Wie es die moviepiloten sehen

Was haltet ihr von Peter Jacksons Der Hobbit?

Wie war Der Hobbit - Eine unerwartete Reise?
© Warner Bros.
Wie war Der Hobbit - Eine unerwartete Reise?

Lang erwartete, heiß diskutiert und endlich ist er da: Seit einer Woche läuft Der Hobbit: Eine unerwartete Reise bei uns in den Kinos. Halb Deutschland strömte am Wochenende in ein entsprechendes Lichtspielhaus, um die Rückkehr von Peter Jackson (King Kong) nach Mittelerde zu erleben – ganz egal, ob im klassischen 2D, der 3D-Version oder sogar mit 48 Bildern pro Sekunde. Die Vorpremieren waren ausverkauft und auch ansonsten sorgten Hobbits, Orks sowie Zwerge für reichlich gefüllte Säle. Höchste Zeit also für uns, ein erstes Fazit zu ziehen. Wir haben uns auf moviepilot umgeschaut, was die Community zum Film sagt, wie ihn die Kritiker aufgenommen haben und natürlich darf die Nennung vieler Zahlen an dieser Stelle auch nicht fehlen. Wie hat euch das Abenteuer mit Martin Freeman (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis), Ian McKellen (The Da Vinci Code – Sakrileg) und Andy Serkis (Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der ‘Einhorn’) gefallen?

Was haltet ihr von Peter Jacksons Der Hobbit? (13 Bilder)

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise an den Kinokassen
Der offizielle Kinostart erfolgte hierzulande am 13. Dezember 2012. Trotzdem war der Fantasy-Blockbuster – wie eigentlich jeder andere Film auch – schon ab Mittwoch in zahlreichen Vorpremieren zu sehen. In den USA war anschließend im Box-Office-Report des Wochenendes von einem stolzen Einspielergebnis von 84,8 Millionen US-Dollar die Rede, was gleichzeitig auch der erfolgreichste Dezemberstart eines Kinofilms überhaupt darstellt. Auch in Deutschland schlug Der Hobbit – Eine unerwartete Reise ein wie eine Bombe und übers Wochenende strömten 1,1 Millionen Zuschauer ins Kino. Der kommerzielle Erfolg ist bereits gesichert, allerdings schneidet der erste Teil der Hobbit-Trilogie unterm Strich trotzdem schlechter ab als Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs. Ausschlaggebend dafür sind allem Anschein nach die Aufschläge für Überlange sowie 3D, die den Film derart nach vorne pushen. Diese führen zwar zu schwarzen Zahlen, unterm Strich haben sich aber trotzdem weniger Zuschauer den Film angesehen.

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise in Zahlen & Fakten
2539 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittwert von 7,9
45 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittwert von 7,4
326 Liebhaber
20 Hasser
293 Kommentare
(Stand 18. Dezember 2012)

Unsere drei liebsten Kommentare zu Der Hobbit – Eine unerwartete Reise
Fazit: Ein Film, der sehr opulent daherkommt. Für Fantasy-Fans bestimmt ein absolutes Muss und der beste Film seit Jahren, aber für alle, die Herr der Ringe wegen seiner „irgendwie nicht so richtig Fantasy-Art“ gemocht haben, die werden hier so ihre Probleme haben. Außerdem kommt der Film, zumindest für sich allein stehend, nicht über optisch sehr schönes Popcorn-Kino hinaus. Sicher kein schlechter Film, ich für meinen Teil bin aber (und darum geht es ja in dieser subjektiven Kritik) schon ein wenig enttäuscht. (kobbi88)

Peter Jackson hat eindrucksvoll geschafft, woran Kollege George Lucas 1999 relativ kläglich gescheitert ist: Einen in sich stimmigen, der “alten” Trilogie in nichts nachstehenden Auftakt der Prequel-Trilogie zu drehen. Neun Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Mal mit leuchtenden Augen den Kinosaal verlassen habe, seit ich wie ein kleiner Junge komplett überwältigt von Jacksons fantastischer Welt anfangen wollte, elbisch zu lernen und Schwertkampf zu üben. Das schwierige Unterfangen, knapp zehn Jahre später an diesen ganz besonderen, magischen Mikrokosmos anzuknüpfen und die neue Trilogie homogen mit ihm zu verbinden, meistert Jackson absolut großartig und scheinbar mühelos. Schon bei den ersten Tönen von Howard Shores “Shire”-Theme fühlt man sich irgendwie zuhause und wundert sich, wie schnell die letzten neun Jahre scheinbar verstrichen sind. (Le Samourai)

Die Landschaftsaufnahmen sind gewohnt großartig; die reichhaltige Flora und Fauna Neuseelands wurde wieder in spektakulären Bildern festgehalten. Etwas schade ist, dass Peter Jackson vor allem bei den Orks auf die detailreichen Masken verzichtet hat und nun der sicherlich weit fortgeschrittenen CGI-Abteilung den Vorrang gelassen hat. Nicht falsch verstehen, die Animationen sind auf allerhöchstem Niveau – dennoch waren die ‘alten’ Orks im wahrsten Sinne des Wortes etwas griffiger. Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Score von Howard Shore: Einfach genial wie der Herr über die Kapelle neue Themen mit den alten verbindet, sodass diese eine musikalische Symbiose erster Güte eingehen. Nicht umsonst schreibe ich diese Worte gerade zu den Klängen des Films. (Sheeeeep)

Drei Kritiker-Meinungen zu Der Hobbit – Eine unerwartete Reise
Serkis macht The Hobbit zu allem, was Sie erwartet haben – eine Fantasie mit der Kraft, Sie bis in Ihre Träume zu verfolgen. Wirklich schade, dass der Film so lange braucht, um dorthin zu kommen. (Peter Travers, Rolling Stone)

„Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ ist je nach persönlicher Erwartungshaltung und Vorkenntnissen ein erster vielversprechender Schritt für eine – zu lang geratene – aber adäquate Buchverfilmung. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Film in fast allen Bereichen massiv über das Ziel hinaus schießt. Technisch, narrativ, strukturell. „Der kleine Hobbit“ wurde zu einem Moloch hochgezüchtet der inhaltlichen und kommerziellen Blockbustermaßstäben gerecht werden muss. Es war ein Geschenk, dass Peter Jackson seine „Der Herr der Ringe“-Verfilmung entgegen erster Planungen als Trilogie anlegen durfte. Nun kommt jedoch die Quittung in Form eines überlangen, überfrachteten Epos, das gestrafft über soviel mehr Potential verfügen würde. (Orlindo Frick, OLOsBLOG)

Die leidlich harmonische Konstellation der schrulligen Protagonisten bietet wenig Fläche für eine emotionale Bindung. Man mag die Wahl des Briten Martin Freeman („Per Anhalter durch die Galaxis“) zum liebenswerten Hauptdarsteller nicht anzweifeln, doch er spielt den jungen Bilbo Beutlin auch etwas sperrig und albern, wie dieser nun mal ist. Das Meiste bleibt an Ian McKellen alias Gandalf hängen, der sich aber elegant aus der Affäre zieht. Ebenso fehlt der gewisse Druck, unter dem die Bande ihr Ziel erreichen muss. Diesen versucht Regisseur und Co-Autor Jackson zwar immer wieder aufzubauen, doch keine zusammenhaltende Kraft verhindert, dass das große Abenteuer wie eine Aneinanderreihung vieler kleiner Abenteuer wirkt. De facto vermisst der Fan schnell die Düsternis eines „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ oder „Die Rückkehr des Königs“. […] Aber wie man es auch betrachtet, nach wie vor kann Peter Jacksons Epen so schnell niemand das Wasser reichen. (Philipp Stroh, Wie ist der Film?)

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