Aus dem Nichts - Kritik

Aus dem Nichts / AT: In the Fade

DE/FR · 2017 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 16 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Ein Brocken von einem Film. Traurig und mit Wut im Bauch inszeniert. Diane Kruger ist sensationell. Aber auch Johannes Krischs Performance als Verteidiger der Angeklagten ist beängstigend. Fatih Akin ist im Moment mein Mann wens um deutsche Filme geht.
    Super, das deutsche Kino lebt.

    1
    • 8 .5

      Fatih Akin hat eigentlich drei Filme in ein Machwerk gepackt. Eine Tragödie geht über in ein spannendes Gerichtsdrama und endet als packender Rachethriller. Die tragende Säule des Films ist aber Diane Kruger - vielleicht in der Rolle ihres Lebens. Unfassbar starke Leistung unseres Hollywood-Exports!

      1
      • 1 .5

        Einer von diesen deutsche 0815 Filmen von einem Regisseur aus einer x-beliebigen deutschen Großstadt der meint seine Zuschauer politisch bilden zu müssen.

        Bereits zu Beginn wird man direkt auf Linie gebracht durch eine überglückliche Diana Krüger die einen türkischen Ex-Knacki geheiratet hat, ihre Tage in der Innenstadt zwischen Dönerbude und türkischem Barbier, die Abende im Hamam verbringt während ihr vielleicht 8 jähriger Sohn Fremde Menschen auf der Straße bis aufs Blut beleidigt.
        Man lernt dann auch direkt dass man in so einer Umgebung sein Fahrrad besser abschließen sollte, was diese absolut erstrebenswerte Welt aber kein bisschen trübt.

        Der Film kommt dann auch recht schnell zur Sache als eine Bombe vor dem Laden ihres Mannes explodiert und ihre Familie tötet. Die böse Polizei ermittelt natürlich erstmal in Richtung ihres Mannes und vermutet Drogengeschäfte. Als die wahren Täter (natürlich pöhse Nazis) dann gefunden werden kommen die jedoch ungestraft davon weil unsere Justiz ebenso von Nazis durchzogen ist wie unsere Gesellschaft.
        Eigentlich sind wir also alle Nazis.

        Der Höhepunkt wird dann erreicht als die griechische Partei "goldene Morgenröte" subtil zur Terroristischen Organisation erklärt wird und die Täter im international agierende Netzwerk von Obernazis untertauchen.

        Fazit:
        annehmbare Schauspielerische Leistung in einem Setting das einem allenfalls genügt wenn die eigene Weltanschauung von der Tagesschau gestellt wird.

        Fröhliches Gutmenscheln.

        • 7

          Gute schauspielerische Leistung von Diane Kruger in einem spannenden Film.
          Ich habe mitgelitten und mitgezittert, obwohl ich Gerichtsdramen sonst i.d.R. langweilig finde.

          2
          • Sowas gucke ich mir nicht an, das ist "Futter" für Tagesschau Konsumenten.

            • 7 .5
              cyberpunky 05.06.2018, 02:10 Geändert 05.06.2018, 02:11

              Gute deutsche Spielfilme kommen immer "aus dem Nichts" und leider viel zu selten, nach "Victoria" endlich mal wieder einer.

              • 7

                „Aus dem Nichts“ nimmt sich des deutschen Schandflecks der NSU-Morde an und macht eine ganz eigene Mischung aus Drama und Thriller daraus. An Subtilität ist Fatih Akin hier nicht interessiert. Vielmehr ist die Geschichte um eine Frau, die Gerechtigkeit für ihre ermordete Familie fordert, eine wütende und bewusst provokative Abrechnung mit Tätern und Justiz.

                1
                • 6
                  TiMobile81 31.05.2018, 17:48 Geändert 31.05.2018, 17:53

                  Ich hätte dem Film eine 7 gegeben, wenn da nicht das letzte Drittel des Films und das Ende wären.

                  • 4

                    Fatih Akin und ich werden in diesem Leben wohl keine guten Freunde mehr. Prinzipiell finde ich es ja Lobenswert, den NSU Morden ein filmisches Mahnmal zu setzen. Von der Stimmung her ist der Film auch wirklich gut gemacht. Mir kommt es jedoch vor, als hätte Akin sich den ernsten Hintergrund zu Nutze gemacht, um einen Film zu drehen, der hauptsächlich darauf abzielt, einen möglichst großen Effekt zu erzielen. Dafür, dass er eine fiktive Storyline verwendet, hat die Story nicht viel zu sagen.Verlust ist grauenvoll. Gerichte sind unfair. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, bedarf es keiner Diane Kruger. Und dann dieser Schluss... Mal ehrlich, was soll ein solches dämliches Ende?

                    5
                    • 8

                      Super Story, klasse Buch und Regie und eine überragende Hauptdarstellerin. Eine große Packung Taschentücher und reichlich Zeit zum Nachverarbeiten .....

                      1
                      • 7

                        Fatih Akin, hat für seinen neuen durchaus diskutablen Film genau die richtige Hauptdarstellerin mit Diane Kruger gefunden! Sie liefert, in diesem Justiz/Rachedrama eine Meisterleistung ab und zeigt alle Ihre Facetten in der Figur von Katja! Aus dem Nichts, ist ein sehr lebensnaher Film aber auch ein Film der unendlich viel Wut in mir auslöst und in der Frage nach Gerechtigkeit! Fatih Akin, teilt seinen Film ähnlich wie Tarantino in mehrere Kapiteln auf! Der Film ist gut keine Frage und Diane Kruger spielt wohl die Rolle Ihres Lebens und auch alle anderen an die Wand! Was mir fehlt, ist neben der Wut auf die Behörden und Ermittler über Ihre Unfähigkeit in einem so klaren Fall der Gerechtigkeit genüge zu tun, ist die emotionale Bindung zu den Figuren ! Nicht unbedingt zu Diane Krugers Katja, sondern zu den beiden Opfern! Aber das war eben nicht möglich, weil der Film zu 90 Prozent nach dem Anschlag spielt und dem danach! Man kann sich sehr gut in die Rolle von Katja hineindenken, wenn Justiz, Behörden und Ermittler versagen, kommt wohl bei jedem Menschen der Gedanke nach Gerechtigkeit und Rache ans Tageslicht! Bei so einem Film kann es letztendlich auch kein Happy End geben und so endet der Film mit einem großen Knall!

                        FAZIT: Aus dem Nichts, ist ein aufwühlendes und wutmachendes Drama um einen neonazistischen Anschlag und dem Leben danach, mit einer großartigen Diane Kruger, aber fehlender Emotionalität gegenüber den Opfern!

                        • Habe gestern die Blu-ray gesehen , und kann den Hype nicht nachvollziehen. Der Film war nicht schlecht kommt aber nicht über TV Niveau hinaus. Auch die Oskar-Nominierung erschließt sich mir nicht. Mehr wie Note 5 ist bei mir deswegen nicht drin.

                          2
                          • Freue mich sehr auf die Blu-ray die jetzt erscheint :) Ich habe den Film im Kino nicht gesehen und bin sehr gespannt. Die Kritiken waren ja durch die Bank gut und auch die Trailer zum Film sahen sehr gut aus.

                            • 5

                              "Gut" für einen deutschen Film, "geht so" im internationalen Vergleich.

                              3
                              • 6 .5

                                Aus dem nichts kontte mich am Anfang noch nicht ganz emotional abholen, wurde aber im Verlauf für mich immer dramatischer. Dies ist dem guten DEUTSCHEN Schauspiel zu verdanken. Also dafür wird der Film definitiv zurecht gelobt. Leider war mir das Ende aber doch zu konventionell

                                SPOILER
                                Das sie Rache nimmt und durch ihre Trauer sich selbst noch mit umbringt, ist halt leider Standard und Vorhersehbar. Von einem so hochgelobten Drama hätte ich mir ein anderes Ende erhofft, welches das Rachedenken außen vor lässt (wie z.B in Three Billboards). Das Ende hier war mir zu plump und aussagelos

                                1
                                • 0

                                  Vom Staat unterstützter Propagandafilm.
                                  Fehlte nur noch Merkel und Freunde in Nebenrollen.
                                  Dass sich Diane Krüger für so einen Mist hergegeben hat......

                                  1
                                  • 3

                                    Is das schon Propaganda. Fehlte nur noch die Pegidademo im Abspann. Da werden die schönen DDR Zeiten werden Salonfähig.

                                    5
                                    • 6

                                      Geiler Scheiß, wann kommt der 2. Teil ?? Der Schluss ließ ja doch einige Fragen offen.

                                      • 8
                                        Monzetti 19.04.2018, 23:16 Geändert 19.04.2018, 23:26

                                        Man sollte sich bei seiner Bewertung auf den Film beschränken und die Hintergrundgeschichte, die Pate stand, erst einmal ausblenden.

                                        Der Film ist schmucklos erzählt, was das Erlebte sehr nah an den Zuschauer heranführt. Ich habe selten menschliche Regungen so glaubhaft gespielt gesehen, wie hier von Diane Kruger - Hut ab!

                                        So unglaubhaft ist auch die rechtliche Lage nicht. Mir kam eher der Nebenkläger etwas unbeholfen vor, denn der Verteidiger hatte eine offensichtliche Strategie und der Nebenkläger ist in jeden Fallstrick hinein getappt.

                                        Aber um die Glaubwürdigkeit geht es eigentlich gar nicht so sehr, denn da kommt ja die zunächst ausgeblendete Tatsache wieder ins Spiel, dass es für diesen Film einen realen Hintergrund gibt, in welchem zwar ein solches Gerichtsverfahren nicht vorkommt, aber durchaus die Straftaten wie hier im Film zu sehen.

                                        Insoweit ist auch das Täterbild nicht zu einfach gezeichnet. Der Film zeigt eher auf, wie schlicht doch das Weltbild ist, welches sich manche Täter selbst zurecht zimmern. Wer an dieser Stelle nach mehr "Tiefe" sucht, sucht vergebliich.

                                        Insoweit: Sehenswert, aber für empathische Menschen doch recht schwere Kost. Wortkarg inszeniert, und gerade deshalb spielt sich die Geschichte zur Hälfte auch im eigenen Kopf ab.

                                        1
                                        • 6

                                          Für mich unplausibel.

                                          *SPOILER*
                                          Bei der Faktenlage kann ich mir einen Freispruch nicht vorstellen. Die Enwicklung des dritten Akts ist geradezu unterirdisch schlecht. Insbesondere die Bombe. Sorry, aber ohne Test und jede Erfahrung ist es auch mit Skizze unwahrscheinlich, dass dies gelingt. Und dass man sein Leben darauf setzt, dass es klappt und man den Mördern nicht schutzlos gegenübersteht... also was soll das?

                                          2
                                          • 0

                                            tut mir leid, aber dem xxx (nich porno, sondern nich gesagtem oder gesagtem) das thema iss schon traurig genug. xschäxe (verfremdet) iss doch schon traurig genug.
                                            das die deutschen (verfassungsschutz) das nich mitgekriegt haben iss utopie. xschäxe weggesperrt für immer. ganz, ganz traurig für uns. aber nich dieser film und schon garnich von der krüger und dem Akin. champi schlürfen akin, iss geiler.

                                            • 6

                                              Der war schon gut aber doch weit hinter meinen Erwartungen...gerade noch so 6punkte

                                              • [...] Alles in allem war es für mich ein herausragendes Filmerlebnis, und Aus dem Nichts eine Erfahrung, die die wichtigsten Komponenten eines vernünftigen und ordentlichen Dramas vollkommen erfüllt hat. Ich war öfter den Tränen nahe, als ich vorher glauben wollte und manchmal kullerten sie schon, bevor ich es bemerkte. Fatih Akins Aus dem Nichts ist ein gellschaftlich und historisches Stück Kritik, dass die Fülle der Menschlichkeit und den Wert von Rache in uns selbst brisant präsentiert und mit purer Authentizität untermalt.

                                                2
                                                • 7

                                                  Fiktive Aufarbeitung des NSU-Prozesses, entpolitisiert als empathisch-wütende Anteilnahme mit den Opfern und Hinterbliebenen. Was Fatih Akin mit Aus dem Nichts filmisch festgehalten hat, ist kein einfacher, ja sogar ein überaus angreifbarer, Film. Angreifbar, weil er einen primär politischen Konflikt rein subjektiv beleuchtet, eben nicht reflektiert, sondern sich bewusst auf die Seite der Opfer stellt. Angreifbar, weil er immer wieder vor schwierigen Entscheidungen steht und sich nicht davor scheut, einen eindeutigen Weg zu beschreiten. Vielleicht ist der abschließende Akt, speziell das Ende nicht optimal. Vielleicht verkommt der Versuch Authentizität zu suggerieren hin und wieder zu unfreiwilliger Komik. Vielleicht ist die Charakterzeichnung der Täter deshalb auch lachhaft einseitig. Dem entgegen steht jedoch eine emotionale Wucht, die Akin vor allem im ersten Akt mit kehlenzuschnürender Eindringlichkeit auf den Zuschauer loslässt. Ein filmisch real gewordenes Gefühl zwischen Hilflosigkeit und Wut, Trauer und Trauma. Nicht zuletzt aufgrund der sagenhaften Leistung der Antischauspielerin Diane Kruger. Erstaunlich, aus welch simplen Mitteln Aus dem Nichts seine dermaßen mitreißende, kraftvolle und einfühlsame Wirkung speist. Kino zum Fühlen, nicht zum Nachdenken. Wenn der Film, wie viele behaupten, auf dem Niveau einer öffentlich-rechtlichen TV-Produktion ist, sollte ich wohl mal wieder meinen Fernseher einschalten…

                                                  8
                                                  • 7

                                                    – S P O I L E R –

                                                    Der Film kritisiert auch die Defizite bei Ermittlung und Rechtssprechung. Deswegen der Racheakt, der dadurch erträglicher wird oder sein soll, daß sie selbst auch dabei umkommt. Harter Film, leider nötig.

                                                    2