Charles Bronson

Beteiligt an 83 Filmen (als Schauspieler/in) und 7 Serien
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Poster zu Charles Bronson
Alias: Charles Dennis Buchinsky
Geburtstag: 3. November 1921
Todestag: 30. August 2003
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 122

Charles Bronson, auf der Leinwand Inbegriff des harten Mannes, wurde am 3. November 1921 als Charles Dennis Buchinski in Pensylvania, USA geboren. Tatsächlich war Bronsons Härte kein künstliches Image, produziert von Marketingexperten der Traumfabrik. Der Sohn litauischer Einwanderer arbeitete schon als Kind in einer Kohlemine, um zum Lebensunterhalt der armen, siebzehnköpfigen Familie beizutragen. Während des zweiten Weltkrieges diente Bronson in der US-Armee als Besatzungsmitglied eines B-29 Bombers. Er wurde verwundet und mit dem Purple Heart ausgezeichnet. Nach dem Ende des Krieges studierte Charles Bronson Schauspiel am renomierten Pasadena Playhouse in Kalifornien. Einer seiner Lehrer war von ihm so beeindruckt, dass er ihn Regisseur Henry Hathaway für seinen Film You’re in the Army now (1951) vorschlug.

Die Buchinsky Jahre
Die 1950er Jahre über spielte Charles Bronson – abgehen von der Titelrolle in Roger Cormans Revolver-Kelly (1958) – unter seinem Geburtsnamen vor allem kleinere Rollen. Als Highlight wäre hier Vera Cruz (1954), seine erste Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Aldrich zu nennen. In diesem zynischen Western war er Teil einer beachtlichen Besetzung: Gary Cooper, Burt Lancaster und Ernest Borgnine. Es sollte nicht das letzte Mal sein, dass Charles Bronson neben großer Hollywoodprominenz spielen würde.

Die “Guys on the Mission”-Filme
Mit Steve McQueen und James Coburn spielte Charles Bronson in gleich zwei wunderbar besetzten Klassikern unter der Regie von John Sturges: So war er 1960 in Die glorreichen Sieben, dem Remake von Akira Kurosawas Die sieben Samurai, einer der glorreichen sieben Revolverhelden, die hilflose, mexikanische Bauern vor räuberischen Banditos schützten. Der Film war ein lupenreiner, internationaler Hit und der Karriere seiner aufstrebenden Besetzung sehr förderlich. 1963 folgte für Charles Bronson die Rolle des Danny “Tunnel König” Velinski in Gesprengte Ketten, der Mutter aller Gefängnisausbruchsfilme. Das dreistündige Epos verhalf vor allem Steve McQueen zum Durchbruch, bot aber mit James Garner, Richard Attenborough und Donald Pleasence eine beeindruckende Riege von Ko-Stars, neben denen sich Charles Bronson aber mühelos behauptete. Die Dreharbeiten dürften für Charles Bronson besonders unangenehm gewesen sein, da seine Rollen viele Szenen in der engen Kulisse des Ausbruchstunnels verlangte. Seit Charles Bronson in seiner Jugend bei einem Unfall in der Kohlemine nur knapp mit dem Leben davongekommen war, hatte der Schauspieler eine Phobie vor engen Räumen. Er konnte nur einige Minuten am Stück in der Kulisse bleiben. 1967 spielte Charles Bronson neben Lee Marvin, dem anderen harten Mann Hollywoods, in dem ultimativen Guys on the Mission-Film Das dreckige Dutzend (1967). Seine vielleicht legendärste Rolle folgte auf dem Fuß: Mundharmonika in Sergio Leone unsterblichen Spiel mir das Lied vom Tod (1968). Es war das erste Mal, dass er einen gnadenlosen Rächer spielte. Es war die Rolle, die Charles Bronsons restliche Karriere prägen sollte.

Der Rächer
Charles Bronson spielte Rächerfiguren in Chatos Land (1972), Das Gesetz bin ich (1974), Yukon (1981) und allen fünf Teilen von Ein Mann sieht rot. Dabei reichten die Motive für Bronsons Rachefeldzüge von einer vergewaltigten bzw. ermordeten Ehefrau (Chatos Land / Ein Mann sieht rot), über einen ermordeten Hund (Yukon) bis zu einer zerschossenen Melonenfarm (Das Gesetz bin ich). Charles Bronson kannte kein Erbarmen. Es ist nur konsequent, dass Quentin Tarantino seinen Kill Bill: Volume 1 -Zweiteiler Charles Bronson widmete.

Dabei war der Schauspieler privat als sehr ruhiger Familienmensch bekannt. Er war dreimal verheiratet, u.a. mit Schauspielkollegin Jill Ireland. Charles Bronson, der in seinen letzten Lebensjahren an Alzheimer litt, starb 2003 an einer Lungenentzündung. (KJ)

Charles Bronson ist bekannt durch

Spiel mir das Lied vom Tod Spiel mir das Lied vom Tod Italien/USA · 1968
Wilde Pferde Wilde Pferde Italien/Spanien/Frankreich · 1973

Komplette Filmographie

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