Nach diversen Erfolgen wie der "Herr der Ringe" Trilogie, hatte es sich Peter Jackson vorgenommen, junge Talente zu fördern. Dieses Talent ist im konkreten Fall Neill Blomkamp. Dieser war Jackson mit seinen Kurzfilmen aufgefallen, die im Halo Universum spielten. Leider scheitere die Finanzierung eines Halo-Spielfilms und so wandte sich Blomkamp einem eigenem Projekt zu. Peter Jackson trug seinen Namen als Produzent und das Budget von ca. 30 Million Dollar bei - und ja das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Um es kurz zu machen: Ich konnte mit "District 9" nicht allzuviel anfangen. Diese ganze aufgezwungene Symbolik, die einem die Aliens als Synonym für die unterdrückten und schikanierten Township-Bewohner Afrikas verkaufen will, empfinde ich als nicht sonderlich glaubwürdig - und vorallem trägt sie den Film nicht. Richtige Spannung oder Interesse kommt selten auf, denn dazu bleiben die Hauptakteure in Form von Agent XY und Alien-Family zu blass und unglaubwürdig. Besonders deutlich wird das bei der Tatsache, dass die psychische Verwandlung vom pullundertragenden Hornbrillen-Agent vom Anfang (ich musste sofort an Ernie aus "Stromberg" denken...) hin zum insektenbearmten Kampf-Rambo noch weit vor der physischen Metamorphose einsetzt. Wie sowas besser und nachvollziehbarer funktioniert kann man bei Cronenbergs "The Fly" sehen, bei dem man sich tricktechnisch sowieso des öfteren bedient.
Insgeheim schienen auch die Macher von diesen Schwächen zu wissen, und setzen in der zweiten Hälfte auf bewährte Knall-Bumm-Momente inklusive Mini-Transformer, bösem General, fiesen Kannibalen-Gangstern und "Mars Attacks"-Waffen. Nach dem ganzen Wackel-Cam-auf der-Stelle-treten der ersten Stunde ist das zwar leidlich unterhaltsam und sieht auch nicht ganz schlecht aus, aber wirkliche Innovation sieht anders aus.
Angesichts der selbstgesteckten Ansprüche bzgl. Sozialkritik usw. ist "District 9" dann doch recht belanglos und schnell wieder vergessen.
Dafür das es mal ein Film des größten Ego Shooters aller Zeiten werden sollte find ich es ok.KLar mit der Geschichte von Halo und dem entsprechden Geldmitteln währe dies genial geworden.Aber was die Produzententen trotzdem daraus gemacht haben ist mehr als akzeptabel
Schon interessant wie Meinungen auseinander driften können. ich finde District 9 ist ein besonders gut gelungener Film, vorallem die im Untergrund mitklingende Botschaft, dass wir doch alle iwie auch nur "Shrims" sind finde ich nett. Bringt meiner Meinung nach die Leute immer iwi einander näher. Gute Spannungskurve und n sehr netten neuen Science Fiction Eincshlag hat der Film meiner Meinung auch noch. ISt und bleibt jeden Falls einer meiner Lieblinge. Van der Merwe rockt! ;-)
Leider gelingt es Blomkamp nicht, die Spannung und Intensität, die mit der Form des Dokumentarfilms einhergeht, bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Das Ende artet in eine pure Materialschlacht aus, die äußerst konventionell daherkommt. Von der Originalität der Form bleibt so gegen Ende leider nichts mehr übrig. Die Wahl der Blickwinkel wirkt am Ende des Films doch zu beliebig und hat ihre Schärfe verloren. Dennoch bleibt District ein herausragender Film, der vor allen Dingen wegen seiner inszenatorischen Originalität sehenswert ist und bleibt.
Allein die Idee, den Film nicht in einer großen Stadt der USA sondern direkt in Afrika zu drehen und dabei die Aliens als ausgebeutete und unterdrückte Rasse darzustellen, sorgt für ein verstörend verzerrtes Szenario, in dem sich intelligentes Schauspiel mit absolut mitreißender Action abwechselt. “District 9″ ist das erhoffte Meisterwerk für das darbende Sci-Fi-Genre und wird hoffentlich die Initialzündung sein, die uns noch mehr solche intelligenten Storys beschert, denn die braucht das zuletzt auf stumpfe Popcorn-Action abgestumpfte Genre dringend!
District 9 ist in erster Linie effektvolles Unterhaltungskino, mit glucksenden Aliens, kuriosen Kampfrobotern und physischen Transformationen, die denen eines David Cronenberg in nichts nachstehen. Die ambitionierte, wenn auch nicht durchgehend gelungene politische Auseinandersetzung des Filmemachers mit seinem Land und eine erfrischende Auflockerung der Funktionsmechanismen des Actionkinos helfen dem Film, sich aus einer Masse einfach gestrickter Actionspektakel hervorzutun. Derart außerirdischer Besuch ist, in der Filmlandschaft versteht sich, durchaus begrüßenswert.
Aliens, endlich wieder Aliens! Prawns! Und dieses Mal nicht in Amerika, wo sich sonst alle Aliens aufhalten. In Johannesburg, Südafrika, wird diese wirklich innovative Geschichte um Wikus Van De Merwe erzählt. Der Beginn dieses Films, ach was sage ich, der ganze Film strotzt nur vor Originalität, es ist ein Fest mit anzusehen, wie der Anfang von District 9 im semi-dokumentar Stil so langsam die Geschichte aufbaut, dann die Geschichte als eine Art großer Flashback erzählt wird und am Ende dann sich alles zusammenfügt zu einem großen Ganzen. Es wurde viel bemängelt, dass die zweite Hälfte den Dokumentarstil vernachlässigt, was meines Erachtens in keinster Weise zutrifft. Es ist eine Art Rahmen um Wikus Geschichte, der meisterhaft vom Neuling Neill Blomkamp gebaut wurde. Und der Hauptteil, die Story um Wikus Wandel ist mithin das beste was ich an Actionsequenzen dieses Jahr gesehen habe. Schon eine Szene war um einiges besser als der zweite Teil von Transformers und Terminator Salvation zusammen. District 9 versteht es verschieden Genre miteinander zu mischen und zeitgleich Platz für seine Charaktere zu lassen. Das Besondere ist, dass man, seien es auch Wesen aus einer anderen Welt, ja, sogar computer-animierte Wesen, mit den Prawns mitfühlen kann, besonders mit Christopher und seinem Sohn. Es ist erstaunlich wie Blomkamp in dieser Story noch eine Liebesgeschichte einfädeln konnte, die – wie es meistens der Fall ist – der Kern eines Filmes darstellt. Das macht die Angelegenheit umso emotionaler, wenn man auf das Ende und besonders auf die wenigen letzten Sekunden von District 9 schaut.
[...] Seine größte Leistung ist es jedoch, dem Außerirdischen Christopher im Lauf des Films eine solche Charaktertiefe zu geben, dass man mit ihm mitleidet, ja Sympathien für ihn entwickelt. Und so ist “District 9″ neben einem hervorragenden und außergewöhnlichen Science-Fiction-Film mit großem Hang zur Realität, eben auch der beste Alien-Mensch-Freundschaftsfilm seit “E.T.” und “Enemy Mine”.
Die erste Dreiviertelstunde hat mich wahrlich beeindruckt. Ein interessanter Subtext auf die aktuellen Probleme, nicht nur in Südafrika. Allerdings baute der Film später ab, verkam zum puren Actionfilm mit etwas zu viel Ballerei. Auf eine Fortsetzung bin ich trotzdem gespannt.
Blomkamp erzählt seine Geschichte mit Elementen des Dokumentarfilms vor einem sozialkritischen Hintergrund – die politischen Töne um Apartheid, Ausgrenzung, Angst hätten durchaus noch schärfer ausfallen dürfen. Seine Figuren bleiben leider ohne Tiefe und ihr Schicksal kann uns deshalb nie wirklich intensiv berühren. Das ist vielleicht die entscheidende Schwäche des Films. Auf der Haben-Seite stehen neben der tricktechnischen Perfektion und der wunderbaren Kameraführung vor allem die Liebe zu den unzähligen Details ... (Mehr im Podcast)
[...] bedeutet “District 9″ Hoffnung für das Blockbusterkino. Der Film ist kein Remake, Se- oder Prequel, basiert er doch auf einer eigenständigen Idee. Die Alien Integration verhält sich hier weitaus schwieriger, aber auch nachvollziehbarer als in anderen Verfilmungen mit diesem Thema, wie “Alien Nation” oder “V“. Auch nach dem Ende des Films ranken sich noch einige Geheimnise um den District 9, so daß eine weiterer Film vor allem nach dem Box Office Erfolg, wahrscheinlich erscheint. Ob es sich dann um ein Prequel oder Sequel handelt, steht noch in den Sternen. Leider wird dieses, sofern die Erzählttechnik nicht geändert wird, nicht mehr so frisch wirken wie “District 9″.
"District 9" ist wirklich kluge Sci-Fi, und das ist nur der Anfang: es ist auch eine beißende soziale Satire, versteckt in einem Action-Film, voll gepackt mit ekligen Aliens und bedauernswerten Konflikt zwischen den Spezies. Und es ist ein Riesen-Spaß... In einem guten Sommer gibt es meistens einen Film der aus dem Nichts kommt und und völlig umhaut. Dies ist ein guter Sommer, und dieser Film ist "District 9".
Was den Film so sehenswert macht – und das ist etwas, was Michael Bay völlig vergessen hat in seinem Transformers-Nachfolger – ist wie sehr wir uns mit dem sympathischen und völlig ahnungslosen Protagonisten Wikus identifizieren. Werden wir dieses Jahr noch etwas besseres sehen? Ich glaube nicht.
District 9 hat ein Ende das gleichzeitig befriedigend und beunruhigend ist. Obwohl die Geschichte erzählt ist, gibt es noch offene Fragen – nicht die kleinste davon was alles in drei Jahren passieren wird. Eine Fortsetzung ist möglich, aber nicht unbedingt nötig. Das stärkste Bild was am Ende bleibt ist der Blick, der durch die Linse des Films auf die Menschheit geworfen wird. Man kann nur hoffen, dass wirklich keine Aliens je auf der Erde landen, denn wenn wir sie so behandeln wie in diesem Film gezeigt, ist das ein sehr deprimierender Gedanke.
Der Film macht vieles richtig, inklusive der Entwicklung einer Alien-Rasse die uns daran erinnert, dass nicht jeder der in einem Raumschiff kommt engelsgleich ist, achtarmig und aus Edelstahl. Sie sind fremd im besten Sinne dieses Wortes. Der Film kombiniert auch nahtlos seine Doku-Teile und die Special Effects (die Aliens sind CGI). Und es ist auch eine erbarmungslose Parabel auf die Entfremdung und die Behandlung von Flüchtlingen. Nur der dritte Akt ist enttäuschend, spielt er sich doch in üblicher waffenstarrender Manier ab. Es gibt keinen Versuch, die Situation zu entschärfen – und wenn dies als Happy End gemeint ist, dann habe ich schon fröhlichere gesehen. Trotz aller Kreativität bleibt der Film eine Seifenoper ohne tieferen Sinn.
[...]„District 9“, der mehr oder weniger in Rückblenden erzählt wird, brilliert vor allem in seinem ersten Drittel, das weniger an einen Spielfilm, sondern an einen Dokumentarfilm erinnert. In diesen Phasen gelingt es Neill Blomkamp dann auch einen ungeheuer dichten und faszinierenden Science-Fiction Film zu erzählen, der einen Blick für die im Film thematisierten Probleme hat. Rassismus, Vorurteile, wirtschaftliche Interessen, sowie die Mechanismen der medialen Berichterstattung in all ihren Facetten, fließen in diesem ersten Abschnitt zu einem verflochtenen Gesamteindruck zusammen, der mehr auszusagen vermag, als es die letzten beiden Drittel von „District 9“ dann noch vermögen. Gerade auch die Entscheidung die Aliens nicht von vornherein als mitleidserregende Kreaturen zu zeichnen, sondern diese ganz im Gegenteil mit einer ganzen Reihe von negativen Attributen auszustatten, führt zu einem ambivalenteren und somit gelungenem Gesamtbild. Vor allem aber bleibt sich Blomkamp an dieser Stelle selbst treu, wo er doch der Meinung ist, dass auch der beste Science-Fiction-Film bei aller Kraft und Schärfe nur reflektieren, aber nichts verändern könne. Und so ist „District 9“ nicht weniger als eine gekonnte Reflektion seiner eigenen Perspektive über die Geschichte und den vorhandenen Status Quo seiner Heimat. Leider aber bleibt er diesem Stil im weiteren Verlauf des Films nicht treu, so dass er ihn zwar nicht in Gänze ad absurdum führt, wohl aber degradiert er diesen zu einem bloßen Mittel zum Zweck. Der Zweck ist dann leider doch wieder nur der altbekannte Fokus auf eine actionlastige Geschichte. So einfordernd nämlich der erste Abschnitt des Films ist, so popcornlastig wird es dann gegen Ende. Das macht „District 9“ mit Sicherheit nicht zu einem schlechten Film, zumal die Action von Blomkamp mehr als nur gekonnt in Szene gesetzt worden ist, führt aber dazu, dass „District 9“ Potential verschenkt.[...]
Stimmt schon, dass das Niveau nach dem ersten Drittel "sinkt". Aber ich finde das ok. Zuerst wurde die Gesellschaftskritik perfekt (vor allem genau richtig dosiert) angebracht, dann wendet sich der Film ganz dem Helden und seinen persönlichen und akuten Nöten zu, im letzten Drittel schließlich das großartig inszenierte Finale, zum Zurücklehnen, Genießen und böse Lachen. 3 Akte, 3 Ebenen, alles super :)
Ja nun. Ich bin deiner Meinung nicht gänzlich abgeneigt aber möchte ich dennoch dir eine perspektive geben die dir vielleicht entgangen ist. So ist es doch nur relevant, dass Sich die Aliens gegen ende nur wehren nachdem was man Ihnen angetan hat zwar bezieht es sich meist auf einen Alien und einen Hybriden sozusagen der sich ja zu einen von den Außerirdischen verwandelt. Es zeigt Doch nur den drang zur Freiheit das meiner Meinung nach jede Lebensvorm hat! Klar wird es mit Action verpackt um den Zuschauer doch nur im Kino zubehalten damit er noch erfährt wie es ausgehet. Des Weiteren ist das Ende so offen, dass man schließen kann das es einen weiteren teil gibt, den immerhin sind noch über 2Millionen Aliens auf der Erde und ein versprechen offen.
Ein bemerkenswert frisch erscheinender Science-Fiction-Film im schicken Politkorsett, dessen sozialkritische Töne sich zunehmend einer sehr konventionellen Actiondramaturgie angleichen. Atmosphärisch offensichtlich stark von Paul Verhoevens "RoboCop" inspiriert, ist der verhältnismäßig günstig produzierte Dritte-Welt-Alien-Film vor allem großzügiges Zitatkino, das seine Vorbilder mal mehr, mal weniger klug und subtil für einen eigenständigen Ansatz – eine Invasion durch Außerirdische als Apartheidmetapher – bemüht. [...]
Mit originellen visuellen Mitteln etabliert Neill Bloomkamp sich bereits mit seinem Debüt als Meister des cineastischen Erzählens. Keine Sekunde lang ist District 9 langweilig, von Anfang bis Ende wird der Zuschauer geradezu emotional gefesselt und fast gegen den eigenen Willen auch in den brutalsten Szenen mitgerissen. Auch beweist der Regisseur, dass man keine zweieinhalb Stunden braucht, um eine komplexe Geschichte ausschöpfend zu erzählen, man muss er nur verstehen, straff und effektiv zu inszenieren. Schließlich benutzt Bloomkamp zwar wie viele andere Filmemacher zur Zeit ebenfalls in den Actionszenen eine sehr kinetische Kamera (die angesichts der Doku-Elemente aber auch mehr Sinn mach als z.B. in Transformers), der Zuschauer verliert jedoch trotzdem nie den Überblick. So muss Action-Kino sein!
Die hoffnungslose Überzeichnung der Hauptfigur erinnert an den Produzenten Peter Jackson zu BRAINDEAD-Zeiten; das dokumentarische Element evoziert daher hauptsächlich Erinnerungen an THE OFFICE (US-Version). Dann noch die Kurve zum Sentiment zu schlagen tut weh; die Hauruck-Lösung samt nicht zu verachtender Action-Schauwerte will dann auch nicht mehr greifen.
Ein ambitionierter, aber gescheiterter und manchmal schlichtweg schlechter Film.
[...]Vom frischen Setting, über die spannende Story, die bei vielen einzelnen Höhepunkten als brilliant konzipiertes Ganzes in Erinnerung bleibt, bis hin zur Meisterleistung der Tricktechnikabteilung ist „District 9“ ein enorm durchschlagendes Größtereignis. Einen hohen Reiz bezieht der Film über seine Offenheit, über die vielen Fragen, die zu Anfang und am Ende unbeantwortet bleiben und auch wenn angesichts des finanziellen Erfolges schon sehr laut über ein Sequel (oder Prequel) nachgedacht wird, ist die Faszination des Films schon als Einzelwerk unfehlbar (und bleibt es hoffentlich im Fortsetzungsfall). In einem an Meilensteine setzende Werken armen Kinojahr mag „District 9“ einen recht einsamen Höhepunkt markieren, dafür macht er dies mit einem solchen Karacho, dass es ihm unzweifelhaft auch in einer reicheren Saison gelungen wäre. Die Höchstklasse des Films und die Meisterleistung sämtlicher beiteiligter dadurch zu schmälern, dass beides von der Sommerkonkurrenz derart ausgeprägt einfach nicht geboten wurde, käme schließlich dem Pflanzen einer Rose auf einem Misthaufen gleich. Und Regisseur Neill Blomkamp sollte man nicht im Hinterkopf behalten, seinen Namen sollte man sich auf die Stirn meißeln.[...]
Viele Informationen Falsch wiedergegeben btw. Informationen rund um den Regisseur Faktisch falsch ! Schaut eher so aus wie von vielen Kritiken zusammen kopiert!
Hm, bei solchen Aussagen wären ein paar konkrete Beispiele, an denen du sie festmachst, ganz hilfreich. Wo genau sind meine faktischen Fehler? Die Behauptung "schaut eher so aus wie von vielen Kritiken zusammen kopiert" halt ich übrigens für reichlich anmaßend, vor allem, wenn man selbst noch überhaupt nix von sich gegeben hat...
Das Script von Alex Garland ist immer noch im Umlauf, und vielleicht wird's nach dem Erfolg von "District 9" ja doch noch was mit Blomkamp auf'm Regiestuhl
wäre sehr zu wünschen. obwohl ich jetzt nachdem ich district 9 gesehen habe nur sagen kann: ein glücksfall. sonst wäre es wohl nicht zu diesem tollen film gekommen.
Der Film verschenkt einfach viel zu viel. Rassismus gegen Aliens? Daraus hätte man so viel mehr machen können, statt einer cleveren Gesellschaftskritik ist District 9 eigentlich nur ein typischer Alienfilm, der ohne explodierende Köpfe und Alienwaffen nicht viel vorzuweisen hat.
Ansichtssache... meiner Meinung nach hat der Film die Gesellschaftskritik gut herausgearbeitet. Außerdem solltest du bei der Bewertung des Films eher darauf achten, ob der Unterhaltungsfaktor angemessen ist oder nicht, und nicht ob eine Kritik hätte besser herausgearbeitet werden können. Die Story ist auf jeden Fall spannend, packend und lässt einen im nachhinein auch über ethische fragen nachdenken... dass der Film gerade einmal mit 4.0 Punkten bewertet wurde kann ich nicht nachvollziehen...
"District 9" beginnt wie eine Fernsehdokumentation über Wikus Van De Merwe und die Umsiedlung. Interviewschnipsel und Handkamera-Bilder suggerieren Authentizität. Allerdings hält Blomkamp den pseudodokumentarischen Schein nur so lange aufrecht, wie er ihm entgegenkommt. Später wechselt er - immer auf den größten Effekt bedacht - ständig zwischen Van De Merwes Perspektive und einer Erzählerposition hin und her. Zwischen Analyse und Affirmation liegt im Genrekino ein schmaler Grat, und von dem rutscht Neill Blomkamp mehr als einmal ab.
Hype kann etwas sehr gefährliches sein. Natürlich nicht nur in Hinsicht auf Film, aber doch speziell auch hier. Hype beeinflusst unsere Rezeptionshaltungen, schafft hohe Erwartungen, die eigentlich nur enttäuscht, sprich nicht erfüllt, werden können. Natürlich stehen die Chancen gut, dass man mit dem Strom schwimmt, immerhin sagt man ja, dass Millionen von Zuschauern (in den USA) nicht irren können und solch ein kleines Independent-flick wie District 9 muss man doch einfach wertschätzen, oder? Was man auf jeden Fall wertschätzen kann, ist die Tatsache, dass Neill Blomkamp mit gerade mal 30 Millionen einen der erfolgreichsten Sommerblockbuster dieses Jahres auf die Beine gestellt hat. Das ist nicht nur ein Schlag in Michael Bays Gesicht, der für seinen Transformers: Revenge of the Fallen fast das Sechsfache verpulvert hat, sondern zeigt Hollywood auch, welch exorbitante, ja lächerliche, Summen sie für ihre "großen" Namen raushauen. Dass dies keine Notwendigkeit ist, das zeigt Blomkamp eindrucksvoll.
Im Vergleich zu einem "Watchmen" oder "Inglourious Basterds" ist "District 9" der erste Film des Jahres, der seinem Hype auch tatsächlich gerecht wird. Zumindest im Ansatz. Speziell das erste Drittel des Filmes stellt dabei mit seinen Analogien zur Apartheid und den sozial-politischen Problemen Südafrikas die Trumpfkarte des Filmes dar.
Nicht, dass die Metaphern und Resonanzen von „District 9“ nicht reichhaltig wären oder zum Nachdenken anregen würden. Aber die Filmemacher heben sie nicht plump oder mit erhobenem Zeigefinger hervor. Stattdessen betten sie ihre Ideen, in bester B-movie Tradition, ein in eine einfallsreiche, kurzweilige und spannende Action-Story – eine die des Zuschauers Intelligenz respektiert auch während sie bewirkt das ihm die Augen übergehen (oder sich sein Magen umdreht). Als Wikus in einen schrecklichen Unfall gerät sind wir an seiner Seite und unter seiner Haut, und "District 9" wandelt sich subtil von spekulativer Science Fiction zum Zombie-Bio-Horror und dann - weniger subtil – zum Flucht-Action-Film mit spektakulären Autoverfolgungsjagden.
Inmitten aller Action nimmt man die sorgfältige ausgearbeiteten Hintergrund-Details, den knackigen Schnitt und die innovativen Special Effects fast als selbstverstädnlich hin. Nicht unwichtig sind die Aliens selbst, die seelenvoll und expressiv gestaltet wurden, ohne zu anthropomorphisch daherzukommen.
In seinem Kern erzählt "District 9" eine Geschichte – nicht unbekannt in der modernen Literatur Südafrikas – wie ein Angehöriger der herrschenden Gruppe die Ungerechtigkeiten erkennt, die ihn an der Macht und andere als seine Untergebenen erhält. Der Preis, den er für die Erkenntnis bezahlt, ist hoch – und dennoch ist der Film nicht nihilistisch. Die Aussichten sind nicht sonnig, aber der Film suggeriert dass die einzige Möglichkeit, menschlich zu bleiben, manchmal die komplette Entfremdung ist.
Soll ich lügen, wenn mir der Film nicht gefallen hat, damit ich auf einer Linie mit allen anderen liege? Bin doch kein Schaf. Muss mir ein Film automatisch gefallen, weil du denkst, er ist «der Hammer»? Muss ich einen schlechten Tag gehabt haben, weil ich zahlreiche Gründe gesehen habe, wieso der Film nicht gut ist? Du kannst gerne erklären, wieso der Film «der Hammer» ist. Aber mir irgendwie zu unterstellen, dass ich den Film schlecht finde, weil ich vielleicht mit dem falschen Bein aufgestanden bin, ist einfach mieser Stil.
Der miese Stil ist eher, einen Film, den der Großteil gut findet schlecht zu bewerten und das ohne jegliche Begründung! Ein Halbsatz ist meiner Meinung nach keine Kritik! Das kann meinentwegen von einem Community-Mitglied kommen, aber nicht von einem Kritiker!
Ohne jegliche Begründung? Ist es wirklich zu viel erwartet, dass die Leser auf «Vollständige Kritik» klicken, wenn sie eine ausführliche Begründung lesen möchten? Oder ist dir das zu anstrengend? Lieber zuerst auf die missliebige Meinung einschlagen. Nur ein mundtoter Kritiker ist auch ein guter Kritiker.
«Trash» verwende ich hier zwar sicher nicht als Lob, aber es beschreibt eben auch den Stil und die Machart des Films. Daher ist «District 9» sehr wohl Trash. Oder weniger abwertend das Gegenteil von einer Hochglanz-Produktion. Es gibt durchaus auch Trash-Filme, die mir gefallen.
Auch wenn ich nicht ganz so streng zu "District 9" bin wie du, kann ich deine Enttäuschung nachvollziehen. Ist schon ein seltsamer Kinojahrgang: Nachdem die Blockbuster im ersten Halbjahr fast durchgängig enttäuscht haben, wird nun im Zweiten Alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist zum Klassiker erhoben. ;)
Dieser Film ist ein sinnentleertes Machwerk mit einem so unlogischen, weil doofen Plot, dass man sich fragt, warum sich keiner der überwätligten Kritiker fragt, weshalb sich diese Wesen genau so benehmen, wie sie karikiert werden: doof, gewalttätig, verfressen und nur ein einziger Schlauer dabei! Himmel!
Nach all dem geschmacksfreien High-Concept-Käse, der Jahr für Jahr den Sommer auch im Kino zur Sauregurkenzeit macht, ist DISTRICT 9 ein lange schon fälliger Rachenputzer. Er bietet nicht nur ein fraglos innovatives, mit großer technischer wie narrativer Finesse umgesetztes Konzept, sondern beschert darüber hinaus noch jene flüchtige, schwer in Worte zu fassende Ahnung, live der Geburt eines neuen Talents beigewohnt zu haben. Plötzlich ertappt man sich beim Denken im Futur II: Wie großartig wird man diesen Film einst gefunden haben! Eine solche Form von vorgezogener Nostalgie, gemischt mit äußerst gegenwärtigem baffem Staunen, hat einen Namen: Instant-Klassiker.
Oft gehört und an dieser Stelle bestätigt: Believe the hype. Neil Blomkamp's Film ist letzten Endes die Erlösung des Sommerblockbusters. Es wird nicht viel erklärt. Genauso schnelle wie die Aliens sich auf der Erde befinden, werden wir in die Geschehnisse hinein gezogen. DISTRICT 9 ist einerseits ein offenherziges Apartheids-Update, anderseits eine knüppelharte Sci-Fi Odyssee. Beeindruckend ist nicht nur, wie Blomkamp aus einem derart bemessenen Budget eine solche Bildgewalt und Effekte herausholt, die im Genre stellenweise (heutiger Stand!) ihres Gleichen suchen. Wer hier das große Betroffenheitskino erwartet, liegt jedoch falsch. DISTRICT 9 ist und bleibt eine Fabel, keine Parabel. Es geht viel mehr um ein Rassismus-Geschwür im Rassismus selbst. Es ist eben auch ein kleines Wunder wie routiniert Blomkamp diesen Film inszeniert: Wenn die Fake-Doku schließlich in einem äußerst spannenden Actioner mündet, ist man doch verwundert wie toll die Einfälle für eine so beiläufig scheinende Szene ausfallen. Im trüben Sumpf der Blockbuster ein Rohdiamant.
Es muss ja nicht immer Amerika sein. Allerdings hatten die Außerirdischen diesmal keine Chance, sich einen Hollywood-tauglichen Landeplatz auszusuchen, denn ihr Riesen-Raumschiff havarierte einfach - und das genau über der südafrikanischen Metropole Johannesburg. Ein Suchtrupp wird an Bord des schwebenden Kolosses geschickt, der darin auf vor sich hin siechende Außerirdische stößt, die in ein District 9 genanntes Lager am Rand der Stadt verfrachtet werden. 20 Jahre später soll dieses geräumt und die ungeliebten Flüchtlinge aus dem All in ein weit entferntes Wüsten-Camp zwangsumgesiedelt werden. Bei ihrer Durchführung wird der Chef der Aktion mit einem unbekannten Virus infiziert, das langsam seine DNS verändert. Dies macht ihn zu einem begehrten Objekt der Wissenschaftler, die bisher erfolglos versuchten, die Gene der außerirdischen Rasse zu entschlüsseln. „Herr der Ringe“-Mastermind Peter Jackson hat ihn produziert und in den USA avancierte er bereits zum Überraschungserfolg, dieser kleine, dreckige Gegenwarts-Sci-Fi-Streifen im pseudodokumentarischen und nicht grade zimperlichen Stil von „28 Weeks Later“. Die Apartheids-Allegorie ist zwar etwas plump und gegen Ende gefällt sich der Film zu sehr als Ballerorgie. Doch das packende und überaus realistisch wirkende Szenario hebt ihn deutlich aus seinem Genre-Umfeld heraus und präsentiert eine der erfrischendsten Geschichten, die man seit Langem im Kino entdecken konnte.
Manche Filme packen eine solch großartige zentrale Idee an, dass sogar ihre Schwächen den Zug nicht stoppen können. District 9 ist ein solcher Film. In der ersten Stunde rollt der Film mit einer Geschwindigkeit und Sicherheit eines neuen Klassikers daher; wenn er sich verlangsamt, um eine gute Splatter-Zugabe zu ehrwürdigen Alienfilmen zu werden, spürt man einen leichten Niedergang. Aber die erste Hälfte? Schön.
District 9 beweist, dass Science-Fiction-Thriller nicht mit Stars besetzt oder mega-budgetiert sein müssen, um visuell anspruchsvoll und sorgsam unterhaltsam zu sein. Mit seinem cleveren falschen Dokustil ist dies der einfallsreichste Science-Fiction-Film seit Jahren.
Wohl der erste Hype-Film des Jahres, der die in ihn gesetzten Erwartungen wirklich erfüllt. Blomkamp hat es wirklich geschafft, aus seinem Kurzfilm eine spannende, actionreiche und dabei überraschend anspruchsvolle SciFi-Story zu machen, deren grimmiger schwarzer Humor auch die kleineren Rückgriffe auf Genreklischees verschmerzen lässt. Sharlto Copley, der zufällig in die Hauptrolle gerutscht ist, ist eine echte Entdeckung. Er legt seine Figur irgendwo zwischen Sam Lowry und Alfred Tetzlaf an und bietet damit den merkwürdigsten Actionhelden der letzten jahre an. Auch wenn die Story mehrfach an Brazil und Cronenbergs Fly erinnert, hat sie genug Eigenständigkeit um zu überraschen und über die volle Laufzeit zu unterhalten. Das der Doku-Kniff nicht über die volle Laufzeit trägt und Blomkamp irgendwann aus dem Format ausbrechen muss, sei ihm verziehen, die großartigen Bilder und der immer spürbare garstige Witz machen District 9 zu einer absoluten Empfehlung. So kann ein Sommer-Blockbuster aussehen, wenn das Publikum sein Gehirn mal nicht an der Kasse deponieren will.
[...] Sehr viel Spannung wurde geschürt, sehr viel wurde erwartet und genauso sehr viel erfüllt „District 9“; zweifelsohne einer der Filme des Jahres. Diese fantastisch ausgearbeitete Mockumentary hebt Science-Fiction auf die nächste Ebene. Absolut überzeugend gespielt und mit perfekten Spezialeffekten versehen glänzt diese albtraumhafte Vision durch beeindruckende Authentizität. Dabei ist „District 9“ beklemmend, fesselnd, rau, rasant, kurzweilig und konsequent, ganz im Sinne eines perfekten Thrillers. [...]
Es passiert sehr selten, das ich dermaßen mit einer eigentlich recht unsympathischen Figur mitfiebere. Wikus van der Merwe ist nämlich alles andere als ein rechtschaffender, strahlender Actionheld, den man in einem SciFi-Film erwarten würde. Wikus ist ein ganz besonderes Exemplar der Gattung Antiheld: Feige, anfangs langweilig und spießig, nicht unbedingt der hellste und dazu unrasiert und schlecht frisiert. Und mit solch einem Kasper soll ich jetzt 2 Stunden mitfiebern?
Nach etwa einer halben Stunde und einer ungeschickten Bewegung, die auf der im Film verwendeten Doku-Kamera gut aussehen sollte, fängt aus Wikus, dem Unsympathen allerdings Wikus, mit dem man Mitleid hat, zu werden. Und so irrational seine Aktionen auch sein mögen, so habe ich sie zumindest immer gut nachvollziehen können. Wikus wird zu einem fragilen, Ich-bezogenen Außenseiter, einem Flüchtling, der einfach nur sein Leben zurück haben möchte. Blomkamp inszeniert dies meisterhaft, macht aus Wikus eine fragile Identifikationsfigur abseits eines Sam Worthington und schafft den Spagat aus Betroffenheit zum Protagonisten und kafkaesken Grusel, die an "Die Verwandlung" erinnert.
Am Anfang nervte mich die Wackel/Überwachungs/Doku-Kamera ziemlich,bis ich begriff das der Film genau dadurch so authentisch und dokumentarisch wirkt,er dieses Stilmittel braucht.
Man vergisst fast das ja vor 20 Jahren garnicht wirklich Aliens gelandet sind.
Der Film schafft es das Thema nie lächerlich oder hanebüchen zu machen ("Aliens landen in Johannesburg".Reicht eigentlich schon um zu sagen:"Och ne,muss ich nicht sehen"...),im Gegenteil man oder besser ich konnte mich ziemlich gut auf die ganz eigene Logik dieser Rassismussatire im Actionmantel einlassen.
Der Film ist klug aber auch schön brutal wenn die Action kommt und die kommt gewaltig,perfekt getrickst und inszeniert.
Eine äußerst gelungene Mischung wie ich finde, zum Teil sogar noch witzig und sehr emotional dazu.Ich kann gut verstehen warum der Film so hohe Wellen schlug, den Oscar hätte ich ihm aber auch nicht unbedingt gegeben.
Was bleibt:Ein überraschend vielseitiger, spannender und interessanter Film.
Sollte man gesehen haben.
Stimmt die Nominierung war schon okay,sehe ich auch so.Wenn er den Oscar doch bekommen hätte würde ich auch nicht sagen das es komplett unverdient wäre,eher etwas übertrieben...
Unentschieden würd ich sagen,einerseits nervt er ziemlich oft,andererseits kauft man ihm die verzweifelten Momente und den "Stromberglackel" schon ab finde ich.
Ja, der Charakterwandel ist schon eklatant, das ist ja was, das man bei modernen Filme heutzutage oftmals bemängelt. Das Ganze dann noch in einem solchen Gewand zu erleben - das Finale hat mich schließlich an Camerons bessere Tage erinnert - geniale Action als Sahnehäubchen am Ende.
@Andy Dufresne: Als "Rassismussatire" hab ich den Film erst garnicht wahrgenommen...Dafür waren mir viele Momente zu ernst...Aber gut, so kann ich auch das z.T. nervig Übertriebene besser für mich einordnen...Danke! ;)
@Andy 78Satire bedeutet ja nicht (hab ich auch lang Schwierigkeiten mit gehabt das zu sehen) zwangsläufig immer das es witzig und als solche erkennbar ist.Parabel könnte man es auch nennen,ein Spiegel für die Gesellschaft eben.
Irgendwo zwischen schwarzhumoriger Science-Fiction-Satire und missgeglückter Integrationsstudie insektoider Außerirdischer steht mit "District 9" ein Film, der die perfekte Mischung aus leichter Sozialkritik und effektvollem Kinospektakel gefunden hat. Es ist einfach ein Film den man fast nicht beschreiben kann und so fällt es mir auch wahnsinnig schwer das Gesehene in Worte zu fassen. Der Film ist pure Science-Fiction verbunden mit einem Actionfeuerwerk das sich so richtig gewaschen hat und einem verdammt coolen Look vor richtig toller Kulisse. Man fragt sich schon, wie die Südafrikaner und die Neuseeländer mit einem solch völlig unbekannten Darstellerensemble ein so knallbuntes Sci-Fi-Action-Spektakel auf die Beine stellen konnten, da eben genannte Länder nun nicht sonderlich bekannt für derart einzigartige Blockbuster sind. Manche sprechen bei "District 9" von einem cineastischen Meisterwerk, dass von seiner Aufmachung her im Sci-Fi-Bereich wohl auch in den nächsten Jahren noch seinesgleichen suchen wird, dennoch spreche ich lieber von einem allseits gelungenen Sci-Fi-Epos, dass mir durch seine Originalität, dem zum Nachdenken anregenden Anti-Apartheid-Aufruf und nicht zu vergessenen der wunderschönen Südafrikanischen Hintergrundmusik sicherlich noch eine ganze Zeit lang in Erinnerung bleiben wird, dem trotz alledem ein kleines bisschen weniger Action besonders im letzten Drittel etwas besser getan hätte, was meine Bewertung aber nicht nach unten drücken soll. Neill Blomkamp hat hier in seinem Spielfilmdebüt gleich eine ganze Menge geleistet, die für ihn in den nächsten Jahren wohl richtig schwer werden wird zu toppen.
Ausgezeichneter - nominiert für vier Oscars, darunter als Bester Film - und spannender Film mit wichtiger Botschaft über die Bestie Mensch und seiner Profitgier!
Ach wieder nur ein Film, wie Aliens die Welt besetzen.
Aber nein..
Dieser Film ist mehr als man ihm zutraut. Er ist unglaublich innovativ.
Die Aliens kommen nicht, weil sie böses wollen. Nein, sie brauchen Asyl.
Als ich eine Rezession für den Film gesehen hatte, war ich ziemlich neugierig. Prompt einen Freund mit ins Kino geschleppt, der nicht die geringste Ahnung hatte, worum es in dem Film überhaupt ging.
Als wir aus dem Kino kamen, waren wir begeistert. Noch nie zuvor hatten wir eine so eine Story gesehen. Die Aliens waren fast menschlich und die Gespräche zwischen Menschen und Aliens erschienen so flüssig.
Einfach ein überragend innovativer und kreativer Film.
Prinzipiell gebe ich dir Recht.. Nur in einem Punkt hast du Unrecht.. Die Aliens sind eben nicht menschlich, und das zeichnet sie aus.. Also sämtliche Menschen inkl. dem Hauptdarsteller wollte ich zu 99% mundtot machen.. weils so bösartig, ekelerregend und ungemein hässlich ist, wie sie mit den "Shrimps" umgehen.. Aber ich denke so bzw. so ähnlich wirst du es auch gemeint haben. :)
Ja so ähnlich war das gemeint. Das ist schwer zu erklären. Ich fand das Gegeneinander- aber auch Miteinanderleben. Also... Beide Völker sind ja quasi etwas gezwungen miteinander zu leben. Aber gerade das zeigt einfach diesen Konflikt so toll. Aber mit der Abgrenzung der nicht menschlichen Aliens hast du völlig recht. Das kam wahrscheinlich etwas falsch rüber.
Die Grundidee "Alien Asyl" ist aber nicht neu, es gab schon einen SciFi mit diesem Thema "Alien Nation – Spacecop L. A. 1991"
Trotzdem ist district neun einer der besten SciFi der letzten Jahre :)
Die Story ist innovativ, die Aussage eher schwach, Erzählform und Darstellung ist interessant, Hauptfigur ist glaubwürdgig, die Effekte und die Action sind gut und die Aliens sind viel zu dumm: Die Tatsache, dass sie es geschafft haben uns nach Lichtjahren der Reise zu erreichen, erfordert deutlich mehr Intelligenz als ihnen im Film gegeben wurde. Auch das sich die Menschen mit den Aliens verständigen können wurde als selbstverständlich hingenommen...
Kurze Richtigstellung: Wenn ich mich richtig erinnere, ist die Führungsriege der Außerirdischen auf ungeklärte Art und Weise an Bord umgekommen. Übrig geblieben ist nur das Fußvolk. Von daher ist der Satz "Die Tatsache, dass sie es geschafft haben uns nach Lichtjahren der Reise zu erreichen, erfordert deutlich mehr Intelligenz als ihnen im Film gegeben wurde." mehr oder weniger falsch. Wenn wir mit ganz vielen Sonderschülern, die unsere Klos putzen, auf nen Planeten fliegen und nur unsere Kloputzer übrig bleiben, kommt auch nichts Besseres bei rum. ^^ Die Viecher sind ja im Film sehr menschlich gehalten und so musste die auch sehen. Das Fußvolk scheint eine ungebildete, naive und nich sonderlich intelligente Masse zu sein. Und in Sachen Sprache: Es gibt durchaus die Möglichkeit, andere Sprachen zu lernen. Sicher auch für (dumme) Außerirdische. Der Kritikpunkt ist damit praktisch ebenso hinfällig. ;)
Sollte nur mal erwähnt werden.
1. Kloputzer sind (wenn überhaupt) nicht viel dümmer als Raketenforscher, es kommt nur drauf an was man lernt... Mensch bleibt Mensch. Aus der Ausübung eines Berufs auf die Intelligenz zu schließen halte ich für sehr dumm.
Die Rechtfertigung, dass die Führungswesen auf ungeklärte Art und Weise umgekommen sind ist nur eine Verschleierung, dass der Film die Außerirdischen einfach DUMM darstellen WILL.
2. Klar ist es möglich die Sprache zu erlernen, nur wurde die Verständigung im Film als selbstverständlich hingenommen und mehr habe ich auch nicht kritisiert.
Die Kritikpunkte sind meiner Meinung nach sehr berechtigt... wenn du das anders siehst ist das ok.
Soweit ich mich errinere wird im film auch angegeben das es sich bei den meisten aliens dort um Kämpfer und arbeiter handelt.
Bei den ihren gentechnischen fähigkeiten ist es doch ziemlich sicher das die Soldaten und Arbeiter aliens extra etwas dümmer (da fügsammer) dafür aber kräftiger etc sind.
Ich muss resU zumindest in der Sache mit der Sprache recht geben. Die Sprache in 20 Jahren zu lernen...seltsam (da ja DUMME Aliens!) aber von mir aus...aber warum wird dann in einem Gespräch zwischen Alien und Mensch nicht in EINER Sprache gesprochen? Nee, der Alien rülpst sein Kauderwelsch dahin was der Mensch aber problemlos versteht, geantwortet wird aber in menschlicher Sprache, was wiederum der Alien ohne weiteres versteht. Das war für mich schon ein Logikfehler der mich total genervt hat.
Alles in allem ein ordentlicher Film, was Neues. Aber die Oscar-Nominierung muss ich hoffentlich nicht verstehen.
@resu: Du hatsja ne messerscharfe Rethorik! Da traut man sich ja kaum zu widersprechen...;)
Aber ich vermute trotzdem mal, dass jeder Raketenforscher sein Klo putzen kann, aber nicht jeder Kloputzer an Raketen forschen, oder...?
Aber wer weiß...evt. unter- bzw. überschätze ich ja auch...So ist das eben mit den Vorurteilen...:)
Also als ich mit großen Erwartungen District 9 in meinen DVD Player einlegte war ich voller Vorfreude dabei aber als ich ihn Dan sah war ich nach den ersten 30 min ganz schön enteuscht aber dann kriegt der film
Endlich eine wende die Ihn von Minute zu Minute spannender dramatischer und zudem auf Blutiger macht und das ganzschön den
Der Film hatt sehr eklige szenen und bleibt dem
FSK 16 nicht ganz treu aber. Ich finde aber auch das District 9 auch ein passendes Ende hatt aber ich muss sagen nach den ganzen positiven
Stimmen die ich gehört habe muss ich sagen
War ich leicht entäuscht aber er ist auf jeden fall Sehens Wert aber nicht einer der Top
Filme dieser Erde .
Nur als Tipp: Setz am besten nächstes Mal mehr Punkte und achte ein wenig auf die Formulierung, dann kann man auch besser verstehen was du sagen willst ;)
Für mich ein gutes Konzept für einen Film welches aber an einer zu wenig ausgearbeiteten Story leidet. Die Effekte haben dabei für die 5 Punkte gesprochen, allein die Story hätte nicht soviel bekommen. Die verwackelte Kameraführung war gerade zu Beginn des Films für meinen Geschmack zu viel und damit eher störend.
Fazit: Sollte ein zweiter Teil des Films erscheinen, werde ich diesen anschauen in der Hoffnung eine tiefgründige Story zu erleben.
Zu Beginn arbeitet "District 9" mit subjektiven Kameramitteln, ähnlich wie in "Rec" oder "Cloverfield" und erzeugt somit eine überaus realistische Stimmung, die auch dann spürbar bleibt, wenn der Film zu klassischen Kamerabildern wechselt, die jedoch immer noch voller Agilität sind und ein wunderbares, wie abenteuerliches Mittendrin-Gefühl erzeugen. Dieses intensive Gefühl, das den Abwechslungsreichtum noch etwas weiter in die Höhe treibt, funktioniert dabei nicht nur bei Actionszenen sondern auch bei ruhigeren Sequenzen und „District 9“ ist gemessen an seinen verfügbaren Möglichkeiten (Genre-, nicht Budget-technisch) eher ein ruhigerer Vertreter. Es sind gerade diese etwas leiseren Szenen die besonders im Gedächtnis haften bleiben. So gelingt es Regisseur Neill Blomkamp ohne größere Umstände die Außerirdischen sowie deren Situation so plastisch, so echt und lebensnah darzustellen, dass man die Wesen aus dem Weltall, die im Film nur „Shrimp“ genannt werden, innerhalb von wenigen Minuten akzeptiert. Dabei macht es sich „District 9“ nicht zu einfach. Die Aliens hier sind größtenteils kriminell, schmutzig und aggressiv. Einfach nur nach Hause telefonieren gibt es bei hier also nicht.
Gut so! Denn die Parabel die Film aufbaut und die für jeden Zuschauer auf den ersten Blick ersichtlich sein sollte, handelt von Integration und Rassismus. Die „Besucher“ als friedliebende Klugscheißer von Alpha Centauri darzustellen wäre der (leider) aktuellen Brisanz des Films nicht zugutegekommen. Denn gerade in Gegenden mit Integrationshintergrund und mangelnde, gesellschaftliche Eingliederung gibt es immer wieder kriminelle Aktivitäten. Warum sollte das bei Aliens anders sein? Bei diesem Gleichnis von Missverständnis bleibt es aber nicht. „District 9“ behandelt auch noch Themen wie Gier, Vertrauen und Liebe. Gerade zu dem letzten Thema sitzt der Film einen fulminanten, emotionalen Schlusspunkt. Ein letztes Bild von einem Alien. Eine Szene die die vom Film erzeugte Betroffenheit, nach dem actionreichen Showdown noch einmal hochkochen lässt und dies mit einfachsten Mitteln.
Einen Großteil zur grandiosen Funktionalität von Blomkamps Sci-Fi Parabel tragen die Darsteller. Allesamt keine bekannte Namen oder Gesichter, was allerdings auch vollkommen egal ist. Hauptdarsteller Sharlto Copley, gibt der Figur des Beamten Wikus van de Merwe ein glaubwürdiges Profil. Wirkt der Beamte zu Beginn noch belächelnswert, so wandelt sich Wikus schnell zu einem toll skizzierten Charakter und noch bevor dieser Charakter komplett ist, hatte ich ihn als Zuschauer ins Herz geschlossen. Gerade bei seiner körperlichen Metamorphose (David Cronenbergs „Die Fliege“ lässt grüßen), sowie den daraus resultierenden Martyrien kann, ja musste ich förmlich mit Wikus mitfiebern und aucxh mitleiden.
„District 9“ bewegt sich beachtlich gut auf mehreren Terrains. Sicherlich, ein eleganter Leisetreter ist der Film nicht. Bullige Symbolik und Logikpatzer machen dem Film zu schaffen, war mir aber bisher immer ziemlich schnuppe. Der Film entfacht nach kürzester Zeit einen atemberaubenden Sog. Vom dokumentarischen Beginn bis zum dröhnenden Finale, alles passt perfekt zusammen und wirkt obendrein nicht wie das bloße Konstrukt eines zusammenkalkulierten Blockbusters. Für mich ist „District 9“ ein wahrer Höhepunkt des Genres, ein moderner Klassiker, der vor allem durch seine Einzigartigkeit besticht und trotz seines enormen Unterhaltungspotenzials noch etwas im Oberstübchen hat und so sicherlich mehr Gehör findet als die diverse stille Arthouse-Dramen, bei denen man immer das Gefühl hat, sie wurden einzig und alleine für eine intellektuelle Elite gefertigt.
Bin bloß bis zur Hälfte gekommen.
Die Idee ist zwar ganz gut, aber das in unserer Welt anzusiedeln ist völliger Schwachsinn. Es ist vollkommen unrealistisch (Wir würde sie nie in einen Slum stecken, sondern wohl eher in Forschungseinrichtungen).
Außerdem ist das die dümmste Hauptfigur, die ich je gesehen habe.
Abgesehen davon ist es echt eklig.
Wenn man den Film als kritischen Blick auf die ehemals in Südafrika vorherrschende Apartheid sieht, kann man über die von dir kritisierte Abstinenz des Realismus hinwegsehen :>
Schwachsinn im ganz neutralen Sinne des Wortes ist eher dein Kommentar, denn du willst etwas über einen Film sagen, den du nicht nur nicht ganz gesehen hast, sondern auch noch nicht verstanden hast.
Ich finde deine "Realität" beneidenswert wenn du darin keinen Bezug zum Film findest.
Du willst also Mehrere millionen aliens in eine Forschungseinrichtung stecken? Viel spaß beim bauen und finanzieren dieser gigantischen einrichtung.
Logischer wäre es da das die menschen sich ein paar hundert schnappen und dem rest in einen slum ansiedeln.
Nunja, in erster Linie geht es ja weniger um die Action, sondern um das Verhältniss der Aliens gegenüber den Menschen, woraus auch die gesamte Story resultiert.
Aber ich würde mal gern hören, was dich so stört in Bezug auf die Logik. Also abgesehen davon, dass Menschen und Aliens so einfach miteinander kommunizieren können, was mich persönlich ein wenig stört
Im Stil eines fiktionalen Dokumentarfilms [Mockumentary] präsentiert sich "District 9" als Sci-Fi Flüchtlingsdrama mit Kritik des Apartheid-Themas. Dieser Vergleich ist inszenatorisch sehr genial im Augenzeugenstil, wie wir es aus Filmen wie "Cloverfield" kennen, umgesetzt worden. Später weicht der Film von diesem Erzählstil ab, mit dem Versuch die Dramatik zu erhöhen. Leider gelingt dies nicht wirklich. Mein Fazit: Starker, auch emotional mitreissender, Streifen.
Die Effekte sind gut und die Idee an sich nicht schlecht. Der Film ist durch die unglauliche Dummheit und Oberflächligkeit grausig passt aber sehr gut zu dieser Zeit (2009 USA).
Umhüllt von einem seelenlosen weibischen Geist und bedeutungslosem Kitsch, hinterlässt er den Zuschauer sinnentleert.
Naja. Nach der Welle von an Dämlichkeit sich übertreffenden "Alien Attack" Filmen in diesem Jahr wirkt "District 9" doch um Dimensionen an Intelligenz erweitert. Klar hätte man es "besser" machen können aber das kann man schließlich immer.
Ich finde "Großartig" ist ein wenig zu stark gehyped, allerdings ist ein Punkt maßlos übertrieben. Schon möglich, dass es angelraziel stark genervt hat, dann ist das auch in einem gewissen Maß nachvollziehbar, allerdings kann man sich auch manchmal einfach auf den Film einlassen, so war es bei mir der Fall. Ich bin immer noch (nach zwei Durchgängen) irgendwo zwischen vier und sieben Punkten.
Es macht möglicherweise den "Seele an Teufel verkauft"-Eindruck wenn man sagt, dass man, selbst bei Storys mit viel Potenzial die Kommerzaffen bedienen muss, damit das Filmchen auch genug Geld einspielt..
Was bitte verbirgt sich hinter einem "seelenlosen weibischen Geist"? Hört sich irgendwie gewollt provokativ und etwas beknackt an...Bin mir garnicht mal so sicher, ob ich die Erklärung dazu wirklich wissen möchte...;)
Um "Disctrict 9" zu charakterisieren, ist es lediglich vonnöten, die Wandlung des Protagonisten zu beschreiben: MNU-Mitarbeiter Wikus van de Merwe ist allem Anschein nach ein sympathischer Depp, um es mal kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Und als ich anfangs im Vorspann den Namen "Peter Jackson" las, erinnerte mich Sharlto Copley immer mehr an Timothy Balme aus "Braindead", welche sich meiner Meinung nach nicht nur äußerlich ähnlich waren. Auch nach dem eher belustigenden Anblick dieser Aliens, hatte ich doch irgendwie das Gefühl, dass dieser Film mich überraschen und mich auf einen selbstironischen, sozialkritischen, aber stets lockeren Trip in die Zukunft verfrachten würde, was im ersten Drittel auch durchaus der Fall war. Doch nach Wikus' so genannten Unfall steigerte sich aber die Dramatik und kaum etwas war noch zum Schmunzeln. Wikus' Charakter wurde nun zwiespältig. Die Dualität seines Körperzustands ging so im Hinblick auf sein Verhalten wunderbar über, denn einerseits war er der Gejagte, fühlte erstmals wie Menschen einen behandeln, wenn man anders ist und suchte demnach Schutz bei den fremden Wesen. Andererseits erhob sich in ihm aber auch hin und wieder die arrogante Seite im Menschen, welche sich in seiner scheinbaren Perfektion und Überlegenheit ausdrückt. Mal mochte man ihn, mal hasste man ihn und zeigte zugleich Mitleid mit der kleinen, süßen Alienfamilie. Das tat zwar der Stimmung einen kleinen Abbruch, war aber gut und sorgsam ausgearbeitet. Ein Kompliment an dieser Stelle. Das Problem lag aber im letzten Drittel, wo "District 9" zu einem weiteren, klischeebeladenen Blockbuster verkommt. Wikus avanciert nun zum selbstlosen Held, entkommt allen Kugeln und wird alle zwei Minuten in letzter Sekunde gerettet. Das wirkt öde und hätte so eigentlich nicht sein gemusst, aber immerhin war die Action gut. ;)
"District 9" funktioniert bis zwei Drittel der Laufzeit hervorragend, wirkt intelligent, witzig, kreativ und selbstständig, baut aber gegen Ende leider immer mehr ab. Dennoch wurde ich sehr gut unterhalten und kann den Streifen demnach zu einem geglückten Erstling Blomkamps zählen.
[...] „District 9“ ist in Anbetracht seiner Entstehungsgeschichte mehr als nur eine überdeutliche Apartheid-Metapher, sie ist ein Sinnbild für die Profitgier und Einfallslosigkeit fettärschiger Studio-Bosse und den letztendlichen Sieg einer guten, innovativen Idee und jenen Leuten, die hinter dieser Idee standen und sie bis zum Ende verteidigten (Peter Jackson zählt hiermit offiziell zu den Guten). Trotz vergleichsweise niedrigem Budget überzeugt Blomkamp's Leinwand-Debüt visuell in jedem Aspekt, zu jeder Sekunde und in jeder Einstellung: sei es das gigantomanische Raumschiff über Johannesburg, wo uns der bloße Anblick bereits den Atem raubt, die perfekt integrierten, insektoiden Außerirdischen („Prawns“), denen man ihren virtuellen Ursprung selten bis nie tatsächlich ansieht oder die wuchtigen Action-Sequenzen, welche den großen Hollywood-Produktionen trick- technisch in Nichts nachstehen. „District 9“ ist optisch eine Wucht und beweist wieder einmal, dass die besten Tricks jene sind, die man nicht sehen kann. Blomkamp vermengt die visuellen Stärken mit glaubwürdigen Darstellern (ganz stark, vom unsicheren Beamten-Arsch zum selbstlosen Helden: Sharlto Copley) und einer intelligenten, vielschichtigen und fortwährend nichts an Realismus einbüßenden Geschichte. Der großartige Score Shorter's stellt die perfekte Mischung aus traditionellen Afrika-Klängen, orchestralem Klangteppich und modernen Synthesizer-tönen dar und ergänzt das Geschehen nicht nur nahezu perfekt, sondern vermag einigen Szenen auch noch einiges an Dramatik, Brisanz und Intensität hinzuzufügen. Inhaltlich verzichtet Blomkamp's Debüt-Werk auf Pathos, abgefahrene Über-Aliens und Amerika als Schauplatz, sondern setzt auf größtmöglichen Realismus, ein erfrischend anderes Setting und ungewöhnlich menschlich agierende Außerirdische. Diese erweisen sich zwar als körperlich und technologisch etwas überlegen, haben aber unter dem Fehlen eines Alpha-Wesens und den äußeren Umständen zu leiden. Mental gleichem sie dem Menschen in vielerlei Belangen, sie empfinden Schmerz, Einsamkeit, verfügen über höchst menschliche Attribute wie Fürsorglichkeit, Gemeinschaftsgefühl und erweisen sich – zumindest in Anteilen - als hoch intelligente Spezies. Dem auf Authenzität ausgelegten Konzept wird in der Folge alles und jeder untergeordnet, zumindest bis zum letzten Drittel des Filmes. Dann wechselt Blomkamp nämlich beinahe unbemerkt von den pseudo- dokumentarischen Stilmitteln gepaart mit täuschend echt ausschauenden Nachrichtenschnipseln auf eine relativ konventionelle Inszenierung bis wir schließlich bei einem spektakulären Finale angelangt sind. Dieses kommt bei all seiner visuellen Härte jedoch nie anbiedernd oder plump daher, sondern ist in Anbetracht der vorausgegangenen Handlungsverläufe einfach nur gnadenlos konsequent und setzt den einzig richtigen Schlusspunkt für ein überragendes Sciene-Fiction-Abenteuer. Mit „District 9“ ist Blomkamp nicht nur eine große Überraschung innerhalb der weltweiten Filmlandschaft gelungen, er hat auch bewiesen, dass er neben einer Vision und Durchhaltevermögen auch einiges an Talent besitzt und in Zukunft einer von den ganz, ganz Großen werden könnte, denn seinem Werk wohnt mehr Herz, mehr Seele und mehr Leidenschaft inne als vielen vergleichbaren Produktionen der vergangenen Jahre. Es bleibt zu hoffen, dass die Entstehungsgeschichte von „District 9“ auch andere, talentierte Filmschaffende dazu bewegt hat ihre Ideen zu publizieren, zu verteidigen und an diese zu glauben bis sie vielleicht auf der großen Leinwand Wirklichkeit werden.
Bei Weitem nicht so gut, wie es mir der Hype um den Film weismachen wollte. Besonders der Anfang verlief für mich sehr schleppend und kostete eine Menge Geduld, da "District 9" irgendwie wie ein noch unlustigeres Hardcore-Stromberg daherkam. Dranbleiben hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, da der Film sich kontinuierlich steigert und letztendlich eine gelungene, sehenswerte und unterhaltsame Mischung aus Drama, Action und tiefgründiger Science-Fiction bietet.
Der Film ist meiner Meinung nach, der eindeutige Beweis, dass man auch mit, fuer Hollywood, wenig Geld einen richtig guten Film drehen kann. Denn was der Film aus seinen 30 Mio. Dollar Budget herausholt ist einfach FABELHAFT! Die Effekte sind glaubwuerdiger als in einigen 300 Mio. Dollar Produktionen (siehe Green Lantern) und die Story schafft es zu fesseln & zu beruehren. Nach aktuellem Stand ist der 2 Teil schon in Planung. Ich hoffe sehr, er wird dem 1 Teil gerecht, der, meines Ansehens nach, Massstaebe in Sachen Low-Budget Produktionen setzt.
ja hast recht, ich wollte Low-Budget eigentlich in Anführungszeichen setzen. Aber es ist, meiner Meinung nach, schon bedenklich, dass ein Film wie District 9 mit 30 Mio. Dollar so realisiert werden konnte und Filme wie z.B. Prince of Persia oder James Bond: Ein Quantum Trost 200 Mio. Dollar verschlungen haben, obwohl sie meines Erachtens nicht wirklich besser sind. Also...
District 9 - Kritik
NZ/US 2009 Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Thriller, Science Fiction-Film, Komödie, Actionfilm, Kinostart 10.09.2009
Kritiken (34) — Film: District 9
Andreas Stadler: http://darkagent.blog.de
Kommentar löschenNach diversen Erfolgen wie der "Herr der Ringe" Trilogie, hatte es sich Peter Jackson vorgenommen, junge Talente zu fördern. Dieses Talent ist im konkreten Fall Neill Blomkamp. Dieser war Jackson mit seinen Kurzfilmen aufgefallen, die im Halo Universum spielten. Leider scheitere die Finanzierung eines Halo-Spielfilms und so wandte sich Blomkamp einem eigenem Projekt zu. Peter Jackson trug seinen Namen als Produzent und das Budget von ca. 30 Million Dollar bei - und ja das Ergebnis kann sich sehen lassen.
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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenUm es kurz zu machen: Ich konnte mit "District 9" nicht allzuviel anfangen. Diese ganze aufgezwungene Symbolik, die einem die Aliens als Synonym für die unterdrückten und schikanierten Township-Bewohner Afrikas verkaufen will, empfinde ich als nicht sonderlich glaubwürdig - und vorallem trägt sie den Film nicht. Richtige Spannung oder Interesse kommt selten auf, denn dazu bleiben die Hauptakteure in Form von Agent XY und Alien-Family zu blass und unglaubwürdig. Besonders deutlich wird das bei der Tatsache, dass die psychische Verwandlung vom pullundertragenden Hornbrillen-Agent vom Anfang (ich musste sofort an Ernie aus "Stromberg" denken...) hin zum insektenbearmten Kampf-Rambo noch weit vor der physischen Metamorphose einsetzt. Wie sowas besser und nachvollziehbarer funktioniert kann man bei Cronenbergs "The Fly" sehen, bei dem man sich tricktechnisch sowieso des öfteren bedient.
Insgeheim schienen auch die Macher von diesen Schwächen zu wissen, und setzen in der zweiten Hälfte auf bewährte Knall-Bumm-Momente inklusive Mini-Transformer, bösem General, fiesen Kannibalen-Gangstern und "Mars Attacks"-Waffen. Nach dem ganzen Wackel-Cam-auf der-Stelle-treten der ersten Stunde ist das zwar leidlich unterhaltsam und sieht auch nicht ganz schlecht aus, aber wirkliche Innovation sieht anders aus.
Angesichts der selbstgesteckten Ansprüche bzgl. Sozialkritik usw. ist "District 9" dann doch recht belanglos und schnell wieder vergessen.
Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten
JimiHendrix 2010/05/30 18:41:32
Antwort löschenstimme dir voll und "gans" zu!
BlueSquirrel 2010/05/30 22:08:00
Antwort löschenEinfach geschrieben wie es ist. So ises!
felix-schuster 2010/06/05 03:37:06
Antwort löschenDafür das es mal ein Film des größten Ego Shooters aller Zeiten werden sollte find ich es ok.KLar mit der Geschichte von Halo und dem entsprechden Geldmitteln währe dies genial geworden.Aber was die Produzententen trotzdem daraus gemacht haben ist mehr als akzeptabel
Tullius753 2010/06/20 12:41:03
Antwort löschenDer Kommentar von Hitmanski ist der beste zu diesem Film, den ich bisher gelesen habe.
Hitmanski 2010/06/20 13:41:04
Antwort löschenDankeschön =)
alanger 2010/10/21 00:51:24
Antwort löschen"Der Kommentar von Hitmanski ist der beste zu diesem Film, den ich bisher gelesen habe." ...auch wenn er leider danebenliegt, der gute. ;)
Tullius753 2010/10/21 16:36:53
Antwort löschenNein, er spricht leider die Wahrheit.
TylerDurdan 2010/12/07 10:13:30
Antwort löschenMan muß sagen schlecht ist der Film nicht!Ich für meinen Teil hätte aber nach der ganzen PR vorab des Films ein wenig mehr erwartet!
Le Samourai 2011/03/31 12:03:25
Antwort löschenAbsoluter Treffer! Perfekte Zusammenfassung eines hoffnungslos überbewerteten, jedoch total belanglosen Filmes.
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ApocalypticFist 2011/05/26 00:24:01
Antwort löschenSchon interessant wie Meinungen auseinander driften können. ich finde District 9 ist ein besonders gut gelungener Film, vorallem die im Untergrund mitklingende Botschaft, dass wir doch alle iwie auch nur "Shrims" sind finde ich nett. Bringt meiner Meinung nach die Leute immer iwi einander näher. Gute Spannungskurve und n sehr netten neuen Science Fiction Eincshlag hat der Film meiner Meinung auch noch. ISt und bleibt jeden Falls einer meiner Lieblinge. Van der Merwe rockt! ;-)
killmoves 2011/09/09 09:46:25
Antwort löschenSpricht mir aus der Seele.
Christian Alt: NEGATIV
Kommentar löschenLeider gelingt es Blomkamp nicht, die Spannung und Intensität, die mit der Form des Dokumentarfilms einhergeht, bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Das Ende artet in eine pure Materialschlacht aus, die äußerst konventionell daherkommt. Von der Originalität der Form bleibt so gegen Ende leider nichts mehr übrig. Die Wahl der Blickwinkel wirkt am Ende des Films doch zu beliebig und hat ihre Schärfe verloren. Dennoch bleibt District ein herausragender Film, der vor allen Dingen wegen seiner inszenatorischen Originalität sehenswert ist und bleibt.
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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/
Kommentar löschenAllein die Idee, den Film nicht in einer großen Stadt der USA sondern direkt in Afrika zu drehen und dabei die Aliens als ausgebeutete und unterdrückte Rasse darzustellen, sorgt für ein verstörend verzerrtes Szenario, in dem sich intelligentes Schauspiel mit absolut mitreißender Action abwechselt. “District 9″ ist das erhoffte Meisterwerk für das darbende Sci-Fi-Genre und wird hoffentlich die Initialzündung sein, die uns noch mehr solche intelligenten Storys beschert, denn die braucht das zuletzt auf stumpfe Popcorn-Action abgestumpfte Genre dringend!
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movieman111 2011/09/15 21:17:49
Antwort löschenWie aus dem Herzen geschrieben. Vielen Dank!!!
Josef Lommer: critic.de
Kommentar löschenDistrict 9 ist in erster Linie effektvolles Unterhaltungskino, mit glucksenden Aliens, kuriosen Kampfrobotern und physischen Transformationen, die denen eines David Cronenberg in nichts nachstehen. Die ambitionierte, wenn auch nicht durchgehend gelungene politische Auseinandersetzung des Filmemachers mit seinem Land und eine erfrischende Auflockerung der Funktionsmechanismen des Actionkinos helfen dem Film, sich aus einer Masse einfach gestrickter Actionspektakel hervorzutun. Derart außerirdischer Besuch ist, in der Filmlandschaft versteht sich, durchaus begrüßenswert.
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenAliens, endlich wieder Aliens! Prawns! Und dieses Mal nicht in Amerika, wo sich sonst alle Aliens aufhalten. In Johannesburg, Südafrika, wird diese wirklich innovative Geschichte um Wikus Van De Merwe erzählt. Der Beginn dieses Films, ach was sage ich, der ganze Film strotzt nur vor Originalität, es ist ein Fest mit anzusehen, wie der Anfang von District 9 im semi-dokumentar Stil so langsam die Geschichte aufbaut, dann die Geschichte als eine Art großer Flashback erzählt wird und am Ende dann sich alles zusammenfügt zu einem großen Ganzen. Es wurde viel bemängelt, dass die zweite Hälfte den Dokumentarstil vernachlässigt, was meines Erachtens in keinster Weise zutrifft. Es ist eine Art Rahmen um Wikus Geschichte, der meisterhaft vom Neuling Neill Blomkamp gebaut wurde. Und der Hauptteil, die Story um Wikus Wandel ist mithin das beste was ich an Actionsequenzen dieses Jahr gesehen habe. Schon eine Szene war um einiges besser als der zweite Teil von Transformers und Terminator Salvation zusammen. District 9 versteht es verschieden Genre miteinander zu mischen und zeitgleich Platz für seine Charaktere zu lassen. Das Besondere ist, dass man, seien es auch Wesen aus einer anderen Welt, ja, sogar computer-animierte Wesen, mit den Prawns mitfühlen kann, besonders mit Christopher und seinem Sohn. Es ist erstaunlich wie Blomkamp in dieser Story noch eine Liebesgeschichte einfädeln konnte, die – wie es meistens der Fall ist – der Kern eines Filmes darstellt. Das macht die Angelegenheit umso emotionaler, wenn man auf das Ende und besonders auf die wenigen letzten Sekunden von District 9 schaut.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Seine größte Leistung ist es jedoch, dem Außerirdischen Christopher im Lauf des Films eine solche Charaktertiefe zu geben, dass man mit ihm mitleidet, ja Sympathien für ihn entwickelt. Und so ist “District 9″ neben einem hervorragenden und außergewöhnlichen Science-Fiction-Film mit großem Hang zur Realität, eben auch der beste Alien-Mensch-Freundschaftsfilm seit “E.T.” und “Enemy Mine”.
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Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998
Kommentar löschenDie erste Dreiviertelstunde hat mich wahrlich beeindruckt. Ein interessanter Subtext auf die aktuellen Probleme, nicht nur in Südafrika. Allerdings baute der Film später ab, verkam zum puren Actionfilm mit etwas zu viel Ballerei. Auf eine Fortsetzung bin ich trotzdem gespannt.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenBlomkamp erzählt seine Geschichte mit Elementen des Dokumentarfilms vor einem sozialkritischen Hintergrund – die politischen Töne um Apartheid, Ausgrenzung, Angst hätten durchaus noch schärfer ausfallen dürfen. Seine Figuren bleiben leider ohne Tiefe und ihr Schicksal kann uns deshalb nie wirklich intensiv berühren. Das ist vielleicht die entscheidende Schwäche des Films. Auf der Haben-Seite stehen neben der tricktechnischen Perfektion und der wunderbaren Kameraführung vor allem die Liebe zu den unzähligen Details ... (Mehr im Podcast)
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peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschen[...] bedeutet “District 9″ Hoffnung für das Blockbusterkino. Der Film ist kein Remake, Se- oder Prequel, basiert er doch auf einer eigenständigen Idee. Die Alien Integration verhält sich hier weitaus schwieriger, aber auch nachvollziehbarer als in anderen Verfilmungen mit diesem Thema, wie “Alien Nation” oder “V“. Auch nach dem Ende des Films ranken sich noch einige Geheimnise um den District 9, so daß eine weiterer Film vor allem nach dem Box Office Erfolg, wahrscheinlich erscheint. Ob es sich dann um ein Prequel oder Sequel handelt, steht noch in den Sternen. Leider wird dieses, sofern die Erzählttechnik nicht geändert wird, nicht mehr so frisch wirken wie “District 9″.
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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times
Kommentar löschen"District 9" ist wirklich kluge Sci-Fi, und das ist nur der Anfang: es ist auch eine beißende soziale Satire, versteckt in einem Action-Film, voll gepackt mit ekligen Aliens und bedauernswerten Konflikt zwischen den Spezies. Und es ist ein Riesen-Spaß... In einem guten Sommer gibt es meistens einen Film der aus dem Nichts kommt und und völlig umhaut. Dies ist ein guter Sommer, und dieser Film ist "District 9".
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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror
Kommentar löschenWas den Film so sehenswert macht – und das ist etwas, was Michael Bay völlig vergessen hat in seinem Transformers-Nachfolger – ist wie sehr wir uns mit dem sympathischen und völlig ahnungslosen Protagonisten Wikus identifizieren. Werden wir dieses Jahr noch etwas besseres sehen? Ich glaube nicht.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenDistrict 9 hat ein Ende das gleichzeitig befriedigend und beunruhigend ist. Obwohl die Geschichte erzählt ist, gibt es noch offene Fragen – nicht die kleinste davon was alles in drei Jahren passieren wird. Eine Fortsetzung ist möglich, aber nicht unbedingt nötig. Das stärkste Bild was am Ende bleibt ist der Blick, der durch die Linse des Films auf die Menschheit geworfen wird. Man kann nur hoffen, dass wirklich keine Aliens je auf der Erde landen, denn wenn wir sie so behandeln wie in diesem Film gezeigt, ist das ein sehr deprimierender Gedanke.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenDer Film macht vieles richtig, inklusive der Entwicklung einer Alien-Rasse die uns daran erinnert, dass nicht jeder der in einem Raumschiff kommt engelsgleich ist, achtarmig und aus Edelstahl. Sie sind fremd im besten Sinne dieses Wortes. Der Film kombiniert auch nahtlos seine Doku-Teile und die Special Effects (die Aliens sind CGI). Und es ist auch eine erbarmungslose Parabel auf die Entfremdung und die Behandlung von Flüchtlingen. Nur der dritte Akt ist enttäuschend, spielt er sich doch in üblicher waffenstarrender Manier ab. Es gibt keinen Versuch, die Situation zu entschärfen – und wenn dies als Happy End gemeint ist, dann habe ich schon fröhlichere gesehen. Trotz aller Kreativität bleibt der Film eine Seifenoper ohne tieferen Sinn.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]„District 9“, der mehr oder weniger in Rückblenden erzählt wird, brilliert vor allem in seinem ersten Drittel, das weniger an einen Spielfilm, sondern an einen Dokumentarfilm erinnert. In diesen Phasen gelingt es Neill Blomkamp dann auch einen ungeheuer dichten und faszinierenden Science-Fiction Film zu erzählen, der einen Blick für die im Film thematisierten Probleme hat. Rassismus, Vorurteile, wirtschaftliche Interessen, sowie die Mechanismen der medialen Berichterstattung in all ihren Facetten, fließen in diesem ersten Abschnitt zu einem verflochtenen Gesamteindruck zusammen, der mehr auszusagen vermag, als es die letzten beiden Drittel von „District 9“ dann noch vermögen. Gerade auch die Entscheidung die Aliens nicht von vornherein als mitleidserregende Kreaturen zu zeichnen, sondern diese ganz im Gegenteil mit einer ganzen Reihe von negativen Attributen auszustatten, führt zu einem ambivalenteren und somit gelungenem Gesamtbild. Vor allem aber bleibt sich Blomkamp an dieser Stelle selbst treu, wo er doch der Meinung ist, dass auch der beste Science-Fiction-Film bei aller Kraft und Schärfe nur reflektieren, aber nichts verändern könne. Und so ist „District 9“ nicht weniger als eine gekonnte Reflektion seiner eigenen Perspektive über die Geschichte und den vorhandenen Status Quo seiner Heimat. Leider aber bleibt er diesem Stil im weiteren Verlauf des Films nicht treu, so dass er ihn zwar nicht in Gänze ad absurdum führt, wohl aber degradiert er diesen zu einem bloßen Mittel zum Zweck. Der Zweck ist dann leider doch wieder nur der altbekannte Fokus auf eine actionlastige Geschichte. So einfordernd nämlich der erste Abschnitt des Films ist, so popcornlastig wird es dann gegen Ende. Das macht „District 9“ mit Sicherheit nicht zu einem schlechten Film, zumal die Action von Blomkamp mehr als nur gekonnt in Szene gesetzt worden ist, führt aber dazu, dass „District 9“ Potential verschenkt.[...]
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schlurks 2009/10/01 17:26:30
Antwort löschenStimmt schon, dass das Niveau nach dem ersten Drittel "sinkt". Aber ich finde das ok. Zuerst wurde die Gesellschaftskritik perfekt (vor allem genau richtig dosiert) angebracht, dann wendet sich der Film ganz dem Helden und seinen persönlichen und akuten Nöten zu, im letzten Drittel schließlich das großartig inszenierte Finale, zum Zurücklehnen, Genießen und böse Lachen. 3 Akte, 3 Ebenen, alles super :)
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Christian H. 2009/10/06 01:14:38
Antwort löschenJa, ich finde das ja auch noch irgendwo "ok" - Deswegen die 7.5 Punkte, was ja nun wirklich keine schlechte Wertung ist. ;-)
AlexanderG 2009/11/15 04:52:42
Antwort löschenJa nun. Ich bin deiner Meinung nicht gänzlich abgeneigt aber möchte ich dennoch dir eine perspektive geben die dir vielleicht entgangen ist. So ist es doch nur relevant, dass Sich die Aliens gegen ende nur wehren nachdem was man Ihnen angetan hat zwar bezieht es sich meist auf einen Alien und einen Hybriden sozusagen der sich ja zu einen von den Außerirdischen verwandelt. Es zeigt Doch nur den drang zur Freiheit das meiner Meinung nach jede Lebensvorm hat! Klar wird es mit Action verpackt um den Zuschauer doch nur im Kino zubehalten damit er noch erfährt wie es ausgehet. Des Weiteren ist das Ende so offen, dass man schließen kann das es einen weiteren teil gibt, den immerhin sind noch über 2Millionen Aliens auf der Erde und ein versprechen offen.
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenEin bemerkenswert frisch erscheinender Science-Fiction-Film im schicken Politkorsett, dessen sozialkritische Töne sich zunehmend einer sehr konventionellen Actiondramaturgie angleichen. Atmosphärisch offensichtlich stark von Paul Verhoevens "RoboCop" inspiriert, ist der verhältnismäßig günstig produzierte Dritte-Welt-Alien-Film vor allem großzügiges Zitatkino, das seine Vorbilder mal mehr, mal weniger klug und subtil für einen eigenständigen Ansatz – eine Invasion durch Außerirdische als Apartheidmetapher – bemüht. [...]
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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog Der Cinephile: Der Cineasten-Blog
Kommentar löschenMit originellen visuellen Mitteln etabliert Neill Bloomkamp sich bereits mit seinem Debüt als Meister des cineastischen Erzählens. Keine Sekunde lang ist District 9 langweilig, von Anfang bis Ende wird der Zuschauer geradezu emotional gefesselt und fast gegen den eigenen Willen auch in den brutalsten Szenen mitgerissen. Auch beweist der Regisseur, dass man keine zweieinhalb Stunden braucht, um eine komplexe Geschichte ausschöpfend zu erzählen, man muss er nur verstehen, straff und effektiv zu inszenieren. Schließlich benutzt Bloomkamp zwar wie viele andere Filmemacher zur Zeit ebenfalls in den Actionszenen eine sehr kinetische Kamera (die angesichts der Doku-Elemente aber auch mehr Sinn mach als z.B. in Transformers), der Zuschauer verliert jedoch trotzdem nie den Überblick. So muss Action-Kino sein!
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenDie hoffnungslose Überzeichnung der Hauptfigur erinnert an den Produzenten Peter Jackson zu BRAINDEAD-Zeiten; das dokumentarische Element evoziert daher hauptsächlich Erinnerungen an THE OFFICE (US-Version). Dann noch die Kurve zum Sentiment zu schlagen tut weh; die Hauruck-Lösung samt nicht zu verachtender Action-Schauwerte will dann auch nicht mehr greifen.
Ein ambitionierter, aber gescheiterter und manchmal schlichtweg schlechter Film.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Vom frischen Setting, über die spannende Story, die bei vielen einzelnen Höhepunkten als brilliant konzipiertes Ganzes in Erinnerung bleibt, bis hin zur Meisterleistung der Tricktechnikabteilung ist „District 9“ ein enorm durchschlagendes Größtereignis. Einen hohen Reiz bezieht der Film über seine Offenheit, über die vielen Fragen, die zu Anfang und am Ende unbeantwortet bleiben und auch wenn angesichts des finanziellen Erfolges schon sehr laut über ein Sequel (oder Prequel) nachgedacht wird, ist die Faszination des Films schon als Einzelwerk unfehlbar (und bleibt es hoffentlich im Fortsetzungsfall). In einem an Meilensteine setzende Werken armen Kinojahr mag „District 9“ einen recht einsamen Höhepunkt markieren, dafür macht er dies mit einem solchen Karacho, dass es ihm unzweifelhaft auch in einer reicheren Saison gelungen wäre. Die Höchstklasse des Films und die Meisterleistung sämtlicher beiteiligter dadurch zu schmälern, dass beides von der Sommerkonkurrenz derart ausgeprägt einfach nicht geboten wurde, käme schließlich dem Pflanzen einer Rose auf einem Misthaufen gleich. Und Regisseur Neill Blomkamp sollte man nicht im Hinterkopf behalten, seinen Namen sollte man sich auf die Stirn meißeln.[...]
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nurleben 2009/09/11 03:02:43
Antwort löschenähm, ich meißle lieber nicht :D
ansonsten danke für die brennende fürsprache ;) :D
ChristiansFoyer 2009/09/11 08:30:22
Antwort löschenEin Filzstift tut's zur Not bestimmt auch ;)
Han-Han 2009/09/11 23:38:42
Antwort löschenViele Informationen Falsch wiedergegeben btw. Informationen rund um den Regisseur Faktisch falsch ! Schaut eher so aus wie von vielen Kritiken zusammen kopiert!
Weniger ist manchmal denn doch mehr!
ChristiansFoyer 2009/09/12 08:44:54
Antwort löschenHm, bei solchen Aussagen wären ein paar konkrete Beispiele, an denen du sie festmachst, ganz hilfreich. Wo genau sind meine faktischen Fehler? Die Behauptung "schaut eher so aus wie von vielen Kritiken zusammen kopiert" halt ich übrigens für reichlich anmaßend, vor allem, wenn man selbst noch überhaupt nix von sich gegeben hat...
alanger 2009/09/12 13:01:21
Antwort löschenwie immer sehr schön. aber ich finds immernoch schade das HALO nicht zustande kam.
ChristiansFoyer 2009/09/12 13:06:09
Antwort löschenDas Script von Alex Garland ist immer noch im Umlauf, und vielleicht wird's nach dem Erfolg von "District 9" ja doch noch was mit Blomkamp auf'm Regiestuhl
alanger 2009/09/13 20:46:28
Antwort löschenwäre sehr zu wünschen. obwohl ich jetzt nachdem ich district 9 gesehen habe nur sagen kann: ein glücksfall. sonst wäre es wohl nicht zu diesem tollen film gekommen.
ChristiansFoyer 2009/09/13 20:54:40
Antwort löschenwäre es in dieser Form mit Sicherheit nicht, drum kann der Master Chief gerne noch 'n paar Jahre warten ;)
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movieblog 2009/09/16 23:18:03
Antwort löschenhast du das alles reinkopiert, wer soll das alles lesen??
ChristiansFoyer 2009/09/17 00:08:21
Antwort löschensollen kann's jeder der will und müssen tut's niemand ;)
Sm0K1ngGnu
Kommentar löschenDer Film verschenkt einfach viel zu viel. Rassismus gegen Aliens? Daraus hätte man so viel mehr machen können, statt einer cleveren Gesellschaftskritik ist District 9 eigentlich nur ein typischer Alienfilm, der ohne explodierende Köpfe und Alienwaffen nicht viel vorzuweisen hat.
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synthax 2009/10/02 08:23:08
Antwort löschentypischer Alienfilm?
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Sm0K1ngGnu 2009/10/04 17:40:31
Antwort löschenNaja, Geballer mit Strahlenwaffen und explodierende Körper statt intelligenter Gesellschaftskritik, die einem versprochen wurde.
Blup 2009/11/22 00:08:08
Antwort löschenAnsichtssache... meiner Meinung nach hat der Film die Gesellschaftskritik gut herausgearbeitet. Außerdem solltest du bei der Bewertung des Films eher darauf achten, ob der Unterhaltungsfaktor angemessen ist oder nicht, und nicht ob eine Kritik hätte besser herausgearbeitet werden können. Die Story ist auf jeden Fall spannend, packend und lässt einen im nachhinein auch über ethische fragen nachdenken... dass der Film gerade einmal mit 4.0 Punkten bewertet wurde kann ich nicht nachvollziehen...
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenD9 hat eine packende Story und für die angeblichen Produktionskosten von "nur" 30 Mio $ erstaunlich perfektes Kino.
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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt
Kommentar löschen"District 9" beginnt wie eine Fernsehdokumentation über Wikus Van De Merwe und die Umsiedlung. Interviewschnipsel und Handkamera-Bilder suggerieren Authentizität. Allerdings hält Blomkamp den pseudodokumentarischen Schein nur so lange aufrecht, wie er ihm entgegenkommt. Später wechselt er - immer auf den größten Effekt bedacht - ständig zwischen Van De Merwes Perspektive und einer Erzählerposition hin und her. Zwischen Analyse und Affirmation liegt im Genrekino ein schmaler Grat, und von dem rutscht Neill Blomkamp mehr als einmal ab.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenHype kann etwas sehr gefährliches sein. Natürlich nicht nur in Hinsicht auf Film, aber doch speziell auch hier. Hype beeinflusst unsere Rezeptionshaltungen, schafft hohe Erwartungen, die eigentlich nur enttäuscht, sprich nicht erfüllt, werden können. Natürlich stehen die Chancen gut, dass man mit dem Strom schwimmt, immerhin sagt man ja, dass Millionen von Zuschauern (in den USA) nicht irren können und solch ein kleines Independent-flick wie District 9 muss man doch einfach wertschätzen, oder? Was man auf jeden Fall wertschätzen kann, ist die Tatsache, dass Neill Blomkamp mit gerade mal 30 Millionen einen der erfolgreichsten Sommerblockbuster dieses Jahres auf die Beine gestellt hat. Das ist nicht nur ein Schlag in Michael Bays Gesicht, der für seinen Transformers: Revenge of the Fallen fast das Sechsfache verpulvert hat, sondern zeigt Hollywood auch, welch exorbitante, ja lächerliche, Summen sie für ihre "großen" Namen raushauen. Dass dies keine Notwendigkeit ist, das zeigt Blomkamp eindrucksvoll.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenIm Vergleich zu einem "Watchmen" oder "Inglourious Basterds" ist "District 9" der erste Film des Jahres, der seinem Hype auch tatsächlich gerecht wird. Zumindest im Ansatz. Speziell das erste Drittel des Filmes stellt dabei mit seinen Analogien zur Apartheid und den sozial-politischen Problemen Südafrikas die Trumpfkarte des Filmes dar.
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TheJoker 2009/09/17 02:37:59
Antwort löschenDu willst doch nicht etwa sagen, dass basterds oder watchmen schlecht waren??
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synthax 2009/10/02 08:24:36
Antwort löschenaber schlechter als D9, da hat TheCorey schon recht...
fkfilmkritik 2010/10/22 12:10:48
Antwort löschendas sehe ich andersrum aber ist ja auch Geschmacksache. :)
A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenNicht, dass die Metaphern und Resonanzen von „District 9“ nicht reichhaltig wären oder zum Nachdenken anregen würden. Aber die Filmemacher heben sie nicht plump oder mit erhobenem Zeigefinger hervor. Stattdessen betten sie ihre Ideen, in bester B-movie Tradition, ein in eine einfallsreiche, kurzweilige und spannende Action-Story – eine die des Zuschauers Intelligenz respektiert auch während sie bewirkt das ihm die Augen übergehen (oder sich sein Magen umdreht). Als Wikus in einen schrecklichen Unfall gerät sind wir an seiner Seite und unter seiner Haut, und "District 9" wandelt sich subtil von spekulativer Science Fiction zum Zombie-Bio-Horror und dann - weniger subtil – zum Flucht-Action-Film mit spektakulären Autoverfolgungsjagden.
Inmitten aller Action nimmt man die sorgfältige ausgearbeiteten Hintergrund-Details, den knackigen Schnitt und die innovativen Special Effects fast als selbstverstädnlich hin. Nicht unwichtig sind die Aliens selbst, die seelenvoll und expressiv gestaltet wurden, ohne zu anthropomorphisch daherzukommen.
In seinem Kern erzählt "District 9" eine Geschichte – nicht unbekannt in der modernen Literatur Südafrikas – wie ein Angehöriger der herrschenden Gruppe die Ungerechtigkeiten erkennt, die ihn an der Macht und andere als seine Untergebenen erhält. Der Preis, den er für die Erkenntnis bezahlt, ist hoch – und dennoch ist der Film nicht nihilistisch. Die Aussichten sind nicht sonnig, aber der Film suggeriert dass die einzige Möglichkeit, menschlich zu bleiben, manchmal die komplette Entfremdung ist.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«District 9» ist ein Trash-Film, der durch masslose Übertreibung sein Potenzial vergeudet.
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fko 2009/09/06 18:11:05
Antwort löschenSoll ich lügen, wenn mir der Film nicht gefallen hat, damit ich auf einer Linie mit allen anderen liege? Bin doch kein Schaf. Muss mir ein Film automatisch gefallen, weil du denkst, er ist «der Hammer»? Muss ich einen schlechten Tag gehabt haben, weil ich zahlreiche Gründe gesehen habe, wieso der Film nicht gut ist? Du kannst gerne erklären, wieso der Film «der Hammer» ist. Aber mir irgendwie zu unterstellen, dass ich den Film schlecht finde, weil ich vielleicht mit dem falschen Bein aufgestanden bin, ist einfach mieser Stil.
Smoin 2009/09/07 21:19:25
Antwort löschenDer miese Stil ist eher, einen Film, den der Großteil gut findet schlecht zu bewerten und das ohne jegliche Begründung! Ein Halbsatz ist meiner Meinung nach keine Kritik! Das kann meinentwegen von einem Community-Mitglied kommen, aber nicht von einem Kritiker!
fko 2009/09/07 23:37:34
Antwort löschenOhne jegliche Begründung? Ist es wirklich zu viel erwartet, dass die Leser auf «Vollständige Kritik» klicken, wenn sie eine ausführliche Begründung lesen möchten? Oder ist dir das zu anstrengend? Lieber zuerst auf die missliebige Meinung einschlagen. Nur ein mundtoter Kritiker ist auch ein guter Kritiker.
annaberlin 2009/09/10 10:20:00
Antwort löschenhmmm vielleicht müssen wir den Link "vollständige kritik" größer machen?
Smoin 2009/09/10 16:49:20
Antwort löschenSorry, bin hier noch nicht so lange! Hab ich wirklich nicht gesehen....
Totzdem ist District 9 alles andere als Trash!
fko 2009/09/11 09:58:24
Antwort löschen«Trash» verwende ich hier zwar sicher nicht als Lob, aber es beschreibt eben auch den Stil und die Machart des Films. Daher ist «District 9» sehr wohl Trash. Oder weniger abwertend das Gegenteil von einer Hochglanz-Produktion. Es gibt durchaus auch Trash-Filme, die mir gefallen.
filmschauer 2009/09/11 13:42:05
Antwort löschen"Trash" beschreibt für mich sicherlich was anderes als District 9, dieser ist lediglich ein Low-Budget-Movie.
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Bradbury 2009/09/11 15:23:29
Antwort löschenAuch wenn ich nicht ganz so streng zu "District 9" bin wie du, kann ich deine Enttäuschung nachvollziehen. Ist schon ein seltsamer Kinojahrgang: Nachdem die Blockbuster im ersten Halbjahr fast durchgängig enttäuscht haben, wird nun im Zweiten Alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist zum Klassiker erhoben. ;)
pellekraut007 2010/05/03 23:15:16
Antwort löschenDieser Film ist ein sinnentleertes Machwerk mit einem so unlogischen, weil doofen Plot, dass man sich fragt, warum sich keiner der überwätligten Kritiker fragt, weshalb sich diese Wesen genau so benehmen, wie sie karikiert werden: doof, gewalttätig, verfressen und nur ein einziger Schlauer dabei! Himmel!
Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenNach all dem geschmacksfreien High-Concept-Käse, der Jahr für Jahr den Sommer auch im Kino zur Sauregurkenzeit macht, ist DISTRICT 9 ein lange schon fälliger Rachenputzer. Er bietet nicht nur ein fraglos innovatives, mit großer technischer wie narrativer Finesse umgesetztes Konzept, sondern beschert darüber hinaus noch jene flüchtige, schwer in Worte zu fassende Ahnung, live der Geburt eines neuen Talents beigewohnt zu haben. Plötzlich ertappt man sich beim Denken im Futur II: Wie großartig wird man diesen Film einst gefunden haben! Eine solche Form von vorgezogener Nostalgie, gemischt mit äußerst gegenwärtigem baffem Staunen, hat einen Namen: Instant-Klassiker.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenOft gehört und an dieser Stelle bestätigt: Believe the hype. Neil Blomkamp's Film ist letzten Endes die Erlösung des Sommerblockbusters. Es wird nicht viel erklärt. Genauso schnelle wie die Aliens sich auf der Erde befinden, werden wir in die Geschehnisse hinein gezogen. DISTRICT 9 ist einerseits ein offenherziges Apartheids-Update, anderseits eine knüppelharte Sci-Fi Odyssee. Beeindruckend ist nicht nur, wie Blomkamp aus einem derart bemessenen Budget eine solche Bildgewalt und Effekte herausholt, die im Genre stellenweise (heutiger Stand!) ihres Gleichen suchen. Wer hier das große Betroffenheitskino erwartet, liegt jedoch falsch. DISTRICT 9 ist und bleibt eine Fabel, keine Parabel. Es geht viel mehr um ein Rassismus-Geschwür im Rassismus selbst. Es ist eben auch ein kleines Wunder wie routiniert Blomkamp diesen Film inszeniert: Wenn die Fake-Doku schließlich in einem äußerst spannenden Actioner mündet, ist man doch verwundert wie toll die Einfälle für eine so beiläufig scheinende Szene ausfallen. Im trüben Sumpf der Blockbuster ein Rohdiamant.
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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenRasant und clever erzählt. So muß modernes Genre-Kino aussehen. Erst im Nachgang fallen einem die Löcher im Plot auf.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEs muss ja nicht immer Amerika sein. Allerdings hatten die Außerirdischen diesmal keine Chance, sich einen Hollywood-tauglichen Landeplatz auszusuchen, denn ihr Riesen-Raumschiff havarierte einfach - und das genau über der südafrikanischen Metropole Johannesburg. Ein Suchtrupp wird an Bord des schwebenden Kolosses geschickt, der darin auf vor sich hin siechende Außerirdische stößt, die in ein District 9 genanntes Lager am Rand der Stadt verfrachtet werden. 20 Jahre später soll dieses geräumt und die ungeliebten Flüchtlinge aus dem All in ein weit entferntes Wüsten-Camp zwangsumgesiedelt werden. Bei ihrer Durchführung wird der Chef der Aktion mit einem unbekannten Virus infiziert, das langsam seine DNS verändert. Dies macht ihn zu einem begehrten Objekt der Wissenschaftler, die bisher erfolglos versuchten, die Gene der außerirdischen Rasse zu entschlüsseln. „Herr der Ringe“-Mastermind Peter Jackson hat ihn produziert und in den USA avancierte er bereits zum Überraschungserfolg, dieser kleine, dreckige Gegenwarts-Sci-Fi-Streifen im pseudodokumentarischen und nicht grade zimperlichen Stil von „28 Weeks Later“. Die Apartheids-Allegorie ist zwar etwas plump und gegen Ende gefällt sich der Film zu sehr als Ballerorgie. Doch das packende und überaus realistisch wirkende Szenario hebt ihn deutlich aus seinem Genre-Umfeld heraus und präsentiert eine der erfrischendsten Geschichten, die man seit Langem im Kino entdecken konnte.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenManche Filme packen eine solch großartige zentrale Idee an, dass sogar ihre Schwächen den Zug nicht stoppen können. District 9 ist ein solcher Film. In der ersten Stunde rollt der Film mit einer Geschwindigkeit und Sicherheit eines neuen Klassikers daher; wenn er sich verlangsamt, um eine gute Splatter-Zugabe zu ehrwürdigen Alienfilmen zu werden, spürt man einen leichten Niedergang. Aber die erste Hälfte? Schön.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDistrict 9 beweist, dass Science-Fiction-Thriller nicht mit Stars besetzt oder mega-budgetiert sein müssen, um visuell anspruchsvoll und sorgsam unterhaltsam zu sein. Mit seinem cleveren falschen Dokustil ist dies der einfallsreichste Science-Fiction-Film seit Jahren.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWohl der erste Hype-Film des Jahres, der die in ihn gesetzten Erwartungen wirklich erfüllt. Blomkamp hat es wirklich geschafft, aus seinem Kurzfilm eine spannende, actionreiche und dabei überraschend anspruchsvolle SciFi-Story zu machen, deren grimmiger schwarzer Humor auch die kleineren Rückgriffe auf Genreklischees verschmerzen lässt. Sharlto Copley, der zufällig in die Hauptrolle gerutscht ist, ist eine echte Entdeckung. Er legt seine Figur irgendwo zwischen Sam Lowry und Alfred Tetzlaf an und bietet damit den merkwürdigsten Actionhelden der letzten jahre an. Auch wenn die Story mehrfach an Brazil und Cronenbergs Fly erinnert, hat sie genug Eigenständigkeit um zu überraschen und über die volle Laufzeit zu unterhalten. Das der Doku-Kniff nicht über die volle Laufzeit trägt und Blomkamp irgendwann aus dem Format ausbrechen muss, sei ihm verziehen, die großartigen Bilder und der immer spürbare garstige Witz machen District 9 zu einer absoluten Empfehlung. So kann ein Sommer-Blockbuster aussehen, wenn das Publikum sein Gehirn mal nicht an der Kasse deponieren will.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Sehr viel Spannung wurde geschürt, sehr viel wurde erwartet und genauso sehr viel erfüllt „District 9“; zweifelsohne einer der Filme des Jahres. Diese fantastisch ausgearbeitete Mockumentary hebt Science-Fiction auf die nächste Ebene. Absolut überzeugend gespielt und mit perfekten Spezialeffekten versehen glänzt diese albtraumhafte Vision durch beeindruckende Authentizität. Dabei ist „District 9“ beklemmend, fesselnd, rau, rasant, kurzweilig und konsequent, ganz im Sinne eines perfekten Thrillers. [...]
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Kommentare (352) — Film: District 9
Kommentar schreibenCapitanKnaecke 2012/02/07 23:51:25
Kommentar löschenEs passiert sehr selten, das ich dermaßen mit einer eigentlich recht unsympathischen Figur mitfiebere. Wikus van der Merwe ist nämlich alles andere als ein rechtschaffender, strahlender Actionheld, den man in einem SciFi-Film erwarten würde. Wikus ist ein ganz besonderes Exemplar der Gattung Antiheld: Feige, anfangs langweilig und spießig, nicht unbedingt der hellste und dazu unrasiert und schlecht frisiert. Und mit solch einem Kasper soll ich jetzt 2 Stunden mitfiebern?
Nach etwa einer halben Stunde und einer ungeschickten Bewegung, die auf der im Film verwendeten Doku-Kamera gut aussehen sollte, fängt aus Wikus, dem Unsympathen allerdings Wikus, mit dem man Mitleid hat, zu werden. Und so irrational seine Aktionen auch sein mögen, so habe ich sie zumindest immer gut nachvollziehen können. Wikus wird zu einem fragilen, Ich-bezogenen Außenseiter, einem Flüchtling, der einfach nur sein Leben zurück haben möchte. Blomkamp inszeniert dies meisterhaft, macht aus Wikus eine fragile Identifikationsfigur abseits eines Sam Worthington und schafft den Spagat aus Betroffenheit zum Protagonisten und kafkaesken Grusel, die an "Die Verwandlung" erinnert.
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Andy Dufresne 2012/02/06 20:41:48
Kommentar löschenDer Film macht richtig was her !
Am Anfang nervte mich die Wackel/Überwachungs/Doku-Kamera ziemlich,bis ich begriff das der Film genau dadurch so authentisch und dokumentarisch wirkt,er dieses Stilmittel braucht.
Man vergisst fast das ja vor 20 Jahren garnicht wirklich Aliens gelandet sind.
Der Film schafft es das Thema nie lächerlich oder hanebüchen zu machen ("Aliens landen in Johannesburg".Reicht eigentlich schon um zu sagen:"Och ne,muss ich nicht sehen"...),im Gegenteil man oder besser ich konnte mich ziemlich gut auf die ganz eigene Logik dieser Rassismussatire im Actionmantel einlassen.
Der Film ist klug aber auch schön brutal wenn die Action kommt und die kommt gewaltig,perfekt getrickst und inszeniert.
Eine äußerst gelungene Mischung wie ich finde, zum Teil sogar noch witzig und sehr emotional dazu.Ich kann gut verstehen warum der Film so hohe Wellen schlug, den Oscar hätte ich ihm aber auch nicht unbedingt gegeben.
Was bleibt:Ein überraschend vielseitiger, spannender und interessanter Film.
Sollte man gesehen haben.
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romaaan 2012/02/06 20:44:57
Antwort löschenIhm den Oscar wirklich gegeben hätte ich auch nicht.
Aber die Geste der Nominierung war sehr angebracht.
Kann deinem Kommentar nur zustimmen. (:
Andy Dufresne 2012/02/06 20:46:36
Antwort löschenStimmt die Nominierung war schon okay,sehe ich auch so.Wenn er den Oscar doch bekommen hätte würde ich auch nicht sagen das es komplett unverdient wäre,eher etwas übertrieben...
Carmine 2012/02/06 20:54:16
Antwort löschenKann man so stehen lassen!
Der Hauptdarsteller nervt gewaltig muss man noch dazu sagen
Andy Dufresne 2012/02/06 21:27:46
Antwort löschenUnentschieden würd ich sagen,einerseits nervt er ziemlich oft,andererseits kauft man ihm die verzweifelten Momente und den "Stromberglackel" schon ab finde ich.
Carmine 2012/02/06 21:47:06
Antwort löschenes war bestimmt sogar das Ziel ihn so nervisch darzustellen...ab der zweiten Hälfte tut er ja einmal schon leid...
ewigkeit 2012/02/06 22:36:58
Antwort löschenJa, der Charakterwandel ist schon eklatant, das ist ja was, das man bei modernen Filme heutzutage oftmals bemängelt. Das Ganze dann noch in einem solchen Gewand zu erleben - das Finale hat mich schließlich an Camerons bessere Tage erinnert - geniale Action als Sahnehäubchen am Ende.
cyranorick 2012/02/07 02:39:26
Antwort löschenIch war auch positiv überrascht von dem Streifen.
Andy78 2012/02/07 22:18:15
Antwort löschen@Andy Dufresne: Als "Rassismussatire" hab ich den Film erst garnicht wahrgenommen...Dafür waren mir viele Momente zu ernst...Aber gut, so kann ich auch das z.T. nervig Übertriebene besser für mich einordnen...Danke! ;)
Andy Dufresne 2012/02/08 08:37:38
Antwort löschen@Andy 78Satire bedeutet ja nicht (hab ich auch lang Schwierigkeiten mit gehabt das zu sehen) zwangsläufig immer das es witzig und als solche erkennbar ist.Parabel könnte man es auch nennen,ein Spiegel für die Gesellschaft eben.
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Andy78 2012/02/08 20:06:48
Antwort löschen@AndyDufresne: Na irgendwie passt beides...
Andy Dufresne 2012/02/08 20:13:43
Antwort löschenEbend ;D
moviee 2012/02/06 19:00:04
Kommentar löschenIrgendwo zwischen schwarzhumoriger Science-Fiction-Satire und missgeglückter Integrationsstudie insektoider Außerirdischer steht mit "District 9" ein Film, der die perfekte Mischung aus leichter Sozialkritik und effektvollem Kinospektakel gefunden hat. Es ist einfach ein Film den man fast nicht beschreiben kann und so fällt es mir auch wahnsinnig schwer das Gesehene in Worte zu fassen. Der Film ist pure Science-Fiction verbunden mit einem Actionfeuerwerk das sich so richtig gewaschen hat und einem verdammt coolen Look vor richtig toller Kulisse. Man fragt sich schon, wie die Südafrikaner und die Neuseeländer mit einem solch völlig unbekannten Darstellerensemble ein so knallbuntes Sci-Fi-Action-Spektakel auf die Beine stellen konnten, da eben genannte Länder nun nicht sonderlich bekannt für derart einzigartige Blockbuster sind. Manche sprechen bei "District 9" von einem cineastischen Meisterwerk, dass von seiner Aufmachung her im Sci-Fi-Bereich wohl auch in den nächsten Jahren noch seinesgleichen suchen wird, dennoch spreche ich lieber von einem allseits gelungenen Sci-Fi-Epos, dass mir durch seine Originalität, dem zum Nachdenken anregenden Anti-Apartheid-Aufruf und nicht zu vergessenen der wunderschönen Südafrikanischen Hintergrundmusik sicherlich noch eine ganze Zeit lang in Erinnerung bleiben wird, dem trotz alledem ein kleines bisschen weniger Action besonders im letzten Drittel etwas besser getan hätte, was meine Bewertung aber nicht nach unten drücken soll. Neill Blomkamp hat hier in seinem Spielfilmdebüt gleich eine ganze Menge geleistet, die für ihn in den nächsten Jahren wohl richtig schwer werden wird zu toppen.
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Hobgoblin 2012/02/06 12:59:27
Kommentar löschenAusgezeichneter - nominiert für vier Oscars, darunter als Bester Film - und spannender Film mit wichtiger Botschaft über die Bestie Mensch und seiner Profitgier!
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La flip 2012/02/05 10:33:48
Kommentar löschenDistrict 9 war am anfang wirklich nicht so wie man glaubt doch als man erfährt um was es wirklich geht, des haut sicha jeden um :D genialer film
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Drumhead92 2012/01/18 14:21:00
Kommentar löschenAch wieder nur ein Film, wie Aliens die Welt besetzen.
Aber nein..
Dieser Film ist mehr als man ihm zutraut. Er ist unglaublich innovativ.
Die Aliens kommen nicht, weil sie böses wollen. Nein, sie brauchen Asyl.
Als ich eine Rezession für den Film gesehen hatte, war ich ziemlich neugierig. Prompt einen Freund mit ins Kino geschleppt, der nicht die geringste Ahnung hatte, worum es in dem Film überhaupt ging.
Als wir aus dem Kino kamen, waren wir begeistert. Noch nie zuvor hatten wir eine so eine Story gesehen. Die Aliens waren fast menschlich und die Gespräche zwischen Menschen und Aliens erschienen so flüssig.
Einfach ein überragend innovativer und kreativer Film.
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Peppy 2012/02/06 00:26:43
Antwort löschenPrinzipiell gebe ich dir Recht.. Nur in einem Punkt hast du Unrecht.. Die Aliens sind eben nicht menschlich, und das zeichnet sie aus.. Also sämtliche Menschen inkl. dem Hauptdarsteller wollte ich zu 99% mundtot machen.. weils so bösartig, ekelerregend und ungemein hässlich ist, wie sie mit den "Shrimps" umgehen.. Aber ich denke so bzw. so ähnlich wirst du es auch gemeint haben. :)
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Drumhead92 2012/02/07 12:02:46
Antwort löschenJa so ähnlich war das gemeint. Das ist schwer zu erklären. Ich fand das Gegeneinander- aber auch Miteinanderleben. Also... Beide Völker sind ja quasi etwas gezwungen miteinander zu leben. Aber gerade das zeigt einfach diesen Konflikt so toll. Aber mit der Abgrenzung der nicht menschlichen Aliens hast du völlig recht. Das kam wahrscheinlich etwas falsch rüber.
Tytus 2012/02/08 08:49:50
Antwort löschenDie Grundidee "Alien Asyl" ist aber nicht neu, es gab schon einen SciFi mit diesem Thema "Alien Nation – Spacecop L. A. 1991"
Trotzdem ist district neun einer der besten SciFi der letzten Jahre :)
resU 2012/01/07 15:10:02
Kommentar löschenDie Story ist innovativ, die Aussage eher schwach, Erzählform und Darstellung ist interessant, Hauptfigur ist glaubwürdgig, die Effekte und die Action sind gut und die Aliens sind viel zu dumm: Die Tatsache, dass sie es geschafft haben uns nach Lichtjahren der Reise zu erreichen, erfordert deutlich mehr Intelligenz als ihnen im Film gegeben wurde. Auch das sich die Menschen mit den Aliens verständigen können wurde als selbstverständlich hingenommen...
Fazit: nicht schlecht aber auch nicht sehenswert
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Sigg 2012/02/05 23:33:23
Antwort löschenKurze Richtigstellung: Wenn ich mich richtig erinnere, ist die Führungsriege der Außerirdischen auf ungeklärte Art und Weise an Bord umgekommen. Übrig geblieben ist nur das Fußvolk. Von daher ist der Satz "Die Tatsache, dass sie es geschafft haben uns nach Lichtjahren der Reise zu erreichen, erfordert deutlich mehr Intelligenz als ihnen im Film gegeben wurde." mehr oder weniger falsch. Wenn wir mit ganz vielen Sonderschülern, die unsere Klos putzen, auf nen Planeten fliegen und nur unsere Kloputzer übrig bleiben, kommt auch nichts Besseres bei rum. ^^ Die Viecher sind ja im Film sehr menschlich gehalten und so musste die auch sehen. Das Fußvolk scheint eine ungebildete, naive und nich sonderlich intelligente Masse zu sein. Und in Sachen Sprache: Es gibt durchaus die Möglichkeit, andere Sprachen zu lernen. Sicher auch für (dumme) Außerirdische. Der Kritikpunkt ist damit praktisch ebenso hinfällig. ;)
Sollte nur mal erwähnt werden.
resU 2012/02/06 00:07:21
Antwort löschen1. Kloputzer sind (wenn überhaupt) nicht viel dümmer als Raketenforscher, es kommt nur drauf an was man lernt... Mensch bleibt Mensch. Aus der Ausübung eines Berufs auf die Intelligenz zu schließen halte ich für sehr dumm.
Die Rechtfertigung, dass die Führungswesen auf ungeklärte Art und Weise umgekommen sind ist nur eine Verschleierung, dass der Film die Außerirdischen einfach DUMM darstellen WILL.
2. Klar ist es möglich die Sprache zu erlernen, nur wurde die Verständigung im Film als selbstverständlich hingenommen und mehr habe ich auch nicht kritisiert.
Die Kritikpunkte sind meiner Meinung nach sehr berechtigt... wenn du das anders siehst ist das ok.
AnniXa 2012/02/06 00:44:10
Antwort löschenSoweit ich mich errinere wird im film auch angegeben das es sich bei den meisten aliens dort um Kämpfer und arbeiter handelt.
Bei den ihren gentechnischen fähigkeiten ist es doch ziemlich sicher das die Soldaten und Arbeiter aliens extra etwas dümmer (da fügsammer) dafür aber kräftiger etc sind.
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Yogi1983 2012/02/06 13:20:34
Antwort löschenIch muss resU zumindest in der Sache mit der Sprache recht geben. Die Sprache in 20 Jahren zu lernen...seltsam (da ja DUMME Aliens!) aber von mir aus...aber warum wird dann in einem Gespräch zwischen Alien und Mensch nicht in EINER Sprache gesprochen? Nee, der Alien rülpst sein Kauderwelsch dahin was der Mensch aber problemlos versteht, geantwortet wird aber in menschlicher Sprache, was wiederum der Alien ohne weiteres versteht. Das war für mich schon ein Logikfehler der mich total genervt hat.
Alles in allem ein ordentlicher Film, was Neues. Aber die Oscar-Nominierung muss ich hoffentlich nicht verstehen.
Andy78 2012/02/08 20:48:42
Antwort löschen@resu: Du hatsja ne messerscharfe Rethorik! Da traut man sich ja kaum zu widersprechen...;)
Aber ich vermute trotzdem mal, dass jeder Raketenforscher sein Klo putzen kann, aber nicht jeder Kloputzer an Raketen forschen, oder...?
Aber wer weiß...evt. unter- bzw. überschätze ich ja auch...So ist das eben mit den Vorurteilen...:)
Cicci0 2012/01/01 21:46:24
Kommentar löschenAlso als ich mit großen Erwartungen District 9 in meinen DVD Player einlegte war ich voller Vorfreude dabei aber als ich ihn Dan sah war ich nach den ersten 30 min ganz schön enteuscht aber dann kriegt der film
Endlich eine wende die Ihn von Minute zu Minute spannender dramatischer und zudem auf Blutiger macht und das ganzschön den
Der Film hatt sehr eklige szenen und bleibt dem
FSK 16 nicht ganz treu aber. Ich finde aber auch das District 9 auch ein passendes Ende hatt aber ich muss sagen nach den ganzen positiven
Stimmen die ich gehört habe muss ich sagen
War ich leicht entäuscht aber er ist auf jeden fall Sehens Wert aber nicht einer der Top
Filme dieser Erde .
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TiM3n 2012/01/31 19:58:20
Antwort löschenNur als Tipp: Setz am besten nächstes Mal mehr Punkte und achte ein wenig auf die Formulierung, dann kann man auch besser verstehen was du sagen willst ;)
Cicci0 2012/02/04 16:53:16
Antwort löschenWerd ich machen ;)
kinokrone 2011/12/16 18:33:22
Kommentar löschenFür mich ein gutes Konzept für einen Film welches aber an einer zu wenig ausgearbeiteten Story leidet. Die Effekte haben dabei für die 5 Punkte gesprochen, allein die Story hätte nicht soviel bekommen. Die verwackelte Kameraführung war gerade zu Beginn des Films für meinen Geschmack zu viel und damit eher störend.
Fazit: Sollte ein zweiter Teil des Films erscheinen, werde ich diesen anschauen in der Hoffnung eine tiefgründige Story zu erleben.
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stuforcedyou 2011/12/10 17:11:06
Kommentar löschenZu Beginn arbeitet "District 9" mit subjektiven Kameramitteln, ähnlich wie in "Rec" oder "Cloverfield" und erzeugt somit eine überaus realistische Stimmung, die auch dann spürbar bleibt, wenn der Film zu klassischen Kamerabildern wechselt, die jedoch immer noch voller Agilität sind und ein wunderbares, wie abenteuerliches Mittendrin-Gefühl erzeugen. Dieses intensive Gefühl, das den Abwechslungsreichtum noch etwas weiter in die Höhe treibt, funktioniert dabei nicht nur bei Actionszenen sondern auch bei ruhigeren Sequenzen und „District 9“ ist gemessen an seinen verfügbaren Möglichkeiten (Genre-, nicht Budget-technisch) eher ein ruhigerer Vertreter. Es sind gerade diese etwas leiseren Szenen die besonders im Gedächtnis haften bleiben. So gelingt es Regisseur Neill Blomkamp ohne größere Umstände die Außerirdischen sowie deren Situation so plastisch, so echt und lebensnah darzustellen, dass man die Wesen aus dem Weltall, die im Film nur „Shrimp“ genannt werden, innerhalb von wenigen Minuten akzeptiert. Dabei macht es sich „District 9“ nicht zu einfach. Die Aliens hier sind größtenteils kriminell, schmutzig und aggressiv. Einfach nur nach Hause telefonieren gibt es bei hier also nicht.
Gut so! Denn die Parabel die Film aufbaut und die für jeden Zuschauer auf den ersten Blick ersichtlich sein sollte, handelt von Integration und Rassismus. Die „Besucher“ als friedliebende Klugscheißer von Alpha Centauri darzustellen wäre der (leider) aktuellen Brisanz des Films nicht zugutegekommen. Denn gerade in Gegenden mit Integrationshintergrund und mangelnde, gesellschaftliche Eingliederung gibt es immer wieder kriminelle Aktivitäten. Warum sollte das bei Aliens anders sein? Bei diesem Gleichnis von Missverständnis bleibt es aber nicht. „District 9“ behandelt auch noch Themen wie Gier, Vertrauen und Liebe. Gerade zu dem letzten Thema sitzt der Film einen fulminanten, emotionalen Schlusspunkt. Ein letztes Bild von einem Alien. Eine Szene die die vom Film erzeugte Betroffenheit, nach dem actionreichen Showdown noch einmal hochkochen lässt und dies mit einfachsten Mitteln.
Einen Großteil zur grandiosen Funktionalität von Blomkamps Sci-Fi Parabel tragen die Darsteller. Allesamt keine bekannte Namen oder Gesichter, was allerdings auch vollkommen egal ist. Hauptdarsteller Sharlto Copley, gibt der Figur des Beamten Wikus van de Merwe ein glaubwürdiges Profil. Wirkt der Beamte zu Beginn noch belächelnswert, so wandelt sich Wikus schnell zu einem toll skizzierten Charakter und noch bevor dieser Charakter komplett ist, hatte ich ihn als Zuschauer ins Herz geschlossen. Gerade bei seiner körperlichen Metamorphose (David Cronenbergs „Die Fliege“ lässt grüßen), sowie den daraus resultierenden Martyrien kann, ja musste ich förmlich mit Wikus mitfiebern und aucxh mitleiden.
„District 9“ bewegt sich beachtlich gut auf mehreren Terrains. Sicherlich, ein eleganter Leisetreter ist der Film nicht. Bullige Symbolik und Logikpatzer machen dem Film zu schaffen, war mir aber bisher immer ziemlich schnuppe. Der Film entfacht nach kürzester Zeit einen atemberaubenden Sog. Vom dokumentarischen Beginn bis zum dröhnenden Finale, alles passt perfekt zusammen und wirkt obendrein nicht wie das bloße Konstrukt eines zusammenkalkulierten Blockbusters. Für mich ist „District 9“ ein wahrer Höhepunkt des Genres, ein moderner Klassiker, der vor allem durch seine Einzigartigkeit besticht und trotz seines enormen Unterhaltungspotenzials noch etwas im Oberstübchen hat und so sicherlich mehr Gehör findet als die diverse stille Arthouse-Dramen, bei denen man immer das Gefühl hat, sie wurden einzig und alleine für eine intellektuelle Elite gefertigt.
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_Garfield 2011/12/10 17:26:22
Antwort löschenSehr schön. Ich bin ganz deiner Meinung, sehr unterschätztes Debüt und sicherlich ein Höhepunkt seines Genres.
Le Samourai 2011/12/10 17:41:58
Antwort löschenÜberschätzter Wackel-Quark der im lächerlichen Actionsumpf versinkt. :)
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MovieMonster 2011/12/10 17:50:04
Antwort löschenSehr schön beschrieben. Toller Film.
Benjamin Barker 2011/12/10 17:51:01
Antwort löschenToller Kommi zu einem großartigen Film!
ageis 2011/12/05 16:09:55
Kommentar löschenBin bloß bis zur Hälfte gekommen.
Die Idee ist zwar ganz gut, aber das in unserer Welt anzusiedeln ist völliger Schwachsinn. Es ist vollkommen unrealistisch (Wir würde sie nie in einen Slum stecken, sondern wohl eher in Forschungseinrichtungen).
Außerdem ist das die dümmste Hauptfigur, die ich je gesehen habe.
Abgesehen davon ist es echt eklig.
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LilQ 2011/12/05 16:15:48
Antwort löschenschade, da hat jemand den Film nicht verstanden...könnte dran liegen, dass er nur zur Hälfte gesehen wurde, oder einfach nicht mitgedacht? wer weiß?!
Joeyjoejoe17 2011/12/05 16:46:19
Antwort löschenWenn man den Film als kritischen Blick auf die ehemals in Südafrika vorherrschende Apartheid sieht, kann man über die von dir kritisierte Abstinenz des Realismus hinwegsehen :>
Kreaexo 2011/12/05 16:54:09
Antwort löschenMan sollte keinen Film bewerten, den man nicht vollständig gesehen hat.
minate 2011/12/11 02:25:51
Antwort löschenSchwachsinn im ganz neutralen Sinne des Wortes ist eher dein Kommentar, denn du willst etwas über einen Film sagen, den du nicht nur nicht ganz gesehen hast, sondern auch noch nicht verstanden hast.
Ich finde deine "Realität" beneidenswert wenn du darin keinen Bezug zum Film findest.
AnniXa 2012/02/06 00:46:27
Antwort löschenDu willst also Mehrere millionen aliens in eine Forschungseinrichtung stecken? Viel spaß beim bauen und finanzieren dieser gigantischen einrichtung.
Logischer wäre es da das die menschen sich ein paar hundert schnappen und dem rest in einen slum ansiedeln.
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lowrider192 2012/02/06 00:54:11
Antwort löschenWelch geistreicher "Artikel" ...
Simon1995 2012/02/07 16:09:58
Antwort löschenScience-Fiction-Filme haben es so an sich, dass sie nicht ganz realistisch sind ;)
Jomo 2011/12/03 22:53:52
Kommentar löschenBei so vielen tollen Explosionen mit Mega-Waffen und umherfliegenden Körperteilen kommt es auf Verstand und Logik natürlich überhaupt nicht an.
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Ghoul 2012/02/07 17:08:55
Antwort löschenNunja, in erster Linie geht es ja weniger um die Action, sondern um das Verhältniss der Aliens gegenüber den Menschen, woraus auch die gesamte Story resultiert.
Aber ich würde mal gern hören, was dich so stört in Bezug auf die Logik. Also abgesehen davon, dass Menschen und Aliens so einfach miteinander kommunizieren können, was mich persönlich ein wenig stört
RoosterCogburn 2011/11/27 21:01:54
Kommentar löschenIm Stil eines fiktionalen Dokumentarfilms [Mockumentary] präsentiert sich "District 9" als Sci-Fi Flüchtlingsdrama mit Kritik des Apartheid-Themas. Dieser Vergleich ist inszenatorisch sehr genial im Augenzeugenstil, wie wir es aus Filmen wie "Cloverfield" kennen, umgesetzt worden. Später weicht der Film von diesem Erzählstil ab, mit dem Versuch die Dramatik zu erhöhen. Leider gelingt dies nicht wirklich. Mein Fazit: Starker, auch emotional mitreissender, Streifen.
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angelraziel 2011/11/17 06:09:55
Kommentar löschenDie Effekte sind gut und die Idee an sich nicht schlecht. Der Film ist durch die unglauliche Dummheit und Oberflächligkeit grausig passt aber sehr gut zu dieser Zeit (2009 USA).
Umhüllt von einem seelenlosen weibischen Geist und bedeutungslosem Kitsch, hinterlässt er den Zuschauer sinnentleert.
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Baumkopf Holzfaust 2011/11/17 09:29:54
Antwort löschenNaja. Nach der Welle von an Dämlichkeit sich übertreffenden "Alien Attack" Filmen in diesem Jahr wirkt "District 9" doch um Dimensionen an Intelligenz erweitert. Klar hätte man es "besser" machen können aber das kann man schließlich immer.
Broda 2011/11/17 09:58:05
Antwort löschenMan hätte ihn nicht viel besser machen können und auch nicht brauchen. Großartig bleibt großartig.
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Freakwood 2011/11/27 21:26:14
Antwort löschenIch finde "Großartig" ist ein wenig zu stark gehyped, allerdings ist ein Punkt maßlos übertrieben. Schon möglich, dass es angelraziel stark genervt hat, dann ist das auch in einem gewissen Maß nachvollziehbar, allerdings kann man sich auch manchmal einfach auf den Film einlassen, so war es bei mir der Fall. Ich bin immer noch (nach zwei Durchgängen) irgendwo zwischen vier und sieben Punkten.
Es macht möglicherweise den "Seele an Teufel verkauft"-Eindruck wenn man sagt, dass man, selbst bei Storys mit viel Potenzial die Kommerzaffen bedienen muss, damit das Filmchen auch genug Geld einspielt..
Cheers!
Andy78 2012/02/08 20:56:07
Antwort löschenWas bitte verbirgt sich hinter einem "seelenlosen weibischen Geist"? Hört sich irgendwie gewollt provokativ und etwas beknackt an...Bin mir garnicht mal so sicher, ob ich die Erklärung dazu wirklich wissen möchte...;)
Punsha 2011/11/10 21:46:55
Kommentar löschenUm "Disctrict 9" zu charakterisieren, ist es lediglich vonnöten, die Wandlung des Protagonisten zu beschreiben: MNU-Mitarbeiter Wikus van de Merwe ist allem Anschein nach ein sympathischer Depp, um es mal kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Und als ich anfangs im Vorspann den Namen "Peter Jackson" las, erinnerte mich Sharlto Copley immer mehr an Timothy Balme aus "Braindead", welche sich meiner Meinung nach nicht nur äußerlich ähnlich waren. Auch nach dem eher belustigenden Anblick dieser Aliens, hatte ich doch irgendwie das Gefühl, dass dieser Film mich überraschen und mich auf einen selbstironischen, sozialkritischen, aber stets lockeren Trip in die Zukunft verfrachten würde, was im ersten Drittel auch durchaus der Fall war. Doch nach Wikus' so genannten Unfall steigerte sich aber die Dramatik und kaum etwas war noch zum Schmunzeln. Wikus' Charakter wurde nun zwiespältig. Die Dualität seines Körperzustands ging so im Hinblick auf sein Verhalten wunderbar über, denn einerseits war er der Gejagte, fühlte erstmals wie Menschen einen behandeln, wenn man anders ist und suchte demnach Schutz bei den fremden Wesen. Andererseits erhob sich in ihm aber auch hin und wieder die arrogante Seite im Menschen, welche sich in seiner scheinbaren Perfektion und Überlegenheit ausdrückt. Mal mochte man ihn, mal hasste man ihn und zeigte zugleich Mitleid mit der kleinen, süßen Alienfamilie. Das tat zwar der Stimmung einen kleinen Abbruch, war aber gut und sorgsam ausgearbeitet. Ein Kompliment an dieser Stelle. Das Problem lag aber im letzten Drittel, wo "District 9" zu einem weiteren, klischeebeladenen Blockbuster verkommt. Wikus avanciert nun zum selbstlosen Held, entkommt allen Kugeln und wird alle zwei Minuten in letzter Sekunde gerettet. Das wirkt öde und hätte so eigentlich nicht sein gemusst, aber immerhin war die Action gut. ;)
"District 9" funktioniert bis zwei Drittel der Laufzeit hervorragend, wirkt intelligent, witzig, kreativ und selbstständig, baut aber gegen Ende leider immer mehr ab. Dennoch wurde ich sehr gut unterhalten und kann den Streifen demnach zu einem geglückten Erstling Blomkamps zählen.
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_Garfield 2011/11/09 19:48:58
Kommentar löschen[...] „District 9“ ist in Anbetracht seiner Entstehungsgeschichte mehr als nur eine überdeutliche Apartheid-Metapher, sie ist ein Sinnbild für die Profitgier und Einfallslosigkeit fettärschiger Studio-Bosse und den letztendlichen Sieg einer guten, innovativen Idee und jenen Leuten, die hinter dieser Idee standen und sie bis zum Ende verteidigten (Peter Jackson zählt hiermit offiziell zu den Guten). Trotz vergleichsweise niedrigem Budget überzeugt Blomkamp's Leinwand-Debüt visuell in jedem Aspekt, zu jeder Sekunde und in jeder Einstellung: sei es das gigantomanische Raumschiff über Johannesburg, wo uns der bloße Anblick bereits den Atem raubt, die perfekt integrierten, insektoiden Außerirdischen („Prawns“), denen man ihren virtuellen Ursprung selten bis nie tatsächlich ansieht oder die wuchtigen Action-Sequenzen, welche den großen Hollywood-Produktionen trick- technisch in Nichts nachstehen. „District 9“ ist optisch eine Wucht und beweist wieder einmal, dass die besten Tricks jene sind, die man nicht sehen kann. Blomkamp vermengt die visuellen Stärken mit glaubwürdigen Darstellern (ganz stark, vom unsicheren Beamten-Arsch zum selbstlosen Helden: Sharlto Copley) und einer intelligenten, vielschichtigen und fortwährend nichts an Realismus einbüßenden Geschichte. Der großartige Score Shorter's stellt die perfekte Mischung aus traditionellen Afrika-Klängen, orchestralem Klangteppich und modernen Synthesizer-tönen dar und ergänzt das Geschehen nicht nur nahezu perfekt, sondern vermag einigen Szenen auch noch einiges an Dramatik, Brisanz und Intensität hinzuzufügen. Inhaltlich verzichtet Blomkamp's Debüt-Werk auf Pathos, abgefahrene Über-Aliens und Amerika als Schauplatz, sondern setzt auf größtmöglichen Realismus, ein erfrischend anderes Setting und ungewöhnlich menschlich agierende Außerirdische. Diese erweisen sich zwar als körperlich und technologisch etwas überlegen, haben aber unter dem Fehlen eines Alpha-Wesens und den äußeren Umständen zu leiden. Mental gleichem sie dem Menschen in vielerlei Belangen, sie empfinden Schmerz, Einsamkeit, verfügen über höchst menschliche Attribute wie Fürsorglichkeit, Gemeinschaftsgefühl und erweisen sich – zumindest in Anteilen - als hoch intelligente Spezies. Dem auf Authenzität ausgelegten Konzept wird in der Folge alles und jeder untergeordnet, zumindest bis zum letzten Drittel des Filmes. Dann wechselt Blomkamp nämlich beinahe unbemerkt von den pseudo- dokumentarischen Stilmitteln gepaart mit täuschend echt ausschauenden Nachrichtenschnipseln auf eine relativ konventionelle Inszenierung bis wir schließlich bei einem spektakulären Finale angelangt sind. Dieses kommt bei all seiner visuellen Härte jedoch nie anbiedernd oder plump daher, sondern ist in Anbetracht der vorausgegangenen Handlungsverläufe einfach nur gnadenlos konsequent und setzt den einzig richtigen Schlusspunkt für ein überragendes Sciene-Fiction-Abenteuer. Mit „District 9“ ist Blomkamp nicht nur eine große Überraschung innerhalb der weltweiten Filmlandschaft gelungen, er hat auch bewiesen, dass er neben einer Vision und Durchhaltevermögen auch einiges an Talent besitzt und in Zukunft einer von den ganz, ganz Großen werden könnte, denn seinem Werk wohnt mehr Herz, mehr Seele und mehr Leidenschaft inne als vielen vergleichbaren Produktionen der vergangenen Jahre. Es bleibt zu hoffen, dass die Entstehungsgeschichte von „District 9“ auch andere, talentierte Filmschaffende dazu bewegt hat ihre Ideen zu publizieren, zu verteidigen und an diese zu glauben bis sie vielleicht auf der großen Leinwand Wirklichkeit werden.
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Mr. Pink 2011/11/05 15:31:23
Kommentar löschenBei Weitem nicht so gut, wie es mir der Hype um den Film weismachen wollte. Besonders der Anfang verlief für mich sehr schleppend und kostete eine Menge Geduld, da "District 9" irgendwie wie ein noch unlustigeres Hardcore-Stromberg daherkam. Dranbleiben hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, da der Film sich kontinuierlich steigert und letztendlich eine gelungene, sehenswerte und unterhaltsame Mischung aus Drama, Action und tiefgründiger Science-Fiction bietet.
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loveissuicide 2011/11/02 22:18:48
Kommentar löschenStarkes Scifi-DRama.
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kennykiller 2011/10/13 19:40:26
Kommentar löschenDer Film ist meiner Meinung nach, der eindeutige Beweis, dass man auch mit, fuer Hollywood, wenig Geld einen richtig guten Film drehen kann. Denn was der Film aus seinen 30 Mio. Dollar Budget herausholt ist einfach FABELHAFT! Die Effekte sind glaubwuerdiger als in einigen 300 Mio. Dollar Produktionen (siehe Green Lantern) und die Story schafft es zu fesseln & zu beruehren. Nach aktuellem Stand ist der 2 Teil schon in Planung. Ich hoffe sehr, er wird dem 1 Teil gerecht, der, meines Ansehens nach, Massstaebe in Sachen Low-Budget Produktionen setzt.
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derlich 2011/10/13 23:44:01
Antwort löschenlow budget" ist etwas "übertrieben
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kennykiller 2011/10/15 22:59:51
Antwort löschenja hast recht, ich wollte Low-Budget eigentlich in Anführungszeichen setzen. Aber es ist, meiner Meinung nach, schon bedenklich, dass ein Film wie District 9 mit 30 Mio. Dollar so realisiert werden konnte und Filme wie z.B. Prince of Persia oder James Bond: Ein Quantum Trost 200 Mio. Dollar verschlungen haben, obwohl sie meines Erachtens nicht wirklich besser sind. Also...
SoulReaver 2011/10/16 00:12:49
Antwort löschenWeniger ist manchmal mehr ;)
ShokiNN' 2011/10/08 18:00:06
Kommentar löschenAbsoluter Fehlkauf für mich,... ich fand ich langweilig nach der hälfte habe ich abgebrochen,..... schade, da ich eigendlich voll auf Syfy stehe -.-
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Ghoul 2012/02/07 17:10:39
Antwort löschenProblem: Das ist kein gewöhnlicher Sci-fi
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