Zwei glorreiche Halunken

Il Buono, il brutto, il cattivo (1966), ES/IT Laufzeit 161 Minuten, FSK 16, Western, Komödie, Kinostart 15.12.1967

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8.5
Kritiker
52 Bewertungen
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7.8
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168 Kommentare
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von Sergio Leone, mit Clint Eastwood und Eli Wallach

Zwei Halunken begeisterte Mitte der 1960er Jahren das Kinopublikum und zeigt den Dreck der Wüste, Habgier und Egoismus.

Ein mysteriöser Fremder (‘Blondie’ Clint Eastwood – der Gute), der skrupellose Setenza (Lee Van Cleef- der Böse) und der mexikanische Revolverschütze Tuco (Eli Wallach – der Hässliche) sind auf der Jagd nach einer Geldkassette. Inhalt: 200.000 Dollar. Die drei Desperados haben untereinander nichts gemeinsam – werden aber zu Komplizen, wenn es die Situation erfordert. Doch jeder verfolgt nur ein Ziel: Die Geldkassette. Und keiner von ihnen ist bereit zu teilen.

Hintergrund & Infos zu Zwei glorreiche Halunken
Der Film beginnt mit einer ausführlichen Vorstellung der Hauptcharaktere, nach deren Eigenschaften der englische Titel The Good, the bad and the ugly (Deutsch: Der Gute, der Böse und der Hässliche) gewählt wurde.

Zwei glorreiche Halunken ist der dritte und letzte Teil der Dollar-Trilogie von Sergio Leone.

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Zwei glorreiche Halunken

Xander8112: Xanders Blog

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10.0Herausragend

Nicht leicht, das hier zu Sehende in Worte zu fassen: Zum einen, weil es fast nichts zu bemämgeln gibt, zum anderen, weil es nichts zu sagen gibt, was nicht andere schon gesagt haben, die die besseren Worte dafür gefunden haben. Was Sergio Leone mit “Für eine Handvoll Dollar” begann, führt er hier mit dem Prequel zur Perfektion (was man im Übrigen auch von Ennio Morricone sagen kann). Weitläufige Landschaftsaufnahmen wechseln sich mit Close Ups ab, der coole, einsame Reiter, der sein eigenes Spiel spielt, und nicht zu vergessen: Der “Mexican Standoff” am Ende des Films, welcher die Spannung des Films noch einmal in die Höhe treibt. Erwähnte ich den wohl besten Soundtrack aller Zeiten schon?

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sushi25: movie-fan.de

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9.5Herausragend

Eastwood ("Blonder"), Wallach und van Cleef sind einfach großartige Charaktere, die hier von Leone gekonnt in Szene gesetzt werden. Morricone's Musik sorgt für Gänsehaut und Spannung pur. Einer DER Italowestern vom Altmeister.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

sushi25

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Upps stimmt ja, danke für den Hinweis.


taubken

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@ Ortega Lorre Diese Melodie taucht beim finalen Duell von "Für ein paar Dollar mehr" auf. In "Zwei glorreiche Halunken" hingegen findet sie keine Verwendung.


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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10.0Herausragend

[...]»You see, in this world there’s two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig.« Der klassische Western servierte süßes, hier gibt’s saures: Eastwood, Van Cleef und Wallach traten als abgebrühte, dreckige und moralisch verseuchte Desperados das Erbe gesetzestreuer Westernhelden wie Henry Fonda, Gary Cooper und James Stewart an und sorgten mit ihren stilbildenden Leistungen ebenfalls für den Ankerschlag des Films in die tiefsten und weitreichendsten Annalen filmischen Schaffens. Besonders Eastwoods schweigsamer Antiheld wurde zu einem Sinnbild des Genres und er macht aus dem Blonden einen Son of a Bitch, der seinesgleichen sucht. Die kriegskritischen Töne, die der Film anschlägt, wenn Tuco und der Blonde in Gefangenschaft geraten und wenn sie später direkt in den Kampf an einer Brücke hinein- und zwischen die Fronten geraten, wirken nie aufgesetzt, sondern geben ein bitter-authentisches Bild eines sinnloses Konfliktes ab, vor dessen Hintergrund sich drei sich selbst am nächsten stehende durch ein staubig-dreckiges Leben schlagen.[...]171 Minuten sind eine lange (Lauf)Zeit, aber besser als mit Leones Bravourstück und gleichzeitigem Abschluss seiner mit „Für eine Handvoll Dollar“ (1964) und „Für ein paar Dollar mehr“ (1965) begonnenen „Dollar“-Trilogie kann man sie kaum verbringen. „Il buono, il brutto, il cattivo“ ist tatsächlich einer jener seltenen Fälle, in denen ein Regisseur auf dem Höhepunkt seines Könnens und mit der optimalen Ausreizung seiner Fähigkeiten etwas Unerreichbares zu schaffen im Stande war. Inszenierung, Kamera, Musik, Schnitt – alles perfekt und zwar auf einer Ebene, die wirklich jeder sehen, hören fühlen und erleben kann, selbst ohne jemals auch nur einen einzigen anderen Film gesehen zu haben. Manche Filme muss man sehen, andere kann oder sollte man sehen – bei diesem hier sollte man einfach nur dankbar sein, das man ihn sehen darf.[...]

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

JimiHendrix

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eine kritik die des filmes wirklich würdig ist ;)
ps: keine frage welcher western besser ist: "The Good, the Bad and the Ugly"!!! schon alleine das drehbuch dieses films ist anbetungswürdig, dagegen gab es das drehbuch von "Die glorreichen Sieben" bereits


ChristiansFoyer

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stimmt schon, aber trotzdem sind beide für das was sie sind klasse ;)


Kim Newman: Empire Kim Newman: Empire

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10.0Herausragend

Inmitten der dem ambitionierten und kostspieligen Finale von Sergio Leones Spaghetti-Western-Trilogie entgegengebrachten Huldigungen und bloßen Verehrung ist es leicht zu vergessen, wie einfach nur verdammt gut der Film ist.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

Allein wegen Eastwood mit zusammengekniffenen Augen und Zigarre im Mundwinkel, der genialsten Filmmusik aller Zeiten, und dem Showdown auf dem Friedhof ist dieser Western unsterblich.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.5Ausgezeichnet

Die perfekte Ballance zwischen Coolness, Pathos und Ironie.

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Kommentare (161) — Film: Zwei glorreiche Halunken


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Suki93

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Bewertung10.0Herausragend

Auch ich nähere mich meiner 1000. Filmbewertung. Deswegen habe ich mir für die nächsten fünf Filme bis zur tausend, Werke rausgesucht, die ich schon immer mal sehen wollte. Da gab‘s natürlich mehr als fünf, aber meine auserwählten Fünf schwirrten mir seit Jahren im Kopf rum… und los geht es, mit meinem Film Nr.
--
☆ #996 – „Zwei glorreiche Halunken“ ☆
--
The Good “God is not on our side ‘cause he hates idiots also”
The Bad “Five hundred dollars … to get the name”
And the Ugly “You became a priest because you were too much of a coward to do what I do”

Sergio Leone’s Abschließender Teil seiner Italowestern „Dollar“ Trilogie und mein erster Film von ihm. Ich hätte vielleicht mit dem ersten Teil „Für eine Handvoll Dollar“ und dem zweiten „Für ein paar Dollar mehr“ anfangen sollen… ich wollte aber „Zwei glorreiche Halunken“ zuerst. Die rekonstruierte und restaurierte DVD habe ich schon zu lange abgestaubt. Jetzt kam sie endlich dran. Einige finden ihn zu lang- und weilig, was ich auch aufgrund einiger langer Szenen nachvollziehen kann. Ich konnte mich aber jede Minute amüsieren!

Ein Close-up jagt den anderen. Die pralle Wüstensonne, die den Protagonisten den Schweiß auf ihre Stirn treibt, kann man förmlich riechen und man fiebert mit, wer den Revolver zuerst zückt. Die Ironie im Film und die knappen und coolen Dialoge machen einfach Spaß. Die Schauspieler haben auch einen guten Job hingelegt. Dass Clint Eastwood eine coole Sau ist muss man ja keinem mehr erzählen, aber ich habe ganz vergessen, dass er früher echt gut aussah, haha. Der Soundtrack von Ennio Morricone ist natürlich Weltklasse und macht besonders im Showdown einen tollen Eindruck! Ein kleines Manko allerdings waren die ‚verprügel-Szenen‘, die ich als etwas billig dargestellt empfand…
Mal am Rande bemerkt fällt auch sofort auf, dass allein schon beim Intro mit der Titeleinblendung, aber auch beim Outro, sich Quentin Tarantino von seinem (diesen) Lieblingsfilm sehr hatte inspirieren lassen.

„Zwei glorreiche Halunken“ ist ein super Film und natürlich für Western-Liebhaber ein absoluter Muss!
Und soweit die Vorhersagen sprechen, erwartet mich auch in meinem ausgewählten Film #997 etwas Großes!
--
„After a meal there’s nothing like a good cigar.“ – Blondie (the good)

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jacker

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Das würde ich nicht sagen. Es ist zwar nicht das Genre meiner Wahl, aber von einer generellen Abneigung kann man auf keinen Fall sprechen.
Ich finde auch den Vorgänger FEW DOLLARS MORE genial (den ersten Teil zumindest auch gut), aber diesen hier elendig lang, aufgeblasen und sogar richtig nervig. Naja, wenn ich mit Leone am Ende angekommen bin fange ich einfach mal wieder vorne an.


Suki93

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Naja, Geschmackssache... kann ich verstehen, dass es dem einen oder anderen zu lang, etc ist. Ich hatte auch erst meine Bedenken aufgrund der Länge, aber ich mocht den Film zum Schluss wie man sieht. Vllt findest ihn ja nach der Zweitsichtung nicht mehr so schlecht ;)


robertpires27

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Bewertung9.0Herausragend

Ey Blonder weißt du was du bist ? Gottverdammte 9,0 Punkte wert !

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kobbi88

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Bewertung9.0Herausragend

Sergio Leones Dollar-Trilogie, letzter Teil:

Die ersten zwei Teile der Dollar-Trilogie sind absolviert. Nachdem mich „Für eine Handvoll Dollar“ etwas enttäuscht hat (aber auf immer noch hohem Niveau), so fand ich „Für ein paar Dollar mehr“ deutlich besser, runder, spannender, cooler und witziger.
Nun also der dritte Teil „Zwei glorreiche Halunken“. Platz 1 meiner Top-100-Filmliste und eine Vorhersage von sage und schreibe 9,1. So ne hohe Vorhersage hab ich selten. Aber damit sind auch hohe Erwartungen verbunden.

Tja, ein bisschen widersprüchlich ist der deutsche Titel schon. Denn streng genommen sind es eigentlich drei Halunken, wobei der eine eher ein Arsch ist :P.

Der Blonde/Blondie (The Good), gespielt von Clint Eastwood. Wie immer Zigarillo kauend, einigermaßen wortkarg und Augen wie ein Eisblock. Cool und lässig ohne Ende. Und am Ende steht er sogar noch mit seinem Poncho da.
Sentenza/Angel Eyes (The Bad), gespielt von Lee Van Cleef. Badass vom feinsten, Auftragsmörder, brutales Schwein, skrupellos.
Tuco (The Ugly), gespielt von Eli Wallach. Witzig, grob, ziemlich vulgär. Ein Plappermaul. Aber auch sehr sympathisch!

Leider ist der Film mit 3 Stunden dann doch ziemlich lang geraten. Hier hat Leone wohl seine Liebe zu ausufernden Stoffen und Erzählungen entdeckt. Nicht immer konnte der Film die Spannung hoch halten, ein wenig kürzer und straffer wäre nicht schlecht gewesen.
Denn die Geschichte an sich hätte man auch kürzer zeigen können.
1862, während des amerikanischen Bürgerkriegs, sind die beiden Halunken Blondie und Tuco (und insofern passt dann auch wieder der deutsche Titel) Partner. Blondie liefert den gesuchten Tuco ab und kassiert das Kopfgeld. Bei der Hinrichtung (Aufhängen) schießt Blondie das Seil durch und Tuco kann fliehen. Das machen sie immer wieder, doch eines Tages geht es fast schief und die Wege der beiden trennen sich. Doch sie müssen sich wieder zusammentun, da es nun darum geht, die veruntreute Regimentskasse mit 200000 Dollar aus einem Grab zu holen. Zwar versuchen sie sich gegenseitig auszutricksen, aber letztlich können sie nur gemeinsam an dieses Geld kommen. Aber da ist auch noch der dritte im Bunde, der Kopfgeldjäger Sentenza. Auch er will an das Geld kommen und schreckt dabei vor nichts zurück.

Die Geschichte selbst ist ne Mischung aus Western, Abenteuerfilm und Kriegsfilm. Es geht um Gier. Um Gut und Böse (wobei diese Moralvorstellungen doch ziemlich verschoben wurden). Und um Vertrauen.
Der Soundtrack von Dio Morricone ist wahnsinnig genial. Allein das immer wieder in verschiedenen Varianten auftretende Hauptthema ist mittlerweile schon längst in die Popkultur eingezogen. Fan-tas-tisch.

Optisch treibt Sergio Leone seinen Film ins Extreme. Gefühlte hunderttausend Großaufnahmen von Gesichtern werden neben Aufnahmen von kargen Landschaften gestellt. Und dann immer wieder diese Augen. Aber es passt. Es ist gut so. Wenn auch manchmal vielleicht ein bisschen zu viel. Die Gewalt wird weiterhin teilweise stilisiert und übertrieben. Und die heftigen Gewaltdarstellungen werden mit einem sanften, ruhigen Lied unterlegt. So als ob man die Gewalt anders nicht mehr ertragen könnte. Der Humor kommt meines Erachtens zwar nicht mehr so dominant daher wie im direkten Vorgänger, aber dennoch waren auch hier die Charaktere sehr schön überzeichnet. Und wieder gingen manchen Szenen wunderbar ins groteske hinein (schon wieder und immer wieder diese Hüte). Coole Sprüche sind natürlich auch hier wieder an der Tagesordnung.

Bis dahin kommt der Film für mich nicht ganz an „Für ein paar Dollar mehr“ heran.
Ja, aber das Beste hab ich noch gar nicht erwähnt: den Showdown

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber er ist noch besser als der Showdown aus „Für ein paar Dollar mehr“. Wachsame Augen. Nervöse Hände. Revolver. Ich starre gebannt auf den Bildschirm. Wieder Gesichter. Wieder Hände und Colts. Schnell geschnitten. Dazu wieder so eine kleine Melodie. Ich wage kaum zu atmen. Nur einzelne Töne. Augen. Revolver. Ein kurzer Blick nach links. Die Stimmung ist zum zerreißen gespannt, aber noch muss ich warten. Warten. Gesichter. Augen. Hände. Schweiß. Ein leichtes Zittern. Musik. Spannung. Augen. Revolver. Ich kann nicht mehr. Los, macht schon! Augen. Revolver. Wieder ein kleiner Blick nach links. Zähne werden kurz gezeigt. Augen. Spannung. Eine Hand wandert langsam zum Colt. Augen. Revolver. Augen. Revolver. Schweiß. Augen. Revolver. Augen. Und dann, ENDLICH, explodiert die Szene. Und ich gleich mit. Hammer. Genial. Der helle Wahnsinn. Genau für so etwas wurden Filme gemacht, wurde das Kino erfunden. Ist Sergio Leone geboren worden.

Als kleines Fazit: „Zwei glorreiche Halunken“ ist ein super Western, hat meine Erwartungen erfüllen können und ist trotz einer klar zu langen Laufzeit wegen des phänomenalen Showdowns auf einer Ebene mit „Für ein paar Dollar mehr“.

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EvertonHirsch

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Apropos Zweitsichtung, auch Zwei glorreiche Halunken ist ein Film, der bei mir einen ungemein größeren Eindruck erst beim zweiten Mal hinterlassen hat (und ich glaube, mir ging es nicht allein so).


Timo K.

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JACKIE BROWN ist eindeutig Tarantinos Meisterwerk, genuin in jeder Hinsicht, völlig erwachsen und doch selten skurril wie zuvor, schwarzhumorig und clever gestrickt, die totale Hommage an die Liebe, an Pam Grier, an ein sinnliches Kino. Nie war eine Sexszene "freakiger", nie war Tarantino so konzentriert im Ausstaffieren eines Figurenkarussells und vertieft in einen Stoff, der gar nicht jene verspielten Meta-Anleihen nötig hat, die seine sonstigen Filme beherrschen. Noch einmal anschauen, der ist oberste Liga! :)


BattlemasterIZ

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Bewertung10.0Herausragend

Mustergültiger Italo-Western :)
Man hat der mir gut gefallen :D, dank Leone, Morricone und diesen Antihelden, weis ich nun wie sich ein richtiger "Dreckiger Western" anfühlt ;).
Der Film ist hervorragend zusammengeschnitten, das musikalische, die genialen Bilder und Ausblicke umschlingten sogar mein Herz. Ging wohl auch einigen anderen Western-fanboys so. Also dieser hier hat einen ganz großen Italo-Charme. Die Darsteller, die hier unterschiedlicher kaum sein könnten werden im Gedächtnis haften bleiben. Besonders Clint Eastwood alias Der Blonde und Eli Wallach alias Tuco sind sehr bemerkenswert. Wobei für mich die Figur Tuco hier die Krönung ist :D. Insgesamt ein Glorreicher Western. Überaus gespannt bin ich nun ob ich da noch ein besseren "Spaghetti Western" finde ;D

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Alienator

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Ja guck dir doch folgende an:Zunächst einmal die beiden Trilogien von Sergio Leone: "Zwei glorreiche Halunken", "Eine Handvoll Dollar", "Für ein paar Dollar mehr" und "Spiel mir das Lied vom Tod", "Todesmelodie" und "Es war einmal in Amerika". Zudem noch "Leichen pflastern seinen Weg" , der Ur- "Django", "Sabata", "Keoma" oder "Töte Amigo". So...jetzt hast du ein paar: GO!


BattlemasterIZ

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:) THX Die Dollar Trilogie, Den "wahren" Nero Django, Spiel mir das Lied vom Tod und das Gangster-Epos Once Upon a Time in America kenne ich ja schon ;D Großartige Filme... Also versuche ich mir mal "Leichen pflastern seinen Weg" zu besorgen.


MurmelTV

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich persönlich habe es selten erlebt, dass mich ein dreistündiger Film keine Sekunde langweilt oder mir stellenweise zäh vorkommt. Doch Sergio Leones Spaghetti-Western hat es tatsächlich geschafft, auch wenn ich anfangs dachte, dass dem nicht so sein wird! Immerhin hat es eine Zeit lang gedauert, bis das erste Wort fiel!
Die Story rund um die drei Charaktere, welche bereits im Originaltitel genannt werden, wird spannend erzählt und Clint Eastwood als "cooler Schönling" oder "Blondie" bietet eine gute Leistung, welche von dem eher lustigen Tuco größtenteils unterstützt wird!
Hinzu kommen schöne und passende Settings und Landschaften, wobei mir hier besonders die Szene im Kriegslager an der Brücke gefallen hat und natürlich der Saint Hill Friedhof!
Ein durchweg hervorragender Film, über den ich persönlich nicht meckern kann! Wenn man mal 3 geschlagene Stunden Zeit hat, sollte man sich diesen Western unbedingt mal anschauen!

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diqits

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der letzte Film der Dollar Trilogie ist mir vermutlich deshalb in Erinnerung geblieben da die Charaktere auch endlich ein wenig Menschlichkeit einsehen lassen. Zu bemerken ist auch der spöttische Humor in der ganzen Geschichte, der einfach zu jeder Zeit unterhält. Dabei spielt sich niemand als Held auf und es ist dem Zuschauer überlassen mit welchen Halunken er jetzt mitfiebert, dabei ist die Geschichte von Tuco eine gelungene Abwechslung zu den Wortkargen Antihelden aus den vergangenen Filmen. Nicht nur die Handlungstränge sind ausgeklügelter auch der Western hat viele moderne Ansätze und traut sich einfach mehr als die wegweisenden Vorgänger. Die Gefühle werden endlich vom Film getragen, es ist einfach keine bloße Beseitigung von emotionslosen langweiligen Störenfrieden mehr.

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Abettertomorrow

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Geburtsstunde des Italo-Westerns und der Karrierestart für Clint Eastwood. Ausgezeichnet, aber nicht ganz so gut wie "Once upon a time in the west".

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movie.max

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Western, Kriegsfilm, Buddymovie?
Zitate wie aus letzterem, Sounds wie aus ersterem und Bilder wie aus dem Lehrbuch.

Leone weiß wie und auch wenn seine drei Ungleichen an ihren Längen leiden, macht 'The Good, The Bad and The Ugly' einen Höllenspaß.

Lange habe ich ihn nicht gesehen und wenn ich ehrlich zu mir selber bin habe ich mir von dieser Sichtung auch mehr erhofft. Schließlich ist Leone's Opus Magnum trotz seiner Laufzeit und seines Facettenreichtums viel zu flach, als dass ich von der Geschichte wahrhaftig mitgerissen werden kann.

Ennio und Sergio - Götter der Kinokunst - verdienen sich ihren Platz in Ranglisten, Ratings und Moviepilot-Listen, auch wenn sie vom Platz in meinem Herzen noch ein paar Panoramaaufnahmen entfernt sind.

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torsten.wichner

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Hab ich doch alle bei 8,5.


movie.max

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Ja aber ich glaube da geht mehr. Ich glaube von allen Filmen dieser Welt würdest du sie besser bewerten. Und gerade im Vergleich zu 'Looper' stehen Casino und Spiel mir... zu weit unten.


EvertonHirsch

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bei "Zwei glorreiche Halunken" war ich mir erst nicht sicher, wie viele Punkte ich geben soll. Hebt er sich doch in Sachen Machart, Tempo sowie den vielen Handlungssträngen und -orten meiner Meinung nach etwas von den beiden Dollar-Filmen ab. Auch kann er die Spannung nicht durchgehend über die fast 3 Stunden gleich hoch halten.

Aber nachdem mir etliche Szenen, Zitate und natürlich die Musik auch Tage danach nicht aus dem Kopf gingen, ich beinah an nichts anderes mehr denken konnte, gewann der Film immer mehr an Faszination und Sympathie, so dass ich ein paar Tage nach dem ersten Sichten noch einmal zum Film gegriffen habe (diesmal allerdings nur die 157 Min-Version, um die nervige Neusynchro zu umgehen). Und was soll ich sagen? Der Film hat mich beim zweiten Mal dann völlig umgehauen. Allein die immer wiederkehrenden "Es gibt zwei Arten von..." Sprüche. Das Zusammenspiel zwischen Tuco und dem Blonden, (die Stricksache, das Fluchen von Tuco), bei dem man aber auch merkt, wie beide immer mehr Sympathien füreinander aufbauen im Laufe des Films, die Art wie der Blonde allerdings auch immer wieder Tuco als Idioten betitelt, das ständige überlegene Lächeln in Sentanzas Gesicht, alles passt perfekt.

Was allerdings dann im Finale passiert, ist an Spannung kaum noch zu überbieten. Eingeleitet von der Friedhofszene, die stimmiger in Musik und Bild kaum sein kann gipfelt das Ganze dann in dem endlos dichten "Il Triello". Diese Szene allein lässt das ganze indessen für mich schon zum besten Western aller Zeiten werden.

Mir bleibt nur noch zu sagen: "Los buddel!"

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Croton

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Bewertung9.0Herausragend

Bei "The Good, The Bad and The Ugly" fällt die Bewertung besonders schwer. Die Erzählweise ist für meine heutigen Sehgewohnheiten einfach ein Stück zu langsam - Mit Pausen habe ich 4,5h an dem Film rumgeguckt... Eigentlich eine klassische 7,5, hat mich gut unterhalten und waren ein paar ganze nette Sachen drin!

Aber mal ehrlich: Diese Bilder? Dieser Sountrack? Dieses Finale? Diese Sprüche? und dann eine 7,5? Nein der Film ist herausragend gut und wird das auch bleiben! Also 9 Punkte und der eine Punkt ist einfach den modernen Sehgewohnheiten (und der Einführung von Nichtraucherwohnungen^^) geschuldet.

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schwedenretter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn man Überlänge verzeiht, weiß man in der Regel, dass man einen tollen Film vor sich hat.

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Benjamin Barker

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Bewertung6.0Ganz gut

Platz 1 in den Western-Community-Charts. Platz 3 meiner "Top 100". Platz 5 der IMDB. Quentin Tarantinos Lieblingsfilm. Warum?
Der Film profitiert sehr davon, dass das Ende eines Films immer am stärksten haften bleibt. Denn die letzten 20, 30 Minuten machen wirklich Spaß. Spannend, toll gefilmt und tatsächlich mit 1,2 Überraschungen. Doch kann dies nur teilweise für das entschädigen, was in den 2 1/2 Stunden zuvor geboten wurde. Denn ganz ehrlich, ich konnte nirgends ausmachen, wofür "The good, the bad and the ugly" von allen und ständig in den Himmel gelobt wird. Die Laufzeit kam mir bereits im Vorfeld sehr gewagt vor und leider sollte sich dieser Eindruck später bestätigen: Mühsam und arm an Höhepunkten schleppt sich der Film von Schauplatz zu Schauplatz und weiß offensichtlich nichts mit seinem immensen Minuten-Pensum anzufangen. Die Geschichte ist zwar nicht uninteressant, aber auch nicht sonderlich ergiebig und wird hier bis an den Rand des Erträglichen gestreckt. Wobei das alles nie wirklich schlecht ist, Darsteller, Setting, Kamera, Score, alles gelungen, doch der Inhalt ist einfach so belanglos und träge vorgetragen, dass es nie wirklich reizvoll, geschweige denn fesselnd wird.
Ich kann mir nicht erklären, was derart herausragend an diesem Film sein soll und bevor die Totschlag-Argumente kommen: Ja, vermutlich habe ich ihn nicht verstanden. Schade, denn "Once upon a time in the west" mochte ich wirklich, doch spielt "The good, the bad and the ugly" in meinen Augen nicht in dessen Liga.

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Punsha

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Naja, wenn er Spiel mir das Lied vom Tod besser fand, dann kann man sein Problem mit dem wohl nicht an Langatmigkeit festmachen. Mir gehts übrigens ähnlich wie dir, BB ... aber irgendwann gönn ich dem auch noch seine zweite Chance.


nerdkiller

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Solltest du auch.


jacker

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Bewertung3.0Schwach

Es gibt Dinge, die sieht man zwar anders, kann sie aber nachvollziehen.
Und dann gibt es Dinge die man nicht begreifen kann, egal wie sehr man es versucht. Zur letzteren Kategorie zählt der Fakt, dass dies hier EINSTIMMIG als das ultimative und meisterwerkige Ende der Dollar-Trilogie abgefeiert wird (nicht mal Leone Haterin Jenny von T zerreißt hier?!).

Für mich waren diese 3 (gefühlt bitte noch eine 0 dran hängen) Stunden in keiner nur erdenklichen Weise mit dem Vorgänger auf Augenhöhe, geschweige denn über diesen erhaben.

Alles in "The Good, The Bad & The Ugly" stinkt nach erzwungener Fortsetzung, die kläglich versucht mit wesentlich mehr Budget das, was "For A Few Dollars More" großartig gemacht hat auf Teufel komm raus noch mal aufzukochen, irgendwie fortzuführen und auf künstlich-gigantische 3 Stunden aufzublasen.
Leone soll seinen Stil hier prefektioniert haben? Dann muss ich die Gedächtnis-9 für "Spiel mir das Lied vom Tod" wohl ganz schnell noch mal überprüfen!
Zurück zu diesem Film:
Die Ironie, die überzeichnete Stilistik, den Witz, die schrägen Charaktereigenschaften der Figuren und überhaupt den ganzen Stil das Vorgängers habe ich hier vergeblich gesucht, denn alles ist nur platt, uninteressant, eine stumpfe Aneinanderreihung von (ich sage es gern noch mal) künstlich ausgedehnten Langweiligkeiten.

Es in 3h auf gerade mal zwei (!!!) atmosphärische Szenen zu bringen (Wüste und Shootout in der zerbombten Stadt nachdem Tuco in der Badewanne saß) muss man erst mal schaffen, abseits davon hat mich das ironiefreie Gedümpel mehr dazu bewegt alle 5 min über die Display-Taste meines Players in Erfahrung zu bringen wie lange ich diese staubtrockene Brise Wüstenwind noch ertragen muss.

Und bester Score aller Zeiten? Ich bitte euch..

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jacker

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Genau! Die habe ich als eine angesehen und in meinem Kommentar auch gemeint! Die andere ist der Shootout in der verlassenen Stadt. Und vielleicht noch eine halbe andere (Wanderung durch die Wüste).
Ich freue mich ja für euch alle, dass der Film euch so gut gefällt, aber ich kann nur sagen: Ich hätte ihn gern gemocht, aber es war eine einzige Qual. Mir atmosphärische Momente ausdenken, nur um nicht anzudenken werde ich wohl nicht ;)


jacker

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Gerade noch mal gelesen, ich meinte sie wohl doch nicht (wie ich ja schreibe). Aber bei den Zweieinhalb Szenen bleibe ich jetzt !


CIT

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kein langes Gesabbel, alles Gute wurde eh schon zigmal erwähnt, einfach eine 10. Bester Western aller Zeiten und auch einer der besten Filme überhaupt.

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Fedkek2

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Bewertung4.0Uninteressant

Zu wenig Spannung, zu lang gezogen, zu uninteressant.

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oki1987

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@jacker: deine Kritik kann man wenigstens ernst nehmen ;)


Brissenden

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"...Gott ist nicht mit uns, er hasst Idioten wie dich!"


adamma

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Bewertung7.5Sehenswert

Toll gemacht, aber für mich der schlechteste der Dollar-Trilogie! Zu lang und nicht intensiv genug im Gegensatz zu "Für eine Handvoll Dollar mehr".

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TheDrPepperPower

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Unfassbar! Naja, da ist wohl wieder das Geschmacksphänomen, aber für mich ist der hier sowas von deutlich der beste der Trilogie, auch wenn die anderen beiden natürlich auch gut sind.


Andy Dufresne

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Bewertung10.0Herausragend

"Gott ist nicht mit uns. Er hasst Idioten wie dich."

Nachdem "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr" erfolgreich liefen , hatte Leone für "Zwei glorreiche Halunken" ein weitaus höheres Budget zur Verfügung.
Und das merkt man!
In der Ausstattung, den Kulissen des Bürgerkriegszerstörten Amerikas, den vielen Details.
Leone schuf einen Film der fast einhellig als einer der besten Western, gar Filme überhaupt gilt.
Tarantino sagt es sei der beste Film der je gemacht wurde, Jeff Bridges sagt es sei der beste Western aller Zeiten, ich sage: Der Film hat mich komplett umgehauen!
So breit, so weit, so vielschichtig, tiefgehend und doch absolut simpel und stringent.

"Sporen teilt man in zwei Kategorien ein: Die zur Tür rein kommen und die durchs Fenster kommen."

"The Good (der Blonde/Eastwood)" wird eingeführt in einer Szene in der er 3 Menschen erschießt, das sagt schon alles über die augenzwinkernde Einteilung in Gut & Böse (und hässlich), in diesem amoralischen, weit über jeder schlichten Konvention stehenden Film.
Wer hier good oder bad (und/oder ugly) ist: das wechselt mehrfach...

"Es gibt zwei Kategorien von Menschen. Die einen, die den Strick um den Hals haben und die anderen, die ihn abschneiden."

Leone pur: Kurze Dialoge, lange Szenen, Close Ups von Gesichtern, Fingern, Details, blutige, erniedrigende Gewalt und doch immer Raum für Gags.
Und für grinsend verpackte Kritik:

"Wer seinen Soldaten den meisten Whisky verpasst und sie besoffen zur Schlachtbank bringt, ist der Gewinner. Weißt Du, ich schätze es gibt eine Sache, die diese Herrschaften da drüben und uns hier verbindet - wir lieben alle Alkohol!"

Zeitlos wohl schon wegen der schlichten Miteinbeziehung von allem was Western eben groß macht ( Pferde, Wüste, Whiskey, Knarren, Kutschen, Saloons, Galgen usw.) und doch (wohl) so einzigartig und herausragend, weil der Film sich mit einem ganz besonderen Zeitabschnitt beschäftigt:
Den Wirren des amerikanischen Bürgerkrieges.
Immer wieder wird die Sinnlosigkeit dieses/des Krieges verdeutlicht, die völlige Nichtbedeutung auf welcher Seite man steht, sinnbildlich natürlich in der Szene als aus Blauen Nordstaatlern graue Antagonisten werden...
Es wird gezeigt das Leid, Opfer und moralischer wie physischer Verfall die Essenz des Waffenganges sind und das fast alle Schlachten so sinnlos sind wie das Bewachen einer angeblich wichtigen Brücke, die doch nur von Menschenhand erbaut wurde (und deren Wiederaufbau ja jederzeit wieder möglich wäre)...

"Es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen haben einen geladenen Revolver und die anderen Buddeln!"

Viel, viel mehr als ein bloßer Western: Ebenso grandioser Actionfilm wie auch Satire, Moritat und (Anti)Kriegsfilm, Thriller und Drama, Zeitbildniss und Comic.
Überhöht und doch realistisch, Kritik und zugleich Feier der damaligen Verhältnisse.

Eastwood hat über die Jahrzehnte so ziemlich alles gespielt was man sich vorstellen kann (und das verdammt gut!) und doch:
Als langer, dürrer, schweigender Gunman, mit zugekniffenen Augen und Rillo in der Fresse: Das ist DER Clint überhaupt, das ist seine Rolle für die Ewigkeit.

Und Van Cleef ist sowieso einzigartig.
"Vancleefig" sollte im allgemeinen Sprachgebrauch Worte wie "miese Drecksau" oder "Auftragskiller" oder "stoisch" ersetzen.
Van Cleef ist eben wahrhaft einzigartig.

Last baut not least: Eli Wallach.
Eigentlich ja ein egoistischer,vulgärer, ziemlich gemeiner Arsch ist dieser Tuco und doch: Man muss ihn mögen, man schließt ihn ins Herz, man drückt die Daumen für diesen dreckigen Aasgeier.
Muss man erstmal hinbekommen (als Schauspieler).

Und die Musik!
Man will sie feiern, immer wenn ein Ton von ihr zu hören ist!
"The Ecstasy of Gold" ist wohl schlicht eines der besten Themes ever, vielleicht sogar DAS beste Theme ever!
Ennio Morricone: Tiefste Verbeugung vor dir, DEM Vertoner von bewegten Bildern !

Und die Zeit die sich der Film nimmt!
Einfach mal 20 Minuten Wüste und zwei Typen die nichts reden.
Gar nichts!
So geht dramatischer Aufbau, so geht erzählte Dramatik, ohne Worte wird emotional ein Band geknüpft, erklärt sich der Film selbst, allein durch Bilder.Durch minutenlange Einstellungen, die sich eben selbst rechtfertigen, weil allein durch das "sich Zeitnehmen" viel mehr transportiert wird, wahrgenommen werden kann, als es tausend Schnitte könnten.
Das es so etwas (fast) nicht mehr gibt Heutzutage, ist eine der für mich tragischsten Wahrheiten des modernen, tausendfach gecutteten, Handkamera orgasmusiernden und vor allem fast nur noch gefakten (CGIgetunten) Kinos.
1966 war das alles noch echt! Der Dreck, der Schlamm, die Bretterbuden, der Staub, die Explosionen, die Gräben und Gräber, die Wüste, die Weite die Atmosphäre.
Und was lernen wir daraus:
Echt ist echt ist besser!
Ist realer, ist schlicht wirklicher, unmittelbarer, vorstellbarer.

Ein Wahnsinnsfilm, ein Überwestern, einer der besten Filme aller Zeiten, weniger Superlative wäre ganz einfach untertrieben...

Zum Schluß das Strafregister des Tuco Benedicto Pacifico Juan Maria Ramirez, das MUSS einfach hier mit rein:
Verurteilt wurde er wegen Mordes, räuberischen Überfalls auf Zivilpersonen, auf Banken und Postanstalten, wegen Diebstahls von Kircheneigentum, Brandstiftung in einem Staatsgefängnis, falscher eidlicher Aussage, Bigamie, böswilligen Verlassens der Ehefrau, Aufforderung zur Prostitution, Raub mit anschließender Erpressung, Hehlerei, Falschmünzerei, Falschspiel mit gezinkten Karten und präparierten Würfeln, wegen schwerer Körperverletzung, begangen an Privatpersonen, Justizangestellten und Beamten des Kreises, der Provinz und des Staates.(...) Mord, tätlicher Angriff auf einen Staatsangestellten, Vergewaltigung einer Jungfrau weißer Hautfarbe, versuchte Vergewaltigung einer Frau schwarzer Hautfarbe, Unterbrechung des Schienenverkehrs in räuberischer Absicht, Bankraub, Straßenraub, Raub in einer unbekannten Anzahl von Postämtern, Flucht aus dem Staatsgefängnis, Falschspiel mit gezinkten Karten und Würfeln, Förderung der Prostitution, Erpressung, versuchter Verkauf geflüchteter Sklaven, Falschmünzerei, Missachtung des Gerichts, Brandstiftung am Gerichtsgebäude und Sheriff's Office in Sonora, Viehdiebstahl, Pferdediebstahl, Waffenschieberei an Indianer, Amtsanmaßung als mexikanischer General und ungesetzlicher Bezug von Vergütungen und Pensionen der Unionsarmee.

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jacker

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Ich habe generell ein großes Problem mit Überlänge. Ich finde ganz oft, dass das was auf 3 oder mehr Stunden aufgebauscht wird ohne Probleme (inhaltlich und stilistisch) auch in maximal 2 erzählt werden könnte. Oder anders gesagt: Solche Länge geht für mcih nur okay, wenn dieser unglaubliche Sog da ist, der die Zeit vergessen lässt. Ein Film der so gut ist, dass 3h gerechtfertigt sind könnte auch ruhig 4h gehen, wohingegen ich die meisten Filme die 2,5h gehen als zu lang empfinde.
Schwieriges Thema.

Und bezüglich mir und dem Film: Ich denke es wird Leute geben (präzisiert: User rubelzar, der ja unter meinem Comment schon Welle für Leone gemacht hat und auch abseits des virtuellen Daseins ein guter Kumpel ist) die es nicht auf sich sitzen lassen werden, dass ich dieses Meisterwerk verkenne und sicher ab und an versuchen werden mich nochmal zum zweiten Versuch zu kriegen!
Wenn die eigene so sehr von der kollektiven Meinung (und ihr seid ja nicht das Kollektiv was mir erzählen will wie witzig doch "Zweiohrküken" war, sondern wesentlich kompetenter :D) abweicht, dann tendiere ich da schon zu ner zweiten Chance, die muss aber mit gehörigem Abstand folgen. Zumindest wenn der erste Versuch so an mir gezehrt hat :D
Weil es auch immer sien kann, dass man nicht in der Stimmung dafür war!

Ist nicht verloren, reiht sich hinter "Possession", "Tinker, Taylor..", "French Connection" etc. in die Reiher 'zweite Chance verdient' Streifen ein (wobei das mit dem Liebling trotzdem stimmen mag)!


Andy Dufresne

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Späte Antwort:
Reih ihn in die Liste ein!
"Tinker...", French Connection (der zweite ist auch klasse!)", in so eine Liste von Hochkarätern (und von dir NOCH verschmähten) gehört er rein! :)


Ener

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Bewertung10.0Herausragend

Magisch! Unglaublich, wie gut "Action-Filme" vor fast 50 Jahren sein konnten. Und wie grandios eine Explosion. Die in Fetzen fliegende Brücke gehört m.E. noch heute zu den absolut besten Hollywood-Krawummsern. Echt ist eben besser als alles Effekt-Geknalle, mehr geht nicht. Aber das spielt gar keine tragende Rolle, kann höchstens als Randnotiz verstanden werden. The Good, the Bad & the Ugly lässt sich auf keine Szene oder ein Genre reduzieren, er ist auch kein "einfacher" (Italo-)Western. Es ist ein filmisches Standard-Werk, insgesamt betrachtet, lässt sich noch weniger beschreiben als Filme an sich sowieso schon. Daher nur noch eine weitere Randnotiz: L’estasi Dell’oro ist wohl Morricones größter Streich, und der hat wirklich nicht wenig Gutes gemacht. Die Szene lebt von der Musik, nicht vom Bild. Und das, obwohl das Bild nun auch alles andere als gewöhlich ist.

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MarkRenton

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großartig! 171 Minuten lang tolle Charaktere, gespielt von Klasse Schauspielern, in einer starken Story. Coole Dialoge, tolle Kamera - überhaupt super inszeniert. Die Musik ist sowieso über jeden Zweifel erhaben, die Szene in der Eli Wallach über den Friedhof rennt ist so episch, epischer gehts fast nicht mehr, und eines der geilsten finalen Duelle der Filmgeschichte - Sergio Leone liefert hier ein absolutes Meisterwerk ab!

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woerdey

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe den Film vor ein paar Tagen das erste Mal gesehen, meine Eindrücke sind also noch recht frisch:

Nach dem launigen Einstieg (vor allem die Vorstellung des Blonden) hat der Film im Mittelteil meiner Meinung nach die eine oder andere Länge. Dann nimmt das Ganze wieder an Fahrt auf, auch aufgrund der verstärkten Elemente des Kriegs- bzw. Anti-Kriegsfilms. Diese führen wohl auch dazu, dass " The good, the bad and the ugly" der wahrscheinlich zynischte der Dollar-Trilogie ist. Der finale Showdowon ist einfach nur großartig inszeniert, den hab ich mir gleich zweimal angesehen.

Als nächstes auf meiner Liste der Italo-Western steht jetzt "Spiel mir das Lied vom Tod". Bin schon gespannt...

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Sebastian Shinoda

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Deiner Kritik zufolge solltest du Spiel mir das Lied vom Tod auch sehr gut finden. Meiner Meinung nach noch der einen Tick bessere Italo-Western, was bei mir heißt "Once upon a time in the west" der beste überhaupt und "The good, the bad, and the ugly" knapp dahinter^^


woerdey

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Ja, du hast Recht. Habe den Film vor kurzem gesehen und sehe das im Grunde genau wie du, auch wenn ich bei "Spiel mir das Lied vom Tod" den knallharten Zynismus der Dollar-Filme etwas vermisse. Ich werde das Lied vom Tod gleich mal bewerten, mit 9 Punkten.



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