There Will Be Blood - Kritik

US 2007
Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.02.2008

Kritiken (13) — Film: There Will Be Blood

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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10.0Herausragend

"When ambition meets faith" -

Durch den nahezu zeitgleich gestarteten Coen-Langeweiler "No Country For Old Men" zu Unrecht an den Kinokassen ins Abseits gedrängt, erfährt Andersons Film nachwievor zu selten die ihm zustehende Würdigung: "There Will Be Blood" ist ein Meisterwerk, ein Film, der nahtlos an die großen Epen des letzten Jahrhunders anknüpfen kann, und mit seinem Dualismus aus inhaltlicher Komplexität und formaler Schlichtheit auch die Konkurrenz berühmter Bühnendramen nicht zu scheuen braucht.

Angefangen bei einer langen, nahezu wortlosen Introsequenz als Reminiszenz an die Werke Leones oder anderer Spätwestern, über zahlreiche symbolträchtige Motive bis hin zum düsteren Schlusspunkt - Anderson zelebriert jedes einzelne seiner Bilder in all ihrer Schönheit oder Tristesse, stets untermalt von einer atemberaubenden Soundkulisse.

Diese in die Breite angelegte Inszenierung ist so ruhig und hypnotisch, wie sie schleppend…

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

Hitmanski

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Der Vorwurf der inhaltlichen Schlichtheit taucht zugegebenermaßen relativ oft in Reviews auf - aber so ganz nachvollziehen kann ich ihn nicht: Alleine die Tatsache, dass man quasi drei nahezu gleichberechtigte Lesarten auf die Handlung anwenden kann, finde ich sehr faszinierend, und erhebt "There will..." weit über den Standard.

Den Werdegang, den ich im Review angesprochen hatte, bezog sich eher auf den äußerlichen Werdegang, sprich seinen finanziellen Aufstieg, der verbunden ist mit allerlei Emotionen.
Sicherlich ist Plainview (und auch sein klerikales Pendant) dabei an manchen Stellen einer Karikatur ähnlich, aber ich finde schon, dass man seinen Zerfall zu jeder Zeit nachvollziehen kann: Viele Anzeichen seiner Herrschsucht und seiner Misanthropie zeigen sich ja bereits zu Beginn, und verdichten sich im weiteren Verlauf des Filmes nur noch. Eine Entwicklung, die man wohl am ehesten im Umgang bzw. der zunehmenden Entfremdung von seinem Sohn betrachten kann.


BigDi

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Von mir aus drei Lesarten, aber besonders aussagekräftig sind diese auch wieder nicht, finde ich - in ihrer Aussage bleibt die Prämisse für mich zu simpel für den Aufwand, mit dem sie einem präsentiert wird. Klar, das Thema ist universell und allgemein gültig, auf den verschiedensten Ebenen, aber von dieser inszenatorischen sowie schauspielerischen Größe kann man mMn wirklich mehr erwarten als ein paar altbekannte Weisheiten.

Für mich ist der Werdegang etwas zu schlicht dargestell - der Mensch Plainview blitzt in vllt. einer-zwei Szenen auf (beim Unfall von seinem Sohn bsp.), ansonsten sehen wir, wie aus einem kühl-ambitionierten Mann ein besessener Mann wird. Und das Ende - so wuchtig es auch ist - wirkt für mich wie Style-over-Substance, viel Kultpotenzial, aber erstaunlich wenig sagend, ich weiß noch, wie ich nach der ersten Sichtung mit dem Gedanken "War's das? Oo" zurückblieb.

Aber gut, vielleicht werde ich den Film nach einer dritten Sichtung (die bestimmt irgendwann folgen wird) anders sehen...


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

THERE WILL BE BLOOD ist kein schlechter Film; er ist Andersons bester Film seit BOOGIE NIGHTS, und er streckt seine Finger mit ehrlicher Leidenschaft nach wahrer Größe aus. Aber er kann sie nicht erreichen, weil er auf tönernen Füßen steht: Seine Schönheit ist hohl.

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JoeKramer

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Besser und vor allem treffender kann man den Film nicht kommentieren.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Lieblingsfilm

[...]Es sind jene ersten 6 Minuten, die diesen Film einleiten, die in den Protagnoisten von "There will be Blood" einführen und dabei schon so unendlich viel über seinen Charakter verraten. Mit atemloser Spannung folgen die Augen des Rezipienten diesen Bildern, die bis auf die ersten Sekunden bar jeglicher Ablenkung sind. Kein Wort, keine Musik, nichts ist weiter wichtig, in den Momenten in denen die Kamera auf Daniel Plainview fällt. Ein dramaturgischer Kunstgriff, keinesfalls neu, aber effektiv, wie er in der knapp zwanzigminütigen Raubsequenz von Jules Dassins „Du rififi chez les hommes“ kultiviert wurde, nämlich die Erzeugung von Spannung allein durch die Kraft der Bilder, sowie den anfallenden Geräuschen der Umgebung. Und so ist am Ende dieser knapp sechs minütigen Sequenz schon viel ausgesagt, ohne dass ein einzelner Satz gesprochen wurde: „There will be Blood“ , jene Phrase ist, dass ist seit dem Moment, als Plainview das erste mal für seine Beute geblutet hat, keine leere Drohung, sondern unvermeidliche Konsequenz und somit essentieller Bestandteil der Geschichte, die Paul Thomas Anderson in den folgenden 158 Minuten zu erzählen hat. Eine Parabel über den Aufstieg der USA, über den Fall zweier Männer, von der Gier nach Reichtum, dem Versagen der Menschlichkeit, von der gefährlichen und verführerischen Macht universeller Ideologien. Anderson ist, etwaige Kenner seines Meisterwerkes „Magnolia“ werden dies bestätigen können, einer jener Regisseure, die Kino nicht arbeiten, sondern gestalten und so ist gerade auch „There will be blood“ geradezu pragmatisches Exempel für einen Film, in welchem großartige handwerkliche Inszenierung, sprich die Komposition der Bilder und Töne, auf eine gleichfalls große Erzählung treffen.[...]

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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10.0Herausragend

“There Will Be Blood” - das mit 2 Oscars ausgezeichnete Öl-Drama gilt bei vielen Kritikern als ein neues Meisterwerk der Filmkunst des neuen Jahrtausends. Andere wiederum halten dagegen und kritisieren zum Beispiel, dass Regisseur Paul Thomas Anderson bewusst ein solches Meisterwerk mit allen Mitteln heraufbeschwören wollte und bei diesem Versuch kläglich scheiterte. Gestern konnte ich mir mit der Sichtung des Dramas ein eigenes Bild machen. Eins vorweg: zu kritisieren habe ich in meiner Review zu “There Will Be Blood” fast gar nichts.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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10.0Herausragend

Unfassbares Meisterwerk.

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Nahtigall

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Gott, hab ich mich gelangweilt. Wat ne Wucht wie Day Lewis bei mir eingeschlagen ist. einfach mieses Acting. Das perfide ist, je komplexer die Story wurde, desto schlechter wurde sie Insziniert. es wurde von Minute zu Minute unerträglicher. naja, vielleicht etwas für geistig minderbemittelte, die in so etwas die Erfüllung sehen.


Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

8 Oscar-Nominierungen, ein Silberner Bär auf der Berlinale… mit großen Erwartungen habe ich mir diesen Favoriten der diesjährigen Academa-Awards angesehen. Und diese Erwartungen wurden zwar erfüllt, aber…

Die Story: Daniel Plainview verdient sich seinen Lebensunterhalt mit einer kleinen Silbermine. Eines Tages stößt er bei seinen Arbeiten auf Erdöl und leckt – wie der Filmtitel vermuten lässt – Blut. Er wittert im Erdöl-Business das große Geschäft und eignet sich nach und nach immer mehr Land an. Auf seinem Weg zum reichen Öl-Baron handelt er skrupellos: er zieht arme Farmer über den Tisch und gibt sogar seinen Sohn in ein Internat, nachdem dieser durch einen Unfall zu einer Belastung geworden ist.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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10.0Herausragend

Paul Anderson gelang eines der großartigen Lebens-Dramen, aus deren Bildern Urkräfte strahlen. Wie in “Days of Heaven”, wie in “Citizen Kane” oder wie in George Stevens Öl-Drama “Giganten” mit James Dean und Elizabeth Taylor. Die Kamera fixiert kraftvolle Kompositionen, die zeitweise an die Kunstinstallationen eines Matthew Barney erinnern, fährt sie langsam ab und in sie hinein. Der Soundtrack von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood wirkt mal mechanisch, mal nur organisch vibrierend ebenso eigen unvergleichlich, wie der gesamte Film. Daniel Day-Lewis spielt wieder sensationell-

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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6.0Ganz gut

PT Andersons ambitioniertes Epos um einen Öltycoon, der seinem Streben nach Reichtum und Anerkennung alles unterordnet, ist zwar optisch gelungen und wirkt faktisch gut recherchiert es fehlen aber interessante, überraschende dramaturgischen Wendungen und Nebenfiguren, die der Ein-Mann-Show von Daniel Day-Lewis Paroli bieten können. Man wünscht sich mehr jener Abwechslungen, wie sie z.B. die Coen Brüder in ihrem aktuellen Werk ‚No Country For Old Men' liefern. Bei zu langen 158 Minuten hat man daher Mühe das Interesse an ‚There Will Be Blood' konstant wach zu halten.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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9.0Herausragend

[Der Regisseur] hat mit "There Will Be Blood" wieder ein beeindruckendes Epos geschaffen, in dem es um Schuld, Menschlichkeit und die Bedeutung von Familie geht, voller großartiger Bilder, mit altmodisch langen Szenen - und Raum für Stille: In der ersten Viertelstunde fällt kein Wort. Und Daniel Day-Lewis' ausdrucksstarke One-Man-Show ist so beeindruckend, dass man sogar mit dem Ekel Plainview leidet, als die Dinge aus dem Ruder laufen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Die Fähigkeit “There will be blood” wirklich zu mögen wird wohl bei jedem Zuschauer sehr stark davon abhängen, inwieweit er sich mit dem völlig überzogenen und mehrfach die Grenze zur Karikatur überschreitenden Spiel des Hauptdarstellers anfreunden kann.

Daniel Day Lewis grimmassiert ab der ersten Sekunde, rollt die Augen, lüpft die üppigen Augenbrauen und spricht mit einer Stimme die mich mehr als einmal an Hans-Dieter Hüsch als Erzähler von “Väter der Klamotte” erinnerte. Eine gepresst, forciert raue Stimme, die nie eine Sekunde natürlich klingt und Plainview durchgängig wie die Schurkenbesetzung eines Charlie Chaplin-Films oder eines drittklassigen Boulevard-Theaters wirken lässt. Das er sich nicht noch am Schlips zutzelt oder den Ganovenschnurrbart zwirbelt ist eigentlich alles.

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jardem

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(http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/02/11/there-will-be-blood-2/#Batz) Damit ist alles gesagt *thumbs up*


Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Anderson gelingt das, was Martin Scorsese mit "Gangs of New York" nicht wirklich gelang, nämlich einen modernen Mythos zu erzählen, eine Fabel über den in Amerika untrennbaren Zusammenhang von Barbarei und Zivilisation. Andersons Film handelt weniger von Fakten als von der Psychologie des Fortschritts, mit welcher der amerikanische Westen kolonisiert und verwandelt wurde - er handelt von einem Menschentypus, den Nietzsche "Übermensch" genannt hatte - und Plainview ist in jeder Hinsicht kein Einzelfall, sondern eine repräsentative Figur.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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6.0Ganz gut

Hier setzt Daniel Day-Lewis zum konzentrierten Großangriff auf den Darsteller-Oskar an. Und Paul Dano auf den Nebendarsteller-Oskar. Und die Landschaft verschwindet zugunsten eines unzusammenhängenden Nebeneinanders von Szenen, die nur auf den Effekt hinprogrammiert erscheinen. Und der Haupteffekt soll eben der Oskargewinn Day Lewis' sein. Und der Nebeneffekt wahrscheinlich irgendein Kommentar zur Verstrickung von Religion, Amerika und Kapitalismus. Doch sobald dieser Kommentar sich von der Landschaft und den Löchern in der Erde löst, wird er zur bloßen Behauptung, die ihren einzigen Halt im exzentrischen Schauspiel der Figuren findet. Und also eigentlich gar keinen.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Das mehrfach oscar-nominierte Werk des Magnolia-Regisseurs beeindruckt in vielerlei Hinsicht und es erscheint schwer, so kurz nach der Vorstellung schon über den Film nachdenken zu müssen. Ein episch angelegter Film, der an Vorbilder wie Citizen Kane erinnert. Vor allem Andersons Wahl der Einstellungen ist absolut fabelhaft, filmisch ist das Werk eine Offenbarung. Leichte Probleme hatte ich mit dem religiösen Gegenpart zur Figur des Ölbaronen und Jungschauspieler Paul Dano. Dieser ist zwar verdammt stark, aber wegen der tatsächlich grandiosen Performance von Daniel Day-Lewis immer noch zu schwach, um in der großen Abschlussszene wirklich gegenhalten zu können. Diese ist dennoch großartig gelungen, ebenso wie der Film. Ein opulentes Werk, das jede Oscar-Nominierung verdient hat.

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Kommentare (140) — Film: There Will Be Blood

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willi147

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Bewertung10.0Herausragend

Einer der wenigen Filme der letzten Jahre, bei dem der Soundtrack genau das macht, was er machen soll. Nämlich:

-Atmosphäre erzeugen und
-Emotionen hervorrufen.

Es ist kein zweistündiges Hintergrundgedudel oder Musik, die in der einen Seite rein und aus der anderen wieder herauskommt, ohne einen Zwischenstop einzulegen.

Nein, das was Jonny Greenwood da gezaubert hat, ist einfach roh und böse. Es passt also perfekt zur Stimmung des Films und zu seinem Hauptdarsteller (beste Leistung im neuen Millenium).

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Sufu

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Bewertung7.5Sehenswert

"Ich bin ein falscher Prophet und Gott ist nur ein Abgerglaube" vs. "Ich trinke das Blut Christi aus Bandy's Grundstück".

Zwei schizophrene Lebensphilosophien mit Öl statt Blut und einer Pumpe in der Brust.

"Ich trinke deinen Milchshake, ich trinke ihn aus."

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SoulReaver

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Bewertung10.0Herausragend

„Ich sehe immer das Schlechte in den Menschen, Henry. Ich muss mich nicht erst völlig in sie vertiefen um sie zu durchschauen. Ich vermehre meinen Hass über die Jahre, Stückchen für Stückchen.“

Paul Thomas Anderson zählt inzwischen zu den besten und vielversprechendsten Regisseuren der jüngeren Filmgeschichte. Mit 'Boogie Nights' von 1997 machte Anderson zum ersten Mal so richtig auf sich aufmerksam. Zwei Jahre später lieferte er mit 'Magnolia' den Beweis dafür ab, das er mehr als nur ein Talent ist. Anderson ist ein Meister und könnte schnell zu den besten Regisseuren überhaupt zählen. 2002 folgte Punch-Drunk-Love, leider konnte dieser nicht mit den beiden ersten Meisterleistungen mithalten. Nun wurde es still um Anderson. 5 Jahre hörte und sah man nichts von ihm, bis sein neues Werk vor den Türen stand: 'There Will Be Blood'. Die Erwartungen waren hoch, Anderson musste seinen eigentlich perfekten Ruf wieder neu aufpolieren und Anderson polierte ihn auf Hochglanz. Denn 'There Will Be Blood' ist vielleicht nicht nur Andersons bester Film, sondern zählt auch ohne weiteres zu den besten Filmen aller Zeiten.

Daniel Plainwiew versucht Ende des 19. Jahrhunderts sein Glück als Schürfer auf der Suche nach Silber, doch er entdeckt bei der harten Arbeit eines Tage eine Ölquelle. Für den nur auf Profit eingestellten Einzelgänger erschließt sich eine neue Obsession und schon bald beginnt er seine Arbeit im Ölgeschäft. Durch Rückhaltlosigkeit, Betrug und harte eigene Arbeit wächst er zu einem schwerreichen Ölbaron auf. Sein Sohn H.W. dagegen verliert sein Gehör bei einem Unfall an der Ölpumpe. Im Laufe der Jahre wächst Daniels Vermögen und mit ihm sein grenzenloser Hass auf die Menschen.

'There Will Be Blood' ist absolut bildgewaltig und wuchtig. Die Oscar prämierte Kameraarbeit von Robert Elswit fängt einige der eindrucksvollsten Aufnahmen der trockenen Weiten und der Arbeiten an den Ölquellen überhaupt ein. Aber 'There Will Be Blood' verfügt neben seinen grandiosen Bildern auch einen mehr als eindringlichen und verstörenden Soundtrack von Johnny Greenwood. Immer wieder poltert das hypnotische Dröhnen durch die Boxen und prügelt auf den Zuschauer ein. Neben dieser brachialen Untermalung wird auf klassische Musik von Brahms gesetzt. Musik und Bilder befinden sich in erschreckendem Einklang und sorgen für eine der dichtesten, aber auch unangenehmsten Atmosphären überhaupt.

Jetzt das wahre Highlight des Films: Die Schauspieler, oder besser gesagt, der Hauptdarsteller. Mit dem bereits mit Preisen überschütteten Daniel Day-Lewis hat sich Paul Thomas Anderson einen der besten und wandlungsfähigsten Schauspieler überhaupt ausgesucht. Und die Rechnung geht natürlich auf. Was Day-Lewis hier abliefert ist kein Schauspiel mehr. Day-Lewis lebt diese Rolle, er wird zu Daniel Plainview mit jedem Atemzug. Dass Day-Lewis ein grandioser Schauspieler ist, dürfte den meisten ja bekannt sein, doch irgendwie hat er leider immer noch nicht den Stand erreicht den er sich längst verdient hätte. Für seine Darstellung in 'There Will Be Blood' sollte sich das ändern, denn Day-Lewis spielt hier mit einer Präzision die nicht nur einmal angsteinflößend wirkt. Zum Glück ist die Academy 2008 nicht auf den Kopf gefallen und übergab Daniel Day-Lewis vollkommen und ohne Zweifel zu Recht den Oscar für den besten Darsteller. Neben ihm glänzt aber auch Paul Dano. Dano spielt den jungen Priester Eli Sunday der sich im Laufe der Geschichte immer mehr Entwickelt und das wahre Gesicht von Plainview früh erkennt. Auch Dano verfügt über erstaunlichen Facettenreichtum und wird von Day-Lewis nicht wirklich gegen die Wand gespielt, mithalten kann Dano mit ihm aber noch nicht. Des Weiteren überzeugt auch Kinderdarsteller Dillon Frasier als Daniel Plainviews Sohn H.W.

Anderson begibt sich mit 'There Will Be Blood' raus aus Los Angeles, raus aus der Großstadt und findet sich in die karge Einöde der 19. Jahrhunderts wieder. Wir sehen Daniel Plainview der sich als Schürfer versucht und sich trotz Einsturz der Mine und folgendem Beinbruch bis in die nächste Stadt kämpft. Getrieben von seiner Gier. Doch das war nur der Anfang und er stößt auf Öl. Gier steht ihm wieder in den Augen geschrieben. Nach dem nächsten Unfall in der Ölgrube macht sich Daniel mit H.W. auf dem Weg in die Stadt, auf der Suche nach Ölquellen. Als er das Land der Sunday-Familie kauft nimmt das Chaos seinen Lauf und nur Eli Sunday scheint zu begreifen was für ein Mann Daniel Plainview wirklich ist.

Daniel Plainview wird uns völlig Identitätslos vorgestellt. Wir wissen nicht woher er kommt und was ihn eigentlich ausmacht. Wir sehen ihn nur als Arbeitstier, immer weiter und immer mehr. Doch nachdem Plainview einen gewissen Rang durch seine Ölbohrungen erlangt hat, offenbart sich dem Zuschauer Stück für Stück die wahre Fratze. Denn er ist ein vollkommen gewissenloser Mensch. So gewissenslos, das er ohne zu zögern seinen tauben Sohn wegjagt, ohne auch nur einen Blick hinter ihm herzuwerfen. Er ist gnadenlos. So gnadenlos, dass er jedem Menschen der sich ihm in den Weg stellt oder auch seine Meinung nicht teilt mit seinem Zorn bestrafen wird. Nachdem er einmal von der Macht die ihm geschenkt wurde gekostet hat ist er nicht mehr zu sättigen. Jedem anderen Menschen der sich auch nur als Konkurrent Darstellt, und wenn es sogar wieder der eigene Sohn ist, wünscht er den Tod. Hier bleibt ganz besonders der letzte Dialog zwischen den beiden im Gedächtnis. Mit der eigentlich völlig offensichtlichen Wendung die aber doch so nachhaltig wirkt dass es den Zuschauer unglaublich bestürzt und schockiert. Plainview brauchte sein Kind, aber nicht weil er es liebt. Er braucht es um von einem netten Gesicht neben ihm zu profitieren. Er muss sympathisch auf die anderen Menschen wirken die er über den Tisch ziehen will. Familie ist ein Fremdwort für ihn. Er hasst die Menschen, jeden einzelnen. Die Momente der Wärme, zum Beispiel die Zugfahrt in der H.W. ein Baby ist und Daniel den Schnurrbart streichelt, waren alle nur Fassade? Alles Vorgetäuscht? Wahrscheinlich. Daniel ist absolut Gefühlskalt, innerlich längst erfroren. Einzig und allein zählt für ihn die Macht. Macht über die Ölquellen. Ein Ungeheuer das sich nach dem flüssigen Gold zehrt. Eli Sunday sieht dieses furchtbare Gesicht schnell. Doch auch er verbirgt etwas, was die Menschen so nicht sofort sehen. Beide geben etwas anderes vor, als sie wirklich sind. Beide sind falsche Propheten, aber auf völlig unterschiedliche Weisen.

Wenn Plainview und Sunday am Ende wieder aufeinandertreffen ist das ein Treffen der Gesichtslosen. Plainview ist inzwischen vollkommen vom Alkohol gezeichnet und ein menschliches Wrack und Sunday gibt den aufrechten Gläubigen. So aufrecht, dass er seinen Gott für Geld schnell verraten und verleugnen würde. Das Chaos ist vorbestimmt.

Mit 'There Will Be Blood' verlangt Anderson dem Zuschauer viel ab. Er bietet ihm keinerlei Identifikationsmöglichkeiten. Viel zu abtrünnig und fremd scheinen alle Charaktere, viel zu entfernt vom eigenen Standpunkt. Er schafft es aber, dass die Charaktere den Zuschauer direkt in ihren Bann ziehen und man gebannt auf den Bildschirm starrt nur um zu wissen wie der nächste Schritt der Beteiligten aussehen wird. Er inszeniert eine Geschichte, getränkt in purem Neid und Missgunst. Gewürzt mit blankem Zorn und unbändiger Machtbesessenheit. Auch die Bibel kriegt ihr Fett weg, wenn auch nur in symbolischer Darstellung. All das Zusammen kann nur ins Verderben und in erdrückende Einsamkeit führen.

Fazit: 'There Will Be Blood' ist wieder ein Vertreter der Sorte von Film, die man entweder liebt und abgrundtief hasst. Einen Zwischenteil gibt es nicht, dafür ist der Film einfach zu Eigen. Anderson inszeniert einen kräftezehrenden, grausamen, durchweg verstörenden und düsteren Film der die Frage nach Menschlichkeit immer wieder aufwirft. Mit seinen herausragenden Darstellern, allen voran Daniel Day-Lewis, dem unbarmherzigen Soundtrack und den fantastischen Bildern wird 'There Will Be Blood' zwar zu einem wirklich harten Stück Filmgeschichte, aber auch gleichermaßen zu einem absoluten Kunst- und Meisterwerk.

„Ich bin fertig.“

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Prechtl

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Was überrascht dich? Dass ich ne Frau bin? Naja kann man ja nicht wissen wenn man das Geschlecht nicht angegeben hat ;)


duffy

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Ja eben. :)
Und in einer von Männern dominierenden Community, ist natürlich jede Frau ein Geschenk. :D


k2

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Bewertung5.0Geht so

Bis etwa zur Hälfte des Films fand ich den Film echt gut, danach geriet die Story etwas aus den Fugen.
Leider ruiniert der in vielen Szenen nervtötende "quietschende-Geigen-Soundtrack" diesen an sich ganz guten Film. Musste sogar eine Aspirin nehmen, weil ich davon Kopfschmerzen bekam.

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Gerry1974

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein grosses Meisterwerk und einer der besten Filme der letzten 20 Jahre,dieses Drama ist nie langweilig und bleibt immer fesselnd.Grosses Hollywood-Kino und ein Daniel Day-Lewis der alle an die Wand spielt.TOLL!

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Hanno Jones

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Bewertung5.5Geht so

mir gehts wie den meisten hier ... sehr schwer diesen film zu bewerten aber ein versuch ist es dennoch wert^^
ein film, der sich stark mit den menschlichen abgründen auseinandersetzt
ein film, der eine der die geschichte eines mannes erzählt, dessen leben eine einzige lüge ist, vor allem gegen sich selber
ein film, der zeigt, was gier nach geld und macht aus menschen werden lässt
ein film, der fantastische schauspieler, grandiose settings und tolle musik bietet
ein film, der genauso fasziniert, wie erschreckt
ein film, der zeitweise so öde ist, dass man sich zwingen muss, dabeizubleiben
ein film, den man einmal im leben gesehen haben muss, aber dann für ganz lange zeit vergessen möchte
und
ein film, der sehr schwer zu bewerten ist, da sowohl 0 als auch 10 punkte gerechtfertigt wären ...
daher eine 5,5 weil er doch besser ist als schlecht^^

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Laura Eissenberger

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Bewertung5.5Geht so

Stinkend öde.

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Laura Eissenberger

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Nö.


Deep Ford

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Treffend ;-)


FilmVlin

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Bewertung9.5Herausragend

Mir wurde auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, dass sich die Menschen äußerst leicht von dem Bösen verleiten lassen.

Es liegt deshalb seit jeher an einem Jeden selbst, die eigene Gier nach Macht unter Kontrolle zu bekommen, um dem Teufel das Leben wenigstens etwas zu erschweren.

Wir haben es in der Hand.

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stalker

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"sind die Summe" muss es natürlich heißen


FilmVlin

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Ich weiß genau was du meinst, dennoch bleibt uns die Möglichkeit dagegen anzukämpfen, uns von der Umwelt nicht komplett einnehmen zu lassen. Wir haben Gutes und Böses in uns. Meinst du nicht, dass wir ganz allein entscheiden können, welche Macht wir aus uns raus lassen?


el björno

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Bewertung5.5Geht so

Zunächst einmal möchte ich mitteilen, dass mir die abgegebene Bewertung selbst schon sehr weh tut...
Auch ich sehe die überragende schauspielerische Leistung einiger Protagonisten. Auch ich empfinde den Film nicht als langweilig, was bei den wenigen schwächeren Bewertungen hier oftmals als Grund angegeben wurde.

Auch das Grundgerüst der Story gefällt mir. Hier kommt allerdings der Knackpunkt. Es bleibt bei einem gefälligen Grundgerüst.

----SPOILER----

Der Film baut sich auf in drei in einander verflochtene Storylines.

1. Plainviews Umgang mit Macht und der Konkurrenzkampf mit den Großen im Geschäft
2. Vater-Sohn-Konflikt
3. Kampf mit dem Priester der Kirche der 3.Offenbarung

Obwohl zweieinhalb Stunden in Anspruch genommen werden, kann keiner der Storyteile mit der nötigen Hingabe bedacht werden und bleibt somit oberflächlich. Daniel Plainview trifft bei seinem Griff nach den Sternen nur zweimal auf seine Intimfeinde im Ölgeschäft. Er hinterlässt diese mit seiner ausfallenden Art jeweils geschockt zurückt und... Punkt. Nichts weiter... Schade.
Nächster Punkt: Ein Vater-Sohn-Konflikt, der in der Kindheit des Jungen mit dem Einsetzen der Taubheit entsteht. Der Sohn wird abgeschoben. Zwei Szenen später ist er wieder daheim. Der Umgang der beiden wird wiederum nur kurz skizziert, um dann zum nächsten Teil der Story überzugehen. Letzter Akt: Streitgespräch zwischen betrunkenem und heruntergekommenen Daniel Plainview mit seinem mittlerweile Erwachsenen Sohn. Nichts weiter. Der letzte Teil steht dem schwachen Aufbau in nichts nach.

Für mich persönlich stellt dies das Problem des Films dar. Die Geschichte an sich ist gut. Sie wird auch bis zu einem gewissen Punkt relativ interessant erzählt. Es bleibt jedoch alles an der Oberfläche, von vorne bis hinten. Dabei gibt es noch mehr Beispiele aus dem Film die man hier anbringen könnte, wie zum Beispiel der langsame Verfall Daniel Plainviews.

Ich halte es mit diesem Text aber mal wie "There will be blood" es tut und gehe nicht weiter in die Tiefe. Das Unverständnis der Fans des Films werde ich mir wohl auch so schon erarbeitet haben.

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Martiall_Arts

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Bewertung5.0Geht so

tolle Idee, tolles Setting gute Schauspieler aber nerviger Score und total langweilig. Wenn ich bei einem Film pausenlos auf die Uhr schauen muss hat er nicht funktioniert. "The man from Earth" zeigt wie man es besser macht. Schade.

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Marti DiBergi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

In ruhigen, intensiven Bildern eingefangene Geschichte eines Mannes, der nur nach Macht strebt und in jedem anderen Menschein eine Bedrohung seiner Macht sieht. Die teilweise grandiose Vorstellung der Schauspieler sowie die tolle Kameraarbeit und die düstere Musik erschaffen ein intensives Filmerlebnis, das keiner missen sollte.

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DerDude_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"One night I'm gonna come to you, inside of your house, wherever you're sleeping, and I'm gonna cut your throat."

Nach dem vielleicht besten Episodendrama aller Zeiten ,"Magnolia" , sowie dem kleinen aber feinem "Punch Drunk Love" , ist "There will be blood" mein dritter P.T. Anderson Film ,welcher seinen Vorgängern in nichts nachsteht. "There will be blood" ist ein gigantisches , brilliant gespieltes , verstörendes Epos.
"There will be blood" ist ein sehr stiller Film. So läuft die 15 Minütige Eröffnungssequenz völlig dialogfrei ab. Andersons gewohnt geniale Kamera und Musikarbeit unterstützt die dreckig ,staubige Western Atmosphäre.
In erster Linie ist "There will be blood" jedoch kein Western , trotz des Settings, sondern viel mehr das Psychogramm eines Egomanen und dessen ewiger Kampf mit einem Mann Gottes ,welcher in einem höchst bösem Finale gipfelt. Die größte Hilfe Andersons ist dabei Hauptdarsteller Daniel Day Lewis. In seiner Darstellung eines von Gier zefressenen Machtmenschen spielt es sich förmlich um den Verstand : Jedes Wort von ihm wirkt durchdacht und schlüssig.
Fazit : "There will be blood" ist ein polarisierendes Meisterwerk des modernen Kinos. Mehr gibts da nicht zu sagen.

"I'm finished"

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slangbanger!

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jetzt hat er noch das Herz bekommen. Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Und ich übertreibe keineswegs.

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Punsha

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Bewertung9.5Herausragend

Der Score in den ersten Sekunden zeigt uns schon im Voraus, dass nicht alles so still sein wird, wie es die ersten 15 Minuten den Anschein hat. Es schleicht sich ein bedrohlicher Geist über die staubigen Hügel Kaliforniens, der so manchen vor Gier und Besessenheit in den Wahnsinn treibt.
Daniel Plainview (großartig: Daniel Day-Lewis) stieg zu einem mächtigen und reichen Ölunternehmer auf. Habgier, Lüge und Missgunst bestimmen sein Handeln. Doch alles läuft wie geschmiert, bis sich ihm der evangelische Prediger Eli Sunday (herausragend: Paul Dano) zunehmends in den Weg stellt. Es beginnt ein erbarmungsloser Krieg Religion gegen Kapitalismus, geprägt von Macht, Einfluss und einer langen Reihe gegenseitiger Demütigungen, wodurch Daniel immer mehr den Überblick verliert und auch sein Umfeld, genau wie das ganze Dorf darunter leidet.
Diesen Werdegang der Hauptfigur hat man schon des Öfteren in ähnlicher Form gesehen, aber noch nie wurde er wohl in so beeindruckender Art und Weise inszeniert.
"There Will Be Blood" ist trotz seiner langen Laufzeit durchgängig fesselndes Kino, was angefangen bei der Schauspielleistung über die Musikuntermalung bis zum fantastischen Ende in jeder Beziehung den herkömmlichen Rahmen sprengt, neue, ungewöhnliche Wege einschlägt und es schlussendlich nahezu perfekt auf die Leinwand transportiert.
Ein riskanter Geniestreich Andersons und zweifelsohne einer der besten Filme des letzten Jahrzehnts.

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fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Leider macht Paul Thomas Anderson nicht so viele Filme-warum? Ganz einfach! Er nimmt sich für jeden Film eine entsprechende Zeit, so, dass das Gesamtwerk einen förmlich weghaut. Er weiß, wie kein Zweiter seine Geschichten glaubhaft mit wahren menschlichen Gedanken zu schildern. Die Intensionen ehrlich und einwirkend dem Zuschauer zu präsentieren.

Ich liebe diesen Film nicht. Ich mag diesen Film nicht. Ich finde ihn nicht genial. Ich finde ihn nicht toll. Ich finde ihn nicht schön. Ich finde ihn einfach beeindruckend. Wer etwas will, was zu Herze geht. Was zum Tee serviert werden soll. Was vor der Couch breitbeinig konsumiert wird-der liegt hier genau falsch. Wer eine bedrückende Geschichte voller Botschaften, voller tiefgründiger Ansätze, voller abgründiger Schicksale, die durch Habsucht und Gier ausgelöst fordert-wird hier ein intensives Meisterwerk erleben. Dies wird beim ersten mal schwer zu erfassen sein. Deswegen sind mehrere Sichten, wie schon bei "Magnolia" Pflicht. Was Daniel Day-Lewis hier abliefert wirkt monströs, aber zu keiner Zeit überdimensioniert. Die Musik wird von Anfang an bedrohlich mit in Szene geworfen und passt von Anfang an zu der Charakterentwicklung des Hauptdarstellers. Die Bebilderung stellt großartig das frühe Kalifornien dar.

Eine einzigartige und höchst anmutige Charakterstudie, die nur so strotzt vor Kunst. Der Begriff Meisterwerk ist hier schwer abzusprechen bei einer so originellen und schwierigen Thematik. Bei einer solchen Leistung, bei der man kaum fassen kann, dass es "nur" gespielt ist. Bei einem Ende, was endlich zeigt, dass man nicht glücklich wird, wenn man reich ist. Juhu!

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JohnnyKee

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Anderson ist ein Meister des Faches!


fkfilmkritik

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Allerdings. Magnolia-"Wise Up"-Szene= Pure Kinomagie. :)


Redapple

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Bewertung9.5Herausragend

Ein skurpelloser Unternehmer, ein fanatischer Prediger, Paul Thomas Anderson zeigt in “There Will Be Blood” menschliche Abgründe auf. Das ist nicht besonders zugänglich, teilweise anstrengend, vor allem aber einer der intensivsten Filme des letzten Jahrzehnts.
Ausdrucksstarke Bilder, nervenaufreibende Musik, großartiges Schauspiel, schon audiovisuell ist Anderson wenig vorzuwerfen. Die tristen, unglaublich weiten Landschaftsaufnahmen und die großartigen Schauplätze schaffen eine wahnsinnig dichte Atmosphäre und ziehen den Zuschauer regelrecht ins Geschehen. Die großartige, nervenaufreibende Musik verschärft den aggressiven Grundton des Films und unterstützt die großartig agierenden Schauspieler. Daniel Day Lewis als skrupelloser, abgrundtief böser und egoistischer ‘Ölmann’ Daniel Plainview liefert eine Meisterleistung ab, anders lässt es sich nicht ausdrücken. Ein intensiveres Schauspiel habe, zumindest ich, bis jetzt noch nirgendwo gesehen. Auch Paul Dano in der Rolle des Gegenparts, dem Prediger Eli liefert eine großartige Leistung ab.
Das Storytelling ist vielleicht der einzige Haken an "There Will Be Blood". Daniel Plainview erhält auf seiner Reise durch das Amerika des frühen 20. Jahrhunderts einen Tipp: Die unscheinbare Siedlung Little Boston hat aufgrund eines Ölfeldes einen unermesslichen Wert. Getrieben von seiner unstillbaren Gier macht sich der Ölbohrer auf, nicht ahnend dass er sich an besagtem Dorf und vorallem seinen Einwohnern die Zähne ausbeißen wird. An der Prämisse gibt es nichts auszusetzten, der sich aufbauende Konflikt zwischen Unternehmer und Einwohnern sorgt für Spannung. Der skrupellose Ölmann in der Rolle der USA und Little Boston als Sinnbild für den nahen Osten ist außerdem eine clevere Kritik. Vermittelt wird die Geschichte allerdings etwas sperrig. Besonders die zeitlich großen Abstände in denen der Film erzählt wird machen ihn unzugänglich und im letzten Drittel unweigerlich anstrengend.
Sein Ende ist herrlich bezeichnend für “There Will Be Blood”: ein großer, sich in einem langen Dialog ständig anbahnender und unaufhaltsamer Knall. Der überragende, in seiner Inszenierung stark an Kubrick erinnernde, Showdown lebt wieder von den beiden meisterhaften Performances von Daniel Day Lewis und Paul Dano.
Alles in allem ist “There Will Be Blood” sicherlich nicht für den Mainstream gemacht, unterschwellige Spannungen, harter Stoff, allerdings auch lange Kamerafahrten und viel Stille, als Zuschauer sollte man hellwach sein. Dennoch ist der Film, gerade wegen den schauspielerischen Leistungen unbedingt sehenswert!

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reveal

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da haben sie im Film endlich Öl gefunden und das Feuer gelöscht, schon fiebert mein aufgeregter DVD-Player so sehr mit, dass er vor lauter Hitze durchschmort. Nett von ihm, dass er die DVD gegen geringe Gewaltaufwendung wieder herausgegeben hat.
So behalt ich ihn in guter Erinnerung...

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Roger Murtaugh

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Oh ja. Auch ein Fernseher lässt sich nicht alles gefallen. Mein Gerät hat sich dafür entschieden RTL und RTL 2 einfach mal in Eigenregie aus der Senderliste zu streichen. Läuft eh nur Schund dort ;-)
Oder schau dir Marvin, den manisch-depressiven Roboter aus "Per Anhalter durch die Galaxis" an. Man sollte seine Elektrogeräte nicht unterschätzen!!! ;-)


Roger Murtaugh

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Ups, sorry für das Doppel-Posting...


peppermind

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Große Bilder, großartige Schauspieler und die Geschichte zweier Männer im Kampf gegen einander oder vielleicht sogar gegen sich selbst - genial in Szene gesetzt von einem herausragenden Paul Thomas Anderson.
Inhaltlich unglaublich vielschichtig und technisch brillant ist dieser Film mehr als nur eine Hommage an die großen monumentalen Western vergangener Tage, er ist vielmehr für sich selbst ein Meisterwerk, in dem sich Bild, Ton und Story so gut ergänzen wie in kaum einem Film sonst.

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Roka586

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Bewertung10.0Herausragend

There Will Be Blood ist ein episches Drama über den Aufstieg und Fall eines Öl-Förderers zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In fantastischen Bildern und mit einer großartigen Filmmusik unterlegt nimmt sich Paul Thomas Anderson viel Zeit für den Widerstreit der seiner Hauptfiguren. Auf der einen Seite der gewinnstrebende Geschäftsmann, der niemandem vertraut es aber versteht die Menschen zu seinem Vorteil auszunutzen und auf der anderen Seite der fanatische Prediger, der vorgibt die Botschaft Gottes zu verkünden aber nicht weniger in den weltlichen Werten verhaftet ist. Es ist ein Kampf zwischen Kapitalismus und Religion um die Vorherrschaft in der Gesellschaft. Keine der beiden Figuren erscheint dem Zuschauer daher symphatisch, doch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Daniel Day-Lewis und Paul Dano ziehen den Zuschauer durchgehend in seinen Bann.

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serienfan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

man sollte hier bei moviepilot noch eine zusätliche bewertung hinzufügen: "besonders wertvoll" denn diese bewertung hat sich dieser film redlich verdient!

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