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Für ein paar Dollar mehr

Per qualche dollaro in più (1965), DE/ES/IT Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 25.03.1966


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8.1
Kritiker
39 Bewertungen
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7.6
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7368 Bewertungen
62 Kommentare
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von Sergio Leone, mit Clint Eastwood und Lee Van Cleef

In Sergio Leones Italowestern Für ein paar Dollar mehr suchen die Kopfgeldäger Clint Eastwood und Lee van Cleef gemeinsam einen Gangster – sei es für das Geld oder für Rache.

Der Kopfgeldjäger Colonel Douglas Mortimer (Lee Van Cleef) begibt sich auf die Jagd nach dem Ganoven Cavanagh, doch der Kopfgeldjäger Monco (Clint Eastwood) ist schneller und tötet den Banditen. Nachdem sie sich als Konkurrenten gegenseitig einschüchtern, beschließen Mortimer und Monco gemeinsame Sache zu machen, als sie erfahren, dass Indio, der meistgesuchte Verbrecher im westlichen Territorium, aus dem Gefängnis entflohen ist und auf seinen Kopf 10.000 Dollar ausgesetzt sind.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Für ein paar Dollar mehr
Genre
Italowestern
Zeit
1870er Jahre
Ort
Gefängnis, New Mexico, Wilder Westen
Handlung
Apfel, Außenseiter, Bandit, Bank, Cannabis, Cowboy, Cowboyhut, Cowboystiefel, Duell, Freiheitsentzug, Gefängnis, Gefängnisausbruch, Gewehr, Gewehrkugel, Hotel, Indios, Inkognito, Joint, Klassiker, Kopfgeldjäger, Lockvogel, Mord, Männer, Pferd, Pistole, Provinz, Schießerei, Steckbrief, Suizid, Vergewaltigung
Stimmung
Aufregend, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Klassiker, Sequel
Verleiher
Constantin Film
Produktionsfirma
Arturo González Producciones Cinematográficas S.A., Constantin Film Produktion, Produzioni Europee Associati

Kritiken (3) — Film: Für ein paar Dollar mehr

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Sergio Leones Dollar-Trilogie, Zweiter Teil:

Nachdem ich von „Für eine Handvoll Dollar“ zwar leicht enttäuscht war, so war ich doch neugierig, wie die „Fortsetzung“ sein würde. In „Für ein paar Dollar mehr“ ist wieder Clint Eastwood der Protagonist. Wieder spielt er einen einsamen, relativ schweigsamen Fremden, hier "Monco" genannt. Mit ner gehörigen Portion zynischem Humor, großem Talent am Colt und mit seinen zusammengekniffenen Augen. Und natürlich hat er auch sein Zigarillo wieder so cool im Mund wie sonst keiner. Aber er kommt mir nicht mehr ganz so schweigsam vor, wie im ersten Film. Er wirkt auf mich etwas sympathischer, etwas nahbarer. Und das könnte daran liegen, dass ihm mit Colonel Mortimer ein gleichwertiges Pendant dazugestellt wurde, gespielt von Lee Van Cleef. Ein ehemaliger Offizier der Armee, der nun ebenfalls als Kopfgeldjäger sein Ding durchzieht. Auch er bringt ne Menge Ironie, ne Menge trockenen, dunklen Humor mit hinein, was dem Film meiner Ansicht nach wirklich gut tut. Und die Figur seines Colonel hat auch endlich mal ein bisschen mehr Tiefe. Eastwood und Van Cleef passen sehr gut zusammen und gemeinsam versuchen sie, das Kopfgeld für Indio und seine Bande zu kassieren. Im Gedächtnis bleibt auch der bucklige Klaus Kinski, dessen Rolle aber leider viel zu klein ausgefallen ist.

Der Film konnte mit seiner Geschichte bei mir mehr punkten als sein Vorgänger. Spannender, auch irgendwie runder. Und durch den vermehrten Humor konnten auch Phasen, die sich etwas zogen, leicht überbrückt werden. Die Figuren sind sehr, noch mehr überzeichnet. Manche Szenen wirken nahezu grotesk (Hutszene). Aber auch das hat mir hier enorm gefallen. Eine nahezu theatrale Darstellungsform (im abschätzigen Volksmund auch Overacting genannt) steht quasi an der Tagesordnung, ist aber wunderbar anzusehen.

Überhaupt ist die Atmosphäre wohl das Wichtigste am ganzen Film. Was mich im ersten Dollar-Teil noch einigermaßen kalt gelassen hat, war nun da. Und alles, was in "Für eine Handvoll Dollar" noch nicht ganz ausgegoren schien, war nun perfekt. Die Faszination an den Duellen. Großaufnahmen. Überhaupt stilistisch sehr gute Einstellungen. Freude an Gewalt. Eine Spannung, die sich vor allem im abschließenden Duell bis ins unermessliche aufbaut, bis sie dann endlich explodieren darf. Und dann auch wieder die Musik von Morricone, die mir als ganzes aber nicht so gut gefallen hat wie im Vorgänger. Es waren nicht immer so eingängige Melodien dabei. Vielmehr herrschten verschiedene Klänge vor, die die Atmosphäre in den einzelnen Szenen noch mehr unterstützten.

Nach einer leichten Enttäuschung im ersten Dollar-Teil hat mich nun „Für ein paar Dollar mehr“, vielleicht auch aufgrund gesunkener Erwartungen, mit seiner Atmosphäre und den verstärkt auftretenden zynisch-humorigen Elementen umso mehr packen können. Endlich mal ein Italo-Western, der mich extrem überzeugt hat.

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

andaction94

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Tolle Kritik! Ich sehe das allerdings kaum so, wie du. Ich fand "Für eine Handvoll Dollar" besser, weil er irgendwie cooler war. Bei "Für ein paar Dollar mehr" wird mir einfach zu viel geballert. Alles wird mit dem Colt gelöst. Das ist zwar an sich cool, wirkt jedoch irgendwann unglaubwürdig und geht einem ein wenig auf die Nerven. Außerdem habe ich die Szene in "Für eine Handvoll Dollar", in der Clint Eastwood sich dafür rächt, dass sein Esel gemobbt wurde, geliebt. Da kommt einfach nichts gegen an.
Was ich aber an "Für ein paar Dollar mehr" toll fand war, die Melodie, die aus der Spieluhr kam, die Indio und der Colonel besaßen. Diese war wirklich serh einprägsam.
Bei dem Punkt, dass der großartige Schauspieler Klaus Kinski hier unterfordert wird, sind wir jedoch einer Meinung.
Deine Kritik ist sehr gut geschrieben und nachvollziehbar. Über Geschmack lässt sich halt streiten, aber wir sind uns darüber einig, dass der Film wirklich ausgezeichnet gemacht ist.


kobbi88

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Danke andaction :)
Ja, geballert wurde viel. Aber bei mir wars vor allem die Gesamtatmosphäre im zweiten Teil, die mir besser gefallen hat. Aber hast natürlich recht, jeder mag was anderes gern. Schlecht sind sie ja beide nicht ;)


sushi25: movie-fan.de

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8.5Ausgezeichnet

Sensationeller Italowestern mit Spitzencast, guter Story und unter die Haut gehende Spieluhrmusik. Schön dass der Film nach 45 Jahren immer noch zeitlos funktioniert.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Überraschend: Ein Sequel das tatsächlich besser ist als das Original.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

MarianoRodriguentino

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Hochgenommen^^


der cineast

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:D



Kommentare (59) — Film: Für ein paar Dollar mehr


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ElmStreet84

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Bewertung9.0Herausragend

THE SWINGIN' SIXTEES Bewertungsreihe - Teil 6

#6 "Vier Hände an zwei Colts ziehen schneller als zwei an einem"

Wir sind in einer Staubigen Wüste. Die Sonne brennt uns im Gesicht, die Hitze ist kaum auszuhalten. Von weitem hören wir ein langezogenes Pfeifen einer Dampflok. Sie ist schon nahe. Am Horizont nehmen wir den Dampfschweif war, den sie über sich herzieht. Nocheinmal ein Pfeifen, dann das Leuten der Glocke, bevor sie am Bahnsteig ankommt. Alles ist vom Dampf umschlossen, der Bahnsteig, das Fahrkartenhäußchen, sogar fast das ganze Bahnhofsgebäude.
Wir sehen einen Mann mit schwarzen Hut aus dem Zug steigen. Er trägt einen dunklen Mantel, seine Pfeife, die er pafft ist kaum zu übersehen. Mit langsamen Schritten kommt er auf uns zu... Wir lassen uns überraschen, schließlich darf man über keinen Menschen zu schnell urteilen, wenn man ihn nicht kennt. Aber verdammt, der sieht aus, als wenn er etwas vorhat, etwas aushecken will.

Er kommt näher, jetzt schon fast an unserem Gesicht. Er nimmt die Pfeife aus dem Mund und pafft den Rest Rauch zwischen seinen Lippen hindurch. "Haben Sie diesen Mann gesehen?", fragt er uns, während er mit dem Fingerzeigend auf ein Wanted-Plakat an der Bahnhofswand starrt. Wir drehen uns um, doch wir kennen diesen Mann nicht. "Nein!", antworten wir mit zittriger Stimme. Er schaut uns noch eine Weile an... bis er sich wieder seine Pfeife in den Mund steckt und einen Zug nimmt. "Danke trotzdem!", sagt er durch seine Pfeife verschmiert und geht weiter geradeaus an uns vorbei. Wir zittern immernoch, fragen uns, ob er wohl etwas vorhat, obwohl wir die Antwort schon längst wissen. Einer wie er kann nichts gutes im Schilde führen. ... Halt! Jetzt haben wir wieder geurteilt, aber verdammt, wir können uns nicht irren!

Was hat er wohl vor???

Mann, was hat Sergio Leone damals geschaffen; drei der bekanntesten Western aller Zeiten, drei der bekanntesten Revolverhelden aller Zeiten. The Good... The Bad... and The Ugly. Und weiter machen wir mit The Good und The Bad. Clint Eastwood und Lee Van Cleef. Kopfgeldjäger und Kopfgeldjäger schließen sich zusammen um einen gesuchten zu finden und zu erledigen udn das Preisgeld untereinander aufzuteilen. "Für ein paar Dollar mehr" zählt eindeutig zu den besten Filmen der Trilogie, das sag ich nur, weil ich "Zwei Glorreiche Halunken" nicht mehr so wirklich im Gedächtnis habe, müsste ich mir also nochmal angucken. Die Story ist so simpel wie letztendlich doch verwirrend und unvorhersehbar. Die beiden Revolverhelden finden den gesuchten El Indio, auf den ein Kopfgeld von 10.000 Dollar ausgelegt ist, plus das seiner Kompasen. Ihr Plan ist einfach, doch ist man sich sicher, dass er klappen wird. Monco (Clint) soll sich in die Gruppe integrieren und später hinterlistig von innen angreifen, während der Kopfgeldjäger Mortimer seinen Colt von außen schwingt. Die Sache scheint bereits entscheiden. Doch Monco und Mortimer werden von El Indio und seinen Kompasen entdeckt und geschnappt. Der Plan scheint aufeinmal gehörig ins Wanken zu kommen, doch ihnen gelingt die Flucht und sie treten gegen Indio nocheinmal im Dreier-duell an. Besonders überrascht könnte man von der Tatsache sein, was es mit der Taschenuhr eigentlich auf sich hat.

"Für ein paar Dollar mehr" ist ein wahrer Italo, der mit drei klasse Hauptdarstellern und Figuren glänzt und nicht zu vergessen mit dem grandiosen und legendären Soundtrack. Und einer, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht! Im Gegenteil!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

ElmStreet84

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danke :) Fand ihn klasse! Soagr noch besser als der "Für eine Handvoll Dolar"! Mach mich morgen mal an "Zwei Glorreiche Halunken" ran, schon länger her dass ich den das letzte mal gesehen hab.


damian.thorne.3

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Der Erste war für mich der bessere. Auch war der Zweite weniger gewalttätig.


lexgorecor

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

bin eastwood und italo western fan <3 klasse film ! dollar 2.

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Val Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

3 Regisseure & 10 Western bis zur 100. Bewertung: #98

„Wo das Leben keinen Wert besitzt, hat der Tod oftmals seinen Preis.“

Durch den Erfolg von „Für eine Handvoll Dollar“ hatte Sergio Leone ein paar Dollar mehr für seinen nächsten Western zur Verfügung. Dieses erweiterte Budget floss unter anderem in einen weiteren Hauptdarsteller. Lee van Cleef. Der Mann mit einer Fresse. Mit DER Fresse. Er und Clint Eastwood sind als Kopfgeldjäger, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die perfekte Kombination, die den Film durch das perfekt zusammenpassende Spiel zusammenhält. Ohne in irgendeiner Form konkurrierend zu wirken, stiehlt immer der eine dem anderen die Show. Mal ist es Lee van Cleef, wenn er sein Streichholz am Buckel von Klaus Kinski entzündet, dessen Rolle leider viel zu klein für diesen großen Darsteller war, doch dann ist Eastwood wieder die coolste Socke im Film, wenn er den Gangstern ins Gesicht sagt, dass er hinter ihrem Kopfgeld hinter her ist.

Die Geschichte rund um die beiden Kopfgeldjäger und den vielschichtigen Bösewicht El Indio, der fantastisch von Gian Maria Volonté gemimt wird, ist geradlinig und nicht zu kompliziert. Die Dialoge sind jedoch um einiges besser geschrieben als im ersten Teil der legendären Dollar-Trilogie. Eastwoods Figur redet mehr und ist vor allem noch sympathischer, während ich Lee van Cleefs Douglas Mortimer fast noch bevorzuge. Und sollte ich mir eines Tages eine französische Bulldogge zu legen werde ich sie Douglas Mortimer nennen.

Sergio Leones Regiestil ist auch noch mal um einiges besser er hat aus seinen durchaus vorhandenen Fehlern gelernt. Die Schnitte, die Großaufnahmen, der fantastische Soundtrack von Ennio Morricone (siehe den Track: „Sixty Seconds to What?“) wird hier besser verwendet und dudelt nicht ständig. Auch die gewisse Portion Komik passt hier rein wie geschnitzt, man denke an den armen Chinesen, der Mortimers Gepäck zum Bahnhof tragen soll. :D

Insgesamt muss ich sagen, dass der zweite Teil der Dollar-Trilogie um einiges ausgereifter und ausgeklügelter wirkt, als „Für eine Handvoll Dollar“. Der zweite Protagonist tut gut, was nicht zuletzt an Lee van Cleef liegt, der hier wirklich überragend cool spielt und Clint für meinen Geschmack fast noch übertrifft. Der geniale Soundtrack von Ennio Morricone rundet den Film ab und macht ihm zum perfekten Italowestern, der über seine Laufzeit durchgehend unterhält und enormen Spaß macht.
„Alive or dead? It's your choice.“

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Val Vega

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Ja, deshalb wundert mich auch, dass du eine so hohe Bewertung für "Für eine Handvoll Dollar" abdrückst :D


The Freewheelin Fonda

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Weil für eine Handvoll Dollar für mich ebenfalls ein GROßES Meisterwerk darstellt, in seiner Stringenz zwar ein wenig einseitig und ganz anders als Leones spätere, budgetreichere Epen aber das hier bleibt trotzdem Westernessenz! Gradlinig, zynisch, dreckig, mehr braucht man hier nicht ;)


Chev-Chelios

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Italo-Western vom feinstem, vom Meister Sergio Leone persönlich, mit einem Clint Eastwood der die Coolness in Persönlichkeit ist. Aber auch Lee van Cleef gibt eine wirklich gute Figur ab, natürlich ebenfalls extrem cool. Ich denke diese Beiden waren die Idealbesetzung für den Film. Vergessen darf man natürlich auch nicht, den sich immer zwischen Genie und Wahnsinn befindlichen Klaus Kinski. Auch er, einfach köstlich. Die geniale Filmmusik von Ennio Morricone trägt ihr übriges dazu bei. Alles in allem für Liebhaber des Italo-Westerns eine vorzüglich Unterhaltung. Alleine das Show Down im Steinkreis, am Ende des Films, ist sehenswert.

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Simon Moon

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Der Film ist nicht so grandios. Aber was die Schauspieler betrifft, sieht aus als wenn die ziemlichen Spass hatten und Spielfreude hat selbst nicht so ganz gelungenen Filmen nie geschadet.


The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.0Herausragend

Fondas Eastwood-Western Woche: Tag 5
"Per qualche dollaro in più"

Für den fünften Teil meiner Reihe ist es fast ein wenig zu spät geworden (Freitagsabend und so...) aber nun steht er, der Text zum zweiten Teil der Dollar Trilogie!
Eine der GEILSTEN Fortsetzungen( die doch eigentlich kaum wirkliche Fortsetzung ist)der Filmgeschichte, die es gibt.
Hier kann Sergio Leone schon mehr seine Vorstellungen einer großen Westernstory umsetzen, lässt die stringente Story von "Für eine Handvoll Dollar" hinter sich, nimmt das Beste aus dem ersten Teil mit (Ponchoeastwood) und lässt seine Kultfigur zusammen mit einem völlig neuen Westerntypen auf Verbrecherjagd gehen.

Clint Eastwood, schmutzig und schweigend DER Cowboy ohne Vergangenheit, der plötzlich im verkommenen Westernkaff aufräumt.
Lee van Cleef, DER professionelle Kopfgeldjäger mit coolem schwarzen, mysteriösen Mantel und Spezialausrüstung für seine Opfer.
Ein Film der diese beiden Figuren aufeinander loslässt:

"Für 5.000 Dollar! 5.000 Dollar für einen Schuss in meinen Rücken. Verräter! Du hättest mich besser kalt gemacht. Nun zeig mal, ob du von vorne besser schießt als von hinten."

"Für ein paar Dollar mehr"

Schon das erste Bild zeigt was hier auf einen zukommt, ein einsamer Reiter pfeift ein Lied und wird mir einem Schuss von seinem Pferd geholt.
Und dann ertönt der GROßARTIGE Morricone Soundtrack in voller Lautstärke und mit den neuen Figuren und dem Handlungsausbau wird der Streifen zum Herzstück der Dollartrilogie!

Zigarillos, Knarren, Schießereien, Mexikaner, Schlägereien, Kopfgeldjäger, Banküberfälle, Explosionen:
Einer der Besten Western aller Zeiten und eine der Allerbesten Fortsetzungen!

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Val Vega

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Ich mag den um einiges mehr als den Vorgänger. Lee van Cleef sehe ich im Film unheimlich gerne. Der Score beim Finalen Mexican Stand-off "Sixty Seconds to What" in verbindung mit diesen drei Wunderbaren Schauspielern ist für mich einfach perfekt!


The Freewheelin Fonda

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Finde den Vorgänger auf seine eigene Art perfekt. Halt nur ein klein wenig angestaubt zum Schluss und bei den positiven Punkten die in der Fortsetzung dazu kommen, fiel der bei mir LEICHT ab ;)
morricone Scores sind IMMER großartig! :)


Wall

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Für ein paar Dollar mehr" profitiert von einem höherem Produktionsbudget als noch sein Vorgänger. Hier wurden wirklich ein paar Dollar mehr reingesteckt und das ist auch gleich von Beginn an zu sehen. Der Film wirkt insgesamt einfach aufwendiger, er ist größer, stimmiger und runder. Zudem ist er noch besser fotografiert, die Action ist noch einen Ticken besser und auch die Story hat etwas mehr Inhalt und Tiefe - der Film hat jetzt auch Überlänge. Zudem hat der saucoole Eastwood mit van Cleef einen ebenso coolen und sympathischen Sidekick bekommen, das Zusammenspiel des Duos belebt nicht nur den Film, sondern ist auch später so in vielen anderen (Western-)Filmen wieder zuerkennen. Im Grunde ist der Film also in jedem Belangen besser als das Original (was ich wirklich selten sehe), ich hätte mir allerdings noch etwas mehr Schießereien und weniger albernen Klamauk gewünscht, das hätte den zynischen rauen Stil besser unterstützt, aber naja...gut unterhalten wurde ich dennoch. Mehr als das, ich habe einen der besten und wegweisensten Western aller Zeiten gesehen und ich habe so das Gefühl, dass der dritte Teil der Dollar-Trilogie das sogar noch etwas toppen könnte...den gibt's dann vermutlich morgen. ;)

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Jek-Hyde

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Bewertung9.0Herausragend

In für ein paar Dollar mehr geht es genau genommen um eine ganze Menge Mehr! Hier geht es ums richtig fette Geld. Nicht nur mehrere Kopfgelder, auch ganze Bankinhalte werden ich für ein paar Dollar bezeichnet. Aber das ist nicht wichtig. Leona hat einen richtig genialen Western geschaffen. Die Coolness der Charaktere macht einfach einen Mordsspaß, im wahrsten Sinne des Wortes. Es scheint mir auch eine ganze Portion mehr Humor zu haben, als der Vorgänger. Ich würde sogar soweit gehen, das es der Tatsächliche Mittelwert zwischen dem einfachen und schlichten Für ein paar Dollar und dem Monumentalen Zwei Glorreiche Halunken stehet. Es ist eindeutig fulminanter, aber nicht so groß. Die Musik ist verspielt und episch zugleich, einfach toll. Hüte Werden erschoss, Leute werden erschossen, große und kleine Pläne jeder Art geschmiedet. Allianzen werden gebildet, getrennt und Hinterhalte vorbeireitet.
Für ein paar Dollar mehr ist einfach ein Western, den man einfach gesehen haben muss und wenn man danach immer noch keine Western leiden kann...dann kann man wohl einfach keine Western leiden. Ich jedenfalls hatte einen großartigen Abend damit und so wie es hier aussieht bin ich nicht der einzige, der mit ein paar Dollars mehr einen großartige Abend hatte. Die Rolle von Kinski hätte noch etwas ausgebauter werden können, denn ich fand den merkwürdigen Kerl schon ganz interessant und auch würde ich gern wissen, was das für ein seltsamer...Handschuh ist, den Eastwood da trägt, aber was soll's.
Mit schon ein paar Dollars mehr könnt ihr euch einen wunderbaren Film Abend machen, ihr dollargierigen Säcke ;)

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EvertonHirsch

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Hut ab - Ganz starker Kommentar!!!


Jek-Hyde

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:)=) Das tue ich doch gern, mein lieber EvertonHirsch. Mit Kommentaren Hüte von Köpfen schießen. Nur bei Äpfeln misslingt es mir aus fruchtigen Gründen.


beast667

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Bewertung9.5Herausragend

Es gibt Filme, die animieren dazu die Flügel auszubreiten und wegzufliegen. Das ist einer davon.

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pischti

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Ich hasse Kinski! :)


beast667

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dann wirst du den Film lieben.........^^


Damon Salvatore

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch der zweite Teil der Dollar-Trilogie profitiert vom unbeschreiblichen Soundtrack des Ennio Morricone. Dazu gesellen sich ein erneut solider Clint Eastwood, eine dichte Atmosphäre und gute Shootouts. Leider leidet der Streifen etwas unter dem überflüssige Overacting und manch skuriler Szene. Dafür hat man mit Lee Van Cleef einen sehr guten Partner für Eastwood gefunden, der sich hervorragend in dem Setting einfügt und den Film mitträgt. Fazit sehenswerter Western-Klassiker mit grandiosem Soundtrack.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.5Herausragend

Schlicht und knapp:
Essenz des (nicht nur!) Italo-Westerns.

Man werfe in einen großen Kessel:
Knarren, Wüste, Duelle, Saloons, Rauchwerk ( bevorzugt : Zigarillos), Bankraub, Kopfgeldjagd, Sheriffs, psychotische Banditen, persönliche Fehden, eine kleine (aber feine) Portion Komik, Blut, Rache, Augenzwinkern, DOLLARS, Eigennutz & höhere Gerechtigkeit…

Man koche das Ganze mit Morriconeklängen (unverwechselbar und eine reine Freude, wie er jedem der (wichtigen) Protagonisten seinen eigenen Sound gibt und diese individuellen Melodien dann vermischt, als Komposition aufgehen lasst) und leone´schen Großaufnahmen, mit „Zeitlassen für Einzelheiten“ auf und garniere es mit etwas Zynismus und viel Spielerei.

Clint Eastwood quasi als (perfekte) Blaupause seiner frühen Rollen, Lee van Cleef überraschend sympathisch (was ihn nur noch besser, noch runder macht) und durch Gian Maria Volonté mit einem (im guten, besten Sinne) theatralisch angehauchten, wahrlich ambivalentem Antagonisten gesegneter Film.

Das Destillat:
Ein purer (im Vergleich zu den anderen (extrem raren) Leone-Werken situativ slapstickhafter), ironischer, ikonischer Film.

Ein Film der sich Zeit nimmt und doch immer straff inszeniert und zielführend ist, ohne echte Längen und mit vielen klassischen, oft kopierten und noch öfter zitierten Momenten ( man denke nur an das „Ich baller dir den Hut weg“-Szenario, die Waffen van Cleef´s oder an die Endszene (oder, oder, oder)).

Ein in jeder Nuance stimmiger, abwechslungsreicher und doch tief selbstbezogener, klarer, reiner Western, den man aus heutiger Sicht leicht als (zu) klischeehaft bezeichnen könnte/würde, der aber eben erst für diese Klischees gesorgt hat und deshalb/somit nur als noch erhabener bezeichnet werden muss.

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nerdkiller

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@Andy: Das auf jeden Fall, aber trotzdem sind's für mich welche, was aber nix mit der Qualität zu tun hat.


Andy Dufresne

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So kann man es stehenlassen :)


Copacabanasun

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Bewertung9.0Herausragend

Wie sein Vorgänger einfach nur große Klasse!

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Spike1990

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Django Unchained" hat vor einigen Monaten mein Interesse für Italo-Western geweckt. Mittlerweile habe ich schon "Django" (von Sergio Corbucci), "Für eine handvoll Dollar" und jüngst auch "Für ein paar Dollar mehr" gesehen. Ich habe das Genre mittlerweile echt lieb gewonnen und freue mich in naher Zukunft "Zwei glorreiche Halunken" und "Spiel mir das Lied vom Tod" zu sehen. Die beiden Filme sind auch schon Teil meiner DVD Sammlung und ich hoffe, dass ich mir bald die Zeit nehmen kann um sie zu sehen.

Abschließend noch ein paar Worte zu "Für ein paar Dollar mehr" (schließlich gehts hier ja auch um den Film): Hier stimmt einfach alles,die Schauspieler, die Schauplätze und besonders lobend ist mal wieder die Filmmusik von Ennio Morricone zu erwähnen.

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damian.thorne.3

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Kann dir auch: "Kopfgeld ein Dollar", "Der Tod ritt Dienstags", "Zwei Glorreiche Halunken", "Keoma", "Django und die Bande der Gehenkten", "Gott vergibt-Wir beide nie" und "Satan der Rache" empfehlen.


Wilsooooon!!!

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Bewertung9.0Herausragend

Besser als der so schon geniale Vorgänger, zeigt "Für ein Paar Dollar mehr", dass ein erfülltes Klischee auch sehr positiv zu betrachten ist und dieser Film ist ein Mecka an Klischees. Der Spannungsbogen ist wie gewohnt straff gespannt, dies liegt nicht zuletzt wieder an den typischen Kameraeinstellungen Leones, untermalt von Morricones peitschender Musik und die oft typisch überspitzten Darstellungen machen diesen Film zu einem Meilenstein.

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CIT

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Bewertung9.0Herausragend

Steht klar im Schatten von 2 Glorreiche Halunken, aber welcher Western tut das nicht, trotzdem ein absolut überragender Film.

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Rei

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Bewertung9.0Herausragend

Phänomenaler Western mit grotesken Szenen und toller Filmmusik von Ennio Morricone! Rei

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Ener

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Bewertung7.5Sehenswert

Gibt nicht viel zu erwähnen, als Mittelteil dieser Trilogie eher sogar etwas schwächer auf der Brust. Als Einteiler wäre es dennoch ohne Wenn & Aber ein großartiger Western.

Randnotiz: Seit dem dritten Teil ist Lee Van Cleef unwiderruflich Sentenza. Ok, vermutlich wußte das Sergio Leone damals noch nicht. Aber im zweiten Teil hat er hinterher betrachtet nunmal nichts zu suchen. :D

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Juchitzer

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Ohne ihn wäre der 2te teil nicht das, was er numal ist


Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die reduzierte Handlung und das übersichtliche Setting des Vorgängers weichen hier einer opulenteren Aufbereitung. Für meinen Geschmack schleichen sich dabei ein paar Längen ein und die Konzentration in einer handvoll Dollar gefällt mir besser. Doch das macht dieser Film durch Mortimer als Gegen- und Mitspieler des Mannes ohne Namen wieder wett. Das nie ganz fertige Abtasten der beiden bringt die richtige Würze in die Geschichte.

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LeMovieKritiker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für ein paar Dollar mehr ist ein typischer Western, wer also damit nichts anfangen kann, muss gar nicht erst daran denken sich den anzutun.

Clint Eastwood ist wie immer der Held mit Lee Van Cleef als Gegner obwohl man auch sagen könnte als Freund, denn die beiden sind ein sehr gutes Paar und ergänzen sich perfekt.

Man bekommt sogar einen oder besser gesagt zwei kleine Auftritte von Klaus Kinski der gut als trotteliger, ängstlicher Kerl funktioniert.

Westernfans haben "Für ein paar Dollar mehr" warscheinlich schon gesehen, die anderen können es sich ja mal überlegen.

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EvertonHirsch

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Bewertung9.0Herausragend

Bei meiner Erstsichtung muss ich wohl einen wirklich schlechten Tag gehabt haben (7,5). Mich angesichts der anderen beiden Filme der Reihe gegen meine erste Wertung sträubend, kam ich aber nicht drum herum, "Für ein paar Dollar mehr" nochmal eine Chance zu geben (mit den Halunken war es ja ähnlich).

Er wirkte sehr viel runder als beim ersten Mal. Die Ironie und Komik kamen viel besser rüber (ohne dabei aber zu dominant zu werden), überhaupt wirkte die Geschichte um einiges besser. Meine Begeisterung über den Stil Leones hab ich mich an anderen Stellen genug ausgelassen. Eastwoods Erscheinung mit typisch zugekniffenen Augen und eben seinem Poncho bescheren mir immer wieder eine kleine Gänsehaut (mit der Trilogie wurde für mich eine der besten Filmfiguren geschaffen). Van Cleef hat hier eine seiner besten Rollen. Volonté steht diesen aber mit seinem Mienenspiel in nichts nach.

Einzig Morricones Musik scheint so, als muss sie sich anfangs noch etwas finden und kommt gerade zu Beginn des Films etwas überdreht daher, steigert sich aber ungemein zum Ende hin.

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Anonymous1987

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Erist der beste der Dllar Trilogie, und wird es immer sein!


jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Western waren nie so wirklich mein Ding. Eine Meinung die sich recht früh gebildet, nach und nach gefestigt und dann so lange gehalten hat, bis durch massiven Zuwachs an grundsätzlicher Offenheit sämtliche Stil-Vorurteile über Bord geworfen wurden.

Wäre "Für ein paar Dollar mehr" mir früher begegnet, hätte diese Abneigung unter Umständen - nein, mit Sicherheit, ein abruptes Ende gefunden.
Denn was Sergio Leone hier auffährt pendelt so großartig zwischen maßloser Überzeichnung, zynischer Parodie und herrlicher Komödie, dass es schwer ist es nicht zu mögen!

Alles was den klassischen Western ausmacht - die heroischen Charaktere, der ehrevolle Patriotismus, der Sieg des Guten - tritt Leone mit Füßen und dreht es durch den Fleischwolf bis nur noch eine harte, unschöne Karrikatur des Genres übrig bleibt. Eine dreckige, verschwitzte, unmoralische Karikatur.

Zum einen fällt die stilistische Übertreibung direkt auf und zieht sich durch den kompletten Film. Beispielsweise das Duell, zentraler Bestandteil eines jeden Westerns und immer wieder Höhepunkt der Spannung, bekommt einen so extrem überdramatisierten Anstrich, dass es im Umkehrschluss kaum noch ernst zu nehmen ist: Zwei schwitzende, dreckige Männer stehen sich gegenüber, ein atonaler und markerschütternder Soundtrack plärrt dazu, der Moment des finalen Knalls wird bis in die gefühlte Unendlichkeit hinausgezögert, Blicke, Blicke, Blicke, dann ein nervöses Zucken...

Überhaupt ist der Soundtrack ein zentraler Bestandteil der stark veränderten Charakteristik: fernab von epischen Scores (die sonst so passend zu den heldenhaften, gen Sonnenuntergang reitenden Cowboys schwelgten) ähneln Leone's Atmosphäre zeichnende Klangbilder zwischenzeitlich weit mehr dem klassischen Horrorfilm! Ähnlich bedrückende Stimmungen erzeugen Sie auch.

Das klingt jedoch alles härter als es im Endeffekt auch wirklich ist, denn im Resultat ist der Film immer wieder, sowohl in Dialogen und dem gewollt maximalen Overacting, wie auch in seiner übertriebenen Dramatik und Härte, äußerst amüsant!

Allein Eastwood's Spiel ist hier schon bezeichnend. Der Mann schneidet grimassenartige Mimiken, die es unmöglich machen dem aktuellen Geschehen - wie hart es auch gerade zugehen mag - eine vollständige Ernsthaftigkeit zuzusprechen.
Außerdem die Dialoge..
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Synchronstudios (wie damals so oft) mal wieder der Meinung waren, sie müssten einem eigentlich todernst gemeinten Film einen mal mehr, mal weniger dezenten Slapstick Hut aufsetzen, ganz ungeachtet der Intention sind definitiv göttliche Dialogzeilen enthalten:
'Was meinst du wie ich mich Indio vorstellen soll? Mit einem dicken Blumenstrauß vielleicht?'

"Für ein paar Dollar mehr" ist in allen Belangen eine Abrechnung mit dem klassischen Western, hält ihm immer wieder den Spiegel vor die Nase, verdichtet seine Kerncharakteristiken ins absurde und zeigt genau dadurch seine (ohne Frage vorhandene) Weltfremdheit auf. Das soll nicht heißen, dass Leone's Grundsteine des Italo-Westerns weniger absurd und weltfremd sind, sie nehmen sich nur ein gutes Stück weniger ernst, wodurch das Gesehene einfach Spaß macht.

Italo-Western rockt!

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jacker

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@ rubelzar: irgendwas ist in mir anders als in euch allen gepolt. Habe jetzt den dritten Teil gesehen und mehr als einen fürchterlichen Abklatsch dieses Films hier, der dazu auch noch ultimativ zu lang ist, sehe ich da beim besten Willen nicht.


rubelzar

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WTF????? Es soll ja auch nicht einfach ein weitere Teil der Dollar Trilogie sein -> Daher auch ein anderer Name.
Aber die Epik, die Charaktere und der Charme dieses Filmes.
!BESTER WESTERN EVER!
Für mich hat Leone sich hier sein Denkmal gesetzt. Noch besser als Once upon a time in the West und America.



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