Die Vögel - Kritik

The Birds

US · 1963 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 8

    Ein Klassiker des Masters of Suspense. Die Romane der Daphne du Maurier, dieser wilden Hummel, haben ihm wohl besonders gefallen. Und hier vielleicht besonders das Frauenbild. Nach wie vor ist der Held Mitch (Rod Taylor) ein Mann. Aber das weibliche Pendant Melanie (Tippi Hedren) setzt ihm nach und bringt die Love Story ins Rollen. Sie steuert sogar das Boot selber. Das Geniale an diesem Film ist aber die Steigerung der Spannung in sechs Stufen ohne am Ende eine Erklärung zu liefern wieso, weshalb, warum…
    1. Ein harmloser Angriff eines Vogelschwarms aus dem Kamin.
    2. Erste Leiche mit ausgehackten Augen (ein Schocker!).
    3. Erste Vollversammlung der Raben/Krähen auf einem Spielplatz.
    4. Explosion mit Feuer und massiver Vogelangriff.
    5. Die tote Lehrerin Annie (Suzanne Pleshette) die Ex von Mitch. Er und Melanie gehen langsam durch ein ‘Vogelmeer‘.
    Eine lange, stille Phase ohne Worte. Es liegt ein Brummen in der Luft.
    6. Als Finale ein erneuter, heftiger Angriff der Vögel mit Großaufnahmen (Melanie) und Abzug aller Beteiligten. Mitch und die Mädels gehen gaaanz laaangsam zum Auto und fahren davon wie weiland der Cowboy, der in den Sonnenuntergang in die Prairie reitet.
    Daneben, bzw. parallel dazu gibt es aber noch ein Mutter – Sohn Problem: Mitch und Lydia (Jessica Tandy). Durch die Gefahr von außen muss Lydia das Verhältnis ihres Sohnes zu Melanie dulden. Mögen tut sie es nicht.
    Auch wenn wir heute durch viel brutalere Szenen Schwielen ins emotionale Kostüm bekommen haben, war das für die frühen 60er Jahre ein erstaunlicher Schocker, der mit seiner Machart immer noch beeindruckt.

    3
    • 7 .5

      Hat schon ein paar beängstigende Szenen zu bieten. Hitchcock lässt es ruhig angehen um dann mit kleinen Angriffen der Vögel den Spannungsbogen langsam nach oben zu treiben.
      Spoiler:
      MAGIC MOMENT: Hedren sitzt vor dem Klettergerüst und raucht genüsslich eine Zigarette. Vereinzelt sieht man ein paar Krähen die sich auf dem Gerüst niederlassen. Dann geht die Kamera nach hinten und die Krähen sind zu einer Armee herangewachsen.

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      • 7
        Nebular65 02.03.2017, 15:56 Geändert 02.03.2017, 17:34

        Nebular guckt Alfred Hitchcock (#5)

        Kaum ist ein Vogel da, bricht die Hölle los. Die Leute schreien, Scherben fliegen durch die Gegend, ein Feuerwehrwagen kommt plötzlich aus dem Nichts, Tankstellen explodieren, Massenpanik. Think about it. Now!
        Alsoo... Birdcalypse Now ist eine Art Hitchcock Katastrophenfilm, der sich reichlich Mühe gibt, mir aber nicht voll und ganz gefallen will.
        Sicher, das Gruppengespräch in der Bar ist klasse, die damaligen Effekte sind der Wahnsinn ("Wahnsinn" beschreibt den Film gut)
        Schockierende Elemente gab es auch genug.
        Empfohlen sei euch auch die Zusammenfassung der Neuverfilmung:

        https://youtu.be/4-9mW8Hq3zY?t=1m7s

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        • 7 .5
          Helmholtz 31.01.2017, 18:16 Geändert 31.01.2017, 18:16

          Vielleicht ist The Birds nicht einmal einer der größten Filme seines Regisseurs, was aber bei Alfred Hitchcock selbstverständlich nicht viel heißen mag. Was aber sicher ist: Es ist vielleicht sein buntester und sicherlich der, der die Möglichkeiten des Tonfilms am großzügigsten ausschöpft. Für einen Regisseur der zeitlebens betonte diesen neuartigen Stilmitteln des Kinos skeptisch gegenüber zu stehen, scheint Hitchcock sich mit ihnen nicht nur arrangieren zu können sondern sich im Umgang mit ebendiesen auch offensichtlich wohl zu fühlen. Was die Farben betrifft kann man sich, ausnahmsweise kurz halten, denn The Birds sieht ganz einfach umwerfend aus. Technicolor at it's best, so malerisch, so sinnlich, so meisterhaft. Die Möglichkeit des Tonfilms nutzt Hitchcock vor allem um ein nervenzehrendes Unbehagen hervorzurufen, wenn er seinen Film in hysterischen Lärm oder grausame Stille wickelt. Es ist ein Horrorfilm des Unbehagens, nicht zwangsläufig der Angst. Und es ist auch ein Film der herrlichen Uneindeutigkeit, auch wenn so mancher Kritiker den Film in eine ausschließlich ökologische oder psychologische Leseart zwängen wollte. Es ist ein Film der solche Lesearten oder Subtexte zwar anbietet aber dennoch sorgfältig zurück hält. Der Versuch einer fadenscheinigen Deutung ist damit nicht nur zum Scheitern verurteilt nein, er wird gewissermaßen vom Film selbst veräppelt. Denn was sind wir spekulierenden Zuschauer denn Anderes als die Dorfbewohner, die sich in der Hafenbar mit schiefen Theorien und Blödsinnigen Aberglauben erklären wollen, was das jetzt eigentlich alles zu bedeuten hat? Horror bleibt eben am besten undefiniert.

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          • 5 .5
            HugoWuga 22.12.2016, 18:48 Geändert 22.12.2016, 18:49

            Die zeitweise vorhandenen Logiklöcher und das schwache Ende drücken die Bewertung. Polanskis "Rosemaries Baby", etwa aus der gleichen Zeit, war doch einiges mutiger als der teiweise doch sehr prüde "Die Vögel".

            • 10
              Bruno Morbitzer 22.12.2016, 01:21 Geändert 22.12.2016, 01:22

              Ich bin ein glühender Verehrer von Hitchcocks Filmen, wobei mir sein Spätwerk am besten gefällt. Filme wie "Psycho", "Der Mann, der zuviel wusste", "Das Fenster zum Hof" und natürlich "Die Vögel" zogen mich schon als Teenager in ihren Bann und ließen mich fortan nicht mehr los. Mit Rod Taylor als Mitch und Tippi Hedren (übrigens die Mutter von Melanie Griffith) als Melanie ist "Die Vögel" in den Hauptrollen grandios besetzt, aber, wie bei Meister Hitchcock üblich, gilt dieses sorgfältige und passende Casting bis zur kleinsten Nebenrolle. Die Kameraarbeit ist akkurat und gleichsam kunstvoll, die ruhigen Standbilder beeindrucken mit Beobachtungsgabe und wundervollen Farben, so wie die schnellen Schnitte mit Tempo und dennoch exakter Genauigkeit.
              Dialoge, Dramaturgie, Musik -
              "Die Vögel" ist ein Meisterwerk und gehört zu den besten zwanzig Filmen aller Zeiten.

              • 8 .5
                VinniVega73 14.12.2016, 21:28 Geändert 16.12.2016, 09:42

                Hitchcock zaubert MAL WIEDER ein Meisterwerk...viele ahmten das nach..mal sehr mal weniger gut !

                Eine kleine Anekdote vorweg ..wie ich zu der Bluray kam...muss keiner lesen..genauso wie den Kommentar.
                Letztes Jahr muss Ende Oktober gewesen sein..ging ich wie immer auf mein Balkon um eine zu rauchen.
                2 sehr große Bäume stehen genau gegenüber...in diesen Bäumen sind meist weniger Vögel zu sehen.
                Doch diesmal...waren sie voll vom Federvieh...derart voll das es schon abnormal war.
                Das Licht schon eher dunkel..der Mond war da...und das ganze sah mehr als unreal aus.
                Ich greife nach dem Feuer schaue leicht nach rechts auf die Häuserfront...die ca. 30m lang ist....
                Voll mit Krähen/Raben...wie an der Perlenschnur hocken sie da...keine cm Platz zwischen Ihnen !
                Völlig abnormal...
                Was zur Hölle...haha ein Bild für die Götter !
                Ich trete nach vorne...schaue auf die linke Häuserfront.....natürlich...ca.50m lang nur Federvieh !
                Hier will mich doch einer verarschen...
                Meine Frau kommt dazu ...und kraischt woooww was geht denn hier ab...
                Ich sage zu Ihr ....hätten wir jetzt 1964 und wir wären gestern im Kino gewesen......
                Hat sie natürlich nicht verstanden..egal.
                Dachte innerlich ok ok ja ich kauf die Bluray Alfred...aber ein wenig subtiler wäre auch ok gewesen...und indem steigen die Vögel in einem kraischen alle auf !
                Der Himmel dunkel pechschwarz und ein Lärm vom allerfeinsten ...müssen Hunderte gewesen sein ......

                Nun wer noch nicht eingeschlafen ist....
                Ja der Film ist natürlich verdammt stark...die Bluray zaubert ein tolles Bild !
                Hitchcock hatte wieder ein Projekt wo er etwas völlig banales zu einem Gruselszenario zaubern konnte.
                Respekt das selbst 1963 zu versuchen...hätte auch nach hinten losgehen können.
                Aber Alfred ist eben ein grandioser Meister.

                Ca. 52 Minuten verstreichen...ähnlich wie bei Psycho lässt er das Publikum lange warten.
                Hat in meinen Augen aber bei Psycho besser funktioniert...dort baut sich eine gewisse Spannung auf...hier wählte er fast schon eine Art Screwball Comedy Story zwischen Hedren und Taylor.
                Die packte mich leider überhaupt nicht...insofern muss ich ehrlich zugeben...relativ langweilig !
                Danach zaubert er natürlich Suspense pur in Bildern...
                Wir kennen die Szenen alle ...sie stehen für sich !!
                Hedren das erste Mal vor der Kamera...sieht toll aus..macht Ihre Sache gut.
                Rod Taylor eine Gestalt von Kerl sehr routiniert...wenn auch seine Rolle eher undankbar ist.
                Der Fokus liegt eher bei den Damen...den Zwist zwischen Mutter und der Neuen.
                Zwischen der alten und neuen Liebe !
                Und natürlich dem Federvieh !

                Versuchte mich zu erinnern wie der Score war bei Die Vögel..bevor die Bluray in den Player kam...kam zu keinem Ergebnis !
                Klar weil es keinen gibt...Hitch kommt hier völlig ohne Musik daher.
                Meiner Meinung genau richtig...das einzige Geräusch als Musik kommt von den Birds. Musik hätte das ganze wahrscheinlich verwässert !

                Das Ende grandios...obwohl das Ende ganz anders sein sollte wählte er hier für den Zuschauer Kopfkino...was könnte noch passieren...passiert überhaupt noch was ?
                Auch das er nicht erklärt warum wieso weshalb...war natürlich sehr schlau !
                Jede Variante die er uns angeboten hätte wäre unglaubwürdig gewesen.
                Er wollte sich wahrscheinlich auch nicht selbst aufs Glatteis stellen...also purer Eigennutz !
                Mit einem Schuss von...sollen sich doch meine Zuschauer ein Kopf drüber machen warum die austicken !

                Fazit :
                Toller Film... der uns noch ein paar andere starke Filme brachte...
                Spielberg sollte Ihm in alle Ewigkeiten danken dafür...
                Schon sehr krass wie sich die Szenen aus dem Hai Film mit dem hier ähneln.
                Die Grottenfilme...die andere billig drehten... vergessen wir mal.

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                • 10
                  Copacabanasun 12.12.2016, 22:33 Geändert 12.12.2016, 22:35

                  *♡*Die Vögel*♡*
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                  Was für ein Meisterwerk.
                  Die geilste Vögelei der Filmgeschichte.
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                  LoVe iT!!!
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                  ^.^/"

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                  • 8 .5
                    Sternenkind68 23.10.2016, 18:50 Geändert 23.10.2016, 18:53

                    Ich habe nicht wirklich eine Beziehung zu Vögeln...
                    Ich mag die Geräusche oft nicht, die Kacke, und schwarze Vögel erst recht nicht.
                    In Filmen sind das immer Unheilsboten, Du weißt dann sofort:
                    Gleich stirbt jemand.
                    Aber gerade deshalb ist Hitch so erfolgreich gewesen, er spielt mit den
                    Ängsten der Zuschauer. Ob es Höhenangst ist, Angst vor Vögeln, Angst vor diebischen Elstern ( Marnie ), er packt Dich bei den Eiern, falls Du welche hast.

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                    • 8 .5

                      Es ist Sonntag Mittag 12:00 Uhr ,normalerweise gibt es jetzt Mittagessen . Ich aber sitze im Kino ,es läuft ein Film den ich auf Blu Ray habe und der auch schon öfters im TV lief . Es läuft Hitchcock " Die Vögel " . Das Licht geht aus der Film beginnt . Melanie Daniels (Tippi Hedren )will in einer Tierhandlung Vögel kaufen und lernt dabei Mitsch Brenner ( Rod Tayler ) kennen . Die beiden verlieben sich , er fährt übers Wochenende zu seiner Familie ,sie folgt ihm . Eine nette Liebesgeschichte bei der Hitchcock zeigt das er auch Komödie kann . Denn das Timing bei den Pointen sitzt perfekt . Dann am Küstenort angekommen beginnen langsam die Angriffe der Vögel. Erst ganz langsam dann immer mehr . Bis es scheinbar kein entrinnen mehr gibt da die Vögel überall sind und die Menschen angreifen . Warum sie das machen läßt der Meister der Spannung natürlich offen . Liegt es am Futter ? Oder an Melanie Daniels ,die in mehrerer Hinsicht von den Angriffen profitiert ? Langsam zieht Hitchcock die Schlinge um sein Publikum zu . Um ein Publikum das er schon mit den ersten Szenen in der hand hatte . Wie heißt es so schön :" Kino dafür werden Filme gemacht ". Bei "Die Vögel " möchte man sagen :Solche Filme dafür wurde das Kino gemacht . Nach zwei Stunden Unterhaltung und Spannung geht das Licht an ,man verläßt das Kino . Und wenn man auf der Straße bei einer Taube die am Straßenrand nach Brotkrümmeln sucht kurz zusammen zuckt dann möchte man an Anlehnung an einem Buchtitel fragen :"Mr Hitchcock wie haben sie das gemacht ?"

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                      • 7 .5

                        Schocktober <Nr.2 / 13>
                        „Die Vögel“ ist wirklich kein schlechter Film. Habe mir aber tatsächlich etwas mehr erwartet, dass liegt daran das ich von Psycho und der Unsichtbare Dritte echt begeistert war.
                        Einige Scenen haben wirklich nichts von ihrer Scham verloren. Beispielsweise die Scene in der Schule war wirklich schockierend. Auch der letzte Home-Invasion-Part ist wirklich nett.
                        Leider sind die Effekte etwas in die Jahre gekommen und es wirkt manchmal etwas komisch, wenn einige Vogelpuppen auf irgendwelchen Kindern rumliegen und mit ihrem Schnabel auf sie ein picken. ^^
                        Im Ganzen war es doch ein wirklich guter Horrorstreifen und sollte unbedingt mal gesehen werden.
                        Zum Ende des Monats werde ich sowas von Paranoid gegenüber allem sein :D

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                        • 7

                          Stimmungsvoller und vor allem CGI-befreiter Film-Klassiker bei dem, trotz längst verjährter Sichtung, noch viele Szenen verankert sind!
                          Alfred Hitchcocks DIE VÖGEL gefallen auch heute noch!
                          ...
                          7 / 10 horrenden Luftangriffen

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                          • 7

                            Nicht der beste Hitchcock , aber auch hier war sein großes Können durchaus zu sehen.

                            • 7

                              Wenn so was wirklich mal vorkommen sollte, das wäre glaub ich wirklich "das Ende der Welt". Am besten find immer das Ende, Gänsehaut pur. Hätten aber ruhig mehr Vogelarten nehmen sollen als Möwen und Krähen. Mit Adlern und Eulen zum Beispiel hätte ich es noch spannender gefunden

                              • 7 .5
                                Ailton32 03.03.2016, 19:41 Geändert 07.03.2016, 18:02

                                Hitchcocks “Die Vögel ist einer der ersten Filme, die mit dem „Master of Suspense“ assoziiert werden und ich habe mich sehr gefreut diesen Klassiker nun auch nachholen zu können. Der Film wirkt zu Beginn eher wie ein Vertreter des Abenteuer-Genres mit leicht romantischem Bezug, entwickelt sich aber dann allmählich immer mehr zum Katastrophen-Film. Ich verstehe warum dieser Film meist dem Genre des Horrors zugeordnet wird und er enthält nicht nur viele Elemente von diesem, sondern war zur Zeit seines Erscheinens sicherlich auch ein echter Schocker-Film. Ich habe (Im Jahr 2016) allerdings auch über einige Szenen der Vögelangriffe laut lachen müssen, nicht weil sie technisch schlecht gemacht würden, was überhaupt nicht zuträfe, sondern weil die pure Idee von einer Möwe, die ein kleines Kind zersticht, mir einfach zu skurril um wahr zu sein erscheint. Spannend ist der Film aber dennoch sehr und ich muss auch zugeben nach der Sichtung dieses Filmes trotz besseren Wissens den Vögeln auf dem Baum meines Nachbarn einen skeptischen Blick zugeworfen zu haben. Die technischen Aspekte des Filmes übrigens sind für das Jahr 1963 gerade zu erstaunlich. Der Sound des Filmes besteht nahezu nur aus verschiedenen aufgenommenen Vogelgeräuschen und durch die Entscheidung nur mit echten Vögeln zu drehen ist die Optik des Filmes hervorragend und es werden keinen billigen Grafikeffekte, wie in einigen neueren Tierfilmen benötigt.

                                Obwohl der Film auf mich aufgrund der heutigen Einflüsse nicht wirklich horrorartig wirkt, hat es Hitchcock doch geschafft eine ganz eigene Atmosphäre zu erschaffen, die mich durchaus in seinen Bann gezogen hat. Ein Geheimnis des Erfolgs dieses Filmes war sicherlich auch die bewusste Entscheidung das Motiv für das Aufkommen der Vögelangriffe nicht zu erklären. Sehr zu empfehlen ist übrigens darüber hinaus das Trailer-Video mit Hitchcock persönlich, das vielleicht ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen vermag.

                                • 8

                                  Wow ich bin sehr positiv überrascht wie gut der Film in Szene gesetzt wurde.
                                  Was anfänglich noch aussieht wie eine kleine, süße Romanze, entwickelt sich nach 'ner Zeit zu einem tollen Horrorfilm mit tollen effekten, der sogar fast ohne Soundtrack auskommt.
                                  Ich besitze die Blu-ray Fassung und bin zudem begeistert von der guten Bildqualität!
                                  Fazit: Nach "Psycho" wieder ein richtig guter, alter Horrorfilm von Alfred Hitchcock!

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                                  • 7

                                    Das Drehbuch ist schwach, das Schauspiel kann dem nichts hinzufügen. Die Regie ist dennoch große Klasse. Der Film ist spannend, atmosphärisch und gar etwas angsteinflößend. Das Ende spukt immer mal wieder in meinem Kopf herum, so schaurig-einprägsam ist es. Trotz allen Stärken tut der Film sich bei solch einem plattem Drehbuch schwer.

                                    • 6

                                      Batmans Horrorctober 6 von 13: Die Vögel

                                      Alfred Hitchcocks Tierhorror erweist sich als durchaus gelungene, aber nicht besonders packende Erfahrung. Der Maestro des Suspense Kinos vergisst hier nämlich eine Sache. Suspense. Die Vögel würde wunderbar als Romanze funktionieren. Hitchcock bekommt das Zwischenmenschliche wunderbarhin, seine Charaktere sind außerdem authentisch und bieten Identiefikationspotential. Leider sind die Angriffe der Vögel recht platt inszeniert. Die Kreaturen hacken stupide auf alles ein, Musik fehlt generell und die Kamera hält einfach drauf. Technisch bestimmt voller Finess und der Zeit vorraus, wirkt der Film nicht bemüht Spannung zu erzeugen. Die flache Geschichte verläuft leider recht unbefriedigend. Die Vögel ist ein toll geschauspielerte, technisch guter und verdammt unterhaltsamer Film, aber eben kein besonders spannender.

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                                      • 10
                                        cycloo77 07.10.2015, 21:52 Geändert 31.01.2016, 20:29

                                        Ein absolut Geniales Horror-Meisterwerk vom großen Alfred Hitchcock.

                                        Alfred Hitchcocks Bildersprache bleibt für alle Zeiten unerreicht,du kannst bei ihm einen Film an einer beliebigen Stelle anhalten und du hast ein Gemälde zum bewundern.

                                        Heutzutage können die Filmemacher noch soviel aus dem CGI Wahnsinn herausholen,da kommt in 1000 Jahren keiner ran,das rüberzubringen was Hitchcock hier gelungen ist.

                                        Meisterwerk der Filmgschichte!

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                                        • 8 .5
                                          replicant-10 28.09.2015, 12:49 Geändert 28.09.2015, 12:52

                                          Die Vögel ist ein absolut genialer Suspense- Kult-
                                          Klassiker von Meister Hitchcock !!!

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                                          • 10
                                            A-Wax 27.09.2015, 18:37 Geändert 27.09.2015, 18:40

                                            Zeitloser Hitchcock-Klassiker der mich seit über 25 Jahren begleitet und mich immer wieder erneut schockieren kann.

                                            An wenige Filme die ich in meiner Kindheit gesehen habe, habe ich eine so deutliche und erschreckende Erinnerung wie an "Die Vögel" vom Großmeister des Suspense Sir Alfred Hitchcock. Ich muss sieben oder acht Jahre alt gewesen sein, als meine Mutter damals sich "Die Vögel" im Fernsehen (auf Sat 1, das weiß ich noch genau) angeschaut hat. Es waren Ferien und er kam relativ früh, daher durfte ich ihn mir mit ihr ansehen. Glücklicherweise habe ich auch als Kind keine Alpträume von Filmen bekommen, aber einige Szenen des Films haben sich ganz tief in mein Gedächtnis gebrannt. Besonders der Beginn der letzten Szene als Mitch Brenner auf Abertausende Vögel blickt und merkt in welch auswegloser Lage sie sich befinden.

                                            Seit über einem Jahr bin ich nun stolzer Besitzer der wunderschön gemachten Hitchcock-Collection auf BluRay und ich freue mich schon sehr darauf die alten Filme in toller Qualität zu sehen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund schob ich bisher die Sichtung von "Die Vögel" ein wenig vor mir her. Der Film übt für mich seit meiner Kindheit eine bizarre und doch erschreckende Faszination aus. Gerade weil die Szenerie so alltäglich ist und man jeden Tag auf Vögel trifft und sie beobachtet, gerade das macht diesen Film wahrscheinlich so erschreckend für mich.

                                            Kommen wir nun aber mal zu den objektiven Kriterien. Die darstellerischen Leistungen der Damenriege, also Jessica Tandy, Veronika Cartwright und vor allem natürlich Tippi Hedren sind klasse. In ihren Gesichtern spiegelt sich das Grauen sehr schön wieder. Man kann Mr. Hitchcock durchaus verstehen weswegen er angeblich in Tippi Hedren sehr viel mehr gesehen hat als nur eine seiner Schauspielerin. Die Darbietung von Rod Taylor ist nicht wirklich schlecht, fällt aber im Vergleich zu seinen weiblichen Kolleginnen doch deutlich ab.

                                            Wenn wir uns die Inszenierung anschauen, dann stechen hier natürlich die Angriffssequenzen der Vögel heraus. Wir müssen uns immer verdeutlichen, dass dieser Film 1963 entstanden ist. Die Szene in der Telefonzelle ist wahnsinnig intensiv, auch der Angriff bei der Schule und natürlich das grandiose Finale. Hitchcock gelingt es mit dem Vogelgeschrei eine unglaubliche Spannung aufzubauen. Auch die diversen Kameraeinstellungen suchen immer wieder ihres gleichen.

                                            Aber all das wäre noch nicht die Begründung für eine 10er-Wertung. Der Grund hierfür liegt natürlich in der Geschichte. Sofort nach dem Film googelte ich nach Interpretationen. Als achtjähriger Junge erkennt man natürlich noch keinerlei der (vermeintlichen) Zusammenhänge oder Andeutungen, daher brauchte es 25 Jahre bis ich in diesem Film mehr sehen konnte, als einen toll gemachten Tierhorror. Es gibt ja verschiedene Interpretationen dieses Streifens. Ich kann und will mich jetzt gar nicht für eine entscheiden, denn ich weiß es schlichtweg nicht. Nach Betrachtung des Trailers kann ich mich sehr gut für die "natürliche" Interpretation begeistern, die Vögel quasi als Rache der Natur an uns Menschen. Ich muss aber auch denjenigen recht geben, die einwenden, dass diese Deutung doch sehr offensichtlich ist und sie vollkommen das komplexe Beziehungsgeflecht der Personen untereinander aussen vor lässt. Die anderen im Internet gefundenen Deutungen beziehen sich eben sehr stark auf diese Ebene und haben daher auch ihre Berechtigung. Die Interpretation der letzten Szene als Vorbote der Apokalypse finde ich sehr spannend und durchaus passend.

                                            Ganz egal welcher der vielen Erklärungen man selber nun folgt oder eben auch nicht. Dem Meister ist es mal wieder gelungen einen Film zu schaffen der einen nicht nur in den knapp zwei Stunden Laufzeit fordert und fasziniert, sondern eben auch noch darüber hinaus. Solche Filme liebe ich und genau solche Filme bekommen von mir gerne eine 10er-Wertung, gerade dann wenn sie mich schon seit 25 Jahren begleiten und mich jedes Mal wieder in Erstaunen und gespannte Erwartung versetzen.

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                                            • 7 .5

                                              Evan Hunter's Drehbuch trägt den Film über weite Strecken. Nicht etwa, weil die Handlung sonderlich extravagant wäre, nein. Aber durch ausführliche Charakterzeichnung und in Zweck und Ausführung perfekte Dialoge wird Hitchcock wieder die Möglichkeit gegeben, sein Talent für zum Schneiden dichte Atmosphäre in enormer psychischer Tiefe auszuleben.

                                              "It's the end of the world" hört man immer wieder vom Dorfschreier von Bodega Bay in der örtlichen Kneipe. Und der Mut zu solch einem Szenario ist sowohl zeitlich, als auch in seiner Konsequenz gewaltig. Denn "The Birds" zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er nie den Zwang ausübt(anders als sehr viele andere Hitchcock Filme), den Zuschauer durch Plot oder Scheinrealismus zu beeindrucken. Es ist das Ende der Welt und Vögel wollen die Menschheit ausrotten. Das ist das Konzept und darauf muss man sich einlassen.

                                              Dass da immer wieder kleine, grüne Anspielungen auf den Mensch als Ausbeuter des Planeten etc. eingestreut werden, dem sollte man keine zu hohe Bedeutung beimessen. Es ist ein Stilmittel, um der Atmosphäre Willen. Nicht mehr und nicht weniger. Denn genau das zeichnet diesen hervorragend realisierten Monsterfilm auch aus.

                                              Stimmung wird mit Hitchcocks Inszenierung erzeugt. Er greift viele Stilmittel des Horrorfilms vor, die man erst Jahre später in der Form sehen wird. Die gnadenlos eingesetzte Subjektive, der Wechsel zwischen Distanziertheit und regelrecht emotionaler Kamera. Ja, in solchen Momenten verzeiht man sogar Tippi Hedren ihr pseudoselbstsicheres Dauerlächeln.

                                              "The Birds" ist vom Aufbau her herausragend und weiß einen an die Schicksale der grandios skizzierten Charaktere zu fesseln, welche durch einen Nebel der Spannung wandern, manchmal rennen. Diese technische Brillanz hat der Film auch manchmal nötig, da die Handlung sich doch ab und zu durch ihre simplen Wendungen schleppt.

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                                              • 7
                                                smartbo 26.07.2015, 16:38 Geändert 26.07.2015, 16:45

                                                Ein Filmklassiker von Alfred Hitchckock.
                                                Für jeden Filmfan, egal ob gefällt oder nicht, ein Muss.

                                                Habe mir ihn zu x-ten mal angeschaut, und er ist auch heute noch trotz der veralteten Filmtechnik sehenswert.. Ich denke, dass das nur Alfred Hitchckock zu verdanken ist, der in der Lage war, aus einer einfachen Story das Maximum an Spannung und Dramaturgie herauszuholen. Ein Genie.

                                                • 7

                                                  Mal wieder ein Film, wo ich mir nicht ganz schlüssig bin, wie ich ihn bewerten soll.
                                                  Ich glaube gerne, dass er 1963 wirklich gut war... aber heute reißt er zumindest mich nicht mehr vom Hocker.
                                                  Die Stärke des Films, auch nach 50 Jahren, liegt in der Inszenierung, denn im Spannungsaufbau, der Atmosphäre und der Kameraführung ist der Film perfekt gemacht. Dass einen die Effekte heute nicht mehr verblüffen, davon sollte man ausgehen - so war ich stellenweise sogar positiv überrascht.
                                                  Doch die Story ist irgendwo recht trivial und läuft ins Leere, sodass ich nach einer tollen Schlusseinstellung doch sehr verwundert war, dass der Abspann kam. Nichts gegen offene Enden, nur fehlten irgendwo auch Hintergründe der Gesamtstory - macht das ganze natürlich umso mysteriöser, aber nicht zwingend besser. Und die Darsteller konnten mich auch nicht begeistern.
                                                  Somit bleibt es bei einem etwas durchwachsenen Filmerlebnis, das aber als ein Musterbeispiel für Spannungsaufbau sehenswert bleibt und wohl immer bleiben wird.

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                                                  • 8

                                                    Von der Story her ist der Film zunächst einmal ein typischer Tierhorrorfilm , wie es sie zu hunderten gibt. Tiere werden zu einer Gefahr, eine Gruppe von Menschen verbarrikadiert sich. Aber dieser Film hat mehr zu bieten, er ist schließlich von Hitchcock. Es ist natürlich typisch für Hitchcock die großartige Inszenierung und die geniale Art Spannung und Horror zu erzuigen. Ich denke nur an die Szene, in der die Protagonisten sich im Haus verbarikadiert und haben und die Vögel nicht sehen, aber hören. Man hört das eklige Gekrächze und das Piken der Schnäbel gegen die Holzwände. Psychohorror. Oder die Szene, in der die Protagonistin vor der Schule sitzt, in Gedanken versunken ist und erst gar nicht so richtig registriert, dass sich erst nur eine Krähe und dann langsam eine nach der anderen auf einem Gerüst niederlässt. Nachdem die die Kamera dann längere Zeit auf dem Gesicht der Protagonistin verharrte, sieht man dann plötzlich, dass es nur so von Vögeln wimmelt. Hitchcock ist einfach genial. Auch optisch weiß das Werk zu überzeugen. Es sind einige tolle Bilder zu sehen. Schon alllein ganz am Schluß. Auch wenn man sieht, dass es teilweise gemalt ist, ich finds trotzdem toll.
                                                    Ich kann verstehen, dass der Film nicht jedermanns Sache ist. Für mich ist er zwar nicht Hitchcocks Bester, aber auf jeden Fall ein guter und sehenswerter Film.

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