Tödliches Kommando - The Hurt Locker - Kritik

The Hurt Locker

US · 2008 · Laufzeit 131 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Guter Film.
    In Jordanien gedreht und sogar Oscar als Bester Film.
    Im Kino leider unter gegangen.
    Bombenentschärfer im Irak war wohl, obwohl sehr gut verfilmt, nicht so massentauglich (nur ca. 70.000 Kinozuschauer in Dtl).
    Mich hat der Film gefesselt.

    • Im Podcast besprochen:

      "In dieser Woche kramen wir ein bisschen in der Filmschatzkiste herum und nehmen uns Kathryn Bigelows Oscarpreisträger THE HURT LOCKER („Tödliches Kommando“ USA 2008) vor. Das spannende Kriegs- und Charakterdrama konnte nicht jeden von uns mit seiner sehr ruhigen und fast schon dokumentarischen Erzählweise begeistern. Dennoch hat der Film einiges an Gesprächspontential zu bieten, sodass Niels und Michi voller Elan in die Diskussionen eintauchen können. Dabei nehmen sie kein Blatt vor den Mund, was Details des Films und auch ihre Meinung angeht."

      • 5

        Ein schrecklich konventioneller und extrem unpolitischer Film aus dem wohl sinnlosesten Angriffskrieg der USA in den letzten 20 Jahren. Nicht über den Krieg, denn die mikroskopisch kleine Bühne aus letztlich drei Soldaten und einigen Zivilisten, von denen der kleine Junge durch den von Jeremy Renner gut gespielten Adrenalin-Junkie James sogar noch verwechselt wird, verhindert zuverlässig jede politische oder zeitgeschichtliche Bühne. Und so wird das übliche Schema "welchen Draht schneiden wir jetzt durch" endlos ausgekostet. Und nur um zu erfahren, dass James die Gefahr liebt, hätte es keinen zweistündigen Film gebraucht. Das wissen wir schon nach 15 Minuten. Thema verfehlt. Oscars umsonst. Wer einen guten modernen Film über den Krieg als solchen sehen will, braucht weiterhin "Black Hawk Down" von Ridley Scott oder "Camp Armadillo", was aber eine Doku ist.

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        • 8
          smartbo 28.01.2017, 14:36 Geändert 28.01.2017, 14:38

          Spannung pur, die sich sogar im Verlauf des Filmes steigert. Die fesselnde Atmosphäre resultiert nicht nur selbsterklärend aus dem Plot, der im Kern von Bombenentschärfungen handelt, sie ist vielmehr auch ein Ergebnis der guten Inszenierung, die den Film mehr als sehenswert macht. Daumen hoch.
          P.S. Im übrigen: ich fand den Schluss-Score hammer.

          • 9 .5

            Mitreißend, Spannend und nerven- bzw. ohrenaufreibend! Wie schon oft erwähnt, Sound und Kamera sind fantastisch und auch Renner und Mackie sind schon vor ihrer Zeit als Avengers Hawkeye und Falcon ein gutes Team und absolut geniale Darsteller. Jederzeit sind Panik und Stress fühl- und hörbar.
            Genialer Film über ein sehr hartes Thema!

            • 6 .5

              So ein geiler, lebensmüder Film. Krieg ist der bessere Selbstmord, weil Adrenalinkick.

              • 9

                Wir sind in Bagdad und eine Bombe kann nicht mehr rechtzeitig entschärft werden.
                Im Grunde ist es der Standart für Militär oder Sport Filme erst ein schon intaktes Team zu zerstören, einen seltsamen Typen reinzusetzen der sich nach vielen Schwierigkeiten mit seiner Manschaft doch halbwegs mit ihnen versteht.
                Das beiseite ist The Hurt Locker ein höchst spannender und vor allem realistisch gehaltener Film ohne jegliche glorifizierung oder antiglorifizierung.

                Stark gespielt mit einigen grandiosen Momenten.

                Kritik liegt nur bei der Kameraführung, war zwar interessant und hat wahrscheinlich auch viel zum realismus beigetragen aber ich bin kein großer Fan von Zoom und ewigem gewackel.

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                • 10

                  Geil Nur geil hat sich ein Oscar verdient

                  • 8
                    BenAffenleck 06.08.2016, 21:19 Geändert 06.08.2016, 21:20

                    “Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge.“

                    Ähnlich wie den Bombenentschärfern in Kathryn Bigelows packendem Irak-Kriegs-Drama ging es der Regisseurin nach einer langen und erfolglosen Schaffensperiode wohl auch. Ein kleiner Fehler, den falschen Draht zwischen den Schneiden des Seitenschneiders, ein kaum merkliches Zögern oder Zittern im entscheidenden Augenblick, Schweiß in den Augen oder mit den Gedanken schon beim Abendbrot und ….. BUMMMMMMMMMM .....die ganze Scheiße fliegt dir um die Ohren. Bei einer Bombe ist wenigstens sofort Feierabend, in Hollywood hingegen ziehen dir die Geier lebendig das Fleisch von den gebrochenen Knochen.

                    Sieben Jahre nach ihrem Millionen Dollar Grab K-19: SHOWDOWN IN DER TIEFE konnte Bigelow doch noch ein Studio überzeugen, ihr einige Dollar anzuvertrauen. Und sie hat damit das absolute Maximum herausgeholt. Wie gut das Endergebnis wirklich ist, wurde mir jetzt erst bei der Drittsichtung im Kellerkino bewusst. Ohne viel Action oder auf patriotische Gefühlsduselei gebürstet zu sein, ist man hier so dermaßen mittendrin statt nur dabei, dass man bei jeder Bombenentschärfung mit schwitzigen Fingern am Batteriefach der Fernbedienung herumfingert, die 2AA raus nimmt und neu einlegt, die Abdeckung wieder vorsichtig darüber schiebt, bis diese mit einem befriedigenden ...‘Klack’... wieder einrastet.

                    Mir falschen Erwartungen kennt THE HURT LOCKER keine Gnade. Da werden sofort alle Kabel gekappt, die zum Action-Intermezzo führen. Dieser Film lebt von dem “Ungewissen ritt auf der Bombe” und den 3 verschiedenen Charakteren des Kampfmittelräumdienstes, welche wir einige Wochen bei ihrer Arbeit begleiten.
                    Das wirklich wunderbare an TÖDLICHES KOMMANDO ist die Kunst, dass Bigelow alle Spots wirklich auf diese eine Bühne richtet, und das Ergreifen jeglicher Partei ziemlich außen vor lässt. Ich wollte selbst nach der Drittsichtung immer noch nicht jedem Iraker eine Kugel in den Kopf schießen, und habe mir auch noch keinen patriotischen Adler in Blitzform auf die linke Brust stechen lassen.

                    Die Intensität zieht Bigelows Reanimationobjekt aus Boals Drehbuch, der ja aus erster Hand berichten konnte, und das Erlebte ungeschönt zu Papier brachte. Gerade auch diese ständig unterschwellige Bedrohung, wenn der Feind seine Uniform ablegt und sich feige unter das eigene Volk mischt, sorgt für eine angespannte Stimmung. Beim Zuschauer und bei den Jungs im Tarnanzug.
                    Bei Letzteren nagt das und die grausamen Bilder so dermaßen an der Psyche, dass es für sie nur noch darum geht, den Einsatz “irgendwie” zu überstehen. Andere wiederum können nur noch unter diesem ständigen Druck aufblühen, entscheiden sich im Angesicht des Todes für den richtigen Draht, versagen aber zu Hause im Supermarkt an der Auswahl der Frükstückscerealien und der sicheren Ruhe der eigenen Vier Wände. Der Wahnsinn ‘Krieg’ ist ein Arschloch, dass wird hier wieder einmal eindrucksvoll unterstrichen.
                    Ein weiterer Punkt des ++ Ich-bin-ein-Teil-des-Teams-Gefühl ++ geht auf die Kappe von Kameramann Barry Ackroyd. Genial, wie diese nervöse Kamera dem Film gut tut, dieser dreckige und staubtrockene Look . Gerade bei den Bedrohungsszenarien hat man alles im Blick, wähnt sich im Gefühl einer Rundumsicht, die Blicke kollabieren beinahe wie die der Soldaten. Alles im Überblick behalten … irgendwo eine Waffe? Wer zieht gerade sein Handy? Flirrende Hitze … dutzende Menschen … viel zu viele Eindrücke ... weit weg. Wieder ein Handy!! Handeln? Rufen? Schießen? Die Hitze und die Anspannung lassen fast meine Leinwand implodieren. Mit wie vielen Kameras haben die das gefilmt? Irre.

                    B U M M M M M M M

                    Was für ein Sound, meine Bierpulle rollt vom Tisch und knallt mir auf den Hinterkopf. Volle Deckung, während ich mit einem Medikit zu meinem Subwoofer robbe. Tiefste Gangart.

                    Über 6 Oscars (bei 9 Nominierungen) kann man sicherlich streiten, wie so oft. THE HURT LOCKER musste ich erst schätzen lernen, jetzt steht er an einem sicheren Platz in meiner Sammlung. Ein kleines trockenes TÖDLICHES KOMMANDO mit vielen großen Stars in beinahe aufopferungsvollen Nebenröllchen, um Jeremy Renners gnadenlos gute Performance erst möglich zu machen ... fiese Bombe!!!

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                    • 6 .5
                      HansNase 17.04.2016, 22:27 Geändert 18.04.2016, 17:03

                      Kathryn Bigelows "The Hurt Locker" ist ein stark bebilderter, beengend spannender und in einzelnen Momenten psychologisch treffsicherer Film, der jedoch subtil Werbung für die militärische Einflussnahme der USA in der großen, weiten Welt macht.
                      "Tödliches Kommando", so der deutsche Titel, tut dies aber nicht auf solch dümmlich naive Weise, wie es bei Clint Eastwoods "American Sniper" der Fall war - "The Hurt Locker" wählt eine Erzählung, scheinbar fernab der herkömmlichen Vorstellung des schießenden Soldaten. Es geht um den Kampfmittelräumdienst der US-Armee, um Bombenentschärfer im Irak-Einsatz. Da solle ein Bild vom harten Job dieser Männer gezeigt werden, es gehe darum, wie ein einzelner Messerschnitt durch einen Draht zwischen Überleben und Detonation entscheidet. So wie Wolfgang Petersens U-Boot-Helden nichts mit den Nazi-Schergen des Festlands zu tun haben, so könne man auch diesen verrückten Sprengstoff-Schnüfflern und in erster Linie Lebens-"Rettern" die Fragwürdigkeit des Irak-Kriegs nicht zum Vorwurf machen. Der Job-Alltag der u.a. von Jeremy Renner und Anthony Mackie gespielten Menschen wirkt in seiner Schilderung auch besonders eindringlich und ehrlich. Bigelows Film ist tatsächlich keiner dieser langweiligen Camouflage-Kostümfilme, die mit eintönigem Kugelhagel in den Schlaf wiegen. Hier stellt sich oft die Frage, ob sich hinter der verdächtigen Ruhe während einer Bombenentschärfung nicht doch die tödliche Gefahr eines feindlichen Fingers auf dem Fernauslöser verbirgt. Die psychologische Belastbarkeit der Protagonisten wird recht umfang- und einfallsreich diskutiert. Eine Kritik am Irak-Krieg wird dabei überhaupt nicht deutlich - Das sei ja auch nicht nötig, hier gehe es, wie erwähnt, bloß um die Kaltstellung von Sprengfallen.
                      Doch an einer Stelle verwandelt sich die Kampfmittelbeseitigung plötzlich zu einem verdächtig klassischen Scharfschützen-Szenario. [SPOILER!] Dieser Wechsel erfolgt klammheimlich, erst durch einen Hinterhalt geraten die "Helden" in die Ausgangslage gewöhnlicher Hollywood-Soldaten - Auge in Auge, gefressen oder gefressen werden. Eldridge, einem eher unerfahren wirkenden Mitglied der Einheit wird von Sergeant James (Jeremy Renner), dem extrovertierten Kopf der Truppe, die Erschießung eines befeindeten Heckenschützen anvertraut, den Eldridge in einiger Entfernung ausgemacht hatte. Als dies gelingt, erfährt er eine nüchterne, unbeeindruckte Anerkennung von James und Zufriedenheit, Erleichterung, Stolz machen sich auf Eldridges Gesicht breit. [SPOILERENDE] Diese Szene zeige, so suggeriert es der Film, einen Menschen im Moment einer allgemeinen Bewusstwerdung. Einer Bewusstwerdung, wie Krieg funktioniere, welche Regeln man zu befolgen habe. Das ist der haarsträubende Euphemismus hinter Bigelows großem Oscar-Gewinner. Es ist die Beschönigung, dass das alles System habe und ohne dass man es so recht merkt, wird das positive Bild vom Job der Bombenentschärfer auf die gesamte Armee ausgeweitet. Bedenklich wird das allerdings erst in Einklang mit den Schlussszenen. [SPOILER!] Jeremy Renner steht dort, in die Heimat zurückgekehrt, vor dem riesigen, nicht enden wollenden Cornflakes-Regal eines Supermarkts. Vor dem Hintergrund dieses Reichtums wird sein inneres Bedürfnis nach der Rückkehr in den Irak begründet. Mit ebenjener endet der Film, begleitet von bekräftigender Musik. [SPOILERENDE] Nicht nur, dass damit und mangels der kritischen Töne eine Bejahung des Irak-Kriegs erfolgt - Die Begründung des Sergeants, den Menschen im umkämpften Land helfen zu müssen, stellt das Unterfangen sogar noch als so etwas wie einen humanitären Einsatz dar. Mithilfe des Cornflakes-Regals spricht Bigelow hier direkt zum US-amerikanischen Kinozuschauer - militante Werbung. Aus filmischer Sicht ist "The Hurt Locker" dennoch interessant - Bald metaphorisch anmutend werden die Bomben des Iraks mit seinen Menschen eins, Zeitlupen halten die anrüchige Ästhetik der Explosionen fest und nahezu ikonisch kommen sie daher - Die Kampfmittelräumer in ihren "Raumanzügen".

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                      • 2 .5

                        diese verdammten iraker. kämpfen einfach gegen die amerikanische besatzungsmacht

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                        • 8 .5

                          Ein Anti Kriegsfilm der besonderen Sorte! Warum? Weil es bis dato noch keinen gab, der sich mit Bombenentschärfungen im Kriegsgebiet beschäftigt (zumindest kenne ich keinen) und das hat mich einfach gefesselt.
                          Spannung pur! Ein super Jeremy Renner!!!
                          Anschauen!

                          • 9

                            Jänsehaut-Gino!!!

                            • 6

                              Aha, mit sowas heimst man also sechs Oscars ein, inklusive der drei Hauptkategorien Film, Regie und Drehbuch. Angesichts der Konkurrenz, soweit ich die Nominierten gesehen habe, war es wohl das kleinste Übel. Man stelle sich nur vor, dass Cameron für seinen zusammengeklauten Avatar einen der großen Oscars kassiert hätte.

                              Nicht, dass wir uns falsch verstehen, ich sage nicht, dass Hurt Locker ein schlechter Film ist, aber wenn ich meinen Blick so über die Bewertungen schweifen lasse, hebt sich meine Augenbraue fast im Affekt. Für meinen Geschmack lässt der Film zu viel offen, vieles wird nur angerissen. Ich erwarte nicht, dass so ein Film klar Stellung bezieht, und die Neutralität, soweit man davon sprechen kann, ist auch nicht falsch. Allerdings wirkt das alles trotz der Länge unvollständig. Das Ergebnis überzeugt mich nicht richtig. Es ist, als hätte ich eine handvoll Tagebuchseiten bekommen, Fragmente, mit denen ich nur bedingt etwas anfangen kann. Zum Beispiel die Szene in der Bombenwerkstatt, in der eine noch brennende Zigarette entdeckt wird. Das wird festgestellt, aber keiner geht dem nach. Wieso nicht? Wieso sucht man die Person nicht, die nur wenige Meter entfernt sein könnte, um im richtigen Moment eine Bombe zu zünden? Es sind Dinge, Szenen wie diese, bei denen sich mein Bauch meldet, und wo ich mich frage, wieso der Film so hoch gehandelt wird. Offenbaren sich mir die Stärken nicht richtig, oder anderen die Schwächen? Wie dem auch sei, ich kann einen Film nur so bewerten, wie ich ihn gesehen und erlebt habe.

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                              • 9 .5

                                Sehr guter Anti-Kriegsfilm, könnte sogar mein Liebling in der Kategorie werden.
                                Jeremy Renner spielt hier alles an die Wand.
                                Dauerhafte Spannung ist garantiert und geht unter die Haut.

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                                • 8

                                  Hier kann man die Angst förmlich spüren und sehen, wo man sonst nur schauen kann.
                                  Lest den Klasse Kommi von Jacker:
                                  " ... ein Kriegsfilm wie er sein sollte. ..., denn eigentlich sollte es gar keine Kriegsfilme geben müssen, weil es keine Kriege geben muss. "

                                  • 7

                                    THE HURT LOCKER ist ein Kriegsfilm mit dokumentarischen Ansätzhen. Man erlebt mit den Männern des Kommandos Bravo mit, wie der Kriegsalltag aussehen kann. Man lernt, sie zu verstehen, man begreift, warum ihre Kommunikationsfähigkeit immer schwächer wird - sie kämpfen ums Überleben, sie haben ein tödliches Kommando. Das Zusehen macht nicht immer Freude, aber so ungefähr könnte man sich den Krieg wohl vorstellen :-; Wörter wie GUT oder BÖSE werden nicht verwendet, der Krieg ist für alle eine böse Zeit, das kann der Film gut aufzeigen :-)

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                                    • 2 .5

                                      Gute Ansätze aber leider schwach Umgesetzt hat mich etwas enttäuscht.

                                      • 6 .5
                                        wenzel.venohr 12.07.2015, 19:12 Geändert 12.07.2015, 19:13

                                        Bester Film Oscars 2011! Meh… Um fair zu bleiben, The Hurt Locker ist alles andere als schlecht! Der dokumentarische Look ist super. Der Film zeigt auf, kommentiert dabei aber nicht und vermittelt so ein unglaublich realistisches Gefühl, keine gehetzte Ballerorgie, wie es noch Black Hawk Down war. Man taucht regelrecht ein in den Alltag dieser Soldaten. Das lange, angespannte warten bei Einsätzen, die drastischen Sicherheitsvorkehrungen, all das wirkt doch sehr authentisch. Nur versucht der Film viel zu sehr eine Doku zu sein, als ein Spielfilm. So geht der Streifen über zwei Stunden, ist im Endeffekt aber doch relativ substanzlos, da der rote Faden fehlt. Die Szenen an sich sind für sich alle gut und stimmig, hätte man was rausgeschnitten würde es aber keinen Unterschied machen. Ebenso werden die Figuren zu oberflächlich behandelt. Man lernt zwar alle halbwegs kennen, aber eben nur halbwegs. Am Ende des Films weiß ich nur: Ah, Jeremy Renner entschärft Bomben und hat ein Kind. Wieso er allerdings so ein kleiner Adrenalinjunkie ist, wird nie wirklich klar gemacht. Letztendlich kann man es so oder so betrachten: Schön dokumentarisch eingefangen oder aber einfach nur unterinszeniert? Das muss man irgendwo selbst entscheiden. Sehenswert ist das Ding finde ich trotzdem.

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                                        • 9

                                          Ich bin ohne jegliche Erwartungen an diesen Film gegangen.
                                          Hatte zwar durch Empfehlungen schon von gehört, ihn mir dann aber spontan einen Abend angeschaut und ich war sehr positiv beeindruckt.
                                          Ein gebrochener Mann, der so in seiner eigenen Welt lebt das er sich vom normalen Leben, seiner Familie und dem Alltag komplett distanziert,
                                          Der einzige Mann der sich dem Platz nähert, von dem sich alle entfernen wen sie erfahren was los ist.
                                          Jeremy Renner, super gespielt.
                                          Mega cool!
                                          Auch die Nebenbesetzng wie Ralph Fiennes und Anthony Mackie machen diesen Film zu einem Genuss.
                                          Sehr gut gemacht.
                                          Auch das Ende ist mal kein Klischee Ende, und sehr realistisch gestaltet.
                                          Daumen hoch, schaue ich mir sicher noch das eine oder andere Mal an.

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                                          • 7 .5

                                            Kriegspsychogramm und weniger Antikriegsfilm

                                            Ich habe meine Probleme mit der Bezeichnung „Antikriegsfilm“. Ich habe das schon mehrmals versucht zu erläutern. Viele Kriegsfilme (egal welchen Krieg sie portraitieren) zeigen im Grunde Kriegsgeschehnisse, die eingebettet sind in eine Geschichte, die eben eine Geschichte ist. Will heißen, dass der Krieg im Film instrumentalisiert wird, um Szenen zu zeigen, die dramaturgisch aufgebaut sind. Um Emotionen zu wecken und etwas zu zeigen. Das Problem was bei mir besteht ist, dass Krieg formal nicht fassbar ist. Wir können zwar Bilder zeigen, wir können aber den Krieg nicht verstehen, weil er unfassbar ist. Weil er nicht in 2 Stunden abgehandelt werden kann. Weil Krieg eben nicht dramaturgisch aufbauend ist. Weil er sich der Logik des Lebens (sofern es eine gibt) entzieht. Und so sind Spielfilme über Kriege auch eher theatralische Ergüsse des Ausbeutens von Leid. Und damit habe ich eben ein Problem. Ein richtiger Antikriegsfilm müsste im Prinzip 2 Stunden lang nur reinste Kriegsgräuel zeigen. 2 Stunden permanentes Bombardement. Schüsse, Explosionen, Gedärm, Geschrei…..keine Geschichte. Keinen Aufbau. So wie Krieg eben ist: unlogisch und zerstörerisch. Wenn nun ein Film eine Geschichte einbettet in den Krieg, wird der Krieg nicht in seiner gesamten Perversität gezeigt, sondern er benutzt den Krieg um seine Handlungsdramaturgie voranzubringen. Und das stört mich ein wenig. Die erste halbe Stunde von „Der Soldat James Ryan“ wäre für mich ein Paradebeispiel für einen Antikriegsfilm. Hier wird Krieg gezeigt wie er ist. Und hier entsteht, nur durch Bilder und Geräusche eine Antikriegshaltung. Denn hier wird der Krieg dargestellt wie er ist. Es gibt auch andere Filme, die Ansätze davon zeigen. „The big Red One“ wäre so ein Beispiel. Auch „Platoon“ hat solche Elemente. Aber dennoch ist es eine Geschichte, die wir, die den Krieg so nicht miterlebt haben, nicht nachvollziehen können. Auswirkungen des Kriegsgeschehens sind da eher an der filmischen Tagesordnung. Einer der härtesten Filme über die Verrohung des menschlichen Geistes ist „Die Grauzone“. Und in diese Kerbe schlägt „The Hurt Locker“ auch ein. Es ist eher ein Psychogramm eines Kriegsversehrten der Seele. Kein Antikriegsfilm. Er beleuchtet den Menschen in einer Situation der geistigen Ohnmacht. Er zeigt, was der Krieg aus einen machen kann. Aber auch hier benutzt er den Krieg als Mittel zum Zweck. Würde man einfach die Handlungsorte wechseln, wäre das Ergebnis dasselbe gewesen. Statt Irak denke man sich einfach eine Großstadt vor. Statt Soldat ein Elitepolizist. Fertig wäre derselbe Film. Nur örtlich woanders gelagert. So ist dieser Film ein Psychogramm eines Menschen geworden in Extremsituationen aus denen er nicht mehr geistig rauskommt. Das ist zugegebenermaßen sehr gut inszeniert. Bigelow kennt ihr Handwerk. Jeremy Renner spielt sich die Seele aus dem Leib. Bekannte Darsteller tauchen nur für ein paar Minuten auf und verschwinden. So kann man sich mehr auf die Handlung konzentrieren. Die Kamera ist exzellent und siedelt sich eher im dokumentarischen an (der Kameramann kommt auch eher aus diesem Gewerbe). Also von der Inszenierung her gibt es nichts auszusetzen (obgleich ich mich frage ob der Oscar für die beste Regie gerechtfertigt war. Es gab inszenatorisch bessere Filme in diesem Jahr. Ich tippe eher auf eine politische Entscheidung: eine Frau war mal dran.). Dennoch. So gut er auch gedreht und geschauspielert wurde, hinterlässt er bei mir ein zwiegespaltenes Gefühl. Gut, aber austauschbar der Handlung wegen.

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                                            • 9 .5
                                              TheFilmkritikerHD 08.05.2015, 14:39 Geändert 09.06.2015, 22:52

                                              starker Film und dazu kommt auch noch jeremy Renner, der hier auch ziemlich gut einen draufgengärischen bomben entschärfer spielt.
                                              Auch ist der Film sehr realistisch gemacht.
                                              10 punkte bekommt der Film von mir.

                                              • 9

                                                Ein wirklich sehr guter Film! Vor allen Dingen ist er sehr realistisch und authentischt. Ich finde es beeindruckend wie differenziert der Film die Lage des Stabilisierungseinsatzes im Irak darstellt.Hier wird nichts schwarz/weiß gesehen. Weder werden die Soldaten als grausame Mörder, noch die Irakis als Terroristen pauschalisiert. Ich würde nicht, wie mancher hier, sagen, dass The Hurt Locker die Besetzung des Iraks als sinnlosen Krieg darstellt, allerdings hatte der vorangegangene Irakkrieg erst zu dieser Lage geführt, aber darauf will ich auch nicht eingehen. Vielmehr betrachtet er die Auswirkungen der extremen Situationen für die einzelnen Soldaten.

                                                Eine negative Sache ist mir allerdings doch aufgefallen: Der EOD-Trupp von Sgt. James scheint ein ziemlicher Alleskönner-Trupp zu sein, da er neben seiner eigentlichen Aufgabe auch anspruchsvolle infanteristische Aufgaben und sogar Scharfschützenduelle durchführen kann.

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                                                  ju.ku.750 11.04.2015, 21:30 Geändert 12.04.2015, 00:22

                                                  „Der Rausch des Kampfes wird oft zu einer mächtigen und tödlichen Sucht. Denn Krieg ist eine Droge.“
                                                  --Chris Hedges, Kriegs-Korrespondent und Journalist der New York Times.

                                                  Dieses Zitat, mit dem der Film beginnt, beschreibt "The Hurt Locker" von Kathryn Bigelow wohl am besten.

                                                  Auf keinen trifft diese Aussage mehr zu als auf die Figur, die Jeremy Renner verkörpert. Er ist süchtig nach dem Krieg, ein richtiger Adrenalin-Junkie, der im normalen Leben mit Frau und Kind nicht klarzukommen scheint. Die Sucht nach dem nächsten Kick zwingt ihn dazu, alle Vorsichtsmaßnahmen im Krieg zu umgehen, um das Risiko künstlich noch mehr zu erhöhen. Dabei weiß er selbst nicht, wieso er dem Drang, sein Leben immer wieder aufs Spiel zu setzen, nicht widerstehen kann.

                                                  Das macht für mich den Film so faszinierend und sehenswert!

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                                                    Ultraspannender Antikriegsfilm mit tollen Bildern und Schauspielern und einer Wahnsinns-Atmosphäre. Bin sehr beeindruckt und freue mich schon darauf, weitere Filme von Bigelow zu sichten.

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