Es war einmal in Amerika

Once Upon a Time in America (1984), IT/US Laufzeit 228 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 12.10.1984


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8.1
Kritiker
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174 Kommentare
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von Sergio Leone, mit Robert De Niro und James Woods

New York zur Zeit der Prohibition: Max, Noodles und ihre Freunde verdienen sich bereits als Kinder mit Erpressungen und Schmuggeleien den einen oder anderen Dollar dazu. Jahre später – Noodles wird nach einer langen Haftstrafe für einen Mord aus dem Gefängnis entlassen – haben es die Freunde von damals unter Max zu einem skrupellosen Gangstersyndikat gebracht. Doch Ehrgeiz und Habgier zerstören die jahrzehntelange Freundschaft und schließlich kommt es zu einem entsetzlichen Verrat.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Es war einmal in Amerika
Genre
Mafiafilm, Drama, Thriller, Kriminalfilm
Zeit
1920er Jahre, 1930er Jahre, 1960er Jahre
Ort
Brooklyn Bridge, Miami, New York City, Strand
Handlung
Alte Freunde, Anwesen, Bahnhof, Beste Freunde, Bordell, Bosheit, Brutalität, Chauffeur, Clique, Cop-Killer, Dekadenz, Drogen, Erpressung, Feuer, Folter, Freiheitsentzug, Freundschaft, Gangster, Geldwäsche, Gewalt, Judentum, Jugendgang, Juwelenraub, Korruption, Krankenhaus, Kultfilm, Leben und Tod, Liebeskummer, Mafia, Mafiaboss, Masturbation, Mord, Mörder, Nacktheit, Opium, Polizei, Prostituierte, Restaurant, Sadist, Schauspieler, Schuld, Schusswechsel, Sex, Sexueller Missbrauch, Spiegel, Strand, Straßenbande, Tanzen, Tod eines Freundes, Verbot, Vergewaltigung, Verrat, Voyeur
Stimmung
Berührend, Geistreich
Zielgruppe
Männerfilm, Über 18 (Gewalt), Über 18 (Sex)
Tag
Kultfilm
Verleiher
Jugendfilm Verleih GmbH
Produktionsfirma
Embassy International Pictures, PSO International, Rafran Cinematografica, Warner Bros., Wishbone

Kommentare (169) — Film: Es war einmal in Amerika


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oliver.dambeck

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Bewertung9.5Herausragend

In Europa waren wir ja schon bei der Premiere von Leone's letztem Werk mit einer langen Version gesegnet aber das Ding war ja urspruenglich noch laenger. So ist es vor einer weile wiederhergestellt worden und nun auf Scheichen gepresst kaeuflich. Man sieht auch (nicht ganz so schlimm wie bei Metropolis, aber schon deutlich) wann eine Szene eingefuegt wurde. Erhellend sind diese Szenen aber kaum und ich kann nachvollziehen, dass Sergio sie entfernte. Kaum background sondern eher in die Breite gehen die Sequenzen (da sind die gekuerzten Schnipsel von Blue Velvet interessanter!).
Beim Wiedersehen wurde mir nochmals die Staerke des Films bei den Szenen mit den Kids deutlich, aber ansonsten braucht er wirklich lange, um zum Punkt zu kommen. Man sieht den Protagonisten ja schon gerne zu aber hier fehlt ein wenig die Weite der frueheren Western, auch wenn die Strassenszenen wirklich toll sind. Leone hat immer grossartig Stimmung in seinen Bildern transportieren koennen. Das macht die Episoden in den 30ern und 60ern wahrscheinlich etwas schwerfaellig, da die Story mit den korrupten Gewerkschaftlern und Cops nicht so viel Dramatik hergibt.
Es waehre schon, wenn Leone noch ein wenig mehr haette machen duerfen...

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PaJeRo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was ein Klopper von Film. Lang, aber das ist er wert.

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Holzwerner

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Bewertung2.5Ärgerlich

Wieder einmal eine grobschlächtige, ultrabrutal die Mascho Herrenfantasien des deutlich schlechteren Geschlechts verherrlichendes Machwerk des Hobbyreaktionärs Leone, der es versehentlich zum Unterhaltungsregisseur brachte. Hallejua ? Stellenweise arg bieder, bis erzreaktionär verfilmt. Nun ja , sicher hat er dies wieder gekonnt "inszeniert", und die HERREN unter uns werden sicherlich das Taschenmesser in der Hose, wie auch das Herz in der Brust aufgehen bei derartig brachialer Verherrlichung, ihrer Triebgesteuerten Schlechtigkeit , aber sonst ? Leone war im Grunde nur Werbefilmreggisseur, sonstige Inhalte außer Scheinargumente (Männerfreundschaft blabla) sind nicht vorhanden, warum drehte er nicht für Gillete oder das USA-Söldnerheer ähnlich wie sein amerikanischer "Kollega" auf Wellenlänge Ford ?

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Val Vega

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Alter...


Holzwerner

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Oh, ein weiterer "Kandidat" vllt ?


DerDude_

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Dude macht sich unbeliebt...

Mhm, eigentlich ist die Diskussion um ES WAR EINMAL IN AMERIKA lange zu Ende. Ich war vor ein paar Jahren recht unschlüssig was ich von ihm halten soll. Nun lege ich meine Eindrücke dar, die sich bei der letzten Sichtung vor ein paar Tagen eingestellt haben.
Zum einen : ES WAR EINMAL IN AMERIKA bringt ideale Vorraussetzungen für einen Lieblingsfilm. Zum einen ist der Film ein Epos, hochambitioniert und gegen Gangster-Filme hab ich eigentlich auch nichts. Warum aber ist dem nicht so ?
Zugegeben : ES WAR EINMAL IN AMERIKA schlecht zu nennen käme einem Wagnis gleich. Zu briliant sind die eingestreuten Zeitsprünge, zu gut ist die Kamerarbeit. Ennio Morricones Musik ist traumhaft schön. Die Darsteller (insbesondere James Woods) sind auch gut. Trotz der Laufzeit ist der Film auch nicht wirklich langweilig (wenn auch die ersten 40 Minuten überhaupt nichts passiert). Nun aber das größte Aber : Sergio Leone und ES WAR EINMAL IN AMERIKA muss sich damit abfinden das er hoffnungslos unerwachsen sind.
Das Epos ist fast eine Art Anti-DER PATE. Bemühte sich Francis Ford Coppola mit seiner meisterhaften Trilogie darum, ein realistisches Bild des Gangstertums zu vermitteln (das die großen Mafiabosse letztendlich gebrochene, einsame Männer oder miese Schweine, die in der eigenen Familie morden, sind) oder auch Brian De Palma, der zwar seinen Tony Montana glorreich aufsteigen lässt, ihn aber umso gnadenloser wieder untergehen lässt, so macht Leone den Fehler, seine Gangster Protagonisten zu großen Legenden aufstehen zu lassen. Der Film trieft so dermaßen in seinem Pathos, seine Figuren werden bis an die Grenzen des Erträglichen gefeiert das es unter keine Kuhhaut geht. Dazu haftet dem ganzen ein sehr pubertärer Humor an, der das ganze noch unerwachsener wirken lässt.
Dann wären da noch zwei Punkte, die ich hier ansprechen muss, denn sie machen mir diesen Film im allgemeinen kaputt. Ja, jetzt kommt wieder die Frauenfeindlich-Keule.
Da wäre dieses Mädchen, das ihren Körper für Süßigkeiten verkauft. Nicht aus Not, sondern einfach zum Spaß. Weil sie es geil findet. Ich kenne die Kindheit von Leone nicht, aber mir ist so jemand noch nie begegnet. Egal ob es solche Menschen wirklich gibt oder nicht, diese Figur wirkt wie eine widerwärtige Bubenfantasie, die sich jeglicher Realität entbehrt.
Dann wäre da die viel besprochene Vergewaltigungsszene. In meinen Augen entbehrt sich dieser Szene jeglicher Konsequenz, auch für die Figuren. Robert DeNiros Figur ist lediglich traurig das ihn die Frau seiner Träume doch nun nicht mehr will und scheint sich in keiner Szene vorzuwerfen, was er da gerade getan hat.
Dieser Frauen verachtende Unterton zieht sich durch den ganzen Film. So freut sich ein Polizeichef, als seine Frau endlich einen Sohn zur Welt bringt und behandelt seine Töchter mit widerwärtiger Verachtung.
Ich will Leone keinen Frauenhass vorwerfen. Ich glaube nur das er so sehr damit beschäftigt war, seine harten, männlichen Protagonisten so zu Legenden zu stilisieren, die sich nehmen was sie wollen, und dabei übersehen hat das man diesen Film auch anders sehen kann.
ES WAR EINMAL IN AMERIKA wirkt wie ein fantastisch inszeniertes aber pathetisches Epos das die Adoleszenz nie erreicht hat.
Uninteressant.

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David "Noodles" Aaronson

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Noodles geht nach der Vergewaltigung eigentlich ins selbstgewählte Exil, der Verlust von Frau & Kameradschaft wird mit jahrzehntelanger Tristesse, Langeweile sowie Einsamkeit vergolten (egal ob real oder eingebildet). Die Genre typische Strafe fällt hier noch viel heftiger als vergleichsweise beim Paten aus.
Die Szene im Krankenhaus als Beleg für Frauenfeindlichkeit zu nehmen ist überzogen, gerade hier spürt man doch deutlich die eindeutig negative Zeichnung des chauvinistischen Polizeichefs. Die 'Kuchensache' läuft bei mir eher als wunderbarer Regieeinfall, eine der Art "zeig mir deins ich zeig dir meins", dass Ganze ist natürlich erotisch aufgeladen: Nuttig trifft auf Notgeil – so scheint mir die Szene gedacht zu sein.
Leone sagte ja über sich selbst dass er die Dinge manchmal naiv aber immer ehrlich sieht (versuchte er zumindest). Gute Frauenfiguren sind seine Stärke aber sicherlich nicht.


Alpha_Goat

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Inwiefern blieb hier am Ende in Form von "Noodles" eine Legende? Ich habe einen gebrochenen Mann gesehen, der keine Familie, keine Freunde, keine Frau und kein Geld hat. Das Wichtigste, dass er je besaß, waren wahre Freundschaft zu seinen drei Gang-Mitgliedern und Freiheit. Die durch Brutalität erkaufte Freiheit verpuffte und das Einzige, an das er je geglaubt hat - Freundschaft - erwies sich ebenfalls als nichtig und erlogen. Er schickte zwei bzw. drei seiner Freunde ins Grab und am Ende sieht er sich mit dem Letzten konfrontiert, der ihn aus Gier verraten hat. Noodles kann es nicht glauben, verharrt weiter in der Vergangenheit und schafft es nicht einmal, Max beim Namen zu nennen und es für ihn zuzulassen, dass das Letzte, an das er geglaubt hat, auch verloren gegangen ist.
Das nenne ich keinen heldenhaften Abgang eines Gangster-Protagonisten. Ein Gerüst aus Lügen zerfällt und Noodles klemmt sich mit aller Kraft an den verlogenen Grundpfeiler der Lügen: Freundschaft.

Was die Frauen betrifft, ja und nein. Es ist eine Zeitstudie. Während die verarmten Einwanderer-Jungen versuchten, sich mit Gaunereien über Wasser zu halten, haben sich Mädchen in die Abhängigkeit von Jungen gestürzt, oder eben so etwas wie mit den "Süßigkeiten" probiert. Gleichsam ist es genau die Frau, die am Ende gefestigt ist und den Männern die Stirn bietet. Die erste Vergewlatigung verstehe ich aber auch nicht. Das war selbst mir zu machohaft, vor allem als man das Gefühl bekam, ihr habe es schlussendlich doch gefallen. Für die Zweite hat er gebüßt und er hat nach 35 Jahren Einsamkeit schließlich gesehen, was er davon gehabt hat. Sie hat es geschafft, er ist gefallen und klammert sich an alte Bilder.


Val Vega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Once upon a time in america…
Sergio Leones letzter Film und sein wahrhaft größter.
GRÖSSER als „The Good, the Bad and the Ugly“
GRÖSSER als „Once Upon a Time in the West“
Und noch viel, viel GRÖSSER als jeder andere Film den ich kenne.
Würde ich die Worte Kino und Film für den Duden neu definieren müssen, so würde ich es mit dem Titel dieses Filmes tun.

Was Sergio Leone hier geschaffen hat übersteigt, ähnlich Kubricks wenig schwächeren Film „2001: Eine Odyssee im Weltraum“, das von mir komplett erfassbares. Man kann im Film erkennen, deuten, analysieren und interpretieren, man würde ständig neues finden – genau das zeichnet einen Klassiker ja auch aus.
Wie so oft vor Filmen, dieser Lauflänge habe ich mich auch vor dem dritten Mal schauen vor diesem Koloss an auf Zelluloid gebranntem gefürchtet, gefürchtet davor, dass er mich irgendwie langweilen könnte. Und ja man spürt jede Minute. Dieser Film ist ungewöhnlich langsam, selbst für die damalige Zeit lässt er sich ausgesprochen viel Zeit, für Geschichte und Charaktere, und trotzdem genieße ich jede einzelne Minute dieses Films. Selbst jede Sekunde der Intermission ist perfekt gewählt. Leone hat etwas Einmaliges vollbracht mit dieser Geschichte über Amerika.
Der Film ist Amerika.

Der Grundgedanke der Vereinigten Staaten, vom Tellerwäscher zum Millionär wird hier entzaubert. Das wohl bekannteste Bild des Films ist das, wenn die Jugendgang ihren ersten Erfolg feiert und der kleine Dominic vor ihnen herläuft und vor ihnen tanzt. Im Hintergrund die monumentale Anwesenheit der Brooklyn Bridge, die seit jeher das Symbol einer Brücke in ein besseres Leben ist. In diesem Bild steckt so viel Poesie und Wahres. In ihren Träumen und in ihrer Euphorie haben die Jungen, die Brücke in ein besseres Leben schon überquert, doch die Ernüchterung folgt bald…
Überhaupt geht es im ganzen Film darum diese Brücke zu schlagen. Und es ist nur eine, aus ihrem ganzen Viertel die es schaffen wird.
Deborah, die Engelsgleiche Deborah.
Sowohl von Jennifer Connely als auch von Elizabeth McGovern bezaubernd gespielt.
Während in der ersten Hälfte des Films die Jugendlichen, wenn sie durch die Straße hüpfen, sie immer in der Masse verloren gehen, ist es nur sie, auf die sich die Kamera dann wieder fokussiert. Sie ist das besondere. Sie allein und sonst keine. Sie ist Leones Madonna.
Die Jungen schlagen ihre Brücke, doch erreichen nie das andere Ufer.

Sergio Leone sagte einst, dass er einer bei der Premiere des Films anwesenden Frau gegenüber angedeutet hätte, dass der Film oder Teile des Films nur im Opiumrausch stattgefunden hätten. Ich habe es so interpretiert, dass lediglich die Episode in den 60er Jahren im Opiumrausch stattfindet. Noodles versucht in der Opiumhöhle mit seinem Verrat fertig zu werden. Deshalb dichtet er sich diese Zukunft so zusammen, wie er es gerne hätte. Er dichtet sich die Geschichte so hin, dass auch er und Noodles es geschafft haben, die Brücke zu schlagen, dass er nun der Verratene ist und nicht mehr der Verräter, dass Deborah ebenfalls keine Madonna ist sondern, wie alle anderen Frauen in seinem Leben, eine Hure, dass Max und er auch sie sich teilen würde, wie mit allen anderen Frauen in ihrem Leben.

„Es war einmal in Amerika“ ein italienischer Regisseur verfilmte nun endlich sein Herzensprojekt, an dem er seit 10 Jahren arbeitete. Mit einem hervorragenden Robert De Niro und ebenso guten Nebendarstellern schuf er mit einer DER großen Arbeiten seines Stammkomponisten Ennio Morricone einen Film, der mit nichts vergleichbar ist, was dieser Film-Enthusiast je gesehen hat.

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The Freewheelin Fonda

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Glaube der wird mit den Jahren noch dazu gewinnen und ne 9 wird da sicherlich drin sein ;)


Val Vega

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Danke, Sam :)

Fonda, das hoffe ich auch sehr :)


Ozuma

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Bewertung7.5Sehenswert

Überraschung Leute alles nur ausgedacht =). Ach ja keine Macht den Drogen.

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sachsenkrieger

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Bewertung6.0Ganz gut

"Das Genre befriedigt eine tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit und absoluter Furchtlosigkeit. Keiner kann einen auf seinem Weg stoppen. Kein Gesetz, keine Polizei und kein Geld. Man macht das, was man für richtig hält und lässt sich nicht beeinflussen, verarschen oder kaufen." - Unbekannter Mafiafilmfan

Es hat lange gedauert, bis ich einen Kommentar fand zu einem der kultisch verehrten Mafia/Gangsterfilme, in dem jemand wirklich eine klare Aussage trifft, warum er diese Filme eigentlich so sehr verehrt. Bei vielen liest man nur die typischen Aussagen, wie "zeitloses Meisterwerk", "bester Film aller Zeiten" oder "unvergleichliches Epos". Viel zu oft für meinen Geschmack fällt auch das Wort "Freundschaft" in diesem Zusammenhang. Nicht einmal las ich in irgendeinem Zusammenhang, in irgendeinem Kommentar das Wort "Kritik". Denn diese Filme, so sehr sich auch einige bemühen, den Anschein zu erwecken, sind bar jeglicher Kritik an einer der bestorganisiertesten, brutalsten und menschenverachtendsten Verbrecherorganisationen der Menschheitsgeschichte.

Ich werde mich garantiert nicht als Moralapostel aufspielen, davon bin ich weit entfernt. Ich liebe Filme wie "300" oder "Pulp Fiction". Für mich gibt es allerdings einen wesentlichen Unterschied zu den Mafiafilmen, denn diese Filme sind dermaßen überzogen, das selbst jemand wie ich merkt, das er einfach die Show genießen soll, ohne Anteil zu nehmen. Bei den Mafiafilmen hatte ich dieses Gefühl nie und sie sind das einzige Filmgenre, das ich mein Leben lang komplett verweigert habe.

"Once upon a time in America" habe ich mir damals, als Jugendlicher trotzdem reingezogen und fand ihn auch erstaunlicherweise ziemlich gut. Darum habe ich ihn mir jetzt noch einmal angeschaut und musste meine Meinung ändern. Ich will vorab sagen, das ich künstlerisch nichts an diesem Film auszusetzen habe, von diesem Standpunkt aus überzeugt hier nahezu alles. Aber für mich ist Kino halt nicht nur Kunst. Kino soll mich unterhalten, es soll Emotionen auslösen, es soll lehrreich, philosophisch, aufrüttelnd und alles mögliche andere sein. Und das ist es in diesem Fall einfach nicht (mehr). 6 Punkte für die Kunst, der Rest für den Inhalt.

Naja, was soll´s? Letztendlich muss ich mich für meine Meinung ebensowenig rechtfertigen wie jeder andere hier. Mit dem Strom schwimmen war eh´ noch nie mein Fall! So, jetzt schaue ich mir lieber meinen persönlichen Genrefavoriten "The Counselor" an, der wohl nicht ganz zu Unrecht von vielen verrissen wird. Das ist nämlich kein Film über gewollte Vergewaltigungen, absurde Männerfreundschaften, verlogene Familienbanden und dämonische Kirchgänger. In diesem vielleicht später einmal verehrten Film, ist organisiertes Verbrechen das, was es ist: Bar jeglicher Emotion und Menschlichkeit!

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maroje.alchehabi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein exzellentes Mafia Epos !!! Der Film ist unglaublich packend und wir trotz seiner Länge überhaupt nicht langweilig. Die Geschichte hat mich bei der ersten Sichtung sofort fasziniert. Es ist vor allem wirklich glaubwürdig dargestellt !

Ein Film den ich mir immer wieder sehr gerne ansehen kann. :)

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Ioosh698

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sergio Leone, einer der größten Regisseure aller Zeiten, der es sogar schaffte mir persönlich das sonst von mir so oft als langweilig bezeichnete Westerngenre in Form von "Spiel mir das Lied vom Tod" schmackhaft zu machen, präsentiert uns hier sein letztes Werk, sein Vermächtnis.

Willkommen bei Leones "Es war einmal in Amerika".

Lange, sehr lange hatte ich mir vorgenommen diesen Klassiker zu sehen, denn ich bin schon der Meinung das man solch ein großes Werk mal gesehen haben sollte.
Doch leider kam ich lange nicht dazu mir den Film dann endlich mal anzusehen, was wohl hauptsächlich daran liegt, das er sage und schreibe 228min. geht, also knapp 4 Stunden. Und bei einer solchen Spieldauer muss man eben schon einiges an Zeit und vor allem auch Lust investieren, sonst würde das glaube ich nichts werden.
Gestern habe ich "Es war einmal in Amerika" dann endlich gesehen und muss sagen ich bin schwer beeindruckt was Sergio Leone hier für ein Epos erschaffen hat!
Eine perfekt inszenierte und vor allem erzählte Geschichte, rund um eine Hand voll Männern die sich schon aus Kinder bzw. Jugendtagen kennen und sich ihr ganzes Leben lang nach und nach ein eigenes Gangstersyndikat aufbauen. So interessant oder gar neuartig mag sich die Story vielleicht nicht anhören und auch ich habe ehrlich gesagt nicht's erwartet was man schon gefühlte hundert mal gesehen hat, doch im Endeffekt stellt die gesamte Story des Filmes als sehr durchdacht und clever heraus. Ich muss auch zugeben, dass ich nach dem Film auch nicht durch die komplette Handlung durchgeblickt habe und mir alles sofort klar wurde. Ich denke dazu muss man "Es war einmal in Amerika" doch mehrmals sehen! Aber genau das sind Faktoren die den Film für mich so faszinierend machen und ganz klar zu einer zweitsichtung animieren! Auch die Charaktere sind richtig stark und ohne sie wäre der Film auch nur halb so gut wie er ist. Man begleitet die Protagonisten von der Jugend an bis in's hohe Alter, fühlt mit ihnen, lernt sie lieben und hassen und ist von Anfang an gespannt wie ihre Geschichte dann am Ende ausgeht. Die Schauspieler verkörpern ihre Figuren grandios, und hier möchte ich neben Stars wie Robert De Niro oder James Woods vor allem die "Kinderdarsteller" loben, die Noodles und Co. in deren Jugendzeit spielten. Sie leisteten da wirklich einen tollen Job! Aber auch die anderen Darsteller, vor allem De Niro und Woods trumpfen richtig auf und zeigen tadellose Leistungen. SO liebe ich Robert De Niro!
Was mir ebenfalls super gefiel war die Inszenierung Amerikas, der verschiedenen Schauplätze selbst. Für die damalige Zeit gibt es nichts auszusetzen und auch heute noch vermittelt Leones Film dadurch ein wunderbares 20er, 30er und 60er Jahre Flair. So ist "Es war einmal in Amerika" auch ein ungemein Atmosphärischer Streifen. An dieser Stelle möchte ich nochmal ein Lob für die Maske aussprechen, die es wirklich geschafft hat die Schauspieler, vor allem De Niro und Woods, glaubhaft altern zu lassen. Das hat mich echt POSITIV überrascht!
Tja, dann gibt's da noch den Soundtrack des gottgleichen Ennio Morricone. Durch seine musikalische Untermalung, die zwar manchmal etwas zu, naja ich nenne es mal poetisch, war wirkt der Film dann noch besser.

Fazit: Ich bin restlos begeistert! Auch wenn Sergio Leone mit "Es war einmal in Amerika" meine Erwartungen nicht zu 100% erfüllen konnte, so hat er hier doch ein wegweisendes Werk geschaffen das hoffentlich niemals in Vergessenheit geraten wird. Ein Epos erster Klasse, ein Film den man gesehen haben MUSS!

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Samweis_Gamdschie

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Top Kommentar !! Dieser Film gehört schon sehr lange zu meinen Lieblingen. Er verliert nichts an seinem Glanz.


Ioosh698

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Danke;)! Hatte deinen Kommi zum Film gelesen, der echt beweist das er einer deiner Lieblinge ist;)!


Davki90

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sergio Leones grandioses Abschlussfeuerwerk!
Ein Meisterwerk, wie man es selten gesehen hat! Von vorne bis hinten genial!!!

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fcb_bavaria

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Bewertung9.0Herausragend

Als großer Fan von Filmen der Kategorie " Mafiaepos " kam ich nun endlich in den Genuss von "Once Upon a Time in America" ! Habe die 228min Fassung gesehen und bin durchweg begeistert. Die sehr dichte Atmosphäre zieht einen förmlich in den Film hinein und man fühlt sich in 1930 zurückversetzt ! Während bei ähnlichen Filmen wesentlich mehr Geballert , Geschlagen und Getötet wird kommt dieser Film mit deutlich weniger Gewalt und Blei aus ! Sergio Leone zeigt hier (leider ein letztes mal ) das er ein Genie seines Faches war , wenn nicht sogar DAS Genie schlechthin ! Der Soundtrack ist Legendär und gibt zu jeder Sekunde die Stimmung der Handlung wieder ! James Woods hat mich hier sehr Überrascht , er spielt einfach absolut Weltklasse . Über De Niro braucht man eigentlich nichts zu sagen , er ist für mich einer der besten und die Rolle des Mafiosi passt ihm wie ein warmer Mantel . Dennoch Spielt er hier wohl die Rolle seines Lebens ! Wer Goodfellas , den Paten und / oder Scarface mag ,der wird hier erstklassig bedient und wer auf De Niro steht wird diesen Großartigen Film Lieben ! Warum der komplett an den Oscars vorbeigelaufen ist , wissen wohl nur die Amis ! :-) 228min sind definitiv nicht zu lang , nur die Zeit dafür muss man erstmal übrig haben !

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Es war einmal in Amerika" aus dem Jahr 1984. Leider damals ein riesen Flop an den Kinokassen. Man muss aber auch bedanken, dass er damals in einer 139 Minuten langen Version in den Kinos lief. Die ursprüngliche Fassung Leone´s sollte 6 Stunden lang sein. Die er aber nie fertig brachte, da er während der Restauration der 6 Stunden Version starb. Sehr sehr sehr schade.
Heute gibt es ihn in einer 229 Minuten lange Fassung, die ich bisher nur kenne. Es gibt auch eine 250 Minuten lange Fassung, die ich leider noch nicht kenne.
Ebenfalls schade, dass der Film bei den Oscars komplett leer ausging, lag an der zerstückelten Version.
Der Film gehört zu den besten aller Zeiten. Zurecht wurde er zu einem absoluten Kultfilm, als die 229 Minuten lange Version veröffentlicht wurde.

Meiner Meinung sogar Leone´s Bester. Sogar vor "Spiel mir das Lied vom Tod". Was dieser Mann hier erschaffen hat, wird für immer in der Filmgeschichte Platz haben.
Als ich den Film letzten nochmal gesehen habe, wurde mir klar, dass dies einer der komplexesten Filme ist. Nichts im Vergleich zu Inception, Fight Club oder Memonto, gibt ja massig solcher Filme. Die man nach 1-2 mal sehen komplett Versanden hat. Dies ist nicht der Fall bei "Es war einmal in Amerika". Hier hat jeder seine eigene Sichtweise. Ich kenne wirklich keine einzige Person die diesen Film komplett blickt. Natürlich nach seiner Sichtweise schon. Genau das wollte Leone erreichen. Im Endeffekt ist es sogar fast unmöglich bei diesem Film alles zu verstehen, da es so viele versteckte Kennzeichen gibt, die man erst beim 10 Mal sieht. Genau so muss es sein. Jeder sieht hier einen anderen Film. Da kann sich Nolan mal ein Beispiel nehmen.
Bei seinen Filmen hat man alles nach 1-2 Mal gesehen. Hier auf keinen Fall, da man immer und immer wieder etwas neues entdeckt. Es gibt hier 1000. Theorien um versteckte Zahlen im Hintergrund, um Uhrzeiten, um Traum-Realität Verknüpfungen, Müllwagen und um jede Szene eigentlich. Einfach nur gewaltig dieser Film, der einen immer und immer fasziniert und zum nachdenken erregt. Ein Film über den ich Tage lang erzählen könnte.
Besonders faszinierend ist welche Theorien man hier erfindet. Macht besonders Spaß mit Freunden sich darüber Stunden lang zu unterhalten, was neu entdeckt wurde. Wäre die 6 Stunden Version veröffentlicht worden, wäre der Film wohl leichter zu verstehen.

An alle die ihn noch nicht gesehen haben, lasst euch darauf ein, er könnte euer Lieblingsfilm werden, da er nie langweilig wird und einen immer und immer wieder zum staunen bringt. Es ist wirklich krass, dass der Film mit seinen 229 Minuten nie langweilig wird. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Er hätte locker noch seine 1-2 Stunden länger sein dürfen, er wäre auch wahrscheinlich noch besser gewesen.

Die Story ist einfach nur grandios. Perfekt in Szene gesetzt, wie z.B bei "Der Pate". Alles stimmt hier. Es wird hier nicht in chronologischer Reihenfolge erzählt, wie es viele bestimmt auch aus "Pulp Fiction" kennen. Zur richtigen Story will ich gar nichts verlieren, da sieh eh wahrscheinlich fast jeder kennt.
Es handelt um eine Geschichte, in der es um Loyalität, Freundschaft, Hass, Verrat und Liebe geht.
Besser kann man diese Gefühle in einem Film nicht rüber bringen. Der Film ist auf seiner speziellen Weise sehr gefühlvoll. Der Film berührt mich immer und immer wieder.
Besonders alles zwischen Max und Noodles. Die grandios gespielt sind von James Woods und Robert De Niro, der hier meiner Meinung sogar seine beste Leistung aller Zeiten abliefert. Diese Rolle war für Robert De Niro bestimmt. Der Rest des Cast, z.B Joe Pesci, Elizabeth McGovern, Jennifer Connelly, Treat Williams und Larry Rapp sind alle spitzenmäßig. Hier kann man sich wirklich nicht beschweren.
Alle zeigen was die drauf haben. Besonders die Rollen der Kinder wurden fabelhaft umgesetzt.

Kommen wir zum Soundtrack. Der Soundtrack ist von Ennio Morricone, meinem Liebling.
Jeder Track ist unglaublich gefühlvoll und löst enorm viele Gänsehaut Momente aus.
Deborah´s Theme oder die Main Theme können nur von diesem Mann kommen.
Einer der schönsten Soundtrack´s die es gibt. Jede Szene passt perfekt zu diesem Soundtrack.

Meine Meinung zu der anscheinenden Frauenfeindlichkeit in diesem Film:
Eher nicht, der Film zeigt zwar zwei Vergewaltigungen und es wird gezeigt wie die Frauen früher unterdrückt wurden, dennoch finde ich ihn nicht als enorm Frauenfeindlich. Der Film zeigt durch diese Geschehnisse zwar, dass Frauen nicht gleich berechtigt sind/waren. Der Film zeigt es einfach wie es damals war. Es wird nie die Grenze überschritten, wie in heutigen Horrorfilmen. Die Vergewaltigung zeigt z.B einfach nur was aus Noodles wurde. Da er den normalen Kontakt kaum kennt. Das man eigentlich sehen sollte. Ich bin mir sicher, dass Leone dies als Stilmittel für den Charakter für Noodles genommen hat. ( Ähnlich wie z.B bei "Uhrwerk Orange" dort ist es doch dasselbe.)
Vor allem wenn man den Film 10-15 Mal gesehen hat(bei mir), muss man über solche Beschuldigungen darüber lachen.
Dies geht an Mr Vincent Vega, der den Film anscheinend nicht richtig gesehen hat. Sein Kommentar übrigens zu diesem Film, gehört zu den lächerlichsten die ich je gelesen habe.
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten...

In meinen Augen einer der besten Filme aller Zeiten, es wird wohl nie wieder einen solchen Film geben. Wirklich sehr schade.
Der Film kann sich auf jeden Fall mit dem Paten messen. Vielleicht ist er sogar noch besser. Beide auf dem gleichem Level.
Beide haben ihre eigenen Stärken. Schwächen gibt es bei keinem von beiden.
In meinen Top 10 sind sie sicher für immer.
Leone´s Meisterwerk wird niemals in Vergessenheit geraten.
Großes Danke an ihn.

Warum manche den Soundtrack nicht mögen, bleibt mir ein ganz ganz großes Rätsel.
http://www.youtube.com/watch?v=Jj5Xczethmw So etwas wunderschönes wird es nie wieder geben.

"Was hast du in den letzten Jahren so gemacht?" - "Bin früh schlafen gegangen."

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Spearman

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Liebe Leute, was ist das für eine Diskussionskultur? Ob jemand hier und dort mal einen Schreibfehler macht, hat doch nichts mit dem Inhalt des Kommentars zu tun. Die harten Worte finde ich deshalb unangemessen. Oder hat Scipio einfach nur mal schlechte Laune gehabt?

Und was soll das Argument "US-amerikanische Blödikultur"? Ob ich nun ein guter oder schlechter Deutscher bin, sollen andere beurteilen. Ich möchte jedenfalls nichts anderes sein. Aber ohne die vielen guten amerikanischen Filme (neben den natürlich ebenso vorhandenen vielen schlechten) wäre das Leben ganz schön öde. Allein mit deutschen Filmen möchte ich meine Freizeit nicht gestalten müssen. Wer nur seinen Amerikanerhass loswerden will, sollte sich doch bitte nicht hier austoben. Hier geht es um Filme und nicht um das Herabwürdigen von Menschen mit anderer Kultur. Ich bin jedenfalls ganz dankbar, dass die Amerikaner mit dazu beigetragen haben, Deutschland nach dem Krieg auf dem Weg in eine etwas andere Richtung zu helfen. Das Wort "Spasti" ist völlig daneben.

Ich habe den Film übrigens gestern das erste Mal gesehen und fand ihn mehr deprimierend als gut. Das werde ich jetzt erst einmal sacken lassen und ihn vielleicht irgendwann zum zweiten Mal ansehen, wenn ich mal wieder so viel Zeit und Lust am Stück habe. Danach gehe ich dann ans Bewerten. Eine gute Bewertung wäre jetzt unehrlich. Aber eine eher schlechtere Bewertung eines Leone-Films möchte ich jetzt doch nicht abgeben.


brucelee76

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Leute ich sag jetzt auch mal was zu Amerika, Politik und Film.
*Spearman hast Recht, das hier ist ein Podium für Filmdiskussionen und unbedeutende Schreibfehler hin oder her, der Inhalt machts.
*Samweis, meine Schwester war für 6 Monate in den Staaten und sie ist ebenfalls überwältigt von der Vielfalt der Kultur, Land und Leute.
Abgesehen davon kommt der viele Unmut (mich eingeschlossen) über die Außenpolitik der Amis über die wirklich oft fragwürdigen Einmischungen und Interventionen als Kriegstreiber in fremden Regionen, in den letzten 50 Jahren. Nur so eine Randbemerkung von mir.
Ach ja und wir sollten froh sein, das es Hollywood gibt, sonst würden wir dieses Meisterwerk und die ebenso vielen anderen, nicht kennen.


il padrino

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Bewertung10.0Herausragend

"Es war einmal in Amerika", Abschiedsfilm des großen Sergio Leone. Ein Epos par excellence: 218, 229 oder 250 Minuten lang, je nach Fassung, eine Handlung über 46 Jahre. Und am Ende eine echte Überraschung.

Der Film enthält, wie eigentlich alle Filme Leones bis auf seinen vergessenen Erstling "Der Kolloss von Rhodos", Musik von Ennio Morricone, dem größten Filmkomponisten überhaupt. Und ohne Morricones Musik wäre der Film wohl nur halb so gut geworden.

Ehre gebührt auch der Story- Leone schrieb gemeinsam mit fünf anderen das Drehbuch, was wohl die Autorentheorie widerlegt. Denn über die epische Länge das Films hinweg bleibt die Story immer intelligent und überraschend, bewegend und dramatisch. Dafür verantwortlich sind auch die vielschichtigen Figuren- neben Max und Noodles blieb mir besonders Moes Schwester im Gedächtnis. Obwohl es in diesem Film letztlich keine Figur gibt, die das richtige tun würde, keine Figur, die sich nicht schuldig machen würde, werden sie einem doch sympathisch.

Hervorzuheben ist auch noch die Leistung der Darsteller, allen voran der großartige Robert de Niro. Hierzu muss man wohl kaum noch etwas sagen.

Ein genialer Film,ein Meisterwerk. Lieblingsszene: Die Kinder im Krankenhaus werden vertauscht, um einen Polizisten zu erpressen. Die Musik dazu ist schlicht und einfach genial.

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Simon Moon

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"Hart vergöttern" hab ich auch noch nicht gehört, heute hab ich hier auch noch "unmenschlich hübsch" gelernt. Was soll man dazu sagen, der emphatischen Begriffsfindung ist kein Kraut gewachsen.


Simon Moon

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Sorry, das war das falsche Fenster.


replicant-10

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Bewertung7.5Sehenswert

Dieses überlange Kult-Mafia-Epos
mit Robert de Niro finde ich trotz
seiner Längen und seiner Melodramatik
ziemlich sehenswert !!!!

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Metalharry

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hab mir den Film damals nur gekauft weil er in einem Schuber mit "Goodfellas" drinnen war, den ich damals unbedingt sehen wollte. Aber irgendwie ist "Es war einmal in Amerika" eher in meinen DVD Player gerutscht. Was ich dann sah, war schier unglaublich. Am Besten war die Szene als Noodles eine Tasse Kaffee trinkt und ihm jeder zusieht. Als gäbe es nichts spannenderes auf der Welt. Über die Filmmusik sag ich nix mehr weil sie so ist wie ich die Werke von Ennio kenne. Sensationell. Einer der besten Gangster Filme die ich je gesehen habe.

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benni565

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...ich hab mir den Film damals zum ersten Mal angeschaut, weil er gerade in einem Kino lief, das in eine "Schwimmbad-Thermen-Wellness-Welt" integriert war.
Das negative war, dass mir an dem Abend Saunagänge, Wellness etc. natürlich entgangen sind ! Von der ersten bis letzten Minute saß ich gebannt vor der Leinwand !
@Metalharry:
"Was ich da sah, war schier unglaublich ." bringt es auf den Punkt :
Nicht nur "einer der besten Gangsterfilme"...
...ich werde mal pathetisch :
Die Mutter aller Gangsterfilme !
..und der Soundtrack !!!


Markbln

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In Vorfreude auf das Ennio Morricone-Konzert am 11.02. in Berlin

TRIBUTE TO ENNIO
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7. ES WAR EINMAL IN AMERIKA

Der letzte Kinofilm von Regisseur Sergio Leone beschließt gleichzeitig seine Amerika-Trilogie, der außerdem "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Todesmelodie" angehören.
ES WAR EINMAL IN AMERIKA ist der beste Abgesang auf den American dream der 80er Jahre. Ein Film wie eine Oper. Opulent, sinnlich, wahnsinnig.

Das Riesenprojekt, das auf Harry Greys Roman „The Hood“ basiert, war eine Herzensangelenheit von Leone. Er legte alles in diesen Film, für den über 317 Drehbuchseiten geschrieben wurden. Zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten. Das Ergebnis ist für mich Leones Opus Magnum, ein Monumentalwerk, das in Ausmaß und Raffinesse seine vorigen Arbeiten weit übertraf. Aus dem fast zehnstündigen Filmmaterial erschuf er eine 220 minütige Version, die für den amerikanischen Markt auf 2 Stunden gekürzt wurde. Dadurch entstand eine einfache Chronologie, die Szenen und Charaktere verstümmelt. Die stilistisch herausragende europäische Version erzählt die Geschichte dagegen auf drei Zeitebenen – 1922, 1933 und 1968. Die raffiniert montierten Zeitsprünge und die hochkomplexe Geschichte ist nur in dieser Langfassung zu erleben und für Fans die einzig Gültige. Die inszenatorische Brillanz, die grandiosen Schnitte und ungeheure Spannung von ES WAR EINMAL IN AMERIKA entfalten sich erst, wenn man dieser Version und dem ganzen Film zugesehen- und gehört hat.

Der Einstieg in die Geschichte um fünf Freunde aus dem New Yorker Einwandererviertel zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist brillant. Über Minuten klingelt ohne eine Zeile Dialog ein Telefon, was anscheinend aus keiner der zu sehenden Bilder zu kommen scheint. Nach etlichen Sequenzen und Ortswechseln, die unterschiedliche Szenen einführen, ist endlich ein Apparat zu sehen, der abgehoben wird und das Klingeln beendet. Ein genialer Spannungsaufbau, in dem Sound und Bild gegenüberstehend auseinanderlaufen, um nach langen rätselhaften Minuten zur auflösenden Klammer zur werden.
Danach breitet Leone seine epische Geschichte um Freundschaft und Liebe, Vertrauen und Verrat, Schuld und Sühne über fünf Jahrzente aus, die einzigartig ist. Voller Tragik und Gewalt, und voller Wehmut und Melancholie.
Die behutsam erzählte Geschichte hat extraordinaire Charaktere, die dank der Filmlänge ausführlich gezeichnet werden. Noodles, von Robert de Niro fantastisch verkörpert ist eine der besten Filmfiguren, die ich je gesehen habe. Der letzte irre Blick im Opiumrausch ein Bild für die Ewigkeit.

Für den außergewöhnlichen Schnitt seines Werkes hat Sergio Leone gekämpft wie ein Löwe. Das Ergebnis gerade auf diesem Gebiet ist einzigartig. Originelle Schnittfolgen und herausragend inszenierte Szenen ziehen sich durch das ganze Epos, als Beispiel sei neben dem Intro die raffinierte Szene der fliegenden Frisbeescheibe erwähnt, die verschiedene Zeitebenen miteinander verknüpft. Formal ist ES WAR EINMAL IN AMERIKA ein Meilenstein, nicht bloß für das Genre Gangsterepos. Seine ganze Pracht verbreitet sich nicht nur durch Kostüm und Set Design, durch das fantastische Spiel von Robert de Niro und James Wood und die einzigartige Regie von Sergio Leone, sondern natürlich auch durch die kongeniale Musik vom Freund Ennio Morricone.

Morricone ist für die Filme des ehemaligen Klassenkameraden Sergio von elementarer Bedeutung. Seit ihrer Zusammenarbeit FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR waren die beiden wieder unzertrennlich. Morricones Soundtrack fühlt sich so symbiosehaft in den Film ein, weil er für Sergio Leone schon auf Grundlage des Drehbuches komponierte. Er stellte seine Musik bereits vor den Dreharbeiten fertig, was dem Regisseur die Möglichkeit gab, Szenen oder Kamerabewegungen genau auf sie abzustimmen und die Schauspieler am Set zur Musik von Morricone spielen zu lassen. Die Ergebnisse ihre Zusammenarbeit sprechen für sich.
Seit 1964 war Morricone für jeden Leone-Film musikalisch verantwortlich. Der Einsatz unkonventioneller Instrumente wie die Maultrommel, Mundharmonika oder hier die Panflöte sind dabei sein Erkennungszeichen.
Für ES WAR EINMAL IN AMERIKA griff Morricone der Prohibitionszeit entsprechend Elemente des Jazz auf. Das berührendste Stück dürfte jedoch das langsame sentimentale „Deborah’s Theme“ sein, dass er übrigens schon in den 1970er Jahren geschrieben hatte. Hier charakterisiert es die beiden Protagonisten Noodles und Deborah so intensiv, dass man ihre tragische Beziehung schon musikalisch fühlen kann. Für jede einzelne Figur kreiert Morricone einprägsame musikalische Themen, sogenannte Leitmotive. Sie untermalen nicht nur einzelne Szenen, sondern halten als stilistisches Mittel über die Länge des Films die Handlung und die Figuren auch clever zusammen. Je nach Szene variiert Morricone diese Themen, beispielswiese eine Variation von "Deborah's Theme" mit einer subtil darübergelegten "Amapola"-Variation.

Ennio Morricones Score ist die virtuose Vertonung von Sergio Leones Gangsterepos, er variiert das bekannte Thema der Panflöte immer wieder neu, spielt gekonnt mit Melodien der 30er Jahre und lässt jüdische Folklore und Jazz einfließen. Damit hat er Leones letztem Film mit Arrangements von zeitloser Schönheit erneut seine unverwechselbare musikalische Note geschenkt. Mit seiner Arbeit zu ES WAR EINMAL IN AMERIKA hat Morricone sich meiner Meinung nach selbst übertroffen, denn die Musik lässt Noodles, Max, Cockeye, Patsy, Dominic und Deborah sofort vor mir erscheinen. Egal, wo ich bin. Und trotzdem schafft es Morricone wie kein Zweiter, seine Musik auch losgelöst vom dazugehörenden Film vollkommen genießen zu können. Mein absoluter Lieblingssoundtrack von Ennio Morricone.

Deborah's Theme:

http://www.youtube.com/watch?v=PuyYc0gINbU

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Einar

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Übrigens dank der Scorsese-Stiftung weiteres altes Material restauriert und dem Film hinzugefügt. Will sehen, will sehen, will sehen...!!!
Trotzdem fehlt noch ne Menge an Minuten.
Man ich LIEBE diesen Film, der kommt bestimmt auch noch mal in diesem Mafia-Monat dran! ;-)
Momentan bin ich aber durch die Winterspiele abgelenkt.


Markbln

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Ich warte ja sehnlichst darauf, dass die erweiterte Version, die letztes Jahr in Cannes gezeigt wurde, mal veröffentlicht wird. Will auch sehen, sehen, sehen : )


Prof.Dr.Gonzo

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Bewertung10.0Herausragend

Werd hier jetzt kein verherrlichenden Roman verfassen, da er wohl länger wäre als alles was Stephan King geschrieben hat ;)

Der film hat mich bereits als kleinen Jungen derart überwältigt, trotz der oftmals sehr langatmigen Stellen, dass er für mich auf jeden Fall zu den besten Filmen aller Zeiten gehört!!

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Unclescrooge

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Bewertung9.0Herausragend

Es war einmal in Amerika ist definitiv einer der besten Mafia Filme die es gibt. Es ist wirklich alles vorhanden, Humor, Trauer, Action. 4 Stunden Spielzeit sind definitiv zu wenig, ich hätte sehr gerne mehr gesehen, die Besetzung ist super, ich hatte Zweifel and James Woods aber genau eben dieser hat mich geradezu umgehauen. Empfehlenswert für Jeden; nicht nur Filmliebhaber und Fans :)

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concienda

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist definitiv zu kurz geraten. Bei vier Stunden Laufzeit! Was bei anderen, ein ganzer Film ist, ist für Sergio Leone gerade einmal der erste Akt. Und gerade der hätte noch so viel mehr Raum verdient. Die Art und Weise wie diese Jungen leben, die Sexualität und die Liebe für sich entdecken und bei den großen Fischen mitmischen , wie sich schon in Jungen Jahren schlitzohrig Verbündete schaffen nur um dann trotz ihrer Bauernschläue physisch an der Welt ist erschreckend, aber auch unglaublich lustig und rührend. Allein die Szene in der einer der Jungen sich mit einem Sahnetörtchen sein erstes Mal erkaufen will nur um dann noch einmal Kind zu sein und das Gebäck gierig selbst verschlingt ist so sympathisch, dass ich aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskam.

Doch auch die späteren Handlungsstränge sind einfach nur stark und zeigen den Luxus und die Annehmlichkeiten des Gangsterlebens genauso wie seine Schattenseiten. Dabei ist der Film weitaus weniger glorifizierend als vergleichbare Titel in dem Genre. Noodles und Max werden zu immer mieseren Dreckssäcken, kälter, gewalttätiger und ohne jegliche Reue. Anstatt die Kamera wird der Revolver gezückt, wozu belastende Fotos wenn man dem Gegenüber auch einfach in den Kopf schießen kann? James Woods und Rober de Niro meistern diese Darstellungen in jeder Sekunde und holen so viel wie möglich aus ihren Rollen heraus.

An der 10 scheitert der Film dann leider aus drei Gründen: der Soundtrack war trotz Morriconne nicht so ganz meins, die Auflösung war mir zu bemüht und fügt sich nicht wirklich passend in einen Film der viel Wert auf Authenzität und Glaubwürdigkeit legt und abgesehen von den beiden Hauptcharakteren steckte auch der Rest des Castes in recht einseitigen Rollenbildern fest, da wäre deutlich mehr gegangen. Aber was Leones ursprüngliche Intention war, wird man wohl nie erfahren. Die, ihm vom Studio auf erlegten, Kürzungen und Schnitte stoßen bei mir jedenfalls auf absolutes Unverständnis.

Trotzdem ein absolut umwerfendes Meisterwerk aus meinem Lieblingsgenre, dass ich völlig unverständlicherweise viel zu lange vor mir hergeschoben habe.

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stefanschliesser

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

robert und james im klassiker! ein weltkulturerbe!

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