Star Wars: Das wären George Lucas' bizarre Pläne für die neue Trilogie gewesen

Star Wars: Eipsode I - Die dunkle Bedrohung
© Fox
Star Wars: Eipsode I - Die dunkle Bedrohung

Star Wars 8: Die letzten Jedi spaltete die Star Was-Fangemeinde nochmal enorm. Bei den meisten kam der Film eigentlich sehr gut an, bei denen, die ihn nicht mochten, war die Abneigung umso größer. Ob Unzufriedenheit mit Story-Entscheidungen oder Problme mit der Gestaltung, einige hätten sich doch eine andere Richtung für Star Wars gewünscht. Der Unmut ging teilweise so weit, dass manche die Filme sogar gerne wieder in der Hand von George Lucas gesehen hätten, trotz der immer noch verhassten Prequels. Doch Star Wars ist nun eine Disney-Marke und Lucas hat mit der dritten Trilogie nichts mehr zu tun. Seine Vision für das Universum nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter werden wir also nicht mehr zu sehen bekommen. Ein Stück davon können wir uns aber immerhin ausmalen.

Erinnert ihr euch an die Midi-Chlorianer in den Star Wars-Prequels?

Im Begleitbuch zur AMC-Serie James Cameron's Story of Science Fiction schildert George Lucas, wie er eine neue Star Wars-Trilogie gestaltet hätte (via Mashable). Auch er hätte sich für neue Hauptfiguren entschieden, doch seine Wahl fiel auf völlig andere, als irgendjemand hätte erraten können:

[Die nächsten drei Star Wars-Filme] hätten sich mit einer mikrobiotischen Welt befasst. Aber es gibt diese Welt von Wesen, die anders funktionieren als wir. Ich nenne sie die Whills. Und die Whills sind diejenigen, die das Universum eigentlich kontrollieren. Sie ernähren sich von der Macht.

Damit scheint Lucas in eine ähnliche Kerbe zu schlagen, wie der Midi-Chlorianer-Retcon aus den Prequels, und hätte eine ganze Filmreihe darauf aufgebaut. Die Whills hängen tatsächlich schon seit Beginn mit dem Star Wars-Universum zusammen. Die Kurzgeschichte Journal of the Whills entwickelte sich später zu Krieg der Sterne und in Rogue One: A Star Wars Story trat der Begriff nochmal als Bezeichnung eines eigenen Ordens auf.

Eine Sequel-Trilogie über einen kontroversen Aspekt des Star Wars-Kanons

George Lucas ist sich dessen bewusst, dass seine Fortsetzung unter Fans nicht gut angekommen wäre, aber es ist schon eine beeindruckende Idee, sich auf einen der meist gehassten Aspekte des Star Wars-Kanons zu konzentrieren.
Hätte ich [Lucasfilm] behalten, hätte ich das tun können, und es hätte passieren können. Natürlich hätten das viele der Fans gehasst, genau wie Die dunkle Bedrohung und alles, aber wenigstens wäre die ganze Geschichte von Anfang bis Ende erzählt worden.

Eine... ungewöhnliche Herangehensweise. Ein wenig Osmosis Jones, vielleicht etwas von Pixars Alles steht Kopf. Bei io9 ist allerdings ein längerer Ausschnitt aus dem Interview zu lesen, in dem George Lucas einen für die Star Wars-Mythologie spannenden Aspekt hervorhebt. Er beschreibt die Whills als Wesen, die Menschen nur als Gefäße nutzen, wie Autos sozusagen. Die Midi-Chlorianer sind ihre Mittel zum Zweck. Interessant ist das insofern, als es, wie io9 anmerkt, den Vorstellungen über das Schicksal, die Figuren in der neuen Trilogie beschäftigen, eine wissenschaftliche Erklärung entgegenstellt. Eine düstere zudem, da diese Wesen die Menschen kontrollieren. Die Thematisierung der Whills hätte vermutlich gravierendere Konsequenzen für das Selbstbild der Jedi gehabt, als die Auseinandersetzung von Luke und Rey in Star Wars 8 mit sich brachte.

Es ist schwer, sich auszumalen, wie diese Geschichte umgesetzt worden wäre, aber die Vorstellung ist doch irgendwie faszinierend. So bleiben wir erstmal bei klassischeren Fortsetzungen, von denen die nächste mit Star Wars 9 am 19.12.2019 erscheint. Dann voraussichtlich ohne theistische Interpretationen von Die phantastische Reise.

Was haltet ihr von George Lucas Plänen einer neuen Star Wars-Trilogie?

moviepilot Team
Thunderdrome Sebastian Wienecke
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