Edward mit den Scherenhänden
Edward Scissorhands (1990), US Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 18.04.1991
55 Bewertungen
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117 Kommentare
Keine ?
von Tim Burton, mit Johnny Depp und Alan Arkin
Dieses moderne Märchen erzählt die Geschichte von Edward (Johnny Depp), ein künstlicher Mensch, der von seinem Erfinder aber nicht mehr vollendet werden konnte – dort wo eigentlich seine Hände hin sollten befinden sich Scheren. Eines Tages wird er von der Avon-Vertreterin Peg Boggs Dianne Wiest) entdeckt, die ihn kurzerhand mit nach Hause nimmt. Anfangs hat Edward zwar Schwierigkeiten, sich in seine neue Umgebung einzupassen, doch schon bald werden seine Talente als Gärtner und Friseur zu dem Renner. Als er sich jedoch in Pegs Tochter Kim (Winona Ryder) verliebt, schwindet die anfängliche Begeisterung seiner neuen “Freunde”...
Handlung
Die Kosmetikberaterin Peg (Dianne Wiest) stößt, auf der Suche nach neuer Kundschaft, eines Tages auf ein altes Schloß. Es scheint unbewohnt zu sein, doch schließlich entdeckt sie den einzigen Schloßbewohner: Edward, ein menschenähnliches Wesen mit Scherenhäden (Johnny Depp).
Wie sie herausfindet, wohnte in dem Schloss ein Erfinder (Vincent Price), der starb, bevor er sein Werk – Edward – vollenden konnte. Peg nimnt den herrenlosen Edward mit in ihre Kleinstadtsiedlung. Bald muss sie erkennen, daß sie den eigenartigen und weltfremden Edward vor den Nachbarn schützen muß. Doch dieser hat Vorteile, die schließlich der gesamten Nachbarschaft nutzen: er kann die schönsten Figuren aus den Hecken zaubern und den Damen die tollsten Frisuren meistern.
Doch da gerät Edward plötzlich zum Hassobjekt der Menschen. Er wird verdächtigt, ein Einbrecher zu sein, da er mit seinen Scherenhänden ohne weiteres ein Türschloss öffnen kann. Einzig Peg und ihre Tochter Kim (Winona Ryder), in die sich Edward verliebt hat, halten noch zu ihm. Es beginnt eine wahre Hetzjagd auf den liebenswerten Außenseiter, die mit einem Kampf auf Leben und Tod endet. Keiner ahnt, dass es Kims (Ex)freund Jim ist (Anthony Michael Hall), der die Naivität Edwards ausgenutzt hat, um den Einbruch zu begehen. Als dann noch ein Unfall mit Pegs jüngstem Sohn geschieht, schlagen die Verdächtigungen in blinden Hass um. Edward muss zum Schloss fliehen, verfolgt von Kim und Jim sowie dem Polizisten (Dick Anthony Williams). Es kommt zu einem dramatischen Ende.
Der Polizist tut so, als ob er Edward erschossen hätte. Jim glaubt ihm nicht und eilt in das Schloss, um Edward zu töten. Kim gerät zwischen die Fronten. Um sie zu schützen, töten Edward Jim. Die beiden müssen sich trennen und Kim erzählt der herbeieilenden Masse, dass beide tot seien.
Diese Geschichte erzählt Kim als Großmutter ihrer Enkelin. Sie sah Edward nie wieder.
Weiterführende Informationen
Einflüsse des Films
Wissenswertes zum Film
Weiterführende Informationen im Internet
Das Tim Burton Collective mit Bildern und Informationen zu Edward Scissorhands (auf englisch)
Besprechung der Filmmusik von Danny Elfman
Quelle
Helmut Merschmann: Tim Burton, Berlin: Bertz 2000.
Cast & Crew
-
Tim Burton
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Johnny Depp
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Alan Arkin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bill Boggs
-
Dianne Wiest
-
Vincent Price
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Der Erfinder
-
O-Lan Jones
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Esmeralda
-
Dick Anthony Williams
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Officer Allen
Regie
Schauspieler
-
Conchata Ferrell
-
Robert Oliveri
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kevin Boggs
-
Kathy Baker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joyce Monroe
-
Caroline Aaron
-
Anthony Michael Hall
-
Susan Blommaert
-
Winona Ryder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kim Boggs
-
Steven Brill
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tellerwäscher
-
Biff Yeager
-
Tim Burton
-
Caroline Thompson
- Genre
- Sozialdrama, Romanze, Melodram, Märchenfilm, Gegenwartsfantasy
- Zeit
- 1960er Jahre, Weihnachten, Winter
- Ort
- Kleinstadt, Schloss
- Handlung
- Außenseiter, Bruder, Eifersucht, Einbrecher, Einsamkeit, Erfinder, Erste Liebe, Friseur, Geschöpf, Grillen, Großmutter, Gute-Nacht-Geschichte, Hand, Hetzjagd, Hund, Liebe auf den ersten Blick, Mob, Nachbar, Polizei, Schere, Schnee, Statue, Tochter, Unfall, Ungeselligkeit, Unglückliche Liebe, Unwissenheit, Verführung, Verlieben, Verlust des Vaters, Wasserbett, Weihnachten, Wut und Hass, Zärtlichkeit, Ältere Frau verführt jüngeren Mann
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Romantisch, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Edward mit den Scherenhänden
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Kritiken (4) — Film: Edward mit den Scherenhänden
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen"Edward Scissorhands" funktioniert auch deshalb so gut, weil sich Burton noch nicht der style-over-substance-Attitüde späterer Werke verschrieben hat, sondern - und das ist durchaus gewagt - nach seiner erfolgreichen GothamCity-Interpretation in "Batman" weiter experimentiert, die Gotik-Reminiszenzen in den Hintergrund treten lässt, und sich stattdessen einer knallbunten Pril-Blumen-Welt hingibt.
Die Visualisierung von "Edward Scissorhands" ist nicht selbstzweckhaft, sie ist sinnvoll im Erzählfluss verankert und enthält mit der farbigen Monotonie der Häuser und Vorgärten mehr entlarvende Momente in einer Kameraeinstellung, als Mendes oder Field in ihren verquatschten Filmen je rübergebracht haben.
Burtons Abfilmen des amerikanischen Vorstadt-Idyll strotzt nur so vor kleinen Boshaftigkeiten (gar großartig: Kathy Baker als Peggy Bundy 2.0) und liebevoll versteckten Querverweisen, von Chaplin bis "Metropolis", und funktioniert…
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Mr Vincent Vega 2010/10/13 01:02:23
Antwort löschenBewertung fehlt ebenso wie folgende Worte: "Meisterwerk", "schönster Film aller Zeiten", "Juwel", "Geniestreich" und "Ausnahmefilm".
Hitmanski 2012/01/06 22:38:35
Antwort löschenGanz schön schlecht irgendwie, der Text :P
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Burton kümmert sich bei seiner Erzählung nicht um Fragen wie „Warum?“ bzw. „Warum nicht?“. Damit kann man sich angesichts der prächtigen Ideen und der einnehmenden Atmosphäre im Film durchaus anfreunden. Heikel wird es nur, wenn auffällt, dass die Gefühle der Hauptfiguren (füreinander) nur angedeutet, minimalistisch begründet werden. Auch das Ende ist wunderschön traurig, geht aber eben auch wieder der Beantwortungen von Fragen aus dem Weg. Hier kommt es nun mal auf die Optik und die Intention an. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenMein absoluter Lieblingsfilm. Punkt.
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
DTokarsky 2010/11/15 14:44:27
Antwort löschenBegründung ? :)
Mr Vincent Vega 2010/11/15 14:45:36
Antwort löschenBraucht's nicht. :)
Benchyl 2010/12/12 13:01:59
Antwort löschenDann braucht's auch den Kommentar hier nicht.
Hitmanski 2011/01/10 23:30:34
Antwort löschenLass' mich raten, die Verlinkung zu deinem Review vom Blog scheitert wieder daran, dass es deinen hyperselbstkritischen heutigen Ansprüchen nicht mehr Stand hält, oder? :D
Mr Vincent Vega 2011/01/10 23:32:50
Antwort löschenExakt Dieser Film ist gar nicht in Worte zu fassen. Dass ich es damals doch versucht habe, nun ja... :P
Hitmanski 2011/01/10 23:37:11
Antwort löschenKannst du froh sein, dass du nicht alles hier reingestellt hast - durch diesen blöden Bug im Kritikerprofil, der keine Komplettlöschung von Texten mehr zuöässt, kann man sich von seinen Altlasten ja nur noch über den Umweg via Sonse entledigen...
Benchyl 2011/01/11 21:23:48
Antwort löschenAch, ach, ach soooo. Na dann habe ich natürlich Nachsicht, Mister Vega.
Alle 9 Antworten zeigen
Yoæna Corse 2011/09/01 13:57:42
Antwort löschenJa, Mr Vincent Vega hat Recht. Über den Film könnte man ein ganzes Interpretations-BUCH schreiben, was dem Film vielleicht gerechter werden würde, im Endeffekt aber genauso sinnlos wäre wie alles andere. Manche Menschen können diesen Film FÜHLEN, andere eben nicht. Und Letztere können sowieso zur Hölle fahren.
Pyro 91 2012/01/20 22:22:35
Antwort löschenHaha, ich habe den Film vor etwa 20 Minuten beendet und fühle mich auch nicht in der Lage ein Review zu schreiben. Edward hat mir einfach das Herz gebrochen, vor allem als er nur Gutes tun wollte und ihm alle den Rücken kehrten. Am Ende habe ich geweint wie ein Baby. Dieser Film hat irgendwie wieder Gefühle in der Kindheit in mir hochgebracht. Mir fehlen die Worte. Ohne Wenn und aber ein Meisterwerk!
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschen„EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN“ ist nicht nur ein kleines, fast perfektes Meisterwerk über die Liebe, die vor Äußerlichkeiten nicht Halt macht, sondern vor allem ein fantasievolles, trauriges, aber auch grundehrliches Märchen, das beweist, dass Hoffnung und Glück sich (wie man selbst) trotz aller Widrigkeiten durchaus einen rechtmäßigen Platz in dieser Welt erkämpfen können. Aufgrund der individuellen Vorstellung eines Jeden sogar in Gestalt von Schnee.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (113) — Film: Edward mit den Scherenhänden
Kommentar schreibenZedsDeadBaby 2012/01/18 18:31:12
Kommentar löschenHier war ein Meister am Werk. Tim Burton hat auf seine persönliche, skurrile Art etwas dargestellt, was uns alle betrifft: Den Umgang mit Ungewöhnlichkeit.
Man stellt an sich selber fest, wie man zunächst auf das Aussehen Edwards reagiert..und wie sich das ändert sobald man merkt, dass seine scheinbare Gefährlichkeit ganz viel Gefühl, Zärtlichkeit und Angst hinter sich verbirgt.
Eine verschreckte Persönlichkeit, unsicher und anders, doch sie will uns nichts Böses.
Man muss gänzlich blind sein um nicht zu erkennen, was dieser Film uns vermitteln will.
Kurz: Ein bewegender, trauriger Film voller menschlicher Dummheit...aber genauso voll von Liebe.
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*frenzy_punk<3 2012/01/05 17:06:22
Kommentar löschen"Edward Scissorhands", traurige, skurrile Story, mit fantastischen Bildern und märchenhaften Eindrücken.
Tim Burton fasziniert mit etwas schaurigen und dramatischen Szenen. Künstlerisch zeigt er uns in der Einleitung, sanften Schnee auf die Erde herab rieseln untermalt mit der traurigen Musik von keinem Geringerem als Danny Elfman.
Natürlich ist es Johnny Depp (The Tourist), der auch hier wieder in seiner Rolle brilliert. Die Maske tut viel, doch schafft es Depp die Emotionen und Eindrücke seines Charakters Edward wieder zu geben, wie eine Kunst, die die Zeit zu überdauern scheint.
Burton spielt auch in diesem Werk mit vielen Kontrasten, so besitzt die Stadt grelle Pastelltöne, während das Schloss in dem Edward lebte, sich schwarz und furchterregend aus dem Erdboden erhebt.
Die Story ist einfach und doch voll von so vielen Emotionen. Sofort schließt der Zuschauer den Jungen mit Scheren statt seiner Hände ins Herz, fühlt mit ihm, fürchtet sich mit ihm und verliert sein Herz mit ihm.
Der Score passt perfekt in das fantastische und fantasievolle Szenenbild, untermalt die Charaktere und Emotionen.
Tim Burton schuf hier ein zeitloses Märchen für Erwachsene, dass die Jahre überdauernd noch immer fantastisch wirkt.
"Edward Scissorhands" ist wahrhaftig ein Kunstwerk der Filmgeschichte!
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kolja10000 2011/10/31 18:29:08
Kommentar löschenTim Burtons bester Film. Ein trauriges Märchen mit einem hervorragenden Johnny Depp und toller musik
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countcount 2012/01/24 13:16:51
Antwort löschenwürd ich so nicht sagen...mars attacks find ich fast noch kultiger... :p
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kolja10000 2012/01/25 16:14:09
Antwort löschenNaja, ist ja auch geschmacksache...mars Attack fand ich auch gut, aber diesen finde ich besser
countcount 2012/01/25 16:41:30
Antwort löschendie beiden Filme kann / sollte man auch gar nicht vergleichen.. :D
Erumee 2011/10/17 10:26:36
Kommentar löschenDas ist einer dieser Filme, die man sich erst durch den Kopf gehen lassen muss, bevor man drüber nachdenkt, ob man sie gut oder schlecht findet.
Als ich diesen Film das erste Mal sah, war ich ein wenig eingeschüchtert, von dieser extrem bunten, abgedrehten Welt und Edward, der überhaupt nicht darein zu passen scheint.
Aber nach dem Gucken begann ich erst, ihn richtig zu verstehen.
Bist du anders als sie, aber nützlich, lieben sie dich. Merken sie aber plötzlich, wie anders du bist und dass du ihre angeblich ach so perfekte Welt auf den Kopf stellst, hassen sie dich und geben dir die Schuld an ihren eigenen Fehlern.
Und im Nachhinein, muss ich sagen, ist es ein wirklich grandioser Film, im typischen Burton-Stil, den wir alle so lieben und schätzen. Na ja, zumindest ich!
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Karowdame 2011/10/11 15:16:44
Kommentar löschenDer mit Abstand beste Film von Tim Burton mit unglaublich toller Musik von Danny Elfman. Geht in den Kopf und berührt das Herz!
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SoulReaver 2011/10/07 16:40:14
Kommentar löschen„Ehe er zu uns herunter kam hat es bei uns nie geschneit aber hinterher tat es das. Wenn er jetzt nicht da oben wäre würde es sicher nicht schneien.“
Die erste Zusammenarbeit des Traumduos Tim Burton und Johnny Depp bei 'Edward mit den Scherenhänden' von 1990 erweist sich vor allem für Fans des skurrilen als absolutes Genre-Highlight.
Avon-Beraterin Peg traut ihren Augen nicht. Anstatt neue Kunden für ihre Produkte in einem alten Schloss zu finden, wartet dort der von Menschenhand erschaffene Edward. Anstatt Hände hat er riesige Scheren, denn sein Erfinder starb kurz vor der Vollendung seines Meisterwerks. Die hilfsbereite Peg nimmt Edward mit nach Hause und führt in das langweilige und quietschbunte Vorstadtleben ein. Schon bald reißen sich die Leute um Edward der Büsche, Hunde und Frauenhaare mit kurzen Scherenschnitten in extravagante Kunstwerke verwandeln kann. Als sich Edward in Pegs Tochter Kim verliebt, bekommt er langsam immer mehr den Ernst des Lebens zu spüren und aus anfänglicher Sympathie wächst immer mehr Ablehnung und Hass.
Das verschlafene, extrem gepflegte und bunte Städtchen und der im Gegensatz dazu immer düstere Berg mit dem gruseligen Schloss auf der Spitze bieten die perfekte und stimmige Kulisse. Der verträumte und leicht weihnachtliche Score von Danny Elfman untermalt das Märchen mit dem richtigen Grundton und verschafft ihm eine wohlige Atmosphäre wie man sie sich von einem Märchen wünscht.
Johnny Depp der hier zum ersten Mal in eine, für ihn später bekannte, skurrile Rolle schlüpfen durfte bringt eine ausgezeichnete Leistung. Mit wenigen Worten und vor allem durch seinen Blick und die Körperhaltung bringt er die Verletzlichkeit und Naivität von Edward perfekt rüber. Die herzensgute Peg wird von Dianne Wiest mit viel Herz verkörpert und dem Zuschauer genau wie Edward direkt Sympathisch. Winona Ryder als Peg's Tochter Becky spielt ihre Rolle ebenfalls mit viel Leichtigkeit und überzeugt durchgehend. In der letzten Rolle ist der große Vincent Price als Edward's Erfinder zu sehen.
Tim Burton's 'Edward mit den Scherenhänden' ist vielleicht kein Märchen im herkömmlichen Sinne und beginnt auch nicht mit "Es war einmal...". Hier erzählt Kim im hohen Alter ihrer Enkelin die Geschichte von Edward. Er inszeniert eine Geschichte um einen extremen Außenseiter der ganz allein und verlassen hoch oben im einsamen und düsteren Schloss sein Leben verbringt und die Büsche im Schlossgarten zu Figuren zurechtgeschnitten hat. Edward's blasses Gesicht ist übersäht mit Narben, seine Schulter hängen und er wirkt völlig verängstig. Peg empfindet Mitleid für ihn und nimmt ihn mit in die Kleinstadt, wo Edward es zum ersten Mal mit Menschen zu tun bekommt. Er ist eine Sensation, völlig anders und Bewohner zerreißen sich das Maul um ihn. Alle wollen etwas von ihm, ob es Frisuren sind oder ob er ihnen die Büsche schneiden sollen. Nur Peg behandelt wie einen ganz normalen Menschen und gibt ihm einen Platz in ihrem Herzen. Eigentlich ist 'Edward mit den Scherenhänden' ein Außenseiter-Drama mit dem typischen skurrilen Burton-Humor. Die Unschuld und Naivität Edward's macht ihn für den Zuschauer direkt Sympathisch und die lustigen Szenen in denen er zum Beispiel von Peg geschminkt wird oder einen etwas härteren Drink mit dem Vater von Kim zu sich nimmt, sind einfach so menschlich das man Edward, trotz seine etwas angsteinflößenden Äußeren, einfach ins Herz schließen muss. Edward ist noch nicht in unserer Welt angekommen und sucht seinen Platz, das wird ihm vor allem durch die Weiber aus der Nachbarschaft deutlich erschwert. Eine Religiöse-Fanatikerin sieht in ihm das pure Böse und als Edward, der wegen seiner Naivität reingelegt wurde, Probleme mit der Polizei bekommt schlägt die Stimmung immer mehr um, obwohl Edward nie einem Menschen etwas tun würde. Das weiß Kim, die sich zwar am Anfang nicht wirklich mit Edward anfreunden kann, und nimmt ihn immer mehr in Schutz bis es zum großen Finale zwischen Kim's Freund, der Edward nie ernst genommen hat, und Edward im Schloss kommt. 'Edward mit den Scherenhänden' lässt sich in mehrere Genres einteilen: Fantasy/Märchen und Außenseiter-Drama, verliert aber nie den Boden unter den Füßen.
Fazit: 'Edward mit den Scherenhänden' ist ein herzerwärmender Film über einen Außenseiter, der Sympathischer nicht sein könnte aber völlig missverstanden und ausgenutzt wird. Tim Burton inszeniert ein modernes Märchen mit viel Liebe, Fantasie, Sensibilität, Verspieltheit, Leichtigkeit, schönen Bilder, toller Musik, starken Darstellern, fantastischer Atmosphäre und vor allem mit einem ernsten Grundthema. Ein Film den man immer wieder sehen kann und den man immer wieder neu lieben lernt.
„Das ist keine Waffe, das sind seine Hände!“
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CapitanKnaecke 2011/10/07 16:47:48
Antwort löschenSehr gute Kritik!
SoulReaver 2011/10/07 17:20:37
Antwort löschenVielen dank!
slangbanger! 2011/10/08 12:48:36
Antwort löschenNetter Kommentar. Und Burtons bester Film. Meisterwerk!
Benjamin Barker 2011/10/08 12:53:08
Antwort löschenWow, eine verdiente Würdigung eines ganz großen Filmes!
SoulReaver 2011/10/08 15:40:55
Antwort löschen@slangbanger! Danke. Ein Meisterwerk, aber nicht sein bester :)
@BB danke! :)
slangbanger! 2011/10/09 17:57:19
Antwort löschenGut, vllt einfach nur mein persönlicher Lieblingsfilm von ihm.
Welcher ist dir denn am liebsten?
SoulReaver 2011/10/09 18:16:24
Antwort löschenMein liebster von ihm ist 'Sleepy Hollow' bis jetzt. Mir fehlen aber noch 'Charlie und die Schokofabrik', 'Big Fish' und 'Sweeney Todd'.
slangbanger! 2011/10/09 18:42:25
Antwort löschen'Big Fish' ist auch ein Geniestreich. Klasse Film!
'Charlie und die Schokoladenfabrik' geb ich mir um die Weihnachtszeit gerne mal, weil der unglaublich kitschig ist.
Mit 'Sweeney Todd' wurde ich bei der Erstsichtung gar nicht warm, aber mittlerweile find ich ihn auch recht gut!
'Sleepy Hollow' muss ich mir bald mal wieder antun, da kann ich mich noch an einen Kinobesuch mit 11 Jahren erinnern, war echt hart.
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SoulReaver 2011/10/09 22:53:19
Antwort löschenWas sucht du mit 11 in 'Sleepy Hollow'? :D
slangbanger! 2011/10/10 00:09:23
Antwort löschenDer Film lief damals FSK 12. Und ich hab dem netten Kinochef (der übrigens immer noch das Kino leitet) eine tolle Geschichte erzählt und er hat mich durchgelassen. Nun ja, hätte er mal besser nicht! In der Schule konnte ich damit angeben, dass ich die Köpfe hab rollen sehen, aber zuhause (überwiegend bei Nacht) hab ich mir in die Hose geschissen. :D
BlackPaint 2011/09/26 22:39:54
Kommentar löschenBurton, Depp und Elfman.
Drei großartige Menschen mit bombastischen Talent. Egal in was für einen Anzug man Johnny Depp steckt, er kann es spielen. Tim Burton liefert das Drumherum und Danny Elfman gleich dazu die passende Musik!
Und für mich ist Edward Scissorhands einer der stärksten Filme, die ich von Burton gesehen habe.
Ein wundervolles Märchen. :)
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FilmeGuckerAusBerlin 2011/09/25 12:23:04
Kommentar löschenEin Meisterwerk. Hier findet man eine tolle Geschichte, die sehr emotional, witzig und dramatisch ist. Dazu das einmalige Kostüm von Johnny Depp. Muss man einfach gesehen haben.
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kinogaengerin 2011/08/30 04:55:34
Kommentar löschen"Ich glaube ich fange am Besten mit den Scheren an. - Den Scheren? - Weißt du, es gibt alle möglichen Scheren und einmal gab es sogar einen Mann, der hatte Scherenhände." Also ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich 'Edward mit den Scherenhänden' besser in Erinnerung hatte, wobei meine letzte Sichtung etliche Jahre her ist. Natürlich will ich damit nicht sagen, dass der Film schlecht wäre, aber irgendwie plätschert er teilweise doch stark vor sich hin. Im Grunde könnte man sich schon die Haare raufen, nachdem die liebe Kosmetik-Verkäufern Hausfriedensbruch begangen hat und dann auch noch einen wildfremden "Menschen" mit Scherenhänden einfach so mitnimmt... Unglaublich! Was dieses moderne Märchen allerdings nach oben zieht, ist natürlich die Leistung von Johnny Depp, der hier eigentlich nur brillieren kann, ansonsten müsste er schon stoisch in der Gegend herumstehen. Burton fängt außerdem ein paar wirklich schöne Bilder ein, der Schnee ist klasse!
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Prechtl 2011/08/05 20:29:21
Kommentar löschenTragisch schönes Märchen, super besetzt mit Johnny Depp und Winona Ryder in den Hauptrollen. Wer außer Tim Burton hätte dieses schöne Weihnachten besser in Szene setzen können?
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Crumpler 2011/08/01 02:38:19
Kommentar löschenWenig und absehbare Handlung... Vermutlich waren meine Erwartungen einfach zu hoch.
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HollyBlue 2011/07/23 13:14:19
Kommentar löschenGroßartiger Film!
Mit einem wie gewohnt, großartigen Johnny Depp!! ♥
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Freadgy 2011/11/06 12:15:51
Antwort löschenKann es sein, das du ein Johnny Depp Fan bist? Auch Sleepy Hollow hast du schon 10 Punkte gegeben und betont, wie toll Johnny spielt... Aber wenn das jemand nachvollziehen kann, dann ich! (=
Jack Bearfoot 2011/07/04 00:12:54
Kommentar löschenAwesome!!!
mehr muß man nicht sagen... =)
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Bodennebel 2011/07/04 00:23:58
Antwort löschenNaja, ein bißchen mehr wäre doch schön.
Tjeorrmy 2011/06/09 20:28:34
Kommentar löschenBurton verschönert in und mit „Edward Scissorhands“ erstmals die impulsive Phantasie. Er experimentiert mit überreichlicher Liebe und Leidenschaft und somit schnippeln Burton und Depp auf wundersame Weise einen mysteriösen, untypischen und ungemein ingeniösen Film mit Herz. Pompös. Oder einfach nur schön. Himmel oder Hölle? Schnipp Schnapp. Liebe oder Hass? Schnipp Schnapp. Teufel oder Gott? Schnipp Schnapp.
„Schere, Stein, Papier?“
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MarcelN44 2011/06/07 20:46:58
Kommentar löschenDie Geschichte eines scharfzüngigen aber wortkargen Aussenseiters, leider etwas emotionslos erzählt...
6,5/10
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Hellbilly 2011/05/28 03:11:23
Kommentar löschenMöglicherweise Spoilergefahr!
Eine wunderbare Parabel darüber, wie die Gesellschaft mit Andersartigkeit umgeht und wie dieses Verhalten auf die Außenseiter rückwirkt.
Die Neugier, Begeisterung, Angst und Ablehnung die dem herzensguten, aber leider vollkommen anders aussehenden Edward in der auf Perfektion getrimmten Kleinstadt entgegenschlägt, ist in dieser Weise umlegbar auf jede Art von Minderheit in einer Gesellschaft.
Solange die Gesellschaft einen Nutzen aus Edward ziehen kann, kann er sich kaum vor den Jubelstürmen der Einwohner retten. Kaum tauchen aber scheinbar die ersten negativen Seiten an seiner Anwesenheit auf, beginnt eine schleichende Hexenjagd, die Edward schließlich nur eine Möglichkeit lässt - Rückkehr in sein altes, einsames Leben, abgeschottet von der Gesellschaft.
Da können auch die wenigen, ihm bis zum Schluss wohlgesonnenen Personen nicht mehr helfen - Edward ist anders, Edward wird immer anders sein. Eine Chance auf Integration in die Kleingartenidylle besteht nicht und so geht man lieber auf Nummer sicher und entledigt sich des Fremden. Man versucht gar nicht zu verstehen oder zu hinterfragen, warum Edward so handelt bzw. ob er überhaupt so handelt, wie man glaubt. Dabei wäre es ein Leichtes, durch die Beobachtung dieses scheuen, aber äußerst liebenswürdigen Menschen zu erkennen, dass er keineswegs etwas Böses im Sinn hat und sein eigener oberflächlicher Verhaltenswandel nur die Reaktion auf die Ablehnung ist, die ihm immer stärker entgegenschlägt.
Tragischerweise lässt auch Edward selbst die Chance verstreichen, gleich bei seinem ersten negativen Auffallen die Sache wieder richtig zu stellen und seine weiße Weste als der nette Fremde zu behalten - aber was soll man machen, so ist das halt mit der Liebe. Und dabei bemüht er sich doch immer so, sich anzupassen, die Menschen um ihn herum zu verstehen und einfach nur dazuzugehören. Ein - nicht mal selbst verschuldeter - Fehltritt und alles kann vorbei sein...
Tim Burton inszeniert auf seine ganz eigene Weise ein überaus tiefgründiges Werk über fehlende Toleranz und das scheinheilige Verhalten, das viele Leute gegenüber andersartigen Mitbürgern pflegen.
Und verpackt ist das Ganze natürlich wieder in wunderbaren Bildern, die die Verschiedenheit zwischen dem farblosen Edward und der knallbunten Stadt nur noch viel stärker hervortreten lassen. In einem anderen Film hätte ich die Ausstattung einfach nur als übertrieben bezeichnet, hier passt alles perfekt zusammen. Schon allein die ersten Szenen, als der Kontrast zwischen Edwards Schloss und der Statt zu dessen Füßen gezeichnet wird, bildet einen wunderbaren Einstieg in diesen Film. Später merkt man dann, dass Burton einen von Anfang an nur in eine Richtung lenken will.
Danny Elfman hat sich ebenfalls viel Mühe gegeben und untermalt Burtons grandiose Bilder immer, wenn nötig mit der richtigen Musik.
Bliebe noch Johnny Depp - mit Jack Sparrow hat er sich beim großen Publikum unsterblich gemacht (vollkommen zu recht), aber jetzt, da ich diesen Film gesehen habe, kann ich nicht mehr einfach zustimmen, wenn der Piratenkapitän als Depps unumstritten beste Rolle bezeichnet wird. Die Verkörperung des Edward ist ihm mindestens gleichwertig gut gelungen, vielleicht sogar besser. Ich war einfach hin und weg, als ich dieses ausdruckslose, aber gleichzeitig wie ein Buch zu lesende Gesicht und die ungelenken Bewegungen dazu gesehen habe.
Wundert mich, dass Depp für diese Darbietung keinen Oscar bekommen hat. (Wenn ich es richtig im Kopf habe, wartet er ja immer noch auf den kleinen Goldmann oder täusch ich mich?)
Kurzum: Dieser Film besticht durch wunderschöne Bilder, eine sehr gut gelungene Mischung aus Humor, Dramatik, Romantik und Emotionen, einen blendend aufgelegten Hauptdarsteller und nicht zuletzt durch eine unheimlich stark ausgedrückte unterschwellige Botschaft. Den muss man eigentlich gesehen haben (bedaure es selbst, dass ich ihn erst jetzt sehen konnte).
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Mervit 2011/05/26 21:19:42
Kommentar löschenTOLLE IDEE und SUPER UMGESETZT!
Toller schauspieler ( Johnny Depp ), Super regesseur ( Tim Burton )
...nur war das Ende etwas kitschig. Nja, gehört nunmal dazu. ;)
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manitu17 2011/05/27 09:05:22
Antwort löschenalso ich finde diese geschichte zum thema "wo kommt eigentlich der schnee her?" bei weitem besser, als die mit frau holle^^
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Mervit 2011/05/31 16:57:40
Antwort löschenja, das mit dem Schnee war wenigstens etwas überdacht. :D
manitu17 2011/05/31 20:42:13
Antwort löschen:)
Tobe Berg 2011/05/18 18:41:19
Kommentar löschenOh man, der Film macht mich immer so traurig. Schon wenn ich das Cover sehe, brauche ich ein Taschentuch.
Zum Film: absolut prächtig umgesetztes Fantasymärchen, welches durch seine gewaltigen, zugleich wunderschönen Bilder und einen überzeugend agierenden "Jonny Depp" besticht.
So das war es für heute, ich geh erstmal ne Runde die Tränenkanäle spülen.
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donatboy 2011/05/05 21:05:51
Kommentar löschenGanz klar, was Tim Burton hier geschaffen hat ist ein zeitloses Meisterwerk. Jeder Filmfan sollte diesen Film kennen. Die Atmosphäre, die Musik(bei der Danny Elfman mal wieder fantastische Arbeit geleistet hat), die Story und die Charaktere sind einfach perfekt in Szene gesetzt. Ich wünschte jeder der Johnny Depp durch Fluch der Karibik kennengelernt hat und meint, dass er da ach so toll gespielt hat(was auch zutrifft), sollte diesem Film schauen. Denn zusammen mit Ed Wood finde ich, dass Depp hier eine der besten Perfermances aller Zeiten hinlegt. Mir ist es schleierhaft warum er hierfür keinen Oscar bekommen hat. Aber den braucht dieses Juwel auch nicht. Genialer Film mit genialem Depp. Schauen!
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Joe Gillis 2011/04/29 23:02:34
Kommentar löschen»We're looking for the man with the hands.« Über »Edward Scissorhands« könnte Tim Burton mit Edward D. Wood Jr. sagen: »This is the one I'll be remembered for.« Der Film zählt zu jener Handvoll originärer Ausnahmewerke, mit denen die (wirklich) großen Kinoerzähler ihr jeweiliges Lebensthema auf den künstlerischen (Gipfel-)Punkt bringen. So wie Melville in »Le samouraï« von der existenziellen Einsamkeit spricht, Ozu in »Tokyo Monogatari« vom unvermeidlichen Abschied, Hitchcock in »Vertigo« von der inneren Gefangenschaft, Fellini in »8½« von Glanz und Elend der Imagination, so spricht Burton in »Edward Scissorhands« von Außenseitertum und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Die märchenhaft-abgründige Gutenachtgeschichte um die Figur des schwarzen Scherenmannes, der aus dem alten, dunklen Schloß oben auf dem Berg in die pastellfarbene Vorortsiedlung zu dessen Füßen gerät, wo er die Menschen kennen, lieben und fürchten lernt, verschmilzt die Reflexion über das Spannungsverhältnis zwischen Konformismus und Devianz (bzw. Dumpfheit und Phantasie) mit einem Schneesturm (pop-)kultureller Referenzen – von Faust bis Frankenstein, von »La belle et la bête« bis hin zu Vincent Price als greiser Anspielung auf sich selbst. Formal und erzählerisch virtuos, zugleich satirisch und hochemotional, seziert »Edward Scissorhands« eine Normalität, die dem Andersartigen zwar (vorrübergehend) den Reiz des Exotischen abgewinnnen kann (»That was the single most thrilling experience of my entire life.«), es im tiefsten Inneren jedoch nur als Krankheit begreift (»I know a doctor who might be able to help you.«), es als unerklärliche Bedrohung fürchtet, die es abzusondern (»You must push him from you, expel him!«) oder, besser noch, totzuschlagen gilt: »He isn't even human!« Dem maverick mit der zehrenden Sehnsucht nach den Wonnen der Gewöhnlichkeit (Johnny Depp rührt in (fast) jeder Einstellung zu Tränen) bleibt schließlich nur der Weg zurück in die Einsamkeit seines hoch über der Stadt gelegenen Domizils, von wo er sich (und das Andere) der Welt dort unten gelegentlich in Erinnerung bringt: »If he weren't up there now... I don't think it would be snowing.«
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Tyler__Durden 2011/04/29 23:20:03
Antwort löschenUnd ich hab den immer noch nicht gesehen. Fühle mich da grad ganz schlecht.
patcharisma 2011/04/29 23:35:21
Antwort löschenWenn nicht permanent Klassiker beim Joe reinkommen (oder ist das schon einer?) fühlt man sich in seinem Bildungs-Selbstvertrauen-Ego grad wieder höllisch gestärkt! xD
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Joe Gillis 2011/04/29 23:49:16
Antwort löschen@ Tyler: Du fühlst Dich zurecht ganz schlecht... ;)
@ Pat: »Edward Scissorhands« ist definitiv ein Klassiker.
patcharisma 2011/04/30 00:07:54
Antwort löschenJoe, ich glaube Deinen Worten immer, wie wenn sie in Stein gemeisselt ist. Widerrede ist eh zwecklos...