Für ein paar Dollar mehr

Per qualche dollaro in più (1965), DE/ES/IT Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 25.03.1966

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7.9
Kritiker
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von Sergio Leone, mit Clint Eastwood und Lee Van Cleef

In Sergio Leones Italowestern Für ein paar Dollar mehr suchen die Kopfgeldäger Clint Eastwood und Lee van Cleef gemeinsam einen Gangster – sei es für das Geld oder für Rache.

Der Kopfgeldjäger Colonel Douglas Mortimer (Lee Van Cleef) begibt sich auf die Jagd nach dem Ganoven Cavanagh, doch der Kopfgeldjäger Monco (Clint Eastwood) ist schneller und tötet den Banditen. Nachdem sie sich als Konkurrenten gegenseitig einschüchtern, beschließen Mortimer und Monco gemeinsame Sache zu machen, als sie erfahren, dass Indio, der meistgesuchte Verbrecher im westlichen Territorium, aus dem Gefängnis entflohen ist und auf seinen Kopf 10.000 Dollar ausgesetzt sind.

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Kritiken (2) — Film: Für ein paar Dollar mehr

sushi25: movie-fan.de

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8.5Ausgezeichnet

Sensationeller Italowestern mit Spitzencast, guter Story und unter die Haut gehende Spieluhrmusik. Schön dass der Film nach 45 Jahren immer noch zeitlos funktioniert.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Überraschend: Ein Sequel das tatsächlich besser ist als das Original.

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MarianoRodriguentino

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Hochgenommen^^


der cineast

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:D



Kommentare (47) — Film: Für ein paar Dollar mehr


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Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die reduzierte Handlung und das übersichtliche Setting des Vorgängers weichen hier einer opulenteren Aufbereitung. Für meinen Geschmack schleichen sich dabei ein paar Längen ein und die Konzentration in einer handvoll Dollar gefällt mir besser. Doch das macht dieser Film durch Mortimer als Gegen- und Mitspieler des Mannes ohne Namen wieder wett. Das nie ganz fertige Abtasten der beiden bringt die richtige Würze in die Geschichte.

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kobbi88

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Bewertung9.0Herausragend

Sergio Leones Dollar-Trilogie, Zweiter Teil:

Nachdem ich von „Für eine Handvoll Dollar“ zwar leicht enttäuscht war, so war ich doch neugierig, wie die „Fortsetzung“ sein würde. In „Für ein paar Dollar mehr“ ist wieder Clint Eastwood der Protagonist. Wieder spielt er einen einsamen, relativ schweigsamen Fremden, hier "Monco" genannt. Mit ner gehörigen Portion zynischem Humor, großem Talent am Colt und mit seinen zusammengekniffenen Augen. Und natürlich hat er auch sein Zigarillo wieder so cool im Mund wie sonst keiner. Aber er kommt mir nicht mehr ganz so schweigsam vor, wie im ersten Film. Er wirkt auf mich etwas sympathischer, etwas nahbarer. Und das könnte daran liegen, dass ihm mit Colonel Mortimer ein gleichwertiges Pendant dazugestellt wurde, gespielt von Lee Van Cleef. Ein ehemaliger Offizier der Armee, der nun ebenfalls als Kopfgeldjäger sein Ding durchzieht. Auch er bringt ne Menge Ironie, ne Menge trockenen, dunklen Humor mit hinein, was dem Film meiner Ansicht nach wirklich gut tut. Und die Figur seines Colonel hat auch endlich mal ein bisschen mehr Tiefe. Eastwood und Van Cleef passen sehr gut zusammen und gemeinsam versuchen sie, das Kopfgeld für Indio und seine Bande zu kassieren. Im Gedächtnis bleibt auch der bucklige Klaus Kinski, dessen Rolle aber leider viel zu klein ausgefallen ist.

Der Film konnte mit seiner Geschichte bei mir mehr punkten als sein Vorgänger. Spannender, auch irgendwie runder. Und durch den vermehrten Humor konnten auch Phasen, die sich etwas zogen, leicht überbrückt werden. Die Figuren sind sehr, noch mehr überzeichnet. Manche Szenen wirken nahezu grotesk (Hutszene). Aber auch das hat mir hier enorm gefallen. Eine nahezu theatrale Darstellungsform (im abschätzigen Volksmund auch Overacting genannt) steht quasi an der Tagesordnung, ist aber wunderbar anzusehen.

Überhaupt ist die Atmosphäre wohl das Wichtigste am ganzen Film. Was mich im ersten Dollar-Teil noch einigermaßen kalt gelassen hat, war nun da. Und alles, was in "Für eine Handvoll Dollar" noch nicht ganz ausgegoren schien, war nun perfekt. Die Faszination an den Duellen. Großaufnahmen. Überhaupt stilistisch sehr gute Einstellungen. Freude an Gewalt. Eine Spannung, die sich vor allem im abschließenden Duell bis ins unermessliche aufbaut, bis sie dann endlich explodieren darf. Und dann auch wieder die Musik von Morricone, die mir als ganzes aber nicht so gut gefallen hat wie im Vorgänger. Es waren nicht immer so eingängige Melodien dabei. Vielmehr herrschten verschiedene Klänge vor, die die Atmosphäre in den einzelnen Szenen noch mehr unterstützten.

Nach einer leichten Enttäuschung im ersten Dollar-Teil hat mich nun „Für ein paar Dollar mehr“, vielleicht auch aufgrund gesunkener Erwartungen, mit seiner Atmosphäre und den verstärkt auftretenden zynisch-humorigen Elementen umso mehr packen können. Endlich mal ein Italo-Western, der mich extrem überzeugt hat.

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andaction94

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Tolle Kritik! Ich sehe das allerdings kaum so, wie du. Ich fand "Für eine Handvoll Dollar" besser, weil er irgendwie cooler war. Bei "Für ein paar Dollar mehr" wird mir einfach zu viel geballert. Alles wird mit dem Colt gelöst. Das ist zwar an sich cool, wirkt jedoch irgendwann unglaubwürdig und geht einem ein wenig auf die Nerven. Außerdem habe ich die Szene in "Für eine Handvoll Dollar", in der Clint Eastwood sich dafür rächt, dass sein Esel gemobbt wurde, geliebt. Da kommt einfach nichts gegen an.
Was ich aber an "Für ein paar Dollar mehr" toll fand war, die Melodie, die aus der Spieluhr kam, die Indio und der Colonel besaßen. Diese war wirklich serh einprägsam.
Bei dem Punkt, dass der großartige Schauspieler Klaus Kinski hier unterfordert wird, sind wir jedoch einer Meinung.
Deine Kritik ist sehr gut geschrieben und nachvollziehbar. Über Geschmack lässt sich halt streiten, aber wir sind uns darüber einig, dass der Film wirklich ausgezeichnet gemacht ist.


kobbi88

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Danke andaction :)
Ja, geballert wurde viel. Aber bei mir wars vor allem die Gesamtatmosphäre im zweiten Teil, die mir besser gefallen hat. Aber hast natürlich recht, jeder mag was anderes gern. Schlecht sind sie ja beide nicht ;)


LeMovieKritiker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für ein paar Dollar mehr ist ein typischer Western, wer also damit nichts anfangen kann, muss gar nicht erst daran denken sich den anzutun.

Clint Eastwood ist wie immer der Held mit Lee Van Cleef als Gegner obwohl man auch sagen könnte als Freund, denn die beiden sind ein sehr gutes Paar und ergänzen sich perfekt.

Man bekommt sogar einen oder besser gesagt zwei kleine Auftritte von Klaus Kinski der gut als trotteliger, ängstlicher Kerl funktioniert.

Westernfans haben "Für ein paar Dollar mehr" warscheinlich schon gesehen, die anderen können es sich ja mal überlegen.

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EvertonHirsch

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach dem ersten Teil hatte ich mich riesig auf "Für ein paar Dollar mehr" gefreut. Allerdings zündete dieser bei mir nicht so sehr, wie der erste. Eastwood tritt hier nicht mehr alleine als still-grimmiger Protagonist auf, sondern im Verbund mit van Cleef. Beide Darstellungen fand ich für ihre jeweilige Person genau so, wie ich es von einem Italo-Western erwarte, nur zusammen hat das bei mir nicht gewirkt (anders als im Dritten als mehr oder weniger Gegenspieler). Auch Morricones Musik hat mich noch nicht so vom Hocker gehauen, wie bei späteren Werken. Die im Finale ist zwar gut, aber weit entfernt von der bei The Good, the Bad, the Ugly.

Vielleicht war mir der Film auch etwas zu episodenhaft. Er ist gut, kommt aber nicht an die anderen von Leone heran (Todesmelodie kenn ich noch nicht).

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Anonymous1987

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Erist der beste der Dllar Trilogie, und wird es immer sein!


jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Western waren nie so wirklich mein Ding. Eine Meinung die sich recht früh gebildet, nach und nach gefestigt und dann so lange gehalten hat, bis durch massiven Zuwachs an grundsätzlicher Offenheit sämtliche Stil-Vorurteile über Bord geworfen wurden.

Wäre "Für ein paar Dollar mehr" mir früher begegnet, hätte diese Abneigung unter Umständen - nein, mit Sicherheit, ein abruptes Ende gefunden.
Denn was Sergio Leone hier auffährt pendelt so großartig zwischen maßloser Überzeichnung, zynischer Parodie und herrlicher Komödie, dass es schwer ist es nicht zu mögen!

Alles was den klassischen Western ausmacht - die heroischen Charaktere, der ehrevolle Patriotismus, der Sieg des Guten - tritt Leone mit Füßen und dreht es durch den Fleischwolf bis nur noch eine harte, unschöne Karrikatur des Genres übrig bleibt. Eine dreckige, verschwitzte, unmoralische Karikatur.

Zum einen fällt die stilistische Übertreibung direkt auf und zieht sich durch den kompletten Film. Beispielsweise das Duell, zentraler Bestandteil eines jeden Westerns und immer wieder Höhepunkt der Spannung, bekommt einen so extrem überdramatisierten Anstrich, dass es im Umkehrschluss kaum noch ernst zu nehmen ist: Zwei schwitzende, dreckige Männer stehen sich gegenüber, ein atonaler und markerschütternder Soundtrack plärrt dazu, der Moment des finalen Knalls wird bis in die gefühlte Unendlichkeit hinausgezögert, Blicke, Blicke, Blicke, dann ein nervöses Zucken...

Überhaupt ist der Soundtrack ein zentraler Bestandteil der stark veränderten Charakteristik: fernab von epischen Scores (die sonst so passend zu den heldenhaften, gen Sonnenuntergang reitenden Cowboys schwelgten) ähneln Leone's Atmosphäre zeichnende Klangbilder zwischenzeitlich weit mehr dem klassischen Horrorfilm! Ähnlich bedrückende Stimmungen erzeugen Sie auch.

Das klingt jedoch alles härter als es im Endeffekt auch wirklich ist, denn im Resultat ist der Film immer wieder, sowohl in Dialogen und dem gewollt maximalen Overacting, wie auch in seiner übertriebenen Dramatik und Härte, äußerst amüsant!

Allein Eastwood's Spiel ist hier schon bezeichnend. Der Mann schneidet grimassenartige Mimiken, die es unmöglich machen dem aktuellen Geschehen - wie hart es auch gerade zugehen mag - eine vollständige Ernsthaftigkeit zuzusprechen.
Außerdem die Dialoge..
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Synchronstudios (wie damals so oft) mal wieder der Meinung waren, sie müssten einem eigentlich todernst gemeinten Film einen mal mehr, mal weniger dezenten Slapstick Hut aufsetzen, ganz ungeachtet der Intention sind definitiv göttliche Dialogzeilen enthalten:
'Was meinst du wie ich mich Indio vorstellen soll? Mit einem dicken Blumenstrauß vielleicht?'

"Für ein paar Dollar mehr" ist in allen Belangen eine Abrechnung mit dem klassischen Western, hält ihm immer wieder den Spiegel vor die Nase, verdichtet seine Kerncharakteristiken ins absurde und zeigt genau dadurch seine (ohne Frage vorhandene) Weltfremdheit auf. Das soll nicht heißen, dass Leone's Grundsteine des Italo-Westerns weniger absurd und weltfremd sind, sie nehmen sich nur ein gutes Stück weniger ernst, wodurch das Gesehene einfach Spaß macht.

Italo-Western rockt!

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jacker

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@ rubelzar: irgendwas ist in mir anders als in euch allen gepolt. Habe jetzt den dritten Teil gesehen und mehr als einen fürchterlichen Abklatsch dieses Films hier, der dazu auch noch ultimativ zu lang ist, sehe ich da beim besten Willen nicht.


rubelzar

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WTF????? Es soll ja auch nicht einfach ein weitere Teil der Dollar Trilogie sein -> Daher auch ein anderer Name.
Aber die Epik, die Charaktere und der Charme dieses Filmes.
!BESTER WESTERN EVER!
Für mich hat Leone sich hier sein Denkmal gesetzt. Noch besser als Once upon a time in the West und America.


MartinNolan

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Bewertung7.5Sehenswert

Colonel Douglas Mortimer (Lee van Cleef) ist Kopfgeldjäger und macht so Jagd auf den gesuchten Verbrecher Cavanagh. Doch noch bevor Douglas Cavanagh schnappen kann, kommt ihm ein anderer, schweigsamer Mann zuvor und kassiert das Kopfgeld. Sein Name lautet Monco (Clint Eastwood) und neben seinem scharfen Verstand, weiß er auch mit der Pistole umzugehen. Als beide erfahren, dass El Indio (Gian Maria Volonté), ein berüchtigter Verbrecher aus dem Gefängnis entflohen ist und ein Kopfgeld in Höhe von zehntausend Dollar auf ihn ausgesetzt wurde, beschließen sie zusammen zu arbeiten und das Geld zu teilen. Doch inzwischen befindet sich El Indio wieder bei seiner Bande von mehr als zwölf Mann. Durch eine List versucht Monco das Vertrauen von El Indio zu gewinnen. Doch gelingt es den beiden Kopfgeldjägern schlussendlich El Indio zu überlisten? Wird am Ende vielleicht die Gier der größte Feind der beiden Männer sein?
„Für ein paar Dollar mehr“ ist der zweite Western von Regisseur Sergio Leone und gleichzeitig der zweite Teil der „Dollar-Trilogie“, sowie die erneute Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ennio Morricone und dem Schauspieler Clint Eastwood.
Als Zuschauer des ersten Films („Für eine Handvoll Dollar“) merkt man deutlich, eine positive Entwicklung im Hinblick auf die Inszenierung und die musikalische Untermalung. Wirkten diese Elemente im ersten Teil noch unsicher und die Musik von Ennio Morricone zum Teil überladen, hat sich diese Zerrissenheit von Bild und Musik deutlich aufgehoben. Zwar sind beide Komponenten noch nicht völlig miteinander verschmolzen, doch haben Leone und Morricone eine spürbare Entwicklung durchlaufen, sodass Bild und Musik zusammen harmonieren. In diesem Punkt ist demnach deutlich ein Fortschritt zu erkennen. In einem anderen Punkt die Handlung betreffend lässt sich dagegen ein Rückschritt feststellen. Denn dient die fast inhaltslose Handlung lediglich als Aufhänger für verschiedene Szenen in denen stets dasselbe Thema behandelt wird: Männlichkeit. In dieser Hinsicht gefällt mir „Für eine Handvoll Dollar“ besser, obwohl strenggenommen auch dort die Männlichkeit eine große Rolle spielt. Doch dort befindet sich das Thema in einer strukturierteren Handlung und die Geldgier der handelenden Personen steht mehr im Fokus, während „Für ein paar Dollar mehr“ sich vor allem am Ende mehr und mehr in losen Einzelszenen verliert.
Neben einem gewohnt stummen Clint Eastwood und einem großartigen Lee van Cleef, kann man als Zuschauer auch den deutschen Schauspieler Klaus Kinski bewundern. Doch leider in einer unbedeutenden Nebenrolle, der man meiner Meinung nach, mehr Raum hätte geben können.
Im Vergleich zum ersten Western von Leone wirkt der zweite Teil der Trilogie viel souveräner und schafft es, wenn auch mit einigen Längen, eine wunderbare Atmosphäre zu erzeugen, die durch die komponierte Musik von Morricone, über einen außergewöhnlichen Charme verfügt.
Da sich die beiden Filme die Handlung betreffend nicht allzu viel schenken, sticht die veränderte Präsentation von „Für ein paar Dollar mehr“ umso deutlicher hervor; lässt aber gleichzeitig auch erkennen, dass Leone und Morricone noch lange nicht ihr Potential erschöpft haben, was sie zweifellos mit folgenden Filme („Zwei Glorreiche Halunken“, „Spiel mir das Lied vom Tod“) beweisen werden.
Wer sich den ersten Teil bereits angesehen hat, wird mit dem zweiten Teil ohne Bedenken seine Freude haben. Für Western-Fans ein Muss! Wer in seinem Leben lediglich mal einen Western schauen wollte, sollte sich vielleicht an den späteren Filmen von Leone orientieren.
„Für ein paar Dollar“ steht seinem Vorgänger in nichts nach und ebnet den Weg für Sergio Leone und Ennio Morricone, ihr Können weiterhin zu verfeinern.

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Atinuviel

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Bewertung5.0Geht so

Das ist kein wirklicher Spielfilm, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von peinlich-archaischen Szenen, in denen sich meist zwei oder mehr Männer gegenseitig ihrer Männlichkeit versichern müssen. Also alles so uninteressant wie eh und je in der Welt des Italowesterns. Viel interessanter ist da schon der sanfte Hauch von Homoerotik, der hier durch den wilden Westen weht. In besagten Szenen tauschen zahlreiche Männer ununterbrochen sehnsüchtige, bewundernde und manchmal auch hasserfüllte Blicke aus, "wir schaffen das gemeinsam" heißt es da zum Beispiel. Obermacker Clint Eastwood trägt sein Phallussymbol, die Zigarre, praktisch permanent im Mundwinkel mit sich herum, einmal wird sie symbolisch zerschossen, ein andermal wird sie an einer anderen Zigarre gerieben. Hinzu kommt das nahezu völlige Desinteresse an Frauen (welches in "Once Upon a Time in America" schließlich in Verachtung umschlagen sollte), das in keinem Leone-Film so deutlich ist wie hier. In einer Szene geht Eastwood gar demonstrativ an einer sich für ihn aufhübschenden Frau vorbei, ohne ihre Anwesenheit auch nur wahrzunehmen.

Als Spielfilm ist das alles eher uninteressant und langatmig, als Quintessenz von Leones Schaffen allerdings irgendwie interessant und in seiner völligen Verklemmtheit und des geradezu lächerlich überzogenen Machogehabes wegen zumindest als unfreiwillige Komödie ganz hervorragend.

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Mac_C_Tiro

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Story ist recht seicht und ab und an ziemlich sinnfrei, aber dies gilt nun mal für viele Western. Trotzdem eine kompromisslose Abrechnung mit einem hervoragend agierenden Clint Eastwood und der besten schauspielerischen Leistung Van Cleffs seit Sabatha! Der Soundtrack ist selbstverständlich gewohnt episch, was wäre von Morricone auch anders zu erwarten? Colonel Mortimer stellt für mich eine bemerkenswerte Figur im Rahmen der Italowestern dar, hier wurde erstmals einem Revolvermann eine komplexe Geschichte als Vergangenheit angedichtet.

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M.M.M.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als Italo-Western kann er ja kein schlechter Film sein, und noch besser ist es wenn er von Sergio Leone ist. Bei weitem nicht so gut wie The Good, The Bad and The Ugly, aber immerhin ein ordentlicher Italo-Western mit allem was dazu gehört.
Da haben wir mal den einsamen Fremden, unseren altbekannten "Man with no Name" (Clint Eastwood). Diesmal wird er wegen seines Armes als "Monco" bezeichnet, aber wir erfahren (zum Glück) sonst nicht viel über ihn. Er ist, wie in den andern beiden Dollar-Filmen, ein geldgeiler Kopfgeldjäger, was ich so an dieser Figur liebe. Er ist einfach nur hinter dem großen Geld her, das er durch schmutzige Arbeit verdient. Sein einziges Ziel. Zynisch, aber gerade deshalb mag ich's.
Monco ist aber nicht der einzige Protagonist: Ein ehemaliger Offizier, der zum Kopfgeldjäger abgestiegen ist: Colonel Mortimer. Vereint durch ein gemeinsames Ziel (Der Bandit El Indio) machen sie sich zu zweit auf, aber aus unterschiedlichen Motiven: Während Monco nur auf das Kopfgeld aus ist, liegt es bei Mortimer tiefer: Er sehnt sich nach Rache.
Vor allem Mortimer hat mir gefallen. Irgendwie erweckte er bei mir ziemlich viel Sympathie und Empathie, keine Ahnung inwiefern das auch so gewollt ist.

Allem in allem gefällt mir der Film als Italo-Western sehr gut, obwohl ich hinzufügen muss, dass mir der Film jetzt, einen Tag nach dem Schauen etwas besser gefällt als währenddessen.

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carlito

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach unglaubliche Einstellungen in diesem Film. Durch Filme wie diesem mutiere ich mehr und mehr zum Western Fan.

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Teezy123

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Bewertung9.0Herausragend

Diese Fortsetzung toppt den Vorgänger sogar noch.
So ein geiler Film ... und ein Film, der leider nur zu deutlich zeigt wie tot besonders das Western Genre heutzutage ist.
Fazit: Ein Film, den man nie wieder vergisst

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nachdem Leone mit "Für eine Handvoll Dollar" einen ganz passablen Italo Western abgeliefert hat,
hat er mit der Fortzetzung "Für ein paar Dollar mehr" einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht!
Der zweite Teil übertrifft den Erstling in allen Bereichen und bietet einen Film mit viel Stil, Charme und vor allem sehr gutem Timing!
Alles Sachen die im Vorgänger schon vorhanden aber noch nicht ganz ausgereift waren.
Aber hier hat Leone einfach das richtige Händchen bewiesen.
Jetzt gibt es hier einige Änderungen zum ersten Teil.
Zum einen ist der Film handwerklich viel professioneller gemacht.
Natürlich fällt auf dass er etwas leichter und immer auch etwas komisch ist,
und dann ist da Lee van Cleef der Eastwood als ebenbürtiger "Partner" in nichts nach steht und sogar das letzte Duell abhalten darf.
Das alles bringt frischen Wind rein und macht Lust auf mehr Western dieser Art!
Klaus Kinski als irrer Bandit ist natürlich mal wieder hervorragend besetzt..
Auch wenn seine Rolle leider etwas kurz geraten ist.
Aufgefallen ist mir hier extrem dass Eastwood`s Charakter "Monco" scheinbar Pate stand für den späteren Wolverine (Hugh Jackman)!
Also, eine Fortsetzung die dem Original nicht nur die Stirn bieten kann sondern sogar noch besser ist.
Und das gibts ja auch nicht so oft!

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Sepf

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Bewertung7.5Sehenswert

Sicherlich besser als der erste Teil, aber im Großen und Ganzen hatte ich mir auch hier mehr erwartet. Dass "Für ein paar Dollar mehr" trotzdem kurzweiliger daher kommt, liegt vor allem an der Dreieickskonstellation der Hauptfiguren. Clint Eastwood (Monco) darf nicht mehr den totalen Einzelgänger mimen, sondern Lee van Cleef (Colonel Mortimer) steht ihm nach einiger "Überredungskunst" tatkräftig zur Seite. Der dritte im Bunde ist Gian Maria Volonté alias 'El Indio' mit seiner Bande von Bankräubern.
Dieser gehört auch ein gewisser Klaus Kinski (Wild) an. Für mich ist die Besetzung in mancher Hinsicht nicht gelungen, aber was heißt das schon. Leone darf man keinen Vorwurf machen. 1965 war Kinski ja noch nicht in diesem Ausmaß bekannt, spielte noch über 20 Jahre später mehrere grandiose Rollen. Aber sein enormes Potenzial beziehungsweise seine unglaublich fesselnde Aura waren auch damals schon präsent. Kinski ist einfach nicht für so eine unbedeutende Rolle geschaffen. Zumindest hier nicht. Meine Meinung.
Was mich auch ein bisschen stört und ich weiß, dass dieses Problem - sofern es denn eines ist - in jedem Film zu finden ist. Es ist wirklich nichts Besonderes, aber ich finde es einfach schade, dass an manchen Stellen die Logik so offensichtlich fehlt. Filmfehler eben. Ein paar Beispiele (SPOILERGEFAHR):

- Colonel Mortimers Blick durchs Fernglas ist ja echt atemberaubend, doch durch sein Fenster kann er einfach nicht so viele verschiedene Sichtweisen haben.
- ellenlange Schusswechsel (wie zwischen Monco und Colonel Mortimer in El Paso) erregen offensichtlich auch mitten in der Nacht überhaupt kein Aufsehen.
- Warum erschiesst sich des Colonels Schwester bei der Vergewaltigung selbst und nicht Indio?
- Gespräche über größere Entfernungen sind anscheinend auch völlig ohne Zurufe möglich (z.B. der letzte Wortwechsel zwischen Monco und dem Colonel)
Über die Schiessfertigkeit der Westernhelden oder über die Tatsache, dass die "Bösen" einfach nicht mal die "Guten" abknallen brauchen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden. Das gehört einfach zu einem Western, andernfalls könnte man gleich alle in die Tonne kloppen.

Wie gesagt nur ein kleiner Makel. Wichtiger sind andere Punkte. Einen kann man relativ schnell abhandeln:

Soundtrack. Sergio Leone. Alles gesagt.

Insgesamt hat der Film dann aber doch einfach zu viel Länge, die alberne Komik wie im Debütstreifen der "Dollar"-Trilogie wurde zwar eingedämmt, aber trotzdem findet sich zum Beispiel die "Eisenbahn, Eisenbahn, Eisenbahn"-Szene zwischen Monco und dem schrulligen Alten Prophet (die einzige Verbindung zu "Für eine Handvoll Dollar" ? ), die weiß der Teufel bzw. Leone warum eingebaut wurde. Besonders lustig war das vorher schon nicht und die Info über die Identität des Colonels hätte man auch locker woanders herbekommen können. Naja.

Fazit: Ich hatte wie man sieht mehr erwartet. Trotzdem hat der Film alles was ein sehenswerter Western braucht und sicherlich sehr gute Darsteller. Deswegen vergebe ich hier - auch als unverbesserlicher Eastwood-Fan - eine 7,5. Sehenswert ist er ja auf alle Fälle und eben auch besser als sein Vorgänger.

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Sepf

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Vielen Dank! ;) Ja habe den Film bisher leider nur in der Synchro-Version gesehen, werde mir ihn als großer Eastwood-Fan bei Zeiten auf alle Fälle auf Englisch ansehen.
Naja das mit der Vergewaltigung versteh ich dann zwar etwas besser, aber immer noch nicht ganz. Nachdem El Indio ihren Gatten erschossen hat, könnte sie ja perfekt Rache nehmen.


M.M.M.

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Beide erschießen wärs gwesen :)
Aber dann gäbe es ja ohne el Indio keine Story mehr


dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach dem für mich extrem enttäuschenden Erstling der Trilogie schon eine ganz andere Klasse. Leone hat in dem Jahr einiges dazu gelernt, wobei sein Hang zur Überlänge noch nie mein Ding war (also seine spezielle Art, mich zu langweilen, nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Überlänge hätte). Fettester Pluspunkt des Films (der für mich zugleich auch den "besten" unter den dreien darstellt) ist der teilweise wirklich großartige Humor. Sehr erfrischend, wenn der Film sich und sein Genre teilweise gar parodiert. Und ich würde nicht ausschließen, dass der alte Mann, der sein Haus an der Eisenbahnlinie nicht verkauft hat, Vorlage für die Wohnung an der S-Bahn in BluesBrothers war. Wobei das Original in diesem Fall deutlich radikaler wäre :-)

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Percilitor

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Bewertung7.5Sehenswert

Für mich eher Teil 1.5 der Dollar Trilogie. Wiedermal geht es um Kopfgeldjäger die eine Bande infiltrieren und im letzten Drittel des Films auffliegen. Wie überraschend. Schlecht ist der Film keineswegs, aber eine Story, die nicht so sehr der des 1. Teils ähnelt, wäre wünschenswert gewesen.

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Marti DiBergi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der zweite Teil der "Dollar- Triologie" ist deutlich ausschweifender als der erste. Die Technik Leones kommt hier deutlicher zum Vorschein, Morricones Musik plärrt erhaben wie eh und je durch die Wüste, und es gibt wieder mal eine ganze Menge markanter Gesichter in Nahaufnahme. Das alles macht Spaß, doch hin und wieder schleichen sich Längen ein.

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Per qualche dollaro in piú

"Für ein paar Dollar mehr" ist ein zynischer, spannender und bleihaltiger Western von Sergio Leone aus dem 1965, der den Nachfolger von "Für eine Handvoll Dollar" und den zweiten Teil der "Dollar"-Trilogie darstellt.

Die Story wurde zwar nicht wesentlich kompliziert, dafür aber ein Stück feiner gemacht: Der stille Revolverheld Monco tut sich mit dem Ex-Colonel Mortimer zusammen, um sich das Kopfgeld für den Outlaw Indio zu besorgen.
Clint Eastwood kann als wortkarger, stiller und cooler Revolverheld Monco wieder einmal auftrumpfen, neben ihm überzeugen noch ein hervorragender Lee van Cleef in seiner Rolle des Mortimers und ein wie immer erstklassiger Klaus Kinski in einer Nebenrolle.

Die Regie und Kamera sind noch präziser und detaillierter, obwohl sie damals schon herausragend waren, sodass sie meiner Meinung nach nun noch epischere Bilder erzeugen und wie im ersten Teil fühlt man sich wie in der alten Westernzeit.
Auch hier brennen sich viele Sequenzen in den Kopf des Zuschauers.
Außerdem wurden die Kulissen weiter ausgebaut, durch die erweiterte Handlung, somit können jetzt noch mehr Seiten des wilden Westens gezeigt werden, anders als in "Für eine Handvoll Dollar" wo sich alles größtenteils nur in einem kleinen Kaff abspielte.
Zudem sind die Charaktere und Dialoge, wie auch im Vorgänger, ausgezeichnet.
Zusätzlich toppt Ennio Morricone meiner Meinung nach seine himmlische, musikalische Untermalung, sodass diese, obwohl das im Grunde genommen unmöglich ist, da der Score kaum zu übertreffen ist, doch ich muss zugeben das sie hier einen Tick epischer und genialer wirkt.

Schließlich lässt sich also sagen, dass "Für ein paar Dollar mehr" ein brillanter Nachfolger ist, der seinen Vorgänger noch toppt und ein weiterer herausragender Teil der legendären Dollar-Trilogie ist.

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shadowhunting

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auch*


Bradbury

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Schau dir mal den tollen und völlig unterschätzten 'Satan der Rache' mit Kinski in der Hauptrolle an!


tobiasschoeler

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie für alle Sergio Leone Western gilt auch hier: Cast, Musik, Kamera Drehorte und Atmosphäre sind außergewöhnlich gut. Leider hat der Film im Mittelteil seine Längen und nimmt der spannenden Geschichte einiges an Schwung.
Nichts desto trotz ist "Für ein paar Dollar mehr" ein Klassiker der Filmgeschichte!

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Finnigan

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Bewertung6.0Ganz gut

Keine Fortsetzung, aber doch der Nachfolger von "Für eine Handvoll Dollar". Und ich muss leider sagen, dass ich irgendwie ein klein wenig enttäuscht bin. Vielleicht lag es an den Vorschusslorbeeren, die zu hohe Erwartungen in mir geweckt haben, aber mir hat Teil 1 besser gefallen.

Das Erzähltempo ist sehr zäh, in den rund 120 Minuten kommen doch einige Längen vor. Die Story war zwar gut, aber deutlich weniger interessant als das gewitzte Gegeneinanderauspielen der Banden in "Für eine Handvoll Dollar". Zudem kommt man nicht umhin, einige Fragwürdigkeiten im Laufe der Handlung festzustellen.

Auch Clint Eastwoods Rolle hat in meinen Augen an seiner Charaktertiefe, an seine "Vielschichtigkeit", einbüßen müssen. Das fand ich schade. Sehr interessant fand ich dafür den Charakter von Mortimer.
Die Darstellung von El Indio hat mir jedoch nicht gefallen. Irgendwie war er mir dafür, dass er offenbar einer der meistgesuchtesten Verbrecher ist, zu sehr die Richtung "Raufbold mit Hang zum Wahnsinn". Hätte mir da eher eine Art durchtriebener Ruhe und Intelligenz vorgestellt.

Der Soundtrack war wie zu erwarten wiedermal großartig, keine Frage. Morricone ist einfach ein Meister seines Fachs. Neben den typischen Morricone-Italowestern-Klängen war inbesondere die Spieluhrmusik und wie diese auch in den Soundtrack eingewoben wurde, schwer genial.

Etwas irritierend, dass z.B. mit Gian Maria Volonté, Mario Brega oder Joseph Egger Schauspieler aus "Für eine Handvoll Dollar" in nahezu identisch ausgelegten Rollen wie im Vorgängerfilm eingesetzt wurden. Grundsätzlich aber natürlich ein klasse Cast. Clint Eastwood gewohnt cool oder Lee van Cleef auch sehr passend. Klasse natürlich Klaus Kinski in einer kurzen Rolle.

Der Vorgängerfilm "Für eine Handvoll Dollar" hat mir jedenfalls besser gefallen als "Für ein paar Dollar mehr". Letzterer hat in meinen Augen eine etwas weniger interessante Story und nicht wenige Längen. Außerdem konnte man einige Fragwürdigkeiten feststellen. Auch fehlte es mir an Eastwoods Rolle diesmal etwas an "Vielschichtigkeit". Ingesamt gesehen kein schlechter Film, natürlich nicht! Aber ich muss sagen, dass ich nach den großen Vorschusslorbeeren doch etwas enttäuscht von "Für ein paar Dollar mehr" wurde.

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Wu-Tang-Sven

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Bewertung9.0Herausragend

genau so gut wie der erste. Kurzweilig und atemberaubend. Die Story ist unterhaltsam. Trotzdem wie auch im ersten Teil sind die Kulissen, das Rumreiten im Gelände ohne Verbindung zu den anderen Kulissen. Schade aber nicht wirklich auffallend wichtig. Starker Film!

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