Menschen am Sonntag
Menschen am Sonntag (1930), DE Laufzeit 74 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 04.02.1930
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3 Kommentare
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von Curt Siodmak und Robert Siodmak, mit Erwin Splettstößer und Brigitte Borchert
Ein Berliner Wochenende. Weinvertreter Wolf, Grammophon-Verkäuferin Brigitte, Taxifahrer Erwin und Mannequin Christel verabreden sich und fahren am Sonntag zum Strandbad Wannsee und verbringen ihre Freizeit mit Tretbootfahren, Picknick, Spaziergängen, Grammophonhören und Flirten. Brigitte und Wolf lieben sich im Grünen. Bei der Bezahlung des Tretbootes muss Christel aushelfen. Beim Abschied verabredet man sich für nächsten Sonntag. Als Erwin nach Hause kommt, schläft Freundin Annie, der er eine Nachricht mit Treffpunkt hinterlassen hatte.
Dieser Experimentalfilm aus den späten 1920er Jahren ist aus der Zusammenarbeit mehrere filmbegeisterter Amateure entstanden. Damals konnte niemand ahnen, dass zu dem vierköpfigen Regieteam der spätere Oskarpreisträger Fred Zinnemann sowie die ebenfalls in Amerika erfolgreich werdenden Brüder Curt und Robert Siodmak und der spätere Hollywood-Regisseur für B-Movies Edgar G. Ulmer gehören. Das Drehbuch verfassten die Siodmak-Brüder gemneinsam mit dem noch unbekannten Billy Wilder. Die Cineasten trafen sich immer am Sonntag, da es der einzige Tag war, an dem alle Zeit hatte. Daraus entstand die Grundidee zum Film. Die fünf Hauptdarsteller standen zum ersten Mal vor der Kamera und spielen sich selbst.
Großstadtimpressionen
Die Handlung zwischen den fünf Protagonisten wird durch zahlreiche stimmungsvolle Sonntagsimpressionen aus der Großstadt Berlin bereichert. Aufnahmen von Schiffen auf der Spree und Kindern am Ufer werden von düstereren Strassenszenen gefolgt. Zwei Obdachlose liegen auf Parkbänken, ein verwahrlostes Haus, einen Friedhof. Ein besonderes Zeitzeugnis sind die bewegten Bilder vom Wannsee. Neben den zahlreichen Strandbesuchern sieht man einen Fotografen bei der Arbeit. Die Kamera beobachtet dutzende von Strandbesuchern dabei wie sie sich vor der Kamera für das Photo vorbereiten. Jede dieser Sequenzen endet mit der Darstellung des geschossenen Photos. Am Ende ist das Wochenende…
Ein Berliner Wochenende. Weinvertreter Wolf, Grammophon-Verkäuferin Brigitte, Taxifahrer Erwin und Mannequin Christel verabreden sich und fahren am Sonntag zum Strandbad Wannsee und verbringen ihre Freizeit mit Tretbootfahren, Picknick, Spaziergängen, Grammophonhören und Flirten. Brigitte und Wolf lieben sich im Grünen. Bei der Bezahlung des Tretbootes muss Christel aushelfen. Beim Abschied verabredet man sich für nächsten Sonntag. Als Erwin nach Hause kommt, schläft Freundin Annie, der er eine Nachricht mit Treffpunkt hinterlassen hatte.
Dieser Experimentalfilm aus den späten 1920er Jahren ist aus der Zusammenarbeit mehrere filmbegeisterter Amateure entstanden. Damals konnte niemand ahnen, dass zu dem vierköpfigen Regieteam der spätere Oskarpreisträger Fred Zinnemann sowie die ebenfalls in Amerika erfolgreich werdenden Brüder Curt und Robert Siodmak und der spätere Hollywood-Regisseur für B-Movies Edgar G. Ulmer gehören. Das Drehbuch verfassten die Siodmak-Brüder gemneinsam mit dem noch unbekannten Billy Wilder. Die Cineasten trafen sich immer am Sonntag, da es der einzige Tag war, an dem alle Zeit hatte. Daraus entstand die Grundidee zum Film. Die fünf Hauptdarsteller standen zum ersten Mal vor der Kamera und spielen sich selbst.
Großstadtimpressionen
Die Handlung zwischen den fünf Protagonisten wird durch zahlreiche stimmungsvolle Sonntagsimpressionen aus der Großstadt Berlin bereichert. Aufnahmen von Schiffen auf der Spree und Kindern am Ufer werden von düstereren Strassenszenen gefolgt. Zwei Obdachlose liegen auf Parkbänken, ein verwahrlostes Haus, einen Friedhof. Ein besonderes Zeitzeugnis sind die bewegten Bilder vom Wannsee. Neben den zahlreichen Strandbesuchern sieht man einen Fotografen bei der Arbeit. Die Kamera beobachtet dutzende von Strandbesuchern dabei wie sie sich vor der Kamera für das Photo vorbereiten. Jede dieser Sequenzen endet mit der Darstellung des geschossenen Photos. Am Ende ist das Wochenende vorüber und es folgen Impressionen zum Wochenbeginn. Tausende von Menschen strömen zur Arbeit.
Handlung
Am Samstag
Es ist ein schöner Samstagnachmittag im Sommer 1929. Am Berliner Bahnhof Zoo herrscht hektisches Treiben. Während die als Komparsin arbeitende Christl Ehlers auf einer Verkehrsinsel offensichtlich auf jemanden wartet, wird sie von dem Weinverkäufer Wolfgang von Waltershausen angesprochen. Nachdem sie einsieht versetzt worden zu sein, geht sie mit dem attraktiven jungen Mann auf ein Getränk in ein nahes Gartenlokal. Bevor sie sich voneinander verabschieden, verabreden sie sich für den nächsten Tag um 11 Uhr am Nikolassee.
Der Taxifahrer Erwin Splettstößer kehrt von der Arbeit nach Hause zurück. Seine Freundin Annie Schreyer ist Model und hat für ihn bereits ein herzhaftes Mahl vorbereitet. Während sie müde auf dem Bett liegt, sitzt er am Tisch und isst. Dann bereiten sich die Beiden für das Abendprogramm vor. Doch da dem Taxifahrer missfällt, wie Annie ihren Hut trägt, kommt es zum Streit. Doch der befreundete Weinverkäufer läuft in die offene Wohnungstür und besänftigt das Paar. Sie beschließen nach der Auseinandersetzung das Haus nicht mehr zu verlassen. Die Männer spielen lieber Karten.
Der Sonntagsausflug
Es ist Sonntag. Bevor der Taxifahrer die Wohnung verlässt, hinterlässt er seiner noch schlafenden Freundin eine Nachricht. Auf dem Zettel steht, dass sie um 11 Uhr zum Nikolassee kommen soll. Dort trifft sich der Taxifahrer mit dem Weinverkäufer, der auf die Komparsin wartet. Die schöne Frau erscheint allerdings auch in Begleitung. Die blonde Schallplattenverkäuferin Brigitte Borchert ist mitgekommen. Da die Freundin des Taxifahrers verschlafen hat, findet der Badeausflug zu viert statt.
Am schön gelegenen Nikolassee geht die kleine Gruppe am schilfbewachsenen Sandstrand baden. Der Weinverkäufer macht sich beim Schwimmen an die dunkelhaarige Komparsin ran, stößt aber auf Ablehnung. Kurzentschlossen flirtet er mit der nicht abgeneigten Schallplattenverkäuferin. Im Anschluss an ein Picknick spazieren die Vier durch den nahgelegenen Grunewald. Die Vier spielen Fangen. Nachdem der Weinverkäufer der Schallplattenverkäuferin durch einen dichten Wald gefolgt ist, küssen sie sich.
Kurze Zeit später gesellen sich die Beiden wieder zu den anderen. Die Gruppe macht vor ihrer Rückfahrt in die Stadt noch eine Tretbootfahrt über den Wannsee. Durch die Reaktionen wird deutlich, dass der Komparsin das Tächtel-Mächtel zwischen ihrer Freundin und dem Weinverkäufer nicht passt. Ihr erhitztes Gemüt beruhigt sich aber schnell wieder.
Sonntagabend
Als sich die Gruppe am Abend voneinander verabschiedet, verabreden sich der Weinverkäufer und die Schallplattenverkäuferin für den nächsten Sonntag. Nachdem die beiden Frauen verschwunden sind, scherzt der Taxifahrer, dass sie am nächsten Sonntag doch eigentlich zum Fussball gehen wollten.
Der Film endet mit Impressionen zum Wochenanfang, die durch die Einblendung der folgenden Sätzen unterbrochen werden: „Und dann am Montag. Wieder Arbeit, wieder Alltag, wieder Woche. 4 Millionen warten auf den nächsten Sonntag.“
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zum Film
Informationen über die Bewegung der Neue Sachlichkeit
Weitere Informationen im Internet
Filmbesprechung bei Filmzentrale.com
Filmgeschichte bei 35Millimeter
Zeitungsartikel in der Zeit
Quellen
Menschen am Sonntag bei der Wikipedia (dts.)
Cast & Crew
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Curt Siodmak
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Robert Siodmak
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Edgar G. Ulmer
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Fred Zinnemann
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Erwin Splettstößer
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Brigitte Borchert
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Brigitte
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Wolfgang von Waltershausen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wolfgang
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Christl Ehlers
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Annie Schreyer
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Valeska Gert
Regie
Schauspieler
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Heinrich Gretler
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Robert Siodmak
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Curt Siodmak
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Billy Wilder
- Genre
- Sozialstudie, Sozialdrama, Inszenierter Dokumentarfilm, Ereignisdokumentation
- Zeit
- 1920er Jahre, 1929, 1929, 1930er Jahre, Sonntag, Wochenende
- Ort
- Bahnhof Zoo, Bahnhof Zoo, Berlin, Nikolasee, Nikolasee, Strand
- Handlung
- Abschied, Affäre, Ausflug, Baden, Dreiecksbeziehung, Familienalltag, Flirt, Freizeit, Freundschaft, Kuss, Lifestyle, Picknick, See, Strand, Streit, Tretboot, Wald, Zerrüttete Beziehung
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Drehbuch
Filmdetails Menschen am Sonntag
Trailer zum Film Menschen am Sonntag
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Kommentare (3) — Film: Menschen am Sonntag
Kommentar schreibenFredFuchs 2011/07/24 20:49:56
Kommentar löschenWie ein Tag im Freiluftmuseum mit Siodmak, Ulmer und Wilder.
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annaberlin 2010/07/19 11:25:43
Kommentar löschenMenschen am Sonntag zeichnet ein überraschendes Bild von Berlin aus dem Jahr 1929. Gerade für Berliner dürfte der Film Gold wert sein, denn man sieht das Alltagsleben der Berliner Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg, das ähnlich wie heute auf Individualismus ausgelegt ist. Spannend, wie der Bahnhof Zoo, Gesundbrunnen, Hausvogteiplatz oder der Nikolasee damals aussahen, wie viele Taxis, Kutschen, Trams und Autos über die vermüllten Straßen brettern, wie die Menschen sich fotografieren lassen und welche Läden es in allen Straßen gibt. Mir hat der Film auch wegen seiner sommerlichen Leichtigkeit gefallen. Der "erste Independentfilm der Weimarer Republik" ist ein unanstrengendes Stück deutscher Geschichte.
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Blonder 2010/04/12 17:22:48
Kommentar löschenGerade weil nur Laien mitspielen, die nach den Dreharbeiten wieder ganz normal ihrer Arbeit nachgehen, macht den Film sehr realistisch. Aber auch das pulsierende Leben am Wannsee, das um die vier Haupakteure herum abläuft, ist gekonnt von der Kamera eingefangen worden. Untermalt wird der Film von einer passenden zeitgenössischen Musik, die den Zuschauer vollends in die damalige Zeit abtauchen läßt.
Für jeden Geschichtsfan ist der Film ein Muß, denn man bekommt ein realstisches Bild der damaligen Zeit vermittelt.
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