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Der Tod kennt keine Wiederkehr – Film Noir modern

Lord C (Christoph Dederichs), Veröffentlicht am 16.07.2012, 15:00

Heute Abend erwartet euch auf arte um 20:15 mit Der Tod kennt keine Wiederkehr ein Film Noir der besonderen Art: Robert Altmans sehr freie Verfilmung eines Romans von Raymond Chandler.

Elliott Gould in angenehmer Gesellschaft in Der Tod kennt keine Wiederkehr Elliott Gould in angenehmer Gesellschaft in Der Tod kennt keine Wiederkehr © MGM

Detektive aus der großen Zeit des Film Noir beziehungsweise des Hardboiled-Detektivromans meinen wir ja wie unsere Westentasche zu kennen. Nie um einen flotten Spruch verlegen, sind sie stets Männer der Tat, die sich aus einer brenzligen Situation nach der anderen zu retten vermögen. Dies trifft eigentlich auch auf den von Raymond Chandler erdachten Philip Marlowe zu, nicht jedoch in dieser 1973 entstandenen satirischen Verfilmung von Der lange Abschied durch Robert Altman. Der hier von Elliott Gould gespielte Marlowe schlafwandelt förmlich durch die Geschichte, das meiste passiert einfach so, ohne dass er groß etwas dafür tun würde. Sein Elan reicht gerade mal dafür aus, sich eine Zigarette nach der anderen anzustecken. Manchmal macht er sich sogar einen Spaß daraus, den Bösewichten zu sagen, was er als nächstes vorhat.

Los Angeles, 70er-Jahre: Nachdem Marlowe einen alten Freund wegen Eheproblemen über die Grenze nach Mexiko gebracht hat, bekommt er postwendend Besuch von der Polizei. Die Ehefrau des Freundes sei tot, der Freund wahrscheinlich der Mörder, und Marlowe doch bestimmt in die Sache verwickelt. Als wenig später die Nachricht vom Selbstmord des Freundes und seines Geständnisses eintrifft, lässt die Polizei zwar wieder von Marlowe ab, die Verwirrung geht nun aber erst richtig los.

Genau wie Altman setzte auch Gould gerne auf Improvisation am Set, was die beiden zu einem gut funktionierenden Team machte. Als einer der Häscher des wirklich bösen Oberbösewichts im Film ist Arnold Schwarzenegger zu sehen, damals noch unter dem sprechenden Pseudonym Arnold Strong. Bei seiner Premiere wurde Der Tod kennt keine Wiederkehr als geradliniger Vertreter seines Genres vermarktet, weswegen er weder bei Zuschauern noch bei Kritikern punkten konnte; erst Jahre später wurde Altmans dekonstruktivistische Absicht gewürdigt. Ihr solltet also wissen, worauf ihr euch einlasst, werdet dann aber durch eine unterhaltsame Genrevariation belohnt, deren Geist man Jahrzehnte später z.B. auch in The Big Lebowski spürt.

Was: Der Tod kennt keine Wiederkehr (1973)
Wann: 20:15
Wo: arte

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Kommentare

über Der Tod kennt keine Wiederkehr – Film Noir modern


Andy Dufresne

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Hab ich schon ewig auf dem Zettel stehen...
Heut führt kein Weg daran vorbei, zumal ich Altman sehr verehre.

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Big Boss

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Die neue Folge von Breaking Bad hat Vorrang.

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BaltiCineManiac

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Ich empfehle mal ganz fix, weil alles eigentlich schon genannt, ...

▪ 20.15 Uhr/ Einsfestival/ „Somersault - Wie Parfum in der Luft“ [2004] – Einfühlsames australisches Coming-of-Age-Mädchendrama mit Abbie Cornish und Sam Worthington (die Geburt zweier Stars), dem die Australische Filmakademie gleich 13 AFI-Awards am Stück hinterherwarf. (Wdh.: 23.50 Uhr)

▪ 22.05 Uhr/ Arte/ „Beim Sterben ist jeder der Erste“ [1972] – DER zivilisationskritische Survival-Klassiker (mit der krassen Vergewaltigungsszene) vom viel zu wenig geschätzten John Boorman mit Jon Voight und Burt Reynolds! (keine Wdh.)

▪ 22.50 Uhr/ MDR/ „Die Mandela-Verschwörung“ [2008] – Eigentlich fürs TV gedrehter, aber dann nach Festivalerfolgen doch im Kino gezeigter britischer Politthriller mit William Hurt, Chiwetel Ejiofor und Mark Strong von „8 Blickwinkel“-Regisseur Pete Travis, der mit genialer Wackelhandkamera vom Umbruch in Südafrika Anfang der 90er und dem Ende der Aparteid sowie den Winkelzügen hinter den Kulissen erzählt, wo ein internationaler Goldkonzern aus Angst vor Verlusten durch politische Unruhen erst die politische Wende herbeiführte und die verfeindeten Parteien an einen Tisch brachte.

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sweetForgiveness

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20:15, Sommersault - Wie PArfum in der Luft - einsfestival
20:15, Die Heimkehr - SWR
20:15, Der letzte Ritt des Daltons - DasVierte
• 22:05, Beim Sterben ist jeder der Erste//Deliverance - arte
22:05, Jackie Chan'S Der Mythos - Kabel 1
22:05, 2025 - Gejagt durch die Zeit - Tele5
22:15, Max Payne - ZDF
22:50, Die Mandela-Verschwörung - MDR
23:30, Königin der Berge - WDR
23:30, Scoop - NDR
• 23:35, The Fog - Nebel des Grauen (1979) - HR
23:40, Astrocop - Tele5
00:25, Crying Freeman - Der Sohn des Drachen - Kabel 1
00:50, Hotel Very Welcome - ZDF
01:35, Timelock - Tele5
• 03:35, Sterben für Anfänger - RTL2

• = Empfehlung

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Markbln

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Auch wenn das Bild oben eher nach schwulem Porno aussieht: es ist ein guter und sehr eleganter Altman mit einem hervorragenden Elliot Gould.

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marty-f

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Hab ihn mir mal vor paar Jährchen angeschaut und war eher enttäuscht, da aber heute sowieso nix anderes läuft geb ich ihm nochmal 'ne Chance, hat auch schon bei anderen Filmen funktioniert (oder hat die vorherige Meinung leider nur bestätigt), danach läuft aber der wahre Höhepunkt des Abends, Deliverance oder zu deutsch Beim sterben ist jeder der Erste, auf den freu ich mich besonders.

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The Cinemaniac

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todlangweilig

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Filmsuechtiger

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Der Tod kennt keine Wiederkehr ist Rattennest, nur später und schlechter.

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