Doris Day ist im Alter von 97 Jahren gestorben

Doris Day in Bettgeflüster
© Universal Pictures
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Chefredakteurin von Moviepilot, sozialisiert von Gerippchen Unsterblich, David Lynch und Kirk aus Stars Hollow. Einziges Redaktionsmitglied, welches Mathe mag. Wertet deshalb am liebsten Daten aus.

Doris Day war die Ikone des sauberen Wohlstands-Amerikas der 1950er Jahre. Sie verkörperte die anständige und optimistische Hausfrau und war die offenherzige Königin der heilen Vorstadt-Idylle. Jetzt ist die Schauspielerin im Alter von 97 Jahren verstorben, wie unter anderem The Guardian berichtet.

Als Doris Mary Ann Kappelhoff wurde die Schauspielerin am 3. April 1922 in Cincinnati, Ohio geboren. Ihre Eltern waren deutsche Einwanderer. Sie erzogen ihre Tochter sehr musikalisch, sie tanzte, sang und schauspielerte. Früh zog es Doris Day auf die Bühne, später nach Hollywood.

Doris Day als All-American-Girl

Nach ihrem erfolgreichen Hollywood-Debüt in Zaubernächte in Rio von Michael Curtiz wurde sie durch kleine, nette Filmusicals und Komödien schnell populär. Sie spielte die Wildwestlegende "Calamity Jane" in Schwere Colts in zarter Hand, einem der damals beliebtesten Musikfilme.

Schnell erhielt sie auf Grund ihres Talents einen Studiovertrag, bevorzugt für Musikfilme. Dann wurde sie aber mit romantischen Komödien erfolgreich und zum großen All-American-Girl der 1950er. In den frühen 1960ern war Doris Day die kommerziell erfolgreichste Schauspielerin Hollywoods, die in zahlreichen Komödien und Musikfilmen ein Millionenpublikum erreichte.

Der romantischen Komödie konnte Doris Day so gut wie nicht entkommen, nur Alfred Hitchcock setzte sie in Der Mann, der zuviel wusste sowie Regisseur David Miller in Mitternachtsspitzen abseits vom leichten Unterhaltungskino ein. Hier zeigte die Schauspielerin, dass sie über dramatisches Potential verfügte.

Bettgeflüster, Spitzenhöschen und Seitensprünge

Zum Markenzeichen von Doris Day wurden leichte Unterhaltungsfilme. Dabei bildete sie meistens mit bekannten Darstellern ein Team. Dazu gehörten unter anderem

Dabei brachte Doris Day in ihrer spießig-kumpelhaften Art eine unvergleichlich offene Natürlichkeit mit ein und kreiert so einen ganz eigenen, unnachahmlich sauberen Sexappeal. Immer hart an der Grenze des Kitschs, und nicht selten weit darüber hinaus, gelangte die Schauspielerin damit zu ungeheurer Popularität.

Aus ihren Songs, die sie in den Filmen sang, wurden häufig Hits, etwa ihr selbstkomponierter Gassenhauer "Qué Será, Será". Neben der Schauspielerei war sie als Sängerin sehr erfolgreich und veröffentlicht zahlreiche Alben, von denen viele mehrere Wochen in den Charts waren.

Bald waren ihre Frauenrollen nicht mehr gefragt

Ab Mitte der 1960er Jahren sank der Stern von Doris Day. Der Typ Frau, den sie vorrangig verkörperte, war nicht mehr gefragt. Zugleich traf sie falsche Entscheidungen: Das Angebot für die Rolle der Mrs. Robinson in Die Reifeprüfung lehnte sie ab. Nach 1968 war Doris Day nie wieder in einem Film zu sehen.

Sie lebte zurückgezogen im Küstenort Carmel-by-the-Sea südlich von San Francisco. 1978 gründete sie eine Tierstiftung, trat dadurch einige Male öffentlich auf. Am 13. Mai 2019 ist sie im Alter von 97 Jahren verstorben.

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