Tödliches Kommando - The Hurt Locker - Kritik

US 2008 Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kinostart 13.08.2009

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Kritiken (27) — Film: Tödliches Kommando - The Hurt Locker

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen... Teil 13
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Liebes (heute mal sehr experimentelles) Tagebuch,

ich bin mit dem Fotografen Jeffries, den ich nur Jeff nennen sollte, mitgegangen. Auf der Fahrt in einem Jeep dorthin hat er mir erzählt, dass er eigentlich aus New York kommt, und ne kleine Wohnung mit Blick zum Hinterhof hat. Seine Freundin, Grace oder Kelly oder so, die sah super aus (http://thisisshangrila.files.wordpress.com/2011/09/grace_kelly_29.jpg ), war auch schon auf irgendwelchen Modezeitschriften. Aber sie wollte unbedingt heiraten, was er auf keinen Fall wollte. Vielleicht, meinte er, vielleicht wäre es am besten, diese Beziehung zu beenden, wenn sie unbedingt ne Hochzeit will. Erst hat er anscheinend noch einen Auftrag bei irgendeinem Autorennen in Afrika. Fotos aus einer möglichst spektakulären Perspektive machen. Und danach würde er seiner Freundin reinen Wein einschenken.

Aber im Irak, da hatte er erst mal noch einen anderen Job. Er sollte ne Fotostory von einem Bombenentschärfer machen.

http://andysmovieblog.files.wordpress.com/2011/04/jeremy_renner.jpg

Der hieß Sergeant William James und war mindestens ein genauso verrückter und cooler Draufgänger wie Jeff. Für ihn, so schien es mir, war sein Job, war das Entschärfen von hochgefährlichen Bomben, war der ganze Krieg nur ein Spiel. Als hätte er nichts zu verlieren, rannte er förmlich zu den Bomben hin. Erst dachte ich, der spinnt doch – und plötzlich läuft ihm Jeff hinterher! Die sind beide verrückt!

Der Meinung waren übrigens auch seine Teamkollegen Eldrige

http://ongenocide.files.wordpress.com/2013/02/eldridge-the-hurt-locker.jpg

und Sanborn.

http://www.cineast.ch/wp-content/uploads/2010/02/thehurtlocker.jpg

Aber: Es hat sich gelohnt. Es sind verdammt nochmal große Bilder geworden. Authentische Bilder. Er hat es geschafft, Adrenalin und Verzweiflung gleichermaßen einzufangen. Ohne zu übertrieben, ohne zu verfälschen. Wenn ich mir die Bilder ansehe, eine unheimliche Strahlkraft haben sie. Adrenalin und Coolness zugleich. Aber irgendwie glaube ich, dass die Angst trotzdem immer mitspielt. Doch wer Angst hat, der ist dort wohl im falschen Geschäft. Und manchmal hatte ich auch den Eindruck, dass Sergeant James süchtig danach war. Eine Art Adrenalinjunkie. Bomben als Ersatz für sein normales Leben. Jeff verfolgte James und seine beiden Kollegen Sanborn und Eldridge auf Schritt und Tritt. Überall war er dabei.

Von den intensivsten Bildern hat er mir übrigens Abzüge geschenkt. Ich hab sie hier mal mit dazugelegt. Und es sind teilweise richtig intensive Bilder. Sie wirken immer noch so unheimlich lebendig.

Wenn James todesmutig inmitten von scharfen Bomben steht:
http://fullyfilm.files.wordpress.com/2012/02/the_hurt_locker_movie_review_stills_2009.jpg?w=586&h=328

Wenn Bomben mehr oder weniger kontrolliert gesprengt werden:
http://www.cinemacritico.it/wp-content/uploads/2012/12/the_hurt_locker40.jpg

Wenn die Soldaten stundenlang ruhig in der Geröllwüste liegen, um feindlichen Beschuss zu beantworten:
http://chrislejarzar.files.wordpress.com/2010/05/the-hurt-locker-movie-image-2.jpg

Wie dieses Bild hier reingerutscht ist, das weiß ich auch nicht, aber es passt irgendwie dazu:
http://radicalteacherblog.files.wordpress.com/2010/03/kathryn-bigelow-best-director-pic-getty-8681887501.jpg

Und dann auch Bilder, wenn eine Mission nicht ganz so verläuft, wie es James eigentlich geplant hat:
http://drnorth.files.wordpress.com/2010/02/the-hurt-locker.jpg

Und zum Schluss noch das, was Krieg für diesen James ist und wohl auch für andere Soldaten sein kann:
http://www.prepa6.unam.mx/colegios/LenguasExtComp/Comprension_lectura_ALEMAN/alle-drogen_1231.jpg

Ich finde, da sind durchaus beeindruckende Bilder dabei. Aber das Erlebnis können diese Ausschnitte nicht widergeben, dazu hätte man schon die ganze Geschichte miterleben müssen, so intensiv war das. Naja, jetzt geht’s dann erst mal mit dem Flugzeug nach Sierra Leone, wo Jeffs Autorennen stattfindet. Ich hatte eh nichts Besseres zu tun, also hab ich gesagt, ich flieg mit. Vielleicht war ich etwas zu voreilig, denn der Flug wird sicher strapazierend. Immerhin geht er aus dem Irak über die arabische Halbinsel hinweg und dann einmal quer über Afrika, bis wir endlich angekommen sind. Aber hey, irgendwie wird der Flug mit dieser Maschine schon amüsant gestaltet werden können.

Dein Kobbi

PS: Meine bisherige Route: http://www.moviepilot.de/liste/mein-filmisches-reisetagebuch-kobbi88

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Jason Born

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Ach soo, du meinst Sierra Leone im Zsmmnhang mit der nächsten Reise. Hatte ich nicht überlesen sondern hab es nicht id Kontext gebracht. Zu Tödliches Kommando: Hat der bei dir auch erst nach mehrfachem schauen richtig gewirkt? So wars in etwa bei mir


kobbi88

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Ja, ganz genau. Und der wird immer noch von mal zu mal besser :)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] Wenn die Bombenexperten ihrer Arbeit nachgehen und das Leben an einem einzigen Draht hängt, dann hält man als Zuschauer wirklich die Luft an und kann die anspannende Intensität dieser Situation am ganzen Körper spüren. Bigelow vergisst es dazu auch nicht, auf die Psyche der Soldaten einzugehen, die tiefen Ängste zu offenbaren, genau wie die extreme Belastung, die seelische Isolation und die Süchte nach dem Kick und dem Adrenalinrausch. Wir werden Teil dieser Einheit, können jede Narbe der Soldaten, ob physisch oder psychisch, fühlen und müssen miterleben, wie Männer an ihrer Abhängigkeit zerbrechen und nie wieder ein normales Leben führen können. "Tödliches Kommando" ist ein ehrliches, realistisches, hochspannendes und paralysierendes Kriegs-Drama, ohne jegliche Verlogenheit oder Patriotismus. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Lieblingsfilm

[...] "The Hurt Locker" gehört ohne Zweifel zu den besten Kriegsfilmen aller Zeiten und der gibt einen schonungslosen Blick auf die momentan Situation im Irak ab. Um einen verankerten Kommentar zum Irakeinsatz kümmert sich der Film nicht, dies überlässt er den Zuschauer, dass einzige was der Film klarstellt ist, dass Krieg eine Droge sein kann und Drogen machen abhängig und nicht alle Charaktere im Film schaffen den Entzug und auch wenn es schnell klar ist, wer sich der Abhängigkeit der Gefahr und der Todesangst hingibt, ist der Schluss trotzdem in seiner Einfachheit und Kontemplation erschütternd. Fast so als ob Bigelow am Ende noch eine kleine Bombe hoch gehen lässt, die "The Hurt Locker" noch etwas tiefer ins Gewissen eingräbt.

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Exicutionist

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Jeremy Renner in Bestform, einfach herrlich!
Und absolut zutreffender Kommentar!


nasenschleuder

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Schöner Kommentar, bin gespannt auf den Film.


Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

"The Hurt Locker" ist ein Kriegsdrama, das sich explizit nicht der Gewalt um der Action willen bedient, sondern um dem Zuschauer den Schrecken des Kriegs nahe zu bringen. Diese Floskel klingt zwar abgedroschen, bei "The Hurt Locker" passt sie aber einfach. Ich kann mich zudem nicht erinnern, schon einmal einen ähnlich spannenden Kriegsfilm gesehen zu haben und ich bin mir sicher, daß die Längen, die der Film in manchen Szenen hat, bewusst so gewählt sind, um die nervenzerreissende (grandiose) Spannung noch mehr auszureizen. Die Atmosphäre im Irak-Krieg scheint beinahe zum Greifen echt und wenn ich jetzt nochmal den Oscar-Wettbewerb von vor einem Jahr anschaue, muss ich sagen: Avatar mag vielleicht tolleres Bombast-Kino sein, mit einer beeindruckenden Optik. Aber "Tödliches Kommando" war im direkten Vergleich auf jeden Fall der bessere Film.

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doctorgonzo

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Die letzten beiden Sätze sind nicht zu bestreiten...


Ulrich Behrens

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10.0Lieblingsfilm

Im Unterschied etwa zu Ridley Scotts "Black Hawk Down", der den Anspruch erhob, dem Zuschauer den Schrecken des Krieges ganz nahe zu bringen – ein Ding der Unmöglichkeit für alle, die keinen Krieg selbst miterlebt haben –, steht "The Hurt Locker" jedoch für etwas anderes. Sicher, die Szene, in der ein Junge, der zuvor den amerikanischen Soldaten DVDs verkaufte, als lebende Bombe gefunden wird, ist grauenhaft genug. Aber, wie gesagt, darum geht es nicht primär in "The Hurt Locker". Bigelow zeigt uns Menschen, die in einem weitgehend abgeschlossenen Raum unterschiedlich reagieren. Während Sergeant Sanborn vor allem auf die Sicherheit seiner Leute bedacht ist und jedes unnötige Risiko vermeiden will – während Specialist Eldridge die Situation in diesem Raum kaum aushalten kann und nur weg will –, verhält sich James ganz anders. James ist süchtig. Er betrachtet sich nicht so sehr als Minenräumer, Bombenentschärfer. James liebt dieses Risiko, für ihn ist aus einem Job eine Leidenschaft geworden. Seine einzige Leidenschaft. Als Kind liebe man alles, die Puppe, mit der man spielt, die Eltern, einfach alles, was man erfährt. Aber im Laufe der Zeit bliebe davon kaum noch etwas übrig. Irgendwann liebe man nur noch eine Sache. Bei James ist es die Sucht. Er geht auf die Bomben zu, um sich zu befriedigen, um seine Sucht zu stillen. Er ist unfähig, zu seiner Frau und seinem kleinen Kind zurückzukehren und zu bleiben. Er zieht wieder in den Krieg, nicht um des Krieges, sondern um seiner Sucht willen.

...

Bigelow enthält sich jeder politischen Stellungnahme zum Irakkrieg. Das Entscheidende ist die Wirkung des Films, die besagt: Wer einen solchen, klar definierten Raum betritt und zu einer entscheidenden Komponente in diesem Raum wird, läuft Gefahr, über eine Art Suchtbeziehung die Merkmale, die diesen Raum definieren, vollständig zu verinnerlichen. Je weiter er sich von der Außenwelt, von dem "Nicht-Raum" "da draußen" abkapselt, desto mehr verstrickt er sich in die Gesetzmäßigkeiten dieses Raums und unterwirft sich ihnen – und zwar in einem "positiven" Sinn über den Suchtmechanismus.

Gilt dies auch für ganz andere Räume? Ich will darüber nicht spekulieren. Aber eines scheint doch sicher: Je weniger Beziehungen, Einflüsse, wechselseitiger Austausch zwischen Räumen bestehen, je größer ist die Gefahr einer sich verselbständigenden Eigendynamik, auch und gerade für diejenigen, die sich innerhalb eines solchen Raums aufhalten. Man kann statt Räume auch "System und Subsysteme" sagen. Betrachtet man vielleicht unter solchen Gesichtspunkten etwa die Börse als einen solchen Raum oder Subsystem, wird vielleicht deutlich, was ich meine. Innerkirchliche Verhältnisse, v.a. in der katholischen Kirche, wären ein anderes Beispiel für solche Räume, in denen sich auf Dauer eine Eigendynamik entwickelt, die riskant werden kann.

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Redapple

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@stimps0n zu Deinem Video: Es ist ja nicht so, dass der Protagonist im Film nicht für sein leichtsinniges und riskantes Verhalten kritisiert wird, er bringt dadurch sogar einen Kollegen in Lebensgefahr.
Die Soldaten im Video haben den Film einfach zu oberflächlich geschaut und die Kernaussage nicht erkannt.


Brascon

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Warum erzählst du von einer Sucht, die James besitzt?
Ich glaube, dass er zuhause auch wenn ihm noch so grausame Dinge passieren, nicht willkommen ist. Er ist in den Krieg gegangen und seine "Frau" hat ihn gefragt ob er das Gemüse schneiden kann. Jede normale Familie oder Beziehung verhält sich im Normalfall anders.
Nein - ich denke er hat einfach nichts mehr zu verlieren außer sein eigenes Leben. Er hat den Bezug zum Leben, zum lieben etc. aufgegeben und versucht nun wenigstens in EINER Sache gut zu sein. Das ist das Bombenentschärfen.


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

Geschrieben von einem Mann, der miterlebt hat, was der Film zeigt; verfilmt von einer Frau, die im Genre des Thrillers zu Hause ist, erfüllt „The Hurt Locker“ wohl die wichtigsten Voraussetzungen für ein packendes Kriegsdrama. Der Film ist auf dokumentarisches Flair bedacht und lässt offensichtlich patriotische und politische Gesten konsequent weg, wodurch eine hohe Authentizität erzielt wird. Der hohe Preis dafür ist zunächst ein recht anstrengender Kamerastil (Oscarnominierung hin oder her) sowie vor allem der Wegfall einer wirklichen Handlung, da man im Prinzip zwei Stunden lang einer Gruppe von Soldaten einfach nur über die Schulter schaut, während sie ihre Männlichkeit ausleben, sich Ängsten stellen und nebenbei ihren Platz im Leben suchen. Aus seiner Nüchternheit schöpft der Film Kraft, allerdings auch Teilnahmslosigkeit seitens eines nicht unwesentlichen Teils des Publikums. [...]

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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8.0Ausgezeichnet

[...] Bigelow läßt sich extrem viel Zeit für die Entwicklung ihrer Szenen, sei es beim Entschärfen einer Autobombe, während auf den Häuserdächern die Irakis zuschauen und mit der Videokamera mitfilmen, oder beim Scharfschützen-Duell in der staubigen Wüste. Die Stimmung ist ruhig und angespannt, und immer wieder lauert aus dem Hinterhalt der Tod, schlägt fast zufällig und beliebig zu. Das epische Erzähltempo führt zu über 130 Minuten Spielzeit, die aber bis zum Ende packend inszeniert sind. [...]

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]In seiner Tätigkeit als Journalist war Autor Mark Boal tatsächlich mit einem Bombenentschärfungskommando im Irak unterwegs, war pro Tag bei zehn bis fünfzehn Einsätzen dabei und unmittelbarer, als es „The Hurt Locker“ gelingt, hätten seine Erfahrungen kaum vermittelt und wiedergegeben werden können. Kathryn Bigelow und die Arbeit ihrer Crew wird dem Anspruch Boals, den wahren Alltag der Soldaten im Krisengebiet zu zeigen, absolut gerecht. „The Hurt Locker“ ist ein rauer, so schockierender wie faszinierender Einblick in eine Zwischenwelt aus Überlebenswillen und Todesmut, durch die man aufgrund der kompletten Abwesenheit einer wirklich so zu bezeichnenden Geschichte geradezu brutal geschleift wird, was den Abstand zum Geschehen aber umso schonungsloser reduziert. Bis man mit James durch den Staub kriecht und an seiner Seite die Entscheidung treffen muss, welchen Draht es zu kappen gilt. Jeden Tag auf ein Neues.[...]

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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8.5Ausgezeichnet

Trotz schwülstigem Patriotismus: Dieser Film weiß zu fesseln. Handlungstechnisch thematisiert er das eher "Nebensächliche" eines Kriegsgeschehens wie etwa die Häuserkampfe, vor allem aber das Bombenentschärfen. Symbolisch passend: Im Mittelpunkt stehen drei Darsteller, die sonst eher Nebenrollen ausfüllen (bekannte Namen wie Guy Pearce, David Morse oder Ralph Fiennes treten dafür unter "ferner liefen" auf). Hautnah und eindrücklich vermittelt der Streifen die Aussichtslosigkeit von Militäreinsätzen, die für manchen jedoch auch die letzte Zuflucht bieten.

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stimps0n

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ihr denkt nur weil nicht in jeder 2. szene eine ami-flagge im hintergrund weht, ist der film nicht patriotisch? die verleihung des oscars selbst spiegelt den patriotismus wider der hinter diesem rekrutierungsspektakel steht...


stimps0n

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keine ahnung wie ihr darauf kommt. ich bin weitestgehend unpolitisch... aber nun gut, wenn diese blätter ähnliches geschrieben haben, dann freut es mich, dass auch andere das ding auf ihrem hals benutzt haben, um 1+1 zusammenzuzählen... denkt ihr wirklich es ist ein antikriegsfilm? denkt ihr wirklich durch diesen film gehen weniger amis in die armee? denkt ihr wirklich die oscar-jury steht nicht unter massiven einfluss von wem auch immer?


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Folgerichtig konzentriert sich Bigelow auf die Erlebnis- und Wahrnehmungsebene ihrer Figuren, ohne zu konkretisieren, Stellung zu beziehen oder ideologische Sichtweisen in ihren Blick zu mischen. Gerade durch diesen inszenatorischen Verzicht ist ihr mit “The Hurt Locker” natürlich dennoch ein enorm politischer Film geglückt: So widersprüchlich und irrational die Aktionen ihrer Soldaten dem Zuschauer erscheinen müssen, so eindrucksvoll verortet der Film sie in einem komplexen Gewebe aus körperlichen Grenzerfahrungen und seelischen Narben. [...]

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Mit Cop- und Gangsteraction machte sich Kathryn Bigalow in den Neunzigern einen Namen als erfolgreichste Frau in einem männerdominierten Genre. Mit TÖDLICHES KOMMANDO meldet sie sich nun nach sechsjähriger Abstinenz zurück und beweist, dass sie nach wie vor zu den besten ihres Fachs gehört. Mit schnellen Schnitten, eindrucksvollen Bildern, die unter die Haut gehen und einer intensiven Soundkulisse drehte sie einen klassischen Actioner, bei dem erfreulicherweise auch das Hirn nicht auf der Strecke bleibt.
Das Drehbuch verfasste Mark Boal, der als Journalist in das Kriegsgebiet reiste und seine Erfahrungen bereits in VALLEY OF ELAH höchst kritisch, wenn auch wesentlich stiller, verarbeitete. Aus Boals Berichten inszenierte Bigalow einen extrem spannenden, atemlosen Actioner, bei dem die Lust am Thrill mit einem Entsetzen über die dargestellte Realität Hand-in-Hand geht.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.5Sehenswert

[...] was Bigelow letztlich abliefert, ist eine der größten Überraschungen des mageren Kinosommers. Sie inszeniert geradlinige Action, die das minimalistische Budget schnell vergessen macht und die Zuschauer von der ersten Sekunde an fesselt. Schon alleine die Entschärfungsszenen, die natürlich einen großen und wichtigen Teil des Films einnehmen, sind ein Highlight. [...]

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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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7.5Sehenswert

Die Sucht nach Adrenalin, nach dem einzigartigen Rausch, den der moderne Mensch in den Stahlgewittern des Krieges erleben kann, prägt den ganzen Film. Kathryn Bigelow verzichtet auf jeglichen Kommentar zu den Ereignissen im Irak, dafür zeigt sie in aller Deutlichkeit, wie der Krieg die Menschen, die in ihm kämpfen, für immer verändert.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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10.0Herausragend

Bigelow verbindet ganz Gegensätzliches zu herausragendem Kino: Einerseits ist ihr Film die dokumentarisch präzise Beobachtung eines nervenzerreißenden, harten Alltags unter Lebensgefahr, zugleich arbeitet gerade diese Akkuratesse den Wahnsinn dieses Teils des Lebens heraus, das, auch wenn wir das gern verdrängen, auch ein Teil unseres Lebens ist. Ohne sie einfach zu reproduzieren, macht Bigelow auch die Faszination dieses Ausnahmezustands spürbar, lässt verstehen, warum es immer wieder junge Männer zum freiwilligen Kriegseinsatz zieht.

Das alles inszeniert Bigelow mit vielen Anklängen an ihre früheren Filme, an den Vampirfilm "Near Dark", der auch von Charakteren handelte, die fürs zivile Leben nicht mehr taugen. An "Strange Days", jenen so großartigen, wie großartig unterschätzten Science-Fiction über die Sucht nach Grenzerfahrungen. Mit Anklängen auch an das Zombie-Kino, an Paranoia-Filme und nicht zuletzt an den Western. Man muss hier immer wieder an John Ford, Anthony Mann, und Sam Peckinpah und deren Helden denken – just watch it! Die Faszination dieser Regisseurin für Männerwelten ist in jeder Sekunde unbedingt spürbar - wie überhaupt der Vorrang, den sie dem Faszinierenden, Flirrenden, Unklaren vor dem Eindeutigen, Wertenden gibt, vor der Selbstbeschränkung durch eigene Annahmen und Vorurteile.

Ihre Verdammung des Irakkriegs, ihre Forderung nach Truppenrückzug beschränkt diese Regisseurin auf Interviews und Pressekonferenzen, ihr Film verzichtet dagegen auf Thesen und Predigten und ergreift nur Partei für einzelne Menschen. In ihm geht es gewissermaßen gar nicht um Politik - aber genau das ist politisch! Weil es für die Soldaten im Irak auch nicht um Politik geht, sondern ums Überleben.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Es ist ein dreckiger Job, aber irgendjemand muss ihn wohl erledigen: Die Beseitigung von Bomben und Minen im Irak, die von religiösen Fanatikern gelegt werden und als tödliche Fallen sowohl für die US-Soldaten gedacht sind, sich aber auch gegen das eigene Volk richten. Als der Vorgesetzte von Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie) und Owen Eldridge (Brian Geraghty) bei solch einem Einsatz von einem Sprengsatz zerfetzt wird, bekommen die Bombenräumer einen neuen Chef: Staff Sergeant William James (Jeremy Renner). Der ist so ganz anders als sein Vorgänger: Er ist ein Einzelkämpfer, der die Gefahr liebt, sich gerne über Regeln hinwegsetzt, auf diese Weise aber nicht nur sich, sondern auch sein Team in tödliche Gefahr bringt.
Nachdem es um Regisseurin Kathryn Bigelow nach Filmen wie „Gefährliche Brandung“ und „Strange Days“ aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre still wurde, meldet sie sich nun mit einem Donnerschlag zurück. Mit einfachen, aber höchst effektiven Mitteln hat sie hier ein dokumentarisch anmutendes Porträt von drei Soldaten gedreht, die wohl keiner um ihre Jobs beneidet. Das Ganze klingt eigentlich sehr simpel, ist aber höchst packend und clever erzählt: Durch den frühen Tod des ersten Soldaten ist man auf alles gefasst und fiebert im Kinosessel richtiggehend mit, ob das Trio wohl auch den nächsten Einsatz unbeschadet überstehen wird.
Denn der kommt ganz bestimmt und das auch sehr bald: Man hat hier fast den Eindruck, auf jede entschärfte Bombe kommen drei neue, die schon auf ihre Untauglichmachung warten - eine echte Sissiphus-Arbeit! In den joblosen und deshalb ruhigeren Momenten taucht der Film ab in das Innenleben der Soldaten, und wie sie mit dem ungeheuren Druck, dem sie Tag für Tag ausgesetzt sind, umgehen. Sergeant William James beispielsweise wird süchtig nach dem Adrenalinschub, ist während des Heimaturlaubs unfähig zur Kommunikation mit seiner Familie und will statt dessen möglichst schnell wieder zurück in seinen so tödlich gefährlichen Job, wo er im Gegensatz zu Zuhause weiß, was zu tun ist und die Anforderungen an ihn klar sind. So hat man den Eindruck, hier ein ebenso realistisches, wie natürlich auch reichlich desillusionierendes Porträt eines Iraks im Ausnahmezustand und der dort stationierten Soldaten zu bekommen – eine absolut sehenswerte Leistung von Kathryn Bigelow und ihrer Crew!

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.0Ausgezeichnet

Staff Sergeant William James ist bei allem zur Schau gestelltem Wagemut weder Jason Bourne noch James Bond, so sehr er sich das auch wünschen würde. Im Grunde weiß er nur zu gut, in welchem Albtraum er sich eigentlich befindet. Die meisten Iraker sehen in ihm und seinen Kameraden feindliche Besatzer. Diese aus Sicht der USA nur wenig ermutigende Realität greift The Hurt Locker auf, wobei der Film die Aussage weiter fasst und seine durchaus militär-kritische Haltung nicht auf den Konflikt im Irak beschränkt wissen will. Für Bigelow ist es nach sechs Jahren der kreativen Pause – zumindest als Regisseurin einer Kinoproduktion – ein gelungenes Comeback im vertrauten Action-Fach. Sie liefert den Beweis, dass das Genre weit mehr als stumpfsinnige Materialschlachten und Explosions-Kaskaden hervorbringen kann.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.5Ausgezeichnet

Und die Meister-Action-Regisseurin Kathryn Bigelow setzt mit immensem handwerklichen Können die Beschränkung um in atemnehmende Konzentration. Der Film ist eine im Countdown heruntergezählte Kette bedrohlicher Situationen, mit kurzen zwischenmenschlichen Intermezzi, die die Handelnden knapp, aber so präzise konturieren, dass sie uns als Sympathieträger mit in die Lebensgefahr ziehen. Bigelow verweigert das Bombardement des Zuschauers mit hoch fragmentierten Bildern und sourround-getuneten Tönen, wie man es aus dem zeitgenössischen Blockbuster-Kino kennt. Klar entwirft sie ihre Bedrohungsräume. Gekonnt gesetzt ist jeder einzelne Blickwechsel und Schnitt. Die Perspektive wechselt fluide, aber niemals beliebig. Die Blicke der Kamera tasten einen Raum ab, dem in der Intensität dieses Abtastens Atmosphäre erwächst. Rasche Schnitte, die Handkamera, der gelegentliche Umschnitt auf die Subjektive mit dem Atem im Schutzanzug als Begleitgeräusch: all das suggeriert sehr filigran die Omnipräsenz von Ungewissheit. (Er herrscht in diesem Film ein atemberaubender Mangel an Plumpheit.)

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

The Hurt Locker ist vielleicht der bisher härteste Spielfilm über den Irakkrieg. Das liegt daran, dass er dessen Erschütterungen in einem sehr direkten Sinn untersucht. Der Krieg wird hier vor allem als körperliche Anspannung spürbar, als Thrill, dem sich Männer wissentlich aussetzen, weil er wie eine Intensivierung der Gegenwart funktioniert. Mehrere Male wiederholt der Film ein ganz ähnliches Szenario: eine Bombe, versteckt im Auto oder unter Steinen; im Zentrum US-Soldaten, die sich vorsichtig und nervös annähern - und auf den Rängen irakische Zuseher, von denen jeder den tödlichen Auslöser in der Hand halten könnte.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

[...]Kathryn Bigelow gelingt es somit, tief in die Lebenswelt der Soldaten abzutauchen, und ein Bild zu zeichnen, dass der Realität zumindest in Bezug auf die Alltagserfahrung – obschon natürlich filmisch zugespitzt - recht nahe kommen dürfte. Wenn sich Staff Sergeant James an der Entschärfung mehrere Sprengsätze versucht und seine Kameraden die Umgebung absichern, so können sie zwischen all den Irakern, die sich an den umliegenden Gebäuden versammeln, Freund und Feind nur schwer von einander unterscheiden. Was dieses Bild vermitteln will, ist dann auch mitnichten die amerikanisch-propagandistische Botschaft, dass alle Iraker Terroristen sind, sondern ist viel mehr Metapher für das Dilemma, in dem sich der Soldat auf der Straße befindet. Der eben nicht weiß, ob etwa der fünfzehnjährige Junge vor ihm auf der Straße einen Sprengsatz unter der Zeitung trägt, oder eben nicht. Während TÖDLICHES KOMMANDO auf der Ebene der täglichen Erfahrungswelten der Soldaten also durchaus funktioniert, gilt das für die zweite Ebene, mit der sich der Film offensichtlich beschäftigen möchte, nur eingeschränkt.[...]

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Es ist nichts Besonderes, dass politische Ereignisse, speziell Kriege, das Kino beeinflussen. Während seit 2003 der Krieg der Koalitionstruppen unter Führung der Amerikaner im Irak tobt, sprossen Filme über diese sowohl militärische, als auch kulturelle und religiöse Auseinandersetzung wie Pilze aus dem Boden. Meist waren es die jungen Soldaten, um die sich alles drehte, ihre Emotionen, Verluste und ihren Alltag. Ein Actionfilm wurde selten daraus, das Drama mit den obligatorischen Kriegsszenen dominierte und dominiert bis heute. Kathryn Bigelow nimmt sich das setting im Irak um einen Actionfilm zu drehen. Zumindest primär. Statt einer ganzen Kompanie zu folgen beschränkt sie sich auf gerade mal drei dramatis peronae, die einem Bombenräumkommando angehören und für dessen Spezi Staff Sergeant James (Jeremy Renner) das alles nur ein einziges großes Machoabenteuer darstellt. Egal wie groß die Bombe, wie kurz der Timer, wie groß der Druck, er hat stets noch einen coolen Spruch auf den Lippen, der Tod kümmert ihn scheinbar kaum.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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8.0Ausgezeichnet

Frau Bigelow hat die dicksten Eier von Hollywood.

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Sm0K1ngGnu

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4.0Uninteressant

The Hurt Locker ist ein ziemlich langatmiger Film in dem ab und zu mal eine Bombe entschärft wird und manchmal sogar eine explodiert. Hui!
Ein Actionfilm ist es ganz sicher nicht, auch wenn der Trailer das ein bisschen behaupten möchte. In erster Linie geht es darum, was die Soldaten empfinden, wenn sie jeden Tag mit dem Tod konfrontiert werden. Es gibt leider keine wirkliche Story, es werden einfach ab und zu Bomben entschärft, ein Oberbösewicht, ein Drahtzieher hinter all den Anschlägen hätte vielleicht für einen Spannungsbogen von Anfang bis Ende führen können, so tröpfelt der Film nur vor sich hin und eine Steigerung ist nicht zu erkennen.

Die Schauspieler (besonders die gut besetzten Nebenrollen: Guy Pearce, Evangeline Lilly, Ralph Fiennes, David Morse) bringen ein paar Pluspunkte, Jeremy Renner (aus der zu Unrecht nach 1 Staffel abgesetzten Serie The Unusuals) weiß in seiner ersten Hauptrolle von sich zu überzeugen.

Wer einen Antikriegsfilm mit Action sehen möchte, guckt sich lieber Platoon oder meinetwegen auch Jarhead an.

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TheCorey: MovieMaze

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4.5Uninteressant

Ohne Frage ist Kathryn Bigelow die Regisseurin im Action-Thriller-Fach schlechthin. Auch wenn sie seit „Strange Days“ nichts sonderlich überzeugendes mehr abgeliefert hat. In ihrem neuen Film „The Hurt Locker“ zeigt Bigelow, dass sie ihre technischen Fertigkeiten nicht verlernt hat. Die Portraitierung eines Munitionsräumdienstes im besetzten Irak ist gelungen photographiert und spannend erzählt. Dumm nur, dass der Film Randall Wallaces „We Were Soldiers“ wie einen Antikriegsfilm wirken lässt, in seiner chauvinistischen Darstellung der US-Streitkräfte. Da kann man kaum so viel essen, wie man kotzen möchte.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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6.5Ganz gut

«The Hurt Locker» ist eine teilweise packende Betrachtung, teilweise aber auch überladene Analyse des Zustands von Soldaten im Krieg.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

The Hurt Locker ist ein großartiger Film, ein intelligenter Film, ein Film so eindeutig, dass wir genau wissen, wer die Figuren sind, wo sie sind und was sie warum tun. Die Kameraarbeit arbeitet der Geschichte zu. Bigelow weiß, dass man keine Spannung aufbauen kann, wenn die einzelnen Einstellungen nur ein oder zwei Sekunden dauern. Und so kann man auch keine Geschichte erzählen - jedenfalls keine wie das Mysterium eines Mannes wie James, der süchtig danach zu sein scheint, sein Leben zu riskieren. Ein führender Anwerter auf einen Oscar.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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9.0Herausragend

Der Form nach ist das, was Bigelow abliefert, dennoch Hollywoodkino und zwar im besten Sinne klassisches.

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sushi25: movie-fan.de

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6.0Ganz gut

Der Film zeigt den Krieg im Irak aus einem anderen Blickwinkel und einem wirklich explosivem Beruf. Die Episoden im Film sind spannend, wenn auch etwas der Leitfaden fehlt.

Gernekino für die Jungs.

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Kommentare (225) — Film: Tödliches Kommando - The Hurt Locker


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Friedsas

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Bewertung7.0Sehenswert

Die zwei Wörter die wohl diesen Film am besten beschreibt sind wohl: Pretty Intense! Der Film folgt eigentlich keinen roten Faden sondern springt von Spannungsmoment zu Spannungsmoment das kann einigen Leuten sehr gefallen ich fand es ganz okay.

Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt grandios und besonders Jeremy Renner trumpft stark auf. Die Kameraführung ist gewöhnungsbedürftig aber trotzdem genial!

Der Film war jetzt für mich nicht der große Wurf aber trotzdem sehr sehenswert.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KingLee

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Bewertung9.5Herausragend

Jeremy Renner überzeugt als bombenentschärfer der etwas anderen Art
In einem Kriegsfilm der supalative wie man ein "kriegsfilm" noch nie gesehen hat...
Fazit Bombiger Film mit bomben Atmosphäre und nen Bomben Jeremy Renner

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sachsenkrieger

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein wirklich spannender Film, bei dem allerdings nie ganz das Gefühl verschwindet, das es sich doch irgendwie um einen Propaganda-Film der US-Streitkräfte handelt. Fast schablonenhaft sind die drei Charaktere angelegt. Der Erste liebt die Vorschriften, der Zweite ignoriert sie und der Dritte ist eigentlich nur aus Versehen zur falschen Zeit am falschen Ort.

Jetzt sitze ich hier und habe eine Schreibblockade. Also kurz und gut: Atmosphärisch dicht und keine Minute langweilig, aber trotz der sechs! Oscars nicht das erwartete Meisterwerk.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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RoboMaus

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Bewertung4.5Uninteressant

Ein Film, der keine Story hat, muss dafür auf anderer Linie umso mehr überzeugen. Sicher wird das hin und wieder spannend. Aber ein doku-artiger Wackelkamera-Plot, der die Einsätze einer Bombenentschärfer-Einheit im Irak aneinanderreiht, ist einfach zu wenig um gut zu unterhalten und über zwei Stunden nicht langatmig zu werden. Was will ich denn im Kino? Mich über den heroischen Einsatz amerikanischer Bombenentschärfer informieren und an der Glorifizierung dieser Einheiten teilhaben? Mitnichten, das überlassen wir doch besser den Amerikanern, die den Streifen dann zum Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit mit Oscars überhäufen dürfen.

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brucelee76

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Klasse Kommentar :),


RoboMaus

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danke :)


filmfuzzy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die amerikanische Filmzeitschrift Variety sagt über sie: „Kathryn Bigelow ist eine kühne und talentierte Filmemacherin, die entschlossen ist, die Grenzen zu sprengen, in denen weibliche Regisseure arbeiten”. Das schlug sich in Filmen wie (1990)“ Blue Steel“, „Gefährliche Brandung“ (1991) und in ihrem letzten Kinofilm aus dem Jahre 2002 „K-19: K19-Showdown in der Tiefe“ nieder.

Zwischendurch arbeitet sie immer wieder erfolgreich für das Fernsehen. Jetzt hat sie sich wieder einmal an einen brisanten Stoff für das Kino gewagt. Drehbuchautor und Mitproduzent Mark Boal reiste als eingebetteter Journalist mit einem Bombenentschärfungskommando durch Bagdad.

Er lebte bei den Truppen und begleitete sie auf ihren täglichen Einsätzen. Diese unmittelbaren Erfahrungen waren die Inspiration für das Drehbuch zu „TÖDLICHES KOMMANDO“, das er kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak zusammen mit Kathryn Bigelow entwickelt.

Sie üben einen der gefährlichsten Berufe aus die man sich denken kann. Bombenentschärfer beim Militär und das in einer der gefährlichsten Gegenden der Welt, in Bagdad. Sergeant William James (Jeremy Renner), Geheimdienstmann J.T.Sanborn (Anthony Mackie) und der Scharfschütze Owen Eldrige (Brian Geraghty). Kreuz und quer streifen die Männer durch die Stadt. Dorthin, wo dünne Kabel unter Schutt und Geröll Hinweise auf lebensgefährliche Bomben geben.

James kann den Sprengkörper entschärfen, nur um alsbald festzustellen, dass an derselben Strippe noch sieben weitere hängen. Die nächste Aufgabe lauert in einem verboten abgestellten Auto mit einer Ladung Bomben im Kofferraum. In der brütenden Hitze nimmt James das Auto auseinander, um den in der Scheibenwischeranlage versteckten Zünder zu finden.

Jeder Tag bringt neue unbekannte Gefahren und Situationen für die Truppe. Das scheint Sergeant James wenig zu kümmern. Wie ein Cowboy im Wilden Westen mutet er bisweilen an, und entsprechend schockiert sind Sanborn und Eldridge über sein Verhalten, das ihnen wie eine leichtfertige Missachtung militärischer Regeln und Sicherheitsmaßnahmen erscheint.

Noch wenige Tage müssen sie überstehen, dann kommt turnusmäßig die Ablösung nach Hause. Doch James hat Probleme, wenn er zuhause bei seiner Frau und Sohn ist. Mit dem Alltag kommt er nicht zurecht. Bald darauf sieht man wie Oberfeldwebel William James im Irak wieder aus einem Militärflugzeug steigt. Noch 365 Tage bis zur turnusmäßigen Ablöse.

Kathryn Bigelow dringt mit ihrem packend realistischen Porträt einer Elite-Mannschaft von Bomben-Entschärfern tief ein in eine Lebenswelt am Limit menschlicher Belastbarkeit. TÖDLICHES KOMMANDO ist Adrenalin-Kino pur: rasanter Nervenkitzel in spektakulär wirklichkeitsnahen Bildern.

124 Minuten - Ein Film, der wieder einmal die Sinnlosigkeit des Krieges zeigt. Nicht für zarte Gemüter.

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philipp.warnke

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Tatsache, dass der Film teils episodenartig aufgebaut ist, tut der Atmosphäre keinen Abbruch, im Gegenteil. Realistische und lebensnahe Figuren und so krasse Spannung machen den Film wirklich zum Erlebnis. Seine Stärken werden wunderbar ausgespielt, denn am meisten kann der Film wirklich bei diesen Nerven zerfetzenden Stellen mit dem Bombenentschärfen punkten.
Klar wird nochmal die Thematik um die Hölle im Krieg aufgegriffen, aber das hat man schon in anderen Filmen besser gesehen.
Trotzdem echt spannender Aspekt des Krieges großartig Beleuchtet und das dank der besten Jeremy Renner Performance bisher (Na gut, in "The Town" war er auch echt gut).

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makemyday

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Bewertung7.5Sehenswert

mehrere einsätze, bemüht realistisch erzählt und recht spannend gemacht. besonders fällt auf, daß die musiken, falls vorhanden, sehr dezent unterlegt sind (gefällt).

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brucelee76

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Bewertung3.0Schwach

Hallo zusammen,

oh Mann oh Mann, diese kriegsgeilen Amis gehen mir dermaßen auf den Sack, das gibt es gar nicht.
Was habt Ihr verdammt nochmal im Irak zu suchen. Außer Erdöl und ein paar verzweifelte Selbstmord Bombenleger gibt es dort gar nichts. Aber ja die Weltpolizei USA, zeigt uns mal wieder wie toll und human die US-Army ist. Mit ihren ach so tollen und Ultra modernen Anti-Bomben-Anzüge, die auf Patrouille ein paar missratene Terrorbuben entschärfen wollen. Liebe Amis ihr verwechselt da etwas, nicht die Hardcore-Terroristen sind die Aggressoren, SONDERN IHR SEID ES!!!

Für mich ein Skandal das dieser Pro-US-Kriegsfilm den Oscar als bester Film gewonnen hat.

Mein Fazit: Miss Bigelow, auch dieser Soldatenfilm ging in die Hose. Es wird in keinster weise Selbstkritik ausgeübt. Im Gegenteil, die den ganzen Schlamassel eingebrockt haben verschlimmern die Lage nur noch. Die Gier nach Erdöl wird euch noch teuer zu stehen kommen. In diesem Sinne Friede, Puste und Eierkuchen.

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Alex.de.Large

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn dein Körper täglich das Adrenalin durch deine Adern gepumpt hat.
Wenn dir der Tod, teils hämisch grinsend, teils anerkennend nickend, monatelang, täglich, stündlich über die Schulter geguckt hat.
Wenn du Alles gesehen hast, was Menschen einander anzutun in der Lage sind.
Wenn du Heute nicht weisst, ob du oder einer deiner Freunde Morgen noch leben wird.
Wenn du dich in den Gassen des verfeindeten Landes besser auskennst, als im heimischen Supermarkt.
Dann.
Ja dann.
Kannst du dann wirklich noch ernsthaft zwischen verschiedenen Corn-Flakes-Sorten auswählen?
Kannst du die selbstverständliche Sicherheit der täglichen Routine noch genießen?
Kannst du unbefangen mit deinem kleinen, unschuldigen Sohn spielen?
Kannst du deine Frau noch lieben?
Spürst du dich noch, wenn du weisst, daß dir nichts passieren kann?
Oder bist du süchtig geworden?
Bist du zum Kriegs-Junkie geworden?.
Du kannst nicht mehr leben, ohne deine Sterblichkeit immer wieder vor Augen zu haben?
Den Moment nur deshalb spüren zu können, weil es der Letzte sein könnte?
Für dich ist die Normalität zu einem dumpfen Alptraum geworden, der dich durch seine emotionale Trivialität abschreckt.
Die Todesangst ist zu einem größeren Gefühl geworden, als es die Liebe jemals sein könnte.
Du gehst zurück in die Hölle, weil dir der Himmel zu profan geworden ist.
Und der Tod sitzt zufrieden grinsend auf deiner Schulter und denkt sich:

^^"Ein neuer Droog. Fine-fine-fine."^^

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Lydia Huxley

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Ich fand sie richtig gut! Aber vielleicht hat es zwischen euch einfach nicht gefunkt. Nicht schlimm :)


Alex.de.Large

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Nö, schlimm geht anders ;)


MrMo

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Bewertung0.0Hassfilm

der film ist nervig.

noch viel schlimmer ist, dass er aber bei der oscarverleihung 2010 alles abgeräumt hat. ich war so schockiert und mir wurde bewusst, dass solche preisverleihungen absolut nichtssagend sind, genau wie der friedensnobelpreis.

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Florian Albrecht

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"und mir wurde bewusst, dass solche preisverleihungen absolut nichtssagend sind, genau wie der friedensnobelpreis. "

mein Like dafür


countcount

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

The Hurt Locker ist auf ganzer Länge sehr spannend und super inszeniert. Das ganze kommt sehr authentisch daher, weswegen man sich sehr gut in die Lage der 3 Protagonisten hineinversetzen und bei ihren Einsätzen mitfiebern kann.

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onyxxx

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Meine Top 100 Filmvorhersagen
Platz 64: "The Hurt Locker"✔
Ist jetzt schon ein paar Tage her das ich den Film gesehen habe, aber jeden einzelnen Tag den ich gewartet habe, hat er weiter verloren. Spannung und einen gewissen Unterhaltungswert gestehe ich dem Film zu, was Bigelow aber völlig abgeht: Krieg ist kein Computerspiel und Soldaten sind keine G.I.Joes. Wer einen wirklich guten Anti-Kriegsfilm sehen möchte, dem empfehle ich "Walz with Bashir" Denn da kommt mir jetzt richtig das kotzen, the Hurt Locker ist ein riesen Haufen weichgespülter dreckiger Propaganda-Scheiße. Kein Mann muss für sein Vaterland in den Krieg ziehen. Krieg ist nicht geil. Krieg ist keine riesen Party nachdem man eine Bombe entschärft hat. Krieg ist Elend und Not. Jeder vermag in einem Film für sich selber etwas erkennen, das für andere verborgen bleibt. In diesem Fall bleibt mir die zu Beifallstürmen hinreißende Intention Bigelows verwehrt. Macht nichts, ich steck mir jetzt ein Blümchen ins Haar, bete für den Weltfrieden und hoffe das unsere Kinder schlauer werden als wir.

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Sven - Friedrich Wiese

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Mhm...also...ich...es könnte...vielleicht...ach nee: Deine ätzende Kritik ist wie immer äußerst erfrischend - allerdings sehe ich den Streifen nicht ganz so kritisch wie du. LG, Sven


brucelee76

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Starker Kommi :) Genau so sehe ich es auch.


Laserdance

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Bewertung1.0Ärgerlich

Braucht ein Film Handlung?
Offenbar nicht. wenn man sich The Hurt Locker ansieht.

Braucht ein Film einen Kameramann. Nö, man kann auch dem 4 jährigen Sohn die Digicam in die Hand drücken. Dann hat man The Hurtlocker.

Und einen Oscar.

Sorry der Film geht bei mir ja nun gar nicht.

Ein Film ist ein Optisches. Und die Kamera Arbeit ist ein wesentliches optisches Mittel um was zu transportieren. Wenn mir nun das optische Mittel nicht gefällt, kann die Story so genial sein, wie sie will. Wenn ich mich den ganzen Film über die Kamera Arbeit ärgere, ärgere ich mich eben. Da spielt es auch keine Rolle, ob sich andere da weniger ärgern.

Das ist wie eine CD die zwar eigentlich gute Musik hat aber furchtbar klingt. Dann hat die Musik keine Chance, weil Musik ein Akustisches Medium ist und das Gefallen hat Primär mit dem Klang zu tun. Ich kann ja nicht bewerten, wie die CD wäre wenn sie Super klingt. Oder um beim Film zu bleiben, wie er wäre, wenn die Kamera nicht so wäre, wie sie ist.

näm­lich scheiße.

The Hurt Locker TKO

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sharingwithoutschere

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow, eine brilliant gemeisterte Gradwanderung, die Frau Bigelow hier vollführt hat. Wirklich fantastisch! Ihr gelingt es auf sehr faire Weise einen sehr aufschlussreichen, aber zu gleich auch sehr spannenden und sogar inspirierenden Film vorzulegen. Und durch die intelligente Machart eliminiert sie schlichtweg nebenbei - ganz lässig - jegliche Angriffspunkte, die aufkommen könnten, wenn man einen Kriegsfilm/Antikriegsfilm dreht, von vornherein. Sodass etwas sehr Gutes geschieht: ich, als Zuschauer befasse mich garnicht unbedingt mit all den "typischen" Konflikten, die sonst oft bei Filmen mit jenem Thema entstehen und oft enstanden sind, sondern ich tauche ein, gehe mit, fühle mit, distanziere mich - ich betrachte und entscheide selber und werde nicht belehrt oder sehe mich satt an geiler Action. Dennoch, wie gesagt lässig. Auch jemand der bloß einen Actionstreifen mit Thrill sehen will, wird hier bedient - wobei ich persönlich sowieso keine Erwartungen hatte. Wirklich hammer, der Film! :) und dabei noch sau-cool (!) und das, obwohl er Respekt zollt und auch nicht verschweigt, all das Leid. Ja und das ist wirklich nicht leicht, diese Kombination, daher Gradwanderung! Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen, Frau Bigelow!

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JuLe.Oida

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Bewertung9.0Herausragend

Kriegsdrama im Stiel von Black Hawk Down!
Die 6 Oscars hat er verdient, jedoch mehr Action und Düsterheit hätte man machen können.
Trotzdem: gute 9,0!

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Florian Albrecht

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tödliches Kommando – The Hurt Locker

Ich lasse mich ja gern eines Besseren belehren und irgendwie kam das Interesse auf diesen Film zu schauen dem ich unberechtigter Weiße mit schweren Vorurteilen begegnet bin, ausgelöst durch Trailer, Deutschen Titel und Deutschen DVD Text.

The Hurt Locker erzählt eine Geschichte über die US-Soldaten/Spezialisten im Irakkrieg.
Er macht das ohne Anflug von Patriotismus, ohne Tränendrüse und ohne irgendwelche Heldenstilisierung. Menschen bei der Arbeit, so kam es mir vor. Eine gefährliche Arbeit. Und trotzdem können sie über Ängste und Gefühle reden.
Man hat das Gefühl die Soldaten sind greifbar und mit was für Schrecken sie zu tun haben.

Der Film ist superspannend, zeichnet ein reales Bild der Abscheulichkeit Krieg.
Das hat mich so beeindruckt das meine Vorurteile sich in Luft aufgelöst haben.
Er verzichtet auf Schwarz-weiß Malerei und setzt seinen Protagonisten einer Bedrohung aus, die immer spürbar, aber nie sichtbar ist.
Eine große Klasse des Films.

Und anders als Filme wie Apokalypse Now, Platoon oder Der Soldat James Ryan, nutzt er nicht Grausamkeiten und Zeigefingermentalität sondern wirkt wie etwas das du real greifen kannst. Auch mag ich seine Aktualität, die er nimmt um eine Geschichte zu erzählen, die nichts mit Heroen etc zu tun hat.

Doch auch zu meckern hab ich.
Das Ende des Films hat mir gar nicht gefallen. Man hätte nach dem Dialog im Humvee abblenden können. Diesen Schnipsel, wie er kurz zu Hause ist und dann doch wieder kommt, finde mich generisch, zu gewollt. Und dadurch büßt der Film ein wenig ein.

Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass der Film an einer Stelle ausbricht. Und zwar als die Hauptfigur eine kleine „Soloshow“ abzieht und die Hintermänner sucht, die den Jungen in eine Körperbombe verwandelt haben. Ich fand, da es hier wie ein gewöhnlicher Agententhriller wirkte und so gar nicht in den Film passte.

Mein dritter und größter Kritikpunkt ist diese vermedailte Handkamera. Es gibt zu viele Stellen wo mir das Gewackel tierisch auf die Nerven ging. An anderen Stellen war sie ok, da nur dezent, aber so häufig nervig hab ich sie selten gesehen und das tut dem Film weh, da er wirklich schöne Bilder bietet.

Man kann The Hurt Locker als viellt. momentan einzigen Anti-Kriegsfilm über den Irakkrieg bezeichnen und darf sich herausragender Gesellschaft erfreuen.

Ein toller Film der mich überzeugt und Vorurteile ausgelöscht hat.

cheers

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Fudibru

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Bewertung0.5Schmerzhaft

6 Oscars für diesen langweiligen Film, es tut mir Leid, ich war geschockt in der Oscar-Nacht! Dieses inszenierte Kopf an Kopf Rennen mit James Cameron und seiner Ex Kathryn Bigelow war echt furchtbar! Ich finde dieser Film hat keinen einzigen Oscar verdient. Da wurde sehr auf den amerikanischen Patriotismus gesetzt in der Jury.... der Film kam in den Kinos nämlich gar nicht gut an. Klar bekommt man durch diesen Film einen Einblick in den harten Alltag der amerikanischen Soldaten und klar ist es sicherlich nicht leicht.... bla bla bla.... aber dennoch rechtfertigt es keine 6 Oscars. Lieber Forrest Gump schauen, der ist sehr unterhaltsam und hat seine 6 Oscars auf jeden Fall verdient!

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Lydia Huxley

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

[ACHTUNG: SPOILER]

Erstmal Danke an Mr. Jason Born für die Empfehlung! :) Ein wirklich mehr als sehenswerter Film, der mir mal wieder bewusst gemacht hat, was Soldaten so alles leisten müssen, ganz abgesehen von den Einsätzen von denen wir in der Heimat sowie so nie erfahren werden. Schade, dass uns Guy Pearce schon so zeitig verlassen musste. Hätte ihn gern noch länger in dieser Rolle gesehen. Aber dann kam ja der gute Jeremy Renner als Ersatzmann - tolle schauspielerische Leistung! Ich war an seiner Seite und hielt jedes Mal den Atem an, wenn er den Sand von einem Stück Metall wegwischte und an irgendein Kabel rumzerrte. An Spannung mangelt es definitiv nicht. Lediglich die wackelige Kamera hat mich einige Male missgestimmt. Dagegen waren diese Close-Ups stilistisch absolut perfekt um die Stimmung des Films rüber zubringen - wie die Katze, die auf drei Beinen über die Straße läuft, oder die Patronenhülse, die in den Sand fällt und ganz besonders bei der Explosion am Anfang, wie sich durch die Druckwelle die Steine vom Boden heben - einige Momente der Beklommenheit bevor man wieder in der Realität zurückkehrt. Diese Atmosphäre bestimmt den ganzen Film. Jede Minute ist ruhelos in dieser feindseligen Umgebung. Auch wenn ich die Risikobereitschaft von Will nicht nachvollziehen kann, spürte man doch immer seine Rastlosigkeit, mein Mund war trocken wenn seiner es war und dann gibt der Typ auch noch seine Capri-Sonne ab ;) Er brauchte das Adrenalin einfach und deshalb war er auch so gut, in dem was er tat. Und dann... Einsatzende - er ist wieder zu Hause bei seiner Freundin, die er eigentlich nicht liebt, bei seinem Kind, mit dem er eigentlich nicht viel anfangen kann. Denn alles an was er denkt, ist der Einsatz da draußen. Schlüsselszene ist als Will vor dem Cornflakesregal im Supermarkt steht und einem das Ausmaß der Belanglosigkeit klar wird, die unsere Konsumgesellschaft prägt. Er kehrt zurück in den Irak, zurück im Dienst wo er wieder er selbst sein kann. Und plötzlich versteht man doch, wofür er dieses Risiko auf sich nimmt.
Fazit: beklemmend, unruhig und mit beeindruckenden Bildern!

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Jason Born

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ZDK 30 hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem hier. Von der Bewertung her ist es ein 9-8 für das Bombenkommando. Schreibfehler bei mir: Es heißt Eldrige


Lydia Huxley

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Bei gleichem Drehbuchautor und Regisseurin bleiben Ähnlichkeiten wohl nicht aus. Gefällt mir aber so gut, dass ich auf eine weitere Zusammenarbeit hoffe!


Andy Dufresne

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Das Blut geht nicht ab"

Nicht von den Patronen, nicht von den Seelen.
Obiges Zitat unterstreicht auch deutlich den dokumentarischen Stil von "The Hurt Locker", der einen ähnlich wie "Black Hawk Down", direkt und unmittelbar ins Geschehen zieht, der zeigt das Krieg und Soldat sein nichts Abstraktes oder gar Philosophisches ist.
Sondern Handwerk, blutiges Handwerk, dass für manche grausam, für manche allerdings auch sinnstiftend ist.
Und das dies eine sehr traurige, stumpfe Wahrheit ist.

Das es für manche Menschen (und auch Länder) einfacher und klarer ist zu töten ,Bomben zu entschärfen und stundenlang auszuharren, neben frischen Leichen bei 50° Grad in der Wüste, um die nächste Möglichkeit einen tödlichen Schuß abzugeben nutzen zu können, einfacher und klarer als eine Familie zu haben und sich im Supermarkt für eine Sorte Cornflakes zu entscheiden.

Gebündelt in der Figur des Staff Seargeants, dargestellt von Jeremy Renner.
Absolut verdient Oscarnominiert, zeigt Renner das Mitleid und Empathie zwar nicht völlig abschaltbar sind, das er aber, ähnlich wie Martin Sheen als Captain Willard in "Apocalypse Now", wenn es drauf ankommt nicht nein sagen kann zu Krieg, Gefahr, Kaltschnäuzigkeit und höchstem, zu hohem Risiko.

"The Hurt Locker" ist kein Antikriegsfilm wie schon das Eingangszitat von Chris Hedges aufzeigt:
„Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge.“

"The Hurt Locker" ist eine Studie über den Menschen in Extremsituationen, beunruhigend und schwer zu verdauen.

Und es wird IMMER 365 neue Tage für Krieg geben...

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einSchluss

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Wie herrlich geisteskrank ihr seid :D


Andy Dufresne

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Ernster Kommentar und drunter nur absoluter Bullshit, so muss das (manchmal) :D


maestro10

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich ein Kriegsfilm, der die Klasse und Spannung von Black Hawk Down besitzt.....
Genial...

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Deine Meinung zum Film Tödliches Kommando - The Hurt Locker