Spiel mir das Lied vom Tod
C'era una volta il West, IT, US 1968
- Genre
- Klassischer Western, Italowestern
- Zielgruppen
- Männerfilm, Über 18 (Gewalt)
- Inhalt
Der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) versucht mit Hilfe eines eiskalten Killers (Henry Fonda) den Kampf um Macht und Geld für sich zu entscheiden. Jill (Claudia Cardinale) erbt das Grundstück ihres ermordeten Mannes. Dieses Grundstück versucht Morton als wichtigen Eisenbahnstützpunkt in die Hand zu bekommen. Ein "Fremder Mann" ersteigert das Stück Land und gibt es Jill zurück. Außer sich vor Wut fordert der Killer Frank den "Fremden" zum Duell...
- Cast
- Henry Fonda, Claudia Cardinale, Jason Robards, Charles Bronson, Gabriele Ferzetti, Paolo Stoppa, Woody Strode — Mehr
- Regisseure
- Sergio Leone
- Autoren
- Sergio Donati, Sergio Leone
- Laufzeit
- 165 Minuten
- Zeit
- 19. Jahrhundert
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika, Wilder Westen, Wüste, Zug
- Handlung
- Antiheld, Auktion, Bahn, Bahnhof, Bahnsteig, Bauer, Bauernhof, Baustelle, Cowboy, Duell, Ehefrau, Erbe, Erpressung, Flucht, Fremder, Held, Herausforderer, Herausforderung, Indianer, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kopfgeld, Kopfgeldjäger, Kutsche, Liebe, Mann sucht Ehefrau, Mord, Mord an Familie, Mundharmonika, Pistole, Rache, Ranch, Revolverheld, Showdown, Sterben und Tod, Trauer, Unerwiderte Liebe, Verlust des Bruders, Wahnsinn, Witwer, Zugüberfall
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend
Über diesen Film
Handlung
Der Film spielt in der Zeit um 1870 in den Vereinigten Staaten. Die Eisenbahn ist gerade dabei, den „Wilden Westen“ zu erobern. Der verwitwete Rancher Brett McBain (Frank Wolff) träumt vom großen Reichtum, denn er weiß,… — Mehr
Handlung
Der Film spielt in der Zeit um 1870 in den Vereinigten Staaten. Die Eisenbahn ist gerade dabei, den „Wilden Westen“ zu erobern. Der verwitwete Rancher Brett McBain (Frank Wolff) träumt vom großen Reichtum, denn er weiß, dass die Eisenbahntrasse über sein Grundstück verlaufen muss, da sein Land über die einzige Quelle weit und breit verfügt. Und so malt er sich aus, dass er den Bahnhof und eine ganze Stadt auf seinem Grundstück errichten wird.
Doch der skrupellose Eisenbahnunternehmer Morton (Gabriele Ferzetti) will dieses Geschäft auch machen. Um an das begehrte Grundstück zu gelangen, beauftragt er den Killer Frank (Henry Fonda), McBain einzuschüchtern und für den Verkauf reif zu machen. Doch Frank und seine Bande ermorden McBain und auch seine Kinder. Den Verdacht lenkt der Killer auf den Banditen Cheyenne (Jason Robards), der gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und für dessen Ergreifung 5.000 Dollar Kopfgeld ausgesetzt werden.
Der schwerkranke Morton hat allerdings nicht mit Jill McBain (Claudia Cardinale) gerechnet, die den Rancher Brett kurz vor seinem Tod geheiratet hat und nun die rechtmäßige Erbin des wertvollen Grundstücks ist. Diese auch noch aus dem Weg zu räumen, erweist sich als äußert problematisch für Morton und Frank. Denn Jill, die auf der leeren Ranch ihres Mannes zurückbleibt, wird von Cheyenne und einem geheimnisvollen Fremden (Charles Bronson), der nur “Harmonika“ genannt wird, aus jeweils ganz unterschiedlichen Motiven beschützt.
Morton und Frank bedrohen Jill dennoch so lange, bis diese bereit ist, das Grundstück zu versteigern. Keiner der bei der Versteigerung Anwesenden wagt es, für die Ranch mitzubieten. Lange sieht es so aus, als ob das Gebot Mortons in Höhe von lächerlichen 500 Dollar ausreichen würde, die Farm zu erwerben. Doch dann erscheint der fremde Mundharmonikaspieler und liefert seinen Freund Cheyenne aus. Für die 5.000 Dollar Kopfgeld, die er hierfür kassiert, ersteigert er das Grundstück und überlässt es Jill. Cheyenne gelingt es, auf dem Weg ins Gefängnis erneut zu flüchten.
Schließlich kommt es zum finalen Showdown: Morton stirbt bei einem Zugüberfall Cheyennes. Harmonika fordert Frank zum Duell auf. Er zieht schneller und trifft den Killer. Frank liegt bereits im Sterben, als der Fremde ihm eine Mundharmonika zwischen die Lippen presst und sagt: “Komm, spiel mir das Lied vom Tod!“ In diesem Moment erinnert sich Frank, wie er mit seiner Bande vor langer Zeit, als Harmonika noch ein Kind war, dessen Bruder aufgehängt hat. Um die Grausamkeit auf die Spitze zu treiben, zwang Frank damals den Jungen dazu, den älteren Bruder auf seine Schultern zu nehmen. Dann steckte er ihm eine Mundharmonika in den Mund und forderte ihn auf: “Spiel mir das Lied vom Tod!“ Der Bruder stieß schließlich den Jungen mit den Füßen weg, um dessen Qualen zu beenden. Mit diesen Erinnerungen stirbt der Killer.
Der Fremde reitet unterdessen mit Cheyenne in die Prärie hinaus. Die letzte Szene des Films zeigt, wie Cheyenne, der sich eine tödliche Verletzung beim Überfall auf den Zug durch einen Schuss Mortons zugezogen hat, stirbt.
Weiterführende Informationen
- Rezeption
- Wissenswertes
Quellen
- Spiel mir das Lied vom Tod in der Wikipedia (dt.)
- C’era Una Volta Il West in der Wikipedia (engl.)
- Spiel mir das Lied vom Tod Offizielle deutsche Film-Website
- C’era Una Volta Il West” in Reclams Filmführer, 12. Auflage, Stuttgart 2003
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.5
Der Film Spiel mir das Lied vom Tod wurde von 51 Kritikern bewertet.
Thomas Steiger: Blickpunkt:Film
ein Western von epischer Größe wie ihn selbst die Amis nie schaffen konnten. Der Film besteht fast nur aus visuellen (die Kamera fährt aus einer Kurve auf Henry Fondas blaue Augen!!!, die Szenen am Bahnhof ...), musikalischen (Charles Bronsons Mundharmonika-Melodie) und verbalen ("wie soll ich einem Mann vertrauen, der seiner eigenen Hose nicht vertraut?") Zitaten. Unbedingt auf der ganz großen Leinwand ansehen und die DVD weg werfen (mache ich auch so).
Kommentar gefällt mir 5 Antworten
Lykaner 2009/08/04 14:11:17
Ich habe aktiv nach Kinos in meiner Umgebug gesucht, die diesen Film noch zeigen.
Erfolglos :-(
@off-topic: Wenigstens habe ich
"Kinder des Olymp" im Kino gesehen.
Thomas Steiger 2009/10/17 15:22:07
Manchmal ist es auch von Vorteil, wenn man auch alte Film noch im Kino sehen konnte - für 5 DM in Mitternachtsvorstellungen im Gießener Kinocenter mit dem Besten der 60er, 70er und 80er. "Spiel mir das Lied vom Tod" wird leider kaum mehr gezeigt. Hatte aber 2008 erneut die Chance im Freiluftkino - also da schon mal beim Betreiber des Vertrauens für 2010 Wünsche äußern.
Lars.D 2009/12/26 10:15:58
@Nemsis: Überleg doch mal, wie genial die Nahaufnahmen Leones unglaubliche Liebe zum Detail hervorheben würde, sähe man sie auf großer Leinwand.
Chev Chelios 2010/01/22 17:31:13
Thomas Steiger,
Nach den neuen Gesetzen ist das Wort "Amis" ein Schimpfwort. genauso wie sie nicht "Scheiss Nazi" genannt werden wolen.
Da auch ich mich durch dieses Wort angesprochen und beleidigt fühle, bitte ich sie dies sofort zu unterlassen.
Chev Chelios
Kommentare — Ausgezeichnet 8.2
Der Film Spiel mir das Lied vom Tod wurde von 4827 Mitgliedern bewertet.
Jumperman 2010/02/08 16:35:34
Im Vergleich zur Dollar-Trilogie - die wirklich Spaß gemacht hat - leider sehr schwach. Der Funke springt nie richtig über.
Am spannendsten ist am ganzen Film wirklich die Einstiegssequenz und die übertrifft der restliche Film leider nicht mehr.
Dennoch wird er getragen von Morricones genialem Score und der sehr modernen Bildsprache von Leone. Drum sollte man ihn schon einmal gesehen haben.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Redapple 2010/01/20 22:12:37
Der war mir wirklich ein ganzes Stück zu langsam erzählt. Mit Sicherheit ein Klassiker mit schönen Bildern, jedes Quietschen ist an seinem Platz, jede Einstellung hat ihren Sinn, keine Mätzchen. Ich werde ihn mir wohl auch nochmal ansehen aber bisjetzt fand ich ihn wegen der ungebremsten Flut an Bildern und der trägen Erzählweise nur extrem anstrengend.
bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Chev Chelios 2010/01/22 17:32:14
So ist Sergio Leone nun mal.
Und gerade deshalb weil er so träge und schlöppend ist, ist der Film eindeutig das genialste was die Filmgeschichte je erlebt hat.
Redapple 2010/01/22 23:24:59
Naja, das ist vielleicht deine Meinung aber ich kann dieser trägen Erzählweise nicht viel abgewinnen. Manche Einstellungen sind zwar echt schon und (wie schon gesagt) jedes Bild ist durchdacht aber teilwiese finde ich den Film einfach Langweilig.
bennjie 2010/01/16 21:20:13
die unterschiedliche musik für die haupt darsteller, die top besetzung und claudia cardinale. top italo western...!
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Der Film Spiel mir das Lied vom Tod gehört zum Genre Klassischer Western, Italowestern. Regie führte Sergio Leone.

Sensationeller Italowestern mit Wahnsinnsschauspielern, Wahnsinnssoundtrack, Wahnsinnskinoerlebnis. So muß Kino sein!!!
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