Filmspot - Die Kino-News vom 13.11.2007

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Quoten für die Masse der Idioten?
Regisseur Hans Weingartner will wieder wie schon in Die fetten Jahre sind vorbei eine Revolution; diesmal im Fernsehen. In der Medien-Satire Free Rainer werden in einer aufwendigen Guerilla-Aktion die Quoten manipuliert und damit Medienmacher und Zuschauer an “gutes” Fernsehen gewöhnt. Als hätten sich Regisseur und Schauspieler wie etwa der Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu abgesprochen, geht es in ihren aktuellen Interviews um Trash in der Röhre und die eigene TV-Abstinenz – keiner mag das Fernsehen. Nur: Kino ist ja manchmal auch nicht besser! Ob der revolutionäre Aufruf mit dem medienpädagogischen Zeigefinger ab Donnerstag bei den Kinobesuchern ankommt, bleibt abzuwarten. Als nächstes bitte eine Kino-Revolution, oder mal etwas ganz anderes! (BLZ, MOPO, TSP)

Oscar mauert – Fremdsprache darf nicht fremd sein
Die Academy Of Motion Picture Arts And Sciences, also jene Institution, die die Oscars verleiht, setzt dagegen auf Tradition und lässt sich wieder einmal nicht erweichen. Gefahr und Begierde von Ang Lee wurde als taiwanesischer Beitrag nicht anerkannt. Nun hat der Gewinner des Goldenen Löwen keine Chance, einen Oscar als Bester fremdsprachiger Film zu erhalten. Schon im letzten Jahr wurde Michael Hanekes Film Caché abgelehnt, weil in einem österreichischen Film nicht französisch gesprochen werden darf. Die alten Herren in Los Angeles schotten ihr Regelwerk eben ab. Fatih Akin hat neben seinem Film Auf der anderen Seite noch eine weitere Chancen, den Oscar zu erhalten: Das Drama Takva – Gottesfurcht, das er als Produzent betreut hat, wird von der Türkei ins Rennen geschickt. Hoffentlich haben sie vorher alle deutschen Wörter aus dem Film geschnitten. (FOCUS, FILMSTARTS)

Museumsreifer Cruise
Erst gab es zähe Streitigkeiten um die Drehgenehmigung Valkyrie im Bendlerblock, zahlreiche Diskussionen um die Mitgliedschaft von Tom Cruise in der Scientology und nun sonnt sich die Politik im Hollywood-Glanz. Die Bundeswehr kauft mal einfach so die Kulissen des Films für ihr Militärmuseum in Dresden. Darunter sind unter anderem die nachgebaute Besprechungsbaracke des Führerhauptquartiers “Wolfsschanze”, der Ort des Anschlags und ein Stuhl, auf dem Tom Cruise als Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg saß. Das ist kostengünstiges Arbeiten: Erst gibt es 4,8 Mill. deutsche Filmförderung und nun werden sogar die Kulissen receycelt. (WELT, TSP, Trailer bei yahoo)

Weitere Nachrichten und Artikel von heute:
Kommentare zum Streik der amerikanischen Drehbuchautoren.
Verena Lueken in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Uwe Schmitt in der Welt

Spurensuche nach dem Mythos Beowulf / Die Legende von Beowulf.
Christian Thomas in der Frankfurter Rundschau

Rezension zum Cannes-Gewinner Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage.
Martin Walder in der Neuen Züricher Zeitung

Mennan Yapo über seinen Arbeit an Die Vorahnung.
Interview bei Film & Kritik

Bericht von der Dokumentarfilmwoche in Duisburg.
Stefan Reinecke in der taz

Bilanz vom 17. Festival des osteuropäischen Films in Cottbus.
Frank Burkhard in der Jungen Welt

Kommentar zum Besuch von David Lynch in Berlin.
Lu Yen Roloff im Tagesspiegel

Schauspieler Günter Lamprecht erhält den Herbert-Strate-Preis.
Meldung in der Frankfurter Rundschau

Hollywood-Schauspielerin Laraine Day gestorben.
Meldung im Westen

Box-Office-Zahlen der letzten Woche.
Bericht im Spiegel

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