Community Blog
DAS INTERVIEW: VJEKOSLAV KATUSIN

Interview mit Vjekoslav Katusin

Vjekoslav Katusin als Oscar Kovac in "DEAD END: At The End We Die"
© Dream Team Pictures
Vjekoslav Katusin als Oscar Kovac in "DEAD END: At The End We Die"

Interview mit Vjekoslav Katusin

MW: Wie kam es dazu, dass Sie den Weg ins Filmbusiness gewagt haben?

VK: Seit meiner frühen Kindheit habe ich schon immer gerne Filme geschaut. Es fasziniert mich vor und hinter der Kamera zu stehen. In meiner Jugend habe ich, nachdem ich einen Film im Kino gesehen habe, wie z.B: "Batman & Robin" oder auch "Das Fünfte Element" und ich nicht zufrieden war, ein Heft genommen und die Geschichte so wie ich sie gerne gesehen hätte umgeschrieben. Aus Zeitungsberichten schnitt ich dann immer die Bilder des Films aus und klebte sie dazu. Leider habe ich die Hefte nicht mehr, ich würde sie heute noch gerne sehen und lesen. Aber zurück zu der Frage: Ich liebe Filme einfach. Filme sind mein Leben, ich bin damit groß geworden und ich wusste schon in jungen Jahren, dass ich Filme machen möchte. 2006 kam es dann endlich dazu. Ich drehte meinen ersten Amateur-Film mit meinen Freunden in Mainz. Wir hatten hunderte Fehler drin, da ich damals ja keine Ahnung hatte was man alles berücksichtigen muss beim Dreh. Aber es hat Spaß gemacht und ich konnte meinen Ideen freien Lauf lassen und so fing dann alles an.

MW: Erzähl Sie uns ein wenig über Ihr Projekt „DEAD END: At The End We Die“?

VK:Dead End: At The End We Die“ ist eine Krimi Serie die die Geschichte des Privatschnüfflers Oscar Kovac erzählt. Er stirbt aber am Anfang des Pilotfilmes auf mysteriöse Art und Weise. Seine beiden Partner Jonny und William O'Bannion versuchen herauszufinden wer und weshalb Oscar umgebracht wurde. Doch das Problem ist, dass jeder in der Stadt verdächtigt ist. Ob die Mafia, der Bürgermeister, die Polizei, die Staatsanwaltschaft; jeder ist verdächtig und hat ein Motiv, Oscar für immer die Augen zu schliessen. Denn Oscar weiß über jeden ein schmutziges und blutiges Geheimnis welches nicht an die Öffentlichkeit kommen darf. Je mehr die beiden herausfinden, desto mehr ist auch ihr Leben gefährdet.

MW: Die Cast ist ja auch sehr ungewöhnlich, wieso ausgerechnet diese Cast?

VK: Die Hauptrolle übernahm der sehr talentierte kroatische TV- und Filmstar Marko Cindrić, der meines Erachtens wirklich ein Gewinn ist, egal für welches Projekt. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, ihn bei seiner Arbeit zu beobachten. Das ist auf jeden Fall ein Talent, das Hollywood braucht. Claudiu Raymond übernahm die zweite männliche Hauptrolle und spielt William O'Bannion. Auch sehr talentiert und beide passen zusammen wie Starsky & Hutch. Der eine cool, der andere mit flotten Sprüchen. Für die weibliche Hauptrolle erinnerte ich mich an eine gute Freundin: die österreichische Sängerin Nina Stern. Trotz eines Ski-Unfalls und einer Operation kam Sie mit Krücken zum Dreh und spielte mit Bravour ihre Szenen. Die Rolle des Commissioner übernahm der kroatische, in Australien lebende, Schauspieler Roni Lepej. Eigentlich sollte der amerikanische Schauspieler Greg Travis diese Rolle spielen, doch er vergaß seinen Flug zu nehmen. Mein Produzenten-Partner sagte mir, dass sein Freund momentan in Kroatien sei und diese Rolle gut zu ihm passen würde. Was ich auch nicht bereut habe. Ich bin auch seit ein paar Jahren mit dem Schweizer Stepptänzer Angelo Borer befreundet und dieser wollte schon immer mal in einem Film mitspielen. Da er ja schon viel Erfahrung mit der Kamera hatte bot ich ihm eine Rolle als Schweizer Killer an. Sie werden mir jetzt vielleicht nicht glauben aber ich kann Ihnen sagen, dass ich hin und weg war von seiner Präsenz. Als er von der Maske zum Set kam waren alle begeistert. Wir haben aus ihm einen neuen Scarface gemacht. Ich bin glücklich; auch dass wir für den Pilotfilm noch 3 weitere Filmstars aus Kroatien bekommen konnten. Ivica Zadro spielt den Priester Barringsley, Kristijan Ugrina spielt den Mafia-Paten Alexandre Chirac und die wunderschöne und sehr talentierte Csilla Barath Bastaic spielt die unbekannte und mysteriöse Frau. Selbst der zweifache Martial Arts Champion Alen Borbas hatte eine kleine Nebenrolle in der ersten Episode. Einen besseren Cast hätte ich defenitiv nicht gefunden.

MW: Was ist mit der Crew?

VK: Da fangen wir mal mit dem Regisseur an. Die Regie führt mein guter Freund Jan Thüring. Jan ist nicht Nur ein guter Regisseur sondern auch hervorragender Storyboard-Zeichner. Er hat für seine Werke schon über 40 Internationale Preise gewonnen und war auch schon kurz vor einer Oscar Nominierung. Ich denke da muss ich nichts mehr dazu sagen. Wir bekamen Stanko Herceg als Kameramann und ich übertreibe nicht wenn ich Ihnen sage, dass dieser Mann der beste Kameramann in Ex-Jugoslavien ist. Er war einfach genial und es hat richtig viel Spaß gemacht ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Der Pilotfilm wurde übrigens mit einer Alexa Kamera gedreht, für mich eine der besten. Wir hatten auch Ana Bulajic-Črček als Make Up Artistin. Sie war verantwortlich für das Make Up für Stars wie Russell Crowe in „Gladiator“, Richard Gere „Hunting Party“, George Clooney „Projekt Peacemaker“, die Stars aus „Black Hawk Down“ uvm. Mein Produzenten-Partner Aleksandar Crcek ist schon über 30 Jahren im diesem Geschäft.

MW: Wie bereiten Sie sich auf Ihre Filmrollen vor?

VK: Das ist immer unterschiedlich. Es kommt auf die Rolle an. Ich schreibe meine Szenen immer raus und versuche mich in diese Rolle reinzutasten. Ich Lebe diese Rolle. Schaue mich dann meistens auch im Spiegel an um auch bestimmte Geschichtsausdrücke zu finden die dazu passen und versuche mir diese dann zu merken.

MW: Was sind Ihre nächsten Filmprojekte?

VK: Ich habe momentan 4 Drehbücher auf meinem Tisch liegen. Eines davon ist ein Fantasy Film welcher sicherlich Ende diesen Jahres realisiert wird. Meine Firma "Dream Team Pictures" mit meinem Geschäftspartner Raffael Mayer, Creative Director Reto Gooss und mein Freund Angelo Borer kümmern sich derzeit mit mir um die Finanzierung dieses Projektes. Dann stehen natürlich nächstes Jahr die Dreharbeiten zur kompletten ersten Staffel von DEAD END an und dann mal schauen was als nächstes kommt.

MW: Zum Thema „MAFIA“ Projekt, gibt es da noch Hoffnung?

VK: Das Mafia Projekt ist nicht abgeschrieben. Der zweifache Oscar-Preisträger Branko Lustig erzählte mir vor zwei Jahren als wir uns bei ihm zuhause in Zagreb auf eine Tasse Kaffee getroffen haben, dass er über 10 Jahre lang an „American Gangster“ gearbeitet hat, bevor dieses Projekt realisiert wurde. Manche Projekte brauchen länger, andere nicht. Auf jeden Fall wird dieses Projekt in der Zukunft noch gemacht.

MW: Wie gehen Sie mit Kritiken um?

VK: Da fällt mir ein guter Satz von Werner Daehn ein, den er mir mal geschrieben hat: „Was juckt es den Baum, wenn die Sau sich daran kratzt?!“

MW: Was ist Ihr Lieblingsfilm oder auch Ihr/e Lieblingsschauspieler/in?

VK: Eine schwierige Frage. Da ich so viele habe würde ich mal sagen: Filme von Quentin Tarantino, Martin Scorsese & Robert Rodriguez. Mein Herz sagt natürlich Bud Spencer als Schauspieler, aber welchen ich gerne sehe und faziniert von seiner Art bin ist Jack Nicholson. Egal ob Horror, Drama, Action oder Komödie dieser Mann ist genial.

MW: Welche Hobbys gehen Sie neben Ihrem Beruf nach?

VK: Ich koche unheimlich gerne. Kochen ist für mich eine Leidenschaft vor allem, wenn Freunde da sind. Und wenn ich Zeit finde, zocke ich gerne mit ein paar Freunden World of Warcraft. Und natürlich Drehbücher schreiben.

Vielen Dank für das tolle Interview. Michael Wald







Community Autor
folgen
du folgst
entfolgen
Deine Meinung zum Artikel Interview mit Vjekoslav Katusin
Ca0daf02e58d414781e781af2404d449