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Meine glorreichen Sieben

7 Filmplakate, die es Andy angetan haben

01.03.2012 - 08:50 UhrVor 9 Jahren aktualisiert
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Meine glorreichen Sieben
© Moviepilot
Meine glorreichen Sieben
Filmplakate gehören seit eh und je fest zu jedem erfolgreichen Marketing-Konzept neuer Releases. Um diese ganz spezielle Kunst zu würdigen, habe ich mir sieben Exemplare herausgesucht, die es mir besonders angetan haben.

Ein Film ohne Plakat? Unvorstellbar! Schon die Gebrüder Lumière wussten mit Postern auf ihre Filme aufmerksam zu machen und damit die Menschen in die Lichtspielhäuser zu locken. Heutzutage bildet das Plakat die Grundlage jeder ernsthaften Marketing-Strategie einer Produktion. So verwundert es nicht, dass im Laufe der Zeit ein wahrer Poster-Boom entstand und Sammler hinter den wertvollsten und seltensten Exemplaren hinterher jagen. Aber woher kommt diese Faszination für diese sehr spezielle Kunst? Ganz einfach. Das Poster ist das Gesicht eines jeden Films. Der erste Blick auf das Plakat entscheidet bei mir oftmals in Bruchteilen einer Sekunde, ob ich mich dafür ins Kino wagen soll oder nicht. Ein Plakat steht stellvertretend für den Film und muss dessen Charakter möglichst genau transportieren. Keine einfache Kunst!

In unserer wöchentlichen Kategorie Meine glorreichen Sieben habe ich sieben Filmplakate zusammengestellt, die es mir besonders angetan haben. Auf Grund der schier unglaublichen Masse an gelungenen Plakaten, erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und freue mich auf eure Kommentare, in denen ihr die Liste natürlich ergänzen sollt.

Taxi Driver, weil Martin Scorsese den Nagel auf den Kopf trifft
Regisseur Martin Scorsese ließ das offizielle Plakat zu seinem Klassiker Taxi Driver in schwarz-weiß gestalten und traf damit den Nagel genau auf den Kopf. Mit gesenktem Haupt schleicht Hauptdarsteller Robert De Niro durch eine triste Gasse, von oben und unten eingerahmt von zwei dicken schwarzen Balken, auf denen die Namen der Darsteller und des Regisseurs vermerkt sind. Ein monochromes Meisterwerk.

Anatomie eines Mordes, weil weniger oftmals mehr ist
Wie bei so vielen anderen Dingen, gilt auch bei Filmplakaten oft das Prinzip “weniger ist mehr.” Ein Paradebeispiel dafür ist das an Simplizität nicht zu überbietende offizielle Poster zu Anatomie eines Mordes von Otto Preminger. Mit gerade einmal vier Farben kommt die Kollage aus und lässt doch keine Wünsche offen. Ein absolut zeitloses Plakat, dass in keiner ernst zu nehmenden Sammlung fehlen darf.

Fargo, weil auch Nadel und Faden ein gutes Poster machen
Ein wahres Ausnahmewerk der hohen Kunst der Kino-Plakate ist die alternative Version des Fargo -Posters der Brüder Joel Coen und Ethan Coen. Handgestickt ließen sie dieses innovative und künstlerisch höchst anspruchsvolle Stück anfertigen, dass mir bei jedem Anblick diesen herausragenden Film in Erinnerung ruft. So soll es sein!

Außer Atem, weil die Farben prächtig harmonieren
Handgemalt mit dieser so typischen künstlerischen Freiheit, die auch die Filme der französischen Nouvelle Vague kennzeichneten, kommt das ikonische Poster zu Außer Atem von Jean-Luc Godard daher. Die Farben harmonieren prächtig und die Lippen von Jean Seberg sehen zum Anbeißen lecker aus. Als Krönung noch die berühmte Szene, in der Jean-Paul Belmondo mitten auf der Straße stürzt und gestellt wird. Für mich eines der schönsten Poster aller Zeiten.

Harold and Maude, weil dieses schelmische Grinsen unwiderstehlich ist
Ihr merkt schon, ich bin ein Fan von handgemachten Plakaten. Das Poster zu Harold and Maude von Hal Ashby hat seinen ganz eigenen Stil und bildet die beiden Hauptfiguren mit einer unvergleichlichen Detailverliebtheit ab. Ein perfektes Beispiel dafür, wie gut ein Plakat den Charme eines Films treffen kann. Das schelmische Grinsen der beiden lässt mich jedes mal aufs neue mit lachen – wunderbar!

So finster die Nacht, weil mir das Blut in den Adern gefriert
Herrlich, wie hier mit dunklen Blautönen und tiefem Schwarz diese düstere Atmosphäre erzeugt wird, die So finster die Nacht so sehenswert macht. Verstörend und unheilvoll wirkt diese intelligente Kollage aus bizarren Bildern, die fast komplett ohne Text auskommt. Über allem thront ein geheimnisvoller verschwommener Schatten, der mir das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Beautiful Losers, weil Inhalt und Design wunderbar harmonieren
Die Dokumentation Beautiful Losers befasst sich mit dem Leben unterschiedlicher Kreativer und deren Liebe zur Kunst. Das liebevoll illustrierte Poster sprüht nur so vor Lebensfreude und veranschaulicht den portraitierten Lebensstil punktgenau. Die perfekte Symbiose aus Inhalt und Design machen es für mich zu einem einmaligen Kunstwerk, das ich irgendwann eingerahmt an meiner Wand sehen will.

Welche Poster sind eure Favoriten? Ich bin gespannt!

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