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moviepilots friemeliger Fragebogen

7 Fragen Lp12321

31.05.2015 - 09:40 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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I love how she makes me feel, like anything's possible, or like life is worth it.
© moviepilot
I love how she makes me feel, like anything's possible, or like life is worth it.
Ein Handy aus der Hölle, ein Buch, das ihr unbedingt lesen solltet, ein Ring sie einzuschläfern - und zum ersten Mal schmuggelt eine Userin heimlich Filme auf unsere Insel! Bei dem Buchtipp drücken wir aber mal ein Auge zu ...

Diese Woche stellt sich Lp12321  unserem 7-Fragen-Tribunal  und wartet nach 7 gnadenlos ehrlichen Antworten auf euer Urteil. Ob ihr eine schockierende Enthüllung habt, nur haarscharf daran vorbeischrammt, von einem Kinopublikum gesteinigt zu werden, oder auch mal eurem Frust über ein großartiges Buch, das am Ende zu einem enttäuschenden Film wurde, Luft machen wollt - wenn ihr auch mal (noch einmal) unseren Fragebogen ausfüllen wollt, sagt einfach kurz Kängufant  Bescheid! Und jetzt Ruhe, der Film fängt an ... und irgendwo brummt ein Handy ...

Was ist das schönste, bzw. was ist das schlimmste Erlebnis, das du jemals in einem Kino hattest?

Mein schlimmstes Erlebnis ist gleichzeitig auch das lustigste Kinoereignis. Vor einem Monat sind meine Freundin und ich wie gewöhnlich in der Sneak gewesen. Alles war in Ordnung, bis ab Mitte der Spielzeit auf einmal ein Handy pausenlos vibrierte ... Am Anfang hat man es noch versucht zu ignorieren, aber mit der Vibrationsstärke dieses Handys hätte man weiß Gott was anstellen können ... Das ganze Kino war in Aufruhr und aus jeder Ecke hörte man: "Meine Fresse, checkt einer nicht, dass man angerufen wird ?!" und solche Dinge. Auch wir waren voll genervt und guckten schon mit unseren "Ich-töte-diese-Person-auf- der-Stelle" Blick durchs ganze Kino. Auch die neben uns fragten uns, ob wir das seien. Aber das Handy meiner Freundin war komplett aus und meins ist immer auf lautlos. Also ging das ununterbrochen weiter und immer mehr Leute regten sich schon auf.

Dann stupst meine Freundin mich an und guckt mir ganz schockiert in die Augen. Sie kramt in ihrem Rucksack und siehe da, der Übeltäter war in ihrer Tasche, da sie das HANDY IHRES FREUNDES eingesteckt hatte und dieser sich mit einem anderen Handy angerufen hatte. 43 VERPASSTE ANRUFE ... Sie also ganz klammheimlich das Handy genommen und hat das so unauffällig wie möglich ausgemacht ... Mein Gott war uns das peinlich, aber als wir aus dem Kino waren, konnten wir uns auch nicht mehr halten vor lachen ... Jaja und dann kam noch eine Frau zu uns und hat sich bei uns beschwert, wie unhöflich solche Menschen doch sind und wir einfach: "Ja, Sie haben vollkommen Recht! Die Leute werden auch immer schlimmer ... also wirklich ..."

Welcher Film drückt jedes Mal auf deine Tränendrüse, ob du willst oder nicht? Und welcher Film schafft es jedes Mal, alle Wolken weg zu schieben?

500 Days of Summer bringt mich jedesmal zum Weinen. Ich mein, es stirbt weder Hund noch Mensch, und trotzdem muss ich immer wieder losheulen. Und zwar immer, wenn Tom zur Party fährt und sich seine Erwartungen, bzw /Wunschgedanken und die Realität parallel abspielen. Dieser Moment, wo er Summer sieht und für ihn jetzt auf gleich alles zusammenbricht ... Oh, genau da bricht auch für mich alles zusammen. JGL spielt einfach so authentisch und gut, dass ich mich so in ihn hineinversetze, als würde ich das gerade erleben. Ich versteh selbst auch nicht, wieso ich immer wieder dabei so emotional werde. Meine Freundinnen haben alle bei dieser Stelle und auch generell beim Film nicht eine Träne vergossen ... Schon komisch ... Anscheinend geht es nur mir so, für mich ist diese Szene einfach der WAHNSINN. Dazu kommt noch der sehr schöne und traurige Soundtrack von Regina Spektor mit Hero.

Und bei Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft muss ich einfach immer wieder weinen ... Viele empfinden den Film als total kitschig. Stimmt auch, aber ich mag kitschikitsch Filme. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Hachiko auf einer wahren Begebenheit beruht und das tatsächlich so war, kann ich auch einfach nicht anders als zu weinen, weinen, weinen.

Wenn du einen Tag in einem Film leben könntest, welcher würde es sein und welche Figur wärst du?

Ich wäre gern Mathilda aus Léon - Der Profi. Mit meinem Onkel hab ich ihn als kleines Mädchen gesehen, und seitdem ist der Film einer meiner Lieblingsfilme. Damals fand ich Mathilda schon total cool und wollte auch gern so einen "Onkel" haben. Also einen Tag lang mit einem der coolsten Mentoren, den man sich nur vorstellen könnte, durch die Straßen ziehen, das wärs doch. Ich bin zwar kein Freund von Gewalt und eine Waffennärrin bin ich auch nicht, aber schon als kleines Kind stand ich gern an einer Schießbude, und heute wird immer noch im Urlaub fleißig Luftgewehr geschossen - warum denn dann nicht einen Tag lang böse Typen bekämpfen? Von Leon kann man doch alles lernen was man wissen muss. Morgens erst ein anstrengendes Workout, und nach der harten Arbeit wird erstmal ein Glas Milch zur Stärkung getrunken. Abends wird zur Entspannung noch schön Scharade gespielt, bis es dann Zeit ist, sich schlafen zu legen, man muss ja auch fit und klar im Kopf für seine Arbeit sein.

>> Keine Frauen, keine Kinder<<

Mit welchem Genre oder welcher Filmgattung kannst du überhaupt nichts anfangen?

Ich mag, bis auf ein paar Ausnahmen keine Actionfilme, die finde ich nämlich langweilig. Ja genau, langweilig. Auf diese Antwort bekomm ich immer ein: "Aber du guckst doch auch Dramen und Liebesfilme, die sind also nicht langweilig?" zu hören. Joa stimmt, aber für mich liegt der Unterschied darin, dass ein Drama oder ein Liebesfilm nicht spannend sein will und man auch ohne diese Erwartung hineingeht. Da geht es um eine ernste oder herzzerreißende Story. Klingt vielleicht komisch, aber irgendwelche Autorennen oder sinnloses Herumgeballere unterhalten mich irgendwie kein Stück. Da guck ich mir lieber Horrorfilme oder Thriller an, wenn ich Lust auf was Spannendes habe. Aber es gibt auch ein paar Ausnahmen, denn die bestätigen, wie man ja weiß, die Regel. Wie gesagt bzw schon gemerkt ist Leon - Der Profi einer meiner Lieblingsfilme. Auch Con Air finde ich klasse. Dann gibt es noch so Filme wie Crank , die, gerade weil sie so absurd und "abgefuckt" sind, einen hohen Unterhaltungswert haben.

Welchen großen, hochgelobten Klassiker oder Kultfilm magst du insgeheim überhaupt nicht? Welche Lücke in deinem Filmwissen hast du bisher geheim gehalten? Wir verraten es auch keinem ...

Oh Gott ... ab jetzt wird mein kleines MP-Leben wohl noch viel kleiner werden, als es schon ist, denn hiermit vergraul ich nun alle meine "Freunde" :D Ich habe eine Abneigung gegen ... Der Herr der Ringe ... Mein Vater ist ein riesen Herr der Ringe-Fan mit seiner Blu-ray-Special-Edition-Box und all son Schnickschnack. Also fing alles damit an, als er mit mir einen HDR-Abend machen wollte, und so stiegen wir erstmal mit dem ersten Teil ein. Ich war auch total interessiert und hatte auch große Lust, den Film zu sichten, doch irgendwie war ich schon nach 30 Minuten komplett gelangweilt - und bin irgendwann eingeschlafen ...

Nach Jahren die dazwischen lagen wurde ich wieder mit HDR konfrontiert, denn meine beste Freundin ist ein supadupa HDR-Fan. Also entschloss ich, mir die Box meines Vaters auszuleihen und ihm noch eine Chance zu geben. Gesagt, getan - und was war? Ich bin wieder eingeschlafen ... LEUTE, ich schlafe seit Jahren nicht mehr bei einem Film ein! Bevor es soweit kommt, mache ich den Film aus und schaue am nächsten Tag weiter. Naja, mittags dachte ich mir dann: "Komm, weiter gehts. Jetzt werde ich bestimmt nicht mehr einschlafen." Ich spulte dann vor bis zur Stelle, wo ich glaubte gewesen zu sein, und nach 25 Minuten, die sich aber nach 60 anfühlten, hab ich ausgeschaltet, weil ich echt genervt war ... 3 Mal versucht und 3 Mal gescheitert ...

Ich bekenne mich schuldig ... also ... Wie geht’s weiter? Gesteinigt, geköpft oder direkt auf dem Scheiterhaufen mit mir?

Wenn du drei Filme für eine einsame Insel wählen müsstest (auf der es unerklärlicherweise ein Home-Entertainment-System gibt), welche wären es?

3+1=3? Oder 3 offiziell, und einen schmuggel ich mit rein, deal? Ich kann mich nämlich gar nicht entscheiden, bei all meinen Lieblingsfilmen. Also hier kommen die 4 Filme mit denen ich am liebsten auf einer einsamen Insel verbleiben möchte.

500 days of Summer - ja, wer hätte das gedacht. Mein Lieblingsschauspieler + Lieblingsfilm ist natürlich ein Must have. Ich kenne einfach keinen Film, der authentischer ist als dieser. Ich glaube, jeder kann sich zumindest ein Stück weit mit Tom identifizieren und kennt gewisse Szenen bestimmt auch aus seinem Leben. Auch muss der Film mit, weil kein anderer es schafft, mich erst total depressiv, aber dann zum Schluss wieder total glücklich zu stimmen.

Prinzessin Mononoke ist mein Lieblingsfilm aus dem Hause Ghibli. Schon als kleines Mädchen habe ich den Film geliebt. Zwar habe ich da noch nicht die wahre Intention verstanden, aber dafür jetzt umso mehr. Prinzessin Mononoke ist einfach ein Meisterwerk in allen Bereichen. Wie ich schon sagte, von der Handlung und der Intention, den gewaltigen Bildern her - und vor allem die Musik ist grandios. (Hierzu ein Link von einem Livekonzert  für alle, die Zeit und Lust haben, sich selbst von diesem musikalischen Meisterwerk ein Bild zu machen. Mich flasht es immer wieder.)

I Saw the Devil ist dann dafür, wenn ich wirklich Lust auf Gewalt und Vergeltung habe. Obwohl der Film an sich sehr lange geht, finde ich ihn nie langatmig, und er ist echt gut zum Abreagieren. Auch finde ich, dass I saw the Devil eines der grandiosesten und aufrüttelndsten Enden hat.

Und zu guter Letzt: Hachiko, wenn die Zeit der Depression gekommen ist, und man einfach nur drauflos heulen möchte.

Damit ist für jede Stimmung was dabei. Ich kann lachen, weinen, aufgebracht sein, über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nachdenken, und meine Aggression in gewisser weise katalysieren.

Gibt es ein Buch, eine Serie, die du abgöttisch liebst - und deren Verfilmung dich maßlos enttäuscht hat? Was hätte besser gemacht werden müssen?

Ich finde José Saramago's Die Stadt der Blinden echt sehr sehr gut. Nachdem ich das Buch zu ende gelesen habe, habe ich mir direkt den Film Die Stadt der Blinden angeguckt und war ehrlich enttäuscht. Was José Saramago in diesem Buch geschaffen hat, ist wahrlich ein ganz großes Meisterwerk. Er hat nicht umsonst einen Nobelpreis für Literatur erhalten. Auf jeden Fall konnte der Film BEI WEITEM nicht mithalten.

Ich denke, dass das auch daran liegt, welch große Herausforderung diese Verfilmung überhaupt darstellt. Alles, was im Buch vorkommt, hat schon einen Sinn und eine Intention und kann in einem normalen Spielfilm nicht zeitlich verarbeitet werden. Daran können auch die wundervolle Julianne Moore und Mark Ruffalo nichts ändern, die trotzdem eine überragende Leistung abgeliefert haben. Es haben einfach wichtige Passagen gefehlt, um manche Situationen richtig verstehen zu können, und auch die brillante Intention kam meiner Meinung nach nicht so wirklich rüber. Ich kann verstehen, wenn man das Buch nicht gelesen hat, dass man den Film gut bewertet, denn hier auf MP scheint er mit 6,5 Punkten ja ganz gut wegzukommen. Für mich als Buchkennerin, ist die Stadt der Blinden aber leider eine Enttäuschung.

Das Buch ist wirklich nur zu empfehlen, allein die Art, wie das Buch geschrieben ist, ist einzigartig und die Intention/ Erklärung dahinter ist mit das Intelligenteste, was ich je gelesen habe. So genug Werbung gemacht ...

Aber im Ernst: LEST ES :D!!!!


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