Sergio Leone

Beteiligt an 14 Filmen

Sergio Leone war ein berühmter italienischer Produzent, Drehbuchautor und Regisseur, der vor allem bekannt durch seine Italowestern bekannt wurde. Seine größten Erfolge waren die Filme aus der Amerikatrilogie Spiel mir das Lied vom Tod, Todesmelodie und Es war einmal in Amerika.

Sergio Leone wurde am 3. Januar 1929 in Rom als Sohn des Filmpioniers Vincenzo Leone und der Schauspielerin Edvige Valcarenghi geboren. Er begann schon in jungen Jahren in das Filmgeschäft einzusteigen. So wirkte Sergio Leone in den 50er Jahren bereits bei den von US-amerikanischen Produktionsgesellschaften zahlreich gedrehten Bibel- und Historien-Epen (bekannt unter dem Begriff “Sandalenfilme“) als Regisseur des zweiten Kamerateams mit. Später begann Sergio Leone Drehbücher für historische epische Kriegsfilme zu schreiben, die in dieser Zeit sehr populär waren. Er assistierte darüber hinaus bereits bei renommierten Filmen wie z.B. Ben Hur (1959) im Regiebereich.

Im Alter von 30 Jahren führte Sergio Leone zum ersten Mal Regie für den italienischen Film Die letzten Tage von Pompeji, zwei Jahre später produzierte er dann seinen ersten Film Der Koloss von Rhodos.

In den 60ger Jahren, als die Zeit der großen Epen vorbei war, begann Sergio Leone Western zu produzieren. Mit den Filmen Für eine Handvoll Dollar, Für eine Handvoll Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken prägte er nachhaltig das Genre des Italowesterns. Er revolutionierte vor allem Kameraführung und Musik des Genres.

Im Jahre 1967 begann Sergio Leone mit seinem Engagement in Amerika. Er drehte dort den wohl berühmtesten Western der Filmgeschichte – Spiel mir das Lied vom Tod. Der Film war mit hochkarätigen Schauspielern wie Henry Fonda und Charles Bronson besetzt. Ennio Morricone komponierte die weltberühmte Melodie. Dieser Film war der erste Teil der sogenannten Amerikatrilogie. Der zweite Film Todesmelodie mit eher mystischem Charakter stammt aus dem Jahre 1971. Sergio Leones größtes Projekt war jedoch der dritte Teil der Amerikatrilogie, der Film Es war einmal in Amerika aus dem Jahre 1984, ein amerikanischer Mafiaepos. Sergio Leone brauchte 12 Jahre, um diesen Film fertig zu stellen. Er wollte den Film ursprünglich in einer zweiteiligen, ca. sechs Stunden langen Fassung herausbringen, musste sich dann aber mit einer Filmlänge von 229 min begnügen, da Produktionsfirma und Verleih ihr Veto einlegten.

Leider kam Sergio Leone nicht mehr dazu, seinen nächsten Epos über die Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg umzusetzen, da er am 30. April 1989 in Rom starb.


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5 Kommentare

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Abronsius

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Ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler.Sein Wirken durchleuchtet und analysiert hat jetzt Harald Steinwender,nachzulesen im großartigen Buch "Es war einmal in Europa"-Verlag Bertz+Fischer.Hilft auch ein Quentchen gegen Burrattino.

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cannibal83

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Leone wird immer einer der größte Regisseure bleiben. Seine Western begeistern auch Leute die sich sonst nicht für dieses Genre interessieren. Er hatte ein einzigartiges Gespür die sprichwörtliche "Ruhe vor dem Sturm" einzufangen, seine Kamera brillant... die stetige Arbeit mit Morricone machte diese Filme dann endgültig perfekt.

Sein bester und auch letzter Film sollte allerdings kein Western werden. Und leider bekam dieser Gangsterstreifen "Es War Einmal In Amerika", durch (untertrieben gesagt) bescheidene Schnittfassungen, zu wenig Aufmerksamkeit.

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