Der Hobbit 2 im TV: Was die enttäuschenden Herr der Ringe-Ableger wirklich rettet

Der Hobbit: Smaugs Einöde - Trailer (Deutsch) HD
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© Warner Bros.
Der Hobbit: Smaugs Einöde
07.01.2022 - 20:00 UhrVor 6 Monaten aktualisiert
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In der Hobbit-Trilogie ist vieles nicht so gelaufen, wie ich es gehofft hatte. Eine Sache rettet die Herr der Ringe-Prequels trotzdem: die atemberaubende Musik von Howard Shore.

Als die Verfilmung von Der kleine Hobbit angekündigt wurde, war die Freude groß. Schlussendlich ging Peter Jacksons dreiteilige Adaption von J.R.R. Tolkien Buchvorlage für mich aber als enttäuschendes Kapitel in die Kinogeschichte der letzten zehn Jahre ein, was nicht zuletzt am überbordenden Einsatz von digitalen Effekten liegt.

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So viele Kritikpunkte sich in den Hobbit-Filmen finden lassen: Zu einer Sache bin ich trotzdem immer wieder zurückgekehrt. Die Soundtracks von Howard Shore sind eine großartige Erweiterung der musikalischen Welten, die er für die Herr der Ringe-Trilogie geschaffen hat. Besonders Der Hobbit: Smaugs Einöde kann hier auftrumpfen.

  • Heute im TV: Der Hobbit: Smaugs Einöde läuft heute Abend um 20:15 Uhr auf VOX. Die Wiederholung folgt am Sonntag um 13:30 Uhr. Alternativ könnt ihr den Film aktuell bei Netflix streamen.

Im Der Hobbit 2-Soundtrack versteckt sich eine der schönsten Kompositionen von Howard Shore

Der zweite Hobbit-Film ist insgesamt der rundeste Teil der Trilogie, die sich mit Bilbo Beutlins großem Abenteuer beschäftigt. Gemeinsam mit dem Zauberer Gandalf und den Zwergen rund um Thorin Eichenschild begibt er sich auf den Weg zum Einsamen Berg, um die dortige Festung der Zwerge von dem bösen Drachen Smaug zurückzuerobern.

Nach einem singenden Goblin-König und dem geheimnisvollen brummenden Mysty Mountain-Song aus Der Hobbit: Eine unerwartete Reise erforscht Shore in der Fortsetzung mehr von der musikalischen Identität des Zwergenvolks und das zwielichtige Treiben in der Seestadt Esgaroth. Je näher wir dem Erebor kommen, desto mitreißender, mächtiger und bedrohlicher werden die Kompositionen.

Das schönste Leitmotiv in der Filmmusik von Smaugs Einöde erzählt jedoch nicht von Goldschätzen, Ungeheuern und dem Ehrgefühl der Zwerge. Stattdessen überwindet es Grenzen und lässt mit seinen sanften Klängen die Unendlichkeit von Mittelerde lebendig werden.

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Es erklingt in den ersten Minuten des Stücks Beyond the Forest und untermalt die schüchterne Liebesgeschichte zwischen der Elbin Tauriel (Evangeline Lilly) und dem Zwerg Kili (Aidan Turner). In Tolkiens Buchvorlage ist davon nichts zu lesen. Es handelt sich um eines der Elemente, die vom Kreativteam hinter den Filmen ergänzt wurden.

Obwohl die meisten dieser Elemente die Hobbit-Filme unnötig aufblähen, erweist sich der Subplot um Tauriel und Kili als spannende Ergänzung. Er ermöglicht einen frischen Blick auf die festgefahrenen Gesellschaftsstrukturen in Mittelerde. Zudem stellt er dem großen Abenteuer voller Prüfungen etwas Zerbrechliches und Tragisches gegenüber.

Entgegen aller Vorurteile, die zwischen einer Elbin und einem Zwerg existieren, führt die Musik Tauriel und Kili mit schwebenden Tönen zusammen. Es ist ein Liebesthema, das mit verträumter Leichtigkeit Gegensätze vereint und sich über die strengen, verurteilenden Blicke der Außenstehenden hinwegsetzt.

Genauso wie Tauriel und Kili aus dem Gewohnten ausbrechen, gleitet ihr Liebesthema über den sonst sehr voluminösen Stücken voller Bläser und Streicher des Films hinweg. Federleicht durchdringt eine Flöte den Nebel, der den Einsamen Berg umgibt, und legt sich wie ein schützender Zauber um die Liebenden auf ihrer Reise ins Ungewisse.

Die suboptimalen Produktionsumstände (zu viele Filme, zu wenig Zeit) sind der Hobbit-Trilogie oft anzumerken sind. Die Musik haben sie aber kaum beeinträchtigt. Wo Peter Jackson als Regisseur am Ende ausgelaugt und planlos wirkt, feilt Howard Shore an einer sagenhaften Komposition nach der anderen, die sich stimmungsvoll in das Bestehende einfügen und Mittelerde um bleibende Themen erweitern.

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