Ist das Grundgerüst der Geschichte um Susies Familie, die ihren Tod nicht verkraftet, und ihren Mörder noch spannend, so schleicht das Skript dermaßen unentschlossen darum herum, dass sämtliche Chancen, konsequent und nachhaltig eine spannende Entwicklung aufzubauen, schon im Ansatz verschenkt werden. Denn vor allem bei seiner Inszenierung versagt THE LOVELY BONES über weite Strecken.
Eins vorweg: „The Lovely Bones“ ist keinesfalls ein schlechter Film. Nach seinem Erscheinen 2009 erntete Peter Jacksons erste Regiearbeit seit des (besonders visuell) beeindruckenden „King Kong“-Remakes überwiegend negative Kritiken. Dabei muss man seinem Film vor allem eins zu Gute halten: Er ist mutig. Mutig zum einen, weil Jackson sich nach „Der Herr der Ringe“ erneut an einen als unverfilmbar geltenden Roman wagte und mutig zweitens, weil sein Film das heikle Thema des Kindesmissbrauchs ebenso unkonventionell wie unverkrampft behandelt. Und so unausgegoren, wie das Gesamtergebnis der Bemühungen Jacksons auch wirken mag, so sehr trifft es auch gerade im Hinblick auf seine thematische Brisanz meist den richtigen, sensiblen Ton, was man von vielen thematisch änhlichen Werken sicherlich nicht behaupten kann. Das ist besonders der zur Drehzeit gerade mal 13 Jahre alten Saoirse Ronan zu verdanken, die mit ihrem schauspielerischen Talent sogar die teils arg kitschig…
Eins vorweg: „The Lovely Bones“ ist keinesfalls ein schlechter Film. Nach seinem Erscheinen 2009 erntete Peter Jacksons erste Regiearbeit seit des (besonders visuell) beeindruckenden „King Kong“-Remakes überwiegend negative Kritiken. Dabei muss man seinem Film vor allem eins zu Gute halten: Er ist mutig.
Mutig zum einen, weil Jackson sich nach „Der Herr der Ringe“ erneut an einen als unverfilmbar geltenden Roman wagte und mutig zweitens, weil sein Film das heikle Thema des Kindesmissbrauchs ebenso unkonventionell wie unverkrampft behandelt. Und so unausgegoren, wie das Gesamtergebnis der Bemühungen Jacksons auch wirken mag, so sehr trifft es auch gerade im Hinblick auf seine thematische Brisanz meist den richtigen, sensiblen Ton, was man von vielen thematisch änhlichen Werken sicherlich nicht behaupten kann.
Das ist besonders der zur Drehzeit gerade mal 13 Jahre alten Saoirse Ronan zu verdanken, die mit ihrem schauspielerischen Talent sogar die teils arg kitschig in Szene gesetzte Welt ihres Jenseits überstrahlt. Ihr gelingt es, jede Emotion, und sei es eine noch so kindliche, glaubhaft auf den Zuschauer zu übertragen. Allgemein rettet der erlesene Cast den Film an vielen Stellen vor dem Absturz. Der vielgelobte und Oscar-nominierte Stanley Tucci gibt den kranken Mädchenmörder aus der Nachbarschaft mit Bravour. Psychopathen (und körperlich und geistig behinderte Menschen) sind bekanntlich seit jeher die favorisierten Charaktere der Oscar-Jury, und das obwohl gerade diese Rollen relativ dankbar sein dürften, kann der Darsteller z.T. doch hemmungslos übertreiben und pathetisch chargieren, ohne dass es die meisten Zuschauer befremdlich finden. Dankbarerweise glänzt Tucci in seiner Rolle jedoch besonders durch Zurückhaltung. Gleiches gilt für Rachel Weisz und Marky Mark, sorry, Mark Wahlberg, die als vom Verlust geplagte Eltern durchaus überzeugen. Einzig die sonst so grandiose Susan Sarandon wirkt fehl am Platz: Ihre Rolle als durchgeknallte, aufgetakelte, ununterbrochen Whiskey-schlürfende Oma soll wohl den eher schwierigen Plot etwas auflockern, ist aber noch flüssiger als das Gesöff, was die Gute kontinuierlich in sich hinein schüttet. Ein geradezu ätzend klischeehafter „Typisch Hollywood“-Auftritt.
Aber zurück zum Film: „In Meinem Himmel“ funktioniert vor allem dann, wenn er nicht mehr sein will als ein konventioneller Thriller. Im letzten Drittel konzentriert sich Jackson vermehrt auf das Diesseits und dreht äußerst effektvoll an der Spannunsschraube, insbesondere dann, wenn die Familie der ermordeten Susie (Ronan) allmählich auf die Spur des Mörders aus ihrer Nachbarschaft kommt. Auch die Parallelwelt, in der sich Susie befindet, funktioniert zu weiten Teilen, ist sie doch in sich homogen, wenn auch etwas zu glitzernd und mit Holzhammer-Metaphorik ausgestattet. Das mag kitschig sein, und jede Emotion mag durch überbordenden CGI-Einsatz erdrückt werden, visuell bemerkenswert in Szene gesetzt ist das Ganze aber allemal.
Die große Schwäche des Films liegt in der Verbindung dieser beiden Welten: Jackson gelingt es nicht, zu erklären, wie genau Susie mit ihren Eltern in Verbindung tritt, um sie auf die Spur ihres Mörders zu bringen und versucht zu verkrampft, die Story zu einem für alle versöhnlichen Ende zu führen. Generell wirkt der sicherlich gewollte Kontrast zwischen den beiden Welten zu krass, der Sprung zwischen Kitsch und teilweise beängstigender Gewalt irritiert statt zu faszinieren. Jedes Mal, wenn Jackson versucht, eine Verbindung seiner Paralleluniversen herzustellen, wirkt sein Film emotionslos und unausgegoren. In diesen jedoch recht seltenen Momenten ist „The Lovely Bones“ eine Mischung aus Märchen und Psychothriller, die manchmal wirkt, wie eine symbolträchtige Inszenierung der Gebrüder Grimm, wenn sie CGI zur Verfügung gehabt hätten: Die in den Grimm’schen Erzählungen im Subtext köchelnde Ernsthaftigkeit in Bezug auf Themen, die fast immer auf Sex und Gewalt abzielen, würden sie vermutlich auch dem Zuschauer allzu deutlich unter die Nase reiben wollen.
So laufen Diesseits und Jenseits in „The Lovely Bones“ nebeneinander her ohne die gewollte Symbiose einzugehen, oder sich für den Zuschauer nachvollziehbar, und vor allem nachfühlbar, zu berühren. Damit ergeht es Jackson trotz aller inszenatorischer Versiertheit wie einem Schulkind beim Aufsatz: Sehr gut im Aufbau und Ansatz, aber Thema verfehlt.
Peter Jacksons "In meinem Himmel" verlangt dem Zuschauer einiges ab. Die Geschichte selbst ist schon traurig, und Jackson verstärkt die Stimmung, indem er durch eine gewisse Bildsprache noch mehr Emotionen hervorruft. Im Gegensatz dazu steht die farbenfrohe Zwischenwelt Susies, wobei auch hier nicht alles toll ist, schließlich ist Susie in ihr gefangen. Allein dies lässt bei allen bunten CGI-Effekten etwas Unheilvolles mitschwingen. Trotzdem ist "In meinem Himmel" auch gespickt mit komischen Szenen - und mit Hoffnung. Hinzu kommt noch die Suche nach Susies Mörder, die vor allem im letzten Drittel mehr Beachtung findet. Dieser Mix lässt die Romanverfilmung zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle werden. "In meinem Himmel" ist ein Drama, das berührt und so seine Wirkung nicht verfehlt.
Im Grunde liefert Peter Jackson zwei Filme ab: einen spannenden, düsteren Krimi, der leider nicht zu einem Ende findet und die überbunte, klischeebeladene Paradieswelt eines 14-jährigen Mord- und Vergewaltigungsopfers. Schicksalsergebene Trauerarbeit, ein naives “Schreckliche Dinge passieren, aber wir lernen darüber hinwegzukommen” – ist das die angemessene Art mit einem derartigen Verbrechen umzugehen? Peter Jackson übernimmt diese problematischen Elemente aus der in den USA sehr erfolgreichen Romanvorlage von Alice Sebold. (Mehr im Podcast)
Wie vorherigen Jackson Werken, stände “In meinem Himmel” eine Kürzung gut zu Gesicht. Doch so scharbt er knapp am totalen Scheitern vorbei, denn was auf dem Papier gut funktioniert, ist bei einem “Show it All” Regisseur wie Jackson leider daneben gegangen. Vielleicht benötigt Jackson doch einen Produzenten, der ihm auf die Finger schaut und bei zu übertriebender Ausuferung Einhalt gebietet. In dieser Form muss ich von “In Meinem Himmel” eher abraten, als ihn zu empfehlen.
Peter Jacksons erste Regiearbeit seit vier Jahren basiert auf dem überaus erfolgreichen Roman "The Lovely Bones" von Alice Sebold. Jackson, der mit HEAVENLY CREATURES bereits einen ähnlich sensiblen, zwischen romantischer Fantasie und roher Gewalt pendelnden Stoff auf die Leinwand gebracht hat, scheint für die Geschichte eines Mädchens, das seinen Mörder vom Jenseits aus beobachtet, gerade der Richtige zu sein. Doch leider drückt sich seine erzkonservative Adaption um alle Ecken und Kanten des Materials herum, indem sie die grausigen Details des Verbrechens in Wort und Bild geflissentlich ausspart, zugleich aber von tröstendem Humor nichts wissen will. Jacksons Hang zum Epischen lässt ihn geradewegs den Abhang des Pathetischen hinabschlittern.
„In meinem Himmel“ packt, schüttelt, berührt. Den Blick von Verstorbenen auf das zurückgelassene Leben gibt es als romantischen Kitsch in „Ghost“ oder immer wieder mit komödiantischem Einschlag, doch er wurde noch nie so emotional und bildgewaltig verfilmt. In unzähligen tollen Szenen vollzieht sich die lange, schwere Trennung Suzies vom Leben in fantastischen Bildern - erschreckende und unfassbar schöne. Es ist einfach unglaublich faszinierend, wie Suzie durch Dimensionen, Elemente, Jahreszeiten und Gefühle gleitet, schwebt und fällt. Gigantische Flaschenschiffe in ihrem Traumsee zerbersten, als der Vater diese Relikte des gemeinsamen Hobbys in der Realität zerschlägt. Das Reale und das Fantastische vermischen sich, die Liebe der Eltern hält das Kind auch noch im Jenseitigen fest. Im Hause der Salmons entwickelt sich derweil mit dem Entwickeln der von Suzie wie wahnsinnig geschossenen Fotos auch die Suche nach dem Mörder und ein Krimi.
[...] Alles in diesem Film klotzt und kleckert. Es ist ein Manifest an plakativen erzählerischen und visuellen Effekten. Was in der Vorlage vermutlich als stilles meditatives Drama über die beklemmende Verarbeitung eines Todes oder den schmerzhaften Abschiedsprozess funktioniert, wird bei Jackson zur lautstarken Pixel-Melange aus schwelgerischer Fantasy und reißerischem Thriller aufgeblasen. Akzente setzt der Film keine, er schwankt unentschlossen zwischen Erzählabsichten und verfängt sich doch nur wieder in der Green-Screen-Endlosschleife. Über die Message, dass es sich tot womöglich besser lebt, mag man angesichts dieses gigantischen formalen Kauderwelschs gar nicht erst nachdenken. [...]
wenn man den "externen link" anklickt bekommt man zunächst eine völlig andere kritik, beim nächstenmal nervige werbung für ein videospiel und wenn man dranbleibt, beim dritten mal die "vollständige kritik" ... die auch nicht der knaller ist. was ist das (von letzterem mal ab) für ein blöder link?
Regisseur Peter Jackson setzt alle Freiheiten, die ihm dieses Fantasy-Zwischenreich bietet – und die selbstverständlich mit einem christlich verstandenen Himmel wenig gemeinsam haben – ein, um teilweise an „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ erinnernde, bonbonfarbene, gewollt kitschige Bilder, auf der Leinwand auszubreiten. Diese bunte „überirdische“ Welt kontrastiert mit der nüchternen Inszenierung der realen Welt, die dem Zuschauer freilich etwa die Bebilderung des schrecklichen Verbrechens erspart.
„In meinem Himmel“ ist weniger ein Thriller als ein Familiendrama, in dessen Mittelpunkt die Gefühle der ermordeten Susie stehen: Von Wut auf den Mörder bis zur Vergebung. Und vor allem: Die Liebe zu ihrer Familie. Denn im Kern handelt Peter Jacksons Film von den Bemühungen des Opfers, damit seine Familie zur Normalität zurückkehren kann.
Trotzdem wäre ein solcher Film ein leidlich geglücktes, leidlich konventionelles, aber kaum dauerhaft im Gedächtnis haftendes Hollywood-Drama. Der Grund, warum man „In meinem Himmel“ nicht so schnell vergisst, liegt in seiner esoterischen Grundierung, darin, dass eine knappe halbe Stunde des Films im Jenseits spielt – und das im Gegensatz zu den klassischen Vorbildern völlig ironiefrei. Als müsste man, wenn man schon vom Nicht-Sagbaren redet, wenigstens alles klar sagen und ernst meinen.
Gestaltet ist dieses Jenseits komplett als Fantasieland aus einem Computer, dessen Festplatte offenkundig vor allem mit Dalí-Bildern, den „Teletubbies“ sowie den Filmen und Videoclips von Tarsem Singh gefüttert wurde: quietschbunter, zuckersüßer CGI-Kitsch und Surrealismus wie auf den Postern beim Inder um die Ecke oder auf alten 1970er-Jahre-Plattencovern: (...) Hier gibt es keinen Humor. Jackson macht aus der Vorstellung eines Lebens nach dem Tod eine Horrorvision: Der Himmel ist hier die Hölle des Geschmacks.
[...]Der Regisseur verpasste es, den Fokus auf einen Handlungsstrang zu legen, um entweder ein feinfühliges Drama oder einen spannenden Thriller zu inszenieren. So ist "The Lovely Bones" ein kruder Mischmasch aus beidem, aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Jackson lässt dem Zuschauer keine Chance, die ohne Frage ästhetisch inszenierten Szenen auf sich wirken zu lassen, lässt ihm kein Freiraum für eigene Gedanken. Eine Sequenz jagt die nächste, auf eine Aktion folgt eine sofortige Reaktion, ohne Pause, untypisch für dieses Genre. Der Regisseur will die Geschichte schnell nach vorne treiben, will viel erzählen und erzählt doch so wenig.[...]
Wenn Filmemacher sich dem Jenseits zuwenden, besteht die Gefahr, dass sie sich dabei haltlos im Megakitsch verlieren: Davor war Vincent Ward mit „Hinter dem Horizont“ nicht gefeit und auch Darren Aronofsky nicht mit „The Fountain“ und nun hat es sogar „Herr der Ringe“-Überregisseur Peter Jackson erwischt. Wie seine beiden Kollegen vor ihm, bietet auch er alles auf, was der digitale Trickkasten hergibt, um das Paradies in den knalligsten Farben möglichst märchenhaft zu illustrieren. Das soll dann wohl imposant, alle Gesetze von Raum und Zeit sowie unsere Vorstellungskraft sprengend und daher wie von göttlicher Hand erschaffen wirken, sieht aber eher so aus, als hätte man Klein-Fritzchen einen digitalen Tuschkasten zum Spielen in die Hand gedrückt. Zumal – und das ist das eigentlich Entscheidende – der Film diese visuellen Mätzchen gar nicht nötig gehabt hätte. Denn seine Geschichte ist stark, beruht sie doch auf dem gleichnamigen Bestseller von Alice Sebold…
Wenn Filmemacher sich dem Jenseits zuwenden, besteht die Gefahr, dass sie sich dabei haltlos im Megakitsch verlieren: Davor war Vincent Ward mit „Hinter dem Horizont“ nicht gefeit und auch Darren Aronofsky nicht mit „The Fountain“ und nun hat es sogar „Herr der Ringe“-Überregisseur Peter Jackson erwischt. Wie seine beiden Kollegen vor ihm, bietet auch er alles auf, was der digitale Trickkasten hergibt, um das Paradies in den knalligsten Farben möglichst märchenhaft zu illustrieren. Das soll dann wohl imposant, alle Gesetze von Raum und Zeit sowie unsere Vorstellungskraft sprengend und daher wie von göttlicher Hand erschaffen wirken, sieht aber eher so aus, als hätte man Klein-Fritzchen einen digitalen Tuschkasten zum Spielen in die Hand gedrückt.
Zumal – und das ist das eigentlich Entscheidende – der Film diese visuellen Mätzchen gar nicht nötig gehabt hätte. Denn seine Geschichte ist stark, beruht sie doch auf dem gleichnamigen Bestseller von Alice Sebold (in dem man nach solch kunterbunten Beschreibungen des Jenseits übrigens vergebens sucht). Das Darstellerensemble um Mark Wahlberg, Rachel Weisz, Susan Sarandon, Stanley Tucci und die erst 15-jährige Saoirse Ronan, die ein echtes Naturtalent darstellt, ist erstklassig. Und dazu beweist Peter Jackson in einigen toll inszenierten, hochemotionalen Momenten und vielen Details einmal mehr, dass er ein großartiger Regisseur ist.
Er erzählt die Geschichte der 14-jährigen Susie (Ronan), die von einem Nachbarn brutal ermordet wird. Ihre Leiche bleibt jedoch verschwunden und ihr Mörder hat seine Spuren gut verwischt, sodass die Polizei bei der Aufklärung chancenlos bleibt (zumindest in den frühen 1970er Jahren, wo die technischen Möglichkeiten noch nicht so weit fortgeschritten waren, wie wir das aus den aktuellen US-TV-Serien kennen). Aus dem Himmel heraus beobachtet Susie, wie schwer sich ihre Familie mit der Akzeptanz ihres Tods tut. Trotzdem gelingt es ihr auf subtile Weise, Kontakt mit verschiedenen Menschen im Diesseits aufzunehmen und Hinweise auf ihren Mörder zu streuen. Doch bei ihren himmlischen Recherchen muss Susie noch eine weitere, schreckliche Entdeckung machen.
Wenngleich sich Jacksons ungewöhnliche Mörderjagd gegen Ende immer mehr in die Länge zieht und zerfasert, kann man der ambitionierten Geschichte ein hohes filmisches Potenzial nie absprechen. Nur leider wird dieser Eindruck von den Bildern des digitalen Kitsch-Massakers erheblich getrübt, die einem als völlig unpassend noch viel zu lange in Erinnerung bleiben.
Der Mann, der die Herr der Ringe Bücher auf die große Leinwand gebracht hat und somit gleich 3 der besten Filme aller Zeiten erschaffen hat traut sich nun an die nächste Romanverfilmung. Der gleichnamige Roman wurde 2003 von Alice Sebold geschrieben und wurde daraufhin gleich zu einem Überraschungserfolg in den USA. Peter Jackson, der Fantasyspezialist traut sich mit diesem Werk in die Realität, bleibt aber seinem Genre in gewisser Weise treu. Um eines vor weg zu nehmen, nach den 3 Herr der Ringe Filmen, ist “In meinem Himmel” für mich der nächste grandiose Film von Peter Jackson, er führt seine Erfolgsriege weiter und das mit einem riesigen Paukenschlag.
Anstatt sich auf die Schwierigkeiten des Abschiednehmens und auf die Entwicklungen der Figuren zu konzentrieren, wie es Alice Sebold in der gleichnamigen literarischen Vorlage tut, verwandelt Jackson das Familiendrama in einen Fantasy-Thriller, der ständig in Aktion und Effekte flüchtet, wenn es zwischenmenschlich kompliziert und unangenehm werden könnte, und dabei abrupte Tonfallsprünge zwischen Komik, Sentiment und Spannung hinlegt. [...] Unverfänglich und unmissverständlich ist die gesamte Inszenierung von In meinem Himmel. Als überdeutliche Metaphern dienen ausgehende Kerzen und geköpfte Cola-Flaschen. Die Kamera ist permanent am schwenken und zoomen. Tonspur und Soundtrack möchten uns fast ohne Pause dazu drängen, wechselweise betroffen oder beängstigt zu sein.
Allein dem Versuch, das Jenseits abseits satirischer Darstellungen in Bilder zu fassen, droht die eminente Gefahr, zwischen Banalität und Verkitschung zu scheitern. Doch der Adaption des als eigentlich unverfilmbar geltenden Romans von Alice Sebold hat sich mit Peter Jackson einer der kreativsten Visionäre des gegenwärtigen Kinos angenommen und – um es gleich einmal vorwegzunehmen – es ist ihm auf brillante Art und Weise gelungen.
Wenn man bedenkt, wie gut Peter Jackson mit dem Script von Heavenly Creatures umgegangen ist, muss man überrascht sein, dass er diesen Film nicht zu mehr machen kann als zu einer enttäuschenden Kuriosität. Basierend auf den filmischen Beweisen ist es schwierig festzustellen, ob Jackson nach einem Jahrzehnt epischer Fantasy-Filme die Fähigkeit verloren hat, kleine, Charakter-getriebene Geschichten zu erzählen, oder ob der zu Grunde liegende Roman jeden überfordert hätte. Abgesehen von den Gründen ist das Fazit: Der Film funktioniert nicht, und das ist eine Enttäuschung.
Es ist möglich, dass eine bescheidenere Adaption der Erzählung einen klareren, weniger verträumten und weniger über-sentimentalen Effekt erzielt hätte. Aber das ist nur ein Gedanke. Eine andere Möglichkeit ist, dass Peter Jackson einen Film gemacht hat, der so gut ist wie es eben ging, und dass die Fehler des Films schon im Aufbau der Ursprungs-Geschichte liegen.
Jackson's mystischer Thriller handelt von Abschluss, aber er bietet dem Zuschauer sehr wenig davon. Obwohl er ordentlich gruselig ist, wenn er es sein will, ist es ein Film dessen Spezialeffekte, Drehbuch und Performances ihn auf Armeslänge halten, wenn er eigentlich emotional berührend sein sollte.
Ich vermute dass Regisseur Peter Jackson einige Elemente [des Romans] verändert hat, um seine eigene Vision zu erfüllen, die hauptsächlich aus Spezialeffekten besteht, die in manchen Sequenzen so aussehen wie der Herr der Ringe. Eine bessere Art, mit diesem Material umzugehen, wären beobachtende, subtile Performances und ein nachdenkliches Drehbuch gewesen...
Während die Story weitergeht – auf eine Weise, welche die Lösung in eine Richtung andeutet und dann einfach in eine andere ausläuft – wird klar, dass die Schauspieler keine besonders interessanten, gut entwickelten Szenen zu spielen haben; wir erfahren am Anfang mehr über die Charaktere als später, was diesen Film zum Ende hin immer schwächer macht. Wenn der Streifen sich an die alltägliche Nachbarschaft und ihre Protagonisten hält, findet der Film eine vernünftige Balance zwischen Drama und visuellem Stil. Wenn er darüber hinaus geht, verwandelt sich der Himmel in den Hades.
Der Film schlägt unpassende Töne an, mäandert zwischen dem zu Leichten und dem unnötig Bedrückenden. Die Szene, die in einem alternativen Universum spielt – eine Station zwischen Himmel und Erde – ist nervig. Die Darstellung des Himmelreiches hat schon viele Regisseure stolpern lassen, und Jacksons kitschige, computer-generierte Landschaft bringt hier nichts neues. [...] Dafür gelingen ihm die Szenen, in denen es um den Thriller geht. […] Leider fühlt sich der Schwebezustand, in dem Susie gefangen ist, nur um Lektionen über Leben und Tod zu verkünden, etwas arrogant an.
Das Fazit: Peter Jackson verwandelt Alice Sebolds überraschenden, einzigartigen Roman über die Folgen eines schrecklichen Verbrechens in eine Geschichte, die sich mehr auf das Verbrechen und die Strafe fokussiert. Eine philosophische Geschichte über Familie, Erinnerung und Obsession ist leider zu einem rührseligen Opfer-Stück geworden.
Überwiegend wohl dem Genre "Drama" zuzuordnen nutzt "The Lovely Bones" auch wiederholt Anlässe, komödiantische oder gar actionreiche Momente einzubringen. Das mag zwar ein ums andere Mal unpassend erscheinen, ist aber wohl Teil des Trauerprozesses, den der Film vordergründig darstellt.
Trauerprozess. Ein bedetungsschwangerer Begriff und wer schon beim bloßen Klang dieses Wortes mit den Augen rollt, sollte besser gar nicht weiter lesen. Ich bin immer dieser Meinung, doch
bei "The Lovely Bones" gilt es ganz besonders: Man muss für diese Art von Film offen sein und sich darauf einlassen können. Denn ansonsten hat man gleich verloren und außer 2 Stunden Gemecker und Langeweile nichts zu erwarten.
Woran sich hier wohl die Geister scheiden, ist Jacksons Affinität zu CGI-Sequenzen. Für die einen nimmt sie wahrscheinlich zu viel Platz in der Geschichte statt, andere wiederum finden sie schon ansich zu bunt. Doch ich war in der Lage, diese surreale Bilderflut in einen Kontext einzubauen, der eine ganze Palette von Emotionen für mich bereithielt. Denn so unterschiedlich sie auf den ersten Blick erscheinen mögen, die Formel lautet nicht "Bilder oder Story." Die Formel lautet "Bilder + Story."
Ein Film hat bei mir dann gewonnen, wenn er es schafft, mich zu berühren. Optimalerweise dann auch noch auf verschiedene Arten.
Die Geschehnisse auf der Erde sind deprimierend. Wie eine Geschichte über einen Kindermord es vermuten lässt, war "The Lovely Bones" stellenweise wahrlich grausam. Zumindest empfand ich es so. Das dumpfe Gefühl in der Magengegend wurde zeitweise gar unerträglich. Für eine Produktion dieses Kalibers wurde hier echt harter Tobak aufgefahren. Die Wahl Tuccis als Psychpath erwies sich hierbei als echter Besetzungscoup - mir läuft jetzt noch ein kalter Schauer über den Rücken. Sein intensives Spiel machte einige Szenen zu einer echten Psycho-Nummer, inklusive atemloser Spannung.
Dann im Himmel, pardon: in der Zwischenwelt, ein komplett anderes Bild. Ein Bilderrausch, der einem den Atem verschlägt. Unfassbar. Ich verlor mich beinahe in der Szenerie. Am meisten überrascht hat es mich selbst, da ich mich ansich für einen eher subtilen Menschen halte und auch mit der ganzen Esoterik-Ecke, was dem Film sogar angedichtet wurde, absolut gar nichts anfangen kann. Doch hier war ich gefangen in einer Symbiose aus funkelnden Bildern, klingendem Score und dem einvernehmendem Erscheinen von Saoirse Ronan. Eine Wahnsinns-Leistung für die damals 15-jährige! Zweifelsohne jemand, den ich von nun an im Auge behalten werde. Sie war in der Lage, mich ganz mitzureißen und an ihrem Schicksal teilhaben zu lassen. Ich hatte mal Gänsehaut, mal ein breites Lächeln auf dem Gesicht. Jedoch immer abhängig von ihr. Immer bewegend.
"I love you Susie."
Ein ganz großer kleiner Film, der meine Augen zum Leuchten und Weinen & mein Herz zum Hämmern und Stillstehen brachte. Visuell bestechend und inhaltlich berührend. Fantastisch.
"I wasn't lost, or frozen, or gone. I was alive. I was alive in my own perfect world."
Deinem Like entnehme ich einfach mal, dass die Überraschung positiver Natur ist. ;)
War aber von mir selbst überrascht, da ich "Tree of Life", der ja in eine ähnliche Kerbe schlägt, in den nächsten Tagen sehen werde, dort jedoch ein ganz mieses Gefühl habe.
Dieser Film ist schwer zu bewerten. Auf der einen Seite hat er einen gewissen Trend zum Kitsch, auf der anderen Seite ist seine Geschichte sehr gut erzählt und auch äußerst fesselnd. Trotz der Vorwegnahme gewisser Details bleibt es aber bis zum Ende spannend, unvorhersehbar und glaubwürdig, trotz der ganzen Zwischenwelt, Himmel-Geschichte. Auf jeden Fall ist der Film anders als ich erwartet hatte oder als der Trailer suggerieren mag. Guten Abend.
Packend! Einige sequenzen sind schlecht oder schlicht übertrieben unreal (die Computeranimation der zerbrochenen Schiffe war störend). Insgesamt bekommt der Film von mir 8 Punkte, weil es selten einen Film gab, der mich so mitgenommen hat.
Ich habe das Buch nicht gelesen, für mich ist In meinem Himmel einfach ein wunderschöner Film..Die Geschichte wurde in 130min gut erzählt und mir ist nie richtig langweilig geworden..
Die Szenen aus dem In-Between machen nur einen kleinen Teil des Films aus und passen als Fantasiewelt zu der unbekümmerten Jugendlichkeit, die die 14jährige Susie Salmon Anfang der 70er Jahre im Film bis zu ihrer Ermordung erfährt und lebt.
Ich empfinde auch Mark Wahlberg nicht als Fehlbesetzung. Susie ist klar ein "Papa-Kind". Ihre enge Bindung wird von Beginn an deutlich, gerade auch in den Bastelszenen. Beide Elternteile verarbeiten den Verlust recht unterschiedlich und die Ehe zerbricht an der Unvereinbarkeit in ihrem Verhalten. Der Vater der rechercheirt und in jedem Nachbarn einen potenziellen Mörder sieht den es der Polizei zu melden gilt und die Mutter, die sich ihr Andenken an ihre Tochter bewahren und gar nicht groß mit der Tasache dass und wie sie umkam beschäftigen möchte.
Im Kino habe ich den Film leider nicht gesehen. Im Herbst 2009 habe ich die DVD gekauft und war während und nach dem Film ziemlich verstört. In der Zwischenzeit habe ich auch diverse Interviews aus der Zeit gesehen und finde es interessant, wie zu 99% immer nur die Rede davon war, dass Susie ein 14jähriges Mädchen war, welches ermordet wurde. Die Vergewaltigung wird im Film nur ganz vage angedeutet und nicht weiter thematisiert. Ist auch nicht nötig, denn ich bekam auch so Magenkrämpfe.
Soweit man liest folgt der Film in großen Teilen der Vorlage und ihrem unkonventionellen Ansatz, inkl. der als einst als unverfilmbar gegoltenen Zwischenweltszenen. Mir persönlich gefällt der Film ausgesprochen gut, wie er über Genregrenzen hinweg schwappt und facettenreich das Leiden und ( fantastische Nach-)Leben darstellt und über Saorise Ronan muss ich eigentlich nichts groß schreiben. Ihre Leistung ist einmal wieder grandios.
Das einzige Problem das ich mit dem Film habe ist, dass ich 15 Monate gebraucht habe mich dazu durchzuringen ihn mir noch einmal anzuschauen. Mit dem Ergebnis, dass ich inmitten der ersten Minuten, als für die Salmons und die kleine Susie noch alles in Ordnung war, ich in Tränen aufgelöst vor meinem Fernseher saß. Der Film packt mich emotional an einer sehr sensiblen Stelle, die die Grenzen zwischen der fiktiven Geschichte und Figur, der Schauspielerin und allem was wir über die Jahre in Presse, Medien und im eigenen Umfeld mitbekommen haben, auflöst.
"In meinem Himmel" ist kein klassischer Unterhaltungsfilm. Er ist ein anrührendes und etwas anderes Drama. Die Geschichte soll zu guter Letzt eigentlich eine eher positive Stimmung transportieren. Das schafft sie bei mir auch irgendwie, doch zu einem heftigen Preis. Mir fällt ad hoc kein Film ein der mich mehr beschäftigt und emotional mitgenommen hat. Sollte man(n) vllt. mit der Freundin gemeinsam anschauen..
Muss meine Wertung nochmals nach oben korrigieren...
Diesen Film zu bewerten ist unheimlich schwer. Einerseits bot er grandiose Bilder, anderseits wurde hier eine große menge Potenzial verschenkt. Denn Jackson verlässt sich hier größtenteils auf die am Pc gezauberten Bilder die durchaus beeindruckend waren, wenn auch teilweise sehr kitschig. Allerdings kreiert Jackson auch wunderschön düstere Bilder. Wer hier aber die wahren Meister, nein, die die den Film gerettet haben waren die Kameramänner die hier Einstellung für Einstellung den Bildern etwas magisches gegeben haben und der durchaus ansehnliche Cast. Unverständlich das Stanley Tucci nicht den Oscar für den besten Nebendarsteller erhalten hat. Waltz Leistung in allen ehren aber das was Tucci hier geleistet hat war mehr als beängstigend und großartig. Saoirse Ronan lieferte ebenfalls solide ab und der Rest des Casts ging auch in Ordnung, wenn wir mal Rachel Weisz außen vor lassen. Das größte Problem des Films ist einfach das er nie wirklich an der Fassade der Familie kratz, nie wirklich zulässt das die Charaktere sich entfalten können, im großen und ganzen einfach zu oberflächlich bleibt. Schade. Denn eine menge Potenzial war vorhanden. Dir sei trotzdem verziehen Peter, denn so mies wie er teilweise dargestellt wird, ist er nicht. Der große Wurf aber eben auch nicht. Durchschnitts Wahre Leider.
Für manche Leute mag es Kitsch sein. Natürlich jeder hat seine eigene Meinung. Aber viele vergessen hier einfach, dass die Eindrücke der Zwischenwelt bildliche Metaphern darstellen, die die Intention des Filmes wirklich schockierend, aber auch zugleich sehr berührend verdeutlichen.
Also wirklich ein toller Film der einem nah geht.
der kitschigste kitsch kitsch den ich je gesehen habe. was auch daran liegen könnte das ich sissi nicht kenne. die schuld an der verkitschung würde ich eher spielbergs einfluss geben wie jackson. als nette unterhaltung geht das aber noch durch.
Und ich habe mich immer neben meine Mutter gesetzt statt zu spielen. Sehe die drei Teile jedes Jahr zu Weihnachten... :) Aber Du hast Recht, es ist Kitsch - gaaanz toller Kitsch! :D
Peter Jackson wagt sich erneut an eine Buchverfilmumg, die in Literaturkreisen für einiges Aufsehen gesorgt hat und verhebt sich diesmal ganz gewaltig an der Vorlage.
Viele haben sich zu diesem Film bereits geäußert und so will ich mich mal kurzhalten.
An den Schauspielern liegt es sicher nicht, denn die füllen ihre Rollen ganz gut aus. Einziger Wermutstropfen ist die, von mir sehr geschätzte Rachel Weisz, der es irgendwie überhaupt nicht gelingt ihrer Rolle Leben einzuhauchen. Vielleicht hat es Peter Jackson auch nicht geschafft ihr den Part näherzubringen.
Gerade Jackson ist vorzuwerfen,daß er sich zu sehr auf die Darstellung des Jenseits konzentriert und dabei die Thriller Handlung um Stanley Tucci arg schleifen lässt. Gerade zum Ende hin, wo er die Spannungsschraube anziehen sollte, bringen einen Schnitte in die jenseitige Welt wieder volkommen raus.
Auch der Drama Teil reißt es nicht raus auch eben durch sehr teilnahmslose Darstellung von Rachel Weisz, da können sich Saoirse Ronan und Mark Wahlberg noch so viel Mühe geben.
Festhalten kann ich also, das mich der Film weder als Thriller noch als Jenseitsdrama oder aber als Hybriden aus beidem vom Kinohocker gerissen hat.
Jackson konzentriert sich viel zu sehr darauf schöne Bilder zu komponieren als einen stringenten Film zu erzählen. Ob das Absicht war weiß ich nicht. Funktionieren tut es auf jeden Fall nicht und so glitt diese Buchverfilmung auch, ohne mich sonderlich zu bewegen, an mir vorbei.
Das ist schade, denn die Geschichte an sich hat schon sehr viel Potential.
Kannst du deine Kritik nicht hier posten (so wie es jeder macht, der auch noch einen Blog hat) statt nur den Link zu veröffentlichen? Der Text ist nämlich nicht schlecht.
So ein Auszug aus meiner Kritik (weil der Blog Teil einer Studiumsnote ist, will ich auch das Leute dort weiterlesen und kommentieren):
Romanverfilmungen sollten normalerweise für sich selbststehen ohne das sie zu stark mit dem Buch verglichen werden. Das ist insofern auch okay, solange der Film es schafft seine Handlung und Figuren so schlüssig zu erklären, dass die eine oder andere nicht übernommene Szene aus dem oftmals zu langem Buch nicht weiter stört. Dies gelingt Peter Jackson nur teilweise. Ihm gelang es einen wunderschönen, verspielten und surrealen Himmel bzw. Zwischenwelt zu kreieren. Doch die Verknüpfung der Zwischenweltszenen und der Gegenwartszenen ist leider nicht immer gut gelungen zu oft erscheinen sie zu willkürlich und abrupt, wie aus dem Zusammenhang gerissen. Auch die Balance zwischen den dramatischen und fantastischen Szenen ist fast nicht vorhanden. Der Technokrat Jackson versteift sich zu sehr auf seinen am Computer entstandenen Himmel, so dass er darüber hinaus das Drama vergisst.....
In eindrucksvollen Bildern erzählt Peter Jackson hier die schockierende Geschichte eines Mordes. Die ungewöhnliche Erzählart lässt eine phantasievollere Bildgestaltung zu und beschäftigt sich so in (oft) bunten Bildern mit einem grauenvollen Thema. Die Psyche des Mörders, welcher großartig von Stanley Tucci gespielt wird, wird durch ihre Beobachtungen dem Betrachter näher gebracht, aber man hofft natürlich, dass der Vater seine Rache bekommt. Ein großartig gespielter und trauriger Film ist hier entstanden.
Leider haben sie die Magie des Buches nicht eingefangen. Ich habe im Vorfeld das Buch unbedingt lesen müssen, da mich der Trailer seinerzeit gefangen genommen hat und war danach von der vergebenen Chance Jacksons hier etwas episches zu machen, dass sich nah an der Vorlage halten könnte, ein wenig enttäuscht. Aber als Stand-alone durchaus ein guter Film, etwas unter Jackson-Standard, aber durchaus gut.
Und Tucci ist (wie immer) ausgezeichnet! Und sogar Wahlberg macht "Spaß" :D
Andrew Lesnies Kameraführung und die grandiosen Bilder der Zwischenwelt tragen den Film. Die hervorragenden Schauspieler unterstützen dieses kleine, traurige Meisterwerk zudem.
was hab ich mich gefreut, was wurde ich enttäuscht. einzig st. tucci überzeugt. ansonsten kommt mir der film zu kitschig rüber. hätte man mehr draus machen können.
Skeptisch war ich, sehr skeptisch. Befürchtete einen überzuckerten Schmalzkuchen mit ganz viel klebriger Himbeersoße, von so was bekomme ich sonst ganz böse Ausschlag. Das Peter Jackson aber genau das vermeidet, nicht einfach bei dem Stoff, dennoch aber einen wirklich berührenden, ebenso tragischen wie auch schönen Film macht, ist ihm nicht hoch genug anzurechnen. Ganz schnell hätte das kippen können, balanciert auf diesem schmalen Grat aber genauso, dass es mich berührt ohne zu stark zu übertreiben. Optisch brilliant in Szene gesetzt, mit einer ungewöhnlichen und interessanten Geschichte, zudem großartig gespielt. Saoirse Ronan ist eine echte Entdeckung, der ich nur das Beste für die zukünftige Karriere wünschen kann. Auch Wahlberg kann in der ungewohnten Rolle überzeugen. Besonders gute Leistungen bieten in Nebenrollen zudem Susan Sarandon & Stanley Tucci.
Ein seltener Fall, dass ich aus meiner Sammlung einen Film hervorzaubern kann, mit dem man fast jede Frau glücklich machen kann. Der Lady-Joker.;)
"In meinem Himmel" ist ein wirklich ärgerlicher Film. Weil er in einigen wenigen Momenten wunderbar packend ist und leider in den meisten anderen ganz großer kitschiger Käse.
In bin nicht per se ein Feind von surrealistischen Traumwelten (im Gegenteil, ich liebe Tim Burton), aber diese hier ist einfach zu substanzlos, zu aufgeblasen und läuft aus erzählerischer Perspektive zu oft ins Leere. Die ermordete Susie hängt in einer Zwischenwelt – ihrem Himmel – fest, sie kann von dort auf ihr Schicksal und das weitere Leben ihrer Lieben blicken, sogar Kontakt aufnehmen. Diese wesentlichen und eigentlich potenziell emotionalen Aspekte der Geschichte werden in der Traumwelt nun aber einfach mit langen, nach optischen Schauwerten lechzenden Sequenzen zugekleistert und im Ungefähren gelassen. Erzeugen die ersten fantasievollen Bilder noch Neugier auf das Kommende, stellt sich in der Folge schnell Ernüchterung ein. Susies Wunderland-Gehopse wirkt schließlich eher wie ein Feigenblatt für die offensichtliche dramaturgische Armut des Films: Es will sich weder ein emotionaler, atmosphärischer noch ein erzählerischer Mehrwert einstellen. "In meinem Himmel" nervt gegen Ende regelrecht mit seinen ach so symbolträchtigen Computereffekte-Spielereien und versemmelt die Gelegenheit auf ein stimmiges, berührendes Ende mit all seinem Pomp völlig.
Das alles ist besonders ärgerlich weil es Momente außerhalb dieser seltsam aufgepumpten Traumebene gibt, die großartig funktionieren, und in denen Peter Jacksons Können in Sachen Spannung und Inszenierung aufblitzt. Auch die Schauspieler machen durch die Bank eine ordentliche Figur, besonders Stanley Tucci als Mörder und Rose McIver als Schwester der Ermordeten fand ich überzeugend.
Am Ende bleiben das leider Momentaufnahmen, die spätestens das schmierige Ende ("Final Destination" lässt grüßen!) zunichte macht. Sehr ärgerlich.
Der Film ist einfach zu lang. Die Sequenzen in der Zwischenwelt erzeugen in mir die ganze Zeit ein inneres Gefühl der Ruhelosigkeit.
Generell interessant gemacht, hätte ich dem Film anfangs noch glatt eine 8.0 gegeben. Als es dem Ende entgegenging dachte ich nur noch "kommt zum Ende!".
/sign. Diese Lulli-Zwischenweltsequenzen haben immer wieder aufs neue die Nerven strapaziert. Ein wirkvolles Stilelement, um jeden auch nur aufkeimenden Spannungsbogen sofort zu zerschlagen.
"In meinem Himmel", das neueste Regiewerk Peter Jacksons erzählt die Ermordung einer Teenagerin und die anschließende Suche nach dem Mörder, mal so ganz grob erzählt. Bereits ganz zu Anfang wird der Mörder vorgestellt und dem Zuschauer wird nicht vorweggenommen,was seine Absichten dem Hauptcharakter gegenüber sind. Das an sich könnte sich schon als großer Fehler herauskristallisieren, jedch stellt sich bald heraus, dass die Schwächen und stärken des Films ganz anders verteilt sind als man es erwartet. So befindet sich Susie kurz nach ihrer Ermordung in einer Zwischenwelt..ihrem Himmel..., die zwar an sich ein ganz interessantes Stilmittel ist, aber nur wenige starke Szenen bietet, hauptsächlich im Kitsch versinkt und im großen und ganzen Gandalfs Erzählungen über den Tod in Herr der Ringe III entspricht, was ich nciht als positiv werte. Man versucht in dieser Dimension Tim Burtonmäßig verrückte oder abgefahrene Dinge zu schaffen, dies wird jedoch durch die falsche Intention und die schlechte Tricktechnik zunichte gemacht. Hinzu kommt bei den Schwächen noch, dass die Story viel zu sehr in die länge gezogen ist und sich das Ende doch sehr amerikanisch ansieht. Jetzt aber mal nach langem fackeln die Stärken. Stanley Tucci als Mr. Harvey spielt herovrragend gut und zieht einen richtig in den Bann. Hier hebt er sich angenehm von der eher durchschnittlichen Leistung des weiteren Casts ab. Die Story ist interessant und die Inszenierung stimmt, denn gottseidank kommt "ihr Himmel" nicht allzuoft vor. "In meinem Himmel" wäre ein toller, spannender Thriller geworden hätte man nicht so viel gewollt und einfach diese ach so künstlerischen Elemente gestrichen. So ist der Film zwar noch sehenswert wegen aussergewöhnlichen Setting und genialen Stanley Tucci aber er hätte einfach soooo viel besser sein können :(
Das Buch hatte mir seinerzeit nicht so besonders gefallen, irgendwie erschien mir damals die ganze Geschichte eher unausgereift, konfus und streckenweise viel zu langatmig und nachdem ich das Buch beendet hatte stand für mich fest dass ich es wohl nie wieder in die Hand nehmen würde. War auch so, steht im Regal und staubt vor sich hin.
So hatte ich natürlich auch meine Zweifel wie man aus so einer Geschichte einen guten Film machen kann und bin mit einigen Vorbehalten ins Kino als der Film anlief.
Doch von Minute zu Minute spielte sich der Film tiefer in mein Herz und dass hat sich bis heute nicht geändert. Ich kann gar nicht mehr sagen wie oft ich ihn inzwischen gesehen habe. Der Film hat die Schwächen des Buches ausgemerzt und konzentriert sich auf das Wesentliche der Geschichte, hat mir gut gefallen dass einige Sachen (die mich im Buch gestört haben) weggelassen wurden und auch die wunderbaren Bilder und Effekte mit denen im Film die Zwischenwelt gemalt wurde sind einfach nur schön.
Dazu kommt ein wirklich großartiger Cast und jeder Einzelne liefert eine überzeugende Darstellung. Bei Stanley Tucci musste ich echt dreimal hinsehen bevor ich ihn erkannte (wie unheimlich der sein kann...).
Für mich jedenfalls ist "the lovely Bones" nach wie vor einer meiner Lieblingsfilme.
In meinem Himmel - Kritik
NZ 2009 Laufzeit 136 Minuten, FSK 0, Drama, Thriller, Kinostart 18.02.2010
Kritiken (24) — Film: In meinem Himmel
Dr. Borstel: Of Bastards And Dwarves
Kommentar löschenIst das Grundgerüst der Geschichte um Susies Familie, die ihren Tod nicht verkraftet, und ihren Mörder noch spannend, so schleicht das Skript dermaßen unentschlossen darum herum, dass sämtliche Chancen, konsequent und nachhaltig eine spannende Entwicklung aufzubauen, schon im Ansatz verschenkt werden. Denn vor allem bei seiner Inszenierung versagt THE LOVELY BONES über weite Strecken.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenEins vorweg: „The Lovely Bones“ ist keinesfalls ein schlechter Film. Nach seinem Erscheinen 2009 erntete Peter Jacksons erste Regiearbeit seit des (besonders visuell) beeindruckenden „King Kong“-Remakes überwiegend negative Kritiken. Dabei muss man seinem Film vor allem eins zu Gute halten: Er ist mutig.
Mutig zum einen, weil Jackson sich nach „Der Herr der Ringe“ erneut an einen als unverfilmbar geltenden Roman wagte und mutig zweitens, weil sein Film das heikle Thema des Kindesmissbrauchs ebenso unkonventionell wie unverkrampft behandelt. Und so unausgegoren, wie das Gesamtergebnis der Bemühungen Jacksons auch wirken mag, so sehr trifft es auch gerade im Hinblick auf seine thematische Brisanz meist den richtigen, sensiblen Ton, was man von vielen thematisch änhlichen Werken sicherlich nicht behaupten kann.
Das ist besonders der zur Drehzeit gerade mal 13 Jahre alten Saoirse Ronan zu verdanken, die mit ihrem schauspielerischen Talent sogar die teils arg kitschig…
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschenPeter Jacksons "In meinem Himmel" verlangt dem Zuschauer einiges ab. Die Geschichte selbst ist schon traurig, und Jackson verstärkt die Stimmung, indem er durch eine gewisse Bildsprache noch mehr Emotionen hervorruft. Im Gegensatz dazu steht die farbenfrohe Zwischenwelt Susies, wobei auch hier nicht alles toll ist, schließlich ist Susie in ihr gefangen. Allein dies lässt bei allen bunten CGI-Effekten etwas Unheilvolles mitschwingen. Trotzdem ist "In meinem Himmel" auch gespickt mit komischen Szenen - und mit Hoffnung. Hinzu kommt noch die Suche nach Susies Mörder, die vor allem im letzten Drittel mehr Beachtung findet. Dieser Mix lässt die Romanverfilmung zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle werden. "In meinem Himmel" ist ein Drama, das berührt und so seine Wirkung nicht verfehlt.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The Lovely Bones» ist ein sehr zwiespältiger Film, der irritiert, verzaubert, aufwühlt oder gleich alle Gemütszustände zusammen auslöst.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenIm Grunde liefert Peter Jackson zwei Filme ab: einen spannenden, düsteren Krimi, der leider nicht zu einem Ende findet und die überbunte, klischeebeladene Paradieswelt eines 14-jährigen Mord- und Vergewaltigungsopfers. Schicksalsergebene Trauerarbeit, ein naives “Schreckliche Dinge passieren, aber wir lernen darüber hinwegzukommen” – ist das die angemessene Art mit einem derartigen Verbrechen umzugehen? Peter Jackson übernimmt diese problematischen Elemente aus der in den USA sehr erfolgreichen Romanvorlage von Alice Sebold. (Mehr im Podcast)
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenWie vorherigen Jackson Werken, stände “In meinem Himmel” eine Kürzung gut zu Gesicht. Doch so scharbt er knapp am totalen Scheitern vorbei, denn was auf dem Papier gut funktioniert, ist bei einem “Show it All” Regisseur wie Jackson leider daneben gegangen. Vielleicht benötigt Jackson doch einen Produzenten, der ihm auf die Finger schaut und bei zu übertriebender Ausuferung Einhalt gebietet. In dieser Form muss ich von “In Meinem Himmel” eher abraten, als ihn zu empfehlen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenPeter Jacksons erste Regiearbeit seit vier Jahren basiert auf dem überaus erfolgreichen Roman "The Lovely Bones" von Alice Sebold. Jackson, der mit HEAVENLY CREATURES bereits einen ähnlich sensiblen, zwischen romantischer Fantasie und roher Gewalt pendelnden Stoff auf die Leinwand gebracht hat, scheint für die Geschichte eines Mädchens, das seinen Mörder vom Jenseits aus beobachtet, gerade der Richtige zu sein. Doch leider drückt sich seine erzkonservative Adaption um alle Ecken und Kanten des Materials herum, indem sie die grausigen Details des Verbrechens in Wort und Bild geflissentlich ausspart, zugleich aber von tröstendem Humor nichts wissen will. Jacksons Hang zum Epischen lässt ihn geradewegs den Abhang des Pathetischen hinabschlittern.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
alanger 2010/02/21 21:55:39
Antwort löschenherr in meinen himmeln: das manifest ...hat doch schon mal viel böses angerichtet^^
Julio Sacchi 2010/02/22 12:32:51
Antwort löschenNee. Da kommt nur Gottgleiches.
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„In meinem Himmel“ packt, schüttelt, berührt. Den Blick von Verstorbenen auf das zurückgelassene Leben gibt es als romantischen Kitsch in „Ghost“ oder immer wieder mit komödiantischem Einschlag, doch er wurde noch nie so emotional und bildgewaltig verfilmt. In unzähligen tollen Szenen vollzieht sich die lange, schwere Trennung Suzies vom Leben in fantastischen Bildern - erschreckende und unfassbar schöne. Es ist einfach unglaublich faszinierend, wie Suzie durch Dimensionen, Elemente, Jahreszeiten und Gefühle gleitet, schwebt und fällt. Gigantische Flaschenschiffe in ihrem Traumsee zerbersten, als der Vater diese Relikte des gemeinsamen Hobbys in der Realität zerschlägt. Das Reale und das Fantastische vermischen sich, die Liebe der Eltern hält das Kind auch noch im Jenseitigen fest. Im Hause der Salmons entwickelt sich derweil mit dem Entwickeln der von Suzie wie wahnsinnig geschossenen Fotos auch die Suche nach dem Mörder und ein Krimi.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Chev Chelios 2010/02/24 14:21:46
Antwort löschenschüttel schüttel schüttel
pack pack pack
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Alles in diesem Film klotzt und kleckert. Es ist ein Manifest an plakativen erzählerischen und visuellen Effekten. Was in der Vorlage vermutlich als stilles meditatives Drama über die beklemmende Verarbeitung eines Todes oder den schmerzhaften Abschiedsprozess funktioniert, wird bei Jackson zur lautstarken Pixel-Melange aus schwelgerischer Fantasy und reißerischem Thriller aufgeblasen. Akzente setzt der Film keine, er schwankt unentschlossen zwischen Erzählabsichten und verfängt sich doch nur wieder in der Green-Screen-Endlosschleife. Über die Message, dass es sich tot womöglich besser lebt, mag man angesichts dieses gigantischen formalen Kauderwelschs gar nicht erst nachdenken. [...]
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
alanger 2010/02/19 23:04:39
Antwort löschenwenn man den "externen link" anklickt bekommt man zunächst eine völlig andere kritik, beim nächstenmal nervige werbung für ein videospiel und wenn man dranbleibt, beim dritten mal die "vollständige kritik" ... die auch nicht der knaller ist. was ist das (von letzterem mal ab) für ein blöder link?
patcharisma 2010/02/26 00:29:04
Antwort löschenJetzt gibts glaub bös Lämpen, wenn zwei solche Alpha-Tiere aufeinander geraten...^^
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenRegisseur Peter Jackson setzt alle Freiheiten, die ihm dieses Fantasy-Zwischenreich bietet – und die selbstverständlich mit einem christlich verstandenen Himmel wenig gemeinsam haben – ein, um teilweise an „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ erinnernde, bonbonfarbene, gewollt kitschige Bilder, auf der Leinwand auszubreiten. Diese bunte „überirdische“ Welt kontrastiert mit der nüchternen Inszenierung der realen Welt, die dem Zuschauer freilich etwa die Bebilderung des schrecklichen Verbrechens erspart.
„In meinem Himmel“ ist weniger ein Thriller als ein Familiendrama, in dessen Mittelpunkt die Gefühle der ermordeten Susie stehen: Von Wut auf den Mörder bis zur Vergebung. Und vor allem: Die Liebe zu ihrer Familie. Denn im Kern handelt Peter Jacksons Film von den Bemühungen des Opfers, damit seine Familie zur Normalität zurückkehren kann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenTrotzdem wäre ein solcher Film ein leidlich geglücktes, leidlich konventionelles, aber kaum dauerhaft im Gedächtnis haftendes Hollywood-Drama. Der Grund, warum man „In meinem Himmel“ nicht so schnell vergisst, liegt in seiner esoterischen Grundierung, darin, dass eine knappe halbe Stunde des Films im Jenseits spielt – und das im Gegensatz zu den klassischen Vorbildern völlig ironiefrei. Als müsste man, wenn man schon vom Nicht-Sagbaren redet, wenigstens alles klar sagen und ernst meinen.
Gestaltet ist dieses Jenseits komplett als Fantasieland aus einem Computer, dessen Festplatte offenkundig vor allem mit Dalí-Bildern, den „Teletubbies“ sowie den Filmen und Videoclips von Tarsem Singh gefüttert wurde: quietschbunter, zuckersüßer CGI-Kitsch und Surrealismus wie auf den Postern beim Inder um die Ecke oder auf alten 1970er-Jahre-Plattencovern: (...) Hier gibt es keinen Humor. Jackson macht aus der Vorstellung eines Lebens nach dem Tod eine Horrorvision: Der Himmel ist hier die Hölle des Geschmacks.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Der Regisseur verpasste es, den Fokus auf einen Handlungsstrang zu legen, um entweder ein feinfühliges Drama oder einen spannenden Thriller zu inszenieren. So ist "The Lovely Bones" ein kruder Mischmasch aus beidem, aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Jackson lässt dem Zuschauer keine Chance, die ohne Frage ästhetisch inszenierten Szenen auf sich wirken zu lassen, lässt ihm kein Freiraum für eigene Gedanken. Eine Sequenz jagt die nächste, auf eine Aktion folgt eine sofortige Reaktion, ohne Pause, untypisch für dieses Genre. Der Regisseur will die Geschichte schnell nach vorne treiben, will viel erzählen und erzählt doch so wenig.[...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWenn Filmemacher sich dem Jenseits zuwenden, besteht die Gefahr, dass sie sich dabei haltlos im Megakitsch verlieren: Davor war Vincent Ward mit „Hinter dem Horizont“ nicht gefeit und auch Darren Aronofsky nicht mit „The Fountain“ und nun hat es sogar „Herr der Ringe“-Überregisseur Peter Jackson erwischt. Wie seine beiden Kollegen vor ihm, bietet auch er alles auf, was der digitale Trickkasten hergibt, um das Paradies in den knalligsten Farben möglichst märchenhaft zu illustrieren. Das soll dann wohl imposant, alle Gesetze von Raum und Zeit sowie unsere Vorstellungskraft sprengend und daher wie von göttlicher Hand erschaffen wirken, sieht aber eher so aus, als hätte man Klein-Fritzchen einen digitalen Tuschkasten zum Spielen in die Hand gedrückt.
Zumal – und das ist das eigentlich Entscheidende – der Film diese visuellen Mätzchen gar nicht nötig gehabt hätte. Denn seine Geschichte ist stark, beruht sie doch auf dem gleichnamigen Bestseller von Alice Sebold…
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenDer Mann, der die Herr der Ringe Bücher auf die große Leinwand gebracht hat und somit gleich 3 der besten Filme aller Zeiten erschaffen hat traut sich nun an die nächste Romanverfilmung. Der gleichnamige Roman wurde 2003 von Alice Sebold geschrieben und wurde daraufhin gleich zu einem Überraschungserfolg in den USA. Peter Jackson, der Fantasyspezialist traut sich mit diesem Werk in die Realität, bleibt aber seinem Genre in gewisser Weise treu. Um eines vor weg zu nehmen, nach den 3 Herr der Ringe Filmen, ist “In meinem Himmel” für mich der nächste grandiose Film von Peter Jackson, er führt seine Erfolgsriege weiter und das mit einem riesigen Paukenschlag.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Birte Luedeking: critic.de
Kommentar löschenAnstatt sich auf die Schwierigkeiten des Abschiednehmens und auf die Entwicklungen der Figuren zu konzentrieren, wie es Alice Sebold in der gleichnamigen literarischen Vorlage tut, verwandelt Jackson das Familiendrama in einen Fantasy-Thriller, der ständig in Aktion und Effekte flüchtet, wenn es zwischenmenschlich kompliziert und unangenehm werden könnte, und dabei abrupte Tonfallsprünge zwischen Komik, Sentiment und Spannung hinlegt. [...] Unverfänglich und unmissverständlich ist die gesamte Inszenierung von In meinem Himmel. Als überdeutliche Metaphern dienen ausgehende Kerzen und geköpfte Cola-Flaschen. Die Kamera ist permanent am schwenken und zoomen. Tonspur und Soundtrack möchten uns fast ohne Pause dazu drängen, wechselweise betroffen oder beängstigt zu sein.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Jörg Schiffauer: ray Jörg Schiffauer: ray
Kommentar löschenAllein dem Versuch, das Jenseits abseits satirischer Darstellungen in Bilder zu fassen, droht die eminente Gefahr, zwischen Banalität und Verkitschung zu scheitern. Doch der Adaption des als eigentlich unverfilmbar geltenden Romans von Alice Sebold hat sich mit Peter Jackson einer der kreativsten Visionäre des gegenwärtigen Kinos angenommen und – um es gleich einmal vorwegzunehmen – es ist ihm auf brillante Art und Weise gelungen.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenWenn man bedenkt, wie gut Peter Jackson mit dem Script von Heavenly Creatures umgegangen ist, muss man überrascht sein, dass er diesen Film nicht zu mehr machen kann als zu einer enttäuschenden Kuriosität. Basierend auf den filmischen Beweisen ist es schwierig festzustellen, ob Jackson nach einem Jahrzehnt epischer Fantasy-Filme die Fähigkeit verloren hat, kleine, Charakter-getriebene Geschichten zu erzählen, oder ob der zu Grunde liegende Roman jeden überfordert hätte. Abgesehen von den Gründen ist das Fazit: Der Film funktioniert nicht, und das ist eine Enttäuschung.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenEs ist möglich, dass eine bescheidenere Adaption der Erzählung einen klareren, weniger verträumten und weniger über-sentimentalen Effekt erzielt hätte. Aber das ist nur ein Gedanke. Eine andere Möglichkeit ist, dass Peter Jackson einen Film gemacht hat, der so gut ist wie es eben ging, und dass die Fehler des Films schon im Aufbau der Ursprungs-Geschichte liegen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel
Kommentar löschenJackson's mystischer Thriller handelt von Abschluss, aber er bietet dem Zuschauer sehr wenig davon. Obwohl er ordentlich gruselig ist, wenn er es sein will, ist es ein Film dessen Spezialeffekte, Drehbuch und Performances ihn auf Armeslänge halten, wenn er eigentlich emotional berührend sein sollte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenIch vermute dass Regisseur Peter Jackson einige Elemente [des Romans] verändert hat, um seine eigene Vision zu erfüllen, die hauptsächlich aus Spezialeffekten besteht, die in manchen Sequenzen so aussehen wie der Herr der Ringe. Eine bessere Art, mit diesem Material umzugehen, wären beobachtende, subtile Performances und ein nachdenkliches Drehbuch gewesen...
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter
Kommentar löschenWährend die Story weitergeht – auf eine Weise, welche die Lösung in eine Richtung andeutet und dann einfach in eine andere ausläuft – wird klar, dass die Schauspieler keine besonders interessanten, gut entwickelten Szenen zu spielen haben; wir erfahren am Anfang mehr über die Charaktere als später, was diesen Film zum Ende hin immer schwächer macht. Wenn der Streifen sich an die alltägliche Nachbarschaft und ihre Protagonisten hält, findet der Film eine vernünftige Balance zwischen Drama und visuellem Stil. Wenn er darüber hinaus geht, verwandelt sich der Himmel in den Hades.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDer Film schlägt unpassende Töne an, mäandert zwischen dem zu Leichten und dem unnötig Bedrückenden. Die Szene, die in einem alternativen Universum spielt – eine Station zwischen Himmel und Erde – ist nervig. Die Darstellung des Himmelreiches hat schon viele Regisseure stolpern lassen, und Jacksons kitschige, computer-generierte Landschaft bringt hier nichts neues. [...] Dafür gelingen ihm die Szenen, in denen es um den Thriller geht. […] Leider fühlt sich der Schwebezustand, in dem Susie gefangen ist, nur um Lektionen über Leben und Tod zu verkünden, etwas arrogant an.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter
Kommentar löschenDas Fazit: Peter Jackson verwandelt Alice Sebolds überraschenden, einzigartigen Roman über die Folgen eines schrecklichen Verbrechens in eine Geschichte, die sich mehr auf das Verbrechen und die Strafe fokussiert. Eine philosophische Geschichte über Familie, Erinnerung und Obsession ist leider zu einem rührseligen Opfer-Stück geworden.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenSehr schöner Film. Obwohl ich bei Jackson`s KING KONG noch mehr geweint habe...
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (148) — Film: In meinem Himmel
Kommentar schreibenBenjamin Barker 2012/02/06 23:23:46
Kommentar löschen"It's beautiful."
"Of course it's beautiful. It's heaven."
Überwiegend wohl dem Genre "Drama" zuzuordnen nutzt "The Lovely Bones" auch wiederholt Anlässe, komödiantische oder gar actionreiche Momente einzubringen. Das mag zwar ein ums andere Mal unpassend erscheinen, ist aber wohl Teil des Trauerprozesses, den der Film vordergründig darstellt.
Trauerprozess. Ein bedetungsschwangerer Begriff und wer schon beim bloßen Klang dieses Wortes mit den Augen rollt, sollte besser gar nicht weiter lesen. Ich bin immer dieser Meinung, doch
bei "The Lovely Bones" gilt es ganz besonders: Man muss für diese Art von Film offen sein und sich darauf einlassen können. Denn ansonsten hat man gleich verloren und außer 2 Stunden Gemecker und Langeweile nichts zu erwarten.
Woran sich hier wohl die Geister scheiden, ist Jacksons Affinität zu CGI-Sequenzen. Für die einen nimmt sie wahrscheinlich zu viel Platz in der Geschichte statt, andere wiederum finden sie schon ansich zu bunt. Doch ich war in der Lage, diese surreale Bilderflut in einen Kontext einzubauen, der eine ganze Palette von Emotionen für mich bereithielt. Denn so unterschiedlich sie auf den ersten Blick erscheinen mögen, die Formel lautet nicht "Bilder oder Story." Die Formel lautet "Bilder + Story."
Ein Film hat bei mir dann gewonnen, wenn er es schafft, mich zu berühren. Optimalerweise dann auch noch auf verschiedene Arten.
Die Geschehnisse auf der Erde sind deprimierend. Wie eine Geschichte über einen Kindermord es vermuten lässt, war "The Lovely Bones" stellenweise wahrlich grausam. Zumindest empfand ich es so. Das dumpfe Gefühl in der Magengegend wurde zeitweise gar unerträglich. Für eine Produktion dieses Kalibers wurde hier echt harter Tobak aufgefahren. Die Wahl Tuccis als Psychpath erwies sich hierbei als echter Besetzungscoup - mir läuft jetzt noch ein kalter Schauer über den Rücken. Sein intensives Spiel machte einige Szenen zu einer echten Psycho-Nummer, inklusive atemloser Spannung.
Dann im Himmel, pardon: in der Zwischenwelt, ein komplett anderes Bild. Ein Bilderrausch, der einem den Atem verschlägt. Unfassbar. Ich verlor mich beinahe in der Szenerie. Am meisten überrascht hat es mich selbst, da ich mich ansich für einen eher subtilen Menschen halte und auch mit der ganzen Esoterik-Ecke, was dem Film sogar angedichtet wurde, absolut gar nichts anfangen kann. Doch hier war ich gefangen in einer Symbiose aus funkelnden Bildern, klingendem Score und dem einvernehmendem Erscheinen von Saoirse Ronan. Eine Wahnsinns-Leistung für die damals 15-jährige! Zweifelsohne jemand, den ich von nun an im Auge behalten werde. Sie war in der Lage, mich ganz mitzureißen und an ihrem Schicksal teilhaben zu lassen. Ich hatte mal Gänsehaut, mal ein breites Lächeln auf dem Gesicht. Jedoch immer abhängig von ihr. Immer bewegend.
"I love you Susie."
Ein ganz großer kleiner Film, der meine Augen zum Leuchten und Weinen & mein Herz zum Hämmern und Stillstehen brachte. Visuell bestechend und inhaltlich berührend. Fantastisch.
"I wasn't lost, or frozen, or gone. I was alive. I was alive in my own perfect world."
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Tjeorrmy 2012/02/07 12:33:15
Antwort löschenJa. Du überrascht mich immer wieder.
Benjamin Barker 2012/02/07 15:09:13
Antwort löschenDeinem Like entnehme ich einfach mal, dass die Überraschung positiver Natur ist. ;)
War aber von mir selbst überrascht, da ich "Tree of Life", der ja in eine ähnliche Kerbe schlägt, in den nächsten Tagen sehen werde, dort jedoch ein ganz mieses Gefühl habe.
Alle 4 Antworten zeigen
seven 2012/02/07 15:29:31
Antwort löschenGefällt mir sehr, Benjamin! :)
Benjamin Barker 2012/02/07 22:59:37
Antwort löschenDank dir, seven! Zumindest fühl ich mich jetzt nicht mehr ganz so alleine. :)
Rufmörder 2012/02/05 01:28:25
Kommentar löschenDieser Film ist schwer zu bewerten. Auf der einen Seite hat er einen gewissen Trend zum Kitsch, auf der anderen Seite ist seine Geschichte sehr gut erzählt und auch äußerst fesselnd. Trotz der Vorwegnahme gewisser Details bleibt es aber bis zum Ende spannend, unvorhersehbar und glaubwürdig, trotz der ganzen Zwischenwelt, Himmel-Geschichte. Auf jeden Fall ist der Film anders als ich erwartet hatte oder als der Trailer suggerieren mag. Guten Abend.
Kommentar gefällt mir Antworten
Werthenbach 2012/02/02 22:04:01
Kommentar löschenPackend! Einige sequenzen sind schlecht oder schlicht übertrieben unreal (die Computeranimation der zerbrochenen Schiffe war störend). Insgesamt bekommt der Film von mir 8 Punkte, weil es selten einen Film gab, der mich so mitgenommen hat.
Kommentar gefällt mir Antworten
Pablo.CH 2012/01/26 14:37:36
Kommentar löschenIch habe das Buch nicht gelesen, für mich ist In meinem Himmel einfach ein wunderschöner Film..Die Geschichte wurde in 130min gut erzählt und mir ist nie richtig langweilig geworden..
Kommentar gefällt mir Antworten
AlArenal 2011/12/28 19:27:22
Kommentar löschenWie die Meinungen auseinander gehen...
Die Szenen aus dem In-Between machen nur einen kleinen Teil des Films aus und passen als Fantasiewelt zu der unbekümmerten Jugendlichkeit, die die 14jährige Susie Salmon Anfang der 70er Jahre im Film bis zu ihrer Ermordung erfährt und lebt.
Ich empfinde auch Mark Wahlberg nicht als Fehlbesetzung. Susie ist klar ein "Papa-Kind". Ihre enge Bindung wird von Beginn an deutlich, gerade auch in den Bastelszenen. Beide Elternteile verarbeiten den Verlust recht unterschiedlich und die Ehe zerbricht an der Unvereinbarkeit in ihrem Verhalten. Der Vater der rechercheirt und in jedem Nachbarn einen potenziellen Mörder sieht den es der Polizei zu melden gilt und die Mutter, die sich ihr Andenken an ihre Tochter bewahren und gar nicht groß mit der Tasache dass und wie sie umkam beschäftigen möchte.
Im Kino habe ich den Film leider nicht gesehen. Im Herbst 2009 habe ich die DVD gekauft und war während und nach dem Film ziemlich verstört. In der Zwischenzeit habe ich auch diverse Interviews aus der Zeit gesehen und finde es interessant, wie zu 99% immer nur die Rede davon war, dass Susie ein 14jähriges Mädchen war, welches ermordet wurde. Die Vergewaltigung wird im Film nur ganz vage angedeutet und nicht weiter thematisiert. Ist auch nicht nötig, denn ich bekam auch so Magenkrämpfe.
Soweit man liest folgt der Film in großen Teilen der Vorlage und ihrem unkonventionellen Ansatz, inkl. der als einst als unverfilmbar gegoltenen Zwischenweltszenen. Mir persönlich gefällt der Film ausgesprochen gut, wie er über Genregrenzen hinweg schwappt und facettenreich das Leiden und ( fantastische Nach-)Leben darstellt und über Saorise Ronan muss ich eigentlich nichts groß schreiben. Ihre Leistung ist einmal wieder grandios.
Das einzige Problem das ich mit dem Film habe ist, dass ich 15 Monate gebraucht habe mich dazu durchzuringen ihn mir noch einmal anzuschauen. Mit dem Ergebnis, dass ich inmitten der ersten Minuten, als für die Salmons und die kleine Susie noch alles in Ordnung war, ich in Tränen aufgelöst vor meinem Fernseher saß. Der Film packt mich emotional an einer sehr sensiblen Stelle, die die Grenzen zwischen der fiktiven Geschichte und Figur, der Schauspielerin und allem was wir über die Jahre in Presse, Medien und im eigenen Umfeld mitbekommen haben, auflöst.
"In meinem Himmel" ist kein klassischer Unterhaltungsfilm. Er ist ein anrührendes und etwas anderes Drama. Die Geschichte soll zu guter Letzt eigentlich eine eher positive Stimmung transportieren. Das schafft sie bei mir auch irgendwie, doch zu einem heftigen Preis. Mir fällt ad hoc kein Film ein der mich mehr beschäftigt und emotional mitgenommen hat. Sollte man(n) vllt. mit der Freundin gemeinsam anschauen..
Muss meine Wertung nochmals nach oben korrigieren...
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Broda 2011/12/26 23:06:54
Kommentar löschenDiesen Film zu bewerten ist unheimlich schwer. Einerseits bot er grandiose Bilder, anderseits wurde hier eine große menge Potenzial verschenkt. Denn Jackson verlässt sich hier größtenteils auf die am Pc gezauberten Bilder die durchaus beeindruckend waren, wenn auch teilweise sehr kitschig. Allerdings kreiert Jackson auch wunderschön düstere Bilder. Wer hier aber die wahren Meister, nein, die die den Film gerettet haben waren die Kameramänner die hier Einstellung für Einstellung den Bildern etwas magisches gegeben haben und der durchaus ansehnliche Cast. Unverständlich das Stanley Tucci nicht den Oscar für den besten Nebendarsteller erhalten hat. Waltz Leistung in allen ehren aber das was Tucci hier geleistet hat war mehr als beängstigend und großartig. Saoirse Ronan lieferte ebenfalls solide ab und der Rest des Casts ging auch in Ordnung, wenn wir mal Rachel Weisz außen vor lassen. Das größte Problem des Films ist einfach das er nie wirklich an der Fassade der Familie kratz, nie wirklich zulässt das die Charaktere sich entfalten können, im großen und ganzen einfach zu oberflächlich bleibt. Schade. Denn eine menge Potenzial war vorhanden. Dir sei trotzdem verziehen Peter, denn so mies wie er teilweise dargestellt wird, ist er nicht. Der große Wurf aber eben auch nicht. Durchschnitts Wahre Leider.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Janzen91 2011/12/17 20:28:30
Kommentar löschenFür manche Leute mag es Kitsch sein. Natürlich jeder hat seine eigene Meinung. Aber viele vergessen hier einfach, dass die Eindrücke der Zwischenwelt bildliche Metaphern darstellen, die die Intention des Filmes wirklich schockierend, aber auch zugleich sehr berührend verdeutlichen.
Also wirklich ein toller Film der einem nah geht.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
xtheunknown 2011/11/27 14:54:17
Kommentar löschender kitschigste kitsch kitsch den ich je gesehen habe. was auch daran liegen könnte das ich sissi nicht kenne. die schuld an der verkitschung würde ich eher spielbergs einfluss geben wie jackson. als nette unterhaltung geht das aber noch durch.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Marie Krolock 2011/11/27 15:15:08
Antwort löschenWie kann man denn Sissi nicht kennen! :-))))
Alle 3 Antworten zeigen
xtheunknown 2011/11/27 15:17:01
Antwort löschenindem man spielen geht wen mutter sich das anschaut ;)
Marie Krolock 2011/11/27 15:21:46
Antwort löschenUnd ich habe mich immer neben meine Mutter gesetzt statt zu spielen. Sehe die drei Teile jedes Jahr zu Weihnachten... :) Aber Du hast Recht, es ist Kitsch - gaaanz toller Kitsch! :D
crab1973 2011/11/11 12:06:50
Kommentar löschenPeter Jackson wagt sich erneut an eine Buchverfilmumg, die in Literaturkreisen für einiges Aufsehen gesorgt hat und verhebt sich diesmal ganz gewaltig an der Vorlage.
Viele haben sich zu diesem Film bereits geäußert und so will ich mich mal kurzhalten.
An den Schauspielern liegt es sicher nicht, denn die füllen ihre Rollen ganz gut aus. Einziger Wermutstropfen ist die, von mir sehr geschätzte Rachel Weisz, der es irgendwie überhaupt nicht gelingt ihrer Rolle Leben einzuhauchen. Vielleicht hat es Peter Jackson auch nicht geschafft ihr den Part näherzubringen.
Gerade Jackson ist vorzuwerfen,daß er sich zu sehr auf die Darstellung des Jenseits konzentriert und dabei die Thriller Handlung um Stanley Tucci arg schleifen lässt. Gerade zum Ende hin, wo er die Spannungsschraube anziehen sollte, bringen einen Schnitte in die jenseitige Welt wieder volkommen raus.
Auch der Drama Teil reißt es nicht raus auch eben durch sehr teilnahmslose Darstellung von Rachel Weisz, da können sich Saoirse Ronan und Mark Wahlberg noch so viel Mühe geben.
Festhalten kann ich also, das mich der Film weder als Thriller noch als Jenseitsdrama oder aber als Hybriden aus beidem vom Kinohocker gerissen hat.
Jackson konzentriert sich viel zu sehr darauf schöne Bilder zu komponieren als einen stringenten Film zu erzählen. Ob das Absicht war weiß ich nicht. Funktionieren tut es auf jeden Fall nicht und so glitt diese Buchverfilmung auch, ohne mich sonderlich zu bewegen, an mir vorbei.
Das ist schade, denn die Geschichte an sich hat schon sehr viel Potential.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fischflosse 2011/11/04 23:37:12
Kommentar löschenWarum ich den Film etwas unfertig finde, könnt ihr hier nachlesen:
http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/11/03/60/
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
lieber_tee 2011/11/05 00:44:20
Antwort löschenKannst du deine Kritik nicht hier posten (so wie es jeder macht, der auch noch einen Blog hat) statt nur den Link zu veröffentlichen? Der Text ist nämlich nicht schlecht.
fischflosse 2011/11/05 23:16:02
Antwort löschenSo ein Auszug aus meiner Kritik (weil der Blog Teil einer Studiumsnote ist, will ich auch das Leute dort weiterlesen und kommentieren):
Romanverfilmungen sollten normalerweise für sich selbststehen ohne das sie zu stark mit dem Buch verglichen werden. Das ist insofern auch okay, solange der Film es schafft seine Handlung und Figuren so schlüssig zu erklären, dass die eine oder andere nicht übernommene Szene aus dem oftmals zu langem Buch nicht weiter stört. Dies gelingt Peter Jackson nur teilweise. Ihm gelang es einen wunderschönen, verspielten und surrealen Himmel bzw. Zwischenwelt zu kreieren. Doch die Verknüpfung der Zwischenweltszenen und der Gegenwartszenen ist leider nicht immer gut gelungen zu oft erscheinen sie zu willkürlich und abrupt, wie aus dem Zusammenhang gerissen. Auch die Balance zwischen den dramatischen und fantastischen Szenen ist fast nicht vorhanden. Der Technokrat Jackson versteift sich zu sehr auf seinen am Computer entstandenen Himmel, so dass er darüber hinaus das Drama vergisst.....
http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/11/03/60/
neenchen 2011/10/05 11:34:27
Kommentar löschenIn eindrucksvollen Bildern erzählt Peter Jackson hier die schockierende Geschichte eines Mordes. Die ungewöhnliche Erzählart lässt eine phantasievollere Bildgestaltung zu und beschäftigt sich so in (oft) bunten Bildern mit einem grauenvollen Thema. Die Psyche des Mörders, welcher großartig von Stanley Tucci gespielt wird, wird durch ihre Beobachtungen dem Betrachter näher gebracht, aber man hofft natürlich, dass der Vater seine Rache bekommt. Ein großartig gespielter und trauriger Film ist hier entstanden.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
CapitanKnaecke 2011/10/05 12:18:06
Antwort löschenLeider haben sie die Magie des Buches nicht eingefangen. Ich habe im Vorfeld das Buch unbedingt lesen müssen, da mich der Trailer seinerzeit gefangen genommen hat und war danach von der vergebenen Chance Jacksons hier etwas episches zu machen, dass sich nah an der Vorlage halten könnte, ein wenig enttäuscht. Aber als Stand-alone durchaus ein guter Film, etwas unter Jackson-Standard, aber durchaus gut.
Und Tucci ist (wie immer) ausgezeichnet! Und sogar Wahlberg macht "Spaß" :D
Chanvre 2011/11/22 16:35:29
Antwort löschenIch habe das Buch erst nachdem ich den Film gesehen habe gelesen, also wurde ich nicht enttäuscht ;) Ich fand das Buch aber auch deutlich besser..
derblonde 2011/10/02 11:19:25
Kommentar löschenAndrew Lesnies Kameraführung und die grandiosen Bilder der Zwischenwelt tragen den Film. Die hervorragenden Schauspieler unterstützen dieses kleine, traurige Meisterwerk zudem.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
russel 2011/10/04 20:18:47
Antwort löschenwäre der film nicht von jackson hätte man ihn abgeschossen. selten so ein kitschiges, auf die tränendrüse drückendes drama geschaut.
derblonde 2011/10/05 18:54:53
Antwort löschenDas kann man so oder so sehen, halt alles subjektiv. Aber mit Peter Jackson hat das nichts zu tun.
Cicci0 2011/09/28 21:02:32
Kommentar löschenKlasse Film mit super schönen Bildern und Klasse Story
Kommentar gefällt mir Antworten
russel 2011/09/23 22:00:04
Kommentar löschenwas hab ich mich gefreut, was wurde ich enttäuscht. einzig st. tucci überzeugt. ansonsten kommt mir der film zu kitschig rüber. hätte man mehr draus machen können.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
JackoXL 2011/09/12 14:04:06
Kommentar löschenSkeptisch war ich, sehr skeptisch. Befürchtete einen überzuckerten Schmalzkuchen mit ganz viel klebriger Himbeersoße, von so was bekomme ich sonst ganz böse Ausschlag. Das Peter Jackson aber genau das vermeidet, nicht einfach bei dem Stoff, dennoch aber einen wirklich berührenden, ebenso tragischen wie auch schönen Film macht, ist ihm nicht hoch genug anzurechnen. Ganz schnell hätte das kippen können, balanciert auf diesem schmalen Grat aber genauso, dass es mich berührt ohne zu stark zu übertreiben. Optisch brilliant in Szene gesetzt, mit einer ungewöhnlichen und interessanten Geschichte, zudem großartig gespielt. Saoirse Ronan ist eine echte Entdeckung, der ich nur das Beste für die zukünftige Karriere wünschen kann. Auch Wahlberg kann in der ungewohnten Rolle überzeugen. Besonders gute Leistungen bieten in Nebenrollen zudem Susan Sarandon & Stanley Tucci.
Ein seltener Fall, dass ich aus meiner Sammlung einen Film hervorzaubern kann, mit dem man fast jede Frau glücklich machen kann. Der Lady-Joker.;)
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
kinokumpel 2011/08/23 23:19:20
Kommentar löschen"In meinem Himmel" ist ein wirklich ärgerlicher Film. Weil er in einigen wenigen Momenten wunderbar packend ist und leider in den meisten anderen ganz großer kitschiger Käse.
In bin nicht per se ein Feind von surrealistischen Traumwelten (im Gegenteil, ich liebe Tim Burton), aber diese hier ist einfach zu substanzlos, zu aufgeblasen und läuft aus erzählerischer Perspektive zu oft ins Leere. Die ermordete Susie hängt in einer Zwischenwelt – ihrem Himmel – fest, sie kann von dort auf ihr Schicksal und das weitere Leben ihrer Lieben blicken, sogar Kontakt aufnehmen. Diese wesentlichen und eigentlich potenziell emotionalen Aspekte der Geschichte werden in der Traumwelt nun aber einfach mit langen, nach optischen Schauwerten lechzenden Sequenzen zugekleistert und im Ungefähren gelassen. Erzeugen die ersten fantasievollen Bilder noch Neugier auf das Kommende, stellt sich in der Folge schnell Ernüchterung ein. Susies Wunderland-Gehopse wirkt schließlich eher wie ein Feigenblatt für die offensichtliche dramaturgische Armut des Films: Es will sich weder ein emotionaler, atmosphärischer noch ein erzählerischer Mehrwert einstellen. "In meinem Himmel" nervt gegen Ende regelrecht mit seinen ach so symbolträchtigen Computereffekte-Spielereien und versemmelt die Gelegenheit auf ein stimmiges, berührendes Ende mit all seinem Pomp völlig.
Das alles ist besonders ärgerlich weil es Momente außerhalb dieser seltsam aufgepumpten Traumebene gibt, die großartig funktionieren, und in denen Peter Jacksons Können in Sachen Spannung und Inszenierung aufblitzt. Auch die Schauspieler machen durch die Bank eine ordentliche Figur, besonders Stanley Tucci als Mörder und Rose McIver als Schwester der Ermordeten fand ich überzeugend.
Am Ende bleiben das leider Momentaufnahmen, die spätestens das schmierige Ende ("Final Destination" lässt grüßen!) zunichte macht. Sehr ärgerlich.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
InfantinMaja 2011/08/24 11:43:05
Antwort löschenIch vertrau auf dich und schau mir den Film lieber gar nicht erst an...
cobst 2011/08/07 23:01:42
Kommentar löschenDer Film ist einfach zu lang. Die Sequenzen in der Zwischenwelt erzeugen in mir die ganze Zeit ein inneres Gefühl der Ruhelosigkeit.
Generell interessant gemacht, hätte ich dem Film anfangs noch glatt eine 8.0 gegeben. Als es dem Ende entgegenging dachte ich nur noch "kommt zum Ende!".
Schade eigentlich.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
philopee 2011/08/07 23:02:56
Antwort löschenGing mir auch so, ist wohl so eine von Jacksons Eigenarten...
psuch 2011/08/10 08:54:06
Antwort löschen/sign. Diese Lulli-Zwischenweltsequenzen haben immer wieder aufs neue die Nerven strapaziert. Ein wirkvolles Stilelement, um jeden auch nur aufkeimenden Spannungsbogen sofort zu zerschlagen.
Roldur 2011/08/07 16:57:30
Kommentar löschen"In meinem Himmel", das neueste Regiewerk Peter Jacksons erzählt die Ermordung einer Teenagerin und die anschließende Suche nach dem Mörder, mal so ganz grob erzählt. Bereits ganz zu Anfang wird der Mörder vorgestellt und dem Zuschauer wird nicht vorweggenommen,was seine Absichten dem Hauptcharakter gegenüber sind. Das an sich könnte sich schon als großer Fehler herauskristallisieren, jedch stellt sich bald heraus, dass die Schwächen und stärken des Films ganz anders verteilt sind als man es erwartet. So befindet sich Susie kurz nach ihrer Ermordung in einer Zwischenwelt..ihrem Himmel..., die zwar an sich ein ganz interessantes Stilmittel ist, aber nur wenige starke Szenen bietet, hauptsächlich im Kitsch versinkt und im großen und ganzen Gandalfs Erzählungen über den Tod in Herr der Ringe III entspricht, was ich nciht als positiv werte. Man versucht in dieser Dimension Tim Burtonmäßig verrückte oder abgefahrene Dinge zu schaffen, dies wird jedoch durch die falsche Intention und die schlechte Tricktechnik zunichte gemacht. Hinzu kommt bei den Schwächen noch, dass die Story viel zu sehr in die länge gezogen ist und sich das Ende doch sehr amerikanisch ansieht. Jetzt aber mal nach langem fackeln die Stärken. Stanley Tucci als Mr. Harvey spielt herovrragend gut und zieht einen richtig in den Bann. Hier hebt er sich angenehm von der eher durchschnittlichen Leistung des weiteren Casts ab. Die Story ist interessant und die Inszenierung stimmt, denn gottseidank kommt "ihr Himmel" nicht allzuoft vor. "In meinem Himmel" wäre ein toller, spannender Thriller geworden hätte man nicht so viel gewollt und einfach diese ach so künstlerischen Elemente gestrichen. So ist der Film zwar noch sehenswert wegen aussergewöhnlichen Setting und genialen Stanley Tucci aber er hätte einfach soooo viel besser sein können :(
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
graveyardstory 2011/08/03 12:50:37
Kommentar löschenDas Buch hatte mir seinerzeit nicht so besonders gefallen, irgendwie erschien mir damals die ganze Geschichte eher unausgereift, konfus und streckenweise viel zu langatmig und nachdem ich das Buch beendet hatte stand für mich fest dass ich es wohl nie wieder in die Hand nehmen würde. War auch so, steht im Regal und staubt vor sich hin.
So hatte ich natürlich auch meine Zweifel wie man aus so einer Geschichte einen guten Film machen kann und bin mit einigen Vorbehalten ins Kino als der Film anlief.
Doch von Minute zu Minute spielte sich der Film tiefer in mein Herz und dass hat sich bis heute nicht geändert. Ich kann gar nicht mehr sagen wie oft ich ihn inzwischen gesehen habe. Der Film hat die Schwächen des Buches ausgemerzt und konzentriert sich auf das Wesentliche der Geschichte, hat mir gut gefallen dass einige Sachen (die mich im Buch gestört haben) weggelassen wurden und auch die wunderbaren Bilder und Effekte mit denen im Film die Zwischenwelt gemalt wurde sind einfach nur schön.
Dazu kommt ein wirklich großartiger Cast und jeder Einzelne liefert eine überzeugende Darstellung. Bei Stanley Tucci musste ich echt dreimal hinsehen bevor ich ihn erkannte (wie unheimlich der sein kann...).
Für mich jedenfalls ist "the lovely Bones" nach wie vor einer meiner Lieblingsfilme.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
angelmoonsoul 2011/08/02 20:48:21
Kommentar löschenIch fand den Film total traurig.
Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein In meinem Himmel
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film In meinem Himmel