Aus dem Nichts - Kritik

Aus dem Nichts / AT: In the Fade

DE/FR · 2017 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 6 .5

    Deutschland kann ja mittlerweile doch ganz ansehnliche Filme machen! Authentisch gespieltes Drama, was auch thematisch recht gut abgepasst ist.
    Leider zieht es sich irgendwie in die Länge, etliches an Leerlauf. So richtig gut war nur der Mittelteil, aber empfehlenswert ist das Gesamtwerk trotzdem.

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    • 6 .5

      Fatih Akin's neuser Streich ist handwerklich einwandfrei gemacht. Diane Krüger überrascht und überzeugt in einer Tour de Force und als emotional am Abgrund stehende Mutter und Ehefrau, die "aus dem Nichts" plötzlich nichts mehr von Beidem ist. Der Spannungsbogen wird stets hoch gehalten und man will unbedingt wissen wie die Tragödie ausgeht. Wie so oft bei deutschen Filmen, stören mich hier mal wieder die eisige Kälte und depressive Grundstimmung, welche sich über die gesamte Laufzeit zieht. Das Ende ist nachvollziehbar aber vor allem deshalb auch irgendwie unspektakulär.

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      • 7
        sachsenkrieger 10.09.2018, 08:13 Geändert 10.09.2018, 08:14


        Dennis Moschitto ganz anders als im letztens gesichteten CHIKO und Diane Kru(ü)ger aus der ehemaligen Gänsemetropole Algermissen mal schauspielerisch astrein ... das kann man auf jeden Fall auf der Habenseite von AUS DEM NICHTS verbuchen. Aber von nichts kommt nichts. So erzählt Fatih Akin mal wieder eine Geschichte, die stellvertretend steht für das absolute Unverständnis des Menschen gegenüber dem seltsamen und meist unerwarteten Geschenk des Lebens. Mehr oder weniger integrierte Ausländer und mehr oder weniger extrahierte Inländer in einer Gesellschaft, in der viele glauben, das Probleme sich durch Diskussionen, Workshops, Aktionen oder Gesetze beheben ließen. Das Problem des einen ist die Lösung des anderen und umgekehrt. Die Münze hat zwei begrenzte Seiten und einen endlosen Rand, der sich selbst in den Schwanz beißt. Die erste Hälfte ist sehr stark, während das Ganze in der zweiten etwas nachlässt. Am Ende bleibt ein Film über die unfassbaren und ungreifbaren Dinge, zu denen Menschen in der Lage sind, wenn die Mama nicht aufpasst, das der Wickeltisch stabil steht...

        P.S.: Der letzte Satz beinhaltet natürlich eine etwas arg vereinfachte Aussage...

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        • 7 .5

          Sehr packende und ergreifende Handlung, die sich verschiedener Problematiken der persönlichen und juristischen Abhandlung der NSU-Morde annimmt. In drei Abschnitten geht es in dem Film um den furchtbar schmerzvollen Verlust der Familie durch (faschistischen) Terror, um die Funktion unseres Rechtsstaates und dessen Fehler und letztendlich Selbstjustiz. Ohne Verteuflung oder Erniedrigung der Täter schafft es Fatih Akin dem Zuschauer Schmerz, Trauer und Wut der Hinterbliebenen zu vermitteln - Emotionen, die durch die sachliche Abhandlung und nüchternen Gerichtsprozesse der NSU-Morde auch gesellschaftlich wenig Aufmerksamkeit erhielten.
          Abgesehen von der politischen Relevanz war die schauspielerische Leistung aller Akteure überzeugend, die Storyline fesselnd und meine Gänsehäut relativ konstant anhaltend.

          • 8

            Ein Brocken von einem Film. Traurig und mit Wut im Bauch inszeniert. Diane Kruger ist sensationell. Aber auch Johannes Krischs Performance als Verteidiger der Angeklagten ist beängstigend. Fatih Akin ist im Moment mein Mann wens um deutsche Filme geht.
            Super, das deutsche Kino lebt.

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            • 8 .5

              Fatih Akin hat eigentlich drei Filme in ein Machwerk gepackt. Eine Tragödie geht über in ein spannendes Gerichtsdrama und endet als packender Rachethriller. Die tragende Säule des Films ist aber Diane Kruger - vielleicht in der Rolle ihres Lebens. Unfassbar starke Leistung unseres Hollywood-Exports!

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              • 1 .5

                Einer von diesen deutsche 0815 Filmen von einem Regisseur aus einer x-beliebigen deutschen Großstadt der meint seine Zuschauer politisch bilden zu müssen.

                Bereits zu Beginn wird man direkt auf Linie gebracht durch eine überglückliche Diana Krüger die einen türkischen Ex-Knacki geheiratet hat, ihre Tage in der Innenstadt zwischen Dönerbude und türkischem Barbier, die Abende im Hamam verbringt während ihr vielleicht 8 jähriger Sohn Fremde Menschen auf der Straße bis aufs Blut beleidigt.
                Man lernt dann auch direkt dass man in so einer Umgebung sein Fahrrad besser abschließen sollte, was diese absolut erstrebenswerte Welt aber kein bisschen trübt.

                Der Film kommt dann auch recht schnell zur Sache als eine Bombe vor dem Laden ihres Mannes explodiert und ihre Familie tötet. Die böse Polizei ermittelt natürlich erstmal in Richtung ihres Mannes und vermutet Drogengeschäfte. Als die wahren Täter (natürlich pöhse Nazis) dann gefunden werden kommen die jedoch ungestraft davon weil unsere Justiz ebenso von Nazis durchzogen ist wie unsere Gesellschaft.
                Eigentlich sind wir also alle Nazis.

                Der Höhepunkt wird dann erreicht als die griechische Partei "goldene Morgenröte" subtil zur Terroristischen Organisation erklärt wird und die Täter im international agierende Netzwerk von Obernazis untertauchen.

                Fazit:
                annehmbare Schauspielerische Leistung in einem Setting das einem allenfalls genügt wenn die eigene Weltanschauung von der Tagesschau gestellt wird.

                Fröhliches Gutmenscheln.

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                • 7

                  Gute schauspielerische Leistung von Diane Kruger in einem spannenden Film.
                  Ich habe mitgelitten und mitgezittert, obwohl ich Gerichtsdramen sonst i.d.R. langweilig finde.

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                  • Sowas gucke ich mir nicht an, das ist "Futter" für Tagesschau Konsumenten.

                    • 7 .5
                      cyberpunky 05.06.2018, 02:10 Geändert 05.06.2018, 02:11

                      Gute deutsche Spielfilme kommen immer "aus dem Nichts" und leider viel zu selten, nach "Victoria" endlich mal wieder einer.

                      • 7

                        „Aus dem Nichts“ nimmt sich des deutschen Schandflecks der NSU-Morde an und macht eine ganz eigene Mischung aus Drama und Thriller daraus. An Subtilität ist Fatih Akin hier nicht interessiert. Vielmehr ist die Geschichte um eine Frau, die Gerechtigkeit für ihre ermordete Familie fordert, eine wütende und bewusst provokative Abrechnung mit Tätern und Justiz.

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                        • 6
                          TiMobile81 31.05.2018, 17:48 Geändert 31.05.2018, 17:53

                          Ich hätte dem Film eine 7 gegeben, wenn da nicht das letzte Drittel des Films und das Ende wären.

                          • 4

                            Fatih Akin und ich werden in diesem Leben wohl keine guten Freunde mehr. Prinzipiell finde ich es ja Lobenswert, den NSU Morden ein filmisches Mahnmal zu setzen. Von der Stimmung her ist der Film auch wirklich gut gemacht. Mir kommt es jedoch vor, als hätte Akin sich den ernsten Hintergrund zu Nutze gemacht, um einen Film zu drehen, der hauptsächlich darauf abzielt, einen möglichst großen Effekt zu erzielen. Dafür, dass er eine fiktive Storyline verwendet, hat die Story nicht viel zu sagen.Verlust ist grauenvoll. Gerichte sind unfair. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, bedarf es keiner Diane Kruger. Und dann dieser Schluss... Mal ehrlich, was soll ein solches dämliches Ende?

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                            • 8

                              Super Story, klasse Buch und Regie und eine überragende Hauptdarstellerin. Eine große Packung Taschentücher und reichlich Zeit zum Nachverarbeiten .....

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                              • 7

                                Fatih Akin, hat für seinen neuen durchaus diskutablen Film genau die richtige Hauptdarstellerin mit Diane Kruger gefunden! Sie liefert, in diesem Justiz/Rachedrama eine Meisterleistung ab und zeigt alle Ihre Facetten in der Figur von Katja! Aus dem Nichts, ist ein sehr lebensnaher Film aber auch ein Film der unendlich viel Wut in mir auslöst und in der Frage nach Gerechtigkeit! Fatih Akin, teilt seinen Film ähnlich wie Tarantino in mehrere Kapiteln auf! Der Film ist gut keine Frage und Diane Kruger spielt wohl die Rolle Ihres Lebens und auch alle anderen an die Wand! Was mir fehlt, ist neben der Wut auf die Behörden und Ermittler über Ihre Unfähigkeit in einem so klaren Fall der Gerechtigkeit genüge zu tun, ist die emotionale Bindung zu den Figuren ! Nicht unbedingt zu Diane Krugers Katja, sondern zu den beiden Opfern! Aber das war eben nicht möglich, weil der Film zu 90 Prozent nach dem Anschlag spielt und dem danach! Man kann sich sehr gut in die Rolle von Katja hineindenken, wenn Justiz, Behörden und Ermittler versagen, kommt wohl bei jedem Menschen der Gedanke nach Gerechtigkeit und Rache ans Tageslicht! Bei so einem Film kann es letztendlich auch kein Happy End geben und so endet der Film mit einem großen Knall!

                                FAZIT: Aus dem Nichts, ist ein aufwühlendes und wutmachendes Drama um einen neonazistischen Anschlag und dem Leben danach, mit einer großartigen Diane Kruger, aber fehlender Emotionalität gegenüber den Opfern!

                                • Habe gestern die Blu-ray gesehen , und kann den Hype nicht nachvollziehen. Der Film war nicht schlecht kommt aber nicht über TV Niveau hinaus. Auch die Oskar-Nominierung erschließt sich mir nicht. Mehr wie Note 5 ist bei mir deswegen nicht drin.

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                                  • Freue mich sehr auf die Blu-ray die jetzt erscheint :) Ich habe den Film im Kino nicht gesehen und bin sehr gespannt. Die Kritiken waren ja durch die Bank gut und auch die Trailer zum Film sahen sehr gut aus.

                                    • 5

                                      "Gut" für einen deutschen Film, "geht so" im internationalen Vergleich.

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                                      • 6 .5

                                        Aus dem nichts kontte mich am Anfang noch nicht ganz emotional abholen, wurde aber im Verlauf für mich immer dramatischer. Dies ist dem guten DEUTSCHEN Schauspiel zu verdanken. Also dafür wird der Film definitiv zurecht gelobt. Leider war mir das Ende aber doch zu konventionell

                                        SPOILER
                                        Das sie Rache nimmt und durch ihre Trauer sich selbst noch mit umbringt, ist halt leider Standard und Vorhersehbar. Von einem so hochgelobten Drama hätte ich mir ein anderes Ende erhofft, welches das Rachedenken außen vor lässt (wie z.B in Three Billboards). Das Ende hier war mir zu plump und aussagelos

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                                        • 0

                                          Vom Staat unterstützter Propagandafilm.
                                          Fehlte nur noch Merkel und Freunde in Nebenrollen.
                                          Dass sich Diane Krüger für so einen Mist hergegeben hat......

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                                          • 3

                                            Is das schon Propaganda. Fehlte nur noch die Pegidademo im Abspann. Da werden die schönen DDR Zeiten werden Salonfähig.

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                                            • 6

                                              Geiler Scheiß, wann kommt der 2. Teil ?? Der Schluss ließ ja doch einige Fragen offen.

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                                                Monzetti 19.04.2018, 23:16 Geändert 19.04.2018, 23:26

                                                Man sollte sich bei seiner Bewertung auf den Film beschränken und die Hintergrundgeschichte, die Pate stand, erst einmal ausblenden.

                                                Der Film ist schmucklos erzählt, was das Erlebte sehr nah an den Zuschauer heranführt. Ich habe selten menschliche Regungen so glaubhaft gespielt gesehen, wie hier von Diane Kruger - Hut ab!

                                                So unglaubhaft ist auch die rechtliche Lage nicht. Mir kam eher der Nebenkläger etwas unbeholfen vor, denn der Verteidiger hatte eine offensichtliche Strategie und der Nebenkläger ist in jeden Fallstrick hinein getappt.

                                                Aber um die Glaubwürdigkeit geht es eigentlich gar nicht so sehr, denn da kommt ja die zunächst ausgeblendete Tatsache wieder ins Spiel, dass es für diesen Film einen realen Hintergrund gibt, in welchem zwar ein solches Gerichtsverfahren nicht vorkommt, aber durchaus die Straftaten wie hier im Film zu sehen.

                                                Insoweit ist auch das Täterbild nicht zu einfach gezeichnet. Der Film zeigt eher auf, wie schlicht doch das Weltbild ist, welches sich manche Täter selbst zurecht zimmern. Wer an dieser Stelle nach mehr "Tiefe" sucht, sucht vergebliich.

                                                Insoweit: Sehenswert, aber für empathische Menschen doch recht schwere Kost. Wortkarg inszeniert, und gerade deshalb spielt sich die Geschichte zur Hälfte auch im eigenen Kopf ab.

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                                                  Für mich unplausibel.

                                                  *SPOILER*
                                                  Bei der Faktenlage kann ich mir einen Freispruch nicht vorstellen. Die Enwicklung des dritten Akts ist geradezu unterirdisch schlecht. Insbesondere die Bombe. Sorry, aber ohne Test und jede Erfahrung ist es auch mit Skizze unwahrscheinlich, dass dies gelingt. Und dass man sein Leben darauf setzt, dass es klappt und man den Mördern nicht schutzlos gegenübersteht... also was soll das?

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                                                    tut mir leid, aber dem xxx (nich porno, sondern nich gesagtem oder gesagtem) das thema iss schon traurig genug. xschäxe (verfremdet) iss doch schon traurig genug.
                                                    das die deutschen (verfassungsschutz) das nich mitgekriegt haben iss utopie. xschäxe weggesperrt für immer. ganz, ganz traurig für uns. aber nich dieser film und schon garnich von der krüger und dem Akin. champi schlürfen akin, iss geiler.