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Spiel mir das Lied vom Tod

C'era una volta il West (1968), IT/US Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Western, Kinostart 14.08.1969


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8.6
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von Sergio Leone, mit Charles Bronson und Henry Fonda

In Spiel mir das Lied vom Tod ist ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler auf der Suche nach einem Mörder, der ihn in seine eigene Vergangenheit führt.

Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) will entlang einer Eisenbahnstrecke zum Pazifik einen neuen Bahnhof bauen. Dafür engagiert er den Farmer McBain (Frank Wolff), der für ihn die Drecksarbeit erledigen soll. Falls er es nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen sollte, wird Morton dessen kompletter Besitz mitsamt der Farm zugesprochen. Einen Tag, bevor McBains Ehefrau Jill (Claudia Cardinale), an der Farm ankommt, werden McBain und seine drei Kinder von dem Killer Frank (Henry Fonda) erschossen. Jill, die ihren Mann kaum kannte, muss nun sein Erbe antreten und die Bahnstation fertig bauen. Zunächst glauben alle, dass Cheyenne (Jason Robards) der Mörder des Farmbesitzers ist, doch ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler (Charles Bronson), der in der Stadt auftaucht, bringt Licht in das Dunkel. Während er mit der Hilfe Cheyennes Jill hilft, den Bahnhof zu vollenden, führt ihn die Suche nach dem wahren Mörder in seine eigene Vergangenheit.

Hintergrund & Infos zu Spiel mir das Lied vom Tod
1966 hatte der italienische Regisseur Sergio Leone seine sogenannte Dollartrilogie beendet, die aus den Filmen Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken – alle mit Clint Eastwood in der Hauptrolle – bestand. Eigentlich wollte Leone keinen weiteren Italowestern drehen und mit seiner Arbeit an dem Gangsterfilm Es war einmal in Amerika weitermachen. Doch niemand machte ihm große Hoffnungen, dass der Film ein Erfolg werden würde und deshalb entschied er sich, die Dreharbeiten zu Spiel mir das Lied vom Tod (OT: C’era una volta il West) aufzunehmen, der später zum Prototyp des Italowestern aufstieg. Er galt als erfolgreichster Western aller Zeiten, bis 1990 Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt in die Kinos kam.

Zunächst engagierte Sergio Leone Henry Fonda, der damals bereits mit Filmen wie Früchte des Zorns und Krieg und Frieden bekannt geworden war. Ihm überließ Leone die Wahl, ob er den Killer Frank oder den Mundharmonikaspieler verkörpern wollte. Fonda entschied sich für die Rolle des Frank. Das Mundharmonikathema, wie die restliche Musik des Westerns komponiert von Ennio Morricone, ist heute weltweit bekannt. (LM)

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Cast & Crew


Kritiken (8) — Film: Spiel mir das Lied vom Tod

_Garfield: Blogbusters

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7.0Sehenswert

Der Score von Morricone ist nach wie vor ein unfassbares Meisterwerk, Leone noch heute ungeheuer modern und mit einem ausgeprägten Gespür für die Ästhetik und die Motive seines Genres vorgehend. Trockener und erhabener jedenfalls haben Gebirgs-durchwachsende Prärie-Landschaften im Film nie ausgesehen. Und bis zum Ende ist diese große Oper, dieses hitzige, Ironie-freie Western-Epos so erbarmungslos und konsequent vorgetragen, dass es einem den Magen zuschnürt. Wenn Leone den Moment zelebriert, die direkte Konfrontation zweier blauäugiger Ikonen etwa und Morricone's Todesmelodie in verzerrten Gitarrenklängen über uns hineinbricht, lässt er keinen Zweifel an der Unsterblichkeit seines Filmes bestehen. Abseits dieser Handlungs-unabhängigen Höhepunkte entwickelt „Spiel mir das Lied vom Tod“ aber kaum Dramatik. Die Figuren bleiben unangetastete Ikonen, die Zeit gerinnt. Es ist eben eine harte Welt für harte Kerle. Platz für echte Menschen gibt es in diesem langen, viel zu langen Selbstzitat nicht; nur Mimik-erstarrte Typen mit Knarren und ein Weib, das nichts zu sagen hat. Ein Leben ist hier sowieso nichts wert und jeder ist sterblich. Diese Melodie aber, die wird die Zeit überdauern; bis auch der letzte Dreckssack Blei-durchbohrt zu Boden gegangen ist.

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DrAsokan: Filmstarts DrAsokan: Filmstarts

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7.0Sehenswert

Handlung und Figuren sind hier geradezu irrelevant, da beide zusammengesetzt sind aus dem großen Fundus narrativer und charakterlicher Versatzstücke des Westerngenres. Lange bevor Quentin Tarantino auf die Idee kam, in seinen Filmen nur andere Filme zu zitieren, und nicht realitätsnahe Charaktere zu betrachten, spielte Leone schon mit den Standardsituationen und Topoi des Westerngenres herum, um diese dramatisch zu überzeichnen und gleichzeitig weit „authentischer“ zu zeigen: der Wilde Westen war nie so dreckig und wirkte selten so plastisch greifbar wie bei Leone. Das Maß der Abstraktion dabei ist aber leider oft dermaßen groß, daß das brutale Schicksal der Figuren einen nicht unbedingt bewegt, da viele der Szenen, speziell in der schleppenden Mitte des Films keine narrative Dramatik entwickeln. Dieses Problem ist nicht neu für Leone, der schon in der Dollars-Trilogie versuchte den schwierigen Grad zwischen Stilisierung und narrativer und charakterlicher Substanz zu finden: während Für eine Handvoll Dollar (1964) eine sehr stringente, kompakte Handlung mit einigen fulminanten Pistolenduell-Choreographien verknüpfte, und Zwei glorreiche Halunken (1965) drei faszinierende Protagonisten in einer konfusen Handlung mitsamt unnötigem Historienballast strandete, aber mit einem schier famosen Finale aufwartete, vermochte bloß Für ein paar Dollar mehr (1964) die Symbiose aus ansprechenden Figuren, spannender Handlung und dienlicher Actionchoreographie perfekt zu verbinden. Spiel mir das Lied vom Tod ist vielmehr eine wunderbare Symphonie aus Western-Motiven, -Bildern, Figuren, -Tönen, die eine leidlich interessante Geschichte mit allzu viel Leerlauf erzählt, dabei aber immer wieder mit ganz großen Momenten zu entschädigen weiß, die auch aus dem Kontext gerissen zu begeistern wissen.

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Intergalactic Ape-Man: Intergalaktische Filmreisen

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10.0Lieblingsfilm

In Spiel mir das Lied vom Tod fügt Sergio Leone wesentliche Grundmotive des klassischen Westerns zu einem bis ins Detail stilisierten Epos zusammen, dessen Bildgewalt unterstrichen von Ennio Morricones Score, welcher zielgenau Emotionen zwischen Rührung und nervenzermürbender Spannung ansteuert, zu einem multiplen, cineastischen Orgasmus anschwillt. Mir genügen wenige Noten, um von Gänsehaut geschüttelt Bilder vor meinem inneren Auge ablaufen zu sehen. Kino pur.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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9.0Herausragend

[...] Da wäre das wohl beste Western-Finale überhaupt, oder das Duell zu Anfang am Bahnhof, in dem Harmonika die drei düsteren Männer kurzerhand und äußerst präzise erschießt. Eben diese Duelle sind selten, eigentlich gibt es nur diese zwei, aber genau diese sind kaum zu übertreffen. Leone zerstört den Mythos des amerikanischen Traums und zeichnet ein realistisches und raues Bild des brutalen wilden Westen. [...]

Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

SoulReaver

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Danke mein Lieber! Au ja, bin auf deine Meinung gepannt :)


Anonymous1987

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"...Ich hab schon mal 3 solche Mäntel geshen, die haben am Bahnhof auf Jemanden gewartet... und in der drei Mäntel warenn drei Männer und in den drei Männer waren 3 Kugeln."


Candide: Film-Rezensionen.de

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9.5Herausragend

Es fällt mir wie immer schwer eine Rangordnung in Leones Gesamtwerk zu bringen, Spiel mir das Lied vom Tod ist aber mit Sicherheit der (dr)eckigste und raueste seiner Filme und hat deshalb seinen ganz eigenen Charme.

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Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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7.0Sehenswert

Nach THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY, meinem allerersten Leone-Film, war ich gespannt, was mir dieser Regie-Virtuose wohl diesmal servieren würde. Ich versprach mir sehr viel: eine 9.2er-Vorhersage, mein gewecktes und totgeglaubtes Interesse an Italo-Western und die Aussage, ONCE UPON A TIME IN THE WEST sei der beste Italo-Western, den es gibt, sollten feinste Western-Unterhaltung mit herausragenden Schauspielern, unverwechselbaren Charakteren, einem kongenialen Score von Ennio Morricone, unvergleichlichen Kamerafahrten und -einstellungen, sowie einer spannenden und interessanten Geschichte garantieren. Und ich wurde nicht enttäuscht:
ONCE UPON A TIME IN THE WEST gleicht, aufgrund seiner Länge, seiner Erzählweise und seiner Geschichte, schon fast einer modernen Oper. Sergio Leone inszeniert im ersten Teil seiner "Amerika-Trilogie" packende Duelle zwischen Revolverhelden, die damals noch ein Gefühl der Ehre hatten und sich nicht sofort erschossen, sobald einer von ihnen dem anderen den Rücken zukehrte, gepaart mit einer intelligenten Rache-Geschichte, die genügend Nebenplots bietet, um trotz seiner beachtlichen Länge von 160 Minuten nicht auch nur den Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen. Ja, ich fühlte mich bei ONCE UPON A TIME IN THE WEST grandios unterhalten, was wohl auch daran lag, das ich einen gewissen Teil der Zeit eher die fantastischen Kamerafahrten und (erstaunlich hochaufgelösten) Bilder genoss, als mich allzu groß auf die spannende, ruhig erzählte Handlung zu konzentrieren.
Er ist gänzlich anders als Sergio Leone's vorheriger Film THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY; in weiten Teilen todernst und oftmals gar nicht so zynisch, wie es beim dritten Teil der "Dollar-Trilogie" der Fall war, auch wenn ich mich momentan für keinen der beiden Filme entscheiden könnte, da beide das Geschichtenerzählen so brilliant zelebrieren und mich fantastisch zu unterhalten wussten. Ohne die meisterhafte Filmmusik Ennio Morricone's wären übrigens beide Filme nur noch halb so großartig und sehenswert, da wohl nur er es als ehemaliger Schulkamerad des Regisseurs und famoser Komponist versteht, Leone's staubig-trockene und doch farbenreiche Bilder mit seiner wundervollen Musik richtig zu untermalen. Wer kennt sie heute schließlich nicht, die weltberühmte Melodie, die "Harmonica" ständig auf seiner Mundharmonika spielt?
Sämtliche Charaktere sind zudem unvergesslich und wirken absolut authentisch, was nicht an ihren Hintergrundgeschichte oder ihrer Vergangheit liegt, sondern vielmehr daran, dass sie mit dem, was sie während des Films tun, im Gedächtnis bleiben: der kaltschnäuzige, grausame Frank (Henry Fonda), der aus dem Gefängnis ausgebrochene, irgendwie grundsympathische Verbrecher Cheyenne (Jason Robards), die bildhübsche Witwe Jill McBain (Claudia Cardinale) oder eben "Harmonica" (genial: Charles Bronson); über alle erfährt man so gut wie gar nichts und doch fasziniert einen jeder einzelne bis zum Schluss. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, obwohl viele von ihnen am Ende sterben, dass sie auch nach dem Abspann noch weiterleben. Ein schönes Gefühl; und ein ebenso schöner Film, der zurecht als Meilenstein der Filmgeschichte gezählt wird.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

mikkean

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Ganz großes Kino. Bilder, Schauspiel und Magie in der heiligen Dreifaltigkeit. Jedes Mal was ganz besonderes.


pellekraut007

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Auch ein Schrein-FIlm! xD Grunz!


sushi25: movie-fan.de

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9.0Herausragend

Sensationeller Italowestern mit Wahnsinnsschauspielern, Wahnsinnssoundtrack, Wahnsinnskinoerlebnis. So muß Kino sein!!!

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.5Ausgezeichnet

WAS FÜR EIN FILM !

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Kommentare (220) — Film: Spiel mir das Lied vom Tod


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thoen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Attention!

Für mich einer der besten filme, angefangen beim vorspann, aller zeiten.
wenn nicht sogar der beste vorspann der filmgeschichte überhaupt!
"... und ich habe sie fast a l l e gehabt!"*/gesehen!;)
das stoische quitschen des windrades und die rumlungernden männer. fliegengesumme und telegraphen geticke...
ein zug der kommt und geht und dann diese mundharmonika ...
der vorspann geht für mich bis zu dem punkt als der kleine rothaarige junge durch die haustür gerannt und erst auf der veranda zu stehen kommt (ca. 20minuten) - score ...

der hammer!

mit 5jahren habe ich diese musik zum ersten mal gehört: wir waren in den 70ern gerade mitten in die großstadt gezogen und meine wunderschöne, damals blutjunge mutter saß in der neuen wohnung auf dem fußboden, mit einem bunten kopftuch (almodovar-style) und schlaghosenjeans, zwischen mehr als 2 dutzend whiskeykrügen (black&white, chevas regal usw.) die sie sammelte und gerade auspackte und im hintergrund lief der soundtrack von "spiel mir das lied vom tod" - so was vergißt man als kind nicht!
zum glück für uns kinder (und die männer natürlich auch) war sie auch so schön wie die Cardinale, irgendwie nannten die männer das früher gern "rassig"!;)

...
wenn die kamera Claudia Cardinale dann über den bahnsteig begleitet, sie mit suchendem blick nach ihrer fahrgelegenheit ausschau hält und niemand kommt. sie dann in das bahnhofshaus geht, die kamera verharrt außen, während man sie mit einem bahnhofsmitarbeiter kurz reden sieht, und sie dann das häuschen durch die hintertür verläßt, die kamera hochzieht bis über das dach des häuschens und die musik einsetzt (spätestens wenn man das gesehen hat, hat man für die kornfeldszene in "gladiator" und den enigma- song, nur noch ein mehr od. weniger müdes lächeln über) während sich aus der vogelperspektive die ganze breite einer sich erst noch im endstehen befindenden, staubigen, kleinstadt mitten im nirgendwo entfaltet und ganz klein Claudia Cardinale auf einem kutschbock platz nimmt, völlig allein, mit ihrem gepäck und mit der schönheit einer frau, die es dadurch in einer zeit und mit dieser art männer, nicht gerade leichter hat und haben wird, dann denke ich jedesmal an meine mutter und wie hart manches sicher war - so allein, als schöne frau.
da könnt ich heulen! j e d e s m a l !;)

ein tv-redakteur hat in seiner einleitung zur inhaltsangabe von "Spiel mir das Lied vom Tod" geschrieben: " Wer jemals Charles Bronson's Mundharmonika hört, vergisst das nie!"
es wird ja viel geschrieben und noch mehr mist, aber das ist mal schlicht und einfach
w a h r!

*Zitat aus "Der Pate" von Mr. Waltz

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thoen

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:) ... sie versteht das!


Andy Dufresne

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:)


dantesque

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Bewertung9.5Herausragend

So, im fünften Anlauf hat's dann endlich doch einmal geklappt.

Die Schauspieler? Top!
Die Bilder? Wunderschön!
Die Musik? Grandios!

Ein Meisterwerk.

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corinna.freiburg

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Bewertung7.5Sehenswert

Ist das echt schon meine 50ste Review? Und dann gerade dieser Klassiker? Na denn wollen wir mal...
Ich hab ne ziemliche Zeit gebraucht, um mit diesem Schätzchen warm zu werden. Allein schon das elendig lange Warten auf dem Bahnsteig, untermalt von dem nervigen Quietschen eines Windrades, ist vermutlich nicht jedermanns Geschmack... mir hat es den Einstieg in diesen Film regelrecht verleidet bis ich soweit im Erwachsenenalter angekommen war, um auch mal warten zu können und Geduld zu haben.
Nach der Dollar-Trilogie, die ja im letzten Teil auch eine gewisse Laufzeit hatte, ist dieser Leone fast schon ein wenig überlang... das hätte nach meinem persönlichen Dafürhalten auch etwas zügiger gehen können.
Aber trotz dieser Längen weiß der Film sowohl zu unterhalten als auch den Westernmythos zu demontieren und in sein Gegenteil zu verkehren, nicht zuletzt dank der Besetzung der beiden Hauptcharaktere, Charles Bronson als wortkarger Rächer und, herrlich gegen sein damaliges Image gebürstet, Henry Fonda als kaltblütiger Killer.
Die vielen Längen verderben mir persönlich etwas sehr den Spaß, dennoch schau ich ihn auch immer mal wieder ganz gerne, nicht zuletzt auch wegen der teils markigen Sprüche von Bronson und Fonda, die aber dennoch nie lächerlich wirken, und der, wie immer, bahnbrechenden Musik von Ennio Morricone.
Definitiv ein Klassiker, aber man braucht den persönlichen Aufhänger, der gefunden sein will, sonst wird man vermutlich niemals im Leben warm mit ihm.

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ElmStreet84

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

1968 schuf Sergio Leone einen der bekanntesten, erfolgreichsten und besten Western der Filmgeschichte. Die Rede ist natürlich von "Spiel mir das Lied vom Tod", der sowohl durch seine sehr gut besetzten Schauspieler, seiner exzellent erzählten Story als aber auch (und gerade auch wegen) des genialen Soundtracks Vorbild für tausende Western danach war.

"One Upon a Time in The West" ist ein wahrliches Übermeisterwerk des leider schon lange verstorbenen Sergio Leone und des Überkomponisten Ennio Morricone.

Den kompletten Kommentar gibt's unten im Link ;)

[http://movie-spread.blogspot.de/2014/04/die-schone-claudia-spielt-ennio.html]

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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Jason Born

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Bevor darüber eine Diskussion entsteht und mir die Argumente ausgehen nenne ich nur zwei. Wild Wild West und Schuh des Manitu, hihi. Mir gefallen die US Western halt besser wie die Spaghettis


ElmStreet84

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@Kenny: "So weiß ich jetzt, das Schwelm bei Wuppertal liegt." -- Siehste, man lernt ja nie aus. :))

Schuh des Manitu fand ich als Parodie aber auch gut! An WWW kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern!


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Habt ihr 'n Pferd für mich?"
"Wenn ich mich hier so umsehe, dann sind nur drei da! Sollten wir denn tatsächlich eines vergessen haben?"
"Ihr habt zwei zu viel!"

Sergio Leone schickte 1968, mit dem bis dahin aus Nebenrollen bekannten Charles Bronson, einen namenlosen Rächer in die staubige Prärie, um es ihn mit der Leinwandlegende Henry Ford aufzunehmen zu lassen und schuf gleichzeitig mit diesem Gespann als Grundlage den Inbegriff des epischen Italo-Westerns! Natürlich sind auch keinesfalls die wunderhübsche Claudia Cardinale und der tiefenentspannte Jason Robards zu unterschlagen, die sich hervorragend in die gemächlich erzählte Geschichte einfügen.

"Ich hab schon mal drei von diesen Mänteln gesehen. Sie haben am Bahnhof auf jemanden gewartet. In den Mänteln waren drei Männer, und in den Männern drei Kugeln!"

Die atmosphärische Inszenierung besticht durch eine exzellente Kameraarbeit, Ennio Morricones grandiosen Score, der perfekt auf das Geschehen abgestimmt ist, atemberaubende Landschaftsaufnahmen von den malerischen Weiten Utahs und Arizonas (während allerdings der Großteil der Aufnahmen in Spanien abgedreht wurde), natürlich das nahezu perfekte Zusammenspiel der Protagonisten und eben immer wieder diese saucoolen Sprüche!

"Weißt du Mädchen, eigentlich könntest du den Jungs da draußen auch 'n bisschen Wasser rausbringen. Das kannst du dir nicht vorstellen, wenn ein Kerl da 'ne Frau wie dich sieht. Einfach nur sieht! Na, und wenn dir ein paar von denen auf den Hintern klatschen. Hm, du wirst es überleben. Tut doch nicht weh. Lass sie klatschen!"

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cpt. chaos

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@vanilla: Schämen solltetst du dich, aber sowas von!!! ;o)))


vanilla

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:O
Mach ich, mach ich;-)
Aber wird demnächst sicher nachgeholt;-)
An "Spiel mir das Lied vom Tod" wird es aber meiner Meinung nach sehr schwer heranzukommen.
Aber lasse mich sehr gerne überraschen;-)


Val Vega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

3 Regisseure und 10 Western bis zur 100. Bewertung: #100

Nach „Zwei glorreiche Halunken“ hatte Sergio Leone keine Lust mehr auf Western. E wollte sich etwas ganz neuem widmen. Doch niemand glaubte an den Erfolg eines von ihm gedrehten Gangster-Epos. Einen letzten Western sollte er noch einmal machen und so entwickelte sich „Spiel mir das Lied vom Tod“. Es war ein Italowestern, so wie die vorherigen Leone-Filme, doch er sollte gleichzeitig den Beginn einer neuen Ära verkünden. Ein Film, der den klassischen amerikanischen Western und den Italowestern in seine Bestandteile zerlegen sollte und diese zerstören.

„C’era una volta il West“, das ist der italienische Titel dieses epochalen Films. Zu deutsch bedeutet dies: „Es war einmal der Westen“ – nicht im Westen, wie es der englische Titel falsch suggeriert. Der Film beginnt mit einer einfahrenden Eisenbahn und endet mit einer einfahrenden Eisenbahn. Dazwischen sterben Menschen, es sterben Träume und Hoffnungen mit ihnen.

Sergio Leone sagte über den Film: „Der Rhythmus des Films ist darauf angelegt, die Spannung der letzten Atemzüge eines Menschen kurz vor seinem Tod wiederzugeben. ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ ist vom Anfang bis zum Ende ein Tanz mit dem Tod. Alle Charaktere des Films, mit der Ausnahme von Claudia, sind sich der Tatsache bewusst dass sie am Ende nicht überleben werden.“ Diese Motive sind durch den Film hindurch erkennbar und um noch weiter darauf einzugehen, erinnere ich mich an Leones Zitat: „Wenn bei John Ford einer zum Fenster rausschaut, hat er den Blick in eine strahlende Zukunft. Wenn bei mir einer das Fenster aufmacht, weiß jeder: Der wird jetzt erschossen“. Das sagte er über den Unterschied zwischen dem Italowestern und dem amerikanischen Western. Doch in den letzten Szenen und Minuten des Films erkennen wir ein ganz klares Ausbrechen aus diesen Genreregeln, die einst er Sergio Leone begründet hatte. Jill und Cheyenne sehen aus dem Fenster auf den Bahnhof der gerade gebaut wird und können hoffen.

„You know what? If I was you, I'd go down there and give those boys a drink. Can't imagine how happy it makes a man to see a woman like you. Just to look at her. And if one of them should pat your behind, just make believe it's nothing. They earned it.“

Der Film ist aber noch auf ganz andere Art und Weise absolut revolutionär. Es ist ein Italowestern mit einer Frau in der Hauptrolle. In der Dollar-Trilogie tauchten Frauen entweder als Hure oder als Madonna auf, doch mit Jill McBaine, die von Claudia Cardinale so traumhaft schön und wunderbar gespielt wird, haben wir hier beides. Sie ist die Hure mit dem Herz aus Gold. Sie verzaubert die Männer in ihrer Umgebung, sie verzaubert den Zuschauer. Sie ist stark und kann sich in der Welt des Wilden Westens durchsetzen, sie ist die einzige Gewinnerin des Films.

„You know, Jill, you remind me of my mother. She was the biggest whore in Alameda and the finest woman that ever lived. Whoever my father was, for an hour or for a month - he must have been a happy man.“

„Spiel mir das Lied vom Tod“ entmythifiziert den Western. Er ist Italowestern und klassischer amerikanischer Western zugleich – oder keines von beiden? Bricht Leone nicht alle Regeln der beiden (Sub-)Genres? Und erhält er sie nicht auch? Der Film wurde zum Teil in Amerika gedreht. Die großen Landschaftsaufnahmen des Monument Valleys stehen ganz im Sinne eines John Fords und die Referenz am Anfang auf „Zwölf Uhr mittags“ erinnern an große Vertreter jenes Genres, doch Gleichzeitig dreht sich der Film auch um die typischen Motive des Italowesterns. Gier, Macht, Rache, Entrechtung und Demütigung. Doch das was im Film wirklich markant ist, ist, das beinahe alles zu Grunde geht. Wir hören das Rauschen des Ozeans, und in einer Pfütze verreckt Morton, der der unbedingt mit seiner Eisenbahn noch den Pazifik erreichen wollte, elendig.

Die Oper der Gewalt endet schließlich wieder in der Arena, untermalt durch die Mundharmonika-Musik, im Duell von Charles Bronson und Henry Fonda. Zwei wahrhaftig große Schauspieler, stehen sich hier Gegenüber. Beide spielen im Film so grandios, beide beweisen, dass sie zu den größten aller Schauspieler gehören.

„Spiel mir das Lied vom Tod“ ist mein Lieblingsfilm. Es ist der Film, den ich meisten liebe. Von allen. Ich liebe jeden Winkel der Kamera. Ich liebe jeden verdammten Italian Shot, jedes klicken der Revolvertrommeln, jedes Staubkorn der Wüste, in denen der amerikanische Traum zu Grund geht. Ich liebe jeden Ton, jedes Schweigen, jedes Quietschen, jedes Lachen. Alles in diesem Film ist zu einem Gesamtmeisterwerk zusammengeführt. Es ist ein Film der Superlativ. Ein Film der Filme. Ein Film über Leben und Sterben im Westen, der einmal war.

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EvertonHirsch

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Toller Kommentar zu deinem kleinen Jubiläum.


Val Vega

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Dankeschön :)


Laserdance

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Auch dieser Film wird hochgelobt.

Ich kann es nicht nachvollziehen. Ich habe auch diesen Film 3-4 mal versucht. Immer in einigen Jahresabständen, weil ich mir dachte. Da muss was sein, weil so viele können ja nicht irren.

Ich komme einfach nicht dahinter. Den Film finde ich stink langweilig. Sicher ist das ganz gut inszeniert. Gerade der Anfang. Aber irgendwann bin ich immer eingeschlafen oder ich habe mit der Katze gespielt oder abgewaschen.

Auch hier. 0.5 sind wenig. Aber ich werte eben nicht was andere finden. Sondern wie ich den Film finde. Um einem Film eine 5 zu geben muss ich ihn zumindest zuende sehen. Und das ist nie der Fall gewesen.

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Baumkopf Holzfaust

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Das ist nunmal die geschmackliche Freiheit. SMDLVT ist mit Sicherheit ein Meilenstein der Filmgeschichte. Aber das sind einige andere Filme auch, deren Hype ich nicht nachvollziehen kann (z:B. Inception). Also: Entschuldige dich nicht sondern sei stolz darauf, eine eigene Meinung zu haben. Es gibt viel zu viele "Werft den Purschen zu Poden" Nachplapperer, die überhaupt nicht wissen, worum es geht. Also: Ich teile nicht dein Urteil aber beglückwünsche dich für ein eigenständiges Statement.


swissroland

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Genau wie es dir mit smdlvt geht, geht es mir mit dem paten. Für mich ist das der langweiligste film der welt.


Ioosh698

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Bewertung9.0Herausragend

"Spiel mir das Lied vom Tod" ist ohne Zweifel ein Meilenstein der Filmgeschichte und für die meisten der beste Westernfilm den es gibt. Ich konnte mich bisher nie wirklich mit dem Genre Western anfreunden, ich wie auch nicht wieso. Nur wenige Western haben mir wirklich gefallen, "Django Unchained" und eben "Spiel mir das Lied vom Tod".
Und auch wenn Western einfach nicht so meins sind, "Spiel mir das Lied vom Tod" hat mir echt gut gefallen. Es gibt so viele legendäre Momente in diesem Film, das man gar nicht weiß welchen davon man zuerst erwähnen soll.
Allein schon die Anfangssequenz ist GANZ GROßES KINO und hat mir richtiges Gänsehautfeeling bereitet. Die Szene an dem alten Bahnhof lebt ganz klar von der tollen Atmosphäre, einer ungeheuren Intensität und einer fantastischen Filmmusik von Altmeister Ennio Morricone. Wenn Charles Bronson aus dem Zug steigt und die Kultmelodie auf seiner Mundhamonika spielt, dann war mir klar warum diese Szenen ZURECHT als Meisterhaft betitelt werden. An dieser Stelle ein ganz großes Lob an Sergio Leone!
Aber ich will die Klasse dieses Filmes nicht nur auf den Anfang beschränken, denn auch sonst hat mich der Film weitestgehend gut unterhalten. Die Story hat mir sehr gut gefallen, eine typische Westerngeschichte eben ( soweit ich das beurteilen kann). Vor allem Morricones Filmmusik fand ich sehr beeindruckend. Von ernsten, bedrohlichen Tönen bis hin zu lässigen Melodien, hier gibt's von jedem was. Ich denke auch, dass dem Film ohne der tollen Musik schon irgendwie etwas gewaltiges fehlen würde. Denn der Soundtrack trägt schon ungemein zum positiven Gesamtbild des Filmes bei.
Die Schauspieler spielen allesamt sehr gut. Mit Charles Bronson und Henry Fonda vereint "Spiel mir das Lied vom Tod" zwei der größten Filmlegenden aller Zeiten zusammen in einem Film! Die beiden zeigen einmal mehr was sie können, wobei mir Charles Bronson dann doch ein kleines bisschen besser gefiel als Fonda. Aber egal, beiden spielen großartig, vor allem Bronsons verschmitztes Grinsen fande ich immer wieder lustig. Positiv überrascht war ich ebenfalls von der weiblichen Hauptdarstellerin Claudia Cardinale. Sie war mir vor dem Film um ehrlich zu sein kein Begriff, doch im Endeffekt hat sie wirklich perfekt in den Film gepasst und geht richtig in ihrer Rolle auf. Außerdem scheint sie damals ja echt eine der schönsten Frauen gewesen zu sein, sie sieht wirklich zum dahinschmelzen aus.
Das einzige was mich eigentlich wirklich störte war die Länge des Filmes. Zwischendurch zogen sich die Handlung und besonders einige Szenen selbst doch schon ganz schön in die Länge. Ich will hier jetzt nicht sagen das langeweile bei mir aufkam, doch ein bisschen zu zäh war es mir dann doch.

Fazit: Trotz meiner Schwierigkeiten rund um Westernfilme hat mir Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" sehr sehr gut gefallen. Vor allem von der stimmigen Westernwelt und der tollen Atmosphäre war ich sehr angetan. Aber auch die Schauspieler gehen alleganz in ihren Rollen auf , sodass man sich als Zuschauer echt freuen darf ihnen bei ihren Darstellungen zuzusehen. Morricones Soundtrack setzt dem ganzen dann noch die Krone auf. Großes Lob an das gesamte Filmteam! Denn "Spiel mir das Lied vom Tod" hat etwas geschaftt von dem manch anderer Film nur träumen kann: Auch nach über 40 Jahren hat der Film nichts von seiner Klasse einbüßen müssen! Und wenn das ein Film schafft, dann gilt er in meinen Augen als Meisterwerk!

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Ioosh698

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@Fonda
Danke!:) Hab deinen Kommentar dazu auch gelesen, hat mir gut gefallen;) Und wer weiß, vielleicht kann ich mich irgendwann doch noch mit diesem Genre anfreunden.
@Val
Ich denke mal das mit der typischen Westernstory ist empfindet vielleicht jeder anders. Ich fande sie schon recht typisch ;)
@Sam
Danke :) Vielleicht schau ich mir den mal an... Ist der zufällig mit Clint Eastwood?


Samweis_Gamdschie

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@Iosh696 Ja mit Clint Eastwood, der hier meiner Meinung seine beste Leistung abliefert. Für mich ist "Zwei glorreiche Halunken" nur ganz ganz knapp hinter "Spiel mir das Lied vom Tod".
Musst du auf jeden Fall mal ansehen.
Link zum Soundtrack: http://www.youtube.com/watch?v=AFa1-kciCb4
Kennst du bestimmt.
Übrigens Quentin Tarantino`s absoluter Lieblingsfilm ist "Zwei glorreiche Halunken".


Samweis_Gamdschie

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Bewertung10.0Herausragend

Gestern mal wieder gesehen. Bei manchen Filmen fehlen mir einfach wahrend des schauen die Worte. "Spiel mir das Lied vom Tod" ist einer dieser Filme. Zwar gehört er nicht in meine Top 10 Filme, gehört aber zu meinen Lieblingen. Oft denke ich mir "Wie schafft es ein so alter Film ohne Action mich mehr zu Unterhalten als so mancher Actionfilme?".
Ich genieße wirklich jede einzelne Sekunde hier, dass schaffen nicht viele Filme.
Diese Atmosphäre dieser Film bei mir auswirkt ist einfach unglaublich.
In vielen Szenen fange ich einfach zum schmelzen an. Allein wenn die wunderschöne Claudia Cardinale im Bild zu sehen ist, geht mir mein Herz auf. Dieses Gefühl von einer Liebe, die man in den Film investiert hat, bekommt man Heute nach über 40 Jahren noch mit. Großes Lob an Sergio Leone der ein Meisterwerk geschaffen hat. Meiner Meinung ist "Spiel mir das Lied vom Tod" sein bester Film.
Oft wird diskutiert ob "Zwei glorreiche Halunken" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" besser ist, ich bevorzuge "Spiel mir das Lied vom Tod". Beides sind grandiose Filme die man als Filmfan immer lieben wird.

Die Anfangsszene gehört zu den besten der Filmgeschichte.
Zur Story will ich gar nichts sagen, die solle jedem bekannt sein.
Die Schauspieler sind große Klasse, besonders Claudia Cardinale die ich in diesem Film liebe.
Zu Henry Fonda und Charles Bronson braucht man wohl auch nichts mehr sagen.
Sie zeigen alles was sie können und das bekommt der Zuschauer zu spüren.

Der Soundtrack gehört meiner Meinung ebenfalls zu den besten von Morricone.
http://www.youtube.com/watch?v=we53TOJyt78 Einfach nur Gänsehaut pur.
Das ist ganz große Kunst.

Ein Meisterwerk.

"Ich hab schonmal drei von diesen Mänteln gesehen. Sie haben am Bahnhof auf jemanden gewartet. In den Mänteln waren drei Männer, und in den Männern drei Kugeln."

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Freewheelin´s Henry Fonda Bewertungsreihe 6/7
"C'era una volta il West"

Ein alter Mann der seiner Arbeit auf einem einsamen Bahnhof nachgeht, mitten in der Einöde des Wilden Westen. Dann der Auftritt von drei Outlaws in langen Staubmäntel, die schwer bewaffnet den Bahnhof betreten. Eine kurze intensive und spannende Atmosphäre wen die drei Männer den Bahnhof übernehmen und beginnen auf einen Zug zu warten:

A SERGIO LEONE FILM

Eine der bekanntesten Szenen der ganzen Filmgeschichte kann man nun bewundern, die Männer die auf den Zug warten, mitten im Wilden Westen an diesem Bahnhof, keiner spricht und man hört im Hintergrund ausschließlich das sich wiederholende Quietschen eines Windrades.
Für mich DIE beeindruckendste Filmszene die ich kenne, keine Worte die gebraucht werden, sondern nur diese schlichte Kulisse und das Wissen, dass jeden Moment etwas passieren wird, wenn der Zug eintrifft und in dieser Ruhe wird man KOMPLETT in die dichte Atmosphäre dieses Werkes hineingezogen.

Schließlich kommt der Zug auf den die Männer warteten und der namenlose Protagonist betritt den Bahnsteig,
Charles Bronson gegen die drei Mantelträger im Duell,
Bronsons Auftritt der an Western-Coolness nicht mehr zu überbieten ist, das Gesicht halb im Schatten seines Hutes verborgen und sein Auftreten untermalt von DER Filmmelodie

SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD

Dann die nächste Szene, eine Ranch mit einem Vater und seinen Kindern, eine Familie mit Träumen und der Hoffnung auf eine große Zukunft.
Wieder arbeitet Leone mit einer einzigartige Geräuschkulisse um eine unglaubliche Atmosphäre zu erzeugen, bevor man Zeuge an einem Massaker auf der Ranch wird.
Eine ganze Familie wird ausgelöscht durch den Verbrecherboss Frank und seine Leute, erneut diese faszinierende Musikuntermalung, doch der größte Gänsehautmoment des Streifens folgt erst dann, wenn man in das Gesicht von Frank sieht.

Henry Fonda als sadistischer Kindermörder der seine Opfer ohne jeden Skrupel mit einem Lächeln im Gesicht ins Jenseits schickt.
Dieser Schauspieler, den man sonst nur von den Rollen des korrekten Moralmenschen kennt, plötzlich hier als Frank zu besetzen...
GROßARTIG!

Bronson der Mann mit der seiner ganz eigenen Mission, auf der Suche nach Vergeltung, der auf Rache am Gangsterboss Frank sinnt, sie Beide präsentieren den verklärten, mystischen Wilden Westen, ein skrupelloser Schurke und ein namenloser Revolverheld ohne Vergangenheit, zwei Männer in einen grenzenlosen freien Land ohne Regeln, beide in einer abhängigen Beziehung zueinander, untermalt durch die Melodie vom Tod.

Am Bahnhof in der Stadt beginnt das nächste Thema des Films, der Fortschritt der im Westen Einzug erhält, Hoffnung die in diese unmoralische Gegend kommt, in Form von einer der schönsten Frauen die ich je auf der Leinwand sah und auch für sie entwarf der große Morricone ein einzigartiges Thema, was ihre Ankunft untermalt, wenn Claudia Cardinale erscheint.
http://www.youtube.com/watch?v=5j_MT9AcfAc

"Spiel mir das Lied vom Tod" gilt nicht zu Unrecht als einer DER Western, eine epische, große Geschichte über das Ende einer Ära, überragende Schauspieler, ein absoluter Übersoundtrack von Morricone, packende Kameraeinstellung und am Ende auch ein großartiges Charakterbild über ganz unterschiedliche Menschen und ihr Handeln zu einer Zeit an einem Ort, der in der Geschichte einmalig war.

Ein unglaublicher Film, eine einzigartige Stärke die nur wenige Werke besitzen, ein Meisterwerk, welches man wahrhaft mit dem Wort "perfekt" beschreiben kann!
Ein Streifen für die Ewigkeit, der weiterhin in meiner Herzliste bleibt und mich damals zusammen mit "Die 12 Geschworenen" zum Henry Fonda Fan machte.

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Einar

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Wenn Bronson, Fonda und Robards reiten,
und wir zu Morricone durch die Landschaft gleiten,
dann ist eines ganz klar:
Dieser Film - wunderbar -
ist der beste Western aller Zeiten!


The Freewheelin Fonda

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:DD


CuchillaPitimini

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als ich meinen Freund fragte, ob mir dieser Film wohl gefallen könnte, antwortete er wie aus der Pistole geschossen (um im Genre zu bleiben) mit "Nein". Pah, das kann ich ja nicht auf mir sitzen lassen! Und aus Trotz kriegt der Film jetzt 8 Punkte.
Spaß beiseite. Mir wurde dann im Vorfeld erläutert, dass der Film sehr lang ist und auch eher langsam erzählt wird, damit ich wusste, worauf ich mich einließ.
Das war sicherlich gut so, ansonsten hätten mich die fast drei Stunden vielleicht doch sehr angestrengt. Aber so konnte ich sie ganz bewusst genießen. Denn dieser Film versteht es mit wenigen Worten und ohne viel Drumrum seine Geschichte zu erzählen. Dazu tragen nicht nur Kostüm und Kulisse bei, sondern auch die Musik und die fantastischen Schauspieler. Auch abseits vom berühmten "Spiel mir das Lied vom Tod"-Theme bietet der Film tolle musikalische Untermalung - und Stille im richtigen Moment.
Dieser hier war innerhalb kurzer Zeit mein zweiter Film mit Henry Fonda und diesen Mann werde ich mir ganz sicher noch häufiger ansehen. Mal abgesehen davon, dass er in fortgeschrittenem Alter noch ziemlich gut aussah, vermittelt er eine unfassbare Präsenz. Ich muss sagen, dagegen wirken Claudia Cardinale, Charles Bronson und Jason Robards schon fast etwas blass (ohne deren schauspielerische Leistung schmälern zu wollen).
Auch wenn mir der Stil des Films und die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, gut gefällt, war er doch schon sehr lang und auch etwas langatmig. Daher ein bisschen Abzug, aber das ist ja meckern auf hohem Niveau. Vielleicht wirklich nicht der beste Film für "Western-Neulinge" wie mich, aber durchaus ein außergewöhnlich guter Film: 8 Punkte.

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Val Vega

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Dann schau dir auf jeden Fall noch "True Grit" and und "Open Range". beides sind moderne Western die mir sehr gut gefallen haben. In meiner momentanen Jimmy Stewart Bewertungsreihe habe ich auch schon zwei western durch, die man sich als "Anfänger" gut ansehen kann. "Erbarmungslos" und "Der mit dem Wolf tanzt" solltest du auch noch sehen.


CuchillaPitimini

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Okay vielen Dank für die Tipps :)


marcowski

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Mammut-Film! Bemerkenswert ist die langatmige Erzählweise, die einem einerseits viel Geduld abverlangt, andererseits aber auch große, individuelle Spannung erzeugt und die interessante Entwicklung der vielschichtigen Charaktere in den Mittelpunkt rückt.

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filmfuzzy

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Bewertung9.0Herausragend

Diesen Streifen habe ich 16 mal gesehen. immer wieder Neues entdecken und genießen.

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Spearman

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Bewertung9.0Herausragend

Ein herausragender Western. Ehrlich gesagt habe ich aber recht lange gebraucht, bis ich die Zusammenhänge richtig verstanden habe. Man muss schon eine überdurchschnittliche Filmintelligenz mitbringen, um beim ersten Mal zu verstehen, wer wohin gehört und wie die Handlungsstränge zusammenhängen.
Ansonsten ist die langsame Erzählweise ganz mein Geschmack. Western dürfen nicht zu kurz sein. Ich schätze das episch-breite, wenn es so gut gemacht ist wie hier.

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Spearman

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Entweder bis Du doch überdurchschnittlich filmintelligent oder ich liege deutlich unterm Durchschnitt. Damit werden wir leben müssen.


TheAvenger68

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Wenn du das sagst ;-)
Nein, ohne Quatsch. Den Film sollte man natürlich nicht in geselliger Runde mit diversen Bierchen sehen. Dafür ist er wirklich etwas komplex.


RolyK

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Da brauche ich nichts mehr hinzufügen. Ein Klassiker. Wem er nicht gefällt hat entweder keine Geduld, oder keine Ahnung von Filmen.

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Baumkopf Holzfaust

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Haben wir ein Pferd zuwenig mitgebracht?


jollyroger

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Oder kann mit dem Westerngenre einfach nichts anfangen?


MaceWindu1998

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Bewertung9.5Herausragend

Der Film war echt Klasse!
Die Inszenierung hat mir sehr gut gefallen, die musikalische Untermalung war ebenfalls Klasse und zu den Schauspielern braucht man nicht mehr viel zu sagen (Charles Bronson erinnert mich an Chuck Norris;)).
Fazit: Ein Klassiker, und das völlig zurecht!

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bonjovi84

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Bewertung9.0Herausragend

der film beginnt mit dem "akustikspiel" von fliegengesumme, knöchelknacken, Wassertropfen, und Windspiel schon grandios. die hymne des mundharmonikaspielers vollendet das akustikorchester schließlich.

alleine die anfangsszene ist schon einen titel für "die besten filme aller Zeiten" wert.

bei diesem film handelt es sich zweifelsohne um einen der besten wenn nicht sogar den besten Italowestern aller zeiten.

ps: Claudia Cardinale war mal ne geile witwe...

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DocWhoFan

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Bewertung9.5Herausragend

"Spiel mir das Lied vom Tod" gehört für mich zu den besten Filmen die jemals gedreht wurden!!
Spannend, ergreifend und tolle Sprüche von ebenso tollen Charakteren.
SPOILER WARNUNG!!!
Er hat nur nicht die vollen zehn Punkte bekommen, weil ich den Tod von Cheyenne immer noch nicht verwundet habe.

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The Freewheelin Fonda

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Kein Problem ;) (kann jedem ja passieren ist nur für die, die den noch nicht kenne halt Scheiße :D)
Ansonsten absolutes meisterwerk dieser Film!


DocWhoFan

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Ja, bin froh dass du mich rechtzeitig drauf aufmerksam gemacht hast, den Film will ich ja keinem vermiesen ;D


replicant-10

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Bewertung7.5Sehenswert

Diesen Italo-Western dürfte wohl jeder kennen,
aber obwohl ich diesen Film sehr gerne mag
ist er für mich trotzdem nicht der absolut allerbeste
Western der jemals gedreht wurde.
Dieser Western hat aber natürlich völlig zu recht Geschichte geschrieben !!!

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DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Sicherlich einer der besten Italowestern (muss jedoch zugeben die Dollar-Trilogie noch nicht gesehen zu haben), jedoch mit seinen guten 2,5 Stunden etwas zu langatmig. Dabei kommt atmosphärisch fast nichts an diesen Klassiker ran und insbesondere die Filmmusik ist ein Garant für minutenlange Gänsehaut und gehört zweifelsohne zu den besten Kompositionen der Filmgeschichte. Auch die Schauspieler machen ihre Sache toll, schade daher, das für mich persönlich keine Euphorie ausbrechen möchte.

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