Spiel mir das Lied vom Tod

C'era una volta il West (1968), IT/US Laufzeit 165 Minuten, FSK 16, Western, Kinostart 14.08.1969


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8.6
Kritiker
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von Sergio Leone, mit Charles Bronson und Henry Fonda

In Spiel mir das Lied vom Tod ist ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler auf der Suche nach einem Mörder, der ihn in seine eigene Vergangenheit führt.

Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) will entlang einer Eisenbahnstrecke zum Pazifik einen neuen Bahnhof bauen. Dafür engagiert er den Farmer McBain (Frank Wolff), der für ihn die Drecksarbeit erledigen soll. Falls er es nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen sollte, wird Morton dessen kompletter Besitz mitsamt der Farm zugesprochen. Einen Tag, bevor McBains Ehefrau Jill (Claudia Cardinale), an der Farm ankommt, werden McBain und seine drei Kinder von dem Killer Frank (Henry Fonda) erschossen. Jill, die ihren Mann kaum kannte, muss nun sein Erbe antreten und die Bahnstation fertig bauen. Zunächst glauben alle, dass Cheyenne (Jason Robards) der Mörder des Farmbesitzers ist, doch ein geheimnisvoller Mundharmonikaspieler (Charles Bronson), der in der Stadt auftaucht, bringt Licht in das Dunkel. Während er mit der Hilfe Cheyennes Jill hilft, den Bahnhof zu vollenden, führt ihn die Suche nach dem wahren Mörder in seine eigene Vergangenheit.

Hintergrund & Infos zu Spiel mir das Lied vom Tod
1966 hatte der italienische Regisseur Sergio Leone seine sogenannte Dollartrilogie beendet, die aus den Filmen Für eine Handvoll Dollar, Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken – alle mit Clint Eastwood in der Hauptrolle – bestand. Eigentlich wollte Leone keinen weiteren Italowestern drehen und mit seiner Arbeit an dem Gangsterfilm Es war einmal in Amerika weitermachen. Doch niemand machte ihm große Hoffnungen, dass der Film ein Erfolg werden würde und deshalb entschied er sich, die Dreharbeiten zu Spiel mir das Lied vom Tod (OT: C’era una volta il West) aufzunehmen, der später zum Prototyp des Italowestern aufstieg. Er galt als erfolgreichster Western aller Zeiten, bis 1990 Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt in die Kinos kam.

Zunächst engagierte Sergio Leone Henry Fonda, der damals bereits mit Filmen wie Früchte des Zorns und Krieg und Frieden bekannt geworden war. Ihm überließ Leone die Wahl, ob er den Killer Frank oder den Mundharmonikaspieler verkörpern wollte. Fonda entschied sich für die Rolle des Frank. Das Mundharmonikathema, wie die restliche Musik des Westerns komponiert von Ennio Morricone, ist heute weltweit bekannt. (LM)

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Kommentare (231) — Film: Spiel mir das Lied vom Tod


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SBS

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Bewertung9.5Herausragend

Es war einmal im wilden Westen. Ein Massaker der Farmerfamilie McBain setzt alle Dorfbewohner unter Schock. Die Ehefrau McBains, Jill, überlebt, denn sie war an diesem Tage auf Reisen. Die Witwe muss nun den Auftrag ihres Mannes beenden. Währenddessen aber, sucht Jill mit Hilfe zweier Profi-Cowboys den Täter…
Sergio Leones Westernzeit war eigentlich zu Ende und er wollte neue Genres ausprobieren. Jedoch waren zu viele Fans dagegen und 1968 kam einer neuer Western Leones in die Kinos. “Spiel mir das Lied vom Tod“ ist dank der typischen Western Stimmung, der besonders starken Geschichte und der Fähigkeit, lange kein Wort zu sprechen, aber es trotzdem spannend zu machen der Beste oder einer der Besten Western, die es je gab. Auch dazu gehören die sowohl bedrohlichen als auch die lustigen Dialoge „Do you know anything about a guy going around playing the harmonica? He's someone you'd remember. Instead of talking, he plays. And when he better play, he talks.“. Im Streifen bekommt man auch viele berühmte Schauspieler wie Henry Fonda als der Bösewicht, Charles Bronson als Harmonica und Claudia Cardinale als Jill und Jason Robards als Cheyenne zu Gesicht. Alle machen ihren Job hervorragend, was auch noch eine positive Auswirkung auf den Film hat. Zu vielen Hauptcharakteren gibt es auch eine Melodie, die wir unserem guten, alten Ennio Morricone zu verdanken haben. Morricones Score ist phänomenal; diese Vielseitigkeit der Songs: Von traurigen Operngesänge, bis zu den epischen Duellliedern all dies setzt Ennio perfekt ein. Bei diesen unvergesslichen Szenen zählt natürlich auch der Hintergrund auch dazu. Die Schauplätze geben den Szenen noch das Pünktchen auf das i.
Also ist “Spiel mir das Lied vom Tod“ im Fazit ein legendärer und sehenswerter Filmklassiker mit fesselnder Unterhaltung von Anfang bis Schluss.

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NewNemo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der stimmungsvolle und mitreißende Abgesang auf den alten Westen (bzw das, was wir jeder individuell als "unseren" Westen empfingen). Auf der großen Kinoleinwand mit Gleichgesinnten schauen - da wirkt dieses Meisterwerk. Einer DER Western überhaupt.

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MaceWindu1998

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Für mich ist es DER Western :)


Holzwerner

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Bewertung5.5Geht so

Als Jugendlicher empfindet man sicher die größtmögliche Begeisterung für derartige Rachefilmchen. Tja, diesen Halbkindern sollte man mal anraten anraten ihren vorlauten Kindermund zu halten. Sicherlich gut inszeniert, Morricone mal wieder nervig (pathetisch) unterlegt, und auch Bronson ganz nett dabei, aber mehr als infantiler Kinderkram kommt da halt nicht raus. Wers mag...

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Civil War

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infantiler kinderkram, hihi...


Berlin42

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vor einigen Jahren bin ich durch den Western "Todeszug nach Yuma" eher zufällig zum Western gekommen, wodurch ich allerdings völlig unvoreingenommen an die Materie herangehen konnte. Nach und nach erforsche ich nun die Untiefen des Genres, natürlich kam ich dabei auch an diesem Meisterwerk nicht vorbei. Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" basiert auf einer wirklich genialen Story, die wohl jeden Genrefan mitreißt. In einem langen Prolog werden die Charaktere samt Vorgeschichten vorgestellt, die größte Stärke spielt der Film im weiteren Verlauf mit seinen unzähligen wirklich perfekt durchdachten Szenen aus, die den Zuschauer nicht zuletzt dank der musikalischen Begleitung des genialen Ennio Morricone fesseln. Die Langatmigkeit ist dagegen für meinen Geschmack ein nicht unerheblicher Schwachpunkt des Films, hier würde jeder Regisseur wohl heutzutage wohl großflächig kürzen. Auch die Geschichte der geplanten Eisenbahnlinie wird in meinen Augen etwas zu sehr überstrapaziert, wodurch der Spannungsbogen hin und wieder eingeschränkt wird.

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BlueHamster

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein genialer Film, der selbst durch Schweigen Bände spricht.
Es wäre schön wenn auch heute noch solche Filme gedreht werden würden.

Ein Film mit Athmosphäre, Witz und guter Musik.

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concienda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn es einen Film gibt, der den Terminus Kino perfekt darlegt, dann "Spiel mir das Lied vom Tod". Absolutes Meisterwerk ohne den kleinsten Makel. Zeitlos und Zeiten überdauernd.

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Samweis_Gamdschie

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Da stimme ich dir zu !


Val Vega

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DER Lieblingsfilm.


Erlkoenig

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Bewertung9.5Herausragend

11 Minuten Film, ohne dass auch nur ein einziges Wort fällt. Das kann nur "Spiel mir das Lied vom Tod". Anstatt viele Worte verlieren zu lassen, lässt Leone Bilder sprechen. Es geht um Eindrücke, Szenen, Mimiken, Gefühle - darum eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht viele Worte benötigt um eine Message zu vermitteln. Die Musik ist - genauso wie die Schauspieler - allererste Sahne...vorweg Charles Bronson, Claudia Cardinale und Henry Fonda.
Der Film erinnert mich an meine Kindheit. An einem Sommerabend haben meine Familie und ich vor dem Fernseher gesessen und gemeinsam "Spiel mir das Lied vom Tod" geschaut. Für mich insofern ein einmaliges Erlebnis, dass es mein erster Film war, der knapp 3 Stunden lief und den ich komplett mitsehen durfte. Diese Erinnerungen und Gefühle der damaligen Zeit kommen immer wieder hoch, wenn ich den Soundtrack höre und die Bilder sehe. Ein gutes Stück "alte Zeit" - ein Meisterwerk.
Aufgrund der Länge nur 9.5 Punkte aber dennoch ein Film, den ich immer im Regal stehen haben werde.

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moep0r

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>11 Minuten Film, ohne dass auch nur ein einziges Wort fällt. Das kann nur "Spiel mir das Lied vom Tod".

The Good, the bad and the ugly kann das auch ;)


Sabrina Schütz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist schade, wie wenig man heutzutage an ein so langsames Erzahltempo gewöhnt ist. Gerade der Anfang hat sich gezogen. Aber ich wollte, dass mir der Film gefällt. Ich wollte mich darauf einlassen. Und es hat geklappt. Es wird eine tolle Atmosphäre geschaffen, die Story und Chraktere sind klasse, sehr vielschichtig.
Bloß hab ich gerade deshalb das Gefühl, vieles ubersehen zu haben. Andeutungen, die schon am Anfang des Filmes auf den weiteren Verlauf hindeuten.
"Spiel mir das Lied vom Tod" ist definitiv ein Film, den man mehr als ein Mal sehen muss!

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André Rißmann

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Bewertung10.0Herausragend

Was für ein Film!! Was für eine Musik!! Der Film ist mein absoluter Lieblingsfilm!!
Die Musik sucht ihresgleichen.....Wahnsinn

ein Klassiger
Der Klassiger

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MaceWindu1998

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Bewertung9.5Herausragend

Zweifellos einer der besten Western aller Zeiten!
Doch was wäre "Spiel mir das Lied vom Tod" ohne das Lied vom Tod?
Morricone ist ja bekannt dafür, jedem Western seinen ganz eigenen Stempel im Bezug auf Musik aufzudrücken. Doch hier sprengt er alle Register! Wirklich jede einzelne Szene ist musikalisch so perfekt untermalt, das ich den Film vor mir sehe, wenn ich nur die Musik höre! Besonders das bekannte Muntharmonika-Solo von Charles Bronson hat es an sich. Wer sich den Soundtrack nicht holt, der verhört etwas!
Nun zurück zum Film. Was kann man noch groß sagen ... Klassiker eben!

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Stupid_Motherfucker

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Sergio Leone hat sich hierbei selber übertroffen....Seine Regiearbeit u. Bildkompositionen in Verbindung mit dem Soundtrack sind WELTKLASSE


MaceWindu1998

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Da gibt es keine zwei Meinungen :)


AvonBarksdale

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Bewertung9.0Herausragend

old but gold :)

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StevenG

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Authentisch, spannend, wunderbar gealtert

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Shady95

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Keine Frage DER bekannteste Western aller Zeiten - und auch mit Recht. Schon allein die Musik von Ennio Morricone dürfte fast jeder schon einmal gehört haben. Insgesamt gesehen ein fast perfekter Film. Die Story ist westerntypisch ein Zusammenspiel aus machtgierigen Machos, Schießerein, Eisenbahnbau und hier auch mit einer Frau als Hauptfigur. Die Inszenierung ist so, wie man sie aus einem Western kennt und die Bilder versetzten den Zuschauer schlagartig in diese Zeit. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir an manchen Stellen einzelne Szenen einfach zu langatmig waren. Ich weiß es gehört dazu und vor allem zu der Zeit der Entstehung des Films, dennoch kam so manchmal Langeweile auf. Ich als Kind der 90er bin dieses Tempo wahrscheinlich einfach nicht gewohnt. Aber selbst Opa als erfahrener Westernliebhaber kommentierte die Anfangsszene in seinem besten plattdeutsch, wann es denn endlich losgeht. Nichtsdestotrotz ein Klassiker, den man gesehen haben sollte. Vielleicht nicht der spannendste Western, aber einer der originellsten und einer der bekanntesten Filme von Sergio Leone.

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Shady95

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Ich bin 95er- Jahrgang ;-) Naja ich finde nicht jeden langatmigen Film unspannend, wenn ich da nur an Pate 2 denke. Aber bei diesem, ich weiß nicht. Super Bilder, geniale Musik, coole Zitate. Aber manchmal war es für mich nicht so spannend, wie du beschrieben hast.


MaceWindu1998

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Bin 98er und ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme :)
Doch hast recht, der Film war teils echt zu lang.


KillerBanane

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nun mein nächster großer Italo-Western-Klassiker, den ich endlich nachgeholt habe. Letzterer war "Zwei glorreiche Halunken", der mir dann doch etwas besser gefallen hat. Wo dran es lag kann ich auch nicht so genau sagen. Am Vorspann lag es auf jeden Fall nicht, der war einfach nur genial. Ich werde mir diesen hier dann wohl aber nochmal anschauen und ihn dann wahrscheinlicherweise auch höher bewerten.

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Shatterhand

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Meisterwerk, welches seines Gleichen sucht. Atemberaubende Musik von Ennio Morricone, Szenen in denen man den Atem anhält so spannend und alles wunderbar gespielt. Diesen Film muss man kennen

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dantesque

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Bewertung9.5Herausragend

So, im fünften Anlauf hat's dann endlich doch einmal geklappt.

Die Schauspieler? Top!
Die Bilder? Wunderschön!
Die Musik? Grandios!

Ein Meisterwerk.

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corinna.freiburg

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Bewertung7.5Sehenswert

Ist das echt schon meine 50ste Review? Und dann gerade dieser Klassiker? Na denn wollen wir mal...
Ich hab ne ziemliche Zeit gebraucht, um mit diesem Schätzchen warm zu werden. Allein schon das elendig lange Warten auf dem Bahnsteig, untermalt von dem nervigen Quietschen eines Windrades, ist vermutlich nicht jedermanns Geschmack... mir hat es den Einstieg in diesen Film regelrecht verleidet bis ich soweit im Erwachsenenalter angekommen war, um auch mal warten zu können und Geduld zu haben.
Nach der Dollar-Trilogie, die ja im letzten Teil auch eine gewisse Laufzeit hatte, ist dieser Leone fast schon ein wenig überlang... das hätte nach meinem persönlichen Dafürhalten auch etwas zügiger gehen können.
Aber trotz dieser Längen weiß der Film sowohl zu unterhalten als auch den Westernmythos zu demontieren und in sein Gegenteil zu verkehren, nicht zuletzt dank der Besetzung der beiden Hauptcharaktere, Charles Bronson als wortkarger Rächer und, herrlich gegen sein damaliges Image gebürstet, Henry Fonda als kaltblütiger Killer.
Die vielen Längen verderben mir persönlich etwas sehr den Spaß, dennoch schau ich ihn auch immer mal wieder ganz gerne, nicht zuletzt auch wegen der teils markigen Sprüche von Bronson und Fonda, die aber dennoch nie lächerlich wirken, und der, wie immer, bahnbrechenden Musik von Ennio Morricone.
Definitiv ein Klassiker, aber man braucht den persönlichen Aufhänger, der gefunden sein will, sonst wird man vermutlich niemals im Leben warm mit ihm.

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ElmStreet84

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

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1968 schuf Sergio Leone einen der bekanntesten, erfolgreichsten und besten Western der Filmgeschichte. Die Rede ist natürlich von "Spiel mir das Lied vom Tod", der sowohl durch seine sehr gut besetzten Schauspieler, seiner exzellent erzählten Story als aber auch (und gerade auch wegen) des genialen Soundtracks Vorbild für tausende Western danach war.

"One Upon a Time in The West" ist ein wahrliches Übermeisterwerk des leider schon lange verstorbenen Sergio Leone und des Überkomponisten Ennio Morricone.

Den kompletten Kommentar gibt's unten im Link ;)

[http://movie-spread.blogspot.de/2014/04/die-schone-claudia-spielt-ennio.html]

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Jason Born

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Bevor darüber eine Diskussion entsteht und mir die Argumente ausgehen nenne ich nur zwei. Wild Wild West und Schuh des Manitu, hihi. Mir gefallen die US Western halt besser wie die Spaghettis


ElmStreet84

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@Kenny: "So weiß ich jetzt, das Schwelm bei Wuppertal liegt." -- Siehste, man lernt ja nie aus. :))

Schuh des Manitu fand ich als Parodie aber auch gut! An WWW kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern!


cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Habt ihr 'n Pferd für mich?"
"Wenn ich mich hier so umsehe, dann sind nur drei da! Sollten wir denn tatsächlich eines vergessen haben?"
"Ihr habt zwei zu viel!"

Sergio Leone schickte 1968, mit dem bis dahin aus Nebenrollen bekannten Charles Bronson, einen namenlosen Rächer in die staubige Prärie, um es ihn mit der Leinwandlegende Henry Ford aufzunehmen zu lassen und schuf gleichzeitig mit diesem Gespann als Grundlage den Inbegriff des epischen Italo-Westerns! Natürlich sind auch keinesfalls die wunderhübsche Claudia Cardinale und der tiefenentspannte Jason Robards zu unterschlagen, die sich hervorragend in die gemächlich erzählte Geschichte einfügen.

"Ich hab schon mal drei von diesen Mänteln gesehen. Sie haben am Bahnhof auf jemanden gewartet. In den Mänteln waren drei Männer, und in den Männern drei Kugeln!"

Die atmosphärische Inszenierung besticht durch eine exzellente Kameraarbeit, Ennio Morricones grandiosen Score, der perfekt auf das Geschehen abgestimmt ist, atemberaubende Landschaftsaufnahmen von den malerischen Weiten Utahs und Arizonas (während allerdings der Großteil der Aufnahmen in Spanien abgedreht wurde), natürlich das nahezu perfekte Zusammenspiel der Protagonisten und eben immer wieder diese saucoolen Sprüche!

"Weißt du Mädchen, eigentlich könntest du den Jungs da draußen auch 'n bisschen Wasser rausbringen. Das kannst du dir nicht vorstellen, wenn ein Kerl da 'ne Frau wie dich sieht. Einfach nur sieht! Na, und wenn dir ein paar von denen auf den Hintern klatschen. Hm, du wirst es überleben. Tut doch nicht weh. Lass sie klatschen!"

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cpt. chaos

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@vanilla: Schämen solltetst du dich, aber sowas von!!! ;o)))


vanilla

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:O
Mach ich, mach ich;-)
Aber wird demnächst sicher nachgeholt;-)
An "Spiel mir das Lied vom Tod" wird es aber meiner Meinung nach sehr schwer heranzukommen.
Aber lasse mich sehr gerne überraschen;-)


Val Vega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

3 Regisseure und 10 Western bis zur 100. Bewertung: #100

Nach „Zwei glorreiche Halunken“ hatte Sergio Leone keine Lust mehr auf Western. E wollte sich etwas ganz neuem widmen. Doch niemand glaubte an den Erfolg eines von ihm gedrehten Gangster-Epos. Einen letzten Western sollte er noch einmal machen und so entwickelte sich „Spiel mir das Lied vom Tod“. Es war ein Italowestern, so wie die vorherigen Leone-Filme, doch er sollte gleichzeitig den Beginn einer neuen Ära verkünden. Ein Film, der den klassischen amerikanischen Western und den Italowestern in seine Bestandteile zerlegen sollte und diese zerstören.

„C’era una volta il West“, das ist der italienische Titel dieses epochalen Films. Zu deutsch bedeutet dies: „Es war einmal der Westen“ – nicht im Westen, wie es der englische Titel falsch suggeriert. Der Film beginnt mit einer einfahrenden Eisenbahn und endet mit einer einfahrenden Eisenbahn. Dazwischen sterben Menschen, es sterben Träume und Hoffnungen mit ihnen.

Sergio Leone sagte über den Film: „Der Rhythmus des Films ist darauf angelegt, die Spannung der letzten Atemzüge eines Menschen kurz vor seinem Tod wiederzugeben. ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ ist vom Anfang bis zum Ende ein Tanz mit dem Tod. Alle Charaktere des Films, mit der Ausnahme von Claudia, sind sich der Tatsache bewusst dass sie am Ende nicht überleben werden.“ Diese Motive sind durch den Film hindurch erkennbar und um noch weiter darauf einzugehen, erinnere ich mich an Leones Zitat: „Wenn bei John Ford einer zum Fenster rausschaut, hat er den Blick in eine strahlende Zukunft. Wenn bei mir einer das Fenster aufmacht, weiß jeder: Der wird jetzt erschossen“. Das sagte er über den Unterschied zwischen dem Italowestern und dem amerikanischen Western. Doch in den letzten Szenen und Minuten des Films erkennen wir ein ganz klares Ausbrechen aus diesen Genreregeln, die einst er Sergio Leone begründet hatte. Jill und Cheyenne sehen aus dem Fenster auf den Bahnhof der gerade gebaut wird und können hoffen.

„You know what? If I was you, I'd go down there and give those boys a drink. Can't imagine how happy it makes a man to see a woman like you. Just to look at her. And if one of them should pat your behind, just make believe it's nothing. They earned it.“

Der Film ist aber noch auf ganz andere Art und Weise absolut revolutionär. Es ist ein Italowestern mit einer Frau in der Hauptrolle. In der Dollar-Trilogie tauchten Frauen entweder als Hure oder als Madonna auf, doch mit Jill McBaine, die von Claudia Cardinale so traumhaft schön und wunderbar gespielt wird, haben wir hier beides. Sie ist die Hure mit dem Herz aus Gold. Sie verzaubert die Männer in ihrer Umgebung, sie verzaubert den Zuschauer. Sie ist stark und kann sich in der Welt des Wilden Westens durchsetzen, sie ist die einzige Gewinnerin des Films.

„You know, Jill, you remind me of my mother. She was the biggest whore in Alameda and the finest woman that ever lived. Whoever my father was, for an hour or for a month - he must have been a happy man.“

„Spiel mir das Lied vom Tod“ entmythifiziert den Western. Er ist Italowestern und klassischer amerikanischer Western zugleich – oder keines von beiden? Bricht Leone nicht alle Regeln der beiden (Sub-)Genres? Und erhält er sie nicht auch? Der Film wurde zum Teil in Amerika gedreht. Die großen Landschaftsaufnahmen des Monument Valleys stehen ganz im Sinne eines John Fords und die Referenz am Anfang auf „Zwölf Uhr mittags“ erinnern an große Vertreter jenes Genres, doch Gleichzeitig dreht sich der Film auch um die typischen Motive des Italowesterns. Gier, Macht, Rache, Entrechtung und Demütigung. Doch das was im Film wirklich markant ist, ist, das beinahe alles zu Grunde geht. Wir hören das Rauschen des Ozeans, und in einer Pfütze verreckt Morton, der der unbedingt mit seiner Eisenbahn noch den Pazifik erreichen wollte, elendig.

Die Oper der Gewalt endet schließlich wieder in der Arena, untermalt durch die Mundharmonika-Musik, im Duell von Charles Bronson und Henry Fonda. Zwei wahrhaftig große Schauspieler, stehen sich hier Gegenüber. Beide spielen im Film so grandios, beide beweisen, dass sie zu den größten aller Schauspieler gehören.

„Spiel mir das Lied vom Tod“ ist mein Lieblingsfilm. Es ist der Film, den ich meisten liebe. Von allen. Ich liebe jeden Winkel der Kamera. Ich liebe jeden verdammten Italian Shot, jedes klicken der Revolvertrommeln, jedes Staubkorn der Wüste, in denen der amerikanische Traum zu Grund geht. Ich liebe jeden Ton, jedes Schweigen, jedes Quietschen, jedes Lachen. Alles in diesem Film ist zu einem Gesamtmeisterwerk zusammengeführt. Es ist ein Film der Superlativ. Ein Film der Filme. Ein Film über Leben und Sterben im Westen, der einmal war.

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EvertonHirsch

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Toller Kommentar zu deinem kleinen Jubiläum.


Val Vega

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Dankeschön :)



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