninteressant

In seinen besten Momenten hat "Die Klasse" die Authenzität einer Dokumentation. Aber selbst dann fehlt dem Film die Struktur und emotionale Befriedigung eines Dramas.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Die Klasse ist ein tief bewegender Film über die Herausforderungen der Kinderziehung in einer komplexen und oft turbulenten Welt.

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Johannes Jarchow

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Immer diese hässlichen Allgemeinsätze von dieser Frau Pü. Kann man die nicht abstellen?


honigsau

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:-)


Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.0Ausgezeichnet

Und am Ende bekommt man eine Ahnung davon, dass Lehrer zu sein wohl eher als Berufung denn als Beruf verstanden werden muss. Der Mär vom süßen Leben der Pädagogen macht dieser Film wohl endgültig den Garaus. Und das ist auch gut so: Denn nur wenn wir bereit sind, wie Laurent Cantet und François Bégaudeau einen realistischen und nahezu unverstellten Blick auf die Verhältnisse an den Schulen zu werfen, können wir begreifen und etwas verändern. Dieser mutige Film kann dazu zweifelsohne einen Anstoß geben. Und das ist schon eine ganze Menge.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.5Herausragend

Es fällt schwer, Laurent Cantets Klasse nach zwei Stunden am Ende des Schuljahres zu verabschieden. Und es zerreißt einem fast das Herz, als eine bis dahin stille Schülerin Monsieur Marin gesteht, dass sie nicht glaubt, in diesem Schuljahr etwas gelernt zu haben. Er ist ratlos angesichts ihrer Niedergeschlagenheit. Aber sie hat keine Scheu mehr, ihrem Lehrer dieses Geständnis anzuvertrauen. Das Lernen ist ein rätselhafter, magischer Prozess in Die Klasse.

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Ines Kappert: taz, jungle world Ines Kappert: taz, jungle world

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8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt die SchülerInnen als aufgeweckte, spannungsgeladene junge Erwachsene - ihr migrantisches Elternhaus ist dabei ein wichtiger Faktor, aber es bestimmt nicht ihre Identität insgesamt. Cantet widersetzt sich jeder Festlegung der ProtagonistInnen auf die Masterzuschreibung Migrantenkids. So erzählt der Film vom ganz normalen Wahnsinn, der im Klassenzimmer abläuft, von der Hilflosigkeit auf allen Seiten und von dem Ehrgeiz, sich von dem Elend nicht fertigmachen zu lassen. Auch der findet sich auf allen Seiten.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

Künstlerisch steht Cantets Film in der Mitte zwischen dem Versuch, filmisches Neuland zu betreten, und dem neuen Trend zum Arthouse-Mainstream, der sich der Industrie nur scheinbar entgegenstellt, in Wahrheit aber mit dem Strom schwimmt und als Bausatz nach vorgestanzten Formeln funktioniert: entweder Ethno-Emotion oder politische „Relevanz“, in jedem Fall sentimental und mit einer finalen „Lösung“ – von solchen kleinen Fluchten ist auch „Die Klasse“ nicht weit entfernt. Allerdings schmeichelt Cantet dem an Komplexität desinteressierten Zeitgeist keineswegs. „Die Klasse“ gibt sich spröde und ist auch nicht leicht konsumierbar.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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9.0Herausragend

Trotz der Direktheit des Films - viele Szenen wurden simultan mit drei Kameras gedreht -, gibt es keine simplen Parteinahmen und Schuldzuweisungen. Die Schule ist ein offener Raum, in den auch der soziale Hintergrund eindringt. Nicht nur bei Krisen muss dieser mitberücksichtigt werden. Die Transparenz ist nicht zuletzt das Ergebnis einer Ästhetik, die dokumentarische Verfahren für den Spielfilm nützt - neben Matteo Garrones Camorra-Epos Gomorrha steht Die Klasse so auch für eine neue Form von Verdichtung von filmischer Realität. Am Ende sagt ein Mädchen zu François, sie habe ein ganzes Jahr nichts gelernt. Als Zuschauer dieses beeindruckenden Films sieht die Sache ganz anders aus.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Bégaudeaus 2006 erschienener Roman trifft nach wie vor den Nerv der Gegenwart. Die Ausschreitungen in den Banlieus von Paris sind uns noch frisch in Erinnerung und die Orientierungslosigkeit der Jugend beschaeftigt die Soziologen weit ueber die franzoesischen Grenzen hinaus. Regisseur Laurent Cantet, unterstreicht mit seiner offenen, improvisatorischen Herangehensweise und den Einsatz von Laiendarstellern die diskussionswuerdige Thematik. “Die Klasse” spricht universelle Brandherde an und sollte unbedingt, jedoch nicht nur Gegenstand der

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Jean-Luc Douin: Le Monde Jean-Luc Douin: Le Monde

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9.0Herausragend

Die Goldene Palme 2008? Vielleicht, aber ist Die Klasse von Laurent Cantet wirklich ein so außergewöhnlicher Film, mit seinen begrenzten Mitteln, seinen Laiendarstellern, seiner entschlossenen Weigerung, die Dinge offenzulegen, seinem brandaktuellen soziopolitischem Aspekt? Die Antwort ist ja, ohne den kleinsten Schatten eines Zweifels.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.5Ausgezeichnet

Nach dem erfolgreichen Roman von François Bégaudeau, der fulminant auch die charismatische Hauptrolle spielt, geht Laurent Cantet ("Auszeit", "In den Süden") in diesem zutiefst bewegenden und emotional fesselnden Film auf die spannende Reise...

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Kommentare (37) — Film: Die Klasse


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jurijboyka

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Bewertung1.0Ärgerlich

Langweilig und ohne wirklichen Höhepunkt. Die ganze Zeit wartet man auf etwas, aber es kommt nix.
Das Thema ist ausgelutscht und der Film sticht nicht wirklich hervor. Man könnte genauso im Klassenzimmer einer undisziplinerten Klasse eine Kamera installieren und den Scheiß dann zwei Stunden anschauen.
Wieso dieser Film so hohe Bewertung hat ist mir mal wieder ein Rätsel.
Es gibt bedeutend bessere Filme mit der Thematik. Kann mir absolut keine Sympathie für den Film aufbringen. Einfach eine Enttäuschung und Vergeudung meiner zeit.

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Line3105

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Bewertung9.0Herausragend

Dangerous Minds auf französich - oder so ähnlich. Man merkt den typisch europäischen Stil bei diesen Film, der ja dafür steht, dass die Charaktere mehr durchleuchtet werden. Man ist wirklich mitten drinnen. Das Thema geht uns alle was an. Nicht nur, weil wir selbst zur Schule gegangen sind und eventl. das Ein oder Andere erlebt haben. Nun denkt man vorallem auch an die Zukunft unserer Kinder. Wo soll das alles noch enden mit dieser Respektlosigkeit? Ich fand die Diskussion am Ende toll, bei der die Kinder sagen sollten, was sie in diesem Schuljahr alles gelernt haben.

Ich empfehle den Film ganz klar weiter und bin verwundert über die doch relative Durchschnittsnote. Ich fand den "Underdog" toll.

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BJRN

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich weiß schon warum Lehrer nicht auf meiner Berufswunschliste stand. Gerade in so einem sozialen Umfeld würde mir wohl die Geduld fehlen. Schüler die nicht können, Schüler die nicht wollen und Schüler denen alles scheißegal ist. Ein Film der aufgrund der Echtheit der "Darsteller" überzeugen kann.

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uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

dieses intensive zusammenspiel zwischen François Bégaudeau (der den roman verfasste und hier die hauptrolle spielt) und den schülern ist mehr als gelungen...von einer rein dokumentarischen verfilmung wär ich auch nicht abgeneigt gewesen...im gegenteil!

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BJRN

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Das hätte mich auch interessiert. Allerdings war und ist es auch so sehr authentisch.


uncut123

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authentisch ist es aufjeden fall und erst recht dardurch das der roman verfasser ja die hauptrolle übernahm und auch am drhbuch mitwirkte!


mariega

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"ENTRE LES MURS" - Zwischen den Mauern - so der Originaltitel, die Klasse auf deutsch - schon wieder ein Fall der Titelvergewaltigung - ist ein Film am Rande des Dokumentars, der die Trennwände der Gesellschaft abreißt und Fenster öffnet. François Marin (=Seefahrer), der seit 4 Jahren Französisch an einer Pariser Schule mit einem hohen Migrantenanteil unterrichtet, befährt wie schon sein Name sagt alle Gewässer des Schullebens und umsegelt gekonnt das Große Barriereriff.
Heute, Arte um 20:15 Uhr (20:50 Uhr in Frankreich)
Heute 8. Mai, Feiertag in Frankreich, warum nicht in Deutschland, denn damals am 8. Mai 1945 ist zwischen Deutschland und Frankreich eine große Mauer gefallen. Wir sitzen doch alle im gleichen Boot!

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Lili 9ochefort

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Ich kann zwar nicht französisch, aber es klingt schön wenn ich jemand reden höre, denk dir zum Like Kick noch ein Plus dazu. :)


mariega

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:)!


Zak

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Bewertung7.0Sehenswert

"nicht gerade ein buch für Schlampen, was?"

Super interessanter Streifen.Wenn man sich für das Thema "Schulaltag" interessiert.

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nilswachter

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Bewertung9.5Herausragend

Herausragender Film, der in jeder Schule gezeigt werden sollte und ein Lehrstück für alle, die sich mit ähnlichen Situationen auseinandersetzen müssen.

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Memduman

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Genau so ist es. Man kann kaum glauben dass die Szenen nachgestellt sind, die Kinder machen so einen guten Job. Und der Lehrer erst... alle angreifbaren Gesten und Worte so subtil, gleichzeitig schmettern sie es dem Zuschauer ins Gesicht :) Die erheblichen Konsequenzen der Figuren als Folge der Missverständisse und (Fehl)entscheidungen hätte man kaum besser herausarbeiten können.


gorendodi.srednicki

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich war schon sehr verwundert, wie realistisch man einen schulalltag in form eines kinofilmes darstellen kann. Der gedanke, man hätte es hier mit einer art dokumentation zu tun, kam nur zu beginn des filmes auf. wär glaube ich auch hilfreich, sich vorher schlau zu machen. soll ja auf ein buch zurückzuführen sein. den der produzent/schauspieler dieses film selbst geschrieben hat.

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drisszelmat

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film zum nachdenken. Thema Intregration. Hat mich echt bewegt.

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marcus-wagenknecht

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schulalltag:
Alles ist super wichtig, hochdramatisch & muss unbedingt bist gestern erledigt sein.
Doch nach zehn Monaten zeigt sich:
Es ist Schulalltag - einer ist geflogen, ein anderer kam dazu, Konferenzen sind vergessen und die bockige Klassenschöne lächelt endlich wieder.
Kurz gesagt: Ferienzeit.

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HxC_Moe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film zeigt echt ziemlich realistisch eine Schulklasse mit Schülern aus vollkommen verschiedenen Schichten. Hab ihn in Deutsch gesehen, in Französisch soll er ja angeblich noch besser sein. Wirklich interessant und nett anzusehen. Empfehlung!

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U-Turn

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Bewertung5.0Geht so

Der Film ist langweilig. Plätschert so vor sich hin ohne Höhepunkte. Mir ist ein Rätsel wieso der Film die Goldene Palme gewonnen hat ...

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Ripley1

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Es ist eben kein klischeetriefender amerikanischer Highschoolfilm; "Die Klasse" hat den Anspruch auf Realismus. Diesem wird er auch gerecht, weil die Situation an öffentlichen Schulen ziemlich deutlich wird. Eine Entwicklung gibt es auch, weil etwa ein Schuljahr mit einer Klasse und ihrem Lehrer gezeigt wird. (Es handelt sich übrigens um echte Schüler, die ihren Alltag darstellen.)


nilswachter

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Langweilig ist der Film bestimmt nicht. Er ist allerdings sehr anstrengend und kann ermüdend sein, wie auch der Job, den der Lehrer ausübt.


Klopper

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Die Klasse" ist wirklich bitter, tut aber auch echt gut.
Es ist ungeschönte Realität. Unser Lehrer Doktor Specht kommt nicht vorbei und haut seine Problemschüler aus dem Drogensumpf. Michelle Pfeiffer begeistert Ghetto-Kids nicht für Bob Dylan. Und niemand klettert auf Tische und ruft Robin Williams "Oh Käpt'n, mein Käpt'n!" hinterher. Keine Klassenzimmerromantik. Kein Happy End.

Hier treffen gestresste Lehrer auf gestresste Schüler. Sie arbeiten miteinander wie gegeneinander. Die Kinder - überwiegend mit Migrationshintergrund - verstehen ihren Lehrer nicht, vermuten in seinem strengen Unterricht reine Schikane, denn nichts anderes sind sie aus ihrer Umwelt gewohnt, die auf sie hinabblickt und keine Chance auf ein besseres Leben verspricht. Der Lehrer hingegen versucht dem entgegen zu wirken, stößt aber immer wieder an die Grenzen seines Berufes, denn auf das Elternhaus, auf Integrationsprobleme, auf die Gesellschaft, hat er keinen Einfluss.
Für beide Parteien hat man Verständnis. Die Kids wissen es nicht besser. Und dem Lehrer kann man jeden Wutausbruch verzeihen gegenüber der Welle aus Ignoranz, die ihm täglich entgegen schlägt. Und doch gibt es auch die schönen Momente, in denen alle an einem Strang ziehen, in denen Harmonie herrscht und Hoffnung aufkeimt.

Zum Gelingen von "Die Klasse" tragen Laienschauspieler bei. Die Dynamik in der Klasse wirkt echt. Der Film wirkt so fast dokumentarisch. Es ist ein ehrliches Stück täglichen Kampfes um Bildung und Erziehung. Und manch einer wird sich sicherlich bei einigen Szenen zurück an die Schulzeit erinnern und denken: "Oh Mann, was haben wir den armen Lehrern nur angetan!"
Ich fühle mich schon ein wenig schuldig...

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Wumz

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Bewertung7.0Sehenswert

"Die Klasse" ist ein Film der die Wahrheit darstellt und einer Dokumentation gleicht. Ich habe mich sehr an meine Schulzeit erinnert gefühlt während ich den Film gesehen habe.

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Es ist eine Dokumentation des Schulalltags, detailgenau und realistisch. Man fragt sich allerdings, für welche Zielgruppe ist der Film gedacht. Demonstrationsobjekt bei einer Lehrerfortbildung oder im Rahmen der Referendarausbildung? Jeder hat einschlägige Erfahrungen mit dieser Institution und kann mitreden, sich ein Urteil bilden, ob es bei ihm auch so oder so ähnlich war. Vor allem die äußerst problematische Lage der Lehrkräfte wird ungeschönt und keineswegs übertrieben dargestellt. Das reicht vom Burn-Out bis zur Grenze der Lächerlichkeit aufgrund von zu viel Verständnis.
Die dramatische Zuspitzung erfährt der Film im letzten Drittel erst durch die Tatsache, dass die Schüler fast alle aus bildungsfernen mit Migrationshintergrund belasteten Familien stammen. Bei einem Verhaltensauffälligen würde ein Verweis von der Schule die zwangsläufige Rückkehr nach Afrika bedeuten. Diese Problematik wird lang und breit im Kollegium diskutiert und dann entschieden. Ohne Kommentar. Aus der Argumentation ergibt sich ein Mittelweg der Vernunft für ein typisches Phänomen unserer Zeit, nicht nur in Frankreich, aber hier vielleicht besonders brisant. Der Schüleraggression mit Störfaktor wird teils mit Verständnis teils aber auch mit Beachtung der sozialen Spielregeln begegnet. Insider werden weitgehend zustimmen, andere haben schon längst weggezappt.

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bobo-lemon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Harter Tobak - zumindest für mich als angehenden Lehrer. Ungeschönte Realität, wie ich sie teilweise auch schon in meinen Praktika an der Hauptschule erleben durfte, die mich aber nicht von meinem eingeschlagenen Weg abbringen kann. Warum? Warum begibt man sich also freiwillig und "Quijote-like" in einen Kampf gegen vermeintliche Windmühlen? Die Antwort gab mir in diesem Fall der Lehrer Francois. Wie? Das kann ich nicht genau beschreiben, aber der Charakter war unglaublich stark und beeindruckend und er hat ein klar definiertes Ziel. Eine Aufgabe, die sein Leben einnimmt, aber es gleichzeitig mit hohem Wert ausfüllt. Und wie sagte schon Albert Camus: "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."

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tobiwankenobi

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Mit dir als Lehrer würde ich auch gerne in die Schule gehen:) Du packst das schon. Zeig den Stinkern was ne Harke ist:D


BigDi

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Lehrer will die Schüler verstehen, sie wollen nicht verstanden werden - nein, falsch.
Der Lehrer will die Schüler nicht verstehen und sie wollen auch nicht verstanden werden - passt auch nicht.
Die Schüler wollen verstanden werden, aber der Lehrer kann sie nicht verstehen - schon eher.
Die Schüler wollen den Lehrer verstehen, aber er versteht gar nicht, wie wichtig es ist, dass sie ihn verstehen - besser, viel besser.
Nein, nicht besser, viel schlechter, als man zunächst vermuten würden.
Am Ende bleibt reinstes Unverständnis auf beiden Seiten, Beleidigungen, Wutausbrüche und das feige Weglaufen vor den eigenen Worten, prätentiöse Ambitionen, die sich beim Gedanken an gestiegene Kaffeemaschinenpresie in Nichts auflösen, missverstandene Ausbrüche, überhörte Details, kleine große Katastrophen, fatale Kettenreaktionen und kalte, abweisende Gesten, aus der Hilflosigkeit entstanden.
Und sobald geklärt wurde, dass nichts klar geworden ist, auf keiner der Ebenen, die eine Schule beherbergt, verdrängen alle für einen kurzen Augenblick die Ausweglosigkeit und die Sinnlosigkeit, vergessen temporär die Mauern dazwischen, gegen die sie täglich mit den Schädel gegenrennen, und spielen gegeneinander und irgendwie doch zusammen Fußball, als gäbe es nichts mehr zu bereden.
Gibt es ja auch nicht - zumindestens hätte es keinen Zweck.

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Liam Quinn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erstaunlich authentisch schafft es Regisseure Laurent Cantet (Ressources humaines) das Thema: "Brennpunkt Schule" in einen einzigen Film zu verfrachten. Dieser halb dokumentarisch, halb mockumentarisch fungierene Film, ist stiller Beobachter im Chaos: "System". Schüler die nicht das Lernende verstehen, sonder nicht verstehen warum sie lernen. Lehrer die mit Strafandrohungen statt mit Förderungen verfahren. Eltern die selbst Opfer ihrer eigenen Umständen sind. Sozial schwache Schüler die im Hexenkessel missverstanden werden. Lehrer die Tag ein tag aus versuchen den Aussätzigen etwas Bildung zu vermachen. Das sind nur wenige kleine Ansätze, welche der Film vermitteln möchte. Ungeachtet dessen erhebt "Entre les Murs" weder den Zeigefinger noch übt er irgendeine Kritik aus. Er bleibt stehts nur Begleiter im Alltag Schule.

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jabbathehutt

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Bewertung6.5Ganz gut

Vorsicht bei der Berufswahl! Die Schüler sind krass in den Pariser Vorstädten, so ne Type wie den Lehrer hätten wir aber früher auch "gekillt"!

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Kill_Diether

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Bewertung6.0Ganz gut

So oder so ähnliche Klassen sind mir bekannt.
An vielen Schulen und Auffangbecken, das
sind Einrichtungen für noch schulpflichtige
Jugendliche ohne Ausbildung, ist das Alltag.
Meistens sind die Schüler noch desinterressierter,
egozentrischer und dabei kommunikativ
unterentwickelt. Viele sind zum großen Teil
selbst verschuldet in der Situation, manche
hatten Pech und manche ändern sich.
Also war der Film für mich nichts außergewöhnliches,
nur weil der Lehrer nicht gänzlich aufgegeben hat.

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