Wer seinen Job liebt, arbeitet keinen Tag im Leben. Diese Binsenweisheit mag oft Schwachsinn sein, aber auf Quentin Tarantino scheint sie zuzutreffen: Film ist seine Leidenschaft. Da fällt es schwer zu glauben, dass er nach seinem zehnten Film nie wieder Regie führen will. Sein Kollege Ridley Scott glaubt es gleich überhaupt nicht.
Ridley Scott hält Tarantinos angeblichen Karriere-Plan für Schwachsinn
Im Gepräch mit dem Hollywood Reporter erklärte Scott diese Woche zu Tarantinos geplantem Karriere-Ende:
Ich glaube diesen Schwachsinn nicht. Halt den Mund und mach noch einen Film.
Scott führt dazu aus, dass Tarantino "ein paar Sachen" für seinen 2012 verstorbenen Bruder Tony Scott geschrieben habe (und meint vermutlich True Romance). Er räumt ein, dass er nicht sicher sei, ob er und der Pulp Fiction-Macher sich je getroffen hätten.
Scott teilt mit seinem Misstrauen die Haltung vieler Filmbegeisterter, drückt aber gleichzeitig sein eigenes Arbeitsethos aus. Er werde Filme machen, bis er sterbe, verdeutlicht er an anderer Stelle im Interview. "Clint [Eastwood] ist 92 [und macht mit Juror 2 vielleicht seinen letzten Film]. Ich bin 86, also hab ich noch ein paar vor mir."
Ob er mit der Einschätzung seines Kollegen Recht behält, muss die Zeit zeigen. Nach dem Scheitern seines Filmprojekts The Movie Critic will Tarantino erstmal an einem Theaterstück arbeiten.
Scott dagegen wird am 14. November 2024 mit Gladiator 2 seine 29. Regiearbeit in Spielfilmlänge auf die Leinwand bringen. Gladiator 3 ist offenbar nur eine Frage der Zeit.