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Lana Wachowskis Bekenntnis zum eigenen Ich

guggenheim (Nils P.), Veröffentlicht am 15.11.2012, 09:42

Es ist mal wieder Zeit, ein Lob zu verteilen. Diese Woche geht es an eine beeindruckende Persönlichkeit, die eine große Rede gehalten hat.

Zu sich selber zu stehen fällt einigen Leuten aus unterschiedlichsten Gründen nicht leicht. Anderen gelingt es hingegen, offen zum Ich zu stehen. So wie Lana Wachowski. Ist das einen Preis und ein Lob wert? Ja, und zwar dann, wenn damit ein wichtige Botschaft verbunden ist.

Einblicke in die Gefühlswelt
Larry Wachowski war erfolgreich. Zusammen mit seinem Bruder Andy Wachowski schuf er den Kinohit Matrix sowie dessen Nachfolger The Matrix Reloaded und The Matrix Revolutions, machte die Guy-Fawkes-Maske durch V wie Vendetta populär. Aber trotzdem war er nie so richtig glücklich. Weil er kein „er“ war, sondern immer eine „sie“. Lange Zeit hatte Larry Wachowski nicht den Mut, zu seiner Identität zu stehen. Seit einiger Zeit bekennt er sich aber offen zu seiner Transsexualität. Nach all den Jahren des Zweifels, der Zerrissenheit, des Gefühlswirrwarrs begann das Leben als Lana Wachowski. Als selbstbewusste, glückliche Frau. Wie hart es für die Regisseurin war, zu sich zu stehen und so zu leben, wie sie einfach ist, verriet sie anlässlich der Verleihung des Visibility Award der amerikanischen Human Rights Campaign. In ihrer umfangreichen Dankesrede gewährt Lana Wachowski Einblicke in ihre Gefühlswelt, schildert ihr Ringen mit sich und ihrer Identität als Transsexuelle. Und sie macht deutlich, wie schmerzvoll es ist, nicht zu sich selber stehen zu können.

Berührende Rede
„Ich begann Stimmen in meinem Kopf zu glauben, dass ich ein Freak bin, dass ich nicht in Ordnung bin, dass etwas mit mir nicht stimmt, dass ich niemals liebenswert sein werde.“
Lana Wachowski benutzt in ihrer Rede berührende und aufrüttelnde Worte. Es geht einem zu Herzen, wenn sie davon erzählt, dass sie sich als minderwertig, als „kaputt“ empfunden hat. Mit diesem Empfinden steht sie nicht alleine da: Viele Menschen auf der Welt befinden sich im falschen Körper, besitzen ein nicht zu ihnen passendes Geschlecht. Der Unterschied ist, dass Lana Wachowski berühmt ist und ihre Geschichte damit stärker im öffentlichen Fokus steht, besonders jetzt, wo der unter anderem von ihr realisierte Film Cloud Atlas – Alles ist verbunden in den Kinos läuft. Warum Lana Wachowski also einen Preis überreichen, vor allen Dingen für das Bekenntnis zum eigenen Ich, was ja vollkommen normal sein sollte? Das fragte sie sich auch. Ihr Friseur gab aber die richtige Antwort, warum ausgerechnet sie ausgezeichnet wurde: weil sie als sie selber ziemlich gut ist. Die emotionale Rede zeigt, dass die Entscheidung richtig war, Lana Wachowski den Award zu verleihen.

Bekenntnis zum Ich
„Ich erinnere mich an die dritte Klasse, ich erinnere mich an den Wechsel von einer öffentlichen Schule auf eine katholische Schule. In der öffentlichen Schule spielte ich meistens mit Mädchen, ich hatte lange Haare und jeder trägt Jeans und T-Shirts. In der katholischen Schule tragen die Mädchen Röcke, die Jungs spielen in Hosen. Mir wird gesagt, ich muss meine Haare schneiden. Ich möchte Four Square mit den Mädchen zu spielen, aber jetzt bin ich einer von ihnen – ich bin einer von den Jungs.“
Wer von frühester Kindheit an dazu gezwungen wird, gegen seine eigenen Gefühle anzugehen, der hat wenig Chancen auf wahres Glück. Lana Wachowski macht deutlich, wie schwer die Last der falschen Identität ihr Leben lang wog. Dass sie Gott sei Dank nie den Freitod wählte, ist, sie schildert die Situation, dem eindringlichen Blick eines Mannes zu verdanken, der sie davon abhielt, vor einen Zug zu springen. Dass Lana Wachowski sich mittlerweile zu ihrer Transsexualität bekennt und ihr Erfahrungen teilt, ist nicht nur für sie ein wichtiger Schritt. Sie steht stellvertretend für viele Menschen, die nicht so leben können, wie sie es eigentlich wollen. Vielleicht hilft ihnen jedoch der mehr als lobenswerte Auftritt von Lana Wachowski, sich zu sich selber zu bekennen. Und womöglich tragen die Worte der Regisseurin auch dazu bei, dass Transsexuelle nicht mehr das Gefühl haben, sich verstecken zu müssen.


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über Lana Wachowskis Bekenntnis zum eigenen Ich


Kim_S

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Ich möchte noch einmal folgende Sätze kritisieren, da das immer noch nicht korrigiert wurde:

"Aber trotzdem war er nie so richtig glücklich. Weil er kein „er“ war, sondern immer eine „sie“. Lange Zeit hatte Larry Wachowski nicht den Mut, zu seiner Identität zu stehen. Seit einiger Zeit bekennt er sich aber offen zu seiner Transsexualität."

Da der Schreiber seine Paradoxie immer noch nicht gemerkt hat, versuche ich es ganz einfach zu machen.
1. Es gibt zweierlei Arten wie man "Transsexualität" übersetzen kann. "transsexuell" als "entgegengeschlechtlich" (A) und "transsexuell" als "geschlechtsumgewandelt" (B)
2. Wenn man nun (B) annimmt, dann wird einleuchten, dass ein Mensch vor einer behaupteten "Umwandlung des Geschlechtes" nicht "umgewandelt" gewesen sein kann. D.h. dieser Mensch war nicht "transsexuell". Wenn ein Mensch aber nicht "transsexuell" war, wie kann dieser dann zu seiner "Transsexualität" stehen? Das macht also keinen Sinn.
3. Wenn man nun (A) annimmt, dann ist es klar, dass ein Mensch mit seinem Bekenntnis zu seiner Entgegengeschlechtlichkeit ja einen Zustand akzeptiert der irgendwie vorhanden gewesen sein muss: hier transsexuell zu sein. Das bedeutet, dass eine transsexulle Frau sich dazu bekennt eine "sie" zu sein und nicht ein "er" dazu bekennt eine "sie" zu sein.

Daraus folgt: Man kann behaupten transsexuelle Menschen existieren nicht (B) oder man kann behaupten, sie existieren (A). Aber was man nicht kann ist: BEIDES. Wenn man dazu bereit ist, transsexuelle Menschen als existent anzuerkennen, dann muss der obige Abschnitt so heissen (das ist reine Logik, liebe Redaktion):

"Aber trotzdem war sie nie so richtig glücklich. Weil sie kein „er“ war, sondern immer eine „sie“. Lange Zeit hatte Larry Wachowski nicht den Mut, zu ihrer Identität zu stehen. Seit einiger Zeit bekennt sie sich aber offen zu ihrer Transsexualität."

Das war dann in etwa auch der Inhalt der Rede von Lana.

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Commentator

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Also ich muss auch sagen, dass ein Mann irgendwie als Mann erkennbar bleibt. Ich habe selbst einen bekannten, der eine Frau war und ohne Witz, er nimmt zwar Hormone hat einen Bart und fährt Mountainbike usw. aber er verhält sich immernoch wie eine Frau. Ich habe damit an sich kein problem, für mich ist die frage allerdings wirklich interessant ( und zwar wirklich vorurteilsfrei) woher der Wunsch kommt, im Körper des anderen Geschlechts zu stecken. Für mich absolut nicht nachvollziehbar, weil ich denke, dass beide Geschlechter etwas einmaliges haben.

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Kim_S

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Es ist durchaus nicht unwissenschaftlich zu sagen, dass das wichtigste Organ des Menschen das Gehirn ist. Und daher liegt es nahe auch das Gehirn als wichtigstes Geschlechtsorgan anzusehen.. Es ist daher nicht richtig von einem "falschen Hirn" in einem "richtigen" Körper zu sprechen und so zu tun, als ginge es bei Transsexualität um irgendwelche psychischen Befindlichkeiten oder hätte primär überhaupt etwas mit "gender" zu tun (um transsexuell geboren zu werden ist es dem Kind, das so auf die Welt kommt erstmal völliig egal, was die Gesellschaft so geschlechtlich definiert hat. Später wird es aber in Gesellschaften, die z.B. die Genitalien als wichtiger erachten als das Gehirn des Menschen, automatisch mit stereotypen Weltvorstellungen konfrontiert sein... leider...), sondern bei Transsexualität geht es um das richtige Hirn im davon abweichenden Körper. Hirschfeld, der Mediziner war, nannte diese Abweichung Entgegengeschlechtlichkeit (Transsexualität).


reveal

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"Es ist durchaus nicht unwissenschaftlich zu sagen, dass das wichtigste Organ des Menschen das Gehirn ist."

Schon irgendwie: "Wichtig" im Sinne von...?

"Und daher liegt es nahe auch das Gehirn als wichtigstes Geschlechtsorgan anzusehen..."

"Wichtig" im Sinne von? Das ist gleichzeitig Illicit Process Fallacy[1] und Ambiguous Middle Fallacy[2]. Wenn das Kriterium für "wichtig" nicht bei beiden gleich ist, dann liegt es keinesfalls nahe. Wenn das Gehirn das wichtigste Organ ist für eine Summe von Eigenschaften, dann heißt es nicht, dass es auch das wichtigste Organ ist für eine spezielle Eigenschaft. Weiterhin ist die Definition von Geschlechtsorgan vollkommen offen gelassen bzw. verschwommen verwendet. Pflanzen haben keine Gehirne und scheinen dennoch zufrieden mit ihren Geschlechtsorganen.

Ich stimm gerne zu, dass es oft nicht viel Sinn macht, Fortpflanzung ohne Sexualtrieb und Identität und damit ohne Gehirn zu diskutieren. Für die Diskussion von Fortpflanzung im Sinne von Vererbung kann davon jedoch abstrahiert werden.

Für jede Diskussion von Fortpflanzung müssen auch die Fähigkeit zur Fortpflanzung und damit Genital und Fruchtbarkeit mit einbezogen werden. Ansonsten wird Sex diskutiert, aber nicht Fortpflanzung.

Dabei geht es nicht darum, dass das Genital wichtiger wäre als das Gehirn (was zur Hölle?). Es geht nur um den biologischen Fakt, dass das Gehirn allein nicht ausreichend ist zur Fortpflanzung im Sinne des Weiterreichens seiner Gene. Das Genital und die Fähigkeit zur Ei/Samen-Zellen-Produktion sind es genauso wenig, aber dies ist die zwingende Eigenschaft. (Lana hätte als "Mann" Kinder zeugen können, trotz ihrer Identifikation.)

Für die Betrachtung von Vererbung kann von den umfassenderen Faktoren abstrahiert werden. Für die Betrachtung von Evolution macht es dann Sinn, diese mit einzubeziehen. Da Identität etc. ohne Frage Einfluss auf die Fortpflanzung haben. Sie sind nur nicht das zwingende Kriterium.

P.S. Die Diskussion um das "falsche/richtige" Gehirn ist mir zu seltsam. Die Definition von Hirschfeld die Richtigkeit festzumachen ist. Hirn und Körper sind beide zufälliges Ergebnis von Meiose/Mitose - die sind beide gleich richtig. Davon ist keines falsch. Etwas anderes festzulegen ist Politik im Schlimmsten, Philosophie im Besten, jedenfalls keine Wissenschaft. Das Hirn kann frei entscheiden, den Körper zu ändern - das ist ein vollkommen anderes Thema.

Dass ich meine Definition am Körper bzw. an dessen Fähigkeit zur Ei/Samen-Zellen-Produktion festgemacht hab, sollte auch keinerlei Aussage zur Richtigkeit des Hirns darstellen, sondern erfüllt allein die Abstraktion auf Funktion bei der Fortpflanzung im engsten Sinne, d.h. im Sinne von Vererbung. In der Abstraktion existiert gar kein Gehirn - es existieren nur Samenzellen-Produzenten, Eizellen-Produzenten und sterile Nicht-Produzenten.

P.P.S. Auch auf die Gefahr hin, dass mein Text wieder ausartet, würde mich deine Antwort bzgl. der Klärung von "Gehirnwäsche/Propaganda" und deiner Verwendung der Begriffe "Mann/Frau" interessieren.

[1] http://www.fallacyfiles.org/illicitp.html
[2] http://www.fallacyfiles.org/ambimidd.html


Agent Smith93

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Lana Wachowski sieht auf den Bildern hier inzwischen wie eine echte Frau aus. Sie wurde zwar nicht als Frau geboren, war aber so überzeugt von sich und ihrem felsenfesten Glauben, dass sie nun doch eine geworden ist. Hier ist wohl eines der besten Beispiele, dass man seine Träume und seine Ansichten immer durchsetzten sollte, und dabei keine Angst vor irgendwelchen Tabus haben sollte. Man sollte so sein wie man sich am besten fühlt. Sich selbst zu verleugnen, und seine Hoffnungen wegen der anderen zu begraben ist das Schlimmste was man sich selbst antun kann! Ich kann sie natürlich nicht voll und ganz nachvollziehen, denn ich bin sehr gerne ein Mann, aber jeder Mensch denkt nun mal anders, und ich gehe davon aus, dass sie für sich persönlich die richtige Entscheidung getroffen hat. Hoffentlich findet sie dadurch nun das wahre Glück im Leben!

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Agent Smith93

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Danke:)


Kim_S

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"Sie wurde zwar nicht als Frau geboren". Doch.


The Director

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was is hier denn los? o.O man muss mit mir zwar nicht einer meinung sein, aber dass mein vorheriger kommentar gelöscht wurde, ist ja wohl unter aller sau! hier groß einen auf lob wegen mut und gleichberechtigung machen und im selben zug meine meinungsfreiheit unterbinden. dabei finde ich sogar, dass das lob durchaus angebracht ist, ich finds bloß albern, einen offensichtlichen mann plötzlich als frau zu bezeichnen, nur weil er sich so fühlt. dann hat er halt einen weiblichen charakter, aber er ist immer noch ein mann, was ihn beides nicht schlechter macht. und wegen sowas meinen kommentar löschen, noch alberner gehts ja wirklich nicht :P

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The Director

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"Im Gegenteil, die von dir gezogene Grenze ist das Wesentliche."

gegenteile sind was schönes. vor allem wenn man sie scheinbar sinnvoll in sätze einbauen kann.

"Solange du nur "fühlst", dass da etwas ist, es aber nicht in Worte fassen kannst, macht es keinen Sinn, dieses etwas in einer Argumentation für deinen Standpunkt anzuführen."

ich habe nicht argumentiert.

"Es ist auch kein Standpunktaustausch. Wenn deine Meinung nicht an der Realität festgemacht wird, dann haben wir keine objektive, nachprüfbare, gemeinsame Diskussionsbasis."

doch, ist es. unwissenheit kann ein standpunkt sein. ich hatte nie die absicht, eine diskussionsbasis zu schaffen. das hast du für uns erledigt. bin mir noch nicht sicher warum.


reveal

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@Kim_S

siehe anderer Thread.


Limenator

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das kriegt ein fettes like :)

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Janus Winter

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danke für das video, liebe moviepiloten! <3

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Dom699

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jetzt muss nur noch die nudel ab...

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Yvonne_Kol

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Klasse Beitrag, wunderbare (überraschend humorvolle!) Frau - Danke, dass ihr daraus ein MoviepiLob gemacht habt, sonst wäre die Auszeichnung glatt an mir vorbeigegangen!

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reveal

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1. Kudos.

2. Anmerkung: "[...] without ever interrogating the pathology of a society that refuses to acknowledge the spectrum of gender [...]"

Das Problem ist nicht mehr, dass das Spektrum verneint wird, sondern dass umstritten ist, worin dieses begründet ist. Ist Gender-Identität biologisch begründet oder soziologisch?

Die einen möchten die biologische Antwort nicht haben, weil es Stereotypisierung ermöglicht, evtl. ein Stück Identität nimmt und im schlimmsten Fall Euthanasie-Ängste hervorruft. Die anderen möchten die soziologische Antwort nicht hören, weil dann unterstellt würde, dass es änderbar, "heilbar", wäre und der jeweiligen Person Schuld für seine "Entscheidung" gegeben wird.

Beide Seiten sind zum Teil extrem ideologisch motiviert, genau wie bei der Bewertung von Sexualität. Beide Seiten haben Argumente und Studien - einige davon wissenschaftlicher als andere.

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Kim_S

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Zitat:

"Aber trotzdem war er nie so richtig glücklich. Weil er kein „er“ war, sondern immer eine „sie“. Lange Zeit hatte Larry Wachowski nicht den Mut, zu seiner Identität zu stehen. Seit einiger Zeit bekennt er sich aber offen zu seiner Transsexualität. "

Schon ein bisschen ziemlich deutlich ignorant, was ihr da schreibt oder? Frage: Passen beide Sätze zusammen?

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Kim_S

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Hast Du denn den ganzen Artikel gelesen? Und die Kommentare hier auch? Z.B. den hier "Also ich muss auch sagen, dass ein Mann irgendwie als Mann erkennbar bleibt. ". Lana war aber nie ein Mann. Das ist das Problem wenn man in Deutschland wohnt und nichts davon weiss, was Transsexualität wirklich ist und nur mit Propaganda zugemüllt wird.


Hornblower

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1. Ja hab ich.
2. Nur die ersten, einige spätere fand ich auch problematisch.
3. "Lana war nie ein Mann." Da kommt es natürlich auf die Definition an. Nicht bestreiten kannst Du aber, dass sie nach außen hin zunächst als Mann (Larry) in Erscheinung getreten ist (bis dahin ist im Artikel von "er" die Rede), bis sie sich entschieden hat, für alle Lana zu sein (ab dann "sie" im Artikel). Find ich völlig OK. Für mich ist das Thema allerdings auch kein so sensibles, wie es für Dich zu sein scheint.
4. Wo muss man denn wohnen, um zu wissen, was Transsexualität wirklich ist und nicht nur mit "Propaganda" (wessen Propaganda???) zugemüllt zu werden. Ich halte Deutschland da für vergleichsweise weit vorn, was Aufgeklärtheit und Toleranz angeht.


Kubrick_obscura

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"I knew I was going to come out but I knew when I finally did come out I didn’t want it to be about my coming out. I am completely horrified by the “talk show,” the interrogation and confession format, the weeping, the tears of the host [applause] whose sympathy underscores the inherent tragedy of my life as a transgender person. And this moment fulfilling the cathartic arc of rejection to acceptance without ever interrogating the pathology of a society that refuses to acknowledge the spectrum of gender in the exact same blind way they have refused to see a spectrum of race or sexuality." <3

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fluxberg

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Wow. Was für eine Rede! Unglaublich witzig, unglaublich berührend. Klar, ein bisschen lang, das Video, aber es lohnt sich. Fesselnder als Matrix 2+3 ist es allemal. Lana, you made my day!

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Wumz

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Wow! Ich hab selten so eine gute und lustige Rede nach einer Preisverleihung gesehen. So oder so zurecht ein dickes Lob!

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the gaffer

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Tolle Frau! Tolle Rede!

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Martin Oberndorf

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Mich regt es total auf, wenn Leute meinen, Homosexualität oder Transsexualität wären falsch. Pfui!
Lana, es ist toll, was du machst und dass du dazu stehst!

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