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Dark Shadows

Dark Shadows (2012), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Fantasyfilm, Horrorfilm, Komödie, Kinostart 10.05.2012


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6.3
Kritiker
41 Bewertungen
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6.4
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8059 Bewertungen
267 Kommentare
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von Tim Burton, mit Johnny Depp und Eva Green

Mit Dark Shadows lässt Tim Burton den Helden einer Kult-Serie auferstehen, denn ein Vampir muss sich nach 200 Jahren unter der Erde in den 1960ern zurechtfinden. Sarg auf für Johnny Depp!

Als der junge Barnabas Collins mit seinen Eltern Mitte des 18. Jahrhunderts vom englischen Liverpool nach Amerika übersetzt, wo sie einen Neuanfang wagen wollen, weiß er noch nicht, dass das Schicksal bereits seine dunklen Schatten, Dark Shadows, vorausgeworfen hat. Denn als der zum vermögenden Playboy herangewachsene Barnabas (Johnny Depp) mit der schönen Angelique Bouchards (Eva Green) anbändelt, um sie wenig später unsanft fallen zu lassen, hat er sein Leben verwirkt.

Angelique ist nämlich eine Hexe und verdammt Barnabas zu einem ewigen Dasein im Schatten. Zum Vampir verwandelt wird er lebendig begraben, um 200 Jahre später nur per Zufall dem Erdreich entrissen zu werden. Sein ehemals herrschaftliches Haus Collinwood Manor findet er verwahrlost wieder, und seine Nachfahren um die Matriarchin Elzabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) haben auch schonmal bessere Zeiten gesehen. Jedes Mitglied des Clans, angefangen von den Kindern Carolyn und David (Chloë Grace Moretz und Gulliver McGrath) bis hin zum Hausverwalter Loomis (Jackie Earle Haley) trägt sein düsteres Geheimnis mit sich herum. Eine Psychiaterin (Helena Bonham Carter) soll seelisch wieder für klar Schiff sorgen und die Dark Shadows vertreiben…

Hintergrund & Infos zu Dark Shadows
Als die Gothic-Soap Dark Shadows am 27. Juni 1966 auf dem Sender ABC startete, waren noch keine übernatürliche Elemente in der Handlung vorgesehen. Erst als die die Serie des Schöpfers Dan Curtis nach einigen Monaten Geister einführte und ein Jahr nach der Erstaustrahlung erstmals den Vampir Barnabas Collins auftreten ließ, entwickelte sich Dark Shadows zum Kulthit, der bis zum April 1971 jeden Werktag im Fernsehen zu sehen war.

Sowohl Regisseur Tim Burton als auch Hauptdarsteller Johnny Depp bekannten sich im Vorfeld der Produktion als große Fans der Serie, auf der Dark Shadows, nun in Spielfilmform gebracht, basiert. Der Ur-Barnabas der alten Fersehserie Jonathan Frid hat auch in Dark Shadows einen kleinen Cameo-Auftritt als Partygast.

Johnny Depp wollte schon als Kind Barnabas Collins sein, womit seine Verpflichtung Ehrensache war. Obwohl die Rechte an Dark Shadows bereits 2007 erworben worden waren, verzögerten sich die Dreharbeiten zunächst durch einen länger währenden Streik der Drehbuchautoren. Später wurde der ursprünglich angeheuerte Autor John August durch Seth Grahame-Smith ersetzt, sodass Drehbeginn letztlich erst Mitte 2011 war. Dark Shadows stellte bis dato die achte Kollaboration von Burton und Depp dar. Angefangen hatte es mit einem ähnlich bleichen Charakter wie in Dark Shadows: Edward mit den Scherenhänden. (EM)

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Mehr Bilder (35) und Videos (10) zu Dark Shadows


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Dark Shadows
Genre
Fantasyfilm, Horrorfilm, Komödie
Zeit
1770s, 18. Jahrhundert, 1970er Jahre
Ort
Liverpool, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Anwesen, Ausgrabung, Auswanderer, Befreiung, Dysfunktionale Familie, Eifersucht, Eifersuchtsdrama, Emigration, Familie, Familienclan, Familiengeheimnis, Fluch, Hexe, Kindermädchen, Lebendig Begraben, Personal, Psychiater, Sarg, Therapeut, Therapie, Vampir
Stimmung
Aufregend, Gruselig, Spannend, Witzig
Zielgruppe
Frauenfilm, Männerfilm
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Dan Curtis Productions Inc., GK Films, Infinitum Nihil Production, Tim Burton Productions, Warner Bros. Pictures

Kritiken (30) — Film: Dark Shadows

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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5.0Geht so

Erstmal vorab: Die 93ste Kollaboration von Tim Burton und Johnny Depp bleibt leider wieder hinter den (mittlerweile ohnehin nicht mehr besonders hohen) Erwartungen zurück. Ließ der flotte und humorvolle Trailer zum auf einer Schauerseifenoper aus den Sechzigern basierenden Film noch Hoffnungen auf eine Verjüngungskur des Teams wach werden, erweist sich das Endprodukt als ein solide inszeniertes, jedoch über weite Strecken hinweg blutleeres postmodernes Etwas, das im besten Falle milde unterhält. Das liegt an einer Reihe von Faktoren, am ehesten aber daran, dass die Sache sich anfühlt wie eine dank Vampir-Hype umgesetzte Luxus-Hommage ohne eigenen inneren Antrieb.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Der Humor übrigens fällt deutlich subtiler aus, als es der Trailer glaubhaft machte, zum Glück. „Dark Shadows“ ist sehr schräg, aber wohlgemerkt mit Stil. Dadurch zeichnet sich der Film aus, wozu auch ein toller Soundtrack maßgeblich beiträgt. Man möchte meinen, die Handlung plätschert bis zum effektreichen Finale nur vor sich hin. Tatsächlich strahlt sie in ihrer Atmosphäre aber eine gewisse Erhabenheit aus. Darin offenbaren sich die Eleganz und die Seele, die man im Vorgänger „Alice im Wunderland“ vermisst hat. Alte Mankos wie die arg unklare Adressierung des Ganzen treten wieder auf, aber diese vierte Variante der schaurig-schönen Kombination Burton, Depp, Bonham Carter und Elfman ist sicherlich wieder ein Schritt hin zu alter Stärke und bringt der Jugend ganz nebenbei auch näher, was Vampire vor „Twilight“ mal bedeutet haben.

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Martin Beck: Giga Martin Beck: Giga

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7.0Sehenswert

Der erhoffte Knaller entpuppt sich als lediglich sehenswerte Retro-Geisterbahn. Die mit etwas gebremsten Erwartungen aber auf jeden Fall große Freude bereitet.

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Roman Scheiber: ray Roman Scheiber: ray

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7.5Sehenswert

Der Film lebt gerade von seinem comic-haften Drive, von erfrischend seifigem Slapstick, von seinem Bekenntnis zur Flockigkeit.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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4.0Uninteressant

Hübsches Setting, eigentlich sollte sich Burton hier wohl fühlen und tatsächlich gelingt es ihm hier und da nette Auffalligkeiten zu erzeugen, doch irgendwie fehlt dann letztlich doch immer der richtige Biss. Die Geschichte ist nett, familiengerecht düster, marchenhaft, aber leider so voll gestopft mit zig Figuren, die alle irgendwie etwas zu erzählen haben, dass sich "Dark Shadows" bis zum wirklich ansehnlichen Showdown schleppen mussen und nie so wirklich das Gefühl transportieren kann, als ob der Film wüsste, was er eigentlich wollte. Der außerordentliche Cast hat zwar sichtbar Spaß (toll: Eva Green hassenswerte wie erotische Hexe) oft genug wirken die Charaktere aber auch zwanghaft aufgesetzt und so manches Geheimnis (sowie dessen Auflösung) wirkt wie uninspirietes Flickwerk. Die atmosphärische Mischung aus Seventies Flair und Neu England-Gruselei ist dafür stimmig und oft genug recht einnehmend und macht es umso schmerzlicher, bzw, enttäuschender, dass "Dark Shadows" trotz einiger netter Ansätze und Einfälle nicht so recht überzeugt.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

SoulReaver

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Ich kann es nicht glauben.....


stuforcedyou

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@Chris: Also als die Figuren lebendig wurden, fand ich dies schon sehr stimmungsvoll.

@Pascal: War aber leider so und von meinen Mitstreitern fand ich den Film noch am besten.


Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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6.5Ganz gut

Die Freude an Dark Shadows ist von wechselhaftem Erfolg. Am Ende fällt leider alles in einen spektakulär prachtvollen Haufen zusammen.

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Steve Persall: St. Petersburg Times Steve Persall: St. Petersburg Times

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5.0Geht so

Dark Shadows gelingt es in zwei Stunden das zu tun, wofür die gleichnamige Serie sechs Jahre brauchte: irrelevant zu werden und und nur dafür in Erinnerung zu bleiben, wie schlampig inszeniert sie war.

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Ann Hornaday: The Washington Post

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4.0Uninteressant

Dark Shadows kann sich nicht entscheiden, wo er sich mehr aufhalten will: im gruseligen, subversiven Halbschatten, den sein Titel suggeriert, oder im verspielten, alles auf eine Karte setzenden Camp.

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Ty Burr: The Boston Globe Ty Burr: The Boston Globe

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7.5Sehenswert

Tim Burton hat wieder seinen Groove gefunden.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]»Sometimes it lasts in love, but sometimes it hurts instead«, weiß Sängerin Adele in ihrem Grammy-Hit Someone Like You, und tatsächlich steht sie auf dem Prüfstand, die Liebe zwischen und zu Burton und Depp. Die so einzigartige Handschrift des Regisseurs mit ihren Verzierungen und Schnörkeln, ihren kräftigen Schwüngen und bewussten Zacken konnte seit Anbruch der 2000er nicht immer den mittelmäßigen („Alice in Wonderland“) bis schlechten („Planet of the Apes“) Film verbergen, den sie vortrug. Die Masche des Stars, sich hinter Schminke und Klamotte zu verbergen und eine exzentrische Figur zu schaffen ist eben kaum noch mehr als das: eine Masche, langweilig auf die Dauer. Burton und Depp, zwei, die bisweilen nur noch Trugbilder ihres eigenen Erbes zitieren und darstellen. Auf „Dark Shadows“ trifft das derart drastisch formuliert erstmal nicht zu. Der ist zu Anfang schlicht klasse, der ist zu Anfang die pure, der Sargesruhe entstiegene Lust am Burton’schen Kino der schaurig-phantastischen Bilder. Johnny Depp bietet hier sicher seine beste in aufwendiger Kostümierung und Maskierung vorgetragene Vorstellung seit langem. Da steckt in vielen Gesten zwar immer noch der elende Jack Sparrow in seinen Handgelenken und Fingern, insgesamt hat Depp aber endlich mal wieder richtig Freude an einer Figur. Der nur kurze nebelumwebte Anblick Liverpools im späten 18. Jahrhundert, das aufblühende Küstenstädtchen Collinsport, eine steil ins Meer hinausragende Klippe, das tragische Ende einer Liebe und der Fluch eines Lebens, das keines mehr ist, ein Begräbnis für einen Toten, der nicht sterben kann, der Zeitsprung um fast zwei Jahrhunderte, eine junge Frau im Zug auf dem Weg nach Collinsport und zu den Opening Credits läuft Nights in White Satin von The Moody Blues. Tim, Johnny, da seid ihr ja wieder![...]

[...]Ganz so toll wie dieser Einstieg bleibt „Dark Shadows“ nicht und im Rückblick bleibt es leider auch der Einstieg selbst nicht, denn der sät die größten Probleme, deren mehr und minder gewichtige Auswüchse der Film schließlich abzuernten hat. „Dark Shadows“ setzt sich aus vielen Subplots zusammen, den größeren dramaturgischen Überbau bildet die Auseinandersetzung mit der immer noch sehr aktiven Angelique Bouchard, die den Kampf um die Geschäftsvormacht so wenig aufgibt, wie jenen um Barnabas‘ Herz. Der Vampir und die Hexe treffen mehrmals aufeinander, balzen um Geld und Liebe, verachten und begehren einander und vögeln auf dem Höhepunkt ein Büro kurz und klein. Eva Green ist heißer als die Feuer der Hölle, in die Barnabas sie hinabwünscht, seine Widerstandsschwäche gegenüber ihrer Verführung also trotz der wahren großen Liebe in Person Josettes/Victorias nur zu verständlich – dennoch fehlt’s hier an einigem. Das Wiedersehen der verruchten Fluchlady und ihres untoten Begehrs ist so unumgänglich, wie es repetitiv arrangiert wird, der Zank der beiden Kreaturen kommt auch nach zweihundert Jahren Denkpause nicht recht vom Fleck und was genau da, abgesehen von der körperlichen Anziehung, vor allem aus ihrer Sicht zwischen den beiden herrscht, hat „Dark Shadows“ zu Anfang nicht sehr umfänglich erklären wollen. Sie steht auf ihn, er will sie nicht und liebt ’ne andere, sie ist sauer und zu seinem Pech eine Hexe und das daraus generierte Hü und Hott, Peitsche geben und Leine lassen ist bis zum Schluss stets das Selbe vom Gleichen.[...]

[...]Und dann wären da noch die letzten gut zwanzig Minuten. Worauf, auf welche Auseinandersetzungen und finalen Konflikte „Dark Shadows“ hinauslaufen wird, ist völlig klar. Dass Burton auf den Schlussmetern aber beginnt, sich von einem Selbst- ins nächste Fremdzitat und wieder zurück zu stürzen und einen fürcherlich, FÜRCHTERLICH miesen Showdown inszeniert, bei dem von der Dramaturgie über ein paar noch schnell reingequetschte Character Twists bis hin zu den Special Effects mal NICHTS stimmt, das war so nicht abzusehen. Spätestens hier offenbart sich dann auch die größte Schwierigkeit mit der Hexe Angelique, die dank Eva Greens berstendem Sex Appeal auf der Ebene des verführerischen Lasters funktioniert, von dem Barnabas nicht loskommt, nicht aber als wirkliche Bedrohung, da der Rahmen ihrer Fähigkeiten immer so weit verengt oder ausgebreitet wird, wie der Film es gerade braucht.[...]

[...]„Dark Shadows“ kann es nicht mit den besten Burton/Depps aufnehmen, Edward hätte ihn gestutzt, der kopflose Reiter und Sweeney Todd hätten zur gemeinsamen Bluttat angesetzt, um das vampirische Treiben noch ein bißchen brutaler dastehen zu lassen, und Ed Wood würden hier die fliegenden Untertassen, die Zombies, das Angora fehlen. Tolle Momente versammelt der Film trotzdem noch genügend, die meisten ausgehend von Barnabas‘ zahlreichen Aha-Erlebnissen mit dem neuen Zeitgeist und Burtons ungebrochenem visuellen Geschick, das ihn immer irgendwie knapp über der Wasserkante halten wird. Der Soundtrack ist großartig, die Gastauftritte von Christopher Lee und Alice Cooper (Barnabas: »The ugliest woman I’ve ever seen.«) eine nette Dreingabe, das anspielungsreiche 70ies-Setting (im örtlichen Kino läuft „Deliverance“, im Fernsehen klassische „Scooby-Doo“-Folgen,…) insgesamt sehr schön. Wenn die Story nur nicht so unentschlossen-ungenutzt auf der Strecke bleiben würde, entweder den Mut hätte, einige Figuren bloß für’s Sequel aufsparend anwesend sein zu lassen, oder das Ding durchziehen und mit einer halben Stunde mehr Laufzeit alle ein paar weitere Schritte machen ließe. Und wenn nur dieser fürcherliche, FÜRCHTERLICHE Showdown nicht wäre…[...]

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Arthur A.: www.filmfutter.com

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8.0Ausgezeichnet

Dark Shadows ist Tim Burtons Rückkehr zu seiner alten Form. Der Filmemacher bleibt seinem Stil sehr treu und beschreitet hier sicher keine neuen Wege, aber seine achte Zusammenarbeit mi Johnny Depp ist eine herrliche Mischung von Fantasy, Horror und Komödie, die mehr an seine alten Werke, denn an die neuen erinnert.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Nach dem eher enttäuschenden “Alice im Wunderland” ist “Dark Shadows” wieder ein Schritt in die richtige Richtung für Burton. Wobei der episodisch und etwas unfokussiert schlingernde Film es sicher schwerer haben wird sein Publikum zu finden, denn die trashige Billig-Soap auf der das ganze basiert, dürften nichtmal in den USA noch viele der heutigen Kinozuschauer kennen. Live gedreht und mit Schnürsenkel-Budget wurde das ganze nach einem biederen Start erst zum Erfolg, nachdem die Macher begannen übernatürliche Elemente einzuführen, allen voran den Vampir Barnabas. Die Mischung aus Intrigen, großen Gefühlen, Magie, Geistern, Werwölfen und hölzernem Spiel besitzt schon einen sehr eigenen Charme der die Zuschauer damals für über 1000 Folgen an den Bildschirm bannte.

Gemessen daran ist die Verfilmung mit all ihren Schwächen durchaus unterhaltsam geraten. Das überspitzte Spiel aller Beteiligten (großartig wie immer: Chloe Moretz) macht viel Spaß, das 70er Jahre Setting verstärkt die skurrile Atmosphähre und der beständige Wechsel zwischen Pathos, Drama, Klamauk und überraschender Brutalität zieht doch irgendwie in den Bann. Das die Dramatugie dabei streckenweise ganz schön durchhängt und es nie wirklich spannend wird, kann allerdings auch kaum bestritten werden. Es macht Spaß die Figuren miteinander agieren zu sehen, die Bilder sind wie stets bei Burton schön anzuschauen und eine Musical-Nummer inkl. Gastauftritt von Alice Cooper, die zu seinem Ballad of Dwight Fry montiert ist, verfehlt ihre Wirkung nicht. Überhaupt verblüfft es, dass Cooper sich selbst immer noch einigermaßen Glaubwürdig spielen kann – aber er war wohl schon immer die hässlichste Frau auf Erden.

Was Burton nicht schafft – und vielleicht mit Blick auf Sequels auslässt – ist es alle Figuren angemessen durchzuerzählen. Helene Bonhams Carter ist natürlich das offensichtliche Setup für Teil 2. aber dennoch hätte ich von ihr gerne mehr gesehen, genau wie von Chloe Moretz als abgefucktem Teenie die am Anfang zwei wirklich geniale Auftritte hinlegt, dann aber in den Hintergrund tritt. John Lee Miller als nichtsnutziger Bruder ist ebenfalls ziemlich verschwendet und auch aus Bella Heathcottes Vicky hätte man mehr rausholen können. Denn abseits der Behauptung knistert es zwischen ihr und Depp mal so gar nicht. Im wesentlichen spielt sich die Handlung zwischen Depp, der wunderbaren Michelle Pfeiffer und Eva Green ab, deren Böse Hexe nicht schlecht ist, aber auch etwas mehr gute Wortgefechte mit Depp vertragen könnte.

Insgesamt wagt sich der Film nie ganz aus seiner Safety Zone heraus, traut sich nicht das erkennbare Potential wirklich voll auszuschöpfen. Der Showdown, der wie eine Mischung aus “Der Tod steht ihr gut” und dem “Geisterschloss” wirkt ist okay, aber auch hier wieder nicht so mitreissend, wie man ihn sich erhoffen würde. Das der Coda dann mal eben den kompletten inhaltlichen Konflikt der Twilight-Reihe in 90Sek abhandelt, ist dann allerdings doch wieder ganz witzig.

Ein gemischtes Vergnügen, dass durch die schauspielerischen Leistungen, einige schräge Momente, tolle Musikauswahl und Sets beeindruckt, aber schwerer zu genießen ist als beispielsweise Barry Sonnenfelds “Addams Family”-Sequel, mit dem es zwangsläufig verglichen werden wird. Doch wo die Addams Family aus Monstern besteht, die mit sich im Reinen sind und sich nur wundern warum sie irgendjemand seltsam finden könnte, haben wir in Dark Shadows normale Menschen die angesichts ihrer monströsen Probleme aus der Bahn geworfen werden und genau wissen, dass die Umwelt sie nicht akzeptieren wird. Sie sind nicht liebevoll schräg, sie sind seltsam und wären gerne normal. Das rückt ihre menschlichen Probleme mehr in den Mittelpunkt und so ist Dark Shadows auch eher Denver Clan mit Vampiren, als The Munsters Today. Das muss man mögen und tatsächlich ein bißchen Goodwill mitbringen und bereit sein sich auf dieses Schuss Durchschnittlichkeit einzulassen, der diesen Film mehr durchweht als jeder Todeshauch.

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Elke Vogel: Echo Online Elke Vogel: Echo Online

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8.5Ausgezeichnet

Burtons „Dark Shadows“ könnte den ironischen Höhepunkt des Vampirfilm-Booms markieren.

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CINEMAN.ch

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6.0Ganz gut

Tim Burtons neuer Film basiert auf einer populären amerikanischen TV-Serie, die den deutschsprachigen Raum allerdings erreicht hat. Dark Shadows ist die bereits achte Zusammenarbeit zwischen Burton und seiner Muse Johnny Depp, die Juwelen wie Edward Scissorhands und Ed Wood hervorbrachte. Burton scheint es regelrecht zu geniessen, aus dem «Pretty Boy» Depp eine groteske Figur zu machen, Dark Shadows macht da keine Ausnahme.

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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Wenngleich mit Dark Shadows unter Garantie nicht der beste Burton Film aller Zeiten gelungen ist, so kann man ohne zu zögern von einem typischen Burton Film sprechen. Wenn das nicht genug ist…

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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6.0Ganz gut

"Dark Shadows" ist nicht mehr und nicht weniger als ein angenehm unterhaltsam dahinplätschernder Tim-Burton-Film.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Ein buntes Burton-Schauermärchen, trotz blutsaugendem Helden eher klamaukig als wirklich gruslig.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.0Ganz gut

Dark Shadows bietet [...] zu viel an Themen und Figuren, um die Geschichte richtig dicht und gut zu meistern.

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Ba. Schweizerhof: taz, epd Film Ba. Schweizerhof: taz, epd Film

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5.0Geht so

Da war ja noch der Grusel-Plot aus dem Vorspann, der im Hauptfilm wiederholt wird. Nach einem besonders abgegriffenen Rezept: nicht mehr als Tragödie, sondern als Farce.

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Sebastian Handke: Der Tagesspiegel Sebastian Handke: Der Tagesspiegel

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3.0Schwach

Wenn wenigstens die Ideen gut wären. Doch das Drehbuch ist lieblos, teils anfängerhaft zusammengewerkelt. Zu viel halbherzig motivierte Wendungen, zu viel Deus-ex-Machina, zu viel Naheliegendes.

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Alle Kritiken (30)


Kommentare (237) — Film: Dark Shadows


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sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach meiner Rückkehr in die Fangemeinde des Johnny Depp darf ich meine Meinung über den Film nachträglich revidieren. Das hätte ein Meisterwerk werden können, wenn dem Meister zum Ende hin nicht die Luft ausgegangen wäre.

In der ersten Hälfte des Films dominiert Johnny Depp das Geschehen mit der Situationskomik, die durch den zweihundert Jahre "deaktivierten" Vampir entsteht. Im zweiten Teil dominiert Eva Green als fiese Hexe, die ihren Besitzanspruch verteidigt wie eine Katze ihre Jungen. Hinter dem Zusammenspiel der beiden verblasst der Rest der Schauspielerriege, einem Christopher Lee wurde hier leider nur eine Statistenrolle gewährt.

Aber alles hätte, wäre, könnte hilft nichts, der Film ist einer der schwächeren Burtons, was aber durchaus immer noch sehr sehenswert ist.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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HulktopF

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Bewertung6.5Ganz gut

burton macht sein ding ,depp ist wiedermal routiniert und die story ist leider zu gehastet.
besonders zum ende hin sind die (SPOILER, Duh) speziellen fähigkeiten der kinder bzw deren "besuch" zu überhastet und schlecht eingebunden in die story. schade, (SPOILER ENDE , Duh)aber der film ist unterhaltsam, jedoch kein meilenstein in burtons filmreihe jedoch auch kein totalausfall. kann man sich ansehen muss man aber nicht.

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Ravenkingi

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Bewertung6.0Ganz gut

Die erste Stunde ist wirklich super. Die 70er sind spürbar und von einem tollen Soundtrack untermalt. Die Schauspieler machen ihre Sache alle ganz gut, es sind mehrere Lacher eingebaut und der Horror dieser "Horrorkomödie" ist ansatzweide zu erkennen. Die Basis für einen sehenswerten Film ist also gelegt. Doch das Finale wirkt viel zu klischeehaft und zu übertrieben! Dieser große Schwachpunkt ist ausschlaggebend für die Bewertung und daher erhält "Dark Shadows" von mir 6 Punkte. Come on Tim Burton, das kannst du besser!

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knusperzwieback

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Bewertung5.0Geht so

Fängt ganz nett an, plätschert dann aber 08/15 vor sich hin und ist irgendwann aus.

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ElWray

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Bewertung5.0Geht so

Kein besonders guter aber auch kein aber auch kein besonders schlechter Film.
Ich bin von Tim Burton und Johnny Depp ja bessere Leistungen gewöhnt,kann man aber darüber hinwegsehen
Ein paar Lacher gab es ja trotzdem.

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Moviegod

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Bewertung6.5Ganz gut

Johnny Depp erneut in Höchstform. Man merkt, dass ihm solche Rollen am besten stehen. Ein Großteil vom restlichen Cast ist auch super. Moretz, Green und Haley spielen ebenfalls genial. Der Rest des Films überzeugt aber nur bedingt. Die Handlung gibt nicht viel her. Das merkt man an den vielen wiederholten Szenen. Depp geht zu Carter, Depp geht zu Green, er steht am Meer und dann wird ein kurzer Gag eingebaut. So zieht sich das den ganzen Film über. Für eine Horrorkomödie zu wenig Horror und zu wenig Humor. Optisch wie immer bei Burton ein Genuss, der Rest reißt einen nicht wirklich vom Hocker.

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Moviegod

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Danke ;). Mir kommt es auch langsam so vor, dass Depp entweder für Burton ausflippen oder für Disney tuntig durchs Bild stapfen darf. Was anderes geht nicht mehr


pischti

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Meine Hoffnungen liegen ein bisschen in "Transcendence", denn dieser Film scheint endlich mal wieder ein bisschen was anderes zu sein :)


ferdici-levo

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Bewertung3.0Schwach

Johnny Depp ist ein sehr guter schauspieler in jedem film sieht er anders er ist ein verwandlungskünstler, aber er sollte mal endlich aufhören immer mit dem reggiseuer tim burton zu arbeiten, der diesen film sehr schlecht umgesettzt hat

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Kevkev151012

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ich weiß ja nicht, seit fluch der karibik 3 läuft es bei Johnny; egal mit welchem Regisseur schon nicht mehr so rund...


MKF

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Bewertung7.5Sehenswert

Dark Shadows hat mich positiv überrascht ! Ich bin kein großer Fan von diesen Fantasy-Komödien , doch Dark Shadows schafft es eine Atmosphäre zu verbreiten die mir sehr gefallen hat. Wirklich witzig soll der Film gar nicht sein doch trotz allem sorgt hier ein ganz eigener Humor für Stimmung. Die Bilder die uns der Film bieten sind wirklich bemerkenswert und sorgt dafür das man sich wohl fühlt. Es gab hin und wieder mal ein paar Minuten die überflüssig waren und die einen etwas gelangweilt haben.
Was man hier unbedingt Lobend erwähnen muss ist der CAST ! Tim Burton hat hier wirklich die ganz großen Nummern in Hollywood engagiert.
Johnny Depp ist natürlich wie geschaffen für solche Rollen , und hat mich persönlich mit seiner Darstellung als Barnabas Collins völlig überzeugt. Helena Bonham Carter war wie immer großartig und Sie passt einfach in solche Produktionen hinein . Ich hab mich wirklich gefreut als ich Jackie Earle Haley mal wieder gesehen habe den ich in ´ A Nightmare on Elm Street vergöttert habe ! Chloe Grace Moretz hat uns sogar die Ehre erwiesen und keiner hätte ihre Rolle als Carolyn Stoddard besser umsätzen können. Sie hat ihrer Rolle wirklich einen Namen gemacht an den man sich immer wieder gern erinnert. Michelle Pfeiffer , Jonny Lee Miller , Gulliver McGrath und Bella Heathcote haben mich alle wirklich gut unterhalten.
Fazit ist DARK SHADOWS ist kein Meisterwerk doch ich war bestens Unterhalten!

7,5 Punkte

Movie King Films

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muresan

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Bewertung3.0Schwach

Bin sehr enttäuscht von diesem Film, da er ziemlich vielversprechend anfing und er mich an eine Horrorstory eines verlassenen Hauses erinnerte, aber der Film entwickelte sich in einen lächerlichen Klamauk aus Humor und Horror(was für gewöhnlich absolut keine gute Mischung ist). Dazu wirkt der Vampir absolut unglaubwürdig: Spaziert im Tageslicht mit einem Regenschirm durch die Gegend, rennt(seit wann rennen Vampire?), zeigt menschliche Züge und Gefühle, kennt keine Rache(gegen die Hexe).
Die Musik ist lächerlich, die schauspielerische Leistung ist unwürdig und was ich mich die ganze Zeit gefragt habe: Wo und was spielt Christopher Lee? Der habe ich gar nie gesehen...
Ich habe da ein Spiel, dass genau gleich anfängt...aber 1000mal besser aufhört als....diesen produzierten Mist.

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RoboMaus

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Bewertung7.0Sehenswert

Bei kaum einem anderen Film-Charakteristikum scheiden sich die Geister so sehr wie beim Humor, was auch hier im Forum deutlich zum Ausdruck kommt. Ich persönlich fand an "Dark Shadows" den Auftritt von Alice Cooper genial und bin fast abgebrochen bei Johnny Depp's Kommentar (SPOILER: "Was für ein hässliches Frauenzimmer" SPOILER ENDE). Für diese Sequenz allein gebe ich 2 Punkte. Der Rest ist recht unterhaltsam und kurzweilig, aber nichts Grossartiges.

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cronic

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Bewertung7.0Sehenswert

Burton und seine obligatorische Sippschaft schlagen wieder zu.
Johnny Depp als Vampir, der in den 70er Jahren wieder aufersteht und sich den in der Zeit üblichen Kuriositäten gegenübersteht.
Was mal mehr, mal weniger witzig ist.
Finde den Cast richtig gut, was vor allem an Bella Heathcote und Chloë Grace Moretz liegt.
Depp macht seine Sache aber auch ordentlich, Michelle ist immer noch eine ansehnliche Milf und Eva Green als Hexe passt einfach.
Gastauftritte von Alice Cooper und Sauron.

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ElMagico

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun geht es endlich an Burtons filmisches Schaffen, welches ich noch nicht kenne. Aber gleich "Dark Shadows" weist die gleiche Problematik auf, an der auch schon seine Filme zuvor krankten. Der eine wichtige Schritt fehlt einfach. Auch "Dark Shadows" macht es einen eigentlich schwer ihn nicht zu mögen, erschafft sich Burton eine Ausgangslage, die eine große Erwartung und Vorfreude wecken. Doch an einem gewissen Punkt des Films schlägt er einen Weg ein, der einfach schon zu ausgetrampelt ist und bei dem man als Zuschauer kaum mehr gefordert ist. Er richtet ein Mahl an, welches auf den ersten Blick so opulent und fantastisch wirkt, auf das man sich einfach nur stürzen will, man aber nachdem man alles probiert hat merkt, dass es doch schmeckt wie am Tag zuvor.
Denn was das Äußere betrifft, da ist "Dark Shadows" wirklich herausragend. Zwar wird auch er von CGI-Bildern geprägt, doch merkt man das kaum, da sich diese hier mal wirklich harmonisch ins Gesamtbild fügen. Visuell schafft es Burton einen zu entführen und man ist nur allzu gerne bereit ihm zu folgen, den der Plot des Vampirs, den es in die 70er verschlägt, verspricht ja noch dazu einiges. Und es sollte wirklich ein ganz einfaches Ding für Burton sein, diese Geschichte zu erzählen. Er hat Raum für sein visuelles Gespür, hat eine Horde an außergewöhnlichen Figuren und hat durch Barnabas auch die Möglichkeit, sich einem seiner Lieblingsthemen, dem Außenseiter in der modernen Welt, zu widmen. Das will aber nur in der ersten Hälfte des Films funktionieren, in der sich Burton auf seine Figuren bzw. seine Story konzentriert und sich dabei halbwegs Zeit nimmt. Doch scheint er damit nur das nötigste erzählen zu wollen, um ab hier auf ein Spektakel hinzuarbeiten. Sinnlos wird in der zweiten Hälfte jede Möglichkeit genutzt Schauwerte zu erzeugen, während sich die Geschichte im Standby-Modus befindet. Dass das beeindruckt, will ich auch gar nicht bestreiten, aber es lässt einen auch relativ kalt. Denn so toll der finale Showdown dann auch ist, so ist er auch etwas, das man von Burton nicht will und nicht erwartet: Ein Kampf zwischen Freaks, die einem zu fremd sind, als das man da irgendwie Herzblut reinstecken würde. Diese letzten 10 Minuten machen vielen anderen Filmen vor, wie man es richtig macht, wie ein imposantes Finale aussieht....nur, dies hier ist der komplett falsche Film dafür. Schon vorher stockte Burton dabei, uns diese Kreaturen als Menschen näherzubringen, während dieses Endes jedoch, macht er sie selbst wieder gänzlich zu unmenschlichen Monstern.
Wie gesagt, man tut sich trotzdem schwer "Dark Shadows" nicht zu mögen und ich könnte jetzt auch wieder etwas davon schreiben, dass Burton hiermit im Blockbuster-Bereich immernoch einen der oberen Plätze einnimmt....aber irgendwie hatte ich diesen Eindruck bei seinen letzten Filmen zu oft. Burton stagniert, vielleicht im oberen Mittelfeld, aber er steht still. Diese Unentschlossenheit zwischen Markt und eigenen Anspruch entschuldigt man einmal gern, vielleicht auch zweimal...doch irgendwann muss dann auch wieder etwas kommen, bei den man sagt: Ja, das ist es! Das ist toll!

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LokisSon

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Schön gesagt!


ElMagico

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Merci :)


DKennyK

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Bewertung6.0Ganz gut

Naja, für eine Horrorkomödie ist das hier aber reichlich wenig witzig. Die einzigen Gags beziehen sich auf den Konflikt der verschiedenen Zeitebenen, die dann ab der Hälfte des Films auch drastisch abnehmen.
Ansonsten ist DARK SHADOWS eigentlich ein netter kleiner Streifen für einen unaufgeregten Sonntagabend geworden, der an und für sich nicht viel verkehrt macht. Die Story wirkt zwar ziemlich ausgelutscht und schon oft gesehen, Johnny Depp und die blasse Burtonatmosphäre geben dem Ganzen dann aber doch noch etwas Eigenständigkeit.
Der geneigte Zuschauer wird mit dem Film durchaus einmal seinen Spaß haben können. Ob sich dieser jedoch auch beim zweiten Mal einstellt wage ich etwas zu bezweifeln.

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Leen.

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Bewertung6.5Ganz gut

Habe mir von dem Film mehr erhofft. Regie = Tim Burton, guter Cast...
Leider sind die Figuren für meinen Geschmack etwas zu seicht gestaltet und die Story zieht einen nicht in seinen Bann. Schade.
6.5 Sympathiepunkte

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sebastian.boehler

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Bewertung6.0Ganz gut

Von "Dark Shadows" hatte ich eine kleine Komödie im Burtongewand erwartet, die sich gut zur seichten Unterhaltung eignet. Und eigentlich habe ich das auch (fast) bekommen.

Da sich der Film in das Comedy-Genre einordnen lässt, ist es ein wenig schade, dass sich nahezu alle Witze auf den Konflikt der beiden hier aufeinanderprallenden Zeiten stützen und Burton so gut wie nichts von seinem alten Humor durchdringen lässt. Auch Danny Elfman kann sich im Gegensatz zu früheren Werken eigentlich überhaupt nicht beweisen, bzw. bleibt mit seiner Musik sehr unscheinbar. Ein oder zwei nervige Charaktere und ein paar zu seltsame und übertriebene Szenen gegen Ende ziehen das Gesamtbild des Films deutlich nach unten, allerdings konnte Johnny Depp mich von Anfang bis Ende gut amüsieren. Obwohl er hier das tut, was er mittlerweile immer tut, trägt er damit positiv zum Charme des Films bei.

Was dabei herauskommt, ist eine nette Horrorkomödie, die eigentlich von jedem gedreht worden sein könnte und ausschließlich durch die etwas gruselige Hintergrundgeschichte und evtl. das im Mittelpunkt stehende Außenseitermotiv klarzumachen versucht, dass Tim Burton seine Finger im Spiel hatte. Von eklatanten Filmen Burtons wie "Edward mit den Scherenhänden" oder "Ed Wood" ist dieser hier weit entfernt.

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GeorgH

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film bleibt meiner Meinung nach deutlich hinter der herausragenden Qualität von "Sleepy Hollow" zurück. Johnny Depp gefällt mir hier nicht so gut, herausragend ist jedoch Michelle Pfeiffer. Ein souveräner Film von Profis, für mich aber kein Highlight.

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tomek.castello

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Bewertung5.5Geht so

Ernüchternd! Hatte viel mehr erwartet. 1 x schauen ok mehr net!

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

Tim Burton-Retropsektive#15

Nach dem etwas fremdartigen „Alice im Wunderland“, meldet sich Regisseur Tim Burton mit dem im gewohnten Stil gedrehten „Dark Shadows“ zurück.

Mit im Gepäck hat er diesmal wieder eine Besetzung, die sich durchaus sehen lassen kann. Allen voran natürlich Johnny Deep in der Rolle des Barnabas Collins, der hier endlich wieder mal eine großartige Leistung abliefert. Aber auch Eva Green als böse Hexe, Michelle Peiffer als Hausherrin Elizabeth Collins Stoddard, Helena Bonham Carter als durchgehend betrunkene Ärztin und Jackie Earle Haley als hässlicher Hausmeister des Anwesens können mit einer tollen Darbietung punkten. Die Gastauftritte von Christopher Lee und Alice Cooper sind dann noch zwei kleine Highlights des Films.
Optisch zieht Burton bei „Dark Shadows“ wieder alle Register und lässt seinen typischen Stil auf die Netzhaut des Zuschauers los. Ein wilder Mix aus düsteren und knallbunten Bildern, die irgendwo ein gelungenes 70er Jahre Feeling aufkommen lassen. Hier bekommt den Gothic-Stil, den man in Tim Burton Filme so liebt und schätzt. Was die Musik betrifft, so darf Stammkomponist Danny Elfman natürlich auch nicht fehlen. Zwar gelang Elfman mit dem Score kein einprägsames Meisterwerk, aber dennoch ein solides Werk, das perfekt mit den Bildern harmoniert und die langjährige Zusammenarbeit zwischen Regisseure und Komponist noch mal unterstreicht. Aber nicht nur der Score spielt hier eine Rolle. Ebenso finden sich in dem Streifen bekannte Songs der 70er Jahre Ära wieder, die für Gänsehaut sorgen.

Nun kommen wir mal zur Story. Bis auf wenige Highlights hat diese leider nicht viel zu bieten. Der Film lebt in vielerlei Hinsicht von seinem durchgeknallten Humor, der besonders in Szenen mit Johnny Deep zur Geltung kommt. Auch die ganzen bizarren Charaktere sind schön anzuschauen und sorgen für ordentlichen Spaß. Problem der Geschichte ist einfach, dass auf weiten Strecken nichts passiert und nur die gelungenen Dialoge für Wind sorgen. Besonders störend wird man dabei das Finale von „Dark Shadows“ empfinden. Zum Schluss wirkt alles sehr gehetzt und einfallslos zu Ende gebracht. Das tut dem Film nicht gut und nimmt ihm ein wenig an Schauwert.

Somit ist „Dark Shadows“ ein typischer Burton-Film, der seine Momente hat und mit seinen abstrusen Dialogen ordentlich für Unterhaltung sorgt, aber eben durch eine schwache Story und einem noch schwächern Finale einen etwas bitteren Beigeschmack hat.

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Spielberg_Fan

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Versteh ich! Allerdings hatte ich jetzt bei der Zweitsichtung den Eindruck, dass er mir besser gefiel als damals im Kino.


Dahmer

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fand den film total schlecht...unkomisch,langweilig und vorallem total uninspiriert ! so...jetzt fühl ich mich besser :))))))))


HaudenLukas

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Bewertung5.5Geht so

...Dark Shadows besitzt eine Menge an verschrobenen aber liebenswürdigen Figuren und eine Menge an 70er Jahre Charme, insgesamt wirkt der Film aber bemüht und behäbig umgesetzt...

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung5.5Geht so

Oh Mann, irgendwie werde ich in der letzten Zeit das Gefühl nicht los, dass Tim Burton und Johnny Depp ihr immenses Talent unheimlich verschwenden.
Nach dem enttäuschenden ,,Alice im Wunderland" bin ich durch Zufall auf ,,Dark Shadows" gestoßen und hab das bekommen was ich mir erwartet habe.
Ein ganz nettes Filmchen, was man aber schnell wieder vergessen wird.
Mies ist der Streifen nicht, Tim Burton ist immer noch ein großer Regisseur und sein Film kann auch durch eine interessante Optik und gut gespielte, exentrische Charaktere beeindrucken aber irgendwie ist bei dem Werk die Luft raus.
Die Charaktere sind gut gespielt aber allesamt nicht sehr interessant und austauschbar, die Handlung ist ganz nett aber auch nicht so herrlich einfallsreich und skuril, wie man es von den besseren Burtons gewohnt ist.
Der Film streut neben einigen lustig, exentrischen Momenten auch noch ein wenig Grusel in die Handlung ein aber beides ist mir nicht gut genug und insgesamt ist die Unterhaltung von ,,Dark Shadows" eher durchschnittlich.
Denn auch wenn der Streifen unterhält, man hat alles (vor allem eine solche Depp Performance) schon in zig anderen Filmen gesehen und guckt sich hier ein eher uninovatives Werk an!

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pischti

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Ja, wie Dahmer es richtig sagt, das Burton-Depp-Gespann kriegt schon nen Bart :D Ich kann es auch langsam nicht mehr sehen. Dazu gesellt sich Bonham Carter, die mit Sicherheit eine gute Schauspielerin ist, ihre Charaktere sind mir aber oftmals einfach viel zu theaterlastig, ich wüde fast sagen, theatralisch.


jacker

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Seh ich auch so. Burton entwickelt sich nicht wirklich weiter :(



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