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Es war einmal in Amerika
Once Upon a Time in America (1984), IT/US Laufzeit 228 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Drama, Thriller, Kinostart 12.10.1984
8.0
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von Sergio Leone, mit Robert De Niro und James Woods
New York zur Zeit der Prohibition: Max, Noodles und ihre Freunde verdienen sich bereits als Kinder mit Erpressungen und Schmuggeleien den einen oder anderen Dollar dazu. Jahre später – Noodles wird nach einer langen Haftstrafe für einen Mord aus dem Gefängnis entlassen – haben es die Freunde von damals unter Max zu einem skrupellosen Gangstersyndikat gebracht. Doch Ehrgeiz und Habgier zerstören die jahrzehntelange Freundschaft und schließlich kommt es zu einem entsetzlichen Verrat.
Mehr Bilder (16) und Videos (2) zu Es war einmal in Amerika
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Es war einmal in Amerika
- Genre
- Mafiafilm, Politdrama, Drama, Thriller
- Zeit
- 1920er Jahre, 1930er Jahre, 1960er Jahre
- Ort
- Brooklyn Bridge, Miami, New York City, Strand
- Handlung
- Alte Freunde, Anwesen, Bahnhof, Beste Freunde, Bordell, Bosheit, Brutalität, Chauffeur, Clique, Cop-Killer, Dekadenz, Drogen, Erpressung, Feuer, Folter, Freiheitsentzug, Freundschaft, Gangster, Geldwäsche, Gewalt, Judentum, Jugendgang, Juwelenraub, Korruption, Krankenhaus, Kultfilm, Leben und Tod, Liebeskummer, Mafia, Mafiaboss, Masturbation, Mord, Mörder, Nacktheit, Opium, Polizei, Prostituierte, Restaurant, Sadist, Schauspieler, Schuld, Schusswechsel, Sex, Sexueller Missbrauch, Spiegel, Strand, Straßenbande, Tanzen, Tod eines Freundes, Verbot, Vergewaltigung, Verrat, Voyeur
- Stimmung
- Berührend, Geistreich
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Kritiken (2) — Film: Es war einmal in Amerika
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenEs bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit bei diesem Epos von Sergio Leone. Und auch danach hat man es mit einer recht ungewöhnlichen und eigenwilligen, aber beeindruckenden Inszenierung zu tun. Die Alterung der Charaktere wirkt besonders authentisch. Ein besonderes Lob geht an Makeup, Darstellerauswahl und Art Direction. Die Geschichte ist schwere und schwermütige Kost, beschreibt in gleich drei Handlungsebenen eine Gewaltoper um eine vielschichtige, kriminelle Männerfreundschaft. Die stets wiederkehrenden musikalischen Themen von Ennio Morricone verleihen dem Ganzen nochmal eine ganz eigene Note. Wer alle bedeutenden Mafiafilme gesehen haben will, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Doch "Es war einmal in Amerika" hebt sich stilistisch deutlich von der Pate-Reihe und Martin Scorseses Gangster-Thrillern ab, obwohl auch dort Robert De Niro mit seiner ungeheuren Präsenz die Leinwand füllt.
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenSergio Leones Mammutprojekt ergötzt sich an seiner epischen Dimension. Mit begnadeter Raffinesse bei Schnitt und Musik ein formal außergewöhnlicher Film, dessen extreme Frauenfeindlichkeit jeden Zugang zur Geschichte verhindert. Eine gänzlich überschätzte, chauvinistische Altherrenversion des "Paten".
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten
Kill_Diether Wed, 18 Nov 2009 22:58:38 -0000
Antwort löschenWo ist der Film frauenfeindlich? Wer bescheißt,
bekommt die Quittung. Altes Gesetz!
Jukebox Thu, 11 Feb 2010 00:43:59 -0000
Antwort löschenIch denke, das der Film besonders in der 1933er-Zeit frauenfeindlich ist, und eine, eventuell auch zwei (ich kann das nicht recht beurteilen) Vergewaltigungen sollten daran keinen Zweifel lassen.
Es zeigt, das aus den Kleinkrimminellen Gangster geworden sind, die sich alles nehmen und nur die eigenne Freunde können sie daran hindern. Und genau deswegen muss es zur ungeschönten Handlung dazu gehören.
Kill_Diether Thu, 11 Feb 2010 18:09:31 -0000
Antwort löschenJa meine Güte, wer überträgt denn 1933 ins hier und jetzt?
War halt mal so. So wie's in den 50'th und 60'th auch noch
anders aussah für Frauen. Zur vorletzten Jahrhundertwende
gab's Frauenrechtlerinnen und heute werden weltweit trotzdem
noch Frauen, viel im häuslichen Umfeld, misshandelt.
Deswegen ist der Film noch lange nicht frauenfeindlich,
sondern zeigt, wie du auch sagst, dass Amerika sich nicht nur
von reinen Gutmenschen her entwickelt hat.
petergriffin13 Mon, 22 Mar 2010 12:23:51 -0000
Antwort löschenund wenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. glorifiziert werden heisst das automatisch das der film schlecht ist und umgekehrt...?
ein film der einen kindermordenden, drogensüchtigen, nazi lobpreist kann ja auch gut sein, obwohl es moralisch natürlich verwerflich ist.
das du den film aufgrund deiner moralvorstellung schlecht findest ist ein sehr seichtes argument. kritisieren könnte man WIE das thema in szene gesetzt gesetzt worden ist oder die leistung der schauspieler, ton, schnitt, aber nicht das thema an sich.
D.W. Griffith's film "Die Geburt einer Nation" sympathisiert auch mit dem KuKluxKlan und ist trotzdem ein Meisterwerk.
Melcon Sun, 04 Apr 2010 10:44:21 -0000
Antwort löschenSehe ich anders, natürlich kann man auch den Inhalt kritisieren und den Film dadurch abwerten, selbst wenn er gut gemacht ist.
Aber bei "Es war einmal in Amerika" eine extreme Frauenfeindlichkeit zu
erkennen und mit einer "chauvinistische Altherrenversion" zu betiteln, schießt einfach nur an einer glaubhaften Kritik vorbei.
doc_flunder Sat, 17 Apr 2010 11:31:06 -0000
Antwort löschenwenn ein film nazis, kinderschänder, rassisten, frauenfeinde usw. "glorifiziert" ist er natürlich verwerflich. wir sprechen ja hier von der haltung des regisseurs zum thema, nicht von der einstellung der protagonisten.
was nun "once upon a time in america" betrifft, so ist die aussage, dass die "extreme frauenfeindlichkeit jeden zugang zur geschichte verhindert" vielleicht etwas überzogen. allerdings habe ich mich seinerzeit auch gefragt, ob leone an einigen stellen nicht doch ein höchst problematisches frauenbild transportiert (ich bin willig / verlottert / man kann auch mal mit gewalt nachhelfen). das versaut die ansonsten interessante mafiageschichte nicht unbedingt komplett, hinterlässt aber schon einen üblen nachgeschmack - jedenfalls bei p.c.-spießern wie mir...
Razfaras Wed, 28 Jul 2010 10:20:38 -0000
Antwort löschenClosed !
wackelkandidat Wed, 28 Jul 2010 19:44:53 -0000
Antwort löschenich suche und suche... aber ich kann in diesem Film keine Frauenfeindlichkeit erkennen.
Jomo Mon, 13 Sep 2010 21:54:31 -0000
Antwort löschenWenn du dir das Frauenbild in dem Film mal ansiehst, dann siehst du z.B., dass die Frauen alle willig sind. Oder wenn sie mal anfangs nicht so willig sind, dann kommt der Spaß im Laufe der Vergewaltigung. Und so eine Vergewaltigung wird auch nicht lange krumm genommen. Die Frauen in dem Film haben auch nahezu keine andere Funktion denn als Objekt sexueller Begierden. Dementsprechend haben die Jungs aus der Gang nicht einmal Mütter.
thilo87 Wed, 29 Dec 2010 13:43:53 -0000
Antwort löschenjo mein gott ein spielfilme eben
Benchyl Sat, 08 Jan 2011 13:34:46 -0000
Antwort löschenFrauen an die Macht! Oo
MCMXC Mon, 31 Jan 2011 21:38:23 -0000
Antwort löschenDa hat wohl einer überhaupt nichts verstanden.
Die Aussagen von Mr Vincent Vega sind ziemlich befangen.
MikeC. Thu, 14 Apr 2011 06:49:11 -0000
Antwort löschenIch glaube kaum, dass ein 25 Jähriger beurteilen kann, wie Frauen im Jahre 1933 behandelt wurden. Was hier wohl nicht verstanden wird, ist der FAKT, dass Frauen damals nicht gleichwertig behandelt wurden (was auch heute noch oft genug der Fall ist). Damals hatten Kinder auch noch RESPEKT vor ihren Eltern, und der Mann war nunmal Herr im Haus.
Genau DAS ist die Zeit, um die es hier geht. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen, aber dem Film eine Frauenfeindlichkeit zu unterstellen (und ihn deswegen derart drastisch runterzustufen) halte ich für zu subjektiv. Über solche "kleinlichen" Empfindungen sollte ein Kritiker hinwegsehen können...
Hitmanski Sat, 30 Apr 2011 21:16:16 -0000
Antwort löschenSofern noch nicht bekannt, hier die ausführliche und sehr treffliche Analyse des misogynen Charakters des Films: http://www.filmzentrale.com/rezis/eswareinmalinamerikaat.htm
one winged angel Tue, 24 May 2011 00:38:25 -0000
Antwort löschenSehr trefflich?
Hier werden Tatsachen verdreht und Szenen haarsträubend überinterpretiert. Wer meint, dass es in dem Film um Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau geht sollte ihn aber eh nochmal sehen. Diesmal aber bitte etwas weniger voreingenommen.
Und ja, das ein Film Frauenfeindlichkeit aufzeigt, bedeutet noch lange nicht, dass der Film Frauenfeindlich ist.
Desweiteren sind die direkten Beleidigungen in Richtung Sergio Leone äußerst niveaulos und überzogen.
Gerade weil seine restlichen Filme eben nicht dieses Frauenbild zeigen, was einem hier eingeredet wird. Da wird ein 170min Film plötzlich wegen einer Randnotiz zum Zeugnis eines Mannes, der Männer zur Vergewaltigung motiviert.
Ich darf doch wirklich bitten.
A-Wax Thu, 16 Jun 2011 12:20:11 -0000
Antwort löschenmal wieder nichts verstanden........
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Atinuviel Thu, 20 Oct 2011 12:20:43 -0000
Antwort löschenWenigstens einer hats erkannt. <3
(Ja, ich weiß, unnötig später Kommentar ist unnötig spät)
Markbln Wed, 11 Apr 2012 17:44:34 -0000
Antwort löschenahahahaha....wie verbissen.
Kommentare (143) — Film: Es war einmal in Amerika
Draza Wed, 01 May 2013 14:59:57 -0000
Kommentar löschenGrandioses Epos.... Robert de Niro in bestform
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MajaM Fri, 12 Apr 2013 09:45:51 -0000
Kommentar löschenDiesen Film sah ich mir erstmals mit meiner Familie an,der Lieblingsfilm meines Stiefvaters.Zu dem Zeitpunkt war ich 13 Jahre alt.
Es geht los,ein kurzer Dialog - Frau wird erschossen.Ich muss zugeben,dass ich gleich zu anfangs genervt war,diesen Film mitsehen zu müssen.
Aber nach ca. 15min war ich wie gebannt um die Epos-Geschichte dieser Freunde,die eigentlich aufgrund ihrer Erlebnisse bis ins Mark und in die Seele miteinander verknüpft sind und dennoch durch die Tat eines Einzelnen furchtbar auseinander gerissen werden.Es ist eine schreckliche Zeit,jeder versucht sich zu beweisen,zu leben und letzendlich übersteht die Freundschaft die harte Realität nicht.
Spätestens bei der Szene,wo der junge Patsy mit einem Kuchenstück die ebenfalls junge Prostituierte "bezahlen" will und er es letzendlich nicht aushält und es selber aufisst,war ich wie von den Socken.Ein Junge,der sich erwachsen gibt,aber letzendlich doch das zum Vorschein kommt,was er ist- ein Kind.
Für mich die absolut liebste Szene des ganzen Filmes.
Die wundervolle Musik von meinem Lieblingskomponisten Leone rundet dieses Meisterwerk noch zusätzlich ab.
Der Film ließ mich einfach nur sprachlos zurück voller Eindrücke und Emotionen.
Ich habe ihn nun schon viele Male gesehen und bisher hat sich meine Meinung nicht geändert.Einer meiner absoluten Lieblingsfilme aller Zeiten.
Und zu Weihnachten sitze ich oft mit meinem Stiefvater zusammen und wir diskutieren über die Frage:"Was tut Max am Schluss? Hat er sich letzendlich seiner Schuld gebeugt und hat sich selber umgebracht?"
Jedenfalls bin ich ihm sehr dankbar,dass er mich dazu gebracht hat,diesen Film zu sehen.
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florian.fiele Tue, 12 Mar 2013 01:39:22 -0000
Kommentar löschenOnce Upon a Time in America
Leone setzt einen dicken Haufen auf den Marktplatz, legt eine Dekorkirsche obendrauf und stellt ein Schirmchen rein.
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natedb Wed, 27 Feb 2013 16:40:33 -0000
Kommentar löschenJetzt konnte ich ihn mir auch endlich mal ansehen... "Es war einmal in Amerika", das vierstündige Epos von Sergio Leone.
Lange, lange Zeit hab ich mir diesen Film aufgeschoben.
1. Weil mich die Laufzeit abgeschreckt hat. Beinahe vier Stunden sind nicht ohne, und die Zeit muss man sich erstmal nehmen.
2. Weil die Thematik rund um Gangster/Mafia etc. überhaupt nicht mein Ding ist.
Umso überraschter war ich also, als ich mich vor den Fernseher pflanzte.
Lang und langsam? Ja.
Langweilig? Nie! Zu keiner Sekunde!
Der Film hatte mich von der ersten bis zur letzten Aufnahme.
Die Bilder, opulent, ehrlich, liebevoll, grausam - dazu Ennio Morricones nicht in Worte zu fassende Musikuntermalung - ein Fest für Aug und Ohr, emotional, ich war stellenweise zu Tränen gerührt (und das ist selten, möchte ich betonen).
Alle Darsteller, sowohl die jungen als auch die "alten" sind grandios, ich persönlich finde fast, dass Robert De Niro selten so stark gespielt hat wie hier!
Ein beispielloser Film über Verrat, über Liebe, über Hass, über Korruption - am wichtigsten jedoch: Ein Film über Freundschaft!
Ein Monument! Und ich habe immer noch das Gefühl, dieses "Seherlebnis" noch nicht ausreichend beschrieben zu haben, aber irgendwie bin ich auch noch ein bisschen überrumpelt und sprachlos...
(Nebenbei: Das leicht schwächelnde Finale sei verziehen)
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Moncineo Tue, 05 Mar 2013 13:08:47 -0000
Antwort löschenDem Film muss ich beizeiten auch noch eine Bewertung schreiben.
Und auch wenn er bei mir nicht ganz so imposant eingeschlagen hat (u.a. wegen dem schwächelnden Ende), ist es dennoch ein Mammutwerk, das jeder mindestens einmal gesehen haben sollte.
natedb Tue, 05 Mar 2013 13:11:41 -0000
Antwort löschenJa, ich habe auch etwas mit der Bewertung geschwankt, aber meine Intuition sagte mir "9".
Gehört auf jeden Fall in die Sparte "Pflichtfilme".
beast667 Tue, 05 Feb 2013 22:59:27 -0000
Kommentar löschenMafia Filme sind nicht meins, aber dieser hat was. Ich verzeihe hier auch mal Längen, weil diese Längen einem die Charaktere näher bringt. Meisterwerk ist übertrieben, trifft aber auf den Soundtrack zu. Ausgezeichnet trifft es für meinen Geschmack gut....
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Simon Moon Fri, 22 Feb 2013 17:39:09 -0000
Antwort löschen8,5 aber kein Meisterwerk? Im Gegensatz zu Dir war das einzige was mich an dem Film ein klein wenig genervt hat (wie auch bei Blade Runner) der (für meinen Geschmack) etwas zu schwülstige Soundtrack. wegduck
beast667 Sun, 31 Mar 2013 14:49:19 -0000
Antwort löschenkannst wieder hinter dem Sofa vorkommen..... ;-)
Pulpfictional Mon, 04 Feb 2013 20:04:58 -0000
Kommentar löschenIch mag diese Art Film sehr. Leider ist der Cut mies und das Ende gefällt mir nicht - dennoch 9,0 - manchmal muss man Kompromisse eingehen... ;-)
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Simon Moon Fri, 22 Feb 2013 17:42:22 -0000
Antwort löschenGibt ja zwei Cut-Versionen (wenn mich nicht alles täuscht), eine die strenger chronologisch vorgeht und eine etwas freizügiger mit der Zeitebene verfährt.
VoodooTS Tue, 22 Jan 2013 12:40:19 -0000
Kommentar löschenIch habe mir mehr erwartet, dafür das der Film von Kritikern so hoch gelobt wird. Ich habe mich durch die gefühlten 5 Stunden teilweise quälen müssen, einzig die Rückblenden in die Jugendzeit der Rollen war wirklich interessant und unterhaltsam. Am Ende gab es dann doch noch einen Aha Moment aber gemessen an der Laufzeit dann doch wieder zu wenig.
Schade...
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Dady Fri, 11 Jan 2013 21:46:51 -0000
Kommentar löschenIch muss sagen dieser Film war richtig schwer zu bewerten. Es war einmal... ist einer dieser Werke die ich mir schon lange mal anschauen wollte. Aber ich wurde leider entäuscht. Trotzdem fang ich mit dem positiven an,die Geschichte ist sehr komplex und in schönen Bildern umgesetzt. Dazu kommen gute Darsteller allen voran Robert De Niro der mich absolut überzeugt hat. Aber leider ist der Film mit locker mal 4 h viel zu lang ich habe bestimmt 2x überlegt ob ich wieder aus mache. Weil hier kommen wir zum nächsten Kritikpunkt es passiert ewig nichts. Ich verstehe ja das man die einzelnen Figuren vorstellen muss aber so viel Zeit hätte man sich da auch nicht lassen müssen. Über Action brauchen wir gar nicht reden weil davon hab ich nich viel gesehen. Es wirk auch alles so lahm und langatmig was den Film unglaublich anstrengend macht. Aber da ich mir auch denke das so ein Film die Jugend von Heut nicht mehr unbedingt anspricht. Also somit auch nicht gerade mich. Vielleicht kann ich mich aber dazu durchringen den Film nochmal anzuschauen um die Faszination mancher User zu verstehen. Wegen der Bewertung wollt ich noch sagen das ich mir mit meinen 5 P. nich ganz sicher war es könnten auch 1 mehr oder weniger sein.
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cpt. chaos Sun, 13 Jan 2013 16:04:31 -0000
Antwort löschenDen schau dir mit ein bisschen Abstand auf jeden Fall nochmal an, es lohnt sich! ;o)
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Martin Oberndorf Fri, 25 Jan 2013 16:44:31 -0000
Antwort löschenIch bin mit 16 Jahren definitiv ein Teil der heutigen Jugend und es ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme!
Simon Moon Fri, 22 Feb 2013 17:43:30 -0000
Antwort löschen@ martin.oberndorf Dann gibt es ja noch Hoffnung!
MyNameIsNobody Thu, 27 Dec 2012 23:10:17 -0000
Kommentar löschenein grossartiger Film von Sergio Leone!
Sehenswert, faszinierend
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Mr. Pink Sat, 22 Dec 2012 10:51:30 -0000
Kommentar löschenIch tue mich eigentlich immer ein bisschen schwer, einen bestimmten Künstler nun als DEN Besten zu bezeichnen. Viele hätten das ganz sicher verdient. Viele sind gut. Jeder eben anders gut, jeder auf seine spezielle Weise, Vergleiche sind schwierig und Wettbewerb in diesem métier sowieso sinnlos. Aber nach "Once upon a time in America" finde ich es gar nicht so verkehrt, zu sagen, dass Ennio Morricone vielleicht wirklich der beste Filmkomponist ist, den es gibt. Seine Musik ist hier wieder mal sagenhaft. Unbeschreiblich wie perfekt der Score das alte, triste Amerika zum Leben erweckt. Auch sonst ein meisterhaft gemachter Film! Die Geschichte ist episch ausufernd, aber keine einzige Sekunde zu lang, die Schauspieler sind spitzenmäßig und Leones Regie findet einfach immer das richtige Timing. Außerdem ist Robert De Niros Alter-Mann-Maske geradezu unheimlich gut. Genauso wie sie ihn hier geschminkt haben, sieht er heute wirklich aus.
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craax Mon, 19 Nov 2012 12:20:00 -0000
Kommentar löschenOnce upon a time in america S. Leone, De Niro, Ein Meisterwerk
„Ich habe dir alles genommen, dein Geld, dein Mädchen. 35 Jahre hast du getrauert um deinen Freund.“
Die äußere Geschichte (die eher leicht anzugeben ist als die innere) ist schnell erzählt. NY Brooklyn Anfang der zwanziger Jahre. Ein paar vernachlässigte Jugendliche in einem jüdischen Einwandererviertel finden in einer Gang zusammen. Es ist Amerika ; es ist Prohibition. Möglichkeiten, auf die schiefe Bahn zu geraten, gibt es genug. Es gelingt; mit illegalem Schnapsausschank, und zusammenhängenden Nebenerwerben, und immer verschlungenen Frauen ins Geschehen: Abenteuer, Affären und Große Liebe.- Die vier Freunde, auf Gedeih und Verderb verbunden, stehen alles gemeinsam durch; nicht das „an die Spitze zu kommen“, ist –jedenfalls nicht De Niros- Figur Traum – sondern Freiheit und Unabhängigkeit – „keinen Boß zu haben“.- Die Prohibition endet. Die arbeitslos gewordenen Ganoven planen ersatzweise einen dem unwilligen Skeptiker aussichtslos erscheinenden Großen Coup -, und um das bedrohte Leben des Freundes zu retten, verrät er zur Vereitelung den Plan an die Polizei, es geht schief, drei kommen um. - Der unreiche Überlebende, dreißig Jahre später, wird durch eine mysteriös eingeweihte Einladung zurück an den Ort seiner Jugend und Träume und all dieser Geschehnisse gerufen. Es wird eine Reise in die Vergangenheit: voller Wehmut, von wundervoller Musik aufgefangen und ausgedrückt und getragen,- Vergänglichkeit, Wehmut und Schönheit an allen Ecken und Enden. Alte Freunde (Übriggebliebene), Gesichter, Bekannte, Orte, halb vergessene Einzelheiten, Erinnerungen. Fäden heben sich auf und finden ineinander. Jene Überraschung wartet am Schluß, ein ungeahntes Rätsel wird gelöst. Die Geschichte verliert sich in die Tiefen der Zeit, eine menschliche unter Abertausenden, eine ganz gewöhnliche und doch außergewöhnliche Geschichte, einzig, wie jedes Leben. In letzter Einstellung auf der Liege einer Opiumhöhle überzieht ein endliches -, sich weit ausbreitendes gelöstes Lächeln des wegwendenden Körpers De Niros mittelalt-verklärtes Gesicht, während er im Rausch versinkt : ein Lächeln, das ein GROßES JA! zum Leben bedeuten soll, und es so, wie es ist, willkommen – und gutheißt. Der letzte große Schlußakkord des ganzen, den Film überlang sich hingezogenen wehmütig lichten Molls löst sich, übertragen, in ein strahlendes endliches Dur auf.
(Eingefügt: Für Eilige, denen meine Kommentare insgesamt zu lang sind: nur zu, da haben Sie's eigentlich schon ; Sie müssen nicht weiterlesen.) Und das wird lang.
Damit sind wir bei der inneren Melodik des Films,- die ja die viel ausdrucksvollere und aussagekräftigere sein sollte. Denn wie arm sind doch die Werke, die das (wenige also), was sie mitzuteilen haben,- direkt und ohne Umschweife zur Sprache bringen und ab-erledigen, eher rein informativen-autorativen Charakters, einer Aussage etwa wie : Kannst du mir mal das Salz reichen? – oder : diese Farbe ist (gern blut-)rot. Fertig. Nein. Es stimmt schon: es gibt viele Arten des Ausdrucks, indem man auch nach dem Gewürzstreuer fragen kann; so manche Liebschaft zum Beispiel schon kann durch so eine Art, zu fragen, entschieden und beendet oder geschlossen werden... aber selbst das, eine so rein restriktiv eindimensionale Frage,- ist und sollte dieses Werk garantiert nicht, klar, von Anfang an nicht sein. So gewollt, ein Opus Magnum, ein Griff ins große Register, in die Vollen, das Ganze Programm, opulent, niemals bescheiden. Der Gestus dieses Werks ist groß, und ausladend, ohne je auch nur in die Nähe der Gefahr zu geraten, großmäulig zu wirken. Alles hier wirkt in vollkommener Funktion und Ausführung, von spartanischer Fülle, und rein nützlichem Ornament,- wie Mozarts (Ant)Wort lautet von Abwesenheit überflüssiger Noten (und, wer Mozart mit Ohren hört, weiß, wie geschwätzig das Notwendigste bei ihm gesagt wird, um ihm aufs Wort abzuwissen, was und wie er es meint. Jedenfalls der reife-, nicht der Nachtmusike-Amadeus.-)
Sergio Leone, ebenfalls, schuf dies Werk im höchsten Zenit, die Abenddämmerung war; denn dieses Werk wurde zum Vermächtnis,- von ähnlicher Rundheit, wie die letzten Sinfonien und das Requiem des anderen. Die innere Schlüssigkeit ähnelt sich dabei frappierend, und ist von ähnlicher – Apotheosekraft.
Natürlich wird hier nicht nur die Geschichte von ein paar Gangstern und Ganoven erzählt und ausgebreitet. Hier spielt sich kein Krimi ab, dessen Spannungsbogen sich mit der Entlarvung und Dingfestmachung des Täters oder der Tat entlädt – ganz im Gegenteil: der Bogen, der hier aufgespannt wird, steht seinem Höhepunkt noch bevor: nämlich dann, wenn sich die Tore des Kinos öffnen und sein dankbares Publikum in die Tiefe der glänzenden Nacht entlassen,- wo wieder ihr eigenes, zunehmendes Leben sie sanft und umschließend weich erneut in die Arme nehmen will : dieser Film ist eine Vorbereitung auf die Fortsetzung des eigenen Lebens, das den krönenden Höhepunktabschluß dieses Werks erst noch bringen, erschaffen möchte. Zur Fortsetzung des Films im eigenen Leben, geleitet uns Leone bis an die Pforte hinaus; dort wurde nur eine Einführungserwartung, eine Erklärung, eine Eröffnung gegeben – eine Spannung, eine Lust, aufs Einmalige, das noch vor uns liegt, und uns, womöglich, mit weit offenen Armen erwartet, erweckt. Aus diesem Film gleitet man sanft mit weit offenen, gefüllten,- bejahenden und geweckten Augen – empfänglich für die mindesten Farben,- Töne, Geräusche,- Empfindungen,- die kleinen Anmerkungen und Einzelheiten des Seins, die großen und die kleinen Momente, und die Größe der kleinen auch in ihnen,- das Gefühl für das Ganze, das auch im Einzelnen steckt und mit ihm verbunden,- in alles einverwoben ist.- Nicht anders nämlich erhält der große unspektakuläre Moment des Verzichts auf kleine Rache am Ende sein ganzes Gewicht und den ganzen Geschmack: weil De Niro/ Noodles nämlich nicht betrogen worden ist. Er konnte nicht betrogen werden. Denn er hat gelebt,- und es wird klar, das es ihm bewußt gelungen ist; und die Belohnung ist „Leben“ genug. Gewinner und Verlierer verlieren sich: Gewinner ist das Leben,- selbst,- und gelebt haben müssen beide so getan (haben): denn auch der Verlierer mußte, um erst verlieren zu können, zuvor am Leben gewesen sein; denn nur eine können nicht weder gewinnen noch verlieren: Tote. Der große -, der einzige mögliche Verlierer ist der Tod; und wer lebt, hat immer gewonnen, das Sein in seiner Pracht nämlich, egal, ob er/ der Betreibende „gewinnt“ oder eben nicht. Noodles, der nicht reich wurde, erkennt eben dies zum Schluß ; und so, er, weiter als sein Max-Gegenpol-, der immer dem nächsten Sieg entgegenhöherstrebte- und immer noch -bangt (und für den so die Möglichkeit einer Niederlage reel bleibt),- kehrt er, Noodles, ohne Groll und Haß – und Rache – belohnt, beruhigt und erfüllt seitwärts in die Nacht zurück und heim, die seine Nacht,- und sein Zuhause sind: denn er ist am Ende angelangt, er lebt,- lebt einfach, hat Ja gefunden, ohne Bitterkeit, ohne Wunde, unvernichtet und unbedroht, geheilt (und sogar endlich mit Kofferinhalt,- dem ihm-Zustehenden (wenn’s denn nichts Gestohlenes gewesen wär, Anm. d. A.) : heil, denn das Leben selbst ist die Lösung, und das GROßE DUR. Was für ein waghalsiger,- gewaltiger Schlußakkord.- Glücklicher Leone.
Was er uns hier gibt, ist ganz ganz große Kunst. Mit Betonung auf beiden,- ausgesprochenen Adjektiven. Dieser Film versöhnt: mit allem Häßlichen, allem Brutalen,- aller Gewalt, allem Verbrechen,- aller Ungerechtigkeit, allem Schandbaren, im Leben – wegen dessen Fülle, seinem Geschmack, seiner Helligkeit, Tiefe, Schönheit, Zusammenwirkens-Gehörigkeit. Nicht wenig wollte Leone hier geben: und er gibt keine Beschreibung (wie im Visuellen so oft),- er gibt die Dinge selbst. Wenn es ihm um Fülle geht: wimmeln hunderte Personen auf der engen, verkommenen Straße eines staubigen vernächlässigten Viertels,- das Licht ist dick,- die Hitze lastet, Gerüche und Gefährte und Geräusche und Geblöke und Gehämmer füllen die Luft und die Szenerie; es ist keine beabsichtigte Andeutung von Fülle,- sondern es ist voll,- Leben,- Bewegung. Die Leute streben wirklich ihren Zielen zu, und laufen nicht nur einfach durchs Bild, um Zeitkolorit anzudeuten und auszuführen. Alles ist ungeheuer authentisch und glaubhaft und dicht und wahrhaft,- und nicht wie in jenen skurilen Western der JohnWayne-Ära, wo Cowboys nach durchzechter Nacht mit den Köpfen auf den Satteln unter Sternen geschlafen habend,- mittels tadelloser Frisur und undurchschwitzter Hemd-Bügelfalte sich erheben zu neuen unglaubhaften Taten, das Dreieckshalstuch schräg keck auf der Brust. - Hier nur unglaubliche Liebe zum Detail: so weit ich es mir vorstellen kann,- und ich bin anspruchsvoll!– ich glaube alles, nehme jede Einzelheit ab. Das Lese-Klosett, die Wohnungen, die Einwanderer-Kneipe,- der illegale Schnapsausschank mit Sprit aus den Heizungsrohren (selbst das Stellrad!),- die Ideen,- Mentalität und Sprachmelodie der Leute: alles ist zum Anfassen real. Auch, wenn das Blut kocht und vergossen wird,- Gewalt angetan und Verbrechen zur Ausführung kommen,- „Al Capone“-haftes, die Anfänge der Mafia (die ja durch die Prohibition geboren und ins Leben gerufen wurde,- und demnächst umsatteln mußte): so kann, von innen her,- es anfangs gewesen sein. Kein Klischee autorasender ballernder Maschinengewehre (obwohl auch das einmal zitiert wird): die Menschen hier werden wirklich getroffen,- wirken verletzlich und auslöschbar.- Das ist natürlich erschreckend und schrecklich und abschreckend und verstörend: denn es ist echt.- Und umso echter,- als es nicht nur das gibt. Diese Verbrecher, die wie der Erlöser (die sie nicht sind) das Schicksal der ganzen Welt auf ihre schmalen Ganoven-Schultern zu laden haben (Leone will es so), sind in ihren schrecklichen Momenten furchtbar,- grauenvoll,- und hören doch nie auf, Menschen zu sein,- man versöhnt sich mit ihnen, immer wieder, wenn sie Engel sind und auch sein dürfen. Denn, Noodles, zum Beispiel: er ist derjenige, dem die wahre, reine, große Liebe (ohne Kitsch, und kaum erwähnt) zugewiesen ist ; auch er mordet, er vergewaltigt, hart, rücksichtslos, gefühlskalt, ungerührt; und doch wird sein Herz Jahrelang bewegt und geführt von einem reinen, hohen Gefühl der Hingabe an den Traum von eines Wesen Weiblichkeit, Stärke, Lieblichkeit, Willen und Entschiedenheit; egal ob diese Tänzerin es wirklich wäre, seine Erfüllung mehr als sein Stern, war, oder hätte sein können, glaubhaft.- Da steckt das Wunder dieses Films, in diesem Wörtchen: glaubhaft. Wie erreicht und verwirklicht Leone dieses Wunder bloß-? Es wird wohl sein Geheimnis bleiben,- von mir erwarten Sie es jedenfalls nicht.-
Es funktioniert eben einfach alles: Wenn die Details ernstgenommen werden,- einerseits nützlich, aber auch nicht mehr als halbe Miete.- Es ist vermutlich eine Frage der inneren Überzeugung: denn letztendlich ist Geschichte Interpretationssache,- trotz gegenteiligen Rufs,- den immer alle Wissenschaft gern zu ihrem Ruf verbreitet wissen möchte. Leone hat wohl einfach: den richtigen inneren Rahmen zur Verfügung, um die notorisch bekannten Tatsachen in ihn einzufügen und auftreten-, in Beziehung treten zu lassen : „zum Leben zu erwecken“,- wobei das Leben in diesem bewegten Kontrast,- der Bewegung eben selbst,- vermutbar steckte,- und die Bewegung ist menschlich. Leone weiß hierüber wohl Bescheid: dem großen Geheimnis, dem wir alle auf der Spur sind: was der Mensch denn sei,- wie er sich verhält, was ihn antreibt,- was ihn ausfüllt. Große Worte, immer wieder: „Mensch“ gar „Menschheit“. Aber man kommt nicht umhin: denn um weniger geht es nicht weder in großer Kunst, die’s sein will, noch hier (und hier ist sie’s, ob sie‘s will oder nicht). Es geht, leider (? Sagten Sie leider?) so, es geht um’s Leben, als Ganzes und Solches, hier, und Den Menschen, an sich,- wobei Max und Noodles, Eve und Deborah ein ganz schönes Päckchen zu schleppen haben: Stellvertreter eben. Und sie tun es so, eingeschränkt und unauffällig, das man es gar nicht merkt - erst hinterher,- viel später, viel zu spät, um der gelungenen Kunst noch am Zeuge flicken zu wollen. Die Illusion gelang : die Arbeitnehmer waren stellvertretende Einzelne, gute Schauspieler.
Verbrechen: Gewalt: Liebe: Leidenschaft. Mensch in Zwiespalt und Fülle. Die Gewalt ist brutal. So brutal, wie’s nur sein kann; nein, das heißt, hier wird nur aus beruflicher Angelegenheit gemordet oder verletzt (tatsächlich, es gibt Abstufungen (nicht selbstverständlich heute im Genre),- es wird relativ leidenschaftslos und kalten Herzens verbrechensbegangen; anderes wäre möglich,- es bleibt gottseidank unerwähnt, und nicht weiter ausgeführt, als zur Skizzierung der angedeuteten Absicht ausreicht; denn nicht um Nervenkitzelvoyeurismus ging es Leone je auch. Der Regisseur ist zivilisiert-kultiviert genug ganz und gar ein Künstler eher: nicht „Spannung“ war das Ziel, sondern Weisheit, in echt wirkender Verkleidung ; das merkt man, so spannend wie „das Leben“ oder der Tod ist,- welcher dazugehört.
Man kann eben kein Werk über das Leben drehen, ohne den Tod -; und heutzutage dito nicht,- ohne das Verbrechen und die Gewalt immerhin an prominenter Stelle zu erwähnen: denn „der moderne Mensch“ ist scheinend gewalttätig,- jedenfalls die neuere Geschichte ist es. Sicher,- auch eine andere Parabel wäre möglich gewesen,- ohne Verbrecher zu Helden zu wählen oder umgekehrt; es wäre vielleicht sogar angemessener gewesen,- denn gottseidank sind immer noch die meisten lebenden Menschen keine Chaoten und verzichten dankend ; und doch ist diese Frage hier rhetorisch und gegenstandslos geworden. Leone hat eben,- sicher publikumskitzeltechnisch-förderlich,- das Asoziale zu Protagonisten gewählt,- um die Geschichte vom Menschen zu erzählen. Vielleicht hat er so nur die Geschichte vom Menschen erzählt,- der sogar in jedem Verbrecher nahezu unausrottbar versteckt steckt und nicht ganz zum Verschwinden gebracht werden kann ; und hier auch tatsächlich nicht allzuweit verschwindet,- vielleicht weniger, als dem Moralisten lieb ist; doch das alles ist Nonsens,- weil der Film einfach so ist,- und vollkommen so ist,- und funktioniert,- wie er ist und es tut und bewerkstelligt : funktionieren,- und zwar vollkommen,- nämlich. Also läuft es und ist er rund. Basta.
In diesem Film ‚rundet‘ und mündet jedes Teil ins Ganze ein und in ihn hinein ab, und erzeugt jene magische Wechselwirkung, in der das Ganze mehr wird als seine Beiträger; und wieder zurückwirkt,- Goethe fällt mir ein, dessen Kunst ähnlich funktioniert, indem das Einzelne das Ganze zu repräsentieren vermag,- und umgekehrt; vielleicht kann man das „klassisch“ nennen,- wenn etwas so der Vollendung entgegenrückt. Hier ist es geschehen.- Die Verlockung ist groß, mehr Einzelheiten anzuführen,- und mehr Geschichten aus dieser Geschichte zu erzählen: doch vielleicht ist es besser, sich diesen Film einfach anzusehen,- was sage ich,- auf sich wirken zu lassen. Ich möchte auch ungern das erbarmungslose Schicksal des Zergliederers Meiner Freuden erleiden: und Sie nicht in einen dergestalten Untergang mit hinab ziehen. Also, zerpflücken wir nicht mehr dieses wundervollen Gefüges als nötig ist,- und zitieren wir nicht allzuviele Details vor den hohen Richterstuhl; so viele wundervolle Eigenheiten,- Sätze, Sprüche, Blicke, Gesten, Lustigkeiten, Ergriffenheiten gäbe es zu berichten. Der Betrunkene, dem die Uhr abgenommen wird; der Polizeipräsident; der Gewerkschafts-Held; die Babystation; das Autobad im See; die trockenliegenden Schiffe; die phantastische Opiumhöhle, natürlich; die wundervolle Abschmink-Szene (bravo!); der mächtige Brückenbogen überm Hudsonhimmel-Straßenstreifen,- und all das Leben in seinem Schatten; Penny’s Schürzen-Wäsche auf dem Dach und der korrupte Schutzmannsjäger ; das Guckloch-Brettl im Kneipenklo; die balettierende Mädchenblüte (Nebenrollen-Oskar!),- das früh benachbarte Hurenschicksal (verdammt wie lebensecht); ein bißchen dick aufgetragen die Diamantenüberfall-Popperszene; dito ein wenig: das Restaurant mit den fünfzig Gedecken (+ Orchester!), es sei, als Parabel, dabeigenommen und im Chor mitgeführt ; das unzählige jüdische Straßenleben; die Oldtimer, das Strandhotel; die Kneipe, ganz groß,- und das Licht und der etwas stickige Muff der Wohnungen. Der staunenswert leichtgängige Torflügel der Mausoleums-Gruft ; das Bahnhofsschließfach (selbst das: vollkommen perfekt),- der Handschlag der fünf einstmals auf dem Koffer, der besiegelte Pakt für’s Leben (zu brechen): wie glaubhaft,- wie tiefer – wahr,- genauso, wie der etwas undurchscheinliche, aber umso nachhaltiger wahrhaftige und immer, im Bedenken, einleuchtender werdende Konflikt zwischen den beiden Max‘ und Noodles‘, um die mehr den es geht: ‚Wachse oder Weiche‘-, oder den Ball flach halten - und sich am Rande durchdrücken statt ab durch die Mitte, und wie lebensecht immer wieder der Aufschub: „Gehen wir schwimmen?“- „Ja, wir gehen schwimmen!“ bis zum letzten nie gesprochenen Nein, das, angeboten, Noodles nicht annehmen kann und annehmen mag. Wie unausweichlich wird dieser Konflikt aufgebaut,- unterschwellig, wie wenig wird er thematisiert und in den Vordergrund geschoben,- und doch, wie wächst er stetig an und ein in das Beziehungs-Gewirr und –Geflecht,- und entpuppt sich schließlich als das Ende, von dem her sich der ganze Film und das ganze Leben und die ganze Philosophie des Werks erklärt: siehe eingangs,- ich wiederhole nicht. Denn hier beißt sich schließlich die Katzenschlange in den Schwanz: das Ganze hatte einen Sinn, den man ruhig tiefer nennen kann,- einen Tiefsinn,- der den Teufelskreislauf des menschlich irrtümlichen Wiederholungszwanges auflöst,- indem man den wahren unschuldigen Haupttäter- und –Mittelsmann des Lebens erkennt: das Leben, selbst, nämlich. Die wunderbare und unerklärliche, alles erklärende Tatsache der Einmaligkeit : hier und heute zu sein,- zu schauen -, zu fühlen -, zu schmecken -, Teilhabender -, Teilnehmer zu sein. Unschuldig schuldig zu werden und doch diese Schuld oder Unschuld niemals ganz zu verlieren : aufgefordert,- herausgefordert : konfrontiert damit : dabei zu sein freiwillig- oder unfreiwilliger : Teilnehmer: an der wundervollen Tatsache des Lebens, in dessen Vollendung der Abschied schließlich wehmütig glänzend bejaht nicht schwerfällt.
PS das Müllauto dann mit der Zerstückelungswalze und dem Kontrast der lebensfroh vorüberrauschenden Champagner-Gesellschafts-Morgana,- „Fall & Rise of the roman empire“,- sind nur eine- ähnlich wie im Text- überflüssige Insistierung - einer letztmaligen Wiederholung der Idee des GroßenGanzen, was der Film und das lebendige Sein hier werden wollen sollte. -
Unverzichtbar dagegen die tatsächlich letzte Schlußimpression des Films, sein Schönstes und Einprägsamstes: das unvergeßliche Lächelns-Fazit, des wegdämmernden Noodles, dem das Sein, doch im Rausch, in Seligkeit enden mag. Aber nur im Gleichnis des Rausch‘ erfühlbar : das –JA-...-. Da es immer ein Epitaph gibt.
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Filmkenner77 Sat, 17 Nov 2012 12:37:39 -0000
Kommentar löschen"Es war einmal in Amerika", der letzte Teil von Sergio Leones "Amerika"-Trilogie und der letzte Film des Regiemeisters, der 1989 während der Vorbereitungen an einem Film über die Belagerung von Leningrads im 2. Weltkrieg an einem Herzinfarkt starb, hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits bringt der Film fast alles mit, was ein großes Epos ausmacht. Leone spannt einen Bogen von den 20er Jahren bis hin zu den ausgehenden 60er Jahren und erzählt die Lebensgeschichte von zwei Freunden und ihrer kriminellen Laufbahn. Schauspieler wie Robert de Niro, James Woods, Joe Pesci und Danny Aiello zeigen starke Leistungen, während Leone in gewohnter Weise exquisite Bildkompositionen auf die Leinwand zaubert. Dazu ein eingänglicher, melodramatischer Soundtrack von Ennio Morricone, der die Geschehnisse akustisch hervorragend untermalt.
Die Spieldauer von 220 Minuten lässt im Vorfeld erahnen, dass der Film viel zu erzählen hat und genau hier setzt meine Kritik an. Die Grundkonstruktion der Geschichte ist durchaus vielversprechend. Dennoch offenbaren sich für einen Film von fast 4 Stunden Lauflänge erstaunlich viele Leerstellen. Zahlreiche Szenen wirken, wenn nicht gänzlich überflüssig, doch zu ausladend, ohne dass ein erzählerischer Mehrwert hierdurch erzielt wird. Episch ist so manches in diesem Werk, aber die über mehrere Jahrzehnte angesiedelte Geschichte gibt schlichtweg, und dies ist schon überraschend, zu wenig her, um einem Epos auf erzählerischer Ebene im klassischen Sinne gerecht werden zu können.
Robert de Niro liefert als Noodles zweifellos eine sehr gute Performance ab und James Woods, der deutlich weniger Screentime hat, ebenfalls. Elizabeth McGovern als Deborah hat noch einige gelungene Szenen vorzuweisen, aber nahezu alle anderen Charaktere sind deutlich weniger gut ausgearbeitet und bleiben weitestgehend blass.
"Es war einmal in Amerika" ist dennoch ein Fortschritt gegenüber Leones zweiten Teil seiner "Amerika"-Trilogie. Der Revolutions-Western "Todesmelodie" war nicht mehr als eine Fingerübung für Leone. Mehr als ein aufwendiger Durchschnitts-Western, der nicht lange in Erinnerung blieb, kam bei diesem Film nicht heraus.
Sauer aufstoßen dürfte manchem Zuschauer die Misogynie, die Leone wie so oft in seinem Filmen zum Ausdruck bringt. Frauen sind entweder Huren, nymphoman veranlagt, unterwürfig oder einfach nur Gebärmaschinen. Die weibliche Protagonistin Deborah wirkt auf den ersten Blick wie eine emanzipierte Frau. Sie will in Hollywood Karriere machen, was ihr schließlich auch gelingt. Und dennoch geht sie, wie sich am Ende herausstellt, eine Beziehung mit Noodles bestem Freund Max ein. Somit verpasst ihr Leone im Abgang noch den Stempel des geldgeiles Flittchens.
Letztlich hat "Es war einmal in Amerika" Stärken wie Schwächen. Einerseits ist der Film recht tempoarm erzählt und weist einige unverkennbare Längen auf. Wahlweise eine Straffung um etwa 30 Minuten oder aber ein Mehr an Story hätten dem Film gut getan. Andererseits entschädigen Leones Auge für großartige Bilder und de Niros Topleistung für manchen Durchhänger.
Meiner Ansicht nach ist Sergio Leone mit seinem letzten Werk ein guter, aber keineswegs herausragender Film gelungen. Einiges wirkt unausgegoren, andere Szenen sind brillant. Insgesamt ist "Es war einmal in Amerika" zu uneinheitlich inszeniert, um restlos zu überzeugen. Die Qualität des Films schwankt somit oft von Szene und Szene, was letzten Endes bedauerlich ist.
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Ripley1 Sat, 17 Nov 2012 14:31:01 -0000
Antwort löschenDer Film ist lang, hat aber keine Längen. Der Rhythmus entspricht der melancholischen Grundstimmung. Und die ewige Misogynie-Diskussion wurde schon bis zur Erschöpfung geführt.
Filmkenner77 Sat, 17 Nov 2012 14:50:21 -0000
Antwort löschenMag sein, ist aber kaum von der Hand zu weisen. Und ich fand sehr wohl, dass der Film einige Längen hatte und einige Schnitte bei zu langen, letztlich unbedeutenden Szenen dem Film nicht schlecht getan hätten.
Einar Tue, 20 Nov 2012 09:30:26 -0000
Antwort löschenGeschmäcker sind halt verschieden. Ich mag "America" ebenso gerne wie "Todesmelodie" (der natürlich dennoch ein paar Punkte weniger erhält). Dieses Epos ist ein schwelgerisches Märchen, da ist träumen erlaubt. :) Und ich gehöre sogar zu den Verrückten, die gerne die noch längere Cannes-Fassung sehen wollen - oder sogar noch mehr! ;-)
Filmkenner77 Tue, 20 Nov 2012 14:35:43 -0000
Antwort löschenIch mag Langfilme. Aber hier fand ich, dass die Story die Länge nicht rechtfertigt. Von Cleopatra wurde ich mir die Originalfassung mal wünschen. Ob man die jedoch jemals sehen wird, ist zweifelhaft. Und "Meuterei auf der Bounty" ist ja leider auch geschnitten, wenn auch nur um einige Minuten. Es gibt leider noch immer viele Klassiker, von denen es nur gekürzte Versionen gibt.
cinram Thu, 22 Nov 2012 15:56:52 -0000
Antwort löschenFilme mit Längen schrecken mich nicht, wenn sie gut gemacht sind! Das ist hier der Fall "Es war einmal in Amerika" gefällt mir, geht mir aber, trotz hoher Qualität, nicht an die Substanz, wie manch anderes Epos! Es gibt hier so vieles an positivem zu sagen, trotzdem ist die Distanz meiner "Schau- Intervalle" zwischen "...Amerika" weit länger, als z.B. der "Pate"- Trilogie, oder meinetwegen "Lawrence von Arabien", usw.!
Leones Film würde in meinen Augen ein wenig mehr Tempo, durch entsprechende Schnitte wirklich guttun!
- Sind es die vielen besinnlichen Liebesallüren, zwischen Noodles und
Deborah (deren Figur mir sowohl als Kind, als auch Erwachsene
einfach langweilig und unsymphatisch erscheint)?
- Ist es die Musik vom mir sehr verehrten Maestro Ennio Morricone, die
natürlich wieder den Nerv der Handlung trifft, sich durchaus der Ge-
schichte anpasst, aber die von mir empfundenden langgezogenen
Szenen akustisch noch langweiliger macht und damit alles NOCH
länger, ja, sogar in Richtung "Depressive Schiene" zieht?
- Kann es denn sein, daß mich die neue Synchronisation von 2003 denn
insofern beeinflussen kann, dem Streifen in der alten Fassung von
1984 mehr abgewinnen zu können, obwohl der Part von Robert De
Niro nun von seinem Stamm- Sprecher, Christian Brückner über-
nommen worden ist (das ist gut, aber alle anderen Figuren haben
ebenfalls neue Stimmen und das geht mir gegen den Strich, weil ich
nunmal die alte Version in den Ohren hab)?
Diese Punkte, besonders letzterer (etwaige Synchronfassungen können die Güte dieses Gangster- Dramas von Sergio Leone nicht direkt beeinträchtigen), stellen meine persönliche Wahrnehmung dieses Filmes dar, deshalb kann er trotz seiner zahlreichen Vorzüge von mir nicht höher, als mit einer 7,5 bewertet werden!
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Filmkenner77 Thu, 22 Nov 2012 16:57:42 -0000
Antwort löschenIch kann mich nur auf die Version beziehen, die vor etwa 2 Wochen auf Arte lief. Eine andere kenne ich nicht. Mich hat der Film in der Tat etwas kalt gelassen. Emotionale Szenen, in denen der Zuschauer richtig mitfühlt, sind wirklich rar gesät. Ich muss auch zugeben, dass ich mir "Spiel mir das Lied von Tod" oder die Dollar-Trilogie von Leone sicherlich öfter ansehen werde, da ich diese für die besseren Filme halte. Und über Lean braucht man kein weiteres Wort zu verlieren. Die "3 großen Filme" von ihm sind einfach herausragend und auch die anderen sind sehenswert.
cinram Thu, 22 Nov 2012 17:15:07 -0000
Antwort löschenWie gesagt, mit meinem Faible für Stimmen stehe ich sicher in keiner großen Menge!
Vielleicht ist es tatsächlich so, daß sich "Sympathie- Träger" hier selten die Ehre geben! Für mich ist das auch von riesiger Bedeutung! Selbst De Niro kommt mir- bei aller Schauspielkunst, nicht so nah, wie in manch anderer seiner Rollen!
littledrummerboy01 Mon, 12 Nov 2012 23:01:10 -0000
Kommentar löschenMan muss dem Film zugestehen, dass hier beinahe ausschließlich Meister am Werk waren. Und trotzdem bin ich ein wenig zwiespältig, was mein Urteil angeht. Also erst einmal die Lobeshymne: tolle Bilder, noch bessere Darsteller, die verschachtelte Erzählweise und die wunderbare Musik machen "Es war einmal in Amerika" zu einem brillanten Werk. Man muss vor den Machern wirklich den Hut ziehen, denn hier den Überblick zu behalten und doch alles bis ins Detail so perfekt zu hinzubekommen, das ist eine Großleistung. Doch genau da beginnt auch meine Kritik. Ich habe eigentlich nichts dagegen, wenn ein Film lang ist (Apocalypse Now Redux!), aber bei diesem Film habe ich mich stellenweise schon ziemlich schwer getan mit dem - sagen wir "Gesamtgewicht". Es ist nicht nur die schiere Länge, sondern auch die immer ruhige, epische, teilweise etwas überdramatisierte Erzählweise, die gewaltig Konzentration fordert. Den Film auf zwei bis drei Etappen zu sehen würde ihm wahrscheinlich gut tun. Manchmal wäre eine straffere Inszenierung der Aufmerksamkeit des Publikums schon dienlich gewesen, und auch wenn jede Szene von Bedeutung ist und in den Film gehört, so hätte man die einzelnen Szenen vielleicht etwas knackiger gestalten können. So scheint jede Sekunde Gewicht zu haben und die Wichtigste des Films zu sein, was irgendwann ziemlich ermüdend wirkt, bei dreidreiviertel Stunden. Es gab immer wieder Stellen, Strecken, da hat der Film mich in den Bann und ganz in die Erzählung hinein gezogen, dann wieder habe ich mir teilweise nur gedacht: "Ja, ich hab's verstanden, es kann jetzt weiter gehen." Szenen wie das Finale in Baleys Büro haben natürlich diesen epischen Atem verdient, brauchen ihn sogar und da funktioniert er wunderbar und treibt sogar den Puls ein wenig höher, aber auf den kompletten Film angewendet war es mir persönlich zu viel. Ein oder zwei Verschnaufpausen hätten gut getan, vielleicht auch einfach ein paar lockere Sprüche mehr. Aber wenn man das Sitzfleisch und die nötige Langzeitkonzentration hat, dann erwartet einen hier großes Kino, eine gewaltige Geschichte um Freundschaft, Verrat, Gewalt, Korruption, Gier, Macht und Einsamkeit. Ganz viel Einsamkeit.
Sollte man unbedingt mal gesehen haben, aber bis ich mir den Film nochmal antue, wird denke ich doch einige Zeit vergehen...
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cpt. chaos Tue, 13 Nov 2012 06:16:08 -0000
Antwort löschenIst wahrlich kein Film, den man sich jedes zweite Wochenende geben kann, aber hat schon was. Das merkt man vor allem, wenn man sich dieses epische Werk ein zweites oder drittes Mal anschaut. ;o)
mr.air Tue, 06 Nov 2012 18:35:43 -0000
Kommentar löschen"Once upon a time in America" ist ein Film zum Genießen.
Ruhig, wunderschön gefilmt und mit einem genial aufspielenden Robert de Niro.
Sozusagen ein schöner Gegenpol zur heute sehr verbreiteten Schnell-Schnitt und Handkamera Technik.
Gerade deswegen, weil der Film so absolut nicht dem Mainstream entspricht, sondern ein klassischer Epos ist, gibts 9 Punkte.
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Punsha Tue, 06 Nov 2012 17:05:12 -0000
Kommentar löschenUm meiner schizophrenen Ader ein wenig beizuwohnen, hab ich mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, zwei kleine Kommentare über diesen Film zu veröffentlichen, da ich sowieso nicht weiß, was ich von ihm halten soll:
Der böse Punsha schreibt:
Selten wirklich emotional und oft ausgesprochen langatmig ist "Once Upon a Time in America" vor allem ein Film für Männer über Männer, der ein Stück Geschichte Amerikas aus der Sicht eines Menschenlebens lediglich als Plattform für sexistisches Gedankengut nutzt. Als wölle er entschuldigend sagen: Männer sind nun mal Männer, versucht Leone trotz ihres triebhaft, gewalttätig und gebieterisch dargestellten Verhaltens, ihnen Menschlichkeit oder gar Sympathie abzugewinnen, was für den Zuschauer leider kaum gelingt und obendrein absolut geschmacklos ist. Sie schlagen, beschimpfen und vergewaltigen Frauen, die das hinnehmen, wenn sie nicht sogar Gefallen daran finden. Ob man nun von gezielter Frauenfeindlichkeit oder einer Altherrenfantasie Leones ausgeht, sei dahingestellt: Fakt ist, dass die Darstellung des weiblichen Geschlecht selbst die Moralvorstellungen der damaligen Zeit übersteigt und sich somit jeder Authentizität entbehrt. So gerät die Charakter- und Milieustudie zur enervierenden Farce und verliert jede hart erarbeitete Ernsthaftigkeit und Anteilnahme. Wenn eine vergewaltigte Frau lüstern ihren Vergewaltigern gegenübersteht, offenbart "Once Upon a Time in America" seine wahre Natur: Leone präsentiert verkümmerte Schwänze, alle Frauen im Film fahren drauf ab und zu meinem Unverständnis auch die große Mehrheit des Publikums. Ekelhaft.
Der liebe Punsha schreibt:
Die Definition eines Epos: Beinahe vier Stunden lang schildert Sergio Leone unter beeindruckenden Kulissen in drei Lebensphasen den Aufstieg und Niedergang eines Lebens, den Anfang und Zerfall einer Freundschaft, das Aufblühen und Verblassen einer Liebe. Hier dreht sich alles um den erstklassig von Robert De Niro verkörperten "Noodles", ein kriminelles, machohaftes Schwein, ein Dieb, ein Lügner und ein Vergewaltiger und doch charakterisiert Leone ihn als ein menschliches Wesen, dessen Schicksal mit Trauer und Mitleid begleitet wird. Schon die Jugendzeit erklärt, warum: Noodles wuchs in einem Milieu von Kriminellen, korrupten Polizisten und Nutten auf. Diese Zeit prägte ihn, diese Zeit lehrte ihn, denn er wusste es nicht besser. In diesem Amerika gibt es keine moralisch guten Menschen. Alle Männer sind lüsterne Schweine, die Frauen lüsterne Nutten. Manche nennen das eindimensional, ich nenne es konsequent. Vom opernhaften Score Morricones begleitet, folgen wir dem unerreichbaren Glück eines gescheiterten Menschenschlags, der seelisch zerfällt. Ein entmutigender und zugleich wunderschöner Abgesang auf den amerikanischen Traum.
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Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 17:24:04 -0000
Antwort löschenAlso der zweite Teil gefällt mir außerordentlich gut und ist natürlich der zutreffendere. Wird Zeit, dass du dich von deinem verwirrten, kleingeistigen, kunstverdrossenen anderen Ich verabschiedest! :D
Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 17:24:42 -0000
Antwort löschen... dann kannst du nämlich auch die 5 Punkte in 10 korrigieren, und alles ist gut!
Jenny von T Tue, 06 Nov 2012 17:32:58 -0000
Antwort löschenOops, da ist der Kommentar ja schon. Na fein, kann ich hinnehmen. :-)
Punsha Tue, 06 Nov 2012 18:09:17 -0000
Antwort löschen@Le Sam: Nö, dann würde ich wahrscheinlich uneingeschränkt jeden Klassiker liebhaben und so einen User gibts hier ja schon. *unschuldig nach oben guck* ;)
@Jenny: Joa, hab ich jetzt doch einfach mal dazwischen geschmissen. Freut mich. :) Diskutiert wurde ohnehin schon mehr als genug.
Wumz Tue, 06 Nov 2012 20:49:39 -0000
Antwort löschenFür mich ist jetzt alles gesagt, schön, so kann ich um Kommentare und Diskussionen zu dem Film erst mal einen Bogen machen.
Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 22:54:01 -0000
Antwort löschenTu ich das? Hm. Mag sein, mir fällt gerade echt kein "Klassiker" (wie auch immer man das jetzt genau definiert?) ein, dem ich nichts abgewinnen kann. Aber Klassiker sind ja nicht aus purem Zufall Klassiker. :)
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 23:01:17 -0000
Antwort löschenHätte nie gedacht das dieser Film von 84 gerade jetz auf MP so kontrovers diskutiert wird...
Und ja: Es ist (jetzt) wirklich genug diskutiert worden...:)
Punsha Tue, 06 Nov 2012 23:06:15 -0000
Antwort löschenUnd der Community-Durschnitt ist bereits um 0,1 gesunken. Das wird ihn noch mindestens zehn Plätze in meiner Moviepilot-Topliste kosten. ^^
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 23:08:25 -0000
Antwort löschenWird wohl als "die große Novemberdiskussion" in die MP Analen eingehen :)
DerDude_ Wed, 07 Nov 2012 03:22:17 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar.
Punsha Wed, 07 Nov 2012 11:13:44 -0000
Antwort löschenDanke!
DeDavid Wed, 07 Nov 2012 14:28:03 -0000
Antwort löschenEvil Punsha rules!
Stroszek Fri, 09 Nov 2012 11:10:11 -0000
Antwort löschenden kommentar finde ich nicht sehr gut! du stützt keine deiner wertenden aussagen auf ein beispiel im film (naja, tut hier ja eh keiner, somit ist der gehalt von diesen random-comments auch immer dürftig)! wir müssen das gar nicht weiter ausführen, nur ein kleines beispiel möchte ich zeigen um etwas klarzustellen: Das einzige mal, dass Sergio Leone in seinem film ganz offensichtlich stellung zum geschehen bezieht, ist da, wo noodles mit ca. 50 oder 60 Jahren zu der theateraufführung von deborah geht und sie in ihrer umkleidekabine besucht. während De Niro erolgreich auf alt getrimmt worden ist, sieht deborah noch genauso aus wie vor 30 jahren (außer ein paar fältchen um die augen um genua zu sein). anfänglich irritierend, doch dann sagt es noodles selbst: "du sieht keinen tag älter aus" (oder so ähnlich) dann verweist er auf ein poster ihres theaterstücks. Es ist "Cleopatra" und im Langtitel steht so etwas ähnliches wie: "das alter kann ihr nichts anhaben". das make-up, dass sie sich gerade abschminkt lässt kaum einen zweifel daran, dass sie die ägyptische herrschrin spielt. Nach all der Scham und entwürdigung die sie über sich ergehen lassen musste, stellt leone das wiedersehen der beiden also bewusst etwas verklärt dar. er macht deborah zur reinen, ungealterten herrscherin, während an noodles der zahn der zeit nagt. ein emanzipations-kommentar leones, ganz sicher nicht wie du sagst: "[...] ein Stück Geschichte Amerikas aus der Sicht eines Menschenlebens lediglich als Plattform für sexistisches Gedankengut [...]"
Punsha Fri, 09 Nov 2012 14:40:04 -0000
Antwort löschenZugegeben ein sehr interessanter Punkt, der mir so nicht aufgefallen war. Dennoch kann man nicht sagen, dass Leone dort Stellung bezieht, wie du es sagst, denn er zeigt diese Emanzipation, ohne sie bewusst als etwas Gutes oder Schlechtes zu werten. Trotzdem ist der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit für mich nun ein kleines Stück weiter weg gerückt. Gut analysiert.
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Markbln Sat, 10 Nov 2012 17:12:34 -0000
Antwort löschenGenaus so ist es, Stroszek. Die moralische Entrüstung hat in vielen Statements hier einen fachlichen Kommentar völlig unmöglich gemacht. Das sehe ich beim lieben Punsha dennoch wenigstens ein wenig dieffernezierter dargestellt und nachvollziehbar.
Bei ES WAR EINMAL IN AMERIKA muss man schon genau aufpassen(was zugegebenermaßen nicht jedem leicht fallen wird, bei der Länge und Erzählweise) was man sieht und hört, viele haben sich's hier in den letzten Tage soo leicht gemacht und auf einen einzigen Punkt des Opus' eingeschossen, das fand ich grotesk.
Deborah ist die einzige "Gewinnerin" wenn man so will, über Noodles hat sie sowieso gesiegt, auch wenn sie ebenfalls einsam ist.
petergriffin13 Wed, 17 Apr 2013 14:27:38 -0000
Antwort löschen"Männer sind nun mal Männer, versucht Leone trotz ihres triebhaft, gewalttätig und gebieterisch dargestellten Verhaltens, ihnen Menschlichkeit oder gar Sympathie abzugewinnen, was für den Zuschauer leider kaum gelingt und obendrein absolut geschmacklos ist. "
Nach der Vergewaltigungsszene im Auto, als der Chauffeur Noodles keines Blickes würdigt und auch das Geld nicht annimmt, das zeigt doch gerade dass Leone das alles differenziert sieht und die Aktion von Noodles nicht glorifiziert.
Freidenker Tue, 06 Nov 2012 15:09:12 -0000
Kommentar löschenFür mich ein Film den man mindestens zwei wen nicht sogar noch öfter gesehen haben sollte,bis man sich ein Urteil erlauben kann.
Als ich in mir das erste mal angesehen habe hätte ich höchstens 7 Punkte gegeben doch umso öfter ich ihn mir anschaue,umso besser gefällt mir dieses Epos.
Es fängt schon mit der Geschichte an,es gibt kaum etwas was nicht thematisiert wird, Liebe,Freundschaft,Zusammenhalt,Neid, Hass,Gewalt und Verrat.
Es hätte wohl auch kaum einen besseren als Sergio Leone gegeben der diese Geschichte,mit diesen unzähligen Aspekte,besser umsetzten hätte können.
Den trotz dieser enormen Lauflänge hat der Film kaum Längen,dafür jedoch eine grandiose Besetzung.
Alleine die Kinderdarsteller sind einfach klasse in ihren Rollen,auch wen von ihnen kaum einer,außer Jennifer Connelly,später eine wirklich große Karriere hatte.
Das absolute Highlight unter den Darstellern ist jedoch ohne wen und aber Robert De Niro als Noodles,für mich eine seiner größten Rollen überhaupt.
Dazu kommt diese großartige Ausstattung und Optik und vor allem dieser geniale Soundtrack von Ennio Morricone.
Unglaublich das man tatsächlich vergessen hat ihm für die Oscars anzumelden,den verdient hätte er den Oscar ohne Frage genauso wie zwei Jahre später für "The Mission".
Warum ich trotz diesen ganzen Lobes nicht 10 Punkte gebe liegt neben einigen Längen vor allem daran das der Film zum Ende hin doch etwas hektisch wirkt.
Zur Darstellung der Frau,sicher ist diese Darstellung nicht besonders gut ja vllt in Teilen sogar Fragwürdig,dem Film und Ennio Morricone jedoch wirklich Frauenfeindlichkeit zu unterstellen und ihn deswegen vllt gar abzulehnen finde ich ehrlich gesagt absolut lächerlich.
Im großen und ganzen ein absolut monumentales Gangster-Epos,auch wen nicht ganz so meisterhaft wie "Der Pate".
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mikkean Sat, 10 Nov 2012 16:20:50 -0000
Antwort löschenIch stimme voll und ganz zu ... und doch rege ich mich über die ziemlich verhunzte neue Synchro auf.
Wurfmaul Tue, 06 Nov 2012 11:20:50 -0000
Kommentar löschenBeim Anschauen dieses Films kam ich mir teilweise so vor als läge ich selbst in einer dieser Opiumhöhlen in denen De Niro gegen Anfang dahin schlummert (Wunderbar, die Sequenz als das Telefon über mehrere Minuten hinweg läutet und einem unklar ist, ob sich De Niro das bloß einbildet).
Once upon a time... der Filmtitel hat viel mit der Filmlänge gemeinsam: er ist lang, gaaaaaanz schööööön laaaaaaaaang - für meinen Geschmack etwas zu lange, naja, das ist vielleicht Geschmackssache. Ob Leone eine stark ausgeprägte chauvinistische Ader hat, will ich persönlich nicht wissen, war mir beim Anschauen eher egal... mögen sich manche Kritiker nun aufregen. Vom technischen Standpunkt gesehen, ist OUATIA (schön diese ewigen Abkürzungen) EKISG (erstklassig in Szene gesetzt)... Basta!... eine Gangstergeschichte, Kindheitserinnerungen, Brutalität gemischt mit Fantasie. Die gefährliche Welt der Erwachsenen und ein paar Jungen, die so gerne selbst schon Teil dieser Welt wären und schnell begreifen, dass sie dafür selbst "gefährlich" sein müssen um dieses Ziel zu erreichen. Wenn ich heute den 13 und 14 jährigen Kids bei mir im Park zu höre und mir so manche ihrer Vorbilder anschaue (Bushido, 50-Cent, Jersey Shore-Gestalten.... etc.) gebe ich auch nicht Leone die Schuld daran, dass Kinder nun mal Kinder sind und trotz ausgeprägter Fantasie (bei den einen mehr den anderen weniger) eben auch oft viele Dinge noch nicht ganz so verstanden haben. Jeder baut Scheiße - die einen mehr, die anderen weniger... und dann gibt es die Extremfälle. Als herausragend würde ich OUATIA nicht bezeichnen, dennoch ist das ein Film mit starken Bildern, der sich (VIEL) Zeit nimmt, um deren Wirkung zu entfalten. Und bitte liebe Gutmenschen:
Sucht nicht ständig nach frauen-, männer-, menschenfeindlichen Anhaltspunkten, denn davon lebt die Zensur und davon stirbt die künstlerische Freiheit!!!
Bsp.: Travis in Taxidriver ist auch nicht gerade ein vorbildlicher Held... dennoch ist TD ;-) ein genialer Scorcese Film... und so weiter und so fort, FAZIT: Wer Zeit und Lust auf OUATIA hat, sollte sich das Erlebnis gönnen, denn soo schlecht ist er nicht - halt auch nicht so überwältigend... Punkt
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Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 03:17:19 -0000
Kommentar löschenThe Times they are a changing...
Ein Film der sich (extrem) Zeit nimmt.
Allein wie er die Rückkehr De Niros zu Beginn, oder die Ballettszene am Anfang zelebriert...
Szenenbilder, Requisiten, Ausstattung , die Straße, die Optik, die Gegend, die Liebe zum Detail, die Maske (atemberaubend wie alt sie De Niro machen konnten (es war 1984!) und dies ohne jegliches CGI (!) : Grandios !
Der Score : Überwältigend !
Die Vielschichtigkeit, die Epik, die Breite...
Zwei Jungen mir ungewaschenen Hälsen, zusammengeschweißt durch Blut Schweiß und Tränen, lange bevor in Amerika von echter (moderner) organisierter Kriminalität die Rede sein konnte.
Zwei Jungen mit Ideen, mit Willen, mit Durchhaltevermögen, mit Cleverness, mit Köpfchen, mit Eiern.
"Den Schlüssel bekommt Moe. Er gibt ihn nur raus wenn wir alle zusammen sind."
So gründet sich die Company...
-"Wo gehen wir hin?"
-"Wir gehen zu uns, uns gehört der heißeste Club der Stadt!"
Aus Jungen werden Männern.
"Das Leben ist noch verrückter als...Scheiße..."
Und sie geraten in Schwierigkeiten.
"Du hast mal gesagt du willst keinen Boss.
Das ist richtig gewesen.
Das ist auch Heute noch richtig."
Werden verwickelt in Gewerkschaftsfragen, in Politik, ins Große und Ganze in einer aufstrebenden, sich entwickelnden, ständig in Veränderung sich befindender Nation.
"Unser Land wächst noch und manche Krankheiten sollte man in der Kindheit hinter sich bringen..."
Die Szene mit den Desperado-Masken und den Schwänzen, das ist schon very, very special...
Sie werden dekadent, überdrüssig und selbstvergessen...
---Intermission---
Und sie entzweien sich und doch lassen sie sich nie ganz los...
"Trinken wir auf unsere letzte Fahrt..."
Aufstieg und Fall.
Drama, Gangsterepos, Klassiker .
Meisterwerk (und natürlich unvermeidlich...), Kultfilm.
Epos und Gesellschaftsspiegel.
Interpretation eines Amerikas im Wandel der Zeit.
Ja doch Großkunstwerk, herausragend die mit "Yesterday" (gaaaanz leise) umspielte, melancholische Szene kurz vor Ende, und die allerletzte Szene, mit ihrem unvergleichlichen Schlußbild.
Solche Filme werden Heute nicht mehr gemacht.
"Geh dort hinaus, immer weiter. Sieh nicht zurück."
Der Film spannt den ganz großen Bogen, ist opulent, ausladend, ja einzigartig ,wie erwähnt vielschichtig, er benötigt diese fast vier Stunden um sich auszubreiten, sich
(im wahrsten Sinne des Wortes) komplett zu entwickeln, als Gesamtbild, inklusive vieler Selbstreferenzen, sich ganz zu entfalten.
Leones Vermächtnis und ein ganz, ganz großes Viech von einem Film .
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Wumz Tue, 06 Nov 2012 09:47:42 -0000
Antwort löschenWer bist du, Markbln, hier über würdig und unwürdig zu urteilen? Es gibt Leute, die den Film scheiße finden, finde dich damit ab.
FlintPaper Tue, 06 Nov 2012 09:58:04 -0000
Antwort löschenIch finde den Film auch nicht schlecht, aber es gibt ausreichend Gründe, den richtig kacke zu finden. Ein (zwar diskutierbares, aber sich nie völlig auflösendes) Problem ist z.B. das Frauenbild des Films. Das ist nämlich furchtbar.
Einar Tue, 06 Nov 2012 10:04:39 -0000
Antwort löschenAus genau diesem Grund schaue ich seit der Diskussion nur noch französische Kunstfilme, die Menschen aller Hautfarben, Nationalitäten und Religionen zeigen, wie sie gerade vegan ein Festessen zelebrieren, auf dass es keine Waffen mehr in der Welt gibt...
Markbln Tue, 06 Nov 2012 10:06:00 -0000
Antwort löschenBRÜLL. Das Wort zum Mittwoch, bedankt Herr Einar.
FlintPaper Tue, 06 Nov 2012 10:06:40 -0000
Antwort löschenGibt ja keine Diskussion (oder hat das Kommentar hier ein Vorspiel, was mir nicht bewusst ist), weil ja ständig Leute ihre Comments löschen (ein Feature, das moviepilot einfach mal streichen sollte!) und somit jegliche nachvollziehbare Diskussion zu Nichte machen. Ziemlich feige.
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 10:54:50 -0000
Antwort löschenDieser Film basiert auf den autobiographischen Roman „The Hoods“ von Harry Grey. Leone hat sich also nicht hingesetzt und versucht ein möglichst frauenfeindliches Drehbuch zu schreiben. Sondern der Film beruht auf tatsächliche Ereignisse während der Probihitionszeit, die stets wertfrei dargestellt werden. Der Vorwurf von Frauenfeindlichkeit etc. ist also unhaltbar. Wer das nicht einsieht leidet offensichtlich an Verfolgungswahn.
Es gibt ja Gott sein dank auch keen Mann, der behauptet Sex and the City etc. sei Männerfeindlich.
FlintPaper Tue, 06 Nov 2012 11:19:16 -0000
Antwort löschenAlso erstmal ist das nicht eine 1:1 Umsetzung der Vorlage. Zweitens, ist der Film mit Sicherheit nicht wertfrei. Dürfte überhaupt schwer fallen, ein komplett wertfreies Werk als Mensch zu schaffen, da wir - als Menschen - nunmal kaum objektiv sein können. Der Vorwurf von Frauenfeindlichkeit wird nur dann ein wenig entkräftigt, wenn man sich Leones Meinung zu der Sache anhört (siehe bspw. das Spiegel Interview irgendwann in den 80ern - das kann man auch noch online nachlesen - einfach bei google mal eintippen). Trotzdem kann man Leone dann immer noch vorwerfen, dass seine einzige Frauenfigur im Film absolut emotionslos ihren Körper verkauft und er keinen Blickwinkel auf ihr Innenleben erlaubt - es ist stets die Frau, die alles macht, um erfolgreich zu sein. Und da es so ziemlich die einzige, wichtige Frauenrolle in der Geschichte ist, gibt es zu dieser Darstellung auch kein Gegengewicht. Kurz gesagt, Leone hat keine Ahnung von Frauen und inszeniert die entsprechenden Figuren wahrscheinlich einfach ein wenig unbeholfen. In seinen Western waren solche Rollen ja auch nie von Nöten *g*. Wie gesagt, ich FINDE den Film gut und mag ihn, aber bin mir trotzdem über die Schwachstellen bewusst. Wer das nicht einsieht, das sein Lieblingsfilm auch diskussionswürdige Probleme hat, ist halt verknallt und blind vor Liebe. Is' ja auch okay. Und Sex and the City ist mit Sicherheit auch kein unbeschriebenes Blatt, was das angeht.
freakualizer Tue, 06 Nov 2012 14:00:35 -0000
Antwort löschenHut ab, Andy! Du hast also tasächlich die Nachtvorführung gesehen und bist wach geblieben. Und das, wo der Film einige echt lange Einstellungen hat. Respekt! De Niros Maske fand ich auch unglaublich beeindruckend.
Le Samourai Tue, 06 Nov 2012 16:31:29 -0000
Antwort löschenIch sehe da aber nen Punkt zu wenig. :D
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 21:13:14 -0000
Antwort löschenAlso ein Freund der Frauen ist dieser Film wahrlich nicht, aber eienen ausgewiesenen "gewollten" Feind kann ich so auch nicht entdecken...
@Samourai: Ohne die letzte halbe Stunde hätte es nicht für die 9 gerreicht, ich hatte schon überlegt wie ich die 8 umschreiben soll :)
@Freakulizer: Hab tapfer durchgehalten, ja :)Die Maske ,gerade von De Niro ist wahnsinnig gut gemacht!
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 21:33:48 -0000
Antwort löschenNicht nur die maske von deNiro ist wahnsinnig gut gemacht. DeNiro spielt nicht nur einen alten Mann,er ist ein alter Mann! Die Mimik, die Körperhaltung/Körpersprache alles "Oscarreif-reif". Damit unterstreicht DeNiro abermals seine Stellung als Ausnahmekünstler. Zusammen mit Raging Bull seine beste schauspielerische Leistung.
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 21:34:27 -0000
Antwort löschenMusste ich einfach noch loswerden :)
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 21:36:06 -0000
Antwort löschenKennst du "The Mission" Pulp?
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 22:41:35 -0000
Antwort löschenJo kenn ich. Auch n sehr guter Film. Der lebt allerdings nicht in erster Linie von DeNiros Schauspiel sondern vom Score und den beeindruckenden Bildern. Is mir schon aufgefallen, dass das DEIN Lieblinsfilm ist :) Bei mir hat er ne 9. Hoff die Bewertung is dir hoch genug ;)
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 22:51:32 -0000
Antwort löschenMir ist alles ab 7,5 recht, denn ab da hebt es die Durchschnittswertung :)
Ja, ist seit Monaten meine Mission hier, Mission bekannter zu machen und bis jetzt habe ich echt einige dazu gebracht dieses viiiiiel zu unbekannte Überding anzusehen und wirklich keiner hat es bisher bereut :)
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 23:00:23 -0000
Antwort löschenIch bin als Morricone Fan schon recht früh über den Soundtrack gestolpert. Und da DeNiro dazu auch noch mein absoluter Lieblingsschauspieler is, war klar, das ich den sehen muss. Hab mir, obwohl ich den noch nicht kannte, ne tolle Premium Edition erstanden und es auch nicht bereut :))))
Der Film hat mich sogar emotional ziemlich angepackt und ich würd mich eigentlich als ziemlich unterkühlt bezeichnen. Das schaffen nur wirklich gute Filme!
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 23:06:55 -0000
Antwort löschenFür mich ist der Mann der selbst ein Schnitzel spielen könnte auch der beste lebende Schauspieler, allein die Szenen wie er das Ballastnetz hinter sich her schleppt sind soooooo großartig das man sie jeden Tag ansehen könnte!
ThePulp84 Tue, 06 Nov 2012 23:31:43 -0000
Antwort löschenAbsolut. Leider sind seine schauspielerischen Ansprüche sehr stark gesunken in den letzten Jahren. Wirklich traurig!
Andy Dufresne Tue, 06 Nov 2012 23:39:17 -0000
Antwort löschenExtrem gesunken leider, ja und dennoch langt das von ihm Geleistete (seine letzte Oscarnominierung stammt bezeichnenderweise aus dem Jahre 1991 (Cape Fear)) um IMMER noch DER beste überhaupt zu sein!
Einar Wed, 07 Nov 2012 03:49:25 -0000
Antwort löschenDas Problem ist die Rollenauswahl. De Niro könnte mMn immer noch top agieren, wenn die Rahmenbedingungen (Thema, Regie, Script...) stimmen! Pacino spielt ähnlich gut, wählt aber klüger aus!
Alle 22 Antworten zeigen
Andy Dufresne Wed, 07 Nov 2012 03:56:08 -0000
Antwort löschenJill&Jane,ja...;)
Einar Wed, 07 Nov 2012 04:05:05 -0000
Antwort löschenAusnahmen bestätigen die Regel... ;-)
Okay, Pacino kann auch wieder smarter werden!
Chanvre Mon, 05 Nov 2012 22:33:38 -0000
Kommentar löschenWow, in mir steigt Männerhass auf.
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BattlemasterIZ Mon, 05 Nov 2012 17:29:15 -0000
Kommentar löschenAlso Ich schließe mich denjenigen an, die Once Upon a Time in America als ein sehr guten Film bzw als ein Meisterwerk der 80er Jahre bezeichnen. Ein poetischer Gangsterfilm, Eine Geschichte von Freundschaft und Verrat, Musikalisch sowie bildhaft schön eingefangen. Das ist doch großes Kino mit Kunstanspruch, Mir gefällt er :)
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