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State of Play - BBC-Serie als Kino-Spektakel mit Russel Crowe und Ben Affleck
Veröffentlicht am 18.06.2009, 09:00
Im Jahr 2003 sorgte eine sechsteilige Mini-Serie in Großbritannien für Furore. Das TV-Mastermind Paul Abbott, der auch für die Drehbücher von Kultserien wie Shameless und Für alle Fälle Fitz verantwortlich zeichnet, hatte sich einen vertrackten, vielschichtigen Verschwörungsthriller ausgedacht, den der spätere Harry-Potter-Regisseur David Yates mit viel Gespür für Zwischentöne und Charakterzeichnung umsetzte. In den Hauptrollen waren u.a. James McAvoy, Bill Nighy, John Simm, Philip Glenister (beide bekannt aus Life on Mars), Marc Warren und David Morrissey zu sehen.
Die Serie erreichte Traumquoten, begeisterte die Kritik und wurde mit zahlreichen Preisen (u.a. dem renomierten BAFTA) ausgezeichnet. Erfolg der auch Box-Office-Begehrlichkeiten weckte. Regisseur Kevin McDonald (der zuletzt mit Der Letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht einen durchwachsenen Streifen ablieferte) hat den Stoff fürs Kino umgesetzt: State of Play – Der Stand der Dinge – diesmal allerdings mit internationaler, kassenträchtiger Besetzung.
Die Story ist weitgehend gleich geblieben, wenn auch von London nach Washington verpflanzt: Ein junger aufstrebender Politiker und ein Washingtoner Enthüllungsreporter finden sich mitten im Epizentrum einer Reihe von Morden wieder, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Der Kongressabgeordnete Stephen Collins ist Hoffnung und Zukunft seiner Partei – ein aussichtsreicher und ehrenhafter Newcomer, unter anderem im Vorsitz des Komitees für Verteidigungsausgaben. Seine Karrierechancen sind so gut, dass er schon als nächster Präsidentschaftskandidat gehandelt wird, doch plötzlich wird seine heile Welt durch den Mord an seiner Assistentin erschüttert und ein paar düstere Geheimnisse kommen ans Licht. Der Journalist Cal McCaffrey ist ein alter Freund von Collins und wird von seiner Chefin Cameron auf ihn und sein mögliches Verhältnis zur Toten angesetzt. Bei der Suche nach einem kleinen Skandal stößt Cal allerdings auf etwas viel Größeres und sein Instinkt bringt ihn und seine Partnerin Della auf die Spur eines gewaltigen Komplotts, in das einige der wichtigsten Köpfe des Landes verwickelt sind.
Es dürfte spannend sein, zu sehen, ob die extrem vielschichtige und im TV sehr klug erzählte Geschichte, unbeschadet den Sprung auf große die Leinwand schafft. Dort muss in zwei Stunden erzählt werden, wofür sich Paul Aboot noch sechs Stunden Zeit lassen durfte. Und auch die Besetzung dürfte für Kenner der Serie gewöhnungsbedürftig sein. Statt dem sympathischen John Simm ist Raubauz Russell Crowe hier als Investigativ-Reporter in Gewissensnot zu sehen, statt David Morrissey gibt Ben Affleck den Politiker. Crowe betonte in Interviews bislang ausdrücklich, dass er sich die UK-Serie nie angesehen haben.
Immerhin eine Rolle wurde gleichwertig ersetzt: War im TV der wundervolle Bill Nighy als Redaktionsboss zu sehen, darf im Kino Helen Mirren ihren spröden Charme und sarkastischen Humor glänzen lassen.
Das Potential für einen smarten, unterhaltsamen und überraschenden Film ist aber auf jeden Fall gegeben. Die bisherigen Kritiken lassen auch eine positive Überraschung vermuten: Rotten Tomatoes bescheinigt dem Film eine 85% Fresh-Wertung.
Und im Zweifel bleibt ja immer noch der Griff zur Serie. Die lohnt nämlich auch nach all den Jahren noch das Anschauen.
Kinostart für State of Play – Der Stand der Dinge ist der 18.06.2009
Hier noch einmal der Trailer der Serie und darunter der des Films:
Batzman (Oliver Lysiak) 2009/06/18 09:00:00
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Kommentare
über State of Play - BBC-Serie als Kino-Spektakel mit Russel Crowe und Ben Affleck
Wombat 2009/06/18 09:43:48
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Sieht ganz interessant aus, auch wenn Herr Crowe und Herr Affleck in dem Streifen ihr Unwesen treiben. Aber der Titel "... Der Stand der Dinge", autsch.
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Batzman 2009/06/18 11:43:09
Sei froh das sie es nicht "Den Staat zum Spiel" genannt haben. Oder "Tödliche Spiele"